Grundsatzvereinbarung

Kostenloser Word-Download • Online bearbeiten • Mit Drive speichern und teilen • Als PDF exportieren

4 seiten25–30 min zum AusfüllenSchwierigkeit: StandardUnterschrift erforderlichRechtsprüfung empfohlen
Mehr erfahren ↓
FreiGrundsatzvereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Grundsatzvereinbarung (Term Sheet) regelt die wesentlichen Bedingungen einer Wagnisfinanzierungsrunde, in der Investoren wandelbare Vorzugsaktien (typischerweise Serie A) in Ihr Unternehmen erwerben. Das Dokument legt Kaufpreis, Pre-Money Bewertung, Liquidationspräferenz, Dividenden, Umwandlungsrechte und Investor-Schutzbestimmungen fest. Sie erhalten eine bearbeitbare Word-Vorlage zum kostenlosen Download.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie von professionellen Investoren oder Wagniskapitalgesellschaften Kapital aufnehmen und die grundlegenden Finanzierungs- und Governance-Bedingungen schriftlich fixieren möchten. Das Term Sheet dient als Rahmen für die späteren, detaillierten Kaufverträge und Satzungsänderungen und wird von allen Beteiligten vor Abschluss der Transaktion unterzeichnet.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Platzhalter für den Investitionsbetrag, Aktienpreis und Pre-Money Bewertung. Es regelt die Wandelbarkeit der Aktien (1:1-Konvertierung in Stammaktien), Dividendenrechte, Liquidationspräferenz mit garantierter Rendite, Rückkaufsoptionen, Stimmrechte, Präventivrechte in zukünftigen Finanzierungsrunden, Kapitalverwässerungsschutz, automatische Umwandlung bei Börsengang, Vorkaufsrechte und Informationsrechte der Investoren.

Was ist eine Grundsatzvereinbarung?

Eine Grundsatzvereinbarung (englisch: Term Sheet) ist ein rechtliches Rahmen-Dokument, das die wesentlichen Bedingungen einer Wagnisfinanzierungsrunde schriftlich festlegt. Sie regelt, wie viel Kapital ein Investor in Ihr Unternehmen einbringt, zu welchem Aktienpreis, und welche speziellen Rechte der Investor erhält (z. B. Liquidationspräferenz, Umwandlungsrecht, Stimmrechte, Dividenden). Die Vereinbarung dient als Verhandlungs- und Planungs-Grundlage für die später folgenden, detaillierten Kaufverträge und Satzungsänderungen. Sie erhalten diese Vorlage als kostenlose Word-Datei zum Download, die Sie mit Ihren spezifischen Bedingungen ausfüllen und online bearbeiten können. Anschließend können Sie sie als PDF exportieren oder ausdrucken.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Grundsatzvereinbarung riskieren Sie erhebliche Konflikte mit Investoren. Missverständnisse über Bewertung, Verwässerungsschutz, Liquidationspräferenz oder Rückkaufsrechte führen zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten, die Ihr Unternehmen destabilisieren und wertvolle Zeit sowie Geld kosten. Eine klare, detaillierte Vereinbarung schafft Klarheit für beide Seiten: Gründer wissen genau, welche Governance-Rechte die Investoren haben, und Investoren haben Sicherheit über ihre Schutzbestimmungen. Dies beschleunigt die Verhandlung und reduziert das Risiko, dass Verträge später angefochten werden. Professionelle Investoren und VC-Fonds erwarten ein Term Sheet und verzichten nur in seltenen Fällen auf dieses Dokument. Eine gut strukturierte Grundsatzvereinbarung ist das Fundament für langfristiges Vertrauen und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Erste institutionelle Finanzierungsrunde mit Vorzugsaktien-TrancheGrundsatzvereinbarung — Standard (Serie A)
Weitere Finanzierungsrunden nach Serie A mit angepassten BedingungenGrundsatzvereinbarung — Nachfolge (Serie B/C)
Seed-Finanzierung mit weniger Investoren und geringerer KomplexitätTerm Sheet — Vereinfachte Fassung
Schnellere Finanzierung ohne Bewertungseinigung (Alternativ zu Vorzugsaktien)Convertible Note — Wandeldarlehen
Sehr frühe Finanzierung mit minimaler DokumentationSAFE — Simple Agreement for Future Equity

Häufige Fehler vermeiden

❌ Inkonsistente oder nicht voll ausgefüllte finanzielle Platzhalter

Warum es wichtig ist: Wenn die Pre-Money Bewertung nicht mit dem Kaufpreis und der Aktienanzahl übereinstimmt, führt dies zu Streitigkeiten über die tatsächliche Investition und den Ownership-Prozentsatz.

