Agentur-Vereinbarung Pflichten des Unternehmens

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FreiAgentur-Vereinbarung Pflichten des Unternehmens

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Agentur-Vereinbarung ist ein rechtlicher Vertrag zwischen einem Eigentümer (Auftraggeber) und einem Vertreter (Bevollmächtigter), der im Namen des Eigentümers tätig wird. Dieses Dokument regelt die Rechte, Pflichten und Grenzen der Vertretung — insbesondere bei der Verwaltung von Aktien oder anderen Vermögenswerten. Sie erhalten eine kostenlose, editierbare Word-Vorlage mit allen notwendigen Klauseln.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie jemanden bevollmächtigen möchten, in Ihrem Namen tätig zu werden — etwa als Aktienvertreter, Geschäftsführer oder Bevollmächtigter. Sie ist besonders wichtig bei der Gründung von Investitionen, bei denen eine dritte Person als Treuhänder fungiert, oder wenn Sie die Kontrolle über Vermögenswerte anderen übertragen, aber selbst als wirtschaftlicher Eigentümer fungieren möchten.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält eine vollständige Vertretungsvereinbarung mit Präambel, Regelungen zur Einstellung des Vertreters, zur Anerkennung seiner Rolle, zur Ausübung von Stimmrechten und zur Verzicht auf finanzielle Interessen. Sie definiert die Pflichten des Vertreters gegenüber dem Eigentümer und legt fest, unter welchen Bedingungen Vermögenswerte übertragen werden können.

Was ist eine Agentur-Vereinbarung Pflichten des Unternehmens?

Eine Agentur-Vereinbarung ist ein rechtlich bindender Vertrag zwischen einem Eigentümer (Auftraggeber) und einem Vertreter (Bevollmächtigter), der im Namen des Eigentümers handelt — insbesondere bei der Verwaltung von Aktien oder anderen Vermögenswerten. Diese Vorlage spezifiziert die Pflichten des Unternehmens (des Vertreters) gegenüber dem Eigentümer und definiert, dass der Vertreter zwar rechtlich als Aktionär registriert wird, aber keinerlei wirtschaftliche Ansprüche hat. Das Dokument regelt die Zeichnung von Aktien, die Registrierung im Namen des Vertreters, den Verzicht auf Dividenden und die Ausübung von Stimmrechten ausschließlich nach Anweisung des Eigentümers. Sie erhalten eine kostenlose, editierbare Word-Vorlage mit allen notwendigen Klauseln im Vertragsdeutsch, die Sie sofort als PDF exportieren oder an Ihre Situation anpassen können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Agentur-Vereinbarung entstehen Unsicherheiten über Kontrolle und Verantwortung. Wenn mehrere Personen oder Unternehmen beteiligt sind und einer als Vertreter fungiert, besteht das Risiko, dass dieser seine Rolle missversteht, Dividenden einbehält oder sein Stimmrecht eigennützig nutzt — was zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten oder zum Verlust von Kontrolle über das Vermögen führt. Diese Vorlage schützt den Eigentümer, indem sie schriftlich festhält, dass der Vertreter nur eine administrative Funktion hat und der Eigentümer jederzeit wirtschaftlich begünstigt und stimmberichtigt bleibt. Dies ist unverzichtbar bei Investitionen über internationale Strukturen, bei der Gründung von Gesellschaften mit Treuhändern oder wenn Sie Ihre Beteiligung diskret halten möchten. Die Vereinbarung gibt Ihnen zudem die Sicherheit, dass der Vertreter jederzeit zur Übertragung von Aktien oder zum Rücktritt verpflichtet ist — eine notarielle Beglaubigung macht sie rechtssicher durchsetzbar.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn ein Vertreter als eingetragener Aktieninhaber fungiert, wirtschaftlich aber der Eigentümer bleibtAgentur-Vereinbarung — Aktienvertreter
Für unkomplizierte Fälle, in denen nur einzelne Transaktionen bevollmächtigt werdenVertretungsvollmacht — einfache Form
Wenn Optionen zum Verkauf oder zur Rückübertragung von Aktien eingeräumt werden sollenBevollmächtigungsvertrag — mit Verkaufsoptionen
Bei umfangreicherem Vermögen oder mehreren Bevollmächtigten mit gegenseitigen VerpflichtungenTreuhänder-Vereinbarung — erweiterte Form
Für grenzüberschreitende Transaktionen oder wenn ausländisches Recht anwendbar istAgentur-Vereinbarung — internationale Version
Wenn der Vertreter für seine Tätigkeiten entschädigt werden soll, etwa bei AkquisitionenVertretungsvertrag — mit Provisionsregelung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Verwechslung zwischen Eigentümer und Vertreter

