Vorstandsbeschluss Genehmigung der Vergütung von Vorstandsmitgliedern

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FreiVorstandsbeschluss Genehmigung der Vergütung von Vorstandsmitgliedern

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss zur Genehmigung der Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist ein formales Dokument, in dem der Vorstand einer Aktiengesellschaft oder vergleichbaren Gesellschaft die Höhe und Bedingungen der Sitzungsgelder und Honorare für Vorstandsmitglieder festlegt und genehmigt. Sie erhalten eine kostenlose Word-Vorlage zum Download, die Sie sofort anpassen und unterzeichnen können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Beschluss, wenn Sie die Vergütung von Vorstandsmitgliedern regeln, erhöhen oder anpassen möchten. Dies ist erforderlich, um Transparenz zu gewährleisten, Haftungsrisiken zu minimieren und sicherzustellen, dass alle Zahlungen ordnungsgemäß dokumentiert sind.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält die Festlegung der Handlungskategorien, für die Sitzungsgelder gezahlt werden (z. B. Teilnahme an Vorstands- und Ausschusssitzungen), die Höchstbeträge des täglichen Honorars und die automatische Anpassung an das Präsidentengehalt. Es regelt auch Sonderfälle wie die Teilnahme per Telefon bei Gebrechlichkeiten oder erschwerten Umständen.

Was ist eine Vorlage Vorstandsbeschluss Genehmigung der Vergütung von Vorstandsmitgliedern?

Ein Vorstandsbeschluss zur Genehmigung der Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist ein formales, rechtlich verbindliches Dokument, in dem der Vorstand einer Aktiengesellschaft oder vergleichbaren Kapitalgesellschaft die Höhe und Bedingungen von Sitzungsgeldern und Honoraren für Vorstandsmitglieder festlegt und genehmigt. Das Dokument dokumentiert, für welche Tätigkeiten (z. B. Teilnahme an Sitzungen) Zahlungen erfolgen und wie hoch der Honorarbetrag ist. Mit dieser kostenlosen Word-Vorlage können Sie einen unterzeichneten, professionellen Beschluss in wenigen Minuten erstellen, als PDF speichern oder zur Unterschrift verschicken.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein ordnungsgemäß dokumentierter Vorstandsbeschluss schützt Ihr Unternehmen vor erheblichen rechtlichen und steuerlichen Risiken. Ohne klare Dokumentation können Steuerprüfer die Betriebsausgabenfähigkeit von Vorstandsvergütungen anfechten, was zu Nachzahlungen und Strafzinsen führt. Zudem ermöglicht ein klarer Beschluss Ihnen, Streitigkeiten zwischen Vorstandsmitgliedern zu vermeiden und die Transparenz gegenüber Aktionären und dem Aufsichtsrat zu gewährleisten. Insbesondere bei der Anhebung von Honoraren oder bei Anpassungen an veränderte Geschäftsgegebenheiten ist ein aktueller Beschluss unverzichtbar, um die Berechtigung der Zahlungen dokumentiert zu haben.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für kleine bis mittlere Unternehmen mit unkomplizierter VergütungsstrukturEinfacher Vorstandsbeschluss zur Vergütung
Wenn mehrere Ausschüsse (z. B. Prüfungsausschuss) separate Honorare erhaltenAusführlicher Beschluss mit Ausschussvergütung
Wenn die Vergütung an Kennzahlen oder Erfolgskriterien gebunden istBeschluss mit leistungsabhängigen Komponenten
Für größere Unternehmen mit komplexeren AnreizprogrammenBeschluss mit Aktienoptionen und Zusatzleistungen
Wenn nur eine Erhöhung oder Änderung einer laufenden Regelung erfolgtBeschluss zur Anpassung der bestehenden Vergütung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zu breite oder unklare Handlungskategorien

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Streitigkeiten zwischen Vorstand und Gesellschaft über die Berechtigung einzelner Zahlungen und kann zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten führen.

