Vorstandsbeschluss zum Aushandeln eines bestimmten Vertrages

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FreiVorstandsbeschluss zum Aushandeln eines bestimmten Vertrages

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss ist ein formeller Beschluss des Vorstands oder der Geschäftsführung, der die Ermächtigung einer Person (üblicherweise des Präsidenten oder Geschäftsführers) dokumentiert, einen bestimmten Vertrag im Namen des Unternehmens auszuhandeln und abzuschließen. Diese Vorlage steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann online bearbeitet und als PDF exportiert werden.
Wann Sie es brauchen
Diesen Beschluss benötigen Sie, wenn Ihr Vorstand oder Ihre Geschäftsführung eine Person bevollmächtigen möchte, einen wichtigen Vertrag (z. B. Liefervertrag, Partnerschaftsvereinbarung, Mietvertrag) auszuhandeln. Der Beschluss schafft Rechtssicherheit und belegt, dass die betreffende Person ordnungsgemäß bevollmächtigt wurde.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält die formale Struktur eines Vorstandsbeschlusses mit Unternehmensname, Datum der Verabschiedung, der Ermächtigung des Präsidenten sowie Details zum Vertrag und zum Geschäftspartner. Platzhalter ermöglichen es, relevante Informationen wie Art des Vertrags und Name des Partners schnell einzufügen.

Was ist ein Vorstandsbeschluss zum Aushandeln eines bestimmten Vertrages?

Ein Vorstandsbeschluss ist ein formeller, schriftlicher Beschluss des Vorstands oder der Geschäftsführung, in dem dokumentiert wird, dass eine bestimmte Person (typischerweise der Präsident oder Geschäftsführer) bevollmächtigt wird, einen konkreten Vertrag auszuhandeln und im Namen des Unternehmens abzuschließen. Dieser Beschluss schafft klare Verantwortlichkeiten und gibt dem Bevollmächtigten sowie externen Partnern Sicherheit, dass die Person wirklich befugt ist, bindende Verträge einzugehen. Die Vorlage steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann online bearbeitet sowie als PDF exportiert werden — ideal für schnelle Anpassungen an Ihr Unternehmen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen Vorstandsbeschluss können Zweifel entstehen, ob eine Person wirklich bevollmächtigt war, einen Vertrag zu unterzeichnen. Geschäftspartner verlangen in vielen Fällen einen Nachweis der Befugnis, besonders bei größeren oder strategischen Transaktionen. Ein fehlender oder unklarer Beschluss kann später zu Rechtsstreitigkeiten führen — der andere Vertragspartner könnte den Vertrag anfechten oder das Unternehmen könnte die Bindungswirkung bestreiten. Ein professioneller, ordnungsgemäß unterschriebener Beschluss dokumentiert transparent die interne Entscheidungsfindung, erfüllt Compliance- und Governance-Anforderungen und schützt sowohl das Unternehmen als auch die bevollmächtigte Person. Besonders bei GmbHs und Aktiengesellschaften ist ein formal korrekter Vorstandsbeschluss ein Pflichtdokument, um Satzung, Geschäftsordnung und Handelsregisteranforderungen zu erfüllen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Ein spezifischer, einmaliger Vertrag soll ausgehandelt werden.Vorstandsbeschluss für einzelnen Vertrag
Der Präsident erhält generelle Befugnis für mehrere Verträge eines bestimmten Typs.Allgemeine Vertragsbefugnis
Die Befugnis ist an eine maximale Vertragswertsumme gebunden.Vorstandsbeschluss mit Budgetbegrenzung
Größere Verträge erfordern zusätzliche Vorstandsabstimmung vor Unterzeichnung.Beschluss mit Vorstandsgenehmigung erforderlich
Der Beschluss wird notariell beglaubigt (für hochwertige Verträge oder Grundstücksgeschäfte).Notarielle Beurkundung des Beschlusses
Der Geschäftspartner verlangt den Beschluss in englischer Sprache.Englische Fassung (für internationale Partner)

Häufige Fehler vermeiden

❌ Beschluss ist zu vage — Art und Geschäftspartner sind nicht klar benannt

Warum es wichtig ist: Der externe Partner kann bezweifeln, dass die Befugnis wirklich für seinen Vertrag gilt, und verlangen einen neuen Beschluss.