Warum es wichtig ist: Wenn nicht klar ist, wer wirtschaftlicher Begünstigter und wer rechtlicher Eigentümer ist, können Steuern falsch zugeordnet werden und Dividenden an die falsche Person gehen.

Fix: Verwenden Sie durchgängig die gleichen Bezeichnungen (z. B. immer 'Eigentümer' und 'Vertreter') und unterstreichen Sie in der Präambel die wirtschaftlichen Rechte.

❌ Unzureichende Vollmacht für Aktienübertragungen

Warum es wichtig ist: Wenn der Vertreter nicht explizit bevollmächtigt wird, Aktien zu übertragen, kann er später ihre Weitergabe verweigern oder Verzögerungen verursachen.

Fix: Fügen Sie eine klare Klausel ein, dass der Vertreter auf Anordnung des Eigentümers Aktien übertragen oder verkaufen muss, und autorisieren Sie auch die Aktiengesellschaft, solche Übertragungen durchzuführen.

❌ Fehlende Regelung für den Fall, dass der Vertreter ausfällt oder stirbt

Warum es wichtig ist: Wenn der Vertreter plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht, kann der Eigentümer sein Stimmrecht nicht ausüben und hat keine Kontrolle mehr über die Aktien.

Fix: Ergänzen Sie die Vorlage um Klauseln zur Nachfolge oder Stellvertreter und regeln Sie, wie der Vertreter im Todesfall abgelöst wird.

❌ Keine Dokumentation von Stimmrechtsanweisungen

Warum es wichtig ist: Ohne schriftliche Anweisungen kann der Vertreter nach Eigengusto abstimmen oder behaupten, keine Anweisung erhalten zu haben, was zu Konflikten führt.

Fix: Erstellen Sie für jede Gesellschafterversammlung ein schriftliches Anweisungsschreiben und bewahren Sie es auf.

❌ Ungültige oder unvollständige Unterschriften

Warum es wichtig ist: Fehlende Unterschriften oder unterschiedliche Vollmacht-Träger machen die Vereinbarung anfechtbar und rechtlich nicht durchsetzbar.

Fix: Stellen Sie sicher, dass jede Partei durch den richtigen Vertreter unterzeichnet (z. B. Geschäftsführer, Vorstand) und erkundigen Sie sich, ob eine Notarisierung erforderlich ist.

❌ Fehlende Angabe der Jurisdiktion oder des anwendbaren Rechts

Warum es wichtig ist: Ohne klare Angabe des anwendbaren Rechts entstehen Unsicherheiten bei Auslegung und Durchsetzung, besonders bei grenzüberschreitenden Vereinbarungen.

Fix: Geben Sie explizit an, dass deutsches Recht (oder das Recht des Sitzes der Gesellschaft) gilt, und nennen Sie das zuständige Gericht für Streitigkeiten.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Preamble und Parteienangaben

In einfacher Sprache: Identifiziert die Vertragsparteien (Eigentümer, Vertreter, Aktiengesellschaft) und gibt deren Firmensitze und Gründungsdetails an.

Beispielformulierung
ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der 'Eigentümer'), ein gemäß des geltenden Rechts von [Staat/Bundesland] organisiertes Unternehmen mit Firmensitz in [ADRESSE] UND: [NAME DES UNTERNEHMENS] (der 'Vertreter')…

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Adressenangaben führen zu Ungültigkeit oder Schwierigkeiten bei der Registrierung.