Fix: Definieren Sie Handlungskategorien so konkret wie möglich; z. B. nicht nur 'geschäftliche Tätigkeit', sondern 'Teilnahme an monatlichen Vorstands- und Ausschusssitzungen'.

❌ Fehlende oder mehrdeutige Wirksamkeitsdaten

Warum es wichtig ist: Ohne klares Wirksamkeitsdatum ist unklar, ab wann Zahlungen erfolgen sollen, was zu Rückzahlungsansprüchen und Compliance-Problemen führt.

Fix: Tragen Sie immer ein spezifisches Datum (z. B. '1. Januar 2025') ein; formulieren Sie zudem, ob Zahlungen retroaktiv ab einem früheren Datum erfolgen.

❌ Unangessene oder unrealistische Honorare

Warum es wichtig ist: Überhohe Honorare führen zu Steuerprüfungen, Anfechtungen durch Minderheitsaktionäre und zum Risiko, dass Betriebsausgaben nicht anerkannt werden.

Fix: Orientieren Sie sich an Branchenstandards und vergleichbaren Unternehmen; dokumentieren Sie die Begründung im Beschluss.

❌ Fehlende oder unvollständige Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ein nicht ordnungsgemäß unterschriebener Beschluss ist rechtlich anfechtbar und kann von Aktionären oder Behörden angefochten werden.

Fix: Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Personen den Beschluss unterzeichnen, gemäß der Geschäftsordnung und der Satzung.

❌ Keine Begründung oder 'Whereas'-Klauseln

Warum es wichtig ist: Ohne dokumentierte Begründung ist es schwieriger, die Angemessenheit der Vergütung zu rechtfertigen, insbesondere bei Steuerprüfungen.

Fix: Ergänzen Sie Begründungen wie 'Der Vorstand hat die Notwendigkeit festgestellt, die Vergütung zur Förderung der Geschäftseffizienz anzupassen'.

❌ Automatische Anpassungen ohne klare Formel

Warum es wichtig ist: Unklar definierte automatische Anpassungsmechanismen führen zu Zahlungsverzögerungen und Rechtsstreitigkeiten über die korrekte Berechnung.

Fix: Legen Sie eine einfache und nachvollziehbare Formel fest, z. B. 'Das Honorar wird monatlich im gleichen Verhältnis angepasst wie das Präsidentengehalt'.

Die 7 wichtigsten Klauseln, erklärt

Genehmigung der Handlungskategorien

In einfacher Sprache: Der Beschluss definiert, für welche konkrete Tätigkeiten Sitzungsgelder gezahlt werden.

Beispielformulierung
Der Vorstand genehmigt, dass Sitzungsgelder für folgende Handlungskategorien gezahlt werden: (a) Teilnahme an Vorstands- und Ausschusssitzungen; (b) Teilnahme per Telefon oder Videokonferenz bei Gebrechlichkeiten oder erschwerten Umständen.

Häufiger Fehler: Unklare oder zu breite Definitionen der Handlungskategorien führen zu Streitigkeiten über Zahlungsansprüche.

Honorarhohe und Bezugsgruppe

In einfacher Sprache: Der Beschluss legt den genauen Betrag oder die Formel für die tägliche oder monatliche Vergütung fest.

Beispielformulierung
Das gegenwärtige Honorar wird auf [BETRAG] Euro festgelegt und bleibt unverändert. Der Höchstbetrag des täglichen Honorars entspricht 1/[NUMMER] des Gehaltes des Präsidenten der [NAME IHRES UNTERNEHMENS].

Häufiger Fehler: Zu hohe oder unrealistische Honorare führen zu Steuerprüfungen und Anfechtungen durch Minderheitsaktionäre.

Automatische Anpassungsmechanismus

In einfacher Sprache: Der Beschluss kann vorsehen, dass die Honorare automatisch an Änderungen des Referenzgehalts (z. B. Präsidentengehalt) angepasst werden.

Beispielformulierung
Das täglich ausbezahlbare Honorar wird automatisch dem Gehalt des Präsidenten angepasst und erhöht oder verringert sich im gleichen Verhältnis.

