Vorstandsbeschluss zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens

Kostenloser Word-Download ‱ Online bearbeiten ‱ Mit Drive speichern und teilen ‱ Als PDF exportieren

1 seite‱20–25 min zum AusfĂŒllen‱Schwierigkeit: Standard‱Unterschrift erforderlich‱RechtsprĂŒfung empfohlen
Mehr erfahren ↓
FreiVorstandsbeschluss zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens ist ein formales Dokument, mit dem der Vorstand einer Gesellschaft die Genehmigung erteilt, einen Rechtsanspruch vor Gericht geltend zu machen. Das Dokument wird als kostenlose Word-Vorlage bereitgestellt und kann fĂŒr die spezifische Situation angepasst werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Beschluss, wenn Ihr Unternehmen einen berechtigten Anspruch gegen einen GeschĂ€ftspartner, Kunden oder Lieferanten hat und der Vorstand formal beschließen muss, diesen Anspruch auf dem Rechtsweg geltend zu machen. Der Beschluss dokumentiert die interne Genehmigung und die Beauftragung einer Rechtsberatung.
Was enthalten ist
Das Dokument enthĂ€lt die Einleitung mit Nennung des Unternehmens und des Beschlussdatums, eine Beschreibung des Sachverhalts und der berechtigten AnsprĂŒche, einen Beschlusssatz zur Geltendmachung des Anspruchs auf dem Rechtsweg, und einen weiteren Beschlusssatz zur Beauftragung einer Rechtsberatung unter Vereinbarung ĂŒblicher GebĂŒhrenregelungen.

Was ist eine Vorlage „Vorstandsbeschluss zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens"?

Ein Vorstandsbeschluss zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens ist ein formales Dokument, mit dem der Vorstand einer Gesellschaft (Aktiengesellschaft, GmbH oder Ă€hnliche Gesellschaftsform) beschließt, einen berechtigten Anspruch gegen einen GeschĂ€ftspartner, Kunden oder Lieferanten vor Gericht geltend zu machen. Das Dokument dokumentiert intern, dass der Vorstand die Geltendmachung des Anspruchs genehmigt hat und eine Rechtsberatung beauftragt wird. Die Vorlage ist kostenlos als Word-Dokument verfĂŒgbar und kann einfach mit Ihren spezifischen Daten angepasst werden. Sie können die Vorlage online bearbeiten, ausfĂŒllen und als PDF exportieren.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen formalen Vorstandsbeschluss können Zweifel an der Berechtigung des Anwalts entstehen, den Rechtsstreit im Namen Ihrer Gesellschaft zu fĂŒhren. Ein rechtlich wirksamer Vorstandsbeschluss schafft Klarheit nach innen (gegenĂŒber Gesellschaftern und GlĂ€ubigern) und nach außen (gegenĂŒber Gericht und Gegenseite), dass die Entscheidung zur Geltendmachung ordnungsgemĂ€ĂŸ vom Vorstand getroffen wurde. Der Anwalt benötigt zudem den unterzeichneten Beschluss als Nachweis seines Mandats. Ein fehlendes oder formell unkorrektes Dokument kann dazu fĂŒhren, dass eine eingereichte Klage abgewiesen wird oder der Anwalt nicht handeln kann — was teure Verzögerungen und Verfahrensfehler nach sich zieht.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist
Diese Vorlage verwenden
Wenn das Unternehmen MietausfallschĂ€den oder InstandhaltungsmĂ€ngel gegenĂŒber einem Vermieter geltend machen möchteVorstandsbeschluss zur Geltendmachung eines Mietschadens
Wenn unbezahlte Rechnungen gegenĂŒber Kunden oder Schuldnern mittels Klage eingezogen werden sollenVorstandsbeschluss zur Forderungsklage gegen Schuldner
Wenn Unternehmensrechte vor Gericht durchgesetzt werden mĂŒssenVorstandsbeschluss zur Marken- oder Patentverteidigung
Wenn gegenĂŒber Lieferanten oder Herstellern GewĂ€hrleistungsansprĂŒche durchgesetzt werden sollenVorstandsbeschluss zur Inanspruchnahme einer Garantieleistung
Wenn schnelle einstweilige Maßnahmen zur Abwehr von SchĂ€den erforderlich sindVorstandsbeschluss zur Einstweiligen VerfĂŒgung
Wenn gegen eine gerichtliche Entscheidung Rechtsmittel eingeleitet werden sollenVorstandsbeschluss zur Beschwerde oder Berufung

