Vorstandsbeschluss zur Beilegung eines Rechtsstreits

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FreiVorstandsbeschluss zur Beilegung eines Rechtsstreits

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss zur Beilegung eines Rechtsstreits ist ein formelles Beschlussdokument, mit dem der Vorstand einer Aktiengesellschaft die Annahme eines Vergleichsangebots genehmigt. Das Dokument dokumentiert die ordnungsgemäße Abstimmung und Beschlussfassung des Vorstands zur Beendigung eines laufenden Rechtsstreits. Sie erhalten eine kostenlose, bearbeitbare Word-Vorlage zum Download.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen diesen Beschluss, wenn Ihr Unternehmen in einem Rechtsstreit verwickelt ist und eine Beilegung durch Vergleich angestrebt wird. Der Vorstand muss eine ordnungsgemäße Beschlussfassung vornehmen, um die Annahme des Vergleichsangebots zu autorisieren. Dies ist insbesondere bei größeren Streitfällen erforderlich, bei denen eine Geschäftsleitung oder ein Aufsichtsrat besteht.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält die Präambel mit Angabe des Unternehmens und Datums, die Begründung des Rechtsstreits, die Beschreibung des Vergleichsangebots und den Beschlusssatz, der die Annahme des Vergleichs autorisiert. Das Dokument ist so strukturiert, dass es den Anforderungen an eine ordnungsgemäße Beschlussfassung nach deutschem Aktienrecht entspricht.

Was ist eine Vorlage „Vorstandsbeschluss zur Beilegung eines Rechtsstreits"?

Ein Vorstandsbeschluss zur Beilegung eines Rechtsstreits ist ein formelles Beschlussdokument, mit dem der Vorstand einer Aktiengesellschaft die Annahme eines Vergleichsangebots ordnungsgemäß genehmigt und dokumentiert. Das Dokument erfasst die Begründung des Streits, die wesentlichen Konditionen des Vergleichsangebots und die Entscheidung des Vorstands, den Rechtsstreit beizulegen. Dies ist ein zentrales Governance-Dokument, das die Bindungswirkung der Erklärung des Unternehmens sicherstellt. Sie erhalten eine kostenlose, bearbeitbare Word-Vorlage zum Download, die Sie sofort ausfüllen und unterzeichnen können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen ordnungsgemäßen Vorstandsbeschluss kann der Vertreter des Unternehmens (Geschäftsführer oder Anwalt) einen Vergleich nicht mit bindender Wirkung für das Unternehmen annehmen. Die Gegenseite wird einen unterzeichneten Vergleichsvertrag nicht akzeptieren, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass der Vorstand ordnungsgemäß beschlossen hat. Ein fehlendes oder fehlerhaft gefasstes Beschlussdokument kann zu Anfechtungsrisiken führen und den Rechtsstreit statt zu beenden, zu verlängern. Dieser Beschluss schützt Ihr Unternehmen, indem er die Entscheidung dokumentiert, die Interessen aller Beteiligten wahrt und die Rechtsverbindlichkeit sicherstellt.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Standardfall: Der Vorstand genehmigt einen Vergleichsantrag ohne komplexe Bedingungen.Vorstandsbeschluss für einfachen Vergleich
Der Vergleich ist an Bedingungen geknüpft (Zahlungsplan, Leistungspflichten).Vorstandsbeschluss mit Bedingungen
Der Vergleich unterliegt Geheimhaltungspflichten oder Verschwiegenheitsvereinbarungen.Vorstandsbeschluss mit Vertraulichkeit
Der Vergleich enthält gegenseitige Haftungsfreistellungen und Verzichte.Vorstandsbeschluss mit Haftungsausschluss
Mehrere Parteien sind am Rechtsstreit und am Vergleich beteiligt.Vorstandsbeschluss für mehrparteien Vergleich
Der Vergleich wird in Raten bezahlt und erfordert besondere Sicherungen.Vorstandsbeschluss mit Ratenzahlung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder fehlerhafte Unternehmensbezeichnung

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Ungültigkeit des Beschlusses oder zu Zweifeln an der Rechtsverbindlichkeit, besonders wenn die Gesellschaft später das Dokument einsetzen muss.

