Aktionärsbeschluss Genehmigung der freiwilligen Auflösung des Unternehmens

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FreiAktionärsbeschluss Genehmigung der freiwilligen Auflösung des Unternehmens

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Aktionärsbeschluss ist die formale Genehmigung durch die Aktionäre zur freiwilligen Auflösung des Unternehmens. Das Dokument dokumentiert die einstimmige Entscheidung, das Unternehmen zu liquidieren, die Geschäftstätigkeit zu beenden und sein Vermögen und Schulden ordnungsgemäß zu regeln. Sie erhalten diese Vorlage als kostenlosen Word-Download, den Sie anpassen und speichern können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Beschluss, wenn Ihre Aktionäre beschlossen haben, das Unternehmen freiwillig aufzulösen und Sie diese Entscheidung formal dokumentieren müssen. Dies ist notwendig, um staatliche Behörden zu benachrichtigen, Vermögenswerte zu übertragen und Schulden abzuwickeln. Der Beschluss ist üblicherweise Voraussetzung für die Eintragung der Auflösung ins Handelsregister.
Was enthalten ist
Der Beschluss enthält die Genehmigung der freiwilligen Auflösung mit Wirksamkeitsdatum, Ermächtigungen an den Vorstand zur Vermögensabwicklung, die Verpflichtung zur öffentlichen Mitteilung in einer Zeitung sowie die Genehmigung einer Abtretungsvereinbarung, unter der das Unternehmen sein gesamtes Vermögen und alle Schulden auf einen Abnehmer überträgt.

Was ist ein Aktionärsbeschluss zur freiwilligen Auflösung?

Ein Aktionärsbeschluss zur Genehmigung der freiwilligen Auflösung ist die formale Entscheidung der Aktionäre, das Unternehmen zu beenden und auf geordnete Weise abzuwickeln. Das Dokument dokumentiert, dass alle Aktionäre einstimmig beschlossen haben, die Geschäftstätigkeit einzustellen, Vermögenswerte zu verwerten, Schulden zu begleichen und das Unternehmen aus dem Handelsregister löschen zu lassen. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie anpassen, unterzeichnen und bei den zuständigen Behörden einreichen können. Das Dokument dient als rechtlicher Nachweis für die Auflösungsentscheidung und ist Voraussetzung für die Eintragung im Handelsregister.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Die fehlende Dokumentation eines Auflösungsbeschlusses führt zu erheblichen rechtlichen und praktischen Problemen. Ohne formalen Beschluss können Sie das Unternehmen nicht aus dem Handelsregister löschen lassen, was bedeutet, dass Sie jahrelang als Geschäftsführer haften und das Unternehmen Gebühren zahlt, obwohl es inaktiv ist. Außerdem können Gläubiger Ansprüche gegen das nicht ordnungsgemäß aufgelöste Unternehmen geltend machen. Ein klarer, dokumentierter Auflösungsbeschluss schützt Sie rechtlich, sorgt für Transparenz gegenüber Geschäftspartnern und Behörden und gewährleistet, dass die Abwicklung ordnungsgemäß erfolgt. Er ist zudem unverzichtbar, um Vermögen und Schulden rechtsgültig auf einen Abnehmer zu übertragen und Ihre persönliche Haftung zu minimieren.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn alle Vermögenswerte und Schulden auf einen Abnehmer übertragen werdenAktionärsbeschluss mit vollständiger Vermögensabwicklung
Wenn das Unternehmen zahlungsunfähig ist und Insolvenz angemeldet wirdAktionärsbeschluss mit Insolvenzverfahren
Wenn Aktionäre durch Barausgleich für ihre Anteile entschädigt werdenAktionärsbeschluss mit Kassakonto-Ausgleich
Wenn ein Aktionär allein das Unternehmen aufgelöst und ist kein Vorstand erforderlichVereinfachter Auflösungsbeschluss (Einzelgesellschafter)
Wenn die Auflösung mit Erbfall oder Nachlass verbunden istAktionärsbeschluss mit Nachlassabwicklung
Wenn nach der Vermögensabwicklung noch ausstehende Zahlungen an Aktionäre fällig werdenAuflösungsbeschluss mit Abschlusszahlung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Das Wirksamkeitsdatum nicht angeben oder unklar lassen

Warum es wichtig ist: Ohne klares Datum bleibt unklar, wann die Auflösung rechtskräftig wird und wann die Geschäftstätigkeit endet.

