Vorstandsbeschluss zur Kündigung eines Vertrages

Kostenloser Word-Download • Online bearbeiten • Mit Drive speichern und teilen • Als PDF exportieren

1 seite20–25 min zum AusfüllenSchwierigkeit: StandardUnterschrift erforderlichRechtsprüfung empfohlen
Mehr erfahren ↓
FreiVorstandsbeschluss zur Kündigung eines Vertrages

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss zur Kündigung eines Vertrages ist ein formales Beschlussdokument, mit dem die Geschäftsleitung oder der Vorstand einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG) die Beendigung eines bestehenden Vertrages beschließt. Das Dokument wird als Word-Datei zum kostenlos zum Download bereitgestellt und lässt sich einfach online bearbeiten und als PDF exportieren.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Beschluss, wenn Ihre Gesellschaft einen laufenden Vertrag (z. B. Liefervertrag, Mietvertrag, Servicevertrag, Partnerschaftsvereinbarung) beenden möchte und die Geschäftsleitung oder der Vorstand dazu einen ordnungsgemäßen Beschluss fassen muss. Dies ist insbesondere bei Gesellschaften mit meheren Gesellschaftern erforderlich, um die internen Entscheidungswege dokumentiert abzubilden.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält eine strukturierte Beschlussvorlage mit Platzhaltern für den Firmennamen, das Beschlussdatum, die Angaben zum betroffenen Vertrag (Parteien und Unterzeichnungsdatum), eine Zusammenfassung des Vertragsinhalts und die formale Beschlussfeststellung zur Kündigung. Sie können alle Feldplatzhalter individuell anpassen und das Dokument nach Abschluss digital signieren.

Was ist ein Vorstandsbeschluss zur Kündigung eines Vertrages?

Ein Vorstandsbeschluss zur Kündigung eines Vertrages ist ein formales Dokument, mit dem die Geschäftsleitung oder der Vorstand einer Kapitalgesellschaft (GmbH oder AG) beschließt, einen bestehenden Vertrag zu beenden. Das Dokument dient als interne Dokumentation der Geschäftsentscheidung und ist in der Regel erforderlich, wenn mehrere Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder oder Gesellschafter involviert sind. Die Vorlage wird als Word-Datei kostenlos zum Download bereitgestellt und lässt sich einfach online bearbeiten. Sie können alle Platzhalter individuell anpassen, das Dokument ausdrucken, von den bevollmächtigten Personen unterschreiben lassen und anschließend als PDF exportieren.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Die Unterlassung eines ordnungsgemäßen Vorstandsbeschlusses birgt erhebliche rechtliche und betriebliche Risiken. Ohne dokumentierten Beschluss können andere Gesellschafter oder Vorstandsmitglieder die Kündigung anfechten und behaupten, dass die Entscheidung nicht mit allen Beteiligten abgestimmt wurde. Dies führt zu Rechtsstreitigkeiten, Verzögerungen in der Vertragsbeendigung und potenziellen Haftungsrisiken für den einzelnen Geschäftsführer. Ein formaler, unterzeichneter Beschluss schafft Klarheit, dokumentiert, dass die Entscheidung ordnungsgemäß getroffen wurde, und schützt Ihr Unternehmen und die beteiligten Personen. Besonders bei strategisch bedeutsamen Verträgen (z. B. Lieferverträge, Partnerschaftsvereinbarungen, Mietverträge) ist ein dokumentierter Beschluss ein Standard der guten Unternehmensführung.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Beendigung einer laufenden Lieferbeziehung mit Supplier oder HerstellerVorstandsbeschluss zur Kündigung eines Liefervertrages
Räumung von Geschäftsräumen oder Betriebsmitteln zum Ende der MietlaufzeitVorstandsbeschluss zur Kündigung eines Mietvertrages
Beendigung von Wartungs-, Software- oder DienstleistungsverträgenVorstandsbeschluss zur Kündigung eines Servicevertrages
Auflösung einer Kooperations- oder VertriebsvereinbarungVorstandsbeschluss zur Kündigung eines Partnerschaftsvertrages
Formale Dokumentation bei Beendigung eines Managementvertrages durch die GesellschaftVorstandsbeschluss zur Kündigung eines Arbeitsvertrages
Notarielle Beglaubigung erforderlich, z. B. bei Kündigung strategischer VerträgeNotarbekund Kündigungsbeschluss (mit Urkunde)

