Vorstandsbeschluss Anerkennung der Inhaberschaft von und Fusion mit

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FreiVorstandsbeschluss Anerkennung der Inhaberschaft von und Fusion mit

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss dokumentiert die formale Anerkennung, dass ein Unternehmen Eigentümer aller Aktien eines fusionierenden Unternehmens ist, und bestätigt die beabsichtigte Fusion. Dieses Dokument wird als kostenlose Word-Vorlage bereitgestellt und kann online bearbeitet sowie als PDF exportiert werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Ihr Unternehmen ein anderes Unternehmen vollständig übernimmt oder mit ihm fusioniert und eine ordnungsgemäße Dokumentation erforderlich ist. Es wird benötigt, um die Fusion behördlich anzumelden und satzungsmäßig umzusetzen.
Was enthalten ist
Der Beschluss enthält die formale Deklaration der Eigentumsübernahme, die Bestätigung der Fusionsabsicht, die Übernahme aller Verpflichtungen des fusionierenden Unternehmens und Regelungen zum Inkrafttreten, Namensänderung und Satzungsänderungen.

Was ist ein Vorstandsbeschluss Anerkennung der Inhaberschaft von und Fusion mit?

Ein Vorstandsbeschluss zur Anerkennung der Inhaberschaft und Fusion ist ein formales Dokument, das die Beschlussfassung des Vorstandes oder der Geschäftsführung dokumentiert, dass ein Unternehmen beabsichtigt, mit einem anderen Unternehmen zu fusionieren, für das es bereits Alleinbesitzer aller Aktien oder Anteile ist. Der Beschluss erklärt, dass alle Verpflichtungen des fusionierenden Unternehmens übernommen werden, definiert den Zeitpunkt des Inkrafttretens, und kann auch Namensänderungen oder Satzungsänderungen beschließen. Das Dokument wird als kostenlose Word-Vorlage bereitgestellt und kann online bearbeitet sowie als PDF exportiert werden — es dient als maßgebliches Nachweisdokument für die behördliche Anmeldung beim Handelsregister.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen ordnungsgemäß dokumentierten Vorstandsbeschluss kann eine Fusion nicht rechtlich wirksam werden. Das Handelsregisteramt verlangt einen schriftlichen Nachweis, dass die Geschäftsleitung die Fusion beschlossen hat und unter welchen Bedingungen — ohne diesen Beschluss wird Ihr Antrag auf Eintragung ins Handelsregister abgelehnt. Darüber hinaus schafft ein formaler Beschluss Rechtssicherheit: Er dokumentiert, dass alle Beteiligten die Konsequenzen der Fusion (Übernahme von Schulden, Namensänderung, Satzungsänderung) bewusst und ordnungsgemäß akzeptiert haben. Das reduziert das Risiko von später aufkommenden Meinungsverschiedenheiten oder Ansprüchen ehemaliger Anteilseigner. Für eine Fusion mit vollständiger Übernahme ist dieser Beschluss häufig das Kernstück der behördlichen Dokumentation und oft kostengünstiger als ein separater Fusionsvertrag.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn ein Unternehmen 100 % der Aktien hält und fusioniertEinfache Fusion mit vollständiger Übernahme
Wenn die Fusion auch eine Namensänderung des übernehmenden Unternehmens mit sich bringtFusion mit Namensänderung
Wenn parallel zur Fusion umfassende Satzungsänderungen notwendig sindFusion mit Satzungsänderungen
Wenn das übernehmende Unternehmen ausdrücklich alle Schulden und Verbindlichkeiten übernimmtFusion mit Verpflichtungsübernahme
Wenn die Fusion zugleich zur Anmeldung beim Handelsregister führtFusion mit behördlicher Anmeldung
Wenn Haftungsregelungen für einen Übergangszeitraum erforderlich sindFusion mit Nachhaftung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Ungenaue oder fehlerhafte Unternehmensbezeichnungen

Warum es wichtig ist: Das Handelsregisteramt wird die Eintragung ablehnen, wenn Namen nicht exakt mit der Registrierung übereinstimmen.