Fix: Berechnen Sie alle finanzielle Zahlen vor dem Ausfüllen und überprüfen Sie sie mindestens zweimal. Nutzen Sie Spreadsheets, um Szenarien durchzuspielen.

❌ Vague oder fehlende Liquidationspräferenz-Hierarchie

Warum es wichtig ist: Bei mehreren Serien oder Schuldenebenen ist unklar, wer zuerst bezahlt wird, was zu erheblichen Konflikten bei Verkäufen oder Insolvenz führt.

Fix: Dokumentieren Sie explicit, dass Schulden vor Serie A, Serie A vor Serie B, etc. bezahlt werden. Dies sollte durch eine detaillierte Cap-Table nachvollzogen werden.

❌ Zu aggressive Verwässerungsschutz-Formeln ohne Limits

Warum es wichtig ist: Ein ungebremstes Full-Ratchet-Verwässerungsrecht kann neue Investoren derartig benachteiligen, dass sie nicht mehr in zukünftige Runden investieren.

Fix: Nutzen Sie die gewichtete Durchschnittsformel, die von fast allen Seiten akzeptiert wird. Setzen Sie klare Ausnahmen für Managementoptionen und strategische Deals.

❌ Vorkaufs- und Mitverkaufsrechte ohne zeitliche Fristen

Warum es wichtig ist: Mitarbeiter-Aktienverkäufe können über Monate hängig bleiben, wenn nicht festgelegt ist, bis wann das Vorkaufsrecht ausgeübt werden muss.

Fix: Spezifizieren Sie 10–30 Tage zur Ausübung von Vorkaufsrechten. Nach Fristablauf oder Verzicht darf der Mitarbeiter frei verkaufen.

❌ Rückkaufklausel ohne Finanzierungsfähigkeit-Prüfung

Warum es wichtig ist: Ist das Unternehmen bei Rückkauf-Zeitpunkt nicht liquide, kann diese Klausel zur Insolvenz oder Finanzierungskrise führen.

Fix: Koordinieren Sie Rückkauf-Fristen mit geplanten Finanzierungsrunden. Ersetzen Sie Rückkauf-Verpflichtung ggf. durch Umwandlung in Stammaktien oder erneuerbare Rückkauf-Fristen.

❌ Fehlende oder zu hohe Börsengang-Schwellen für automatische Umwandlung

Warum es wichtig ist: Ist die Schwelle unrealistisch (z. B. EUR 100-Mio-IPO), wird automatische Umwandlung nie eintreten, und Vorzugsaktionäre behält Liquidationspräferenz, was IPO-Strukturierung komplex macht.

Fix: Setzen Sie realistische, mit Investoren abgestimmte Schwellen. Für frühe Runden: 3–5-facher IPO-Preis zum Kaufpreis; für späte Runden: 2–3-fach.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Investitionsbedingungen und Kaufpreis

In einfacher Sprache: Festlegung des Investitionsbetrag, der Anzahl der ausgegebenen Aktien und des Preises pro Aktie sowie der Pre-Money Bewertung des Unternehmens.

Beispielformulierung
[WFG-Konzern] kauft bis zu [BETRAG] wandelbare Vorzugsaktien Serie A zum Kaufpreis von [PREIS] pro Aktie. Die Pre-Money Bewertung beträgt [BEWERTUNG], basierend auf [NUMMER] vollständig kapitalverwässerten Stammaktien.

Häufiger Fehler: Fehlende oder ungenaue Definition der Basiszahl der Stammaktien führt zu Streitigkeiten über die tatsächliche Verwässerung und die Größe der Investoren-Tranche.

