Vorstandsbeschluss bezüglich Bankgeschäfte und der Schaffung eines Betriebsfonds

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FreiVorstandsbeschluss bezüglich Bankgeschäfte und der Schaffung eines Betriebsfonds

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss ist ein förmliches Dokument, in dem der Vorstand eine Geschäftsentscheidung trifft und dokumentiert. Diese Vorlage befasst sich speziell mit der Ermächtigung von Bankgeschäften und der Schaffung eines Betriebsfonds — zwei zentrale Maßnahmen zur Verwaltung der Unternehmensfinanzen. Der kostenlose Word-Download enthält alle erforderlichen Platzhalter und kann unmittelbar nach Anpassung an Ihr Unternehmen verwendet werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn der Vorstand Ihres Unternehmens formal beschließen muss, welche Banken als Verwahrstellen für Unternehmensgelder fungieren sollen und wie ein Betriebsfonds strukturiert wird. Dies ist typischerweise erforderlich bei Unternehmensgründung, bei Bankwechsel oder wenn neue finanzielle Strukturen eingeführt werden.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält die rechtliche Einleitung mit Unternehmensnamen und Datum, die Ermächtigung der Geschäftsführung für die Wahl von Banken als Verwahrstellen und die förmliche Beschlussfassung zur Schaffung des Betriebsfonds. Die Vorlage ist neutral formuliert und lässt sich auf die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens anpassen.

Was ist ein Vorstandsbeschluss zu Bankgeschäften und Betriebsfonds?

Ein Vorstandsbeschluss ist ein förmliches Dokument, in dem der Vorstand oder die Geschäftsführung eines Unternehmens eine rechtlich bindende Entscheidung trifft und dokumentiert. Diese spezialisierte Vorlage regelt zwei zentrale Maßnahmen: die Auswahl von Banken als Verwahrstellen für Unternehmensgelder und die Schaffung eines Betriebsfonds zur strukturierten Verwaltung von Operationsmitteln. Der kostenlose Word-Download enthält alle erforderlichen Klauseln und Platzhalter und kann unmittelbar auf die Situation Ihres Unternehmens angepasst werden. Das Dokument ist rechtssicher formuliert und wird von Banken, Finanzämtern und Revisoren anerkannt.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen formalen Vorstandsbeschluss können Banken sich weigern, Konten zu eröffnen oder Transaktionen durchzuführen — sie wollen rechtliche Gewissheit, dass die Geschäftsführer tatsächlich bevollmächtigt sind. Zudem ist ein solcher Beschluss erforderlich, wenn Ihr Finanzamt oder Ihre Revisoren die Governance und die Nachvollziehbarkeit von Finanzentscheidungen überprüfen. Ein Betriebsfonds, der nicht durch Beschluss genehmigt ist, kann zu Rücklagenvergünstigungen führen und bei Steuern oder Audits in Frage gestellt werden. Mit dieser Vorlage dokumentieren Sie professionell, dass Ihr Unternehmen eine klare, kontrollierte Finanzstruktur hat — das schützt Sie vor Missbrauch, erleichtert Bankprozesse und demonstriert Compliance gegenüber Behörden und Partnern.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für GmbH und AG mit Mehrheitsentscheidungen im VorstandVorstandsbeschluss — Bankgeschäfte und Betriebsfonds (Standard)
Wenn nur ein Geschäftsführer ermächtigt werden sollVorstandsbeschluss — alleiniger Geschäftsführer
Bei mehreren Bankkonten für unterschiedliche BetriebsfondsVorstandsbeschluss — mehrere bevollmächtigte Banken
Wenn eine Bankverbindung gewechselt wirdVorstandsbeschluss — Änderung der Verwahrstelle
Wenn nur die Fondstruktur angepasst wirdVorstandsbeschluss — Betriebsfonds ohne Bankwechsel
Bei besonderen Anlage- oder RücklagenvorgabenVorstandsbeschluss — Betriebsfonds mit Investitionsvorgaben

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder fehlende Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ohne gültige Unterschriften aller Vorstandsmitglieder ist der Beschluss nicht rechtsgültig und die Bank wird ihn nicht akzeptieren.

Fix: Fordern Sie alle Vorstandsmitglieder zur Unterzeichnung auf und prüfen Sie die Namen unter jeder Signatur.

❌ Zu vage Formulierung der Bankgeschäfte und Fondsverwendung

Warum es wichtig ist: Unklare Zwecke können zu Nachfragen von Finanzamt, Bank oder Revisoren führen und den Beschluss angreifbar machen.

Fix: Benennen Sie konkret, welche Bankoperationen und Fondszwecke unter die Ermächtigung fallen.

❌ Falsche oder fehlende Daten (Unternehmen, Sitzung)

Warum es wichtig ist: Fehlerhafte Angaben gefährden die Rechtsgültigkeit und führen zu Problemen bei der Bankbeantragung oder bei Prüfungen.

Fix: Vergleichen Sie alle Eintragungen mit dem Handelsregister und den Sitzungsprotokollen.

❌ Keine Klärung der Unterschriftsberechtigungen (einzeln oder gemeinsam)

Warum es wichtig ist: Die Bank muss wissen, wie Unterschriften gültig sind; Unklarheiten führen zu abgelehnten Transaktionen.

Fix: Definieren Sie im Beschluss deutlich, ob die benannte Person allein oder nur zusammen mit anderen zeichnen darf.

❌ Beschluss vor anwaltlicher oder steuerlicher Prüfung unterzeichnen

Warum es wichtig ist: Je nach Unternehmensstruktur und -größe können regulatorische oder steuerliche Aspekte übersehen werden.

Fix: Besprechen Sie den Beschluss mit Ihrem Anwalt oder Steuerberater, bevor er unterzeichnet wird.

❌ Kopie nicht an die Bank übermittelt

Warum es wichtig ist: Die Bank kann Konten und Betriebsfonds nicht eröffnen ohne beglaubigten Nachweis des Beschlusses.

Fix: Reichen Sie die notariell beglaubigte Kopie zusammen mit der Kontoeröffnung bei der Bank ein.

Die 6 wichtigsten Klauseln, erklärt

Ermächtigung der Bankenauswahl

In einfacher Sprache: Der Vorstandsvorsitzende oder sein Beauftragter erhält die rechtliche Befugnis, eine oder mehrere Banken zur Verwaltung der Unternehmensgelder auszuwählen.

Beispielformulierung
Der/die Vorstandsvorsitzende oder sein/ihr Beauftragter ist hiermit ermächtigt, eine oder mehrere Banken als Verwahrstelle für die Geldmittel von [NAME IHRES UNTERNEHMENS] zu bestimmen.

Häufiger Fehler: Verzicht auf eindeutige Benennung, wer die Ermächtigung trägt (allein oder gemeinsam); dies führt zu Unklarheiten bei Bankgeschäften.

Aufgabenerfüllung durch Bankstrukturen

In einfacher Sprache: Das Unternehmen wird bestätigt, dass die Einrichtung von Bankgeschäften und eines Betriebsfonds notwendig für die Erfüllung seiner Unternehmenszwecke ist.

Beispielformulierung
Um die Aufgaben umzusetzen, für welche [NAME IHRES UNTERNEHMENS] eingerichtet wurde, hat der Vorstand bestimmt, dass es erforderlich ist, eine Zuständigkeit für Bankgeschäfte unter ihren Direktoren einzurichten und einen Betriebsfonds zu schaffen.

Häufiger Fehler: Nicht deutlich genug zu machen, dass dies ein strategischer Beschluss ist; dies kann bei Prüfungen zu Fragen führen.

Schaffung des Betriebsfonds

In einfacher Sprache: Der Vorstand beschließt förmlich, einen Betriebsfonds zu schaffen, um Gelder für betriebliche Zwecke zu reservieren und zu verwalten.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] schafft einen Betriebsfonds zur Verwaltung und Reservierung von Mitteln für ihre wesentlichen Betriebszwecke [EINZELHEITEN DER ZWECKE].

Häufiger Fehler: Fehlende Konkretisierung der Verwendungszwecke; dies kann zu Komplikationen bei Steuern und Revisionen führen.

Umfang der Ermächtigung

In einfacher Sprache: Der Beschluss legt fest, dass die Ermächtigung alle notwendigen und erforderlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit Bankgeschäften abdeckt.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] ist ermächtigt, alle Maßnahmen zu ergreifen, die erforderlich und notwendig sind, um Bankgeschäfte ordnungsgemäß zu führen, was [EINZELHEITEN] einschließt, jedoch nicht auf diese beschränkt ist.

Häufiger Fehler: Zu eng formulierte Ermächtigung, die keine unerwarteten, aber notwendigen Bankmaßnahmen abdeckt; Geschäfte können dadurch behindert werden.

Datums- und Namenseinträge

In einfacher Sprache: Der Beschluss muss mit dem Datum der Abstimmung und dem vollständigen Namen des Unternehmens versehen sein.

Beispielformulierung
VORSTANDSBESCHLUSS VON [NAME IHRES UNTERNEHMENS] BEZÜGLICH BANKGESCHÄFTE UND SCHAFFUNG EINES BETRIEBSFONDS ORDNUNGSGEMÄSS VERABSCHIEDET AM [DATUM].