Fix: Kopieren Sie Namen direkt aus aktuellen Handelsregisterauszügen beider Unternehmen.

❌ Fehlende oder unvollständige Verpflichtungsübernahme

Warum es wichtig ist: Das übernehmende Unternehmen kann haftbar bleiben für Schulden, die nicht explizit übernommen wurden.

Fix: Formulieren Sie die Verpflichtungsübernahme umfassend und lassen Sie ggf. einen Anwalt prüfen.

❌ Unbestimmter Wirksamkeitszeitpunkt

Warum es wichtig ist: Rechtliche Unsicherheit über den exakten Zeitpunkt, ab dem die Fusion gültig ist, kann zu Geschäftsstörungen führen.

Fix: Geben Sie einen konkreten Zeitpunkt an (z. B. ‚mit Eintragung ins Handelsregister') oder ein Datum.

❌ Fehlende oder unzureichende Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ein Beschluss ohne vollständige Unterschriften ist nicht wirksam und wird vom Handelsregisteramt nicht akzeptiert.

Fix: Alle Vorstandsmitglieder müssen unterschreiben; nutzen Sie ggf. Vollmachten für Stellvertreter.

❌ Satzungsänderungen nicht präzise dokumentiert

Warum es wichtig ist: Das Handelsregisteramt kann Änderungen nicht eintragen, wenn sie unklar oder unvollständig sind.

Fix: Listen Sie jede Änderung einzeln auf oder legen Sie die neue Satzung als Anlage bei.

❌ Verwechslung mit Fusionsvertrag

Warum es wichtig ist: Ein Vorstandsbeschluss ist nicht identisch mit einem Fusionsvertrag; beide sind oft erforderlich.

Fix: Prüfen Sie mit Rechtsberater, ob zusätzlich ein Fusionsvertrag notwendig ist.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel — Fusionsabsicht

In einfacher Sprache: Erklärt, dass das übernehmende Unternehmen beabsichtigt, mit einem fusionierenden Unternehmen zu fusionieren und dass diese Absicht in einem ordnungsgemäßen Vorstandsbeschluss beschlossen wurde.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] beabsichtigt, gemäß den Beschlüssen seines Vorstandes, ordnungsgemäß verabschiedet auf einer Sitzung, die am [DATUM] stattfand, mit [FUSIONIERENDES UNTERNEHMEN] zu fusionieren.

Häufiger Fehler: Versäumnis, das genaue Datum der Vorstandssitzung anzugeben oder den Namen des fusionierenden Unternehmens präzise zu nennen.

Eigentumsbestätigung

In einfacher Sprache: Bestätigt, dass das übernehmende Unternehmen Alleinbesitzer aller Aktien des fusionierenden Unternehmens ist.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] ist Besitzer aller Aktien im Umlauf jeder Aktiengattung des fusionierenden Unternehmens, eine Körperschaft in [BUNDESLAND/STAAT].

Häufiger Fehler: Unvollständige Angabe der Aktiengattungen oder Verwechslung mit Geschäftsanteilen bei GmbH-Strukturen.

Verpflichtungsübernahme

In einfacher Sprache: Erklärt, dass das übernehmende Unternehmen alle Schulden, Verbindlichkeiten und Verpflichtungen des fusionierenden Unternehmens übernimmt.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] übernimmt alle Verpflichtungen des fusionierenden Unternehmens, einschließlich bestehender Schulden, Verträge und gesetzlicher Verpflichtungen.

Häufiger Fehler: Fehlende oder zu unspezifische Übernahme von Verpflichtungen, was zu Haftungsrisiken führt.