Fix: Beschreiben Sie den Vertrag und den Partner so präzise, dass kein Missverständnis möglich ist.

❌ Das Datum des Beschlusses ist älter als ein Jahr oder liegt in der Zukunft

Warum es wichtig ist: Ein veralteter oder zukünftiger Beschluss wird von externen Partnern oder Behörden nicht akzeptiert.

Fix: Stellen Sie sicher, dass das Datum aktuell und die Beschlüsse nicht abgelaufen sind; klären Sie bei Bedarf eine Gültigkeitsdauer.

❌ Unterschriften fehlen oder sind nicht lesbar

Warum es wichtig ist: Ein Beschluss ohne legale Unterschriften hat keinen bindenden Charakter und wird nicht anerkannt.

Fix: Alle Vorstandsmitglieder müssen ordnungsgemäß und mit vollständigem Namen unterschreiben.

❌ Der Unternehmensname ist falsch oder unvollständig geschrieben

Warum es wichtig ist: Rechtliche Authentizität ist in Frage gestellt; der Vertrag könnte später angefochten werden.

Fix: Verwenden Sie den exakten Firmennamen aus dem Handelsregister.

❌ Budgetgrenzen oder Bedingungen sind nicht festgehalten

Warum es wichtig ist: Der bevollmächtigte Präsident könnte einen Vertrag mit zu hohen Kosten oder ungünstigen Konditionen abschließen.

Fix: Fügen Sie Klauseln ein, die Budgetgrenzen oder erforderliche Vorstandszustimmung bei großen Abweichungen festlegen.

❌ Es ist nicht klar, ob mehrere Unterschriften erforderlich sind oder nur eine

Warum es wichtig ist: Unklarheit über Handlungsfähigkeit kann später zu Rechtsstreitigkeiten über die Gültigkeit des Vertrags führen.

Fix: Präzisieren Sie, ob der Präsident allein handlungsfähig ist oder in Absprache mit anderen Vorstandsmitgliedern.

Die 5 wichtigsten Klauseln, erklärt

Ermächtigungsklausel

In einfacher Sprache: Die Kernklausel, die die Person (Präsident) bevollmächtigt, einen bestimmten Vertrag auszuhandeln und abzuschließen.

Beispielformulierung
ES WIRD BESCHLOSSEN, dass der Präsident von [NAME IHRES UNTERNEHMENS] hiermit ermächtigt wird und befugt ist, in einen Vertrag für [BESCHREIBEN] mit [NAME DES GESCHÄFTS] für und im Namen dieses Unternehmens, unter solchen Bedingungen und Konditionen, zu denen nach dem alleinigen Ermessen des Präsidenten übereingekommen wird, einzutreten.

Häufiger Fehler: Die Befugnis wird zu vage formuliert (z. B. ohne genaue Beschreibung des Vertrags) oder es werden keine Limits (z. B. Budgetgrenzen) festgelegt.

Datumangabe

In einfacher Sprache: Das Datum, an dem der Beschluss von den Vorstandsmitgliedern ordnungsgemäß verabschiedet wird.

Beispielformulierung
ORDNUNGSGEMÄSS VERABSCHIEDET AM [DATUM]

Häufiger Fehler: Das Datum wird vergessen oder ist falsch, wodurch die Gültigkeitsdauer des Beschlusses unklar wird.

Unternehmensbezeichnung

In einfacher Sprache: Der vollständige, offizielle Name des Unternehmens, das den Beschluss erteilt.

