Vorstandsbeschluss Genehmigung der Festsetzung einer Dividende und

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FreiVorstandsbeschluss Genehmigung der Festsetzung einer Dividende und

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss ist ein schriftliches Dokument, das Entscheidungen des Vorstands dokumentiert — hier die Genehmigung der Dividendenfestsetzung und die GewĂ€hrung eines Darlehens an den AlleinaktionĂ€r. Diese Vorlage ist als kostenloser Word-Download verfĂŒgbar und kann direkt bearbeitet werden. Sie enthĂ€lt alle erforderlichen Positionen und Abstimmungsklauseln nach deutscher Gesellschaftsform.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Beschluss, wenn Ihr Vorstand eine Dividende an die AktionĂ€re ausschĂŒtten und/oder ein Darlehen an den AlleinaktionĂ€r gewĂ€hren möchte. Das Dokument ist erforderlich, um die BeschlĂŒsse ordnungsgemĂ€ĂŸ zu dokumentieren und die Eintragung in das Handelsregister zu ermöglichen.
Was enthalten ist
Der Vorstandsbeschluss enthĂ€lt die Festsetzung einer Abschlagsdividende fĂŒr ein bestimmtes GeschĂ€ftsjahr, Angaben zur Dividendenbegrenzung durch Vereinbarung mit der Regierung, die Festsetzung des Dividendenbetrags und der AuszahlungsmodalitĂ€ten sowie Regelungen zur GewĂ€hrung eines Darlehens an den AlleinaktionĂ€r gemĂ€ĂŸ Gesellschaftsvertrag.

Was ist eine Vorlage „Vorstandsbeschluss Genehmigung der Festsetzung einer Dividende und eines Darlehens"?

Ein Vorstandsbeschluss ist ein schriftliches Verwaltungsdokument, das Entscheidungen des Vorstands einer Kapitalgesellschaft (GmbH oder AG) dokumentiert. Diese Vorlage regelt speziell die Genehmigung einer Dividendenzahlung an AktionĂ€re sowie die GewĂ€hrung eines Darlehens an den AlleinaktionĂ€r. Nach deutschem Recht ist ein solcher schriftlicher Beschluss gĂŒltig und bindend, wenn alle stimmberechtigten Vorstandsmitglieder ihn unterschreiben — eine formale Sitzung ist nicht erforderlich. Sie erhalten diese Vorlage als kostenloser Word-Download, den Sie direkt bearbeiten und mit originalen Unterschriften versehen können. Das Dokument ist PDF-exportfĂ€hig und wird zu einem rechtssicheren Bestandteil Ihrer Unternehmensunterlagen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Eine korrekt dokumentierte Dividendenzahlung schĂŒtzt Ihr Unternehmen vor Steuerproblemen und rechtlichen Anfechtungen. Ohne einen formalen Vorstandsbeschluss können Dividendenzahlungen vom Finanzamt als verdeckte GewinnausschĂŒttung eingestuft und zusĂ€tzlich besteuert werden — mit Strafzinsen. Zudem haben AktionĂ€re einen Anspruch darauf, dass Dividendenzahlungen ordnungsgemĂ€ĂŸ dokumentiert sind. Der Beschluss schafft Transparenz und Verbindlichkeit: Er zeigt, dass eine bewusste Entscheidung getroffen wurde, wie viel Gewinn ausgeschĂŒttet wird und wann. Besonders fĂŒr Darlehen an Gesellschafter ist eine klare Dokumentation essentiell, um diese nicht als versteckte Dividende einzustufen. Diese Vorlage spart Ihnen die Kosten fĂŒr einen Rechtsanwalt und reduziert das Risiko von Registerablehnungen oder Finanzbehörden-Reklamationen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist
Diese Vorlage verwenden
Wenn nur eine Dividende festgesetzt wird, keine DarlehensgewÀhrungVorstandsbeschluss Dividende nur
Wenn das Unternehmen ein Darlehen an den AlleinaktionÀr gewÀhrtVorstandsbeschluss Darlehen an AktionÀr nur
Wenn beide Maßnahmen in einem Beschluss festgesetzt werden (diese Vorlage)Vorstandsbeschluss Dividende und Darlehen (kombiniert)
Wenn das Unternehmen mehrere AktionÀre mit unterschiedlichen Dividendenkontingenten hatVorstandsbeschluss mit mehreren AktionÀren
Wenn Dividenden unter bestimmten Bedingungen (z.B. Kreditvertrag) begrenzt sindVorstandsbeschluss Sperrfrist fĂŒr Dividende
Wenn ein Vorstandsbeschluss nachtrÀglich dokumentiert werden mussNachtrÀglicher Vorstandsbeschluss (Heilungsbeschluss)