HĂ€ufige Fehler vermeiden

❌ Unklare oder fehlende Beschreibung des Sachverhalts

Warum es wichtig ist: Der Anwalt und spÀter das Gericht benötigen eine nachvollziehbare Darlegung des Anspruchs, sonst kann die Klage abgewiesen werden oder der Anwalt kann nicht effektiv handeln.

Fix: Schreiben Sie auf, was konkret geschah, wann, und welcher Schaden oder welche Verletzung daraus folgte; nennen Sie betroffene VertrÀge oder Gesetze.

❌ Keine GebĂŒhrenvereinbarung vor dem Beschluss mit dem Anwalt

Warum es wichtig ist: SpĂ€ter können Unstimmigkeiten ĂŒber Honorare entstehen, die zu Streitigkeiten oder sogar Nichtzahlung fĂŒhren und das Mandat gefĂ€hrden.

Fix: Sprechen Sie mit einem Anwalt, einigen Sie sich auf GebĂŒhren, und holen Sie dann erst den Vorstandsbeschluss ein.

❌ Nicht nach Satzungsvorschriften abstimmen

Warum es wichtig ist: Ein Vorstandsbeschluss, der nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ gefasst wurde, kann angefochten werden und die Legitimation des Rechtsstreits in Frage stellen.

Fix: ÜberprĂŒfen Sie Ihre Gesellschaftssatzung, ob Quorum, Mehrheitsanforderungen und Abstimmungsverfahren eingehalten werden.

❌ Unterschrift durch nicht bevollmĂ€chtigte Personen

Warum es wichtig ist: Ein Beschluss ohne Unterschrift der dazu berechtigten Personen ist ungĂŒltig und wird von AnwĂ€lten und Gerichten nicht anerkannt.

Fix: Nur VorstĂ€nde oder GeschĂ€ftsfĂŒhrer, die nach Satzung oder Handelsregister berechtigt sind, dĂŒrfen unterzeichnen.

❌ Zu prĂ€zise oder anklagende Formulierung des Sachverhalts

Warum es wichtig ist: Wenn der Vorstandsbeschluss spÀter der Gegenseite (z. B. im Rechtsstreit) vorgelegt wird, können vorschnelle oder emotionale Formulierungen schaden.

Fix: Bleiben Sie sachlich und neutral; beachten Sie, dass der Beschluss spÀter als Dokument im Verfahren verwendet wird.

❌ VersĂ€umnis, den Beschluss dem Anwalt zu ĂŒbermitteln

Warum es wichtig ist: Der Anwalt benötigt den unterzeichneten Beschluss als Nachweis der Mandatserteilung und der internen Genehmigung.

Fix: Senden Sie eine beglaubigte Kopie des Beschlusses unverzĂŒglich nach Unterzeichnung an den beauftragten Anwalt.

Die 7 wichtigsten Klauseln, erklÀrt

PrÀambel und Beschlussdatum

In einfacher Sprache: Nennung des Unternehmens, des Datums und der BestĂ€tigung, dass der Beschluss ordnungsgemĂ€ĂŸ gefasst wurde.

Beispielformulierung
Vorstandsbeschluss von [NAME IHRES UNTERNEHMENS] zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens ordnungsgemÀss verabschiedet am [DATUM].

HĂ€ufiger Fehler: Vergessen, das genaue Datum des Beschlusses einzutragen oder den Namen des Unternehmens korrekt zu schreiben.