Beispielformulierung
VORSTANDSBESCHLUSS VON [NAME IHRES UNTERNEHMENS]

Häufiger Fehler: Der Unternehmensname wird nicht vollständig oder nicht korrekt angegeben, was später zu Authentizitätsproblemen führt.

Geschäftspartner und Vertragsgegenstand

In einfacher Sprache: Klare Bezeichnung des externen Partners und der Art des Vertrags, der ausgehandelt werden soll.

Beispielformulierung
Vertrag für [BESCHREIBEN] mit [NAME DES GESCHÄFTS]

Häufiger Fehler: Der Vertragsgegenstand ist zu allgemein oder der Partner wird nicht korrekt benannt, was zu Verwirrung führt.

Ermessensspielraum des Präsidenten

In einfacher Sprache: Die Klausel betont, dass der Präsident im Rahmen der Ermächtigung selbstständig über Konditionen entscheidet.

Beispielformulierung
unter solchen Bedingungen und Konditionen, zu denen nach dem alleinigen Ermessen des Präsidenten übereingekommen wird

Häufiger Fehler: Diese Klausel wird weggelassen, wodurch unklar wird, wer über Details verhandeln darf.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensname eintragen

    Geben Sie den vollständigen, offiziellen Namen Ihres Unternehmens ein (z. B. 'Müller GmbH' oder 'AG Technik Industrie'). Verwenden Sie denselben Namen wie in Ihrem Handelsregister.

    💡 Kopieren Sie den Namen direkt aus Ihrem Handelsregisterauszug, um Tippfehler zu vermeiden.

  2. 2

    Verabschiedungsdatum festlegen

    Tragen Sie das Datum ein, an dem der Vorstand oder die Geschäftsführung diesen Beschluss verabschiedet hat (z. B. '15. März 2024'). Dies ist üblicherweise der Tag der Vorstandssitzung.

    💡 Das Datum sollte vor dem Datum des Vertragsabschlusses liegen.

  3. 3

    Art des Vertrags beschreiben

    Füllen Sie die Klammer '[BESCHREIBEN]' aus mit einer klaren Beschreibung des Vertragstyps (z. B. 'Liefervertrag', 'Mietvertrag für Büroflächen', 'Partnerschaftsvereinbarung').

    💡 Seien Sie spezifisch — 'Vertrag für Waren' ist zu allgemein; 'Liefervertrag für Elektronikkomponenten' ist besser.

  4. 4

    Namen des Geschäftspartners eintragen

    Geben Sie den Namen der externen Partei ein, mit der der Vertrag geschlossen wird (z. B. 'Meier & Partner KG'). Verwenden Sie den exakten Firmennamen.

    💡 Falls die Gegenseite später Namen ändert, aktualisieren Sie diesen Beschluss.

  5. 5

    Namen des Präsidenten oder Geschäftsführers eintragen

    Nennen Sie die Person, die bevollmächtigt wird (z. B. 'Dipl.-Ing. Hans Schmidt, Geschäftsführer'). Falls mehrere Personen bevollmächtigt werden, listen Sie alle auf oder präzisieren Sie, dass gemeinsam gehandelt werden muss.

    💡 Prüfen Sie, ob diese Person gemäß Satzung/Geschäftsordnung Vertragsführer sein darf.

  6. 6

    Unterschriften einholen

    Lassen Sie den Beschluss von allen Vorstandsmitgliedern oder der Geschäftsführung unterschreiben. Die Unterschriften belegen die ordnungsgemäße Verabschiedung.

    💡 Bewahren Sie das Original im Unternehmensarchiv auf; erstellen Sie beglaubigte Kopien, falls nötig.

  7. 7

    Kopie dem bevollmächtigten Präsidenten geben

    Geben Sie eine beglaubigte Kopie des Beschlusses dem Präsidenten oder der Geschäftsführung, damit er oder sie diese beim Vertragsabschluss vorlegen kann.

    💡 Viele externe Partner verlangen diese Kopie als Beleg für die Vertragsbefugnis.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Vorstandsbeschluss und einer Vollmacht?