Fix: Verwenden Sie immer die exakte, im Handelsregister eingetragene Firmenschreibweise.

❌ Fehlende oder verspätete Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ein Vorstandsbeschluss ohne ordnungsgemäße Unterschriften aller erforderlichen Vorstandsmitglieder ist nicht bindend und kann von Gericht nicht durchgesetzt werden.

Fix: Sorgen Sie dafür, dass alle Vorstandsmitglieder das Dokument zeitnah nach Beschlussfassung unterzeichnen oder legen Sie fest, dass eine bestimmte Mindestanzahl (z. B. Vorsitzender und Stellvertreter) unterschreiben.

❌ Unklare oder unkonkrete Darstellung des Vergleichsangebots

Warum es wichtig ist: Wenn nicht klar ist, welches Angebot angenommen wurde, kann die Gegenseite die Bindungswirkung anfechten oder der Beschluss wird von Dritten nicht anerkannt.

Fix: Beziehen Sie sich explizit auf das konkrete Vergleichsdokument als Anlage und fassen Sie die wesentlichen Bedingungen zusammen.

❌ Mangelnde oder zu allgemeine Interessenbegründung

Warum es wichtig ist: Aufsichtsrat oder Aktionäre können die Sachgemäßheit der Vorstandsentscheidung angreifen, wenn die Gründe nicht nachvollziehbar dokumentiert sind.

Fix: Dokumentieren Sie kurz, aber konkret, warum der Vergleich wirtschaftlich vorteilhaft ist (z. B. Vermeidung von Prozesskosten, Sicherung der Geschäftstätigkeit).

❌ Verwechslung von Vorstandsbeschluss und Vergleichsdokument

Warum es wichtig ist: Ein Vorstandsbeschluss ist nicht dasselbe wie der unterzeichnete Vergleichsvertrag; beide Dokumente sind erforderlich, um den Rechtsstreit endgültig beizulegen.

Fix: Halten Sie die beiden Dokumente deutlich getrennt: Der Beschluss genehmigt die Annahme; der Vergleichsvertrag begründet die Rechte und Pflichten.

❌ Keine Dokumentation von Abstimmungsergebnissen bei Uneinigkeit

Warum es wichtig ist: Wenn nicht festgehalten wird, wer dafür und wer dagegen gestimmt hat, kann die Gültigkeit des Beschlusses später angefochten werden.

Fix: Falls nicht einstimmig, dokumentieren Sie die Abstimmungsergebnisse (z. B. '5 Stimmen dafür, 1 Stimme dagegen, 0 Enthaltungen').

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Titelzeile

In einfacher Sprache: Benennung des Unternehmens und Datumsangabe des Beschlusses; Kennzeichnung als ordnungsgemäß verabschiedeter Beschluss.

Beispielformulierung
VORSTANDSBESCHLUSS VON [NAME IHRES UNTERNEHMENS] ZUR BEILEGUNG EINES RECHTSTREITS ORDNUNGSGEMÄSS VERABSCHIEDET AM [DATUM]

Häufiger Fehler: Vergessen, das genaue Beschlussdatum oder den Namen des Unternehmens einzutragen; unklar, ob es sich um einen einstimmigen oder geteilten Beschluss handelt.

Überschrift Sachverhalt

In einfacher Sprache: Benennung des Sachverhalts als eigenständiger Abschnitt zur Dokumentation des Streitgegenstands.

Beispielformulierung
BEILEGUNG EINES RECHTSTREITS

Häufiger Fehler: Fehlende oder unklare Strukturierung des Sachverhalts; keine Trennung zwischen Begründung und Entscheidung.