Sachverhaltsbeschreibung

In einfacher Sprache: Knappe Darstellung der tatsĂ€chlichen UmstĂ€nde, die zum berechtigten Anspruch gefĂŒhrt haben.

Beispielformulierung
Ausgehend von einer Empfehlung des Rechtbeistandes glaubt [NAME IHRES UNTERNEHMENS], dass es einen berechtigten Anspruch gegenĂŒber [NAME DES GESCHÄFTES] hat, welcher zusammenfassend durch [BESCHREIBEN] entsteht.

HÀufiger Fehler: Zu detaillierte oder zu vage Darstellung des Sachverhalts, die entweder verwirrt oder keine aussagekrÀftigen Informationen liefert.

Beschlusssatz zur Geltendmachung des Anspruchs

In einfacher Sprache: Formale Entscheidung des Vorstands, den Anspruch falls notwendig vor Gericht geltend zu machen.

Beispielformulierung
ES WIRD BESCHLOSSEN, dass [NAME IHRES UNTERNEHMENS] seinen Anspruch falls notwendig auf dem Rechtsweg geltend macht.

HĂ€ufiger Fehler: Unklare oder zu offene Formulierung, die nicht deutlich macht, dass der Vorstand die Geltendmachung genehmigt.

Beschlusssatz zur Rechtsberatung

In einfacher Sprache: Genehmigung der Beauftragung eines Anwalts oder einer Kanzlei und Zustimmung zu ĂŒblichen GebĂŒhrenregelungen.

Beispielformulierung
WEITERHIN WIRD BESCHLOSSEN, dass Rechtsberatung ĂŒber besagte Angelegenheit, nach einer Übereinkunft ĂŒber GebĂŒhren, wie sie ĂŒblicherweise berechnet werden und fĂŒr den PrĂ€sidenten von [NAME IHRES UNTERNEHMENS] zufriedenstellend sind, gewĂŒnscht wird.

HĂ€ufiger Fehler: Beauftragung ohne vorherige Genehmigung der GebĂŒhrenstruktur, was spĂ€ter zu Streitigkeiten mit dem Anwalt fĂŒhren kann.

BevollmÀchtigung

In einfacher Sprache: AusdrĂŒckliche ErmĂ€chtigung einer Person oder eines Gremiums, alle notwendigen Handlungen zur Verfolgung des Anspruchs zu unternehmen.

Beispielformulierung
Der PrÀsident wird ermÀchtigt, alle erforderlichen Schritte und Dokumentationen zur Verfolgung dieses Anspruchs einzuleiten und zu unterzeichnen.

HĂ€ufiger Fehler: Fehlende oder unklare BevollmĂ€chtigung kann dazu fĂŒhren, dass der Anwalt nicht handeln kann oder die BevollmĂ€chtigung angefochten wird.

Vertraulichkeit und Unternehmensgeheimnis

In einfacher Sprache: Hinweis darauf, dass die Angelegenheit vertraulich zu behandeln ist und nicht nach außen bekannt gemacht werden sollte.

Beispielformulierung
Der Vorstand weist darauf hin, dass diese Angelegenheit als Unternehmensgeheimnis einzustufen ist und vertraulich zu behandeln bleibt.

HĂ€ufiger Fehler: Nicht beachten, dass öffentliche Diskussionen von Rechtsstreiten außergerichtlich geschadetsein können.

Vollmacht fĂŒr Unterschrift

In einfacher Sprache: Bestimmung, wer den Beschluss im Namen des Vorstands unterzeichnet und damit die AuthentizitÀt bestÀtigt.

Beispielformulierung
Dieser Beschluss wird durch den PrĂ€sidenten und den SchriftfĂŒhrer unterzeichnet und wird hiermit wirksam.

HĂ€ufiger Fehler: Vergessen, dass VorstandsbeschlĂŒsse durch autorisierte Personen unterzeichnet werden mĂŒssen.

So fĂŒllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensname und Datum eintragen

    Geben Sie den vollstÀndigen Namen Ihres Unternehmens und das genaue Datum der Vorstandssitzung ein, auf der der Beschluss gefasst wird.

    💡 Verwenden Sie das Datum, auf das der Beschluss tatsĂ€chlich verabschiedet wird, nicht das Datum der Unterschrift.

  2. 2

    Gegenseite und Sachverhalt beschreiben

    Nennen Sie die Partei, gegen die der Anspruch besteht (Name des GeschÀftspartners) und beschreiben Sie kurz, woraus der Anspruch entsteht (z. B. unbezahlte Rechnung, Schaden, Schutzrechtsverletzung).

    💡 Halten Sie die Beschreibung sachlich und prĂ€gnant; vermeiden Sie emotionale oder vorwerfende Sprache.

  3. 3

    Anwaltsempfehlung dokumentieren

    Notieren Sie, dass die Rechtsberatung eine Einleitung des Gerichtsverfahrens empfohlen hat, und belegen Sie dies durch die Unterschrift oder schriftliche Stellungnahme des Anwalts.

    💡 Eine schriftliche Empfehlung des Anwalts vor dem Vorstandsbeschluss stĂ€rkt die BegrĂŒndung des Beschlusses.

  4. 4

    BeschlusssÀtze anpassen

    Stellen Sie sicher, dass die beiden BeschlusssÀtze (zur Geltendmachung des Anspruchs und zur Beauftragung der Rechtsberatung) klar und deutlich formuliert sind und Ihre Absicht widerspiegeln.

    💡 Die BeschlusssĂ€tze sollten unmissverstĂ€ndlich sein, damit AnwĂ€lte und Gerichte keine Zweifel an der Genehmigung haben.

  5. 5

    GebĂŒhrenvereinbarung klĂ€ren

    Diskutieren Sie mit dem beauftragten Anwalt oder der Kanzlei die GebĂŒhrenstruktur (Stundenhonorar, PauschalgebĂŒhren, ErfolgsgebĂŒhren) und halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest.

    💡 Dokumentieren Sie die GebĂŒhren im Beschluss oder als separate Anlage, um spĂ€ter keine MissverstĂ€ndnisse zu haben.

  6. 6

    Vorstandsmitglieder informieren und abstimmen

    Stellen Sie sicher, dass alle Vorstandsmitglieder ĂŒber den geplanten Beschluss informiert sind und dass dieser nach den Satzungsvorschriften Ihrer Gesellschaft ordnungsgemĂ€ĂŸ verabschiedet wird (z. B. Mehrheit, Quorum).

    💡 Dokumentieren Sie die Abstimmung und die Namen der anwesenden oder abstimmenden Vorstandsmitglieder.

  7. 7

    Beschluss unterzeichnen und beglaubigen

    Der Beschluss wird von den dazu berechtigten Vorstandsmitgliedern (in der Regel PrĂ€sident und SchriftfĂŒhrer) unterzeichnet. FĂŒgen Sie ggf. ein Siegel hinzu, falls dies nach Satzung erforderlich ist.

    💡 Bewahren Sie eine unterzeichnete Kopie in den Unterlagen des Vorstands auf; der Anwalt erhĂ€lt eine beglaubigte Kopie.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Ist ein Vorstandsbeschluss rechtlich notwendig, um einen Anwalt zu beauftragen?

Ja, bei Aktiengesellschaften und anderen Gesellschaften mit Vorstand ist ein Vorstandsbeschluss in der Regel notwendig, um die Genehmigung zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens formal zu dokumentieren und um dem Anwalt Rechtssicherheit zu geben. Bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften ohne Vorstand kann diese FormalitÀt weniger streng sein; dennoch ist es empfehlenswert, die Entscheidung schriftlich zu dokumentieren.

Muss der Beschluss notariell beglaubigt werden?