Häufiger Fehler: Falsch eingetragene oder fehlende Daten; dies kann die Gültigkeit des gesamten Beschlusses infrage stellen.

Unterzeichnung und Beglaubigung

In einfacher Sprache: Der Beschluss muss von den Mitgliedern des Vorstands unterzeichnet und ggfs. beglaubigt werden, um Rechtsgültigkeit zu erreichen.

Beispielformulierung
Gez. [NAME DES VORSTANDSVORSITZENDEN], [NAME DES WEITEREN VORSTANDSMITGLIEDS]. Ort und Datum: [ORT], [DATUM].

Häufiger Fehler: Fehlende oder ungültige Unterschriften; ohne diese ist der Beschluss nicht bindend.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensnamen eintragen

    Ersetzen Sie alle Platzhalter [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit dem offiziellen Firmennamen Ihrer Gesellschaft (GmbH, AG, etc.). Überprüfen Sie die Schreibweise anhand des Handelsregisters.

    💡 Kopieren Sie den Namen direkt aus dem Handelsregisterauszug, um Schreibfehler zu vermeiden.

  2. 2

    Beschlussdatum festlegen

    Tragen Sie das Datum der tatsächlichen Vorstandssitzung oder des Abstimmungstermins ein, nicht das Datum der Unterzeichnung. Format: TT.MM.JJJJ.

    💡 Das Datum muss mit den Vorstandssitzungsprotokollen übereinstimmen.

  3. 3

    Bankgeschäfte konkretisieren

    Geben Sie an, welche Bankgeschäfte und Funktionen der Betriebsfonds umfassen soll (z. B. Girokonto, Sparbuch, Kreditfazilitäten, Zahlungsverkehr). Ersetzen Sie [EINZELHEITEN].

    💡 Seien Sie so spezifisch wie möglich; dies schützt das Unternehmen vor Missbrauch.

  4. 4

    Bevollmächtigte Personen benennen

    Bestimmen Sie, wer die Ermächtigung trägt (z. B. alleiniger Geschäftsführer, mehrere Geschäftsführer gemeinsam, Bevollmächtigter). Tragen Sie die Namen vollständig ein.

    💡 Klären Sie vorab, ob Unterschriftsberechtigungen einzeln oder gemeinsam erforderlich sind.

  5. 5

    Verwahrstellen benennen

    Nennen Sie die Banken oder Finanzinstitute, die als Verwahrstellen fungieren sollen (z. B. Deutsche Bank, Sparkasse XY). Oder halten Sie es offen für künftige Auswahl.

    💡 Flexible Formulierungen erlauben später Bankwechsel ohne neuen Beschluss.

  6. 6

    Unterschriftsblöcke ausfüllen

    Alle anwesenden und abstimmenden Vorstandsmitglieder müssen den Beschluss persönlich unterzeichnen. Drucken Sie den Namen unterhalb jeder Signatur.

    💡 Digitale Unterschriften sind in modernen Verfahren zulässig; bewahren Sie aber Nachweise auf.

  7. 7

    Gültigkeit prüfen und archivieren

    Überprüfen Sie nochmals, dass alle Platzhalter gefüllt, alle Unterschriften vorhanden und das Datum korrekt sind. Speichern Sie das Dokument im Unternehmensarchiv.

    💡 Erstellen Sie eine Kopie für die Bank und eine für die Steuerdatei.

Häufig gestellte Fragen

Wer muss den Vorstandsbeschluss unterzeichnen?

Alle Mitglieder des Vorstands oder der Geschäftsführung, die bei der Sitzung anwesend waren und sich an der Abstimmung beteiligt haben, müssen unterzeichnen. Bei einer GmbH zeichnet der Geschäftsführer (oder alle Geschäftsführer gemeinsam, je nach Satzung), bei einer AG der Vorstandsvorsitzende und ggf. weitere Vorstandsmitglieder. Jede Unterschrift muss mit dem gedruckten Namen versehen sein.

Kann ich den Beschluss digital unterzeichnen?

Ja, digitale oder elektronische Signaturen sind rechtlich gültig, sofern sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen (qualifizierte elektronische Signatur nach eIDAS-Verordnung). Viele moderne Verfahren akzeptieren PDF-Signaturen. Allerdings verlangen Banken häufig noch eine beglaubigte Papierversion; prüfen Sie vorher mit Ihrer Bank.

Wie lange ist der Beschluss gültig?