Parteienangabe

In einfacher Sprache: Nennung der beteiligten Parteien und Beschreibung des Verhältnisses zueinander im Streit.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] und [NAME] stehen sich derzeit in einem Rechtstreit gegenüber

Häufiger Fehler: Unvollständige Angabe aller Parteien; ungenaue oder mehrdeutige Bezeichnung der Gegenseite.

Darstellung des Vergleichsangebots

In einfacher Sprache: Zusammenfassung des konkret vorliegenden Angebots zur Beilegung mit Verweis auf die beigefügten Dokumente.

Beispielformulierung
Ein Angebot zur Beilegung wurde vorgelegt

Häufiger Fehler: Fehlende Konkretisierung des Angebots; keine Bezugnahme auf die Anlage oder das Vergleichsdokument; Unklarheit über Konditionen.

Interessensbewertung

In einfacher Sprache: Ausdrückliche Feststellung, dass die Annahme des Vergleichs im besten Interesse des Unternehmens liegt.

Beispielformulierung
Es liegt im besten Interesse von [NAME IHRES UNTERNEHMENS] besagten Vorschlag zur Beilegung anzunehmen und den Rechtsstreit zu beenden

Häufiger Fehler: Mangelnde oder allgemeine Begründung des Interesses; keine Darlegung der Gründe für die Vorteilhaftigkeit des Vergleichs gegenüber Weiterverfolgung oder Klage.

Beschlusssatz (Annahme des Vergleichs)

In einfacher Sprache: Der operative Beschlusssatz, in dem die Annahme des Vergleichsangebots formell genehmigt wird.

Beispielformulierung
ES WIRD BESCHLOSSEN, dass [NAME IHRES UNTERNEHMENS] das Angebot zur Beilegung des Rechtsstreits, wie es dem Vorstand vorgelegt wurde und es dem gegenwärtigen Beschluss beigefügt ist, annimmt

Häufiger Fehler: Unzureichend klare oder ambivalente Formulierung des Beschlusses; fehlende Autorisierung zur Unterzeichnung nachfolgender Dokumente; keine Bevollmächtigung für Geschäftsführer zur Ausführung.

Unterschriftensektion

In einfacher Sprache: Bereich für Unterschriften der Vorstandsmitglieder oder des Vorsitzenden, um die Authentizität und Geltung des Beschlusses zu gewährleisten.

Beispielformulierung
[UNTERSCHRIFT VORSTANDSVORSITZENDER / VORSTANDSMITGLIEDER]

Häufiger Fehler: Fehlende Unterschriften; unklare Zuordnung der Unterschriften zu Namensträgern; Unterschriften ohne Datumsangabe oder Titel.

Beilagen und Verweise

In einfacher Sprache: Explizite Angabe, dass das Vergleichsdokument oder Vergleichsangebot dem Beschluss beigefügt und integraler Bestandteil ist.

Beispielformulierung
wie es dem gegenwärtigen Beschluss beigefügt ist

Häufiger Fehler: Keine oder ungenaue Benennung der Anlagen; fehlende Nummerierung oder Referenzierung der Anlagen; Unklarheit darüber, welche Dokumente Teil des Beschlusses sind.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensdaten eintragen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit dem exakten Namen Ihrer Aktiengesellschaft, wie er im Handelsregister eingetragen ist. Dies ist erforderlich für die rechtliche Gültigkeit.

    💡 Verwenden Sie die offizielle Firmenschreibweise, einschließlich Rechtsform (z. B. 'ABC GmbH' oder 'XYZ AG').

  2. 2

    Beschlussdatum festlegen

    Tragen Sie das Datum ein, an dem der Vorstand tatsächlich abstimmt und den Beschluss fasst. Dies muss das tatsächliche Sitzungsdatum sein.

    💡 Das Datum sollte vor dem Unterzeichnungsdatum liegen und kann eine spätere Unterzeichnung durch alle Vorstandsmitglieder ermöglichen.