In den meisten FĂ€llen ist eine notarielle Beglaubigung nicht zwingend erforderlich. Die Unterschrift durch autorisierte VorstĂ€nde genĂŒgt. Allerdings kann eine notarielle Beglaubigung vorteilhaft sein, wenn der Anwalt in einem anderen Staat tĂ€tig wird oder wenn die Gegenseite die AuthentizitĂ€t des Beschlusses anzweifeln könnte. Konsultieren Sie Ihren Anwalt, ob eine notarielle Beglaubigung sinnvoll ist.

Kann der Vorstandsbeschluss spÀter widerrufen werden?

Ja, ein Vorstandsbeschluss kann durch einen neuen Vorstandsbeschluss mit entsprechender Mehrheit widerrufen werden. Dies sollte jedoch nur in AusnahmefÀllen geschehen, da ein Widerruf das Vertrauen des Anwalts in das Mandat beschÀdigen kann und möglicherweise Kosten entstehen, die bereits erbracht wurden. Ein Widerruf muss dem Anwalt schriftlich mitgeteilt werden.

Was passiert, wenn der Vorstandsbeschluss nicht formell korrekt ist?

Ein fehlerhaft gefasster Beschluss kann angefochten oder von einer Partei als ungĂŒltig angesehen werden. Dies kann dazu fĂŒhren, dass der Anwalt den Rechtsstreit nicht fortsetzen kann oder dass eine bereits eingereichte Klage abgewiesen wird. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Satzungsvorschriften Ihrer Gesellschaft sorgfĂ€ltig beachten und ggf. einen Jurist oder Notar konsultieren.

Muss der Sachverhalt im Beschluss sehr detailliert dargelegt werden?

Der Sachverhalt sollte ausreichend detailliert sein, damit der Anwalt und spĂ€ter das Gericht den Anspruch nachvollziehen können. Eine prĂ€gnante Zusammenfassung ist jedoch besser als eine endlose AufzĂ€hlung. Besprechen Sie mit Ihrem Anwalt, wie detailliert die Beschreibung sein sollte. Zu vage Formulierungen können spĂ€ter zu Schwierigkeiten fĂŒhren.

Wer muss den Beschluss unterschreiben?

Der Beschluss wird durch die dazu berechtigten Vorstandsmitglieder unterzeichnet, in der Regel durch den PrĂ€sidenten oder Vorsitzenden und den SchriftfĂŒhrer. Manche Satzungen erfordern die Unterschrift aller Vorstandsmitglieder. ÜberprĂŒfen Sie Ihre Gesellschaftssatzung, um zu sehen, wer berechtigt ist, im Namen des Vorstands zu unterschreiben.

Kann ich einen generischen Vorstandsbeschluss verwenden, ohne fĂŒr jeden Fall einen neuen zu erstellen?

Nein, jeder Vorstandsbeschluss sollte fĂŒr den spezifischen Fall maßgeschneidert werden. Ein generischer oder Muster-Beschluss könnte ungĂŒltig sein oder nicht die spezifischen UmstĂ€nde und die Besonderheiten des Falles berĂŒcksichtigen. Die Vorlage kann als Basis dienen, muss aber fĂŒr jeden einzelnen Fall angepasst werden.

Wann sollte der Beschluss gefasst werden — vor oder nach der Kontaktaufnahme mit dem Anwalt?

Idealerweise sollten Sie zuerst einen Anwalt konsultieren, der den Fall beurteilt und empfiehlt, ob ein Gerichtsverfahren sinnvoll ist. Anschließend halten Sie in einem Vorstandsbeschluss fest, dass die Geltendmachung des Anspruchs genehmigt ist und der Anwalt beauftragt werden darf. Dies zeigt auch gute Corporate Governance.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Vorstandsbeschluss zur Einleitung eines Schiedsverfahrens