HĂ€ufige Fehler vermeiden

❌ Den Namen des Unternehmens falsch schreiben oder alte Firmennamen verwenden

Warum es wichtig ist: Das Handelsregister wird den Beschluss ablehnen, wenn der Name nicht exakt mit der Registrierung ĂŒbereinstimmt.

Fix: Verwenden Sie den genauen Namen aus dem aktuellen Handelsregisterauszug und gleichen Sie ihn ab, bevor Sie den Beschluss einreichen.

❌ Die Dividende auf Gewinn vor Steuern festlegen, statt auf Gewinn nach Steuern

Warum es wichtig ist: Dies fĂŒhrt zu Überzahlungen und kann die LiquiditĂ€t des Unternehmens gefĂ€hrden.

Fix: PrĂŒfen Sie die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und beziehen Sie sich immer auf Gewinn nach Steuern.

❌ Keine Unterschriften aller stimmberechtigten Vorstandsmitglieder einholen

Warum es wichtig ist: Der Beschluss wird ungĂŒltig, und Dividendenzahlungen können rĂŒckgĂ€ngig gemacht werden.

Fix: Stellen Sie sicher, dass jedes Vorstandsmitglied den Beschluss handschriftlich unterzeichnet, bevor Sie ihn einreichen.

❌ Dividendenbegrenzungsvereinbarungen (z.B. durch Kreditvertrag) ignorieren

Warum es wichtig ist: Dies verstĂ¶ĂŸt gegen Vertragsbedingungen und kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Fix: ÜberprĂŒfen Sie alle KreditvertrĂ€ge und Fördervereinbarungen auf Dividendenbegrenzungsklauseln und dokumentieren Sie diese.

❌ Das GeschĂ€ftsjahr unklar oder inkorrekt angeben

Warum es wichtig ist: Dies fĂŒhrt zu Verwechslungen bei der Buchhaltung und kann zu Strafzinsen fĂŒhren.

Fix: Geben Sie Start-und Enddatum des GeschÀftsjahres in Format TT.MM.JJJJ an.

❌ Darlehensbestimmungen zu vage oder unvollstĂ€ndig formulieren

Warum es wichtig ist: Im Streitfall kann das Darlehen als verdeckte GewinnausschĂŒttung ausgelegt werden, was zu Steuerstrafen fĂŒhrt.

Fix: Erstellen Sie einen detaillierten Darlehensvertrag mit Betrag, Laufzeit, Zinssatz und RĂŒckzahlungsplan und verweisen Sie darauf im Beschluss.

Die 6 wichtigsten Klauseln, erklÀrt

Gesellschaftsidentifikation und GĂŒltigkeitserklĂ€rung

In einfacher Sprache: Nennt den Namen des Unternehmens, das Datum der Beschlussfassung und bestĂ€tigt, dass der schriftliche Beschluss von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet ist und daher gĂŒltig ist.

Beispielformulierung
Die folgenden BeschlĂŒsse, unterzeichnet von allen Vorstandsmitgliedern von [NAME DES UNTERNEHMENS], in Einklang mit Abschnitt [NUMMER] von [VERORDNUNG], werden mit Wirkung zum [DATUM] angenommen.