  3. 3

    Gegenseite benennen

    Ersetzen Sie [NAME] mit der vollständigen, genauen Bezeichnung der Gegenpartei im Rechtsstreit. Bei mehreren Parteien alle aufzählen.

    💡 Verwenden Sie denselben Namen, wie er auch in der Klage oder Beschwerde verwendet wurde.

  4. 4

    Vergleichsangebot zusammenfassen

    Beschreiben Sie kurz, welches konkrete Angebot vorliegt. Verweisen Sie auf das beigefügte Vergleichsdokument und erläutern Sie die wesentlichen Konditionen.

    💡 Wenn das Angebot umfangreich ist, können Sie sich kurz fassen und auf die beigefügte Anlage verweisen.

  5. 5

    Begründung der Interessenabwägung ausfüllen

    Erläutern Sie, warum die Annahme des Vergleichs im Unternehmensinteresse liegt. Beziehen Sie sich auf Kostenersparnis, Risikominderung oder Geschwindigkeit.

    💡 Eine kurze wirtschaftliche Begründung (z. B. 'vermeidet Prozesskosten' oder 'sichert Geschäftskontinuität') ist ausreichend.

  6. 6

    Anlage beigeben und referenzieren

    Fügen Sie das Vergleichsdokument oder Angebot als Anlage bei und vergewissern Sie sich, dass es im Beschlusstext referenziert wird.

    💡 Nummerieren Sie Anlagen und fügen Sie ein Anlagenverzeichnis bei, um Klarheit zu schaffen.

  7. 7

    Unterzeichnung durch Vorstandsmitglieder

    Alle Vorstandsmitglieder oder mindestens der Vorstandsvorsitzende müssen das Dokument eigenhändig unterzeichnen. Name und Titel unter die Unterschrift schreiben.

    💡 Im Falle von Einstimmigkeit können Sie 'einstimmig' vermerken. Bei Gegenstimmen dokumentieren Sie die Abstimmungsergebnisse.

Häufig gestellte Fragen

Wer darf einen Vorstandsbeschluss zur Beilegung eines Rechtsstreits fassen?

Der Vorstand einer Aktiengesellschaft (AG) oder, in anderen Gesellschaftsformen, die entsprechend zuständige Geschäftsleitung (z. B. Geschäftsführer einer GmbH) darf einen solchen Beschluss fassen. Bei größeren Bedeutungen kann auch der Aufsichtsrat zustimmungspflichtig sein. Die genauen Kompetenzen ergeben sich aus dem Gesellschaftsvertrag oder der Satzung.

Muss der Beschluss einstimmig sein oder reicht die Mehrheit?

Nach deutschem Aktienrecht reicht in der Regel die Mehrheit der Vorstandsmitglieder aus. Die Satzung oder interne Regelungen können aber Einstimmigkeit vorsehen. Dokumentieren Sie immer das Abstimmungsergebnis, um späteren Anfechtungsrisiken vorzubeugen.

Kann ein Vorstandsbeschluss später widerrufen werden?

Ein Vorstandsbeschluss kann theoretisch in einer späteren Sitzung widerrufen oder abgeändert werden, solange der Vergleichsvertrag noch nicht unterzeichnet ist. Nach Unterzeichnung des Vergleichsvertrags ist ein Widerruf in der Regel rechtlich nicht mehr möglich, da dies Vertragsbruch darstellen würde.

Muss der Aufsichtsrat zustimmen?

Das hängt von der Satzung und der Höhe des Streitwerts ab. In vielen Fällen ist der Aufsichtsrat zustimmungspflichtig, insbesondere wenn es um bedeutsame Vergleiche geht. Prüfen Sie Ihre Satzung oder konsultieren Sie Ihren Anwalt, um Sicherheit zu haben.

Was sollte die Anlage zum Beschluss enthalten?

