Eidestattliche Erklärung über Verlorene, Gestohlene oder Vernichtete Aktienzertifikate

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FreiEidestattliche Erklärung über Verlorene, Gestohlene oder Vernichtete Aktienzertifikate

Auf einen Blick

Was es ist
Eine eidestattliche Erklärung über den Verlust, Diebstahl oder die Vernichtung von Aktienzertifikaten ist ein rechtlich bindendes Dokument, das ein Aktionär einreicht, um den Verlust seiner Aktienurkunden offiziell zu dokumentieren. Das Dokument wird vom Aktionär unter Eid oder eidesstattlicher Versicherung unterzeichnet und dient als Nachweis gegenüber dem Unternehmen und den Behörden. Sie erhalten diese Vorlage als kostenlosen Word-Download, den Sie individuell anpassen und digital oder ausgedruckt einreichen können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Erklärung, wenn Aktienzertifikate verloren gehen, gestohlen werden oder beschädigt sind und nicht mehr aufgefunden werden können. Das Dokument ist erforderlich, um eine Ersatzurkunde zu beantragen oder um rechtlich nachzuweisen, dass das Original nicht mehr verfügbar ist. Es schützt sowohl den Aktionär als auch das Unternehmen durch eine dokumentierte, beeidete Aussage.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält eine formale Erklärung mit klaren Angaben zum Aktionär, zum Unternehmen und zur genauen Anzahl der verlorenen Aktien. Sie beinhaltet die wesentlichen Felder für Platzhalter wie Name des Unternehmens, Name des Aktionärs, Bundesland und Staat der Registrierung, Adresse und Anzahl der Aktien. Die Struktur folgt den rechtlichen Standards für eidestattliche Versicherungen und ist für den Einsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorbereitet.

Was ist eine Eidestattliche Erklärung über verlorene, gestohlene oder vernichtete Aktienzertifikate?

Eine eidestattliche Erklärung über verlorene, gestohlene oder vernichtete Aktienzertifikate ist ein formales rechtliches Dokument, das ein Aktionär unterzeichnet, um den Verlust oder die Beschädigung von Aktienurkunden offiziell nachzuweisen. Das Dokument wird unter Eid oder eidesstattlicher Versicherung unterzeichnet — das heißt, der Unterzeichner verpflichtet sich unter Strafandrohung des Meineids zur Wahrheit und Vollständigkeit aller Angaben. Eine solche Erklärung ist notariell beglaubigt und dient dem Unternehmen oder der Registerstelle als rechtlicher Nachweis, dass das Original nicht mehr verfügbar ist. Auf dieser Grundlage kann das Unternehmen ein Ersatzzertifikat ausstellen. Sie erhalten diese Vorlage als kostenlosen Word-Download, den Sie ausfüllen, ausdrucken und mit notarieller Beglaubigung beim Unternehmen einreichen können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine eidestattliche Erklärung wird Ihnen das Unternehmen kein Ersatzzertifikat ausstellen — die meisten Unternehmen haben eine Richtlinie, die dies fordert. Der Verlust oder Diebstahl eines Aktienzertifikats ist nicht nur lästig, sondern stellt auch ein rechtliches Risiko dar: Wenn das Original nicht offiziell dokumentiert wird, können Streitigkeiten über das Eigentum entstehen, und Sie können Ihre Aktionärsrechte (Stimmrecht, Dividenden) nicht ausüben. Ein verlorenes Zertifikat, das nicht erklärt wurde, kann auch zu Problemen bei der Vererbung oder beim Verkauf Ihrer Aktien führen. Diese Erklärung schützt Sie und das Unternehmen: Sie dokumentieren, dass Sie die Aktie rechtmäßig besitzen, und das Unternehmen hat einen rechtssicheren Grund, das Original für ungültig zu erklären und ein Ersatzzertifikat auszustellen. Ohne diesen Nachweis können Sie für lange Zeit vom Handel und von Dividendenzahlungen abgeschnitten sein.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Eine Privatperson hat ein oder mehrere Aktienzertifikate verloren und muss dies formal dokumentierenStandardversion — Einzelaktionär
Eine GmbH, AG oder Stiftung ist Aktionär und muss den Verlust durch bevollmächtigte Person erklärenVersion für juristische Personen
Der Aktionär möchte gleichzeitig einen Versicherungsanspruch dokumentieren und einreichenErweiterung mit Versicherungsanspruch
Es sind mehrere Zertifikate an verschiedenen Daten verloren gangen, die einzeln aufgelistet werden sollenMehrfach-Zertifikate
Der Erbschaftsverwalter erklärt Zertifikate des verstorbenen Aktionärs als verlorenNachlass- und Erbschaftsversion
Die Erklärung wird international benötigt und erfordert eine Apostille oder internationale BeglaubigungInternationale Version mit Apostille

Häufige Fehler vermeiden

❌ Ungenaue oder falsche Angaben zu Unternehmen oder Aktionär

Warum es wichtig ist: Fehler in Namen, Adresse oder Handelsregisternummer machen das Dokument ungültig und verzögern den Prozess erheblich.

Fix: Überprüfen Sie alle Angaben gegen das Handelsregister oder die Gründungsurkunde des Unternehmens und den Personalausweis des Aktionärs.

❌ Unklare oder unzureichende Beschreibung des Verlusts

Warum es wichtig ist: Wenn das Unternehmen nicht versteht, wie der Verlust stattfand, kann es die Erklärung ablehnen und ein Ersatzzertifikat verweigern.

Fix: Beschreiben Sie detailliert Datum, Ort, Umstände und alle bekannten Zertifikatnummern; nennen Sie ggf. Zeugen.

❌ Unterzeichnung ohne notarielle Beglaubigung

Warum es wichtig ist: Eine eidestattliche Versicherung ohne Notarbeglaubigung hat keine rechtliche Kraft und wird vom Unternehmen nicht anerkannt.

Fix: Gehen Sie immer zu einem Notar, bevor Sie unterzeichnen; der Notar beglaubigt die Unterschrift formell.

❌ Unterschreiben des Dokuments, bevor alle Felder ausgefüllt sind

Warum es wichtig ist: Unvollständige Felder führen zu Zweifeln an der Ernsthaftigkeit und können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Fix: Füllen Sie alle Platzhalter aus und lassen Sie eine zweite Person die Angaben überprüfen, bevor Sie unterzeichnen.

❌ Keine Dokumentation des Verlusts (Anzeige bei Polizei oder Versicherung) vorlegen

Warum es wichtig ist: Das Unternehmen kann eine Polizeianzeige oder Versicherungsbestätigung verlangen als zusätzlichen Beweis.

Fix: Erstatten Sie ggf. Anzeige bei der Polizei (bei Diebstahl) und beantragen Sie eine Bestätigung Ihrer Versicherung (falls versichert).

❌ Nicht angeben, ob bereits ein Ersatzzertifikat ausgegeben wurde oder Duplikate im Umlauf sind

Warum es wichtig ist: Das Unternehmen braucht diese Information, um zu verhindern, dass mehrfach gültige Zertifikate für die gleichen Aktien existieren.

Fix: Versichern Sie explizit, dass kein Duplikat oder Ersatzzertifikat bereits im Umlauf ist und dass Sie allein zur Geltendmachung der Aktien berechtigt sind.

Die 7 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Definitionen

In einfacher Sprache: Bestimmt den Namen und die rechtliche Form des Unternehmens und des Aktionärs, einschließlich ihrer Anschriften.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] eine Körperschaft, gegründet und bestehend im Rahmen der Rechtsvorschriften von [Bundesland] in [STAAT], deren Hauptsitz sich in [IHRE VOLLSTÄNDIGE ANSCHRIFT] befindet.

Häufiger Fehler: Den Namen des Unternehmens falsch schreiben oder die juristische Form unklar machen (z. B. nicht zwischen GmbH und AG unterscheiden).

Bestätigung des Aktionärsstatus

In einfacher Sprache: Der Aktionär versichert unter Eid, dass er Eigentümer der Aktien ist und diese Aktien rechtmäßig hält.

Beispielformulierung
Der Unterzeichnete ist der Besitzer von insgesamt [ANZAHL DER AKTIEN] Aktien der Stammaktie von [NAME DES UNTERNEHMENS] AG.