HÀufiger Fehler: Das genaue Datum der Beschlussfassung nicht festzuhalten oder den Namen des Unternehmens falsch zu schreiben, was die Registeranmeldung verzögern kann.

Festsetzung einer Abschlagsdividende

In einfacher Sprache: Definiert die Höhe der Dividende pro Aktie, das Auszahlungsdatum und das GeschĂ€ftsjahr, fĂŒr das die Dividende gezahlt wird.

Beispielformulierung
DASS eine Abschlagsdividende von [BETRAG] zum [DATUM] auf alle im Umlauf befindlichen eingetragenen Aktien, bezogen auf Gewinne nach Steuern, fĂŒr das zum [DATUM] endende GeschĂ€ftsjahr festgesetzt wird.

HĂ€ufiger Fehler: Den genauen Betrag pro Aktie nicht festzulegen oder das Auszahlungsdatum zu vergessen, was zu Verwechslungen bei der Auszahlung fĂŒhrt.

Dividendenbegrenzungsklausel

In einfacher Sprache: Dokumentiert, ob das Unternehmen durch eine Vereinbarung (z.B. mit der Regierung oder einem Kreditgeber) verpflichtet ist, die Gesamtdividende auf einen bestimmten Prozentsatz des Gewinns zu begrenzen.

Beispielformulierung
Es existiert eine Vereinbarung zwischen der Körperschaft und der Regierung von [LAND], jegliche Gesamtdividende auf höchstens [PROZENT %] der Gewinne nach Steuern zu begrenzen.

HĂ€ufiger Fehler: Diese Klausel zu ĂŒbersehen, wenn eine Begrenzungsvereinbarung besteht, was zu rechtswidrigen Dividendenzahlungen fĂŒhren kann.

Nachfolgende Dividenden

In einfacher Sprache: Ermöglicht es dem Vorstand, fĂŒr dasselbe GeschĂ€ftsjahr weitere Dividenden (Finaldividenden) zu einem spĂ€teren Zeitpunkt festzusetzen.

Beispielformulierung
SpĂ€tere Dividenden können von den Vorstandsmitgliedern fĂŒr das zum [DATUM] endende GeschĂ€ftsjahr festgesetzt werden.

HÀufiger Fehler: Nicht zu erwÀhnen, dass weitere Dividenden möglich sind, was den Vorstand unnötig einschrÀnkt.

DarlehensgewĂ€hrung an AlleinaktionĂ€r — rechtliche Grundlage

In einfacher Sprache: Zitiert die Rechtsgrundlage (z.B. Gesellschaftsvertrag oder Gesellschaftsgesetz), die es dem Unternehmen erlaubt, einen AlleinaktionÀr zu finanzieren.

Beispielformulierung
In Einklang mit Abschnitt [BENENNEN] von [LAND, GESELLSCHAFTSVERTRAG] ist es einer Körperschaft gestattet, einer juristischen Person finanzielle UnterstĂŒtzung in Form eines Darlehens zu gewĂ€hren, sofern die Körperschaft eine hundertprozentige Tochter dieser juristischen Person ist.

HĂ€ufiger Fehler: Die falsche oder keine Rechtsgrundlage zu nennen, was das Darlehen anfechtbar machen kann.

Tochterunternehmen-Status

In einfacher Sprache: BestÀtigt, dass das Unternehmen eine hundertprozentige Tochter einer anderen juristischen Person ist, was die DarlehensgewÀhrung rechtfertigt.

Beispielformulierung
Die Körperschaft ist eine hundertprozentige Tochter von [NAME DES UNTERNEHMENS], dessen juristische Person.

HĂ€ufiger Fehler: Den hundertprozentigen EigentĂŒmeranteil nicht zu bestĂ€tigen oder falsch zu beschreiben, was zu Rechtsunsicherheit fĂŒhrt.

