Vereinbarung zur Lagerhaltung

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FreiVereinbarung zur Lagerhaltung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung zur Lagerhaltung ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen einem Unternehmen und einer Lagerhausgesellschaft. Sie regelt die Bedingungen, unter denen Waren, Materialien oder andere Güter in den Räumlichkeiten des Lagerhauses aufbewahrt werden. Die Vorlage ist ein kostenlos herunterladbares Word-Dokument, das Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie Waren bei einem externen Lagerhaus lagern möchten und die Rechte, Pflichten und Verantwortung beider Parteien klar festlegen wollen. Sie ist essentiell für Handelsunternehmen, Logistikunternehmen oder Produzenten, die ihre Bestände bei einem Dritten einlagern.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Definitionen, Regelungen zur physischen Lagerung, Bestimmungen zum Eigentumstitel, Versandrichtlinien, Regeln für den Kauf von Waren aus dem Bestand und Klauseln zu Risiko, Versicherung und Sorgfaltspflicht. Alle wesentlichen Aspekte einer professionellen Lagervereinbarung sind enthalten.

Was ist eine Vereinbarung zur Lagerhaltung?

Eine Vereinbarung zur Lagerhaltung ist ein rechtskräftiger Vertrag zwischen einem Unternehmen und einer Lagerhausgesellschaft, der die Bedingungen für die Aufbewahrung und Verwaltung von Waren, Materialien oder anderen Gütern regelt. Sie legt fest, wo die Waren gelagert werden, wer für Beschädigungen oder Verluste haftet, wie der Versand erfolgt und welche Pflichten beide Seiten haben. Die Vorlage ist ein kostenlos herunterladbares Word-Dokument, das Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können. Sie erhalten ein sofort einsatzbereites Dokument mit allen notwendigen Klauseln für eine sichere Geschäftsbeziehung mit Ihrem Lagerpartner.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Lagerhaltungsvereinbarung entstehen leicht Missverständnisse zwischen Ihnen und der Lagerhausgesellschaft — besonders wenn es um Haftung, Versicherung oder den Umgang mit Bestandsveränderungen geht. Eine klare Vereinbarung schützt Ihr Eigentum, indem sie festlegt, dass Sie Eigentümer bleiben, die Lagerhausgesellschaft aber angemessene Sorgfalt walten lassen muss. Sie regelt auch, wer zahlt, wenn Waren beschädigt werden, wie Versand funktioniert und was passiert, wenn der Lagerort wechselt. Ein wirksamer Vertrag reduziert das Risiko von kostspieligen Streitigkeiten und schafft Klarheit für beide Seiten. Besonders wichtig ist dies, wenn hohe Warenmengen, wertvolle oder temperaturempfindliche Güter eingelagert werden.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Einfache Lagervereinbarung für Waren und Materialien ohne spezielle AnforderungenStandardvereinbarung zur Lagerhaltung
Für temperaturempfindliche Güter wie Lebensmittel, Pharmazeutika oder empfindliche ElektronikLagerhaltungsvereinbarung mit Klimakontrolle
Kombination aus Lagerung und Order-Fulfillment-Dienstleistungen für E-CommerceLagerhaltungsvereinbarung mit Fulfillment
Befristete Lagerung für temporäre Bestandsverwaltung oder ÜbergangsphasenKurzfristige Lagerungsvereinbarung
Für wertvolle, gefährliche oder leicht diebstahlgefährdete Waren mit erweiterten SicherheitsmaßnahmenHochsicherheits-Lagerhaltungsvereinbarung
Wenn Lagerhausgesellschaft Vollversicherung für gelagerte Güter gewährleistetLagerhaltungsvereinbarung mit Versicherungsgarantie

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unzureichend spezifiziertes Eigentum (nur ‚Waren' oder ‚Materialien')

Warum es wichtig ist: Vage Beschreibungen führen zu Verwechslungen beim Abruf und machen Haftungsansprüche im Streitfall schwer nachzuweisen.

Fix: Beschreiben Sie das Eigentum mit Artikelnummern, Kategorie, Quantity und sonstigen unterscheidenden Merkmalen so genau wie möglich.

❌ Fehlende oder ungenaue Lagerraum-Adresse

Warum es wichtig ist: Unklare Adresskenntnisse erschweren Verifikation vor Ort und machen es schwierig, rechtlich Zugang zum Lager zu fordern.

Fix: Verwenden Sie die vollständige physische Adresse, Postleitzahl und eventuell Geb./Stock-Angaben direkt aus dem Lagervertrag der Lagerhausgesellschaft.

❌ Keine klare Trennung von getragenen Lagerflächenverantwortung

Warum es wichtig ist: Wenn Waren nicht räumlich getrennt sind, kann die Lagerhausgesellschaft behaupten, dass sie sich nicht sicher ist, welche Güter Ihnen gehören.

Fix: Vereinbaren Sie ausdrücklich, dass Ihr Eigentum räumlich und buchhalterisch getrennt von anderen Beständen gelagert wird.

❌ Keine schriftliche Benachrichtigungspflicht vor Umlagerung

Warum es wichtig ist: Ohne Benachrichtigung können Sie nicht nachverfolgen, wo Ihre Waren sind oder unter welchen neuen Bedingungen sie gelagert werden.

Fix: Schreiben Sie eine Mindestbenachrichtigungsfrist (z.B. 14 Tage) vor Umlagerung ein und bestehen Sie auf schriftlicher Bestätigung.

❌ Unklar definierte Risiko- und Haftungszuweisung

Warum es wichtig ist: Streitigkeiten über wer haftet bei Diebstahl, Beschädigung oder Verlust können zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten führen.

Fix: Stellen Sie klar, dass Verlustrisiko beim Unternehmen liegt, die Lagerhausgesellschaft aber angemessene Sorgfalt walten lassen muss.

❌ Fehlende oder schwache Zahlungsbedingungen für Ankauf durch Lagergesellschaft

Warum es wichtig ist: Vage Zahlungsfristen ermöglichen es der Lagerhausgesellschaft, Zahlungen zu verzögern und Ihren Cashflow zu belasten.

Fix: