Vereinbarung über den Kauf und Verkauf von Aktien durch andere Aktionäre oder das Unternehmen

Kostenloser Word-Download • Online bearbeiten • Mit Drive speichern und teilen • Als PDF exportieren

9 seiten25–35 min zum AusfüllenSchwierigkeit: KomplexUnterschrift erforderlichRechtsprüfung empfohlen
Mehr erfahren ↓
FreiVereinbarung über den Kauf und Verkauf von Aktien durch andere Aktionäre oder das Unternehmen

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Aktienverkaufsvereinbarung regelt die Bedingungen, unter denen Aktionäre ihre Anteile an andere Aktionäre oder an das Unternehmen selbst verkaufen können. Sie legt Angebots-, Ablehnung- und Kaufverfahren fest, schützt die Kontrolle des Unternehmens und sichert den Nachlass von verstorbenen Aktionären ab. Diese Vorlage ist als Word-Dokument kostenlos herunterladbar und vollständig anpassbar.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn mehrere Aktionäre ein privates Unternehmen halten und eine unkontrollierte Übertragung von Anteilen an außenstehende Dritte vermeiden möchten. Sie ist insbesondere relevant, wenn ein Aktionär das Unternehmen verlässt, eine neue Tätigkeit aufnimmt oder verstirbt. Auch bei Erbfällen schützt sie die Stabilität des Unternehmens und die Interessen der verbleibenden Aktionäre.
Was enthalten ist
Die Vereinbarung enthält Klauseln zur Einschränkung des freien Aktienverkaufs während der Lebenszeit, ein formales Angebots- und Annahmeverfahren mit Fristen, die Preisfestlegung, Regelungen beim Ausscheiden eines Aktionärs, Bestimmungen zum Todesfall mit Versicherungssicherung und Sonderregelungen für S-Körperschaften (US-amerikanisch).

Was ist eine Aktienverkaufsvereinbarung?

Eine Aktienverkaufsvereinbarung (auch Buy-Sell Agreement oder Kauf-Verkaufs-Vereinbarung genannt) ist ein Vertrag zwischen Aktionären und ihrem Unternehmen, der regelt, unter welchen Bedingungen Aktienanteile verkauft, gekauft oder übertragen werden dürfen. Die Vorlage legt fest, dass kein Aktionär seine Aktien frei an Außenstehende verkaufen kann — stattdessen müssen er zuerst die anderen Aktionäre und das Unternehmen ein Angebot machen. Nur wenn diese ablehnen, darf ein Verkauf an Dritte stattfinden. Besonders wichtig ist die Regelung für den Todesfall: Hier ist das Unternehmen verpflichtet, die Aktien des verstorbenen Aktionärs zu einem vereinbarten Preis aufzukaufen. Diese Vorlage ist als kostenloses Word-Dokument herunterladbar und online in Ihrem Browser bearbeitbar. Sie können alle Platzhalter anpassen, die Vorlage als PDF exportieren und ausdrucken.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine klare Vereinbarung läuft Ihr Unternehmen Risiko: Ein Aktionär könnte seine Anteile unerwartet an einen Konkurrenten oder an externe Geldgeber verkaufen — und Sie hätten keine Kontrolle darüber, wer dann Ihr Unternehmen mitlenkt. Im Todesfall eines Aktionärs würden seine Erben automatisch Anteilseigner, selbst wenn sie nicht in die Branche gehören oder Ihre Geschäftsleitung sabotieren könnten. Eine Aktienverkaufsvereinbarung verhindert das. Sie schützt die Kontinuität und Kontrolle des Unternehmens und sorgt dafür, dass die Familie des verstorbenen Aktionärs sofort Bargeld erhält, statt jahrelang Anteile zu halten, die schwer zu verkaufen sind. Für Ihre Banken und Investoren signalisiert die Vereinbarung, dass Sie professionell strukturiert sind. Auch steuerlich ist sie relevant — die Bewertungsmethode beeinflusst die Besteuerung von Erbfällen und Ausscheidu ngen erheblich.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn Aktionäre Vorrang vor dem Unternehmen haben sollenVereinbarung mit Kauf-Angebot an andere Aktionäre zuerst
Wenn das Unternehmen selbst Anteile zurückhalten sollVereinbarung mit Kauf-Option an das Unternehmen
Wenn Todesfall-Liquidität durch Lebensversicherung gesichert wirdVereinbarung mit Versicherungsschutz
Wenn Aktionär-Status an laufende Beschäftigung gekoppelt istVereinbarung mit Beschäftigungs-Ausstiegsklausel
Wenn familiengebundene Erbfolge und Nachlass-Regeln nötig sindVereinbarung für Familien-Gesellschaften
Wenn Verkaufsoptionen statt Verpflichtungen vorgesehen sindVereinbarung ohne Kaufverpflichtung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unklare oder fehlende Kaufpreisfestlegung

Warum es wichtig ist: Im Todesfall oder bei Ausscheiden kann das Unternehmen nicht zahlen, wenn der Preis unklar ist, oder Streit entsteht über die Bewertung.

Fix: Definieren Sie den Preis konkret (z. B. €X pro Aktie) oder eine unabhängige Bewertungsmethode mit Schiedsverfahren.

❌ Zu lange oder gar keine Fristen für Angebotsentscheidungen

Warum es wichtig ist: Ein Aktionär bleibt in der Schwebe, kann nicht verkaufen und das Unternehmen hat keine Planungssicherheit.

Fix: Setzen Sie klare, realistische Fristen (z. B. 30–60 Tage für Angebote, 90 Tage für Verkauf an Dritte).

❌ Keine Lebensversicherung oder unzureichende Deckung

Warum es wichtig ist: Im Todesfall eines Aktionärs kann das Unternehmen die Rückkaufsverpflichtung nicht erfüllen und gerät in finanzielle Not.

Fix: Schließen Sie eine Lebensversicherung ab, die den erwarteten Kaufpreis pro Aktionär mindestens abdeckt.

❌ Nicht-Beachtung der Satzung oder des Gesellschaftsvertrags

Warum es wichtig ist: Die Vereinbarung kann unwirksam sein, wenn sie dem Gesellschaftsvertrag widerspricht (z. B. bei Vetorechten oder Gewinnverteilung).

Fix: Vergleichen Sie diese Vorlage mit Ihrer Satzung und lassen Sie einen Anwalt die Konsistenz überprüfen.

❌ Unvollständige Identifikation von Parteien oder falsches Handelsregister-Eintrag

Warum es wichtig ist: Die Vereinbarung könnte unanfectbar oder schwer durchzusetzen sein, wenn Parteibezeichnungen fehlerhafte oder veraltete Daten enthalten.

Fix: Verwenden Sie offizielle Handelsregisterauszüge und aktuelle Ausweisdaten aller natürlichen Personen.

❌ Beschränkung auf Lebensdauer, aber kein Regelung für Erbe oder Übergabe

Warum es wichtig ist: Ein Erbe oder Nachfolger eines Aktionärs ist nicht an die Beschränkung gebunden und kann Anteile frei übertragen.

Fix: Erläutern Sie explizit, dass die Beschränkung auch auf Erben und rechtliche Nachfolger anwendbar ist.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Einleitung und Parteien

In einfacher Sprache: Identifizierung der beteiligten Aktionäre und des Unternehmens sowie das Stichtag der Vereinbarung.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung ist wirksam zum [DATUM] ZWISCHEN: [NAME DES AKTIONÄRS 1] (der "Übertragende") und [NAME DES UNTERNEHMENS] (der "Verkäufer").

Häufiger Fehler: Ungenaue Angabe von Namen, Adressen oder fehlende Unterscheidung zwischen natürlichen Personen und juristische Personen.