Umwandlungsrecht

In einfacher Sprache: Das Recht des Inhabers, Vorzugsaktien jederzeit auf 1:1-Basis in Stammaktien umzuwandeln, angepasst um zukünftige Aktiensplits.

Beispielformulierung
Die Vorzugsaktien der Serie A sind jederzeit auf Option des Inhabers in Stammaktien auf einer Eins-zu-eins-Basis umzuwandeln. Die Umwandlungsrate wird angepasst bei zukünftigen Aktiensplits oder Kapitalverwässerungsschutz-Ereignissen.

Häufiger Fehler: Unklar formulierte Anpassungsmechanismen für zukünftige Splits oder neue Finanzierungen führen zu Rechtsstreitigkeiten über die tatsächliche Umwandlungsrate.

Liquidationspräferenz

In einfacher Sprache: Recht der Investoren, bei Verkauf, Fusion oder Liquidation vor Stammaktionären ausbezahlt zu werden, mit garantierter jährlicher Rendite auf das investierte Kapital.

Beispielformulierung
Bei einer Liquidation, Fusion oder einem Verkauf werden Erlöse zunächst zur Bezahlung der Serie A verwandt, einschließlich einer garantierten Rendite von [%] pro Jahr auf den investierten Gesamtbetrag. Nach Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde von mindestens [BETRAG] erlischt die Aufzinsung.

Häufiger Fehler: Fehlende Klarheit darüber, wie die Liquidationspräferenz bei mehreren Serien (A, B, C) gestaffelt ist, führt zu Konflikten bei Verkaufspreisen knapp über der Präferenz.

Dividenden

In einfacher Sprache: Recht auf jährliche Dividende auf die Vorzugsaktie, zahlbar auf Vorstandsbeschluss vor Dividendenzahlungen auf Stammaktien; nicht kumulativ.

Beispielformulierung
Die Vorzugsaktie berechtigt zu einer jährlichen Dividende von [BETRAG] pro Aktie, zahlbar wenn vom Vorstand erklärt, aber vorrangig vor Stammaktien-Dividenden. Dividenden sind nicht kumulativ (nicht gezahlte Dividenden verfallen).

Häufiger Fehler: Verwechslung von kumulativer und nicht-kumulativer Dividende; ohne Klarstellung können Anleger Nachzahlungen für Vorjahre fordern.

Rückkauf

In einfacher Sprache: Verpflichtung des Unternehmens, Vorzugsaktien in drei gleichen jährlichen Raten zurückzukaufen, zum Kaufpreis plus garantierte Rendite.

Beispielformulierung
Das Unternehmen kauft nicht umgewandelte Serie-A-Aktien in drei aufeinanderfolgenden jährlichen Raten ab [DATUM] zurück. Der Rückkaufspreis beträgt den Kaufpreis zuzüglich [%] pro Jahr kumulativ garantierter Rendite.

Häufiger Fehler: Unklarheit über Finanzierungsfähigkeit des Rückkaufs; wenn das Unternehmen illiquide wird, können Rückkäufe nicht erfüllt werden und führen zu Insolvenzrisiko.

Stimmrechte

In einfacher Sprache: Inhaber der Vorzugsaktien haben das Recht, mit den Stammaktien auf Basis wie umgewandelt abzustimmen (eine Stimme pro Aktie).

Beispielformulierung
Die Inhaber der Serie A haben das Recht mit den Stammaktien auf einer Basis wie umgewandelt (Eins-zu-eins) abzustimmen und nehmen an allen Aktionärsabstimmungen teil.

Häufiger Fehler: Fehlende Bestimmungen über Minderheits-Schutzrechte (z. B. Veto-Recht für bestimmte Beschlüsse) können zu Konflikten führen, wenn Mehrheitseigentümer Entscheidungen gegen Minoritäts-Investoren treffen.

Präventivrechte

In einfacher Sprache: Recht der Vorzugsaktionäre, in zukünftigen Finanzierungsrunden im Umfang ihrer aktuellen Beteiligung zu investieren, um ihre Anteile nicht zu verwässern.

Beispielformulierung
Die Inhaber der Vorzugsaktien haben Präventivrechte, in zukünftigen Beteiligungsfinanzierungen des Unternehmens gemäß deren anteilmäßigem Besitz wie umgewandelt zu partizipieren.