Inkrafttreten der Fusion

In einfacher Sprache: Bestimmt den Zeitpunkt, zu dem die Fusion rechtlich wirksam wird, typischerweise mit Einreichung bei behördlicher Stelle.

Beispielformulierung
Besagte Fusion tritt mit der Einreichung der Eigentumsbescheinigung beim [STAATSSEKRETÄR oder VERANTWORTLICHE STELLE] von [BUNDESLAND/STAAT] oder zu einem späteren, hierin darzulegenden Zeitpunkt in Kraft.

Häufiger Fehler: Unklare oder fehlende Bestimmung des Wirksam-Zeitpunkts, was zu rechtlicher Unsicherheit führt.

Namensänderung

In einfacher Sprache: Legt den neuen Namen des Unternehmens nach Inkrafttreten der Fusion fest.

Beispielformulierung
Mit Inkrafttreten besagter Fusion wird der Name des Unternehmens in [NEUER NAME] geändert.

Häufiger Fehler: Angabe eines Namens, der bereits registriert ist oder gegen Markenschutz verstößt.

Satzungsänderungen

In einfacher Sprache: Erklärt, dass die Statuten und Gründungsdokumente des Unternehmens infolge der Fusion geändert werden, und beschreibt die Art dieser Änderungen.

Beispielformulierung
Die Statuten [NAME IHRES UNTERNEHMENS] werden in folgender Weise geändert: [AUFZÄHLUNG DER ÄNDERUNGEN].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder unspezifische Aufzählung der Satzungsänderungen, was zu Registrierungsproblemen führt.

Beschlussfähigkeit und Vertretung

In einfacher Sprache: Bestätigt, dass der Vorstand beschlussfähig war und alle erforderlichen Vertretungsregelungen eingehalten wurden.

Beispielformulierung
Der Vorstand war ordnungsgemäß versammelt und beschlussfähig, und alle Vertreter handeln mit entsprechender Vollmacht.

Häufiger Fehler: Fehlende Bestätigung der Beschlussfähigkeit oder unvollständige Unterschriften.

Anlagen und nachfolgende Maßnahmen

In einfacher Sprache: Verweist auf erforderliche Anlagen und legt fest, dass weitere notwendige Maßnahmen (Eintragung ins Handelsregister, behördliche Anmeldungen) unverzüglich eingeleitet werden.

Beispielformulierung
Der Vorstand ist befugt, alle notwendigen Maßnahmen zur Eintragung dieser Fusion ins Handelsregister zu ergreifen und die Anmeldung bei [BEHÖRDE] vorzunehmen.

Häufiger Fehler: Versäumnis, nachfolgende behördliche Schritte zu bestimmen oder Unterschriften zu delegieren.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensdetails eintragen

    Tragen Sie den Namen Ihres Unternehmens und den Namen des fusionierenden Unternehmens in alle gekennzeichneten Felder [NAME IHRES UNTERNEHMENS] und [FUSIONIERENDES UNTERNEHMEN] ein. Stellen Sie sicher, dass beide Namen exakt mit den Handelsregistereintragungen übereinstimmen.

    💡 Kopieren Sie die Namen direkt aus dem Handelsregister, um Fehler zu vermeiden.

  2. 2

    Datum der Vorstandssitzung festhalten

    Geben Sie das Datum ein, an dem der Vorstandsbeschluss gefasst wurde (im Format [DATUM]). Dieses Datum sollte vor oder gleich dem Datum der Unterzeichnung liegen.

    💡 Das Datum sollte dem Datum in Ihrem Sitzungsprotokoll entsprechen.

  3. 3

    Bundesland und Körperschaftsstatus prüfen

    Geben Sie das Bundesland oder den Staat ein, in dem das fusionierende Unternehmen registriert ist. Überprüfen Sie auch, dass der Körperschaftsstatus (AG, GmbH, etc.) korrekt angegeben ist.

    💡 Diese Informationen finden Sie im Handelsregisterauszug des fusionierenden Unternehmens.