So fĂŒllen Sie sie aus

  1. 1

    Firmenname und Datum eintragen

    Tragen Sie den genauen Namen Ihres Unternehmens (wie im Handelsregister eingetragen) und das Datum ein, auf das der Beschluss wirksam werden soll.

    💡 PrĂŒfen Sie den Firmennamen im Handelsregisterauszug, um Schreibfehler zu vermeiden.

  2. 2

    Rechtsgrundlage festlegen

    Geben Sie die gĂŒltige Abschnittsnummer aus Ihrer Gesellschaftsform (z.B. GmbH-Gesetz oder Aktiengesetz) an, die diesen Beschluss zulĂ€sst.

    💡 Fragen Sie Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt nach der genauen Abschnittsnummer fĂŒr Ihr Land und Ihre Gesellschaftsform.

  3. 3

    Dividendenbetrag pro Aktie festlegen

    Bestimmen Sie, wie viel Euro pro Aktie als Abschlagsdividende gezahlt wird, basierend auf dem Gewinn nach Steuern.

    💡 Stellen Sie sicher, dass die Gesamtsumme nicht die GewinnrĂŒcklagen ĂŒbersteigt und alle Begrenzungsvereinbarungen einhĂ€lt.

  4. 4

    Auszahlungsdatum setzen

    Legen Sie fest, wann die Dividende tatsĂ€chlich an die AktionĂ€re ĂŒberwiesen wird (z.B. 15 Tage nach Beschlussfassung).

    💡 WĂ€hlen Sie ein Datum, das Ihrer Buchhaltung genug Zeit gibt, die Auszahlungen vorzubereiten.

  5. 5

    GeschÀftsjahr angeben

    Tragen Sie die genauen Daten des GeschĂ€ftsjahres ein, fĂŒr das diese Dividende gezahlt wird (z.B. 01.01.2025 bis 31.12.2025).

    💡 Dies muss mit Ihrem tatsĂ€chlichen Abrechnungszeitraum in der Buchhaltung ĂŒbereinstimmen.

  6. 6

    Begrenzungsklauseln prĂŒfen

    ÜberprĂŒfen Sie, ob Ihr Unternehmen durch KreditvertrĂ€ge, Fördervereinbarungen oder andere VertrĂ€ge zur Dividendenbegrenzung verpflichtet ist, und tragen Sie diese ein.

    💡 Konsultieren Sie Ihren Finanzberatungsleiter oder Rechtsanwalt, um alle relevanten Begrenzungsvereinbarungen zu identifizieren.

  7. 7

    Darlehensbestimmungen ausfĂŒllen

    Falls ein Darlehen an den AlleinaktionĂ€r gewĂ€hrt wird, tragen Sie den Darlehensbetrag, die Laufzeit, den Zinssatz und die RĂŒckzahlungsbedingungen ein.

    💡 Fertigen Sie ein separates Darlehensvertrag an und verweisen Sie darauf im Beschluss.

  8. 8

    Von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnen

    Alle Vorstandsmitglieder, die abstimmungsberechtigt sind, mĂŒssen diesen Beschluss handschriftlich unterzeichnen. Dies macht den Beschluss bindend.

    💡 Bewahren Sie das Original mit originalen Unterschriften auf; digitale Kopien können fĂŒr Registeranmeldungen erforderlich sein.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Kann ich einen Vorstandsbeschluss ohne Sitzung fassen?

Ja, nach deutschem Recht ist ein schriftlicher Vorstandsbeschluss gĂŒltig, wenn alle stimmberechtigten Vorstandsmitglieder ihn unterschreiben — eine Sitzung ist nicht erforderlich. Dies ist besonders praktisch fĂŒr EinzelaktionĂ€r-Unternehmen mit nur einem oder wenigen Vorstandsmitgliedern. Sie mĂŒssen lediglich alle erforderlichen Unterschriften einholen und das Original aufbewahren. Diese Form wird „umlaufende Beschlussfassung" genannt.

Muss ich den Vorstandsbeschluss ins Handelsregister eintragen?