Häufiger Fehler: Die genaue Anzahl der Aktien nicht angeben oder verwirrt zwischen verschiedenen Aktientypen (Stamm- und Vorzugsaktien) bleiben.

Beschreibung des Verlusts

In einfacher Sprache: Dokumentiert, wie, wann und unter welchen Umständen die Aktienzertifikate verloren gingen.

Beispielformulierung
Das Zertifikat mit der Nummer [NUMMER] wurde am [DATUM] verloren / gestohlen / beschädigt unter folgenden Umständen: [BESCHREIBUNG].

Häufiger Fehler: Keine genaue Datums- oder Zeitangabe machen oder die Umstände unklar beschreiben, was Zweifel aufkommen lässt.

Versicherung der Echtheit

In einfacher Sprache: Der Aktionär erklärt, dass die Informationen vollständig und wahr sind und keine Duplikate oder Betrügereien vorliegen.

Beispielformulierung
Ich versichere unter Eid, dass alle Angaben in dieser Erklärung vollständig und wahrheitsgemäß sind und dass weder das Original noch ein betrügerisches Duplikat im Umlauf ist.

Häufiger Fehler: Die Versicherung zu schwach formulieren oder sie ganz weglassen, was die rechtliche Verbindlichkeit schwächt.

Unterzeichnung und Beglaubigung

In einfacher Sprache: Der Aktionär unterzeichnet die Erklärung und bestätigt damit die Echtheit unter Strafandrohung.

Beispielformulierung
Der Unterzeichnete bestätigt durch Unterschrift, dass diese Erklärung unter Strafandrohung des Meineids abgegeben wird. Unterschrift: _________________ Datum: _________________

Häufiger Fehler: Die Unterschrift vergessen oder nicht von einem Notar beglaubigen lassen, wo dies erforderlich ist.

Rechtliche Haftung und Konsequenzen

In einfacher Sprache: Warnt den Unterzeichner vor den strafrechtlichen Folgen der eidesstattlichen Versicherung, falls falsche Angaben gemacht werden.

Beispielformulierung
Der Unterzeichnete ist sich bewusst, dass eine eidestattliche Versicherung unter Strafandrohung abgegeben wird. Falsche Angaben können zu Strafverfolgung und Geldstrafen führen.

Häufiger Fehler: Diesen Abschnitt zu übersehen oder zu unterschätzen, was zu ernsthaften rechtlichen Konsequenzen führen kann.

Antrag auf Ersatzzertifikat

In einfacher Sprache: Der Aktionär fordert das Unternehmen auf, auf Basis dieser Erklärung ein Ersatzzertifikat auszustellen.

Beispielformulierung
Auf Grundlage dieser eidestattlichen Erklärung wird hiermit beantragt, dass das Unternehmen ein Ersatzzertifikat für die [ANZAHL] verlorenen/gestohlenen/vernichteten Aktien ausstellt.

Häufiger Fehler: Die Bitte um Ersatzzertifikat zu vage formulation oder die Bearbeitungsfrist nicht zu beachten.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Alle Platzhalter mit korrekten Unternehmensangaben füllen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS], [Bundesland], [STAAT] und [IHRE VOLLSTÄNDIGE ANSCHRIFT] mit den exakten Angaben der Aktiengesellschaft. Überprüfen Sie den Namen im Handelsregister oder der Gründungsurkunde.

    💡 Kopieren Sie den Namen direkt aus dem Handelsregister, um Schreibfehler auszuschließen.

  2. 2

    Aktionärsdaten vollständig eintragen

    Füllen Sie [NAME DES AKTIONÄRS] und [VOLLSTÄNDIGE ANSCHRIFT] des Aktionärs ein. Falls eine juristische Person: Namen und Anschrift der Körperschaft sowie den Namen der bevollmächtigten Person.

    💡 Verwenden Sie den Namen, wie er im Personalausweis oder Handelsregister eingetragen ist.

  3. 3

    Aktienanzahl und -typ angeben

    Tragen Sie die genaue [ANZAHL DER AKTIEN] ein und bestätigen Sie, dass es sich um Stammaktien handelt. Falls mehrere Zertifikatnummern verloren: alle separat auflisten.

    💡 Beziehen Sie die exakte Aktienanzahl von Ihren letzten Kontoauszügen oder dem Unternehmen.