  4. 4

    Neue Unternehmensbezeichnung festlegen

    Wenn die Fusion mit einer Namensänderung verbunden ist, tragen Sie den neuen Namen [NEUER NAME] ein. Wenn kein Name geändert wird, nutzen Sie die Originalbezeichnung oder passen die Klausel entsprechend an.

    💡 Prüfen Sie beim Markenamt, dass der neue Name nicht bereits geschützt ist.

  5. 5

    Satzungsänderungen aufzählen

    Listen Sie alle geplanten Satzungsänderungen auf oder nutzen Sie eine Anlage (z. B. Anlage A: Neue Satzung). Häufige Änderungen sind Geschäftszweck, Organ-Aufbau, Kapitalstruktur.

    💡 Dokumentieren Sie jede Änderung einzeln, damit sie beim Handelsregister problemlos eingetragen werden kann.

  6. 6

    Unterschriften und Beglaubigung

    Der Beschluss muss von allen Vorstandsmitgliedern (oder vollmachtigen Vertretern) unterzeichnet werden. Lassen Sie Unterschriften ggf. notariell beglaubigen, insbesondere wenn behördliche Anmeldung erfolgt.

    💡 Notarielle Beglaubigung ist oft erforderlich für die Handelsregisteranmeldung.

  7. 7

    Weitere Dokumente vorbereiten

    Sammeln Sie begleitende Dokumente wie Handelsregisterauszüge beider Unternehmen, Satzungen und den Fusionsvertrag (falls vorhanden). Diese sind zur Behördlichanmeldung erforderlich.

    💡 Erstellen Sie eine Checkliste mit allen notwendigen Unterlagen vor der Einreichung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Vorstandsbeschluss und einem Fusionsvertrag?

Ein Vorstandsbeschluss dokumentiert die interne Beschlussfassung der Organe eines Unternehmens, dass eine Fusion beabsichtigt ist. Ein Fusionsvertrag ist dagegen ein Vertrag zwischen zwei oder mehreren Unternehmen, der die genauen Bedingungen und Modalitäten der Fusion festlegt. In vielen Fällen sind beide Dokumente erforderlich: erst wird der Vorstandsbeschluss gefasst, dann wird ein Fusionsvertrag verhandelt und unterzeichnet. Je nach Art und Größe der Fusion können unterschiedliche rechtliche Anforderungen gelten.

Muss der Vorstandsbeschluss notariell beglaubigt werden?

Das hängt von Ihrem Bundesland und den Anmeldeanforderungen des Handelsregisters ab. Für viele Bundesländer ist notarielle Beglaubigung erforderlich oder zumindest empfohlen, besonders wenn der Beschluss als Behördendokument eingereicht wird. Prüfen Sie die aktuellen Anforderungen bei Ihrem zuständigen Registergericht oder einem Notar. In der Regel ist Beglaubigung sicherer und wird schneller akzeptiert.

Kann ich den Beschluss selbst ausfüllen oder brauche ich einen Anwalt?

Viele kleinere oder unkomplizierte Fusionen können mit dieser Vorlage selbst dokumentiert werden, besonders wenn die Struktur einfach ist (z. B. 100-prozentige Tochter-Akquisition). Bei komplexeren Fusionen, mehreren Anteilseignern, ausländischen Beteiligungen oder erheblichen Schulden ist anwaltliche Beratung dringend empfohlen. Ein Anwalt kann sicherstellen, dass alle Risiken berücksichtigt und behördliche Anforderungen erfüllt werden.

Wie lange dauert es, bis die Fusion nach dem Beschluss wirksam wird?

Das hängt vom Wirksamkeitszeitpunkt ab, den Sie in der Klausel festlegen. Manche Fusionen werden wirksam mit Einreichung beim Handelsregister, andere erst mit Eintragung. Die Handelsregisterbearbeitung dauert in der Regel 2–4 Wochen, kann aber je nach Bundesland und Auslastung länger dauern. Besprechen Sie den bevorzugten Zeitpunkt mit Ihrem Registeramt oder Notar.