Häufiger Fehler: Automatische Anpassungen ohne klare Formel führen zu Rechtsstreitigkeiten und Zahlungsverzögerungen.

Wirksamkeitsdatum

In einfacher Sprache: Der Beschluss muss ein klares Datum angeben, ab dem die neue Vergütungsregelung gültig ist.

Beispielformulierung
Mit Wirkung zum [DATUM] genehmigt der Vorstand die oben beschriebene Vergütungsregelung für alle Vorstandsmitglieder.

Häufiger Fehler: Fehlende oder mehrdeutige Wirksamkeitsdaten führen zu Rückforderungsansprüchen und Streitigkeiten.

Grundlagen und Feststellungen

In einfacher Sprache: Der Beschluss dokumentiert, dass der Vorstand die Notwendigkeit der Vergütungsregelung erkannt und begründet hat.

Beispielformulierung
Der Vorstand hat die Notwendigkeit festgestellt, bestimmte Handlungskategorien zu beschreiben, für welche Sitzungsgelder an Vorstandsmitglieder ausbezahlt werden sollen.

Häufiger Fehler: Fehlende Begründungen erschweren die Rechtfertigung gegenüber Aktionären und Finanzbehörden.

Unterschriftenblock

In einfacher Sprache: Der Beschluss muss von den Vorstandsmitgliedern oder dem Geschäftsführer unterschrieben werden, um rechtsverbindlich zu sein.

Beispielformulierung
Genehmigt und unterzeichnet durch: [Unterschrift Vorstandsvorsitzender] [Datum] [Unterschrift Vorstandsmitglied] [Datum]

Häufiger Fehler: Fehlende oder unvollständige Unterschriften machen den Beschluss rechtlich anfechtbar.

Besondere Umstände (Telefonteilnahme, Gebrechlichkeiten)

In einfacher Sprache: Der Beschluss berücksichtigt, dass Vorstandsmitglieder in besonderen Fällen per Telefon oder Video teilnehmen können und dennoch Anspruch auf Vergütung haben.

Beispielformulierung
Teilnahme an Vorstands- und Ausschusssitzungen per Telefon, sofern diese Art der Anwesenheit aufgrund von Gebrechlichkeiten des Mitgliedes oder ähnlichen erschwerten Umständen erforderlich ist.

Häufiger Fehler: Zu restriktive oder unklare Regelungen führen zu Auseinandersetzungen über berechtigte Ansprüche bei Abwesenheit.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensnamen eintragen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit dem vollständigen Namen Ihrer Gesellschaft (z. B. ABC AG oder XYZ GmbH & Co. KG). Der Name muss mit Ihrem Gesellschafterregister eintrag übereinstimmen.

    💡 Kopieren Sie den Namen direkt aus Ihrem Gründungsdokument oder Handelsregisterauszug.

  2. 2

    Handlungskategorien festlegen

    Definieren Sie klar, für welche Tätigkeiten Sitzungsgelder gezahlt werden. Die Vorlage nennt bereits Beispiele wie Vorstands- und Ausschusssitzungen sowie Telefonteilnahmen. Sie können diese anpassen oder erweitern.

    💡 Orientieren Sie sich an den tatsächlichen Aufgaben Ihrer Vorstandsmitglieder und Ihrer Geschäftsordnung.

  3. 3

    Honorarbetrag und Formel eingeben

    Tragen Sie den aktuellen Honorarbetrag (z. B. 500 Euro pro Sitzung) und die Formel für die Kopplung an das Präsidentengehalt ein. Beispiel: Das tägliche Honorar beträgt 1/5 des Präsidentengehalts.

    💡 Stellen Sie sicher, dass der Betrag angemessen und im Einklang mit Ihrer Branche und Unternehmensgröße ist.

  4. 4

    Wirksamkeitsdatum eintragen

    Geben Sie das Datum ein, ab dem die neue oder überarbeitete Vergütungsregelung gültig ist. Dies kann sofort sein oder zu einem zukünftigen Zeitpunkt.