Beschränkung während der Lebensdauer

In einfacher Sprache: Verbot der freien Übertragung oder Belastung von Aktien ohne Zustimmung des Unternehmens und anderer Aktionäre während der Lebenszeit.

Beispielformulierung
Kein Aktionär darf Aktien des Aktienkapitals des Unternehmens während dessen Lebenszeit ohne die Zustimmung des Unternehmens und der anderen Aktionäre übertragen, es sei denn, er hat zuvor ein formales Angebot unterbreitet.

Häufiger Fehler: Zu breite oder zu enge Definition von "Übertragung" — z. B. nicht-Auslegung von Pfandrechten oder Sicherheitsübereignungen.

Angebot des Übertragenden

In einfacher Sprache: Formales Verfahren, durch das ein verkaufswilliger Aktionär zunächst anteilig den anderen Aktionären und dann dem Unternehmen ein Angebot unterbreiten muss.

Beispielformulierung
Das Angebot hat anteilig zunächst an den/die anderen Aktionär(e) zu erfolgen und setzt sich aus einem Angebot, sämtliche Aktien des Aktienkapitals zu veräußern, zusammen, dem eine Erklärung mit Absicht, Namen und Bedingungen beigefügt ist.

Häufiger Fehler: Versäumnis, präzise Angaben zu Anzahl, Wert und Bedingungen der Übertragung in das Angebot aufzunehmen.

Annahme des Angebots und Fristen

In einfacher Sprache: Die Frist (z. B. [NUMMER] Tage), in der andere Aktionäre das Angebot annehmen können, gefolgt von eine Frist für das Unternehmen, falls die Aktionäre ablehnen.

Beispielformulierung
Innerhalb von [NUMMER] Tagen nach Erhalt können die anderen Aktionär(e) das Angebot annehmen. Lehnen diese ab, kann das Unternehmen innerhalb von [NUMMER] Tagen das Angebot annehmen.

Häufiger Fehler: Unklar definierte Fristen oder fehlende Klärung, ob Fristen laufen, während das Unternehmen überlegt.

Kaufpreis und Gegenleistung

In einfacher Sprache: Festlegung des Kaufpreises oder der Bewertungsmethode für die zu verkaufenden Aktien (verwiesen auf Abschnitt 3).

Beispielformulierung
Der Kaufpreis für die Aktien des Aktienkapitals, welche dem Übertragenden gehören, ist in Abschnitt 3 dieser Satzung festgelegt als [PREIS PRO AKTIE] oder nach [BEWERTUNGSMETHODE].

Häufiger Fehler: Vage oder nicht-nachvollziehbare Preisfestlegung — z. B. "angemessener Preis" ohne Konkretisierung oder Streitschlichtungsmechanismus.

Abschluss der Transaktion

In einfacher Sprache: Details zum Ort, Zeitpunkt und den Dokumenten, die beim Abschluss übergeben werden müssen (Zertifikate, Zahlungen).

Beispielformulierung
Der Abschluss erfolgt in der Hauptniederlassung des Unternehmens. Die Gegenleistung wird zum vereinbarten Zeitpunkt bezahlt. Zertifikate und das Eigentum gehen an den Käufer über.

Häufiger Fehler: Nicht-Angabe von Zahlungsmodalitäten (Bardarlehen, Ratenplan, Aufrechnungen) oder Sicherheiten.

Freistellung von Beschränkungen

In einfacher Sprache: Bedingung, unter der ein Übertragende die Aktien an einen Dritten verkaufen darf, wenn beide Käufer ablehnen — z. B. innerhalb von [NUMMER] Tagen, sonst gelten wieder die Beschränkungen.

Beispielformulierung
Wenn weder das Unternehmen noch andere Aktionär(e) das Angebot annehmen, kann der Übertragende an einen Dritten verkaufen, aber nur wenn dies innerhalb von [NUMMER] Tagen nach Ablehnung geschieht.