Häufiger Fehler: Unklar formulierte Praktizierung von Präventivrechten führt zu Streit, wenn neue Investoren Beteiligungen anbieten und alte Investoren überraschend verwässert werden.

Automatische Umwandlung bei Börsengang

In einfacher Sprache: Pflicht, Vorzugsaktien automatisch in Stammaktien umzuwandeln bei erfolgreichem Börsengang mit Mindestangebotsbetrag und Mindestpreis pro Aktie.

Beispielformulierung
Die Vorzugsaktien wandeln sich automatisch in Stammaktien um bei einem garantierten Börsengang mit Gesamtangebot von mindestens [BETRAG] und öffentlichem Bezugspreis von mindestens dem Dreifachen des Serie-A-Kaufpreises pro Aktie, bereinigt um Splits.

Häufiger Fehler: Zu hohe Schwellenwerte für automatische Umwandlung können dazu führen, dass Vorzugsaktionäre bei kleinen IPOs nicht automatisch konvertiert werden und weiterhin Liquidationspräferenz-Rechte geltend machen.

Kapitalverwässerungsschutz

In einfacher Sprache: Schutz vor zu starker Verwässerung der Anlage durch Ausgabe neuer Wertpapiere; gewichtete Durchschnittsformel bei neuen Serien.

Beispielformulierung
Serie A hat einen gewichteten Durchschnitts-Kapitalverwässerungsschutz für alle Wertpapiere dieser Transaktion, ausgenommen Managementoptionen und strategische Investitionen unter [NUMMER] Aktien. Die Formel wird separat vereinbart.

Häufiger Fehler: Verwechslung von gewichteter Durchschnitts-Formel und vollständiger Verwässerungs-Schutz (Full Ratchet); Letztere benachteiligt neue Investoren stark und wird oft abgelehnt.

Vorkaufsrecht und Mitverkaufsrecht

In einfacher Sprache: Das Unternehmen hat Vorkaufsrecht auf Mitarbeiteraktien vor Verkauf an Dritte; Investoren haben Mitverkaufsrecht, um bei Verkäufen teilzunehmen.

Beispielformulierung
Das Unternehmen und die Anleger haben Vorkaufsrecht auf Aktien von Mitarbeitern, deren Weiterverkauf geplant ist. Alternativ haben Anleger Mitverkaufsrecht am Verkauf an Drittparteien, endend mit dem Börsengang.

Häufiger Fehler: Keine zeitlichen Fristen für Ausübung von Vorkaufsrechten führt zu Verzögerungen bei Mitarbeiter-Exit-Szenarien und rechtlicher Unsicherheit.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Investitionsbetrag und Aktienstruktur festlegen

    Ersetzen Sie [BETRAG] mit dem Gesamtinvestitionsbetrag (z. B. EUR 500.000), [PREIS] mit dem Kaufpreis pro Aktie (z. B. EUR 10) und [ANZAHL DER AKTIEN] mit der Gesamtanzahl der nach dieser Runde autorisierten Aktien. Stellen Sie sicher, dass alle Zahlen intern konsistent sind.

    💡 Berechnen Sie im Voraus: Anzahl Aktien = Investitionsbetrag ÷ Preis pro Aktie. Dies hilft, Platzhalter-Fehler zu vermeiden.

  2. 2

    Pre-Money Bewertung eingeben

    Tragen Sie die Pre-Money Bewertung ein (z. B. EUR 2.000.000). Diese sollte mit den Basiszahlen konsistent sein: Pre-Money Bewertung ÷ Anzahl vollständig kapitalverwässerter Stammaktien = Preis pro Aktie.

    💡 Wenn Sie zwischen Investor und Unternehmen noch nicht einig sind, können Sie [BEWERTUNG] zunächst als Platzhalter lassen und vor Unterschrift klären.

  3. 3

    Investoren und nachfolgende Investitionen spezifizieren

    Ergänzen Sie den Namen der Wagnisfinanzierungsgesellschaft ([WFG-Konzern]) und nennen Sie andere große Investoren, die mindestens und maximal [BETRAG] investieren. Dies definiert den Konsortium und verhindert überraschende Verwässerung.