Der Vorstandsbeschluss selbst wird nicht ins Handelsregister eingetragen. Allerdings mĂŒssen Sie eine Mitteilung ĂŒber die Dividendenzahlung in der Regel in Ihrem internen Protokollbuch dokumentieren. GrĂ¶ĂŸere Kapitalgesellschaften mĂŒssen Dividendenzahlungen in ihren offengelegten JahresabschlĂŒssen offenbaren. Wenn die Dividende die RĂŒcklagen ĂŒbersteigt, ist eine Mitteilung an das Finanzamt erforderlich.

Was ist der Unterschied zwischen einer Abschlagsdividende und einer Finaldividende?

Eine Abschlagsdividende ist eine Vorschusszahlung, bevor der endgĂŒltige Jahresabschluss festgestellt ist. Sie wird auf Basis einer Gewinnprognose gezahlt. Eine Finaldividende wird nach der Bilanzfeststellung gezahlt und entspricht dem tatsĂ€chlichen Gewinn nach Steuern. Sie können beide in einem GeschĂ€ftsjahr zahlen: erst die Abschlagsdividende, spĂ€ter die Finaldividende. Der Beschluss ermöglicht es dem Vorstand, spĂ€ter nachfolgende Dividenden festzusetzen.

Kann ich ein Darlehen an mich selbst als AlleinaktionÀr gewÀhren?

Ja, aber nur wenn Ihr Unternehmen eine hundertprozentige Tochter einer anderen juristischen Person ist (oder dies vertraglich zulĂ€ssig ist). Das Darlehen muss zu angemessenen Bedingungen (marktgerechtem Zinssatz, fester Laufzeit) vergeben werden, sonst wird es vom Finanzamt als verdeckte GewinnausschĂŒttung eingestuft und versteuert. Konsultieren Sie einen Steuerberater, um sicherzustellen, dass das Darlehen korrekt strukturiert ist.

Was passiert, wenn ich die Dividende nicht auszahle, obwohl der Beschluss unterschrieben ist?

Der Beschluss bleibt bindend, auch wenn Sie die Auszahlung aufschieben. Die AktionĂ€re haben einen Anspruch auf Auszahlung ab dem festgesetzten Datum. Wenn Sie nicht auszahlen können, mĂŒssen Sie dies der Gesellschafterversammlung mitteilen und einen neuen Beschluss fassen, der die Zahlung aufschiebt oder die AusschĂŒttung in Form von Anteilen anbietet. Eine fehlende Auszahlung ohne formalen Beschluss ist rechtlich problematisch.

Wer muss den Vorstandsbeschluss unterzeichnen?

Alle Vorstandsmitglieder, die stimmberechtig sind, mĂŒssen unterzeichnen. Das heißt normalerweise alle Mitglieder des Vorstands. Beachten Sie, dass Personen mit Interessenskonflikten (z.B. ein AktionĂ€r im Vorstand, der die Dividende erhĂ€lt) dennoch unterschreiben dĂŒrfen, solange Sie keine Statuten haben, die dies verbieten. Es ist jedoch empfehlenswert, Konflikte zu dokumentieren.

Kann ich rĂŒckwirkend einen Vorstandsbeschluss erlassen?

RĂŒckwirkend bedeutet, dass Sie einen Beschluss erlassen, der in der Vergangenheit bereits Wirkung haben soll. Dies ist rechtlich riskant und kann angefochten werden. Es ist besser, den Beschluss zeitnah zu erlassen. Wenn Sie einen Beschluss nachtrĂ€glich dokumentieren mĂŒssen (z.B. weil dieser ursprĂŒnglich vergessen wurde), können Sie dies im Beschluss selbst vermerken und mĂŒssen dies begrĂŒnden.

Wie lange muss ich den Vorstandsbeschluss aufbewahren?