    💡 Das Datum sollte nicht in der Vergangenheit liegen, es sei denn, der Beschluss dokumentiert eine bereits angenommene Regelung.

  5. 5

    Verabschiedungsdatum und Beschlussdatum eintragen

    Tragen Sie das Datum ein, an dem der Vorstand diesen Beschluss ordnungsgemäß verabschiedet hat (z. B. in einer Vorstandssitzung). Dies ist das Datum der Beschlussfassung.

    💡 Dieses Datum sollte auf einen Tag fallen, an dem tatsächlich eine Vorstandssitzung stattgefunden hat oder an dem ein schriftlicher Umlaufbeschluss erfolgt ist.

  6. 6

    Unterschriften einholen

    Alle Vorstandsmitglieder oder die Geschäftsführer müssen den Beschluss unterzeichnen. Lassen Sie die Unterschriften von allen beteiligten Personen einholen.

    💡 Beachten Sie die Geschäftsordnung Ihres Unternehmens — möglicherweise genügt die Unterschrift des Vorstandsvorsitzenden oder müssen alle Vorstandsmitglieder unterzeichnen.

  7. 7

    Archivierung und Kommunikation

    Speichern Sie das unterzeichnete Dokument sicher ab und kommunizieren Sie die neuen Vergütungsregeln an alle betroffenen Vorstandsmitglieder. Auch der Aufsichtsrat sollte informiert werden.

    💡 Ein unterzeichneter und datierter Vorstandsbeschluss ist Ihre Dokumentation für Steuerprüfungen und Aktionärsversammlungen.

Häufig gestellte Fragen

Muss ein Vorstandsbeschluss zur Vergütung dem Aufsichtsrat oder der Hauptversammlung mitgeteilt werden?

In vielen Fällen ja. Bei Aktiengesellschaften müssen Vergütungsregelungen oft offengelegt und in der Regel dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben werden. Kleinere private GmbH & Co. KG können einen internen Beschluss ohne externe Offenlegung fassen, sollten ihn aber dennoch dokumentieren. Konsultieren Sie Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt für Ihr spezifisches Unternehmen.

Kann ich die Vergütung rückwirkend mit einem Vorstandsbeschluss festlegen?

Ja, ein Vorstandsbeschluss kann eine rückwirkende Vergütungsregelung dokumentieren, aber das ist riskant. Rückwirkende Zahlungen können zu Steuerprüfungen und Auseinandersetzungen mit der Betriebsstättenbehörde führen. Es ist sicherer, die Vergütung ab sofort (oder ab Jahresbeginn) neu festzulegen. Falls Rückzahlungen notwendig sind, holen Sie vorher rechtliche Beratung ein.

Wer muss den Vorstandsbeschluss unterzeichnen?

Gemäß der Satzung und Geschäftsordnung ist in der Regel der Vorstandsvorsitzende oder der gesamte Vorstand untergzeichnungsbefugt. Oft genügt die Unterschrift des Vorsitzenden. Lesen Sie Ihre Satzung durch oder fragen Sie Ihren Unternehmensberater, welche Unterschriften erforderlich sind. Für rechtliche Sicherheit sollten mehrere Vorstandsmitglieder unterschreiben.

Wie oft muss ich einen neuen Beschluss fassen, wenn ich die Vergütung ändern möchte?

Jedes Mal, wenn sich die Vergütungsregelung substantiell ändert, sollte ein neuer Beschluss gefasst und unterzeichnet werden. Dies dokumentiert den Willensbildungsprozess und schützt Sie vor späteren Anfechtungen. Kleinere technische Anpassungen (z. B. ein Rechtschreibfehler) erfordern keinen neuen Beschluss.

Ist eine automatische Anpassung an das Präsidentengehalt empfehlenswert?

Eine automatische Anpassung hat den Vorteil, dass sie neutral und objektiv ist und rechtliche Streitigkeiten vermeidet. Sie müssen jedoch eine klare Formel festlegen (z. B. 'Das Honorar = 1/5 des Präsidentengehalts'). Lassen Sie diese Formel von Ihrem Steuerberater prüfen, um sicherzustellen, dass sie sich nicht negativ auf die Betriebsausgabenanerkennung auswirkt.