Beide Dokumente genehmigen die Geltendmachung eines Anspruchs, unterscheiden sich aber im Verfahren. Ein Gerichtsverfahren findet vor Gericht statt und ist öffentlich; ein Schiedsverfahren ist privat und wird von Schiedsrichtern entschieden. WÀhlen Sie ein Gerichtsverfahren, wenn Sie prÀzedenzrechtliche Wirkung erzielen möchten oder gesetzlich verpflichtet sind; wÀhlen Sie Schiedsverfahren, wenn Sie Vertraulichkeit und schnellere Entscheidungen bevorzugen.

vs GeschĂ€ftsfĂŒhrerbeschluss zur Anwaltsbeauftragung

Ein Vorstandsbeschluss ist formeller und bindet die Gesellschaft stĂ€rker als ein einfacher GeschĂ€ftsfĂŒhrerbeschluss. Der Vorstandsbeschluss ist oft erforderlich bei Aktiengesellschaften und dokumentiert die Entscheidung auf höchster Ebene. Ein GeschĂ€ftsfĂŒhrerbeschluss kann in GmbHs ausreichen, wenn der GeschĂ€ftsfĂŒhrer dazu bevollmĂ€chtigt ist. ÜberprĂŒfen Sie Ihre Satzung, um zu sehen, welche Form erforderlich ist.

vs Gesellschafterversammlung — Beschluss zur Geltendmachung von AnsprĂŒchen

Ein Vorstandsbeschluss ist eine Entscheidung des Vorstands; ein Gesellschafterversammlungsbeschluss ist eine Entscheidung der EigentĂŒmer (AktionĂ€re oder Gesellschafter). Bei großen oder strategischen Rechtsstreiten kann eine Gesellschafterversammlung hinzugezogen werden, um die Genehmigung zu erteilen. Bei routinemĂ€ĂŸigen Geltendmachungen genĂŒgt in der Regel ein Vorstandsbeschluss.

vs Anwaltsvertrag oder Mandat

Ein Vorstandsbeschluss ist ein internes Dokument, das die Genehmigung der Gesellschaft dokumentiert; ein Anwaltsvertrag regelt die Bedingungen zwischen Gesellschaft und Anwalt (GebĂŒhren, Haftung, Umfang). Beide sind notwendig: Der Beschluss gibt die interne Genehmigung, der Vertrag regelt die externe Beziehung. Der Anwalt wird den Vorstandsbeschluss als Nachweis seiner Beauftragung benötigen.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzwesen und Versicherungen

Finanzinstitute mĂŒssen hĂ€ufig Forderungen gegenĂŒber Kunden oder GeschĂ€ftspartnern geltend machen und benötigen formale VorstandsbeschlĂŒsse fĂŒr die Rechtsverteidigung.

Einzelhandel und E-Commerce

Einzelhandelsbetriebe und Online-VerkĂ€ufer kĂ€mpfen oft gegen Schuldner oder Waren-RĂŒckgaben und benötigen einen Beschluss, um Klagen einzureichen.

Immobilienwirtschaft

Immobilienunternehmen mĂŒssen AnsprĂŒche gegen Mieter, PĂ€chter oder GeschĂ€ftspartner vor Gericht geltend machen und dokumentieren dies formell.

Produktion und Maschinenbau

Hersteller mĂŒssen hĂ€ufig GewĂ€hrleistungsansprĂŒche oder Schutzrechte gegenĂŒber Zulieferern oder Nachahmern durchsetzen.

Rechtliche und unternehmensberatung

Beratungskanzleien nutzen solche BeschlĂŒsse, um ihre Mandate fĂŒr Rechtsstreite zu dokumentieren und als Nachweis der Beauftragung zu fungieren.

Technologie und Software

Tech-Unternehmen mĂŒssen Patente, Marken und Software-Lizenzen verteidigen und benötigen formale BeschlĂŒsse zur Geltendmachung von Schutzrechten.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist ein Vorstandsbeschluss nach dem AktG (Aktiengesetz) und dem GmbHG (Gesellschaftergesetz) bzw. der Satzung/dem Gesellschaftervertrag erforderlich. Die Anforderungen sind vergleichsweise klar; konsultieren Sie aber Ihre Satzung und den Anwalt, um Formfehler zu vermeiden.