Häufiger Fehler: Zu lange oder zu kurze Frist für den Verkauf an Dritte, oder mangelnde Re-Beschränkung danach.

Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses

In einfacher Sprache: Regel, dass der Ausscheiden eines Aktionärs aus dem Unternehmen (kündigung oder Kündigung) automatisch ein Verkaufsangebot aller seine Aktien zum Kaufpreis auslöst.

Beispielformulierung
Jeder Aktionär, dessen Beschäftigungsverhältnis in irgendeiner Eigenschaft beendet wird, ist so eingestuft, dass er zum Zeitpunkt der Beendigung ein Angebot für alle seine Aktien zu dem in Abschnitt 3 angegebenen Kaufpreis unterbreitet hat.

Häufiger Fehler: Nicht-Differenzierung zwischen freiwilligem Ausscheiden (Rücktritt) und unfreiwilligem (Kündigung), was zu verschiedenen Preisen oder Bedingungen führen sollte.

Kauf im Todesfall

In einfacher Sprache: Verpflichtung des Unternehmens (oder der verbleibenden Aktionäre), die Aktien eines verstorbenen Aktionärs zu einem festgelegten Preis zu kaufen und diese aus dem Nachlass zu erwerben.

Beispielformulierung
Nach dem Tod eines Aktionärs (Erblasser) hat das Unternehmen alle Aktien des Aktienkapitals, welche ihm gehören, vom persönlichen Beauftragten des Erblassers für den in Abschnitt 3 angegebenen Kaufpreis zu kaufen.

Häufiger Fehler: Unklarheit über den Zeitpunkt der Verpflichtung, ob sofort oder erst nach Erbscheinsfertigung, und fehlende Zweitösung, falls das Unternehmen nicht zahlen kann.

Versicherungslösung

In einfacher Sprache: Das Unternehmen kann Lebensversicherungspolicen für Aktionäre abschließen, deren Auszahlung im Todesfall zur Finanzierung des Aktienrückkaufs verwendet wird.

Beispielformulierung
Das Unternehmen hat die Möglichkeit, Lebensversicherungspolicen für alle Aktionäre über jeden gewünschten Deckungsbetrag zu kaufen, um die Verpflichtung, Aktien aus einem Nachlass zu kaufen, zu sichern.

Häufiger Fehler: Fehlende Klärung der Versicherungseigentümerschaft (Unternehmen oder Aktionär), Beneficiary-Bestimmungen oder Kündigungs-Regelungen bei Ausscheiden eines Aktionärs.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Genaue Daten und Namen aller Parteien eintragen

    Füllen Sie alle Platzhalter wie [DATUM], [NAME DES AKTIONÄRS 1], [ADRESSE], [NAME IHRES UNTERNEHMENS], [BUNDESLAND/STAAT] mit den exakten Daten aus. Verwenden Sie offizielle Unternehmensregisterdaten und Ausweisnummern.

    💡 Konsultieren Sie das Handelsregister oder die Gesellschafterliste, um vollständig korrekte Namen und Adressen zu sichern.

  2. 2

    Anzahl der Aktien und Eigentumsanteile festlegen

    Tragen Sie die Anzahl der Aktien pro Aktionär und den Stammaktien-Wert (z. B. €1.00 pro Aktie) ein. Berechnen Sie die prozentuale Beteiligung ([%]).

    💡 Dies sollte mit den Gründungsdokumenten und der aktuellen Shareholder-Liste übereinstimmen.

  3. 3

    Fristen für Angebote definieren

    Ersetzen Sie alle [NUMMER]-Platzhalter mit konkreten Fristen (z. B. 30 Tage für andere Aktionäre, 30 Tage für das Unternehmen, 90 Tage für Verkauf an Dritte).

    💡 Kürzere Fristen erhöhen die Dynamik, längere geben mehr Zeit zur Finanzplanung.