Ein Vorstandsbeschluss ist ein formeller Beschluss des Vorstands oder der Geschäftsführung, der intern dokumentiert wird und die Befugnis einer bestimmten Person für einen bestimmten Zweck erteilt. Eine Vollmacht ist ein separates Dokument, das direkt an den Bevollmächtigten ausgehändigt wird und diesem gegenüber externe Bindungswirkung hat. In der Praxis wird der Vorstandsbeschluss oft als Grundlage für eine Vollmacht verwendet. Der Vorstandsbeschluss regelt die interne Befugnisverteilung, die Vollmacht die externe Handlungsfähigkeit.

Brauche ich einen Anwalt, um diesen Beschluss zu verfassen?

Bei einfachen, standardmäßigen Verträgen (z. B. Lieferantenbefugnis) ist diese Vorlage häufig ausreichend. Bei hochkomplexen oder großvolumigen Verträgen (z. B. Unternehmenskauf, Immobilienverträge) empfiehlt sich eine juristische Überprüfung, um sicherzustellen, dass alle Bedingungen und Limits angemessen formuliert sind. Ein Anwalt kann auch prüfen, ob der Beschluss den Anforderungen Ihrer Satzung oder Geschäftsordnung entspricht.

Wie lange ist ein Vorstandsbeschluss gültig?

Die Gültigkeitsdauer hängt von der Ausgestaltung des Beschlusses ab. In der Regel ist ein Beschluss so lange gültig, bis der Vorstand ihn aufhebt oder widerruft. Für einzelne Verträge wird der Beschluss oft als erfüllt betrachtet, sobald der Vertrag abgeschlossen ist. Es ist sinnvoll, im Beschluss selbst eine Gültigkeitsdauer oder eine Bedingung für das Erlöschen zu benennen (z. B. „gültig bis zum Abschluss des Vertrages").

Muss der Beschluss notariell beglaubigt werden?

Für die meisten Verträge ist eine notarielle Beglaubigung nicht erforderlich. Sie wird jedoch oft verlangt bei Grundstücksgeschäften, Gründungen von Tochterunternehmen oder anderen hochvolumigen Transaktionen. Prüfen Sie die Anforderungen Ihres Geschäftspartners und Ihres Rechtssystems. Eine notarielle Beglaubigung erhöht die Beweiswirkung und wird von vielen Behörden anerkannt.

Was passiert, wenn der bevollmächtigte Präsident den Beschluss überschreitet?

Wenn der Präsident die Grenzen des Beschlusses überschreitet (z. B. einen viel teureren Vertrag abschließt), kann das Unternehmen unter Umständen nicht an dieser Vereinbarung gebunden sein. Dies hängt davon ab, ob der Geschäftspartner in gutem Glauben handelte und die Überschreitung erkannte. Um solche Probleme zu vermeiden, sollten Sie klare Limits im Beschluss festlegen und den Präsidenten instruieren.

Brauche ich separate Beschlüsse für jeden Vertrag oder kann ich einen Generalbeschluss erteilen?

Beide Varianten sind möglich. Ein Einzelbeschluss ist spezifischer und sicherer (z. B. „Präsident darf Liefervertrag mit Firma X abschließen"). Ein Generalbeschluss (z. B. „Präsident darf alle Lieferverträge bis EUR 50.000 abschließen") ist flexibler, bietet aber weniger Kontrolle. In der Praxis werden beide Formen je nach Situation verwendet. Diese Vorlage deckt den Einzelfall ab; für Generalbefugnisse müssen Sie die Formulierung anpassen.

Kann ich den Beschluss digital unterzeichnen oder muss es eine Unterschrift auf Papier sein?

Digitale Signaturen (qualifizierte elektronische Signatur nach eIDAS-Verordnung) sind rechtlich genauso wirksam wie handschriftliche Unterschriften. Viele Unternehmen nutzen mittlerweile digitale Signaturplattformen. Prüfen Sie jedoch, ob Ihr Geschäftspartner digitale Unterschriften akzeptiert. Im Zweifelsfall ist eine Original-Handschrift auf Papier noch immer der sicherste Weg.