Muss ich alle Vorstandsmitglieder gleich bezahlen?

Nein, Sie können unterschiedliche Vergütungen für verschiedene Positionen festlegen (z. B. höhere Honorare für den Vorsitzenden, unterschiedliche Sätze für Ausschussvorsitzende). Der Vorstandsbeschluss muss aber genau dokumentieren, welches Mitglied welche Vergütung erhält. Achten Sie auf Diskriminierung oder unbegründete Unterschiede, die zu Rechtsstreitigkeiten führen können.

Was ist der Unterschied zwischen Sitzungsgelder und Geschäftsführervergütung?

Sitzungsgelder sind Honorare für die Teilnahme an einzelnen Sitzungen und sind oft variable Zahlungen. Geschäftsführervergütung ist üblicherweise ein fixes Gehalt plus Boni. Ein Vorstandsbeschluss regelt typischerweise Sitzungsgelder; für Geschäftsführervergütung müssen oft separate Regelungen oder Arbeitsverträge erstellt werden. In Ihrer Vorlage sind Sitzungsgelder das Hauptthema.

Kann ich diesen Beschluss auch für eine GmbH oder GmbH & Co. KG verwenden?

Mit Anpassungen ja. Für Gesellschaften ohne Vorstand (z. B. reine GmbH mit Geschäftsführer) müssen Sie die Begriffe anpassen; verwenden Sie z. B. 'Gesellschafterbeschluss' statt 'Vorstandsbeschluss' oder 'Geschäftsführervergütung' statt 'Sitzungsgelder'. Die grundlegende Struktur bleibt gleich, aber lassen Sie einen Anwalt die Anpassung überprüfen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Geschäftsführervergütung Arbeitsvertrag

Ein Arbeitsvertrag regelt typischerweise die individuelle Anstellung und das Gehalt einer einzelnen Geschäftsführer oder eines Angestellten. Ein Vorstandsbeschluss ist eine Gesellschaftsentscheidung, die die allgemeine Vergütungspolitik für mehrere Vorstandsmitglieder festlegt. Oft sind beide erforderlich — der Beschluss als Rahmensetzung und der Arbeitsvertrag als individuelle Vereinbarung.

vs Geschäftsordnung des Vorstands

Die Geschäftsordnung regelt die allgemeinen Abläufe und Kompetenzen des Vorstands. Ein Vergütungsbeschluss ist spezifisch und konkret und bezieht sich nur auf Vergütungsfragen. Während die Geschäftsordnung ein statisches Dokument ist, kann ein Vergütungsbeschluss regelmäßig aktualisiert werden.

vs Vorstandshonorar-Richtlinie

Eine Richtlinie ist ein allgemeines Dokument, das Prinzipien und Rahmenbedingungen skizziert. Ein Vorstandsbeschluss ist konkret und verbindlich und legt spezifische Beträge und Bedingungen fest. Große Konzerne verwenden oft Richtlinien, kleinere Unternehmen können direkt mit Beschlüssen arbeiten.

vs Offenlegung in der Gewinn- und Verlustrechnung

Ein Vorstandsbeschluss ist die interne Dokumentation der Entscheidung. Die Offenlegung in Jahresabschlüssen und Geschäftsberichten ist die externe Kommunikation für Steuerprüfer und Aktionäre. Sie benötigen beide — den Beschluss intern und die externe Offenlegung gemäß Buchführungspflicht.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen und Banking

Banken und Finanzunternehmen unterliegen strengeren Regulierungen (BaFin), die Vorstandsvergütung ist oft offenzulegen und an Leistungsvorgaben gekoppelt.

Versicherungen

Versicherungen müssen Vorstandsvergütung offenlegen und unterliegen Regulierungen, die Geschäftsführervergütung auf angemessene Niveaus begrenzen.

