1
Datumeingabe und Parteiidentifikation
Tragen Sie das Ausführungsdatum und die vollständigen Namen sowie Adressen des Darlehensgebers (Aktionär) und des Darlehensnehmers (Unternehmen) ein. Geben Sie die Gründungsjurisdiktion des Unternehmens an (z. B. Bayern, Baden-Württemberg).
💡 Nutzen Sie den Handelsregisterauszug des Unternehmens, um die exakte juristische Benennung und Anschrift zu prüfen.
2
Darlehensbetrag und Verwendungszweck
Geben Sie den genauen Darlehensbetrag in Zahlen und in Worten an. Beschreiben Sie in wenigen Sätzen, wofür das Unternehmen das Geld verwendet (z. B. Betriebsmittel, Anlagenfinanzierung, Tilgung anderer Schulden).
💡 Ein klar dokumentierter Verwendungszweck ist für Steuerzwecke und bei Finanzierungsprüfungen wertvoll.
3
Zinssatz und Rückzahlungsplan
Setzen Sie den jährlichen Zinssatz fest (z. B. 3 %, 5 %). Berechnen Sie dann die Laufzeit in Monaten und die regelmäßige monatliche Ratenhöhe. Geben Sie das Startdatum und das Enddatum der Rückzahlung an.
💡 Orientieren Sie sich am aktuellen Marktzinssatz, um zu gewährleisten, dass die Vereinbarung nicht von Finanzbehörden als verdeckte Kapitaleinlage angesehen wird.
4
Sicherheitsrechte definieren
Beschreiben Sie konkret, welche Vermögenswerte als Sicherheit dienen (z. B. Grundpfandrecht an Immobilie XYZ, Mobiliarsicherung an Maschinenpark, Kontoguthaben). Legen Sie die Rangreihenfolge fest, falls mehrere Gläubiger bestehen.
💡 Konsultieren Sie einen Anwalt, um die Registrierung von Grundschulden beim Grundbuchamt oder von Mobiliarsicherheiten beim Zentralen Verzeichnis sicherzustellen.
5
Versäumnisgebühren und Verzugszinsen
Entscheiden Sie, ob und in welcher Höhe Gebühren für verspätete Zahlungen anfallen sollen. Deutsches Recht begrenzt diese auf angemessene Beträge. Setzen Sie auch einen erhöhten Zinssatz für Verzugsfälle fest (ca. 5–8 % über dem Basiszinssatz).
💡 Überhöhte Strafgebühren werden von Gerichten oft als unbillig erachtet und herabgesetzt; seien Sie realistisch.
6
Vorauszahlung und Kündigung
Entscheiden Sie, ob der Darlehensnehmer das Darlehen jederzeit ohne Vorfälligkeitsentgelt zahlen darf. Legen Sie auch fest, ob eine Seite das Darlehen kündigen darf (z. B. nach bestimmter Frist) und welche Konsequenzen dies hat.
💡 Vorauszahlungsrechte sind für KMU oft nötig; beschränken Sie diese nicht unnötig.
7
Unterzeichnung und Notarisierung
Beide Parteien unterzeichnen das Original. Erwägen Sie eine notarielle Beglaubigung oder Beurkundung, insbesondere wenn Immobiliensicherheiten betroffen sind oder eine Vollstreckungsklausel ('Klausel für sofortige Zwangsvollstreckung') eingesetzt werden soll.
💡 Eine notarielle Beglaubigung kostet ca. 50–200 €, gibt aber zusätzliche Rechtssicherheit und erleichtert die Zwangsvollstreckung.