Bestandsaufnahme und Absicht

In einfacher Sprache: Legt fest, dass der Eigentümer Aktien zeichnen und durch den Vertreter repräsentiert werden möchte, ohne die wirtschaftlichen Rechte abzugeben.

Beispielformulierung
Der Eigentümer wünscht, [ANZAHL] Aktien der Klasse A des Unternehmens zu erwerben (die 'Aktiengesellschaft'); Der Eigentümer wünscht, durch einen Vertreter, welcher der gemeinschaftlich eingetragene Aktieninhaber sein wird, repräsentiert zu werden.

Häufiger Fehler: Verwirrung zwischen dem Namen des Vertreters und dem Eigentümers in der Präambel führt zu Missverständnissen über wer wirtschaftlicher Begünstigter ist.

Einstellung des Vertreters

In einfacher Sprache: Der Eigentümer beauftragt den Vertreter formal, in seinem Namen zu handeln, und der Vertreter akzeptiert diese Rolle.

Beispielformulierung
Der Eigentümer stellt hiermit einen Vertreter ein, gemeinschaftlich und im Namen des Eigentümers zu handeln, und der Vertreter stimmt zu, im Namen des Eigentümers als sein Vertreter zu handeln und stimmt zu, keine Geschäfte auf eigene Rechnung abzuschließen.

Häufiger Fehler: Versäumnis, explizit festzuhalten, dass der Vertreter NICHT auf eigene Rechnung handeln darf, kann zu Interessenskonflikten oder Streitigkeiten führen.

Zeichnung und Registrierung der Aktien

In einfacher Sprache: Der Vertreter verpflichtet sich, die Aktien zu zeichnen und sie auf seinen Namen in den Geschäftsbüchern eintragen zu lassen, bleibt aber wirtschaftlich nicht berechtigt.

Beispielformulierung
Der Vertreter soll die gleichen Aktien zeichnen, die der eingetragene Aktieninhaber gezeichnet hat, und soll bei der Aktiengesellschaft die notwendigen Einträge in die Geschäftsbücher veranlassen, um die Aktien auf den Namen des Vertreters zu registrieren.

Häufiger Fehler: Fehlende Klarheit darüber, wer die Registrierungsgebühren trägt oder wie lange die Registrierung dauert, kann zu Verzögerungen führen.

Verzicht auf finanzielle Interessen

In einfacher Sprache: Der Vertreter erklärt, dass er keinerlei wirtschaftliche oder finanzielle Ansprüche an den Aktien hat und alle Dividenden an den Eigentümer weiterleitet.

Beispielformulierung
Der Vertreter soll zu keiner Zeit finanzielle oder wirtschaftliche Interessen an den Aktien haben, da der Eigentümer zu jeder Zeit als alleiniger Nutznießer der Aktien anzusehen ist; Der Vertreter soll auf alle Dividenden und/oder andere Rechte in Bezug auf die Aktien verzichten.

Häufiger Fehler: Mangelnde schriftliche Bestätigung dieses Verzichts kann später zu Streitigkeiten über Gewinnansprüche führen, besonders wenn der Vertreter wechselt.

Ausübung des Stimmrechts

In einfacher Sprache: Der Vertreter übt sein Stimmrecht als Aktionär nur nach schriftlicher Anweisung des Eigentümers aus.

Beispielformulierung
Der Vertreter soll sein Stimmrecht als Aktionär bei der Gesellschafterversammlung in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Eigentümers ausüben.

Häufiger Fehler: Fehlende Regelung für den Fall, dass der Eigentümer keine Anweisung gibt oder unerreichbar ist, kann zu Patt-Situationen führen.

Aktienübertragung und Autorisierung

In einfacher Sprache: Der Vertreter erklärt sich bereit, die Aktien jederzeit nach Anordnung des Eigentümers zu übertragen oder zu verkaufen.