Ein Vorstandsbeschluss bleibt gültig, bis er durch einen neuen Beschluss aufgehoben oder geändert wird. Es gibt keine automatische Verfallsfrist. Allerdings sollten Sie den Beschluss regelmäßig überprüfen und ggf. erneuern, wenn sich die Unternehmenssituation oder die Bankverbindungen ändern, oder wenn die Bank eine aktuelle beglaubigte Abschrift verlangt.

Muss der Betriebsfonds separat beim Finanzamt angemeldet werden?

Je nach Ausgestaltung und Art des Betriebsfonds können steuerliche Meldepflichten bestehen. Besprechen Sie dies mit Ihrem Steuerberater. In der Regel muss der Fonds in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt werden, und es können bestimmte Rücklagenvergünstigungen oder -verbote gelten.

Kann ich den Beschluss nachträglich ändern?

Ja, Vorstandsbeschlüsse können durch neue Beschlüsse geändert oder aufgehoben werden. Sie müssen dann das gleiche Verfahren befolgen: förmliche Sitzung, Abstimmung, Unterzeichnung durch alle Vorstandsmitglieder. Die neue Fassung ersetzt die alte, sollte aber mit Verweis auf den vorherigen Beschluss dokumentiert werden.

Was passiert, wenn nicht alle Vorstandsmitglieder anwesend waren?

Der Beschluss kann dennoch gültig sein, wenn die Satzung Abstimmungen ohne vollständige Anwesenheit zulässt. Aber alle anwesenden Mitglieder müssen unterzeichnen. Abwesende Mitglieder können in der Regel nicht retroaktiv unterzeichnen. Prüfen Sie Ihre Satzung und ggf. die Geschäftsordnung des Vorstands.

Benötige ich eine notarielle Beglaubigung für den Vorstandsbeschluss?

Die Beglaubigung ist nicht zwingend erforderlich, wird aber von Banken häufig verlangt. Eine notarielle Beglaubigung bestätigt die Echtheit der Unterschriften und des Dokumentes. Dies ist besonders wichtig bei kritischen Beschlüssen wie Bankgeschäften und Fondsverwaltung. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, ob eine Beglaubigung erforderlich ist.

Wer bewahrt das Original des Beschlusses auf?

Das Original sollte im Unternehmensarchiv aufbewahrt werden, in der Regel beim Geschäftsführer oder in der Registerordnung. Eine Kopie geht an die Bank. Digitale Scans sollten verschlüsselt und sicher gespeichert sein. Der Aufbewahrungszeitraum beträgt mindestens 10 Jahre (gemäß Handelsgesetzbuch).

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeiner Vorstandsbeschluss

Ein allgemeiner Vorstandsbeschluss ist eine universelle Dokumentvorlage für beliebige Vorstandsentscheidungen. Der Beschluss zu Bankgeschäften und Betriebsfonds ist hingegen spezialisiert und enthält bereits alle notwendigen Klauseln und Formulierungen für Finanzstrukturen. Verwenden Sie den spezialisierten Beschluss, wenn Sie Bankkonten und Fonds einrichten; nutzen Sie die allgemeine Vorlage für andere Entscheidungen (z. B. Richtlinienänderungen).

vs Kontoöffnungsdokument der Bank

Banken stellen eigene Formulare zur Kontoöffnung bereit, die Angaben zu Bevollmächtigten und Unterschriftsberechtigungen enthalten. Der Vorstandsbeschluss ist ein internes Unternehmensdokument, das die rechtliche Grundlage und Genehmigung durch den Vorstand nachweist. Sie benötigen beide: den Beschluss für Ihr Archiv und die Bankformulare für das Konto.

vs Gesellschafterversammlung-Beschluss

Bei einer GmbH trifft der Geschäftsführer (allein oder zusammen) die Entscheidungen zu Bankgeschäften und Fonds ohne Gesellschafterbeschluss, es sei denn, die Satzung schreibt dies vor. Bei einer AG muss der Vorstand berichten, kann aber autonom beschließen. Ein Gesellschafterversammlung-Beschluss ist nur nötig, wenn die Satzung dies verlangt oder wenn grundlegende Änderungen (z. B. Eigenkapitalausstattung des Fonds) Gesellschafterbeschlüsse erfordern.

vs Vollmacht für einen Vertreter

Ein Vorstandsbeschluss regelt strukturelle Finanzentscheidungen auf Unternehmensebene und gibt einem Organ oder einer Person Rechte. Eine Vollmacht ist ein Einzeldokument, das einen Bevollmächtigten ermächtigt, für eine andere Person zu handeln. Der Vorstandsbeschluss ist grundlegend und hierarchisch höher; die Vollmacht ist eine nachgelagerte, individuelle Berechtigung.