Was passiert mit den Verträgen des fusionierenden Unternehmens?

Wenn Sie im Vorstandsbeschluss alle Verpflichtungen „übernehmen" (was in dieser Vorlage der Fall ist), gehen alle bestehenden Verträge des fusionierenden Unternehmens auf das übernehmende Unternehmen über. Das bedeutet, dass Sie Arbeitnehmer, Lieferer, Kunden und Kreditgeber übernehmen. Prüfen Sie wichtige Verträge auf Kündigungsrechte oder Zustimmungserfordernis bei Eigentümerwechsel, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Müssen die Aktionäre dem Vorstandsbeschluss zustimmen?

Das hängt von Ihrer Unternehmensform und Satzung ab. Bei einer AG können Aktionäre ein Mitspracherecht haben, bei einer GmbH können Geschäftsführer oft allein entscheiden. Prüfen Sie Ihre Satzung oder lassen Sie einen Anwalt dies klären. In manchen Fällen ist eine Aktionärsversammlung oder Gesellschafterversammlung erforderlich. Das sollte vor der Beschlussfassung geklärt sein.

Kann ich den Beschluss per E-Mail oder digital unterzeichnen?

Grundsätzlich ja — digitale Signaturen sind rechtlich zulässig. Allerdings akzeptieren nicht alle Handelsregister digitale Unterschriften für behördliche Anmeldungen. Einige verlangen noch immer Originalunterschriften oder notariell beglaubigte Kopien. Prüfen Sie die Anforderungen bei Ihrem Registergericht oder Notar, bevor Sie digital signieren.

Wie archiviere ich den Beschluss richtig?

Bewahren Sie ein Originalexemplar mit allen Unterschriften im Firmensafe oder bei Ihrem Notar auf. Speichern Sie auch digitale Scans (gescannte Originals oder PDF-Exporte) in Ihrem internen Dokumentenmanagementsystem oder in der Cloud. Halten Sie alle begleitenden Dokumente (Sitzungsprotokoll, Handelsregisterauszüge, Anmeldungsbestätigung) ebenfalls archiviert.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Fusionsvertrag

Der Fusionsvertrag ist ein bilaterales Dokument zwischen zwei oder mehreren Unternehmen, das die Bedingungen, Kaufpreis, Due-Diligence-Ergebnisse und Schutzmaßnahmen festlegt. Der Vorstandsbeschluss ist dagegen ein internes Dokument eines einzelnen Unternehmens, das die Fusionsabsicht und organisatorische Konsequenzen dokumentiert. Beide sind oft erforderlich: Der Fusionsvertrag wird zuerst verhandelt, anschließend fassen die Vorstände beider Unternehmen Beschlüsse zur Umsetzung.

vs Gesellschafterversammlung oder Aktionärsversammlung

Eine Gesellschafterversammlung (GmbH) oder Aktionärsversammlung (AG) ist eine Versammlung der Eigentümer oder Aktionäre, die über großen Transaktionen wie Fusionen abstimmt. Ein Vorstandsbeschluss ist die formale Entscheidung der Geschäftsleitung. Je nach Satzung und Regelwerk ist eine Gesellschafterversammlung vor dem Vorstandsbeschluss notwendig, oder umgekehrt. Beide Ebenen dokumentieren Zustimmung — eine auf Managementseite, eine auf Eigentümerseite.

vs Handelsregistereintrag oder Umfirmelung

Ein Handelsregistereintrag ist die behördliche Registrierung einer Fusion; eine Umfirmelung ist eine Namenänderung einzelner Unternehmen ohne Fusion. Ein Vorstandsbeschluss ist die interne Beschlussfassung, die dem Handelsregisterantrag zugrunde liegt. Sie können nicht direkt beim Handelsregister eingetragen werden — stattdessen wird der Beschluss als Nachweis eingereicht, um die Fusion oder Umfirmelung eintragen zu lassen.