Beispielformulierung
Der Vertreter soll der Aktienübertragung jederzeit zustimmen und soll die Gesellschaft autorisieren und anweisen, solch eine Übertragung auf Anordnung des Eigentümers durchzuführen.

Häufiger Fehler: Unzureichende Vollmacht für die Gesellschaft, um Übertragungen durchzuführen, kann rechtliche Verzögerungen oder Anfechtungen verursachen.

Laufzeit und Beendigung

In einfacher Sprache: Regelt den Zeitpunkt, ab dem die Vereinbarung wirksam wird, und unter welchen Bedingungen sie beendet werden kann (nicht explizit im Vorlagendokument, sollte aber ergänzt werden).

Beispielformulierung
Die vorliegende Vereinbarung soll mit [DATUM] wirksam sein und läuft bis zur schriftlichen Beendigung durch eine der Parteien mit [KÜNDIGUNGSFRIST] Tagen Vorlaufzeit.

Häufiger Fehler: Fehlende Kündigungsbestimmungen können dazu führen, dass eine unbefriedigte Partei die Beziehung nicht beenden kann.

Geheimhaltung und Vertraulichkeit

In einfacher Sprache: Beide Parteien verpflichten sich, die Vertragsinhalte und alle Transaktionsdaten vertraulich zu behandeln (ergänzend).

Beispielformulierung
Beide Parteien erklären sich einverstanden, alle Informationen, die im Zusammenhang mit dieser Vereinbarung bekannt werden, vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben, außer wenn gesetzlich erforderlich.

Häufiger Fehler: Mangel an Geheimhaltungsbestimmungen kann zu unerwünschter öffentlicher Offenlegung von Beteiligungsstrukturen führen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Vertragsdatum und Parteien eintragen

    Füllen Sie das Wirksamkeitsdatum aus und geben Sie die vollständigen Namen, Rechtsstatus und Adressen aller drei Parteien an (Eigentümer, Vertreter, Aktiengesellschaft).

    💡 Überprüfen Sie die Firmennamen gegen die Handelsregister-Einträge, um Schreibfehler zu vermeiden.

  2. 2

    Anzahl und Klasse der Aktien definieren

    Geben Sie an, wie viele Aktien und welcher Klasse (z. B. Klasse A, B) der Vertreter zeichnen und registrieren soll.

    💡 Wenn Ihre Gesellschaft mehrere Aktieklassen hat, konsultieren Sie die Satzung oder die Gründungsurkunde.

  3. 3

    Anwendbares Recht festlegen

    Geben Sie an, welches Recht (deutsches Recht, österreichisches oder schweizerisches) auf die Vereinbarung anwendbar sein soll. Dies sollte dem Land des Unternehmenssitzes entsprechen.

    💡 Für grenzüberschreitende Vereinbarungen sollten Sie einen Anwalt konsultieren, um das günstigste Recht zu wählen.

  4. 4

    Vertreter und seine Befugnisse überprüfen

    Stellen Sie sicher, dass der Vertreter tatsächlich bevollmächtigt ist, die in der Vereinbarung beschriebenen Tätigkeiten auszuführen (z. B. Eintrag in Geschäftsbücher, Abstimmung).

    💡 Der Vertreter sollte eine natürliche Person mit vollem Geschäftsbetrieb sein oder eine juristische Person mit entsprechender Prokura.

  5. 5

    Dividenden- und Gewinnbeteiligungsregelungen klären

    Dokumentieren Sie, wie Dividenden und andere Erträge behandelt werden. In dieser Vorlage verzichtet der Vertreter und leitet alles an den Eigentümer weiter.

    💡 Legen Sie fest, ob Dividenden monatlich, quartalsweise oder jährlich weitergeleitet werden, und in welcher Form (Banküberweisung, Scheck).

  6. 6

    Abstimmungsprozess für Stimmrechte dokumentieren

    Erklären Sie, wie der Vertreter Anweisungen vom Eigentümer erhalten wird (schriftlich, per E-Mail, persönlich) und wie schnell er abstimmen muss.