Fix: Geben Sie ein konkretes Datum an, das mit dem Antrag an die staatliche Behörde abgestimmt ist.

❌ Die Rechtsgrundlage (Gesetz und Abschnitt) nicht vollständig angeben

Warum es wichtig ist: Das Handelsregister kann die Eintragung ablehnen, wenn die Rechtsgrundlage unklar ist.

Fix: Nennen Sie den genauen Gesetzentwurf, Abschnitt und das relevante Bundesland.

❌ Den Namen des Abnehmers oder der Abtretungsvereinbarung unklar oder unvollständig dokumentieren

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Rechtsunsicherheit bezüglich des Vermögenstransfers und der Schuldübernahme.

Fix: Stellen Sie sicher, dass der Name des Abnehmers und die Bedingungen der Abtretungsvereinbarung eindeutig dokumentiert sind.

❌ Nicht sicherstellen, dass alle Schulden und Verbindlichkeiten in der Abtretungsvereinbarung aufgelistet sind

Warum es wichtig ist: Nicht abgetretene Schulden können das ursprüngliche Unternehmen weiterhin verpflichten.

Fix: Erstellen Sie eine vollständige Schuldenliste und veranlassen Sie den Abnehmer, diese ausdrücklich zu übernehmen.

❌ Keine öffentliche Mitteilung in einer anerkannten Zeitung machen

Warum es wichtig ist: Gläubiger werden nicht angemessen benachrichtigt und können ihre Ansprüche nicht geltend machen.

Fix: Veröffentlichen Sie die Auflösungsabsicht in einer lokal verbreiteten Zeitung mit ausreichender Reichweite.

❌ Die notarielle Beglaubigung überspringen, wenn sie erforderlich ist

Warum es wichtig ist: Das Handelsregister wird die Eintragung ablehnen und die Auflösung wird nicht wirksam.

Fix: Prüfen Sie die Anforderungen Ihres Handelsregisters und lassen Sie den Beschluss ggf. von einem Notar beglaubigen.

Die 6 wichtigsten Klauseln, erklärt

Genehmigung der freiwilligen Auflösung

In einfacher Sprache: Die Aktionäre genehmigen einstimmig die freiwillige Auflösung des Unternehmens zum benannten Wirksamkeitsdatum gemäß geltender Gesetze.

Beispielformulierung
Das Gesuch des Unternehmens an [STAATLICHE BEHÖRDE] zur freiwilligen Auflösung des Unternehmens in Einklang mit Abschnitt [BENENNEN] des [GESELLSCHAFTSRECHTS/GESETZES] von [BUNDESLAND/STAAT] ist zum [DATUM] wirksam.

Häufiger Fehler: Nicht das genaue Datum der Wirksamkeit angeben oder die Rechtsgrundlage (Gesetzes- und Landesangabe) unvollständig ausfüllen.

Beendigung der Geschäftstätigkeit

In einfacher Sprache: Das Unternehmen stellt sämtliche Geschäftstätigkeiten ein und führt nur noch Handlungen durch, die für die Abwicklung notwendig sind.

Beispielformulierung
Das Unternehmen beendet seine Geschäftstätigkeit und führt keine weiteren Handlungen durch mit Ausnahme solcher, die, falls notwendig, dem Vertrieb seines Eigentums, der Begleichung seiner Schulden oder der Erfüllung seiner Verbindlichkeiten dienen.

Häufiger Fehler: Nicht explizit beschreiben, dass laufende Geschäftsaktivitäten sofort eingestellt werden, was zu Rechtsunsicherheit führt.