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder falsche Benennung der Vertragsparteien

Warum es wichtig ist: Dies kann dazu führen, dass der Beschluss ungültig wird oder nicht gegen die richtige Partei durchsetzbar ist.

Fix: Überprüfen Sie alle Namen im ursprünglichen Vertrag und verwenden Sie diese exakt in Ihrem Kündigungsbeschluss.

❌ Versäumnis, die Kündigungsfrist zu beachten

Warum es wichtig ist: Eine vertragswidrig zu kurze Frist kann dazu führen, dass die Kündigung unwirksam ist und der Vertrag weiterläuft.

Fix: Konsultieren Sie den ursprünglichen Vertrag auf die festgelegte Kündigungsfrist und berechnen Sie die korrekte Kündigungsfrist neu.

❌ Zu vage oder unklare Kündigungserklärung

Warum es wichtig ist: Unklar formulierte Kündigungen können angegriffen werden oder als nicht wirksam angesehen werden.

Fix: Verwenden Sie deutliche, prägnante Formulierungen wie ‚wird hiermit zum [TERMIN] gekündigt' und nennen Sie den genauen Kündigungstermin.

❌ Fehlende oder nicht autorisierte Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ohne korrekte Unterschrift ist der Beschluss nicht authentifiziert und kann anfechtbar sein.

Fix: Sorgen Sie dafür, dass alle nach Satzung unterzeichnungsberechtigten Personen das Dokument unterschreiben, und prüfen Sie die Unterschriftserfordernis neu.

❌ Kein formaler Zustellungsnachweis

Warum es wichtig ist: Ohne Nachweis der Zustellung kann später nicht bewiesen werden, dass die Gegenpartei vom Kündigungsbeschluss überhaupt erfahren hat.

Fix: Verwenden Sie immer beweissichere Zustellungsverfahren (Einschreiben mit Rückschein, Fax mit Bestätigung, notarielle Zustellung) und speichern Sie die Nachweise.

❌ Nichtbeachtung interner Genehmigungsprozesse (Aufsichtsrat, Gesellschafterversammlung)

Warum es wichtig ist: Bei AG mit Aufsichtsrat oder größeren GmbH kann mangelnde interne Abstimmung zu Streitigkeiten oder Anfechtung führen.

Fix: Überprüfen Sie Ihre Satzung auf erforderliche Genehmigungen durch Aufsichtsrat oder Gesellschafterversammlung, bevor Sie den Beschluss fassen.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteienbezeichnung und Vertragsidentifikation

In einfacher Sprache: Klare Identifikation der kündigenden Gesellschaft und der Gegenpartei sowie Datum des ursprünglichen Vertrags.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] und [NAME DER GEGENPARTEI] haben derzeit in eine Übereinkunft, datiert vom [DATUM DES VERTRAGS], wobei besagte Vereinbarung [KURZE BESCHREIBUNG DES VERTRAGSINHALTS] vorsieht.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Benennung der Vertragsparteien oder unklares Beschreibung des betroffenen Vertrags führt zu Ungültigkeitszweifeln.

Kündigungserklärung

In einfacher Sprache: Formale Erklärung, dass die Gesellschaft den Vertrag kündigt und die Kündigung hiermit vollzogen wird.

Beispielformulierung
ES WIRD BESCHLOSSEN, dass [NAME IHRES UNTERNEHMENS] hiermit besagte Übereinkunft zu den hier beigefügten Bedingungen kündigt.