In Österreich gelten Ă€hnliche Anforderungen wie in Deutschland (ÖstAktG). Der Unterschied ist, dass der Vorstandsbeschluss in Österreich unter UmstĂ€nden strengere Dokumentationserfordernisse hat. Ein österreichischer Anwalt sollte die Satzung und das Verfahren ĂŒberprĂŒfen.

In der Schweiz ist ein Vorstandsbeschluss ebenfalls erforderlich, muss aber nach dem Schweizer Aktienrecht und Gesellschaftsrecht erfolgen. Die Satzung bestimmt oft, wer entscheidungsbefugt ist. Konsultieren Sie einen Schweizer Anwalt, da die Anforderungen feiner sind.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fĂŒrKostenZeit
Vorlage verwendenSie möchten einen kostengĂŒnstigen Vorstandsbeschluss erstellen und sind sicher, dass Ihre Vorstandsstruktur und Ihre Satzung unkompliziert sind.0 € – 50 € (nur Vorlage)15–30 Minuten
Vorlage + RechtsprĂŒfungSie möchten die Vorlage verwenden, aber möchten sicherstellen, dass der Beschluss satzungskonform und rechtlich anerkannt ist.100 € – 300 € (Anwalts-Review)1–2 Tage (Review)
MaßgeschneidertSie haben komplexe Vorstandsstrukturen, mehrere Vorstandsgremien oder unsicher sind, ob ein Gerichtsverfahren sinnvoll ist und benötigen eine vollstĂ€ndige rechtliche Stellungnahme.300 € – 800 € (vollstĂ€ndige Beratung)3–7 Tage

Glossar

Vorstandsbeschluss
Formale Entscheidung des Vorstands einer Gesellschaft, die nach innen bindend ist und oft auch nach außen Rechtswirkung hat.
Gerichtsverfahren
Gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Parteien zur KlÀrung eines Rechtstreits vor einem zustÀndigen Gericht.
berechtigter Anspruch
Rechtlich begrĂŒndeter Anspruch, der einem Unternehmen gegenĂŒber einer anderen Partei zusteht.
Sachverhalt
Zusammenfassung der tatsĂ€chlichen UmstĂ€nde und Ereignisse, die zu einer Rechtsstreitigkeit gefĂŒhrt haben.
Rechtsberatung
Professionelle Beratung durch einen Anwalt oder Jurist zur Begutachtung rechtlicher Fragen.
Geltendmachung
Prozess, durch den ein Anspruch formell gegenĂŒber der anderen Partei oder vor Gericht geltend gemacht wird.
GebĂŒhrenvereinbarung
Zwischen Mandant und Anwalt getroffene Vereinbarung ĂŒber die Höhe und Struktur der AnwaltsgebĂŒhren.
PrÀsident
In diesem Kontext: Vorsitzender des Vorstands oder der Gesellschaft.
GeschÀftsjahr
Der Zeitraum, fĂŒr den ein Unternehmen seine Bilanz und seinen Jahresbericht erstellt (oft ein Kalenderjahr).
OrdnungsgemĂ€ĂŸ verabschiedet
Beschluss, der nach den geltenden Satzungs- und Gesetzesvorgaben formal korrekt gefasst wurde.
Rechtsbeistandes
In diesem Kontext: Anwalt oder Jurist, der das Unternehmen in Rechtsfragen berÀt.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ GeschÀfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • LĂŒckenfĂŒller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf ĂŒber 3,000+ geschĂ€ftliche und rechtliche Vorlagen fĂŒr jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und fĂŒllen Sie die LĂŒcken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte GeschÀftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum fĂŒr nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle fĂŒr Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zÀhlen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

FĂŒhren Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von ĂŒber 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr GeschĂ€ft zu strukturieren, zu fĂŒhren und auszubauen.

FĂŒr immer kostenloser Plan · Keine Kreditkarte erforderlich