  4. 4

    Verlust oder Beschädigung dokumentieren

    Beschreiben Sie präzise, wie und wann die Zertifikate verloren gingen. Nennen Sie Datum, Ort und Umstände (z. B. Umzug, Diebstahl, Wassereinbruch, Feuer). Je konkreter, desto glaubwürdiger.

    💡 Falls ein Diebstahl vorliegt: Geben Sie an, ob Anzeige bei der Polizei erstattet wurde.

  5. 5

    Versicherung überprüfen und Datenschutzerklärung abgeben

    Stellen Sie sicher, dass die eidestattliche Versicherung korrekt formuliert ist und nicht bereits unterzeichnet wurde. Lesen Sie die Haftungsklausel durch und verstehen Sie die strafrechtlichen Konsequenzen.

    💡 Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Sie unsicher sind, ob alle Angaben korrekt sind.

  6. 6

    Notarielle Beglaubigung

    Gehen Sie zu einem Notar und unterzeichnen Sie die Erklärung vor dem Notar. Der Notar beglaubigt die Unterschrift und bestätigt die Identität des Unterzeichners.

    💡 Bereiten Sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass für die Beglaubigung vor.

  7. 7

    An das Unternehmen und ggf. die Registerstelle übermitteln

    Senden Sie das original unterzeichnete und beglaubigte Dokument per beglaubigter Post oder persönlich an das Unternehmen (Investor Relations oder Registerstelle). Fordern Sie eine Bestätigung der Verantwortung an.

    💡 Behalten Sie eine Kopie und den Einschreiben-Beleg für Ihre Unterlagen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine eidestattliche Erklärung über verlorene Aktienzertifikate?

Eine eidestattliche Erklärung ist ein rechtlich bindendes Dokument, in dem ein Aktionär unter Eid (oder eidesstattlicher Versicherung) erklärt, dass seine Aktienzertifikate verloren gangen, gestohlen oder vernichtet wurden. Das Unternehmen benötigt diesen Nachweis, um ein Ersatzzertifikat auszustellen. Die Erklärung muss notariell beglaubigt werden und wird unter Strafandrohung des Meineids unterzeichnet.

Wann benötige ich diese Vorlage?

Sie benötigen diese Vorlage, wenn ein oder mehrere Ihrer Aktienzertifikate verloren gehen, gestohlen werden oder beschädigt sind. Dies kann beim Umzug, bei Diebstahl, durch Elementarschäden (Brand, Wasser) oder einfach durch Verlegen der Fall sein. Das Unternehmen verlangt eine formale Erklärung, bevor es ein Ersatzzertifikat ausstellt.

Muss die Erklärung notariell beglaubigt werden?

Ja, in der Regel ist eine notarielle Beglaubigung erforderlich. Der Notar überprüft die Identität des Unterzeichners, lässt ihn die Erklärung vor sich unterzeichnen und beglaubigt die Unterschrift. Dadurch wird die Authentizität und Verbindlichkeit des Dokuments gewährleistet.

Was sind die strafrechtlichen Folgen einer falschen Erklärung?

Eine falsche eidesstattliche Versicherung ist Meineid oder falsche eidesstattliche Aussage und kann zu Geldstrafen oder sogar zu einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren führen. Deshalb ist es extrem wichtig, dass alle Angaben vollständig und wahrheitsgemäß sind. Zögern Sie nicht, einen Anwalt zu konsultieren, wenn Sie unsicher sind.

Wie lange dauert der Prozess bis zur Ausstellung eines Ersatzzertifikats?

Die Bearbeitungsdauer hängt vom Unternehmen ab. In der Regel dauert es zwischen 2 und 8 Wochen, nachdem das Unternehmen Ihre beglaubigte Erklärung erhalten hat. Manche Unternehmen verlangen zusätzliche Dokumente (z. B. Polizeibericht bei Diebstahl) oder prüfen die Angaben mit ihrer Registerstelle. Fragen Sie das Unternehmen nach einer voraussichtlichen Bearbeitungsfrist.

Was ist der Unterschied zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien?