Häufiger Fehler: Zu vage oder unklare Formulierung der Kündigungserklärung kann zu Streitigkeiten führen, ob die Kündigung tatsächlich wirksam wurde.

Kündigungsgründe

In einfacher Sprache: Dokumentation der Gründe, warum die Gesellschaft den Vertrag kündigen möchte (z. B. wirtschaftliche Gründe, vertragsbruch durch Gegenpartei).

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] erachtet es im besten Interesse beider Parteien, besagte Übereinkunft, einschließlich der nicht erfüllten Bestandteile, zu kündigen.

Häufiger Fehler: Fehlende oder vage Gründe können das Risiko erhöhen, dass die Kündigung angefochten wird oder bösgläubig interpretiert werden kann.

Beschlussdatum und Gültigkeitserklärung

In einfacher Sprache: Datumsangabe des Vorstandsbeschlusses und Bestätigung, dass dieser ordnungsgemäß verabschiedet wurde.

Beispielformulierung
ORDNUNGSGEMÄSS VERABSCHIEDET AM [DATUM DES BESCHLUSSES].

Häufiger Fehler: Fehlendes Datum oder fehlende Gültigkeitserklärung schwächt die Rechtskraft des Beschlusses erheblich.

Unterzeichnung durch bevollmächtigte Geschäftsführer

In einfacher Sprache: Unterschriften der unterzeichnungsberechtigten Geschäftsführer oder Vorstandsmitglieder zur Authentifizierung des Beschlusses.

Beispielformulierung
Unterzeichnet durch: [NAME UND TITEL DER UNTERZEICHNER], [DATUM], [UNTERSCHRIFT].

Häufiger Fehler: Fehlende oder nicht berechtigte Unterschriften machen den Beschluss anfechtbar.

Kündigungsmodalitäten und Fristen

In einfacher Sprache: Angabe der Kündigungsfrist, des Kündigungstermins und der Bedingungen für die Beendigung des Vertrags.

Beispielformulierung
Die Kündigung wird mit einer Frist von [FRIST] zum [TERMIN] wirksam. Alle ausstehenden Verpflichtungen sind bis dahin zu erfüllen.

Häufiger Fehler: Ignorieren gesetzlicher oder vertraglich vorgegebener Fristen kann zur Ungültigkeit der Kündigung führen.

Gegenstand der Übereinkunft

In einfacher Sprache: Detaillierte Beschreibung, was der ursprüngliche Vertrag regelte (Leistungen, Laufzeit, wesentliche Bedingungen).

Beispielformulierung
Die Vereinbarung regelte die [LEISTUNG], für den Zeitraum vom [STARTDATUM] bis [ENDDATUM] unter folgenden Bedingungen: [WESENTLICHE BEDINGUNGEN].

Häufiger Fehler: Zu vage oder unvollständige Beschreibung des Vertragsinhalts kann zu Unsicherheit führen, welcher Vertrag tatsächlich gekündigt wird.

Einhaltung von Formalien und Satzungsvorgaben

In einfacher Sprache: Bestätigung, dass der Beschluss gemäß Satzung, Geschäftsordnung und geltenden Gesetzen ordnungsgemäß gefasst wurde.

Beispielformulierung
Dieser Beschluss wird gemäß § [PARAGRAPH] und der Satzung unserer Gesellschaft ordnungsgemäß gefasst und dokumentiert.

Häufiger Fehler: Nichtbeachtung satzungsmäßiger oder gesetzlicher Verfahrensschritte kann den Beschluss anfechtbar machen.

Beauftragte oder Bevollmächtigte für die Kündigungsmitteilung

In einfacher Sprache: Bestimmung, wer autorisiert ist, die Kündigung förmlich der Gegenpartei zuzustellen.

Beispielformulierung
Die Geschäftsführung wird beauftragt, die Kündigungsmitteilung bis zum [DATUM] der Gegenpartei per [ZUSTELLUNGSART] zuzustellen.