  4. 4

    Kaufpreis oder Bewertungsmethode festlegen

    Bestimmen Sie in Abschnitt 3, wie der Kaufpreis berechnet wird (z. B. fester Betrag pro Aktie, Bewertungsformel, jährliche Neubewertung durch Buchhalter).

    💡 Fair-value-Methoden wie Ertragswertverfahren oder Vergleichswertverfahren sind branchenabhängig — lassen Sie sich ggf. von einem Bewerter unterstützen.

  5. 5

    Versicherungslösung konfigurieren

    Entscheiden Sie, ob das Unternehmen Lebensversicherungen für Aktionäre abschließen soll. Falls ja, definieren Sie Deckungsbeträge und Versicherungsnehmer/Begünstigte.

    💡 Die Police sollte die maximale Gesamtkaufverpflichtung abdecken; besprechen Sie dies mit einem Versicherungsmakler.

  6. 6

    Abschnitt 3 mit allen Kaufpreis-Details abschließen

    Schreiben oder kopieren Sie die komplette Kaufpreis-Definition in Abschnitt 3, einschließlich Zahlungsbedingungen (sofort, in Raten, Aufrechnung mit Gehaltsrückständen etc.).

    💡 Seien Sie präzise — Vaguheit führt zu Streitigkeiten im Todesfall oder bei Ausscheiden.

  7. 7

    Überprüfung auf S-Körperschaft (falls in USA relevant)

    Falls Ihr Unternehmen eine US-amerikanische S-Corporation ist, stellen Sie sicher, dass der neue Aktionär die Klausel zur Nicht-Aufhebung des S-Status unterschreibt.

    💡 Diese Klausel ist in Deutschland nicht relevant, kann aber für internationale Strukturen wichtig sein.

  8. 8

    Rechtliche Überprüfung durch Anwalt oder Steuerberater

    Senden Sie die ausgefüllte Vereinbarung an einen auf GmbH/AG-Recht spezialisierten Anwalt, um sicherzustellen, dass sie mit der Satzung und deutschem Gesellschaftsrecht vereinbar ist.

    💡 Eine rechtliche Überprüfung ist hochgradig empfohlen, besonders bei Familiengesellschaften oder mehreren Aktionären.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen dieser Vereinbarung und einer Aktionärsvereinbarung (Shareholder Agreement)?

Diese Vereinbarung konzentriert sich speziell auf den Kauf und Verkauf von Aktien (Buy-Sell- oder Cross-Purchase-Bestimmungen), während ein allgemeines Shareholder Agreement auch Governance, Dividenden, Verwässerungsschutz und Konfliktlösung regelt. Sie können beide Dokumente gemeinsam verwenden.

Wer zahlt im Todesfall — das Unternehmen oder die Versicherung?

Das Unternehmen kauft die Lebensversicherung und ist der Beneficiary. Im Todesfall fließt die Versicherungssumme an das Unternehmen, das damit die Aktien vom Nachlass des verstorbenen Aktionärs kauft. Dies nennt sich „Redemption" oder Unternehmens-Rückkauf.

Kann ein Aktionär die Vereinbarung kündigen, wenn er mit den Bedingungen nicht einverstanden ist?

Nein, wenn alle Aktionäre und das Unternehmen das Dokument unterzeichnet haben, ist es bindend. Änderungen erfordern die schriftliche Zustimmung aller Parteien. Konsultieren Sie vor Unterzeichnung einen Anwalt, um sicherzustellen, dass Ihre Interessen geschützt sind.

Was passiert, wenn das Unternehmen beim Todesfall nicht zahlen kann?

Ohne Versicherung hat das Unternehmen ein Liquiditätsproblem. Deshalb ist der Abschluss von Lebensversicherungen empfohlen. Sonst können Sie im Vertrag auch Ratenzahlungsoptionen oder Bankdarlehen vorsehen, um Nachlass und Unternehmen zu schützen.

Ist diese Vereinbarung in Österreich und der Schweiz gültig?