Die Anlage sollte das konkrete Vergleichsangebot oder den Vergleichsentwurf enthalten, oder zumindest eine genaue Zusammenfassung der wesentlichen Bedingungen (Zahlungsumfang, Zahlungsmodalitäten, Geheimhaltung, Haftungsfreistellung). Je vollständiger die Anlage, desto unbeanfragbarer ist der Beschluss.

Kann eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer den Beschluss allein fassen?

Nein, bei einer AG müssen mindestens die im Beschluss bezeichneten Vorstandsmitglieder beteiligt sein. Die Regel richtet sich nach der Satzung. Bei einer GmbH kann der alleinige Geschäftsführer einen entsprechenden Beschluss fassen, ohne weitere Zustimmung einholen zu müssen.

Was ist der Unterschied zwischen Vorstandsbeschluss und Vergleichsvertrag?

Der Vorstandsbeschluss genehmigt oder autorisiert die Annahme des Vergleichs auf Seiten des Unternehmens. Der Vergleichsvertrag selbst ist das bilaterale Dokument, das die Gegenseite unterzeichnet und das die rechtlichen Verpflichtungen und Rechte beider Parteien regelt. Beide Dokumente sind erforderlich.

Muss der Beschluss notariell beglaubigt oder beurkundet werden?

Das hängt von den Anforderungen der Gegenseite und der Natur des Rechtsstreits ab. In vielen Fällen reicht eine notariell beglaubigte Kopie aus. Für manche Vergleiche (z. B. bei Immobilienfragen) kann Beurkundung erforderlich sein. Fragen Sie Ihren Anwalt oder die Gegenseite, welche Form erforderlich ist.

Kann ich diese Vorlage für eine GmbH verwenden?

Die Vorlage ist auf Aktiengesellschaften (AG) ausgerichtet. Bei einer GmbH muss der Geschäftsführer- oder Gesellschafterbeschluss anders formuliert werden. Konsultieren Sie einen Anwalt für die richtige Variante für Ihre Gesellschaftsform.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfacher Vergleichsvertrag (bilateral)

Ein Vergleichsvertrag ist das bilaterale Dokument zwischen den Parteien, das die Rechte und Pflichten regelt. Der Vorstandsbeschluss ist das interne Genehmigungsdokument des Unternehmens, das vorlegen muss, bevor der Vergleichsvertrag unterzeichnet wird. Zusammen bilden sie die vollständige Dokumentation.

vs Generalversammlungsbeschluss

Ein Generalversammlungsbeschluss wird von der Aktionärsversammlung gefasst und ist nötig, wenn strategische oder finanzielle Entscheidungen von großer Bedeutung sind. Ein Vorstandsbeschluss wird vom Vorstand gefasst und reicht für die meisten Vergleichsfälle aus. Ein Generalversammlungsbeschluss ist nur erforderlich, wenn die Satzung dies vorsieht oder bei außergewöhnlich hohen Streitwerten.

vs Aufsichtsratsbeschluss

Ein Aufsichtsratsbeschluss ist erforderlich, wenn der Aufsichtsrat zustimmungspflichtig ist. Der Vorstandsbeschluss erfolgt vorher oder parallel; der Aufsichtsrat genehmigt dann nachträglich oder gibt sein Einverständnis vorab. Die beiden Beschlüsse müssen koordiniert werden.

vs Schriftsätze in Gerichtsverfahren (Klageerwiderung, Vergleichsantrag)

Schriftsätze an Gericht sind Mitteilungen an den Richter über die Prozesslage oder Vergleichsbereitschaft. Der Vorstandsbeschluss ist die interne Genehmigung des Unternehmens, um die Gegenseite rechtlich zu binden. Ohne den Vorstandsbeschluss können Prozessbevollmächtigte nicht mit bindender Wirkung einen Vergleich angeboten oder akzeptieren.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen

Banken und Versicherungen nutzen Vorstandsbeschlüsse zur formalen Genehmigung von Streitbeilegungen, um Regulierungsvorgaben zu erfüllen.