Häufiger Fehler: Mangelnde Beauftragung oder Angabe des Zustellungswegs kann zu Fragen über die Wirksamkeit der Kündigung führen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Dokumentkopfzeile mit Firmendaten ausfüllen

    Tragen Sie den Namen Ihres Unternehmens in der Überschrift ein. Überprüfen Sie, dass der Name genau mit dem Handelsregister übereinstimmt.

    💡 Nutzen Sie den aktuellen, im Handelsregister eingetragenen Firmennamen für maximale Rechtssicherheit.

  2. 2

    Beschlussdatum eintragen

    Füllen Sie das Datum aus, an dem der Vorstand oder die Geschäftsführung diesen Beschluss tatsächlich fassen. Dies ist typischerweise das Datum der Beschlusssitzung oder -dokumentation.

    💡 Das Datum sollte vor oder auf dem gleichen Tag liegen wie die Zustellung der Kündigungsmitteilung.

  3. 3

    Name und Details der Gegenpartei eintragen

    Nennen Sie den Namen und die Kontaktdaten der Partei, mit der der zu kündigende Vertrag besteht (z. B. Lieferant, Vermieterin, Geschäftspartner).

    💡 Überprüfen Sie den Namen genau wie im ursprünglichen Vertrag angegeben, um Verwechslungen auszuschließen.

  4. 4

    Vertragsdatum und Inhalt präzise beschreiben

    Geben Sie das Unterzeichnungsdatum des zu kündigenden Vertrags und eine kurze, prägnante Zusammenfassung des Vertragsinhalts (z. B. ‚Liefervertrag für Rohstoffe'). Ergänzen Sie die nicht erfüllten oder wesentlichen Punkte.

    💡 Eine klare Beschreibung reduziert Streitigkeiten darüber, welcher Vertrag gemeint ist.

  5. 5

    Kündigungsgründe eintragen

    Dokumentieren Sie die Gründe für die Kündigung (z. B. ‚beste Interessen beider Parteien', Verstoß gegen Vertragsbedingungen, ‚nicht erfüllte Bestandteile'). Dies sollte sachlich und präzise sein.

    💡 Nennen Sie nur triftige Gründe; vage oder emotionale Begründungen schwächen Ihren Beschluss.

  6. 6

    Unterschriften der Geschäftsführer/Vorstandsmitglieder einholen

    Alle unterzeichnungsberechtigten Geschäftsführer oder Vorstandsmitglieder müssen das Dokument unterschreiben. Überprüfen Sie Ihre Satzung für Unterschriftserfordernis (z. B. einzeln oder kollektiv).

    💡 Bei GmbH mit mehreren Geschäftsführern: prüfen Sie, ob eine oder zwei Unterschriften erforderlich sind.

  7. 7

    Kündigungsmitteilung vorbereiten und zustellen

    Versenden Sie das Originaldokument oder eine beglaubigte Kopie an die Gegenpartei per beweissicheres Verfahren (z. B. Einschreiben mit Rückschein oder notarieller Zustellung).

    💡 Dokumentieren Sie die Zustellung und bewahren Sie den Zustellungsnachweis auf — dies kann im Streitfall entscheidend sein.

  8. 8

    Original und Kopien archivieren

    Speichern Sie das Original oder eine beglaubigte Kopie in Ihren Unternehmensunterlagen und im digitalen System. Aktualisieren Sie auch Ihre Vertragsmanagement-Datenbank.

    💡 Langfristige, sichere Archivierung hilft bei späteren Compliance-Prüfungen oder Audits.

Häufig gestellte Fragen

Wann brauche ich einen Vorstandsbeschluss zur Kündigung eines Vertrages?

Sie benötigen einen formalen Beschluss, wenn Sie als Kapitalgesellschaft (GmbH, AG) einen laufenden Vertrag beenden möchten und Ihre Satzung oder Gesetze vorsehen, dass die Geschäftsleitung oder der Vorstand Vertragsbeendigungen von Bedeutung beschließen muss. Dies ist eine Dokumentations- und Gültigkeitsanforderung, die besonders bei mehreren Gesellschaftern oder Vorstandsmitgliedern wichtig ist.