Diese Vorlage ist für Deutschland ausgerichtet. In Österreich müssen Sie GmbH-Anteile unterschiedlich behandeln als AG-Aktien. In der Schweiz gelten andere Steuern und Grundprinzipien. Lassen Sie sich lokal anwaltlich beraten, um kulturelle und rechtliche Unterschiede anzupassen.

Kann ein Aktionär seine Aktien vererben, wenn er gegen die Vereinbarung verstößt?

Nein, die Vereinbarung gilt auch gegenüber dem Nachlass. Im Todesfall ist der persönliche Beauftragte (Testamentsvollstrecker) verpflichtet, die Aktien zum festgelegten Preis an das Unternehmen zu verkaufen — unabhängig von den Erbwünschen.

Wie oft sollte der Kaufpreis überprüft oder angepasst werden?

Dies hängt von Ihrer Geschäftssituation ab. Jährliche Überprüfungen nach Jahresabschluss sind üblich, besonders wenn der Preis an Umsatz oder Gewinn gekoppelt ist. Eine starre Fixpreisklausel kann nach Jahren unrealistisch werden — überlegen Sie, einen Anpassungsmechanismus einzubauen.

Was ist ein 'persönlicher Beauftragter' (Personal Representative)?

Der persönliche Beauftragte ist der Testamentsvollstrecker oder Administrator des Nachlasses (in Deutschland: Nachlassverwalter oder Erbe mit Vollmacht). Er verwaltet die Erbschaft, bezahlt Schulden und verkauft die Aktien gemäß dieser Vereinbarung.

Bin ich als Aktionär verpflichtet, die Versicherungsprämien zu zahlen?

Nein, in dieser Struktur zahlt das Unternehmen die Prämien. Allerdings können die Prämien die Gewinne und damit indirekt Ihre Dividenden beeinflussen. In manchen Vereinbarungen zahlen Aktionäre die Prämien direkt — das sollte klar geregelt sein.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeine Aktionärsvereinbarung (Shareholder Agreement)

Eine allgemeine Aktionärsvereinbarung regelt umfassend Governance, Informationsrechte, Dividenden und Streitschlichtung zwischen Aktionären. Diese Vorlage konzentriert sich ausschließlich auf Kauf-Verkauf und Todesfall. Sie sind komplementär — verwenden Sie beide zusammen für vollständigen Schutz.

vs Einfache Kaufoption (Call/Put Option)

Eine bloße Kaufoption gibt einem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, Aktien zu erwerben. Diese Vereinbarung erzwingt sowohl das Angebot als auch die Annahme unter festgelegten Bedingungen. Sie ist stärker bindend und bietet mehr Planungssicherheit.

vs Testamentarische Verfügung oder Erbfolge-Clause

Ein Testament regelt nur, wer erbt. Diese Vereinbarung zwingt den Erben, die Aktien an das Unternehmen zu verkaufen. Sie vermeiden damit, dass Fremde erbbedingt Anteilseigner werden, und sichern die Liquidität für die Familie.

vs Darlehensvertrag mit Sicherheit

Ein Darlehensvertrag mit Aktienbesicherung erlaubt Kreditgeber, Aktien im Notfall zu verkaufen. Diese Vereinbarung regelt dagegen den Verkauf zwischen Aktionären untereinander. Beides kann parallel bestehen, regelt aber unterschiedliche Szenarien.

Branchenspezifische Hinweise

Mittelständige Familienunternehmen

Vereinbarungen sichern Erbfälle ab und verhindern externe Kontrolle durch fremde Erben.

Startups und Tech-Gründungen

Buy-Sell-Klauseln schützen Gründer vor unerwünschten Co-Investoren und definieren Ausstiegspreise.

Freiberuflergesellschaften (Ärzte, Anwälte, Ingenieure)

Regulierte Branchen erfordern Vereinbarungen zur Sicherung von Qualifikationsstandards bei Wechsel.