Ermächtigung des Vorstands zur Abwicklung

In einfacher Sprache: Der Vorstand wird bevollmächtigt und angewiesen, das Vermögen zu verwerten, Schulden zu begleichen und Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Beispielformulierung
Die Vorstandsmitglieder des Unternehmens sind hiermit ermächtigt und angewiesen, den Vertrieb seines Eigentums, die Begleichung seiner Schulden oder die Erfüllung seiner Verbindlichkeiten durchzuführen.

Häufiger Fehler: Keine klare Ermächtigung an den Vorstand erteilen, was zu Unsicherheit über die Handlungsvollmacht führt.

Öffentliche Mitteilung der Auflösungsabsicht

In einfacher Sprache: Das Unternehmen verpflichtet sich, seine Absicht zur Auflösung in einer lokal verbreiteten Zeitung öffentlich bekannt zu machen.

Beispielformulierung
Das Unternehmen gibt öffentliche Mitteilung seiner Absicht, sich aufzulösen in [NAME DER ZEITUNG], eine Zeitung, die in [STADT] publiziert und herausgegeben wird, und die der Hauptniederlassung des Unternehmens am nächstgelegenen ist.

Häufiger Fehler: Die Zeitung oder der Publikationsort nicht konkret benannt, so dass Gläubiger nicht angemessen benachrichtigt werden.

Genehmigung der Abtretungsvereinbarung

In einfacher Sprache: Die Aktionäre genehmigen den Verkauf und die Übertragung des gesamten Vermögens und aller Schulden auf einen benannten Abnehmer.

Beispielformulierung
Das Unternehmen schließt eine Vereinbarung mit [NAME DES UNTERNEHMENS], in welcher das Unternehmen sein gesamtes Eigentum und seine gesamten Vermögenswerte an [NAME DES UNTERNEHMENS] verkauft, zuteilt und überträgt, wobei im Ausgleich dafür [NAME DES UNTERNEHMENS] alle Schulden und Verbindlichkeiten des Unternehmens übernimmt.

Häufiger Fehler: Den Namen des Abnehmers nicht eindeutig angeben oder nicht klar dokumentieren, dass dieser auch alle Schulden übernimmt.

Bedingungen und Konditionen der Abtretung

In einfacher Sprache: Die Abtretungsvereinbarung wird unter den in der allgemeinen Abtretungsvereinbarung festgehaltenen Bedingungen und Konditionen genehmigt.

Beispielformulierung
Die allgemeine Abtretungsvereinbarung ist hiermit genehmigt, welcher von den Aktionären überprüft wurde, und die Bedingungen und Konditionen werden von allen Parteien akzeptiert.

Häufiger Fehler: Nicht sicherstellen, dass der vollständige Abtretungsvertrag von allen Aktionären überprüft wurde, bevor der Beschluss gefasst wird.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Versammlungsdatum und -ort einfügen

    Tragen Sie das Datum und den Ort der Aktionärsversammlung ein, auf der dieser Beschluss gefasst wurde. Dies ist wichtig für die rechtliche Dokumentation und Nachverfolgung.

    💡 Verwenden Sie das Datum, an dem die Versammlung tatsächlich stattgefunden hat, nicht ein späteres Datum.

  2. 2

    Staatliche Behörde und Rechtsgrundlage ausfüllen

    Geben Sie die zuständige staatliche Behörde an (z. B. Handelsregister, Wirtschaftsamt) und nennen Sie die Rechtsgrundlage (Gesetzes- und Abschnittsnummer, Bundesland).

    💡 Konsultieren Sie die Handelsregisteramt oder Ihren Anwalt für die exakte Behörden- und Gesetzesbezeichnung in Ihrem Bundesland.

  3. 3

    Wirksamkeitsdatum der Auflösung angeben

    Legen Sie fest, ab welchem Datum die Auflösung rechtskräftig werden soll. Dies kann das Versammlungsdatum oder ein zukünftiges Datum sein.

    💡 Das Wirksamkeitsdatum sollte mit dem Antrag an die staatliche Behörde abgestimmt sein.

  4. 4

    Zeitung für öffentliche Mitteilung auswählen

    Nennen Sie eine lokal verbreitete Zeitung, in der das Unternehmen seine Auflösungsabsicht ankündigen wird, sowie die Stadt der Veröffentlichung.