    💡 Klarheit über den Investor-Kreis vermeidet später Konflikte über Stimmrechts- und Governance-Strukturen.

  4. 4

    Garantierte Rendite und Rückkaufdatum eingeben

    Geben Sie die jährliche garantierte Rendite ein (z. B. 8 % pro Jahr) für Liquidationspräferenz und Rückkauf. Tragen Sie das Rückkauf-Startdatum ein (z. B. 2027-01-01). Berechnen Sie, wie oft die garantierte Rendite während der Haltefrist aufzinst.

    💡 Höhere garantierte Renditen (8–10 %) sind üblich bei frühen Serien; später reichen oft 4–6 %.

  5. 5

    Managementoptionen und Kapitalverwässerungsschutz-Schwelle

    Spezifizieren Sie die Gesamtanzahl neuer Managementoptionen (z. B. 1 Million Aktien) und die Schwelle für strategische Investitionen ohne Verwässerungsschutz (z. B. max. 100.000 Aktien). Dies schützt vor zu aggressivem Optionspool und zu vielen Ausnahmen vom Verwässerungsschutz.

    💡 Typisch sind 10–20 % des Post-Money-Wertes als Managementoptionen-Pool.

  6. 6

    Börsengang-Schwellen anpassen

    Tragen Sie die Mindest-Angebotsgröße für automatische Umwandlung ein (z. B. EUR 10 Millionen) und das Preismultiple des IPO-Preises zum Kaufpreis (z. B. mindestens das Dreifache). Diese Schwellen sind typischerweise mit Investoren verhandelt.

    💡 Zu aggressive Schwellen (z. B. zehnfacher Preis) machen die automatische Umwandlung praktisch unmöglich.

  7. 7

    Dividendensatz, Informationsrechte und Rechtsprechung

    Geben Sie die jährliche Dividende ein (falls zutreffend; oft EUR 0 bei Wachstums-Startups). Definieren Sie die Frequenz von Berichtspflichten (monatlich, jährlich) und das Datum für das jährliche Budget. Wählen Sie die relevante Rechtsprechung (typischerweise Deutschland, ggf. mit Hinweisen zu Österreich/Schweiz).

    💡 Dividenden sind für Early-Stage-Startups oft auf EUR 0 gesetzt; später können sie als Verhandlungspunkt wieder Relevanz haben.

  8. 8

    Namen aller Parteien und Unternehmensdetails überprüfen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit dem genauen, rechtlich registrierten Namen der GmbH oder AG. Überprüfen Sie alle Platzhalter auf Konsistenz. Lesen Sie die gesamte Vereinbarung durch und markieren Sie noch offene Punkte für die Anwaltsprüfung.

    💡 Fehler in Parteinamen oder Rechtsprechung-Klauseln können zur Nichtigkeitsanfechtung oder Klage führen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Grundsatzvereinbarung und einem verbindlichen Kaufvertrag?

Eine Grundsatzvereinbarung (Term Sheet) ist in der Regel **nicht bindend** und dient als Rahmen zur Einigung auf wesentliche Bedingungen. Sie beschleunigt Verhandlungen und reduziert Überraschungen in später folgenden, detaillierten Kaufverträgen. Ein verbindlicher Kaufvertrag tritt danach in Kraft und enthält vollständige rechtliche und operative Bedingungen. In der Praxis werden wesentliche Punkte des Term Sheets später im Kaufvertrag wörtlich reproduziert. Investoren und Gründer sollten nach Unterzeichnung des Term Sheets anwaltliche Begleitung suchen, um Lücken oder Fallstricke zu erkennen.

Wer zahlt die Anwaltskosten für Due Diligence und Vertragsabschluss?

Die Kostenteilung ist Verhandlungssache und wird normalerweise **nicht im Term Sheet** festgehalten, sondern später im Kaufvertrag oder als separate Übereinkunft. Typischerweise tragen beide Seiten ihre eigenen Anwaltskosten; bei großen Investitionen können Investoren verlangen, dass das Unternehmen einen Teil ihrer Due-Diligence-Kosten trägt (meist EUR 5.000–EUR 50.000 je nach Größe der Runde). Dies sollte transparent verhandelt und schriftlich festgehalten werden.