Was muss ich dem Geschäftspartner zeigen — den ganzen Beschluss oder nur einen Auszug?

Üblicherweise reichen Sie dem Geschäftspartner eine beglaubigte Kopie des vollständigen Beschlusses ein. Falls dieser interne Details enthält, die Sie nicht teilen möchten, können Sie auch einen Auszug oder eine eidesstattliche Versicherung anfertigen, in der Sie die Bevollmächtigung bestätigen. Dies ist jedoch weniger häufig. Klären Sie mit Ihrem Geschäftspartner ab, welches Dokument er benötigt.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Generalvollmacht

Ein Vorstandsbeschluss erteilt eine begrenzte, spezifische Befugnis für einen bestimmten Vertrag. Eine Generalvollmacht gibt einer Person umfassende, dauerhaften Handlungsvollmachten für alle Geschäfte des Unternehmens. Der Vorstandsbeschluss bietet mehr Kontrolle und ist sicherer bei Einzeltransaktionen; die Generalvollmacht ist flexibler für laufende Geschäfte. Wählen Sie einen Vorstandsbeschluss, wenn Sie präzise Kontrolle brauchen; eine Generalvollmacht, wenn der Manager in vielen Dingen eigenständig handeln soll.

vs Einzelne Unterschriftsautorisation (Signaturregelung)

Eine Signaturregelung legt intern fest, wer unterzeichnen darf (z. B. „Geschäftsführer allein bis EUR 10.000"). Ein Vorstandsbeschluss dokumentiert diese Befugnis nach außen hin und gibt sie für einen konkreten Vertrag frei. Die Signaturregelung ist ein internes Dokument; der Vorstandsbeschluss ist rechtlich bindend nach außen. Verwenden Sie beide zusammen: eine Signaturregelung intern, einen Vorstandsbeschluss extern für den Partner.

vs Prokura (für Handelsvertreter)

Prokura ist eine gesetzlich definierte, umfassende Vertretungsbefugnis, die ins Handelsregister eingetragen wird und sich auf alle Geschäfte des Unternehmens erstreckt. Ein Vorstandsbeschluss ist zielgerichtet für einen bestimmten Vertrag. Prokura ist dauerhaft und breit; Vorstandsbeschlüsse sind zeitlich begrenzt und spezifisch. Prokura ist das richtige Instrument für langfristige Geschäftsführerbefugnisse; Vorstandsbeschlüsse für Einzeltransaktionen.

vs Auftrag (privatrechtlich)

Ein Auftrag ist eine privatrechtliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien, in der eine Partei die andere beauftragt, etwas in ihrem Namen zu tun. Ein Vorstandsbeschluss ist ein interner Beschluss des Vorstands, der die Bevollmächtigung dokumentiert. Ein Auftrag ist eher für externe Dienstleistungen (z. B. ein Unternehmen beauftragt eine Anwaltskanzlei); ein Vorstandsbeschluss für interne Bevollmächtigungen von Managern. Nutzen Sie Vorstandsbeschlüsse für die interne Befugniserteilung.

Branchenspezifische Hinweise

Industrie und Fertigung

Vorstandsbeschlüsse sind essentiell für die Bevollmächtigung von Managern zum Aushandeln von Lieferverträgen, Rohstoffabkommen und Fertigungspartnerschaften, die hohe Volumen und lange Laufzeiten umfassen.

Immobilien und Facility Management

Miet- und Kaufverträge für Büroflächen, Lagerhallen und Grundstücke erfordern oft einen Vorstandsbeschluss, um die Befugnis des Geschäftsführers zur Unterzeichnung zu belegen.