    💡 Wählen Sie eine Zeitung mit ausreichender Verbreitung am Sitz des Unternehmens, um Gläubiger angemessen zu benachrichtigen.

  5. 5

    Abnehmer und Abtretungsvereinbarung benennen

    Geben Sie den Namen des Unternehmens an, das das gesamte Vermögen und alle Schulden übernimmt. Referenzieren Sie die allgemeine Abtretungsvereinbarung mit den genauen Bedingungen.

    💡 Stellen Sie sicher, dass die Abtretungsvereinbarung von einem Anwalt überprüft wurde und alle Schulden vollständig aufgelistet sind.

  6. 6

    Unterschriften und Beglaubigung

    Lassen Sie den Beschluss von den anwesenden Aktionären oder deren Bevollmächtigten unterzeichnen. Abhängig von Ihrem Bundesland kann eine notarielle Beglaubigung erforderlich sein.

    💡 Prüfen Sie die Anforderungen Ihres Handelsregisters zur Beglaubigung, bevor Sie den Beschluss einreichen.

  7. 7

    Zur Registrierung bei der Behörde einreichen

    Reichen Sie den Beschluss zusammen mit der Abtretungsvereinbarung und anderen erforderlichen Dokumenten beim Handelsregister oder der zuständigen staatlichen Behörde ein.

    💡 Behalten Sie Kopien für Ihre Unterlagen und fordern Sie eine Eingangsbestätigung von der Behörde an.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein einzelner Aktionär einen Auflösungsbeschluss fassen?

Ja, wenn das Unternehmen nur einen Aktionär hat, kann dieser allein einen Auflösungsbeschluss fassen. In diesem Fall ist eine formale Aktionärsversammlung nicht erforderlich, aber der Beschluss muss dokumentiert und in der gleichen Weise eingereicht werden wie bei mehreren Aktionären. Lassen Sie einen Anwalt überprüfen, ob für Ihr Bundesland spezielle Regeln gelten.

Was ist der Unterschied zwischen freiwilliger Auflösung und Insolvenzverfahren?

Bei der freiwilligen Auflösung beschließen die Aktionäre ordnungsgemäß, das Unternehmen zu beenden. Das Unternehmen ist nicht zahlungsunfähig und regelt seine Angelegenheiten selbst. Im Insolvenzverfahren ist das Unternehmen zahlungsunfähig, und ein Insolvenzverwalter überwacht die Abwicklung. Die freiwillige Auflösung ist schneller, kostengünstiger und weniger belastend.

Muss die Abtretungsvereinbarung zusammen mit dem Auflösungsbeschluss eingereicht werden?

In vielen Bundesländern ist es erforderlich, die Abtretungsvereinbarung oder zumindest eine Zusammenfassung zusammen mit dem Auflösungsbeschluss einzureichen. Fragen Sie das zuständige Handelsregister oder Ihren Anwalt, welche Dokumente genau erforderlich sind.

Wie lange dauert die freiwillige Auflösung nach dem Beschluss?

Die Dauer hängt von der Komplexität der Abwicklung ab. In der Regel dauert es drei bis sechs Monate von der Beschlussfassung bis zur endgültigen Löschung aus dem Handelsregister. Wenn es viele Schulden oder komplexe Vermögensübertragungen gibt, kann es länger dauern.

Wer haftet für Schulden nach der Auflösung?

Dies hängt von der Abtretungsvereinbarung ab. Wenn der Abnehmer alle Schulden übernimmt, wird das ursprüngliche Unternehmen freigegeben. Allerdings bleiben die Gründer oder Geschäftsführer potenziell haftbar für Verbindlichkeiten, die nicht korrekt abgetreten wurden. Eine genaue dokumentierte Abtretungsvereinbarung und anwaltliche Überprüfung minimieren dieses Risiko.

Muss die öffentliche Mitteilung in einer bestimmten Zeitung erfolgen?