Was bedeutet 'gewichtete Durchschnittsformel' beim Verwässerungsschutz?

Bei einer zukünftigen Finanzierungsrunde zu einem niedrigeren Preis pro Aktie (Down-Round) wird der Umwandlungspreis des ursprünglichen Investors nicht eins-zu-eins reduziert, sondern angepasst mittels einer Formel, die beide Pre- und Post-Money Bewertung berücksichtigt. Dies belastet die Serie A weniger als ein vollständiger Ratchet (Full Ratchet), benachteiligt aber neue Investoren nicht übermäßig. Die exakte Formel muss in dieser Vereinbarung oder später im Kaufvertrag präzisiert werden.

Können Managementoptionen auch ohne diese Vereinbarung ausgegeben werden?

Ja, Managementoptionen können technisch jederzeit ausgegeben werden. **Diese Vereinbarung** legt jedoch fest, wie viele Optionen insgesamt ausgegeben werden dürfen und dass sie von Verwässerungsschutz **ausgenommen** sind. Ohne diese Klausel könnten Optionspool-Erweiterungen den Verwässerungsschutz der Serie A auslösen und zu Konflikten mit Investoren führen. Daher ist eine explizite Vereinbarung sinnvoll.

Was passiert, wenn das Unternehmen bei Rückkaufdatum nicht liquide genug ist?

Wenn die Rückkaufverpflichtung nicht erfüllt wird, verletzt das Unternehmen die Grundsatzvereinbarung und der Kaufvertrag. Dies kann zu Klagen, Schuldenanforderungen oder (in schlimmsten Fällen) zur Insolvenz des Unternehmens führen. Um dieses Risiko zu mindern, sollten Rückkauf-Fristen mit geplanten Finanzierungsrunden koordiniert oder flexibilisiert werden. Alternativ können Sie vereinbaren, dass nicht umgewandelte Aktien automatisch in Stammaktien konvertiert werden, statt sie zurückzukaufen.

Gilt diese Vereinbarung auch für Gesellschaften in Österreich oder der Schweiz?

Diese Vorlage ist auf deutsches Recht ausgerichtet. Österreich und die Schweiz haben unterschiedliche Kapitalmarkt-, Gesellschafts- und Steuergesetze. Die grundlegenden Konzepte (Vorzugsaktien, Liquidationspräferenz, Verwässerungsschutz) sind **ähnlich, aber nicht identisch**. In Österreich gelten z. B. die Bestimmungen des Gesellschaftsgesetzes (Öst. AktG), in der Schweiz das Obligationenrecht und das Aktienrecht des Kantons. **Konsultieren Sie einen lokalen Anwalt**, um die Vorlage an die jeweilige Rechtsprechung anzupassen und Fallstricke zu vermeiden.

Ist eine Unterschrift des Aufsichtsrats notwendig oder reicht die Geschäftsführung?

Dies hängt von der Satzung und Größe des Unternehmens ab. Bei einer GmbH mit Geschäftsführung reicht typischerweise die Unterschrift der Geschäftsführer. Größere AGs mit Aufsichtsrat benötigen Aufsichtsrats-Genehmigung für Kapitalmaßnahmen. Überprüfen Sie **vor Unterschrift** Ihre Satzung und konsultieren Sie ggf. einen Anwalt, um Formfehler zu vermeiden, die die Vereinbarung später anfechtbar machen.

Wann sollte ich anwaltliche Hilfe suchen?

**Immer**, wenn es um Investitionen oder Kapitalrunden geht. Diese Vorlage bietet einen Rahmen, ersetzt aber keinen anwaltlichen Rat. Ein Anwalt sollte Sie bei folgenden Schritten begleiten: (1) Bewertung der Investitionsbedingungen, (2) Anpassung an Ihre spezifische Situation und Rechtsprechung, (3) Verhandlung mit Investoren, (4) Erstellung des endgültigen Kaufvertrags. Ein erfahrener Anwalt schützt Sie vor hidden Liabilities und sichert Ihre Positionen langfristig.

Kann ich diese Vereinbarung auch für internationale Investoren nutzen?