Sie mĂŒssen den Vorstandsbeschluss mindestens zehn Jahre aufbewahren, wie alle kaufmĂ€nnischen Unterlagen nach deutschem Handelsrecht (HGB). Bewahren Sie das Original mit handschriftlichen Unterschriften auf, nicht nur Kopien. Elektronische Archivierung ist möglich, wenn Sie ein zertifiziertes System verwenden.

Kann ich die Dividende kĂŒrzen oder annullieren, nachdem ich den Beschluss unterzeichnet habe?

Ja, aber nur durch einen neuen schriftlichen Vorstandsbeschluss, der von allen Vorstandsmitgliedern unterschrieben wird. Dies ist möglich, wenn sich die finanzielle Situation wesentlich verschlechtert hat oder Fehler in der Gewinnberechnung festgestellt wurden. Eine unangekĂŒndigte KĂŒrzung fĂŒhrt zu Rechtsunsicherheit und kann Vertrauen beschĂ€digen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschafterversammlung / Hauptversammlung

Der Vorstandsbeschluss ist eine interne Vorstandsentscheidung, wĂ€hrend die Gesellschafterversammlung (GmbH) oder Hauptversammlung (AG) das Organ der AktionĂ€re ist. In der Praxis wird die Dividende oft durch die Gesellschafterversammlung beschlossen, und der Vorstand setzt diese dann um. Diese Vorlage dokumentiert die Umsetzung durch den Vorstand. Konsultieren Sie Ihre Satzung, um zu prĂŒfen, wer die finale Entscheidung trifft.

vs Darlehensvertrag

Ein Darlehensvertrag regelt die rechtlichen und finanziellen Bedingungen eines Kredits zwischen Unternehmen und Kreditnehmer. Der Vorstandsbeschluss genehmigt die GewĂ€hrung des Darlehens, regelt aber nicht die Einzelheiten. Beide Dokumente werden ĂŒblicherweise zusammen erstellt: Der Beschluss genehmigt das Darlehen, der Vertrag definiert die genauen Bedingungen.

vs GeschÀftsbericht und Bilanz

Der GeschĂ€ftsbericht und die Bilanz sind externe GeschĂ€ftsdokumente fĂŒr Investoren und Behörden, in denen Gewinne und Dividendenzahlungen offengelegt werden. Der Vorstandsbeschluss ist ein internes Verwaltungsdokument. Die Bilanz zeigt das Ergebnis, der Beschluss dokumentiert die interne Entscheidung zur Verwendung des Gewinns.

vs Gewinnverteilungsplan

Ein Gewinnverteilungsplan ist ein ĂŒbergeordnetes Dokument, das festlegt, wie Gewinne ĂŒber mehrere Jahre verteilt werden sollen (z.B. 50 % RĂŒcklagen, 50 % Dividende). Der Vorstandsbeschluss ist die konkrete, aktuelle Umsetzung fĂŒr ein spezifisches GeschĂ€ftsjahr. Ein Plan kann mehrere BeschlĂŒsse pro Jahr antreiben.

Branchenspezifische Hinweise

Einzelhandel und E-Commerce

Einzelhandelsbetriebe zahlen oft Dividenden an EigentĂŒmer aus Gewinnen, die mit dieser Vorlage dokumentiert werden.

Fertigungswirtschaft und Handwerk

FamiliengefĂŒhrte Handwerksbetriebe nutzen VorstandsbeschlĂŒsse, um GewinnausschĂŒttungen und Investitionsdarlehen zu regeln.

Finanzdienstleistungen und Versicherungen

Versicherungsagenturen und Finanzberater dokumentieren Dividendenzahlungen mit hohem FormalitÀtsgrad.

Immobilienwirtschaft

Immobiliengesellschaften zahlen regelmĂ€ĂŸig Dividenden aus Mieteinnahmen und mĂŒssen diese dokumentieren.

Gastronomie und Hotellerie

Restaurant-und Hotelketten mit mehreren Standorten verteilen Gewinne ĂŒber VorstandsbeschlĂŒsse.