Kann ich die Kündigung ohne formalen Beschluss aussprechen?

Theoretisch können Sie als einzelner Geschäftsführer eine Kündigung auch ohne Beschluss aussprechen, wenn Ihre Satzung dies zulässt. Allerdings ist ein dokumentierter Beschluss empfohlen, um die Entscheidung nachvollziehbar zu machen und Streitigkeiten mit anderen Gesellschaftern oder Vorstandsmitgliedern zu vermeiden. Je größer die Transaktion oder je mehr Parteien an der Gesellschaft beteiligt sind, desto wichtiger wird ein formaler Beschluss.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kündigung und einer Beschlussfeststellung?

Die Kündigungserklärung ist die rechtsgeschäftliche Erklärung an die Gegenpartei, den Vertrag beenden zu wollen. Der Vorstandsbeschluss ist die interne Dokumentation, dass die Geschäftsführung oder der Vorstand diese Kündigung beschlossen hat. Der Beschluss ist die Innenseite (internes Entscheidungsorgan), die Kündigung ist die Außenseite (Mitteilung an die Gegenpartei).

Welche Kündigungsfristen muss ich beachten?

Die Kündigungsfrist richtet sich nach dem ursprünglichen Vertrag. Überprüfen Sie Ihren Vertrag auf eine explizite Kündigungsklausel, die Frist und Kündigungstermin festlegt. Gibt es keine Klausel, gelten gesetzliche Regelungen (z. B. im BGB). Konsultieren Sie Ihren Anwalt, um die korrekte Frist zu berechnen.

Was sollte ich nach dem Beschluss tun?

Nach der Beschlussfeststellung müssen Sie (1) die Geschäftsführung beauftragen, die Kündigungsmitteilung zu verfassen, (2) die Mitteilung beweissicher zustellen, (3) den Zustellungsnachweis archivieren, und (4) das Original des Beschlusses in Ihren Unternehmensunterlagen speichern. Sie sollten auch ein Schreiben an die Gegenpartei versenden, das den Beschluss bestätigt oder als Anlage beifügt.

Muss der Beschluss notariell beglaubigt werden?

In den meisten Fällen nicht — ein einfacher Beschluss mit Unterschrift genügt. Allerdings kann eine notarielle Beglaubigung sinnvoll sein, wenn (1) der Vertrag ein Grundstück oder Immobilie betrifft, (2) hohe Summen im Spiel sind, oder (3) Sie besondere Rechtssicherheit brauchen. Konsultieren Sie Ihren Anwalt für die spezifische Situation.

Kann die Gegenpartei den Kündigungsbeschluss anfechten?

Die Gegenpartei kann den Beschluss selbst normalerweise nicht anfechten — sie ist nicht an das interne Gesellschaftsorgan gebunden. Die Gegenpartei könnte jedoch versuchen, die Kündigung selbst als unwirksam anzufechten (z. B. wenn die Frist nicht eingehalten wurde oder die Kündigung vertragswidrig ist). Deshalb ist eine korrekte Formulierung und Einhaltung aller Vertragsbedingungen entscheidend.

Wie lange muss ich den Beschluss archivieren?

Der Beschluss sollte für mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden, da er Teil der Geschäftsdokumentation ist und im Streitfall oder bei Behördenprüfungen benötigt wird. Speichern Sie ihn sowohl in Papierform (wenn signiert) als auch digital und achten Sie auf Datenschutz bei digitalen Kopien.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kündigung und einer gegenseitigen Auflösung des Vertrages?