Teilweise. Internationale Investoren (z. B. aus den USA oder UK) haben oft Standard-Expectations, die von dieser deutschen Vorlage abweichen. Sie erwarten möglicherweise SAFE-Agreements, Convertible Notes oder US-amerikanische Term-Sheet-Standards. **Koordinieren Sie mit Ihrem Investor früh**, welche Struktur er bevorzugt, und konsultieren Sie einen Anwalt mit internationalem Schwerpunkt. Eine reine deutsche Vorlage kann mit internationalen Investoren zu Konflikten über Rechtsprechung und Gültigkeitsrecht führen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Convertible Note (Wandeldarlehen)

Ein Convertible Note ist eine schnellere, schlankere Alternative zu einer Grundsatzvereinbarung. Es ist ein Darlehen, das bei einer späteren Finanzierungsrunde in Aktien konvertiert wird, ohne sofort eine Bewertung festlegen zu müssen. **Nutzen Sie Convertible Notes**, wenn Sie schnell Seed-Kapital aufbringen möchten und mit Investoren über Bewertung uneinig sind. **Nutzen Sie ein Term Sheet mit Vorzugsaktien**, wenn Sie von institutionellen Investoren oder VC-Fonds bereits eine konkrete Pre-Money Bewertung vereinbart haben und mehr Klarheit über langfristige Rights brauchen.

vs SAFE (Simple Agreement for Future Equity)

Ein SAFE ist ein noch einfacherer Vertrag als ein Convertible Note; es ist technisch **kein Darlehen**, sondern nur eine Versprechen, später Aktien zu vergeben. SAFEs sind beliebt bei sehr frühen Finanzierungen (Seed-Stage) und sollen Overhead reduzieren. SAFEs bieten aber weniger Investor-Schutz und Klarheit. **Nutzen Sie SAFEs** bei Angel-Investitionen unter EUR 100.000 und kurzfristiger Finanzierungshoffnung. **Nutzen Sie ein Term Sheet**, wenn Sie mehrere Investoren koordinieren und Governance-Struktur definieren müssen.

vs Gesellschaftervertrag und Geschäftsordnung

Ein Gesellschaftervertrag regelt die **langfristige Beziehung** zwischen allen Gesellschaftern einer GmbH oder AG (Gründer, Investoren, Mitarbeiter) und enthält Bestimmungen zur Gewinnverteilung, Austritt, Dispute Resolution. Ein Term Sheet / Grundsatzvereinbarung regelt dagegen **nur die Transaktion einer Finanzierungsrunde**. Beide sind notwendig: Das Term Sheet ist Grundlage für eine **Satzungsänderung** oder ein neues **Gesellschafterreglement**, das dann langfristige Rechte formalisiert.

vs Kaufvertrag für Aktien / Beteiligungsvertrag

Ein Kaufvertrag ist das endgültige, rechtlich bindende Dokument, das die Investition abschließt. Er enthält alle Details aus dem Term Sheet und fügt Gewährleistungen, Bedingungen für Abschluss, Rücktrittsgründe und Haftungsklauseln hinzu. Das Term Sheet ist quasi der Vorentwurf oder die Verhandlungs-Unterlage. **Der Ablauf ist typisch: Term Sheet → Due Diligence → Kaufvertrag → Geldtransfer und Anteile-Eintrag.**

Branchenspezifische Hinweise

Software und IT-Startups

Schnelle Skalierung erfordert mehrfache Finanzierungsrunden mit Serie A, B, C; Verwässerungsschutz und Governance-Klarheit sind entscheidend.

Biotech und Life Sciences

Lange Entwicklungszyklen führen zu mehrstufigen Finanzierungen mit höheren Risiken; Liquidationspräferenz schützt frühe Investoren gegen langfristige Verluste.

E-Commerce und Marktplätze

Kapitalintensive Wachstumsphasen erfordern häufige Finanzierungsrunden; Vorkaufsrechte helfen, Gründer-Verwässerung zu kontrollieren.

Fintech und Versicherung

Regulatorische Anforderungen und schwankende Bewertungen machen Verwässerungsschutz und klare Governance besonders wichtig.