Die Zeitung muss lokal verbreitet und der Hauptniederlassung des Unternehmens am nächstgelegenen sein. Es muss sich um ein anerkanntes Veröffentlichungsmedium handeln. Das Handelsregister kann spezifische Anforderungen haben. Konsultieren Sie Ihr Handelsregister für die Liste der anerkannten Zeitungen.

Können Aktionäre den Auflösungsbeschluss anfechten?

Wenn der Beschluss ordnungsgemäß gefasst wurde und die Versammlungsregeln eingehalten wurden, ist eine Anfechtung schwierig. Jedoch können Minderheitsaktionäre in bestimmten Fällen Anspruch auf Ausgleich oder Auskauf haben. Eine anwaltliche Beratung ist empfohlen, insbesondere wenn Meinungsverschiedenheiten unter Aktionären bestehen.

Was passiert mit Mitarbeitern bei freiwilliger Auflösung?

Die Arbeitsverhältnisse enden durch die Auflösung. Abhängig von der Abtretungsvereinbarung können Mitarbeiter vom Abnehmer übernommen werden oder erhalten Abfindungen. Alle arbeitsrechtlichen Verpflichtungen müssen in der Auflösungsplanung berücksichtigt werden. Ein Arbeitsrechtler sollte konsultiert werden.

Muss die Auflösung ins Handelsregister eingetragen werden?

Ja, die Auflösung muss beim Handelsregister angemeldet und eingetragen werden. Dies ist eine gesetzliche Pflicht. Die Eintragung ist öffentlich zugänglich und signalisiert Geschäftspartnern und Gläubigern, dass das Unternehmen nicht mehr aktiv ist. Nach erfolgreicher Abwicklung wird das Unternehmen aus dem Register gelöscht.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Vorstandsbeschluss zur Auflösung

Ein Vorstandsbeschluss wird vom Vorstand allein getroffen und kann eine Vorstufe zum Aktionärsbeschluss darstellen. Der Aktionärsbeschluss ist die endgültige Entscheidung, die bindend ist und die Auflösung authorisiert. Bei Gesellschaften mit nur einem Aktionär können diese Rollen verschwimmen. Der Aktionärsbeschluss ist für die Registrierung erforderlich.

vs Insolvenzantrag und Liquidationsplan

Während ein Auflösungsbeschluss eine geordnete Beendigung durch die Eigentümer darstellt, wird ein Insolvenzverfahren vom Insolvenzgericht eingeleitet, wenn das Unternehmen zahlungsunfähig ist. Im Insolvenzfall übernimmt ein Verwalter die Kontrolle. Der Auflösungsbeschluss ist kostengünstiger und schneller, wenn das Unternehmen noch solvabel ist.

vs Kaufvertrag für Geschäftsbetrieb

Ein Kaufvertrag regelt den Verkauf eines funktionierenden Geschäftsbetriebs mit Weiterbetrieb. Eine Abtretungsvereinbarung zur Auflösung transferiert Vermögen und Schulden eines eingestellten Betriebs. Der Auflösungsbeschluss ist auf Beendigung gerichtet, während ein Geschäftskauf auf Kontinuität durch Nachfolger abzielt.

vs Fusionsbeschluss

Ein Fusionsbeschluss verbindet zwei oder mehr Unternehmen zu einer neuen Einheit, wobei der bisherige Rechtsstatus aufgelöst wird. Ein Auflösungsbeschluss beendet das Unternehmen vollständig, ohne eine neue Einheit zu schaffen. Fusionen sind komplexer und erfordern zustimmende Beschlüsse aller beteiligten Unternehmen.

Branchenspezifische Hinweise

Produktion und Fertigung

Bei der Stilllegung einer Produktionsstätte müssen Maschinen und Anlagen übertragen und Betriebsverbindlichkeiten geordnet abgewickelt werden.

Einzelhandel und Großhandel

Lagerbewirtschaftung, Verkauf von Restbeständen und Kundenübernahmen müssen in der Auflösungsplanungen berücksichtigt werden.

Immobilienverwaltung

Der Transfer von Immobilienbeständen und die Übernahme von Verwaltungsverpflichtungen erfordern detaillierte Abtretungsverträge.