Unternehmensberatung und Recht

Consulting-Unternehmen und Anwaltskanzleien dokumentieren Vergleichsbeschlüsse, um ihre Clients zu vertreten und Haftungsrisiken zu minimieren.

Immobilienwirtschaft und Bauwesen

Immobilienunternehmen und Bauträger verwenden diese Vorlage zur Beilegung von Nachbarschaftsstreitigkeiten, Handwerkermängeln oder Mietstreitigkeiten.

Handels- und Logistik

Handelsunternehmen und Logistiker dokumentieren Vergleiche bei Lieferantenkonflikten, Schadensersatzforderungen oder Transportmängeln.

Medizin und Pharmazie

Medizinische Einrichtungen und Pharmaunternehmen nutzen Vorstandsbeschlüsse zur formalen Autorisierung von Streitbeilegungen in Haftungsfällen oder Produkthaftungsfällen.

Technologie und Softwareentwicklung

Tech-Unternehmen dokumentieren Vergleiche bei Patentstreitigkeiten, Softwarelizenzstreitigkeiten oder Urheberrechtsansprüchen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist der Vorstandsbeschluss gemäß AktG (Aktiengesetz) formell erforderlich. Der Beschluss kann auch im Umlaufverfahren gefasst werden. Achten Sie darauf, dass alle Vorstandsmitglieder ordnungsgemäß informiert und zur Abstimmung berechtigt sind.

In Österreich gelten ähnliche Anforderungen wie in Deutschland. Das österreichische Aktiengesetz (AktG Österreich) schreibt vor, dass der Vorstandsbeschluss dokumentiert werden muss. Unterschriften müssen notariell beglaubigt sein.

In der Schweiz ist ein Beschluss des Verwaltungsrates erforderlich. Das Schweizer Aktienrecht hat ähnliche Anforderungen, allerdings gibt es Unterschiede in der Dokumentation und Hinterlegung. Konsultieren Sie einen Schweizer Anwalt für Besonderheiten.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenSie kennen die Konditionen des Vergleichs genau und Ihr Unternehmen hat wenig interne Komplexität (übersichtlicher Vorstand, keine Zustimmungserfordernisse).0–50 €15–30 Minuten
Vorlage + RechtsprüfungDie Vergleichsbedingungen sind komplex oder der Vorstand ist groß; Sie möchten sicherstellen, dass der Beschluss anerkannt wird.150–400 €2–3 Tage
MaßgeschneidertDer Rechtsstreit ist hochkomplex, der Streitwert erheblich, oder Sie brauchen umfassende Anpassungen an Ihre Governance und Satzung.500–1500 €5–10 Tage

Glossar

Vorstandsbeschluss
Formale Entscheidung des Vorstands einer Aktiengesellschaft, die ordnungsgemäß dokumentiert wird.
Rechtsstreit
Gerichtlicher oder außergerichtlicher Konflikt zwischen zwei oder mehr Parteien.
Beilegung
Beendigung eines Rechtsstreits durch Vergleich oder andere Einigung.
Vergleich
Rechtsgeschäft, bei dem sich Parteien auf gegenseitige Zugeständnisse einigen, um einen Streit zu beenden.
Präambel
Einleitender Teil eines Beschlusses, der den Anlass und die Begründung erklärt.
Beschlusssatz
Der operative Teil eines Beschlusses, in dem die tatsächliche Entscheidung oder Genehmigung festgehalten wird.
Ordnungsgemäße Abstimmung
Einhaltung aller formalen Anforderungen für die Beschlussfassung nach Gesellschaftsrecht.
Autorisierung
Genehmigung oder Bevollmächtigung einer Person oder Institution zur Vornahme einer Handlung.
Geschäftsführungsbefugnis
Ermächtigung des Vorstands oder einer anderen Stelle zur Leitung und Verwaltung des Unternehmens.
Vergleichsangebot
Konkrete Proposition einer anderen Partei zur Beilegung eines Streits mit bestimmten Bedingungen.

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