Eine Kündigung ist eine einseitige Erklärung, die nur die kündigende Partei abgibt. Eine gegenseitige Auflösung (auch ‚Aufhebungsvertrag' genannt) erfordert Zustimmung beider Parteien und wird durch einen neuen Vertrag dokumentiert. Ein Kündigungsbeschluss ist nur für die einseitige Kündigung nötig. Konsultieren Sie Ihren Anwalt, welche Variante für Ihre Situation geeignet ist.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfaches Kündigungsschreiben (ohne Beschluss)

Ein einfaches Kündigungsschreiben genügt, wenn Sie als Einzelunternehmer oder Ein-Personen-GmbH handeln und keine Satzungs- oder Gesellschafteranforderungen für Beschlüsse bestehen. Ein Vorstandsbeschluss ist dagegen eine formale interne Dokumentation, die bei mehreren Gesellschaftern, Vorstandsmitgliedern oder größeren Transaktionen notwendig ist. Der Beschluss schützt vor Anfechtungen durch andere Gesellschafter und zeigt klare Verantwortung.

vs Gegenseitiger Aufhebungsvertrag

Der Aufhebungsvertrag ist für den Fall gedacht, dass BEIDE Parteien dem Vertrag zustimmen, ihn zu beenden. Ein Kündigungsbeschluss ist dagegen für die einseitige Kündigung. Der Aufhebungsvertrag ist ein neuer Vertrag zwischen den Parteien, während ein Kündigungsbeschluss nur eine interne Geschäftsentscheidung dokumentiert. Wählen Sie den Aufhebungsvertrag, wenn Sie mit der Gegenpartei einig sind; wählen Sie den Kündigungsbeschluss, wenn Sie einseitig kündigen wollen.

vs Notarielle Kündigungsurkunde

Eine notarielle Kündigungsurkunde ist eine beglaubigte, von einem Notar beurkundete Version des Kündigungsbeschlusses und der Kündigungserklärung. Sie ist teurer und aufwändiger, bietet aber höchste Beweissicherheit und ist für bestimmte Vertragsgegenstände (z. B. Immobilien) erforderlich. Für einfache Lieferverträge oder Servicevertrag reicht meist ein nicht-notarieller Beschluss aus; für wichtige oder immobiliengebundene Verträge konsultieren Sie einen Notar.

vs Kündigung durch Geschäftsführer einzeln (ohne Beschluss)

Ein einzelner Geschäftsführer kann unter Umständen auch ohne Beschluss eine Kündigung aussprechen. Dies ist jedoch weniger formal und kann bei Mehrgesellschafter-GmbH zu Streitigkeiten führen. Ein Beschluss dokumentiert, dass alle Geschäftsführer oder Vorstandsmitglieder die Entscheidung getragen haben, und schützt den einzelnen Geschäftsführer vor persönlicher Haftung für die Entscheidung.

Branchenspezifische Hinweise

Handel und Vertrieb

Lieferketten erfordern häufig Vertragsbeendigungen; ein formaler Beschluss dokumentiert die Geschäftsentscheidung und schützt das Unternehmen vor Claim-Risiken.

Immobilienwirtschaft und Facility Management

Kündigung von Mietverträgen oder Servicevertrag erfordert formale Dokumentation und Einhaltung von Fristen; ein Beschluss schafft innere Klarheit.

Produktion und Fertigung

Beendigung von Rohstoff-Lieferverträgen oder Lohnfertigungsverträgen muss durch Vorstandsbeschluss dokumentiert werden, um Lieferketten sauber zu beenden.

IT und Software

Kündigung von Lizenzverträgen, Cloud-Services oder Softwarelösungen wird durch Beschluss dokumentiert und ermöglicht Compliance-Nachweise.

Dienstleistungen und Consulting

Beendigung von Kundenverträgen, Partnerschaften oder Subunternehmer-Vereinbarungen muss fachlich und formal dokumentiert werden.

Finanzdienstleistungen

Banken und Versicherungen müssen Vertragsbeendigungen durch Vorstandsbeschluss dokumentieren, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Hinweise zur Rechtsprechung

Im deutschen Recht (BGB) sind Kündigungsfristen und -bedingungen zentral. Ein Vorstandsbeschluss dokumentiert die Geschäftsentscheidung ordnungsgemäß und ist bei Kapitalgesellschaften Standard. Beachten Sie §§ 135–139 BGB und die AktG für AG sowie GmbHG für GmbH.

In Österreich gelten ähnliche Grundsätze wie in Deutschland (ABGB). Vorstandsbeschlüsse sind ebenfalls üblich. Überprüfen Sie das Gesellschaftsgesetz (Unternehmensgesetzbuch) für spezifische Anforderungen an die Beschlussfassung.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache, standardisierte Verträge (Lieferverträge, Mietverträge, Servicevertrag) mit klarer Kündigungsfrist und keinen strategischen Implikationen.€ 0–20 (Vorlagen-Download)15–30 Minuten zum Ausfüllen und Unterschreiben
Vorlage + RechtsprüfungVerträge mit längerfristigen wirtschaftlichen Folgen (z. B. Exklusiv-Liefervertrag, strategische Partnerschaft), bei denen Sie einen Anwalt zur Prüfung der Kündigung hinzuziehen möchten.€ 200–500 (Anwaltsgebühr für Prüfung)2–3 Tage (Vorlage + Anwaltliche Prüfung)
MaßgeschneidertKomplexe oder hochwertige Verträge (Immobilien, bedeutende Partnerschaft, Rohstoff-Liefervertrag), bei denen Fehler erhebliche Kosten bedeuten könnten, oder wenn vorherige Dispute mit der Gegenpartei existierten.€ 800–2.000+ (komplett anwaltliche Erstellung + Begleitung)1–2 Wochen für umfassende rechtliche Beratung und maßgeschneidertes Dokument

Glossar

Vorstandsbeschluss
Ein formaler, dokumentierter Beschluss der Geschäftsleitung oder des Vorstands einer Kapitalgesellschaft, der eine geschäftliche Entscheidung festlegt.
Kündigung
Die einseitige Erklärung, mit der eine Partei ein bestehendes Vertragsschuldverhältnis zum Ende bringen möchte.
Vertragspartei
Eine der beiden oder mehreren Parteien, die einen Vertrag unterzeichnet haben und daran gebunden sind.
Kündigungsfrist
Die im Vertrag oder Gesetz vorgesehene Mindestfrist, die eingehalten werden muss, um einen Vertrag rechtsgültig zu beenden.
Gesellschafter
Inhaber von Anteilen oder Aktien an einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG).
Geschäftsführer
Vertretungsberechtigte Person der GmbH oder des Vorstands, die die täglichen Geschäfte leitet.
Formale Beschlussfeststellung
Die schriftliche Feststellung, dass ein Beschluss durch die dafür zuständigen Organe ordnungsgemäß gefasst und gültig ist.
Ordnungsgemäße Beschlussfassung
Einhaltung aller gesetzlich und satzungsmäßig vorgegebenen Verfahrensschritte für die Verabschiedung eines gültigen Beschlusses.
Vertragsbeendigung
Die Beendigung eines Vertragsverhältnisses, die durch Kündigung, gegenseitige Zustimmung oder Eintritt einer Bedingung erfolgt.
Geschäftsführungsbeschluss
Ein Beschluss des Vorstands oder der Geschäftsführung in Bezug auf die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.
Kündigungsgrund
Der faktische oder vertraglich definierte Grund, der die Kündigung rechtfertigt oder zulässig macht.
Beteiligungsrechte
Das Recht von Gesellschaftern, an Beschlussfassungen teilzunehmen und diese zu beeinflussen oder zu genehmigen.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ Geschäfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • Lückenfüller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf über 3,000+ geschäftliche und rechtliche Vorlagen für jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und füllen Sie die Lücken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte Geschäftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum für nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle für Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

Führen Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von über 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr Geschäft zu strukturieren, zu führen und auszubauen.

Kostenlos starten · Keine Kreditkarte erforderlich