    💡 Erstellen Sie ein separates Anweisungsformular, das der Vertreter vor jeder Gesellschafterversammlung ausfüllt.

  7. 7

    Unterzeichnung und Notarisierung vorbereiten

    Drucken Sie die ausgefüllte Vorlage aus und arrangieren Sie eine Unterzeichnung durch alle Parteien. Bei hohem Vermögen sollte die Vereinbarung notariell beurkundet werden.

    💡 Manche Gesellschaftssatzungen erfordern die Notarisierung von Bevollmächtigungsverträgen; überprüfen Sie dies vorher.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Vertreter und einem Eigentümer in dieser Vereinbarung?

Der Eigentümer ist die wirtschaftlich berechtigte Person oder das Unternehmen, das von den Aktien und Dividenden profitiert. Der Vertreter ist eine andere Person oder Gesellschaft, die die Aktien rechtlich im Namen des Eigentümers hält, aber keinerlei wirtschaftliche Ansprüche hat. Beispiel: Ein deutscher Investor kauft Aktien einer Schweizer Gesellschaft, aber der Name des Schweizer Anwalts steht als Aktionär in den Büchern — der Anwalt ist der Vertreter, der Investor der Eigentümer.

Kann der Vertreter die Aktien verkaufen, ohne Zustimmung des Eigentümers?

Nein. Der Vertreter ist verpflichtet, alle Anweisungen des Eigentümers zu befolgen. Diese Vereinbarung verpflichtet ihn explizit, Aktienübertragungen nur auf Anordnung des Eigentümers durchzuführen. Der Vertreter hat keine Verkaufsrechte aus eigenen Interessen. Sollte der Vertreter versuchen, die Aktien ohne Zustimmung zu verkaufen, verstößt er gegen den Vertrag und kann der Eigentümer ihn auf Rückgabe verklagen.

Muss diese Vereinbarung notariell beglaubigt werden?

Das hängt vom Land und der Aktiengesellschaft ab. In Deutschland ist eine Notarisierung nicht immer zwingend, aber empfohlen, wenn hohe Vermögenswerte betroffen sind oder wenn die Gesellschaftssatzung dies verlangt. In Österreich und der Schweiz gelten teilweise andere Regeln. Konsultieren Sie einen Anwalt oder den Notar des Landes, in dem die Gesellschaft registriert ist.

Was passiert mit den Dividenden, wenn diese Vereinbarung in Kraft ist?

Der Vertreter verzichtet auf alle Dividenden und leitet sie an den Eigentümer weiter. Die Vereinbarung verpflichtet den Vertreter, keine Gewinnansprüche zu haben. Praktisch sollten Sie mit dem Vertreter schriftlich regeln, wie und wann die Dividenden weitergeleitet werden (z. B. monatlich per Banküberweisung).

Kann ich diese Vereinbarung kündigen, wenn ich mit dem Vertreter unzufrieden bin?

Die Vorlage regelt die Kündigung nicht explizit. Sie sollten sie ergänzen oder einen Anwalt konsultieren. Typischerweise können solche Vereinbarungen mit einer Kündigungsfrist (z. B. 30 oder 90 Tage) beendet werden. Bei Kündigung muss der neue Vertreter oder der Eigentümer selbst die Aktien übernehmen.

Was ist, wenn der Vertreter stirbt oder nicht mehr verfügbar ist?

Die Vorlage regelt dies nicht. Es ist wichtig, eine Nachfolgeklausel hinzuzufügen, die bestimmt, wie die Aktien übergeben werden, wenn der Vertreter ausfällt. Ohne solche Regelung könnte der Eigentümer seine Kontrolle verlieren. Konsultieren Sie einen Anwalt, um eine Nachfolgeregelung oder ein Abtreten der Vollmacht an einen Stellvertreter vorzusehen.

Kann der Vertreter Kredite oder Schulden im Namen der Aktiengesellschaft eingehen?