Handel und Einzelhandel

Für die Vereinbarung mit Zulieferern, Logistik-Partnern und Verbraucherschutzbefugnissen wird ein Vorstandsbeschluss benötigt, um konsistente Vertragsschließungspraxis zu sichern.

IT und Softwareentwicklung

Lizenzverträge, Software-as-a-Service-Vereinbarungen und Partnerschaftsabkommen mit Clients erfordern oft eine formal dokumentierte Bevollmächtigung durch Vorstandsbeschluss.

Finanzdienstleistungen

Banken und Investmentfirmen verwenden Vorstandsbeschlüsse intensiv, um Kreditvergabe, Kapitalanlagen und Fusionen zu autorisieren und interne Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Gesundheitswesen und Pharmazie

Lieferverträge für Medikamente, Medizinprodukte und Dienstleistungen werden über Vorstandsbeschlüsse autorisiert, um regulatorische und Qualitätsvorgaben einzuhalten.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland regelt die GmbH-Rechtsprechung und das AktG die Befugnisse des Geschäftsführers und Vorstands. Ein Vorstandsbeschluss ist die Standardform zur Dokumentation. Konsultieren Sie bei komplexen Transaktionen einen Anwalt, um sicherzustellen, dass der Beschluss Ihrer Satzung entspricht und Vorstandsquoren eingehalten werden.

In Österreich sind Vorstandsbeschlüsse nach dem Aktiengesetz und dem GmbH-Gesetz ähnlich strukturiert wie in Deutschland. Beachten Sie die Einberufungsfrist für Vorstandssitzungen und die Quorums-Anforderungen. Eine notarielle Beglaubigung ist oft sinnvoll.

In der Schweiz werden Vorsichtsmaßnahmen zum Handelsregister angemeldet. Ein Vorstandsbeschluss ist eine interne Maßnahme. Prüfen Sie, ob die Befugnis in Ihre Organisationsrichtlinien passt. Für bedeutende Transaktionen empfehlen sich notarielle Beurkundung und anwaltliche Überprüfung.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardverträge mit bekannten Partnern, kleine bis mittlere Transaktionen, interne Standardisierung der Befugniserteilung.EUR 0 – 50 (nur Vorlage)15–30 Minuten zum Ausfüllen
Vorlage + RechtsprüfungGrößere oder strategische Verträge, bei denen Sie rechtliche Sicherheit brauchen, aber Kosten sparen möchten.EUR 150 – 400 (Rechtsanwalt prüft Beschluss und Grenzen)1–2 Tage
MaßgeschneidertHochkomplexe Verträge (M&A, Immobilien, Gründungen), strenge regulatorische Anforderungen, Transaktionen mit Konzernstrukturen.EUR 500 – 2.000+ (maßgeschneiderter Beschluss und Vollmacht)3–7 Tage

Glossar

Vorstandsbeschluss
Formelle Entscheidung des Vorstands oder der Geschäftsführung, dokumentiert und protokolliert, um Bevollmächtigungen und Genehmigungen zu erteilen.
Präsident
Geschäftsführer, Vorstandsvorsitzender oder Geschäftsleitungsmitglied, der oder die bevollmächtigt wird, einen Vertrag auszuhandeln und zu unterzeichnen.
Ermächtigung
Rechtliche Befugnis, im Namen des Unternehmens zu handeln und bindende Verträge abzuschließen.
Geschäftspartner
Externe Partei (Lieferant, Kunde, Partner), mit der der Vertrag verhandelt wird.
Ordnungsgemäße Verabschiedung
Formale Annahme und Verabschiedung des Beschlusses gemäß Satzung oder Geschäftsordnung.
Vertragsbefugnis
Befugnis einer Person, für das Unternehmen verbindliche Verträge auszuhandeln und zu unterschreiben.
Protokoll
Schriftliche Aufzeichnung der Vorstandssitzung und der gefassten Beschlüsse.
Konditionen
Bedingungen und Vereinbarungen, zu denen ein Vertrag geschlossen wird (Preis, Zahlungsfrist, Leistungen).

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