Unternehmensberatung und Professional Services

Beratungsgesellschaften regeln Gewinnteilungen und Darlehen an Gesellschafter durch strukturierte BeschlĂŒsse.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage folgt deutschem Recht (HGB, GmbHG, AktG). Sie ist gĂŒltig fĂŒr GmbH und AG in Deutschland und Österreich. In Deutschland muss der Beschluss original unterzeichnet und zehn Jahre aufbewahrt werden.

Österreichisches Recht (Unternehmensgesetzbuch, GmbH-Gesetz) erkennt schriftliche VorstandsbeschlĂŒsse an. Die Vorlage ist mit minimalen Anpassungen (Gesetzsraum) in Österreich verwendbar. Konsultieren Sie einen österreichischen Rechtsanwalt fĂŒr landesspezifische Fragen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fĂŒrKostenZeit
Vorlage verwendenStandardfĂ€lle: Sie zahlen regelmĂ€ĂŸig unkomplizierte Dividenden ohne Begrenzungsvereinbarungen, haben einen klaren AlleinaktionĂ€r und keine Konflikte.0 Euro (Vorlagendownload); Zeitaufwand: ca. 20 Minuten zum AusfĂŒllen.24 Stunden (AusfĂŒllen, unterschreiben, archivieren).
Vorlage + RechtsprĂŒfungSie have uncertainty: Begrenzungsvereinbarungen, komplizierte Darlehensstrukturen, oder mehrere AktionĂ€re mit unterschiedlichen AnsprĂŒchen. Ein Anwalt oder Steuerberater prĂŒft die Vorlage auf VollstĂ€ndigkeit.0–500 Euro (Vorlage + Anwalt/Steuerberater-PrĂŒfung, je nach KomplexitĂ€t).3–5 Arbeitstage (AusfĂŒllen, PrĂŒfung, Revision).
MaßgeschneidertHochkomplexe Situation: Mehrere AktionĂ€re mit Veto-Rechten, Darlehen an verschiedene Parteien, umfangreiche Begrenzungsvereinbarungen, oder ausstehende Rechtskonflikte.800–2000 Euro (Anwalt entwirft das Dokument von Grund auf).1–2 Wochen (Beratung, Entwurf, Abstimmungen).

Glossar

Vorstandsbeschluss
Schriftliche Dokumentation einer Entscheidung des Vorstands, die auch ohne Sitzung gĂŒltig ist, wenn alle stimmberechtigten Vorstandsmitglieder unterschreiben.
Dividende
Der Teil des Gewinns einer Kapitalgesellschaft, der an die AktionĂ€re ausgeschĂŒttet wird.
Abschlagsdividende
Eine Vorschussdividende, die vor der endgĂŒltigen Bilanzfeststellung gezahlt wird und durch nachfolgende Dividenden ergĂ€nzt werden kann.
AlleinaktionÀr
Die einzige Person oder juristische Person, die alle Anteile an einem Unternehmen hÀlt.
Gesellschaftsvertrag
Das GrĂŒndungsdokument einer Kapitalgesellschaft (GmbH) oder die Satzung einer Aktiengesellschaft (AG), das die Regeln festlegt.
Handelsregister
Das öffentliche Register, in dem Unternehmen eingetragen sind und wichtige Änderungen dokumentiert werden.
GeschÀftsjahr
Der Abrechnungszeitraum eines Unternehmens (in der Regel 12 Monate), fĂŒr den Gewinn und Verlust berechnet werden.
Darlehen an AktionÀr
Ein Kredit, den die Kapitalgesellschaft dem AlleinaktionÀr oder Gesellschafter gewÀhrt, meist zu definierten Bedingungen.
Gewinn nach Steuern
Der verbleibende Gewinn nach Abzug aller Steuern und Abgaben.
Tochtergesellschaft
Ein Unternehmen, das zu hundert Prozent von einer anderen juristischen Person (der Muttergesellschaft) gehalten wird.

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