Nein, nicht auf Basis dieser Vereinbarung. Der Vertreter ist nur bevollmächtigt, die Aktien zu zeichnen, zu halten und gemäß Anweisungen des Eigentümers über Stimmrechte zu verfügen. Ein Darlehen würde eine separate Kreditvereinbarung erfordern. Falls der Vertreter nicht autorisiert ist, hat die Gesellschaft keine Haftung für Schulden, die er privat eingeht.

Gilt diese Vereinbarung international, z. B. wenn Eigentümer und Vertreter in verschiedenen Ländern sind?

Diese Vorlage ist für deutschsprachige Jurisdiktionen (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausgelegt. Bei grenzüberschreitenden Vereinbarungen sollten Sie mit einem Anwalt klären, nach welchem Recht der Vertrag gültig ist und ob zusätzliche lokale Registrierungen erforderlich sind. Manche Länder haben spezielle Anforderungen für Bevollmächtigungsverträge.

Muss ich den Vertreter bezahlen?

Die Vorlage regelt keine Zahlung. Das ist eine separate Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Vertreter. Typisch sind entweder eine pauschale Gebühr (z. B. 500 EUR pro Jahr), eine Provision (z. B. 2 % der Dividenden) oder kostenlose Tätigkeit (wenn ein vertrautes Familienmitglied der Vertreter ist). Legen Sie dies schriftlich fest, um Missverständnisse zu vermeiden.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfache Vollmacht (Vollmachtsurkunde)

Eine einfache Vollmacht ist kürzer und regelt nur die Befugnis einer Person, im Namen einer anderen zu handeln (z. B. einen Scheck auszustellen). Eine Agentur-Vereinbarung ist ein umfassender Vertrag, der auch die Verantwortungen, die wirtschaftlichen Rechte und Verpflichtungen des Vertreters definiert. Nutzen Sie eine einfache Vollmacht für kurzfristige, punktuelle Aufgaben; verwenden Sie die Agentur-Vereinbarung, wenn ein Vertreter längerfristig als Aktienhalter fungieren soll.

vs Treuhandvertrag (Treuhänder-Vereinbarung)

Ein Treuhandvertrag ist ähnlich, aber formal noch umfangreicher und verpflichtet den Treuhänder zu höheren Sorgfaltspflichten und Transparenzanforderungen. Eine Agentur-Vereinbarung ist schlanker und fokussiert auf Aktienmanagement. Nutzen Sie einen Treuhandvertrag, wenn hohe Vermögenswerte oder mehrere Beneficiaries betroffen sind; die Agentur-Vereinbarung reicht für einfachere Aktienvertretungen aus.

vs Geschäftsführer- oder Prokuraurkunde

Eine Prokura oder Geschäftsführervollmacht gibt jemandem die Befugnis, ein Unternehmen ganz oder teilweise zu führen und in dessen Namen zu handeln — dies ist viel umfassender als eine reine Aktienvertretung. Verwenden Sie diese Vereinbarung nur für die Verwaltung von Aktien und nicht für die Geschäftsführung des Unternehmens selbst.

vs Investorenvereinbarung (Shareholders Agreement)

Ein Shareholders Agreement regelt die Rechte und Pflichten aller Aktionäre einer Gesellschaft untereinander (z. B. Verkaufsrechte, Veto-Rechte). Eine Agentur-Vereinbarung regelt das Verhältnis zwischen dem wirtschaftlichen Eigentümer (Eigentümer) und seinem Vertreter, der formal als Aktionär registriert ist. Diese sind komplementär und können zusammen existieren."

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen und Vermögensmanagement

Vermögensverwalter und private Banken nutzen diese Vereinbarung häufig, um Aktien im Namen von Kunden zu halten und gleichzeitig Beteiligungsstrukturen zu optimieren.

Unternehmensberatung und M&A

Bei Unternehmenskäufen oder Verkäufen wird eine Vertretungsvereinbarung verwendet, um Aktien temporär durch Treuhänder zu verwalten, bis der Deal abgeschlossen ist.