Branchenspezifische Hinweise

Produktion und Handwerk

Handwerksbetriebe benötigen klare Bankstrukturen für Materialkosten und Betriebsmittel; dieser Beschluss regelt die finanzielle Infrastruktur.

Einzelhandel und E-Commerce

Einzelhandelsunternehmen müssen Verkaufserlöse, Lagerbestände und operative Kosten durch getrennte Fondsverwaltung kontrollieren.

Dienstleistungen und Beratung

Beratungsfirmen nutzen Betriebsfonds für Projektfinanzierung und Geschäftsreserven; dieser Beschluss schafft die rechtliche Grundlage.

Immobilienwirtschaft

Immobiliengesellschaften verwenden Betriebsfonds zur Verwaltung von Instandhaltungs- und Renovierungsbudgets.

Gastronomie und Hotellerie

Restaurants und Hotels benötigen separate Betriebsfonds für Lebensmittelkauf, Lagerbestand und Betriebsmittel.

Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

Finanzunternehmen unterliegen strikten regulatorischen Anforderungen an Kontenstrukturen; dieser Beschluss dokumentiert Compliance.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist ein Vorstandsbeschluss ein formales Dokument nach dem GmbH-Gesetz (GmbHG) und dem Aktiengesetz (AktG). Die Gültigkeit hängt von der korrekten Sitzung, Abstimmung und Unterzeichnung ab. Die Unterschriften aller Geschäftsführer bzw. Vorstandsmitglieder sind erforderlich, es sei denn, die Satzung erlaubt abweichende Verfahren.

In Österreich gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland (GmbH-Gesetz, Aktiengesetz). Vorstandsbeschlüsse müssen im Protokoll dokumentiert werden und alle Mitglieder müssen unterschreiben. Banken verlangen häufig eine beglaubigte Kopie gemäß österreichischem Notariatsgesetz.

In der Schweiz regelt das Obligationenrecht (OR) die Vorgaben für Vorstandsbeschlüsse. Betriebsfonds und Bankgeschäfte werden oft durch Geschäftsreglement und nicht durch Beschluss geregelt. Prüfen Sie Ihre Statuten und konsultieren Sie einen Schweizer Rechtsanwalt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardsituationen mit klarer Struktur: einfache GmbH mit 1–2 Geschäftsführern, keine komplizierten Kontenstrukturen oder Beziehungen zu Investoren.29–99 € für die Vorlage1–2 Stunden zum Ausfüllen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Komplexität: mehrere Vorstandsmitglieder, mehrere Banken, oder wenn Sie unsicher bezüglich steuerlicher Konsequenzen sind.150–400 € für Anwalt + 29–99 € für Vorlage3–5 Tage (mit Rückfragen und Anpassungen)
MaßgeschneidertHochkomplexe Strukturen: Holdinggesellschaften, internationale Konten, besondere Governance-Anforderungen oder Fonds mit restriktiven Bedingungen.800–2.000 € für maßgeschneiderter Beschluss vom Fachanwalt1–2 Wochen mit Unternehmensanalyse und ggf. notarieller Beglaubigung

Glossar

Vorstandsbeschluss
Eine förmliche Entscheidung des Vorstands oder der Geschäftsführung, die schriftlich dokumentiert und rechtlich bindend ist.
Betriebsfonds
Ein gesondertes Kapitalvermögen des Unternehmens, das für spezifische betriebliche Zwecke reserviert und verwaltet wird.
Verwahrstelle
Eine Bank oder ein Finanzinstitut, das Gelder und Wertpapiere eines Unternehmens aufbewahrt und verwaltet.
Ermächtigung
Die rechtliche Genehmigung für eine Person oder ein Organ, eine bestimmte Handlung im Namen des Unternehmens auszuführen.
Geschäftsführer
Die Person oder Personen, die die tägliche Geschäftstätigkeit des Unternehmens leiten und rechtlich vertreten.
Geldmittel
Alle Finanzressourcen des Unternehmens in bar oder auf Bankkonten.
Bankgeschäfte
Alle Transaktionen und Vereinbarungen zwischen dem Unternehmen und seiner Bank (Konten, Kredite, Überweisungen).
Ordnungsgemäss verabschiedet
Nach den Regeln der Satzung oder des Gesellschaftsvertrags förmlich und rechtsgültig beschlossen.
Direktoren
Mitglieder des Vorstands oder der Geschäftsführung, die Leitungsfunktionen im Unternehmen ausüben.
Beauftragter
Eine Person, der die Vollmacht oder das Recht übertragen wurde, im Namen anderer zu handeln.

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