vs Aufhebungsvertrag oder Auflösungsbeschluss

Ein Aufhebungsvertrag regelt die einvernehmliche Auflösung eines Unternehmens mit Rückzahlung an Anteilseigner. Ein Auflösungsbeschluss dokumentiert die Beschlussfassung zur Liquidation. Ein Vorstandsbeschluss zur Fusion hingegen ist kein Auflösungs- oder Aufhebungsdokument — die Fusion führt zur Verschmelzung, nicht zur vollständigen Liquidation. Daher ist ein Fusionsbeschluss positiver (Integration) als ein Aufhebungsbeschluss (Beendigung).

Branchenspezifische Hinweise

Mittelständisches Manufaktur- und Produktionsgewerbe

Häufig nutzen produzierende Unternehmen Fusionen für Kapazitätsausbau, Rationalisierung oder Vertikalisierung; der Beschluss dokumentiert die Übernahme von Betriebsanlage und Belegschaft.

Einzelhandel und Groß­han­del

Fusionen im Einzelhandel dienen oft der Marktkonsolidierung und Stärkung der Einkaufskraft; der Beschluss regelt die Übernahme von Filialnetzwerk und Lieferverträgen.

Dienstleistungen und Beratung

In Agenturen und Consulting-Häusern sind Fusionen häufig, um Kompetenzbereiche zu erweitern; der Beschluss dokumentiert die Integration von Know-how und Kundenportfolios.

Softwareentwicklung und IT

Tech-Startups und Software-Häuser fusionieren oft für Produktportfolio-Diversifikation oder Talentakquisition; der Beschluss regelt geistiges Eigentum und Entwicklerteams.

Pharmazie, Chemie und Biotechnologie

Fusionen in Forschungs- und Spezialchemie-Branchen benötigen präzise Dokumentation von Lizenz- und Patent-Übernahmen; der Beschluss muss behördliche Genehmigungen berücksichtigen.

Finanzdienstleistungen und Versicherungen

Fusionen im Finanzsektor unterliegen strengen Regulierungen und erfordern behördliche Freigaben; der Beschluss dokumentiert Compliance und Risikoübernahmen.

Glossar

Vorstandsbeschluss
Formale Entscheidung des Vorstandes oder der Geschäftsführung, dokumentiert in schriftlicher Form und protokolliert.
Fusion
Zusammenschluss zweier oder mehrerer Unternehmen zu einer wirtschaftlichen und rechtlichen Einheit.
Inhaberschaft
Rechtliches Eigentum aller Geschäftsanteile oder Aktien eines Unternehmens.
Fusionierendes Unternehmen
Das Unternehmen, das aufgelöst wird oder mit einem anderen Unternehmen verschmilzt.
Verpflichtungsübernahme
Rechtliche Übernahme aller Schulden, Verbindlichkeiten und Rechte des übernommenen Unternehmens.
Satzungsänderung
Formale Änderung der Gründungsdokumente und Regelwerke eines Unternehmens.
Staatssekretär
Behördenleiter, dem Handelsregisteranmeldungen und ähnliche Dokumente eingereicht werden (je nach Bundesland).
Inkrafttreten
Der Zeitpunkt, ab dem ein Beschluss oder Dokument rechtliche Wirkung erlangt.
Aktiengattung
Verschiedene Klassen von Aktien mit unterschiedlichen Rechten und Privileg (z. B. Stammaktien, Vorzugsaktien).
Handelsregister
Öffentliches Register, in dem Unternehmensdaten, Änderungen und Transaktionen dokumentiert werden.
Eigentumsübertragung
Rechtliche Übertragung des Eigentums an Vermögensgegenständen oder Anteilen von einer Person auf eine andere.

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