1
Parteien identifizieren und Stammdaten eintragen
Tragen Sie Name, Rechtsform, Registrierungsort, Bundesland und vollständige Adresse aller beteiligten Parteien ein. Klären Sie, wer Auftraggeber, wer Lieferant und ob eine dritte Partei involviert ist.
💡 Verwenden Sie die exakten Firmennamen und Registrierungsnummern aus dem Handelsregister.
2
Geschäftsgegenstände und Produktpalette definieren
Beschreiben Sie präzise, welche Produkte hergestellt oder vertrieben werden, z. B. ‚Kunststoffbauteile für Automatisierung' oder ‚LED-Leuchten'. Nennen Sie auch sonstige Produkte, die optional hinzukommen können.
💡 Je spezifischer, desto weniger Raum für Missverständnisse später.
3
Spezifikationen als Anhang A ausarbeiten
Erstellen Sie Anhang A mit technischen, qualitativen und Designvorgaben: Material, Abmessungen, Farbe, Toleranzen, Prüfkriterien, Verpackung. Dies ist die Referenz für alle Lieferungen.
💡 Verwenden Sie Bilder, Zeichnungen oder Normen (z. B. DIN, ISO) für Klarheit.
4
Gebührenstruktur in Anhang B aufstellen
Listet alle Kosten auf: Preis pro Einheit, Setupgebühren, Überarbeitungsgebühren, Neuschliff-Kosten, Versand oder andere Services. Geben Sie Währung und Zahlungsbedingungen an (z. B. Net 30, Vorkasse).
💡 Bauen Sie Jährliche Preis-Anpassungsklauseln ein, wenn die Vertragszeit länger als 12 Monate ist.
5
Mengengarantien und Bestellprozess konkretisieren
Definieren Sie Mindestbestellmengen pro Jahr oder Halbjahr. Legen Sie fest, wie Bestellungen eingereicht werden (E-Mail, Portal, Fax), welche Informationen enthalten sein müssen und wie lange der Lieferant für Bestätigung hat.
💡 Seien Sie realistisch bei Mindestzahlen; unerfüllbare Verpflichtungen führen zu Rechtsstreit.
6
Rohstoff- und Eigentumsregelungen präzisieren
Falls Sie Rohstoffe bereitstellen: Klären Sie, wer sie lagert, versichert und bezahlt bei Verderb oder Diebstahl. Legen Sie fest, wer Werkzeuge und Ausrüstung besitzt und wer nach Vertragsende was zurückbekommt.
💡 Berücksichtigen Sie Szenarien: Lieferant geht insolvent, Vertrag endet, Produkt wird eingestellt.
7
Laufzeit, Kündigung und Beendigung eintragen
Definieren Sie Vertragsdauer (z. B. 2 Jahre mit automatischer Verlängerung), Kündigungsfristen (z. B. 90 Tage) und Beendigungsgründe (Zahlungsverzug, Qualitätsverletzungen, Insolvenz).
💡 Unterscheiden Sie zwischen ordentlicher Kündigung und außerordentlicher (sofortiger) Beendigung.
8
Rechtliche Details anpassen und unterschreiben
Passen Sie alle [PLATZHALTER] an, überprüfen Sie die Jurisdiktion (deutsche, österreichische oder schweizer Rechtsprechung) und lassen Sie den Vertrag durch einen Anwalt prüfen. Drucken, unterschreiben und archivieren Sie alle Kopien.
💡 Ein Anwalt kostet 300–800 €, kann aber teure Fehler verhüten — insbesondere bei hohen Mengen oder mehrjährigen Verträgen.