Handwerk und Handelsunternehmen

Vereinbarungen gewährleisten Betriebskontinuität, wenn ein Partner in den Ruhestand geht oder ausfällt.

Immobilienverwaltung und Maklerunternehmen

Aktienverkaufsvereinbarungen schützen Kundenbeziehungen und Lizenzgebundenheit beim Wechsel.

Konsultingbüros und Agenturen

Vereinbarungen regeln Know-how-Transfer und Kundenbeziehungen beim Ausscheiden eines Partners.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage folgt deutschem Aktienrecht (Aktiengesetz, AktG) und deutschem BGB für Vertragsrecht. Sie ist für Kapitalgesellschaften (AGs) in Deutschland konzipiert und rechtssicher, solange die Satzung nicht widerspricht. Konsultieren Sie einen Anwalt, um Konsistenz mit Ihrer Gesellschaftssatzung zu sichern.

In Österreich gelten ähnliche Prinzipien, aber das Aktiengesetz (AktG) und das Unternehmensgesetzbuch (UGB) unterscheiden sich teilweise. GmbH-Anteile werden anders behandelt als Aktien. Lassen Sie die Vereinbarung von einem österreichischen Gesellschaftsrechtler anpassen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Strukturen mit 2–3 Aktionären, klarer Preisfestlegung und guter gegenseitiger Verständigung.Kostenloser Download, nur Druckkosten; Zeit für Anpassung ~2–3 Stunden.Innerhalb von 1–2 Tagen einsatzbereit.
Vorlage + RechtsprüfungStrukturen mit mehreren Aktionären, komplexeren Bewertungsmethoden oder geplanter Versicherungslösung.Vorlage kostenlos + Anwaltshonorar für Überprüfung (ca. €300–800).5–7 Arbeitstage mit Anwalt einplanen.
MaßgeschneidertHochkomplexe Strukturen (mehrere Gesellschaften, internationale Aktionäre, Verwässerungsschutz, Drag-Along-Klauseln).Vollständig individuelles Anwaltshonorarbiet (ca. €1.500–5.000+).2–4 Wochen, abhängig von Komplexität und Anwalt.

Glossar

Übertragende
Der Aktionär, der beabsichtigt, Aktien zu verkaufen oder zu belasten.
Käufer
Der Aktionär oder das Unternehmen, das die Aktien vom Übertragenden erwerben soll.
Aktienkapital
Die Gesamtheit aller im Unternehmen ausgegebenen Aktien, eingeteilt in Stammaktien und ggf. Vorzugsaktien.
Belasten
Die Belastung von Aktien als Sicherheit für Darlehen oder andere Verpflichtungen.
Persönlicher Beauftragter
Der Verwalter oder Testamentsvollstrecker des Nachlasses eines verstorbenen Aktionärs.
Option
Das Recht, aber nicht die Pflicht, ein Angebot anzunehmen oder abzulehnen.
S-Körperschaft
Eine in den USA anerkannte Unternehmensform mit speziellen Steuer- und Anteilseigentümer-Restriktionen.
Freistellung
Die Freigabe von Aktien aus vertraglichen Beschränkungen unter festgelegten Bedingungen.
Liquidität
Die verfügbaren Geldmittel zur Zahlung eines Kaufpreises im Todesfall oder Verkaufsfall.
Lebensversicherung
Eine Police, die im Todesfall einen vereinbarten Betrag auszahlt, um Kaufverpflichtungen zu erfüllen.
Stammaktie
Die normale Aktienklasse mit voller Stimmrecht und Gewinnbeteiligungsrecht.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ Geschäfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • Lückenfüller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf über 3,000+ geschäftliche und rechtliche Vorlagen für jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und füllen Sie die Lücken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte Geschäftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum für nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle für Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

Führen Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von über 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr Geschäft zu strukturieren, zu führen und auszubauen.

Kostenlos starten · Keine Kreditkarte erforderlich