Stammaktien geben Ihnen volle Stimmrechte und Dividendenberechtigung. Vorzugsaktien haben normalerweise ein erhöhtes Dividendenrecht, aber kein oder begrenztes Stimmrecht. In dieser Vorlage wird von Stammaktien ausgegangen. Falls Sie Vorzugsaktien verloren haben, müssen Sie die Vorlage anpassen und die Art der Aktie klar angeben.

Kann ich diese Vorlage auch online ausfüllen und einreichen?

Sie können die Vorlage online (in Word) ausfüllen und ausdrucken. Die Unterzeichnung und notarielle Beglaubigung müssen jedoch in Person erfolgen. Das Original mit notarieller Beglaubigung muss an das Unternehmen übermittelt werden. Per E-Mail eingereichte Scans oder Digital-Signatures sind in der Regel nicht ausreichend.

Muss ich eine Polizeianzeige erstatten, wenn die Zertifikate gestohlen wurden?

Es ist nicht rechtlich erforderlich, aber es wird dringend empfohlen. Eine Polizeianzeige stärkt Ihren Nachweis und zeigt dem Unternehmen, dass Sie den Diebstahl ernst genommen haben. Außerdem ist die Anzeige wichtig für eine mögliche Versicherungsgeltendmachung. Heben Sie die Anzeigenbestätigung auf und beifügen Sie sie dem Antrag auf Ersatzzertifikat.

Wer kann diese Erklärung unterzeichnen?

Nur der Aktionär (oder sein bevollmächtigter Vertreter) kann die Erklärung unterzeichnen. Falls der Aktionär eine juristische Person ist (z. B. GmbH), muss ein bevollmächtigter Vertreter (z. B. Geschäftsführer) unterzeichnen. Erbschaften oder Vollmachten müssen notariell dokumentiert sein. Lassen Sie sich von einem Anwalt beraten, wenn Sie unsicher sind, wer unterzeichnungsberechtigt ist.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfache schriftliche Mitteilung des Verlusts

Eine einfache Mitteilung hat keine rechtliche Kraft und wird vom Unternehmen nicht akzeptiert. Eine eidestattliche Erklärung ist rechtlich bindend, unter Strafandrohung unterzeichnet und notariell beglaubigt. Sie ist die einzige Form, die ein Unternehmen als Nachweis für die Ausstellung eines Ersatzzertifikats akzeptiert.

vs Versicherungsbestätigung des Verlusts

Eine Versicherungsbestätigung beweist, dass Sie versichert sind und einen Schaden angemeldet haben, ersetzt aber keine eidestattliche Erklärung. Sie können die Versicherungsbestätigung als Zusatzbeweis vorlegen, müssen aber immer noch eine eidestattliche Erklärung unterzeichnen. Beide Dokumente zusammen sind ideal.

vs Gerichtliches Verfahren zur Feststellung des Eigentumsverlusts

Ein Gerichtsverfahren ist teuer und zeitaufwendig. Eine eidestattliche Erklärung ist schneller, günstiger und wird in den meisten Fällen vom Unternehmen akzeptiert. Ein Gericht ist nur notwendig, falls das Unternehmen die Erklärung ablehnt oder bei Streitigkeiten über das Eigentum.

vs Polizeibericht über Diebstahl

Ein Polizeibericht beweist nur, dass Sie Anzeige erstattet haben, bestätigt aber nicht, dass Sie der rechtmäßige Eigentümer warst. Eine eidestattliche Erklärung unter Eid beweist sowohl den Verlust als auch Ihr Eigentumsrecht. Der Polizeibericht ist eine wichtige Ergänzung bei Diebstahl, ersetzt die Erklärung aber nicht.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzwirtschaft und Bankwesen

Finanzinstitute und Vermögensverwalter verwalten Aktienzertifikate für ihre Kunden und benötigen diese Vorlage, um Verluste offiziell zu dokumentieren und Ersatzzertifikate zu beantragen.

Aktiengesellschaften und Kapitalgesellschaften

Unternehmen, die eigene Aktien ausgeben, benötigen solche Erklärungen von Aktionären, um Ersatzzertifikate rechtlich sauber auszustellen und ihre Aktienregister zu verwalten.

Versicherungsbranche

Versicherungen, die Wertpapierdiebstahl und Verlust versichern, nutzen eidestattliche Erklärungen als Basis für die Schadensregulierung.