Hardwareunternehmen und Fertigung

Hohe Kapitalbedarfe und lange Entwicklungszeiten führen zu aggressiveren Liquidationspräferenzen und Rückkaufsklauseln.

Immobilien und Proptech

Großvolumige Investitionen und illiquide Assets erfordern detaillierte Verwässerungsschutz-Formeln und klare Liquidations-Hierarchien.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutsches Aktiengesetz (AktG) und Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) regeln die Struktur von Vorzugsaktien, Kapitalerhöhung und Liquidation. Diese Vorlage ist auf deutsches Recht optimiert und sollte ohne größere Anpassung in Deutschland nutzbar sein.

Österreichisches Aktiengesetz (Öst. AktG) enthält ähnliche Bestimmungen, aber unterschiedliche Anforderungen zur Genehmigung von Kapitalmaßnahmen und zur Besteuerung von Investitionen. Eine Anpassung durch einen österreichischen Anwalt ist empfohlen.

Schweizer Obligationenrecht und kantonale Aktiengesetze weichen erheblich ab, insbesondere bei Gesellschaftsgründung und Verwässerungsschutz. Eine Neugestaltung durch einen Schweizer Anwalt ist notwendig, um Gültigkeit und Steuerneutralität zu sichern.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine, private Investitionen unter EUR 500.000 mit wenigen, bekannten Investoren und unkomplizierten Bedingungen.EUR 0 (kostenlose Vorlage) + EUR 500–1.500 für interne Platzhalter-Anpassung2–3 Tage zum Ausfüllen, danach unmittelbar verhandelbar
Vorlage + RechtsprüfungInvestitionen EUR 500.000–EUR 2 Millionen mit mehreren Investoren, komplexeren Verwässerungsschutz-Anforderungen oder erstmaliger VC-Finanzierung.EUR 0 (Vorlage) + EUR 3.000–8.000 für Anwaltliche Prüfung und Anpassung2–3 Wochen (mit Investor-Feedback-Runden)
MaßgeschneidertGroße Serien (EUR 2+ Millionen), internationale Investoren, komplexe Pre-Financing oder besondere Risiken (Schulden, Prior Rights, Exit-Ziele).EUR 10.000–30.000+ je nach Komplexität und Anwalt4–12 Wochen inklusive mehrfacher Verhandlungs-Durchläufe

Glossar

wandelbare Vorzugsaktien
Aktien mit Vorzugsrechten (Dividende, Liquidationspräferenz), die vom Inhaber in Stammaktien umgewandelt werden können.
Serie A
Erste institutionelle Finanzierungsrunde; typischerweise werden Vorzugsaktien der Serie A ausgegeben.
Pre-Money Bewertung
Bewertung des Unternehmens vor der Kapitalzuführung; bestimmt, wie viel Prozent der Investor erhält.
Liquidationspräferenz
Recht der Investoren, bei Verkauf, Fusion oder Liquidation vor Stammaktionären ausbezahlt zu werden.
Umwandlungsrecht
Recht des Vorzugsaktionärs, seine Aktien jederzeit in Stammaktien zu konvertieren.
Rückkauf
Verpflichtung des Unternehmens, Aktien zu einem festgelegten Zeitpunkt und Preis vom Investor zurückzukaufen.
Präventivrecht
Recht des Investors, in zukünftigen Kapitalerhöhungen im Umfang seiner aktuellen Beteiligung zu investieren.
Vorkaufsrecht
Recht des Unternehmens oder Investors, Aktienverkäufe von Mitarbeitern vor Fremden zu erwerben.
Kapitalverwässerung
Reduzierung des Anteils eines Aktionärs durch Ausgabe neuer Aktien; wird durch gewichtete Durchschnittsformal abgefedert.
Automatische Umwandlung
Pflicht des Vorzugsaktionärs, bei erfolgreichem Börsengang die Aktien automatisch in Stammaktien umzuwandeln.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ Geschäfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • Lückenfüller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf über 3,000+ geschäftliche und rechtliche Vorlagen für jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und füllen Sie die Lücken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte Geschäftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum für nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle für Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

Führen Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von über 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr Geschäft zu strukturieren, zu führen und auszubauen.

Für immer kostenloser Plan · Keine Kreditkarte erforderlich