Immobilien und Real Estate Investment Trusts (REITs)

Immobilieninvestoren nutzen Vertretungsvereinbarungen, um Anteile an REITs oder Projektgesellschaften zu halten, ohne direkt registriert zu sein (z. B. aus Datenschutzgründen).

Rechtsanwaltskanzleien und Notariate

Notare und Anwälte helfen bei der Beurkundung und Durchsetzung solcher Vereinbarungen und erhalten sie für ihre Dokumentationspflichten.

Internationale Expansion und Gründung

Startups und mittelständische Unternehmen nutzen Vertretungsvereinbarungen, wenn sie Geschäfte in anderen Ländern eröffnen und Aktien über lokale Vertreter halten möchten.

Familienunternehmen und Nachlassplanung

Familienunternehmen setzen Vertretungsvereinbarungen ein, um die Kontrolle über Aktien bei einer Generationenübergabe zu strukturieren oder Minderheitsanteile zu verwalten.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland muss die Vereinbarung den BGB-Vorschriften zu Vollmacht und Vertretung entsprechen. Die Notarisierung ist empfohlen, insbesondere wenn die Aktiengesellschaft selbst in Österreich oder der Schweiz sitzt. Handelsregister-Eintragungen können erforderlich sein.

In Österreich gibt es strengere Anforderungen für Bevollmächtigungsverträge, insbesondere wenn Immobilien oder hohe Vermögenswerte betroffen sind. Eine notarielle Beglaubigung ist häufig erforderlich. Konsultieren Sie einen österreichischen Anwalt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Vertretungen mit vertrauten Partnern, Standard-Aktienstrukturen, niedrige bis mittlere Vermögenswerte.0–50 EUR (nur Vorlage)2–4 Stunden Ausfüllung + Drucken + Unterschriften
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Vermögenswerte, grenzüberschreitende Transaktionen, Notwendigkeit von Notarisierung.300–800 EUR (Anwaltsprüfung + evtl. Notarisierung)5–10 Werktage (Anwalt liest, kommentiert, nimmt Anpassungen vor)
MaßgeschneidertHohe Vermögenswerte, komplexe Strukturen (mehrere Vertreter, Nachfolgeklauseln), internationale Regelungen.1.500–3.500 EUR (Anwalt entwirft maßgeschneidert, mit Notarisierung)2–4 Wochen (Beratung, Entwurf, Überarbeitungen, Beurkundung)

Glossar

Eigentümer
Die Person oder das Unternehmen, auf deren Namen die Aktien oder das Vermögen registriert werden sollen und die als alleiniger Nutznießer fungiert.
Vertreter
Die Person oder das Unternehmen, die im Namen des Eigentümers tätig wird, aber keinerlei wirtschaftliche Interessen an dem Vermögen hat.
Aktiengesellschaft
Die Gesellschaft, deren Aktien durch die Vereinbarung verwaltet oder gehalten werden.
Stimmrecht
Das Recht, bei Gesellschafterversammlungen abzustimmen. Der Vertreter übt dieses Recht nach Anweisung des Eigentümers aus.
Präambel
Der einleitende Teil des Vertrages, der die Absichten und den Hintergrund der Vereinbarung beschreibt.
Dividenden
Gewinnanteile, die an Aktionäre ausgeschüttet werden. Der Vertreter verzichtet darauf und leitet sie an den Eigentümer weiter.
Nützungsberechtigter
Die Person oder das Unternehmen, die tatsächlich von dem Vermögen oder den Dividenden profitiert, ohne rechtlicher Eigentümer zu sein.
Treuhand / Treuhänder
Rechtsverhältnis, in dem ein Treuhänder Vermögen im Namen und für die Rechnung eines anderen verwaltet.
Registrierung
Die formale Eintragung des Vertreter-Namens in den Büchern der Aktiengesellschaft als Aktieninhaber.
Bevollmächtigung
Die rechtliche Vollmacht, im Namen des Eigentümers zu handeln und Rechte oder Pflichten einzugehen.

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