Notariat und Rechtswesen

Notare und Rechtsanwälte beglaubigen und beraten bei der Erstellung dieser Erklärungen und unterstützen Aktionäre bei Verlusten.

Vermögensmanagement und Privatunternehmen

Familienbetriebe und Privatunternehmen mit Aktionärsstruktur nutzen diese Vorlage, um Aktienverluste formell zu dokumentieren und Nachfolgeplanung zu sichern.

Nachlassverwaltung und Erbrecht

Erbe und Testamentsvollstrecker verwenden eidestattliche Erklärungen, um verlorene Aktienzertifikate von verstorbenen Aktionären zu dokumentieren und Nachlassvermögen zu sichern.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist eine eidestattliche Versicherung ein anerkanntes Rechtsinstrument nach BGB und StGB. Sie muss vor einem Notar oder Richter unterzeichnet werden. Das Unternehmen ist verpflichtet, auf Basis dieser Erklärung ein Ersatzzertifikat auszustellen, sofern die Bestimmungen erfüllt sind.

In Österreich ist eine eidesstattliche Aussage oder beglaubigte Versicherung nach dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) gültig. Die Vorlage kann angepasst werden, der Prozess ist ähnlich wie in Deutschland, benötigt aber österreichische Notarbestätigung.

In der Schweiz ist eine eidesstattliche Erklärung ebenfalls gültig und wird vom Kanton registriert. Die Ausgestaltung unterscheidet sich leicht: Sie benötigen die Bestätigung durch eine schweizer Notarin oder einen Richter. Konsultieren Sie einen Schweizer Anwalt für spezifische Anforderungen Ihres Kantons.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEin unkomplizierter Verlust (z. B. Umzug), wenige Aktien, Englische Anschrift und Aktiengesellschaft, keine Besonderheiten.0 € (nur Notargebühren, ca. 30–60 €)30 Minuten zum Ausfüllen + 1 Stunde beim Notar
Vorlage + RechtsprüfungSie möchten die Vorlage nutzen, aber ein Anwalt oder Rechtsanwalt soll die Angaben überprüfen, bevor Sie unterzeichnen.150–400 € (Anwalt + Notargebühren)2–3 Tage für Anwaltsprüfung + Notartermin
MaßgeschneidertKomplexe Situation (mehrere Zertifikate, internationale Parteien, Streit mit Unternehmen, Nachlass, Betrug), Sie benötigen eine vollständig maßgeschneiderte Lösung.400–1.200 € (Anwalt + Notargebühren)1–2 Wochen

Glossar

Aktienzertifikat
Eine Urkunde, die den Besitz und die Rechte des Aktionärs an Aktien eines Unternehmens dokumentiert und beweist.
Eidestattliche Versicherung
Eine formale Versicherung anstelle eines Eides, mit der die Wahrheit einer Aussage unter Strafe der Meineid bekräftigt wird.
Stammaktie
Eine Aktie, die alle Grundrechte im Unternehmen mit sich bringt, insbesondere Stimmrecht und Dividendenberechtigung.
Aktionär
Eine Person oder juristische Person, die Aktien eines Unternehmens besitzt und damit Anteile am Unternehmen hält.
Ersatzzertifikat
Ein neues Aktienzertifikat, das von einem Unternehmen ausgestellt wird, wenn das Original verloren oder zerstört wurde.
Registerstelle
Die Stelle (häufig ein Register oder eine Behörde), die Aktienzertifikate registriert und Ersatzurkunden ausstellt.
Körperschaft
Ein rechtliches Konstrukt (wie eine AG, GmbH oder Stiftung), das unabhängig von seinen Gründern handelt und Vermögen hält.
Diebstahl oder Verlust
Der juristische Unterschied: Verlust bedeutet unverschuldetes Verschwinden, Diebstahl eine illegale Aneignung durch Dritte.
Beidseitige Unterzeichnung
Das Dokument wird sowohl vom Aktionär als auch oft von einem Notar oder Amtsrichter unterzeichnet und beglaubigt.
Bundesland
Eines der 16 deutschen Bundesländer (oder 9 österreichischen Bundesländer bzw. 26 Schweizer Kantone).

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