Große Kapitalgesellschaften und börsennotierte Unternehmen

Große AG und börsennotierte Unternehmen müssen detaillierte Vorstandsvergütungsrichtlinien haben und diese in Geschäftsberichten offenlegen; ein Beschluss ist eine Mindestanforderung.

Mittelständische Privatunternehmen

Familien- und Mittelstandsbetriebe können einfachere Regelungen wählen, sollten aber einen Beschluss dokumentieren, um Steuerprobleme zu vermeiden.

Gemeinnützige Organisationen und Stiftungen

Gemeinnützige Organisationen müssen strenge Anforderungen bei der Geschäftsführervergütung erfüllen; ein klarer Beschluss ist erforderlich, um Gemeinnützigkeitsstatus zu erhalten.

Handwerksbetriebe und kleine Einzelunternehmen

Kleine Handwerksbetriebe brauchen oft nur einfache Regelungen; ein Beschluss ist dennoch sinnvoll, um Betriebsausgaben zu dokumentieren.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland sind Vorstandsbeschlüsse für AG, SE und KGaA erforderlich. Die Vorlage basiert auf deutschem Aktienrecht (AktG). Besondere Anforderungen bestehen für börsennotierte Unternehmen, die zusätzliche Offenlegungs- und Genehmigungspflichten haben. Für regulierte Industrien (z. B. Banking, Versicherungen) sind zusätzliche Compliance-Checks erforderlich.

In Österreich gelten ähnliche Anforderungen wie in Deutschland. Der Geschäftsordnung des Vorstands und der Satzung kommt größere Bedeutung zu. Konsultieren Sie einen österreichischen Rechtsanwalt, um sicherzustellen, dass der Beschluss mit österreichischen Besonderheiten konform ist.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleinere Unternehmen mit unkomplizierter Vergütungsstruktur und keinen besonderen Compliance-Anforderungen.0 bis 50 Euro (nur Vorlage)1 bis 2 Stunden zum Ausfüllen und Unterschreiben
Vorlage + RechtsprüfungMittelständische Unternehmen, die Rechtssicherheit wünschen, ohne vollständig maßgeschneiderte Beratung zu benötigen.200 bis 500 Euro (Vorlage + Anwaltsreview)2 bis 3 Stunden Vorbereitungszeit, 1 bis 2 Tage für anwaltliche Prüfung
MaßgeschneidertGroße AG, börsennotierte Unternehmen, komplexe Vergütungsstrukturen und regulierte Industrien (Banking, Versicherungen).1500 bis 5000 Euro (vollständig maßgeschneidert, mit Beratung)1 bis 2 Wochen für Beratung, Entwurf und Fertigstellung

Glossar

Vorstandsbeschluss
Ein formales Dokument, das Entscheidungen des Vorstands einer Kapitalgesellschaft dokumentiert und unterschrieben beschließt.
Sitzungsgelder
Honorare, die Vorstandsmitglieder für die Teilnahme an Sitzungen und die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erhalten.
Vergütungsordnung
Eine Regelung, die Art, Höhe und Bedingungen der Zahlungen an Geschäftsführer oder Vorstandsmitglieder definiert.
Geschäftsführervergütung
Die Gesamtleistung (Gehalt, Honorare, Provisionen, Zusatzleistungen) an eine Geschäftsführer oder ein Vorstandsmitglied.
Aktiengesellschaft (AG)
Eine Kapitalgesellschaft mit Vorstand und Aufsichtsrat, deren Grundkapital in Aktien eingeteilt ist.
Beschlussfähigkeit
Die erforderliche Anwesenheit und Mehrheit für die gültige Fassung eines Vorstandsbeschlusses.
Handlungskategorien
Bestimmte Tätigkeiten oder Veranstaltungen, bei denen Vergütung fällig wird, z. B. Sitzungsteilnahme oder Telefonkonferenzen.
Automatische Anpassung
Eine Regelung, bei der die Vorstandsvergütung automatisch an ein Referenzgehalt (z. B. Präsidentengehalt) gekoppelt ist.

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