Dienstleistungen und Beratung

Kundenverträge, Geschäftsbeziehungen und Mitarbeiterverpflichtungen müssen klar geregelt und auf den Abnehmer oder andere Parteien übertragen werden.

Technologie und Software

Lizenzrechte, Softwareverträge und Nutzerdaten müssen gemäß Datenschutz und vertraglichen Verpflichtungen ordnungsgemäß übertragen oder stillgelegt werden.

Finanz- und Versicherungswesen

Kundenkonten, Versicherungspolicen und finanzielle Verpflichtungen erfordern regulierte Übergangsverfahren und Benachrichtigung von Aufsichtsbehörden.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland wird der Auflösungsbeschluss beim Handelsregister (Amtsgericht) angemeldet. Die Voraussetzungen richten sich nach dem GmbH-Gesetz (GmbHG) oder dem Aktiengesetz (AktG). Notarielle Beglaubigung ist in der Regel erforderlich. Eine öffentliche Ankündigung in einer überregionalen oder lokalen Zeitung ist verpflichtend.

In Österreich wird der Auflösungsbeschluss dem Unternehmensregister angemeldet. Die gesetzlichen Anforderungen unterscheiden sich leicht zwischen GmbH und AG. Notarielle Beglaubigung ist üblicherweise erforderlich. Die Veröffentlichung im Wiener Zeitung oder einer anderen amtlichen Mitteilungszeitung ist verpflichtend.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Auflösung ohne Schulden, von allen Aktionären uneingeschränkt unterstützt, und mit einem vorbereiteten Abnehmer.€ 0–50 (Vorlagenkosten, zzgl. Notargebühren je nach Bundesland)1–2 Wochen zur Vorbereitung und Unterzeichnung
Vorlage + RechtsprüfungModerate Schuldenlasten, mehrere Aktionäre oder komplexe Vermögensübertragungen, die anwaltliche Überprüfung erfordern.€ 200–600 (Vorlage + anwaltliche Prüfung, zzgl. Notargebühren)2–3 Wochen für Überprüfung und Anpassungen
MaßgeschneidertHohe Schuldenlasten, Gläubiger mit Einspruchsrechten, internationale Vermögensübertragungen oder Rechtsstreitigkeiten.€ 1.000–3.000+ (vollständig maßgeschneiderte anwaltliche Erstellung)4–8 Wochen oder mehr zur umfassenden Planung und Abwicklung

Glossar

Freiwillige Auflösung
Beendigung einer Gesellschaft durch Beschluss der Aktionäre, ohne Insolvenzverfahren oder Zwangsliquidation.
Aktionärsbeschluss
Formale Entscheidung der Aktionäre, die auf ordnungsgemäßer Abstimmung beruht und gesellschaftliche Maßnahmen authorisiert.
Wirksamkeitsdatum
Das Datum, ab dem die freiwillige Auflösung rechtskräftig wird und das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit einstellt.
Abwicklung
Prozess der Verwertung von Vermögensgegenständen, Begleichung von Schulden und Erfüllung von Verbindlichkeiten.
Vermögensübertragung
Rechtliche Übertragung aller Aktiva und Passiva des aufgelösten Unternehmens auf einen Abnehmer.
Abtretungsvereinbarung
Vertrag, in dem ein Unternehmen sein gesamtes Vermögen und alle Schulden auf einen anderen überträgt.
Handelsregister
Öffentliches Register, in dem Unternehmenseintragungen, Änderungen und Löschungen dokumentiert werden.
Liquidation
Umwandlung von Vermögensgegenständen in Geldmittel zur Begleichung von Schulden und Verteilung an Berechtigte.
Öffentliche Mitteilung
Veröffentlichung der Auflösungsabsicht in einer Zeitung zur Benachrichtigung von Gläubigern und Geschäftspartnern.
Vorstandsermächtigung
Bevollmächtigung der Vorstandsmitglieder durch Beschluss zur Durchführung spezifischer Maßnahmen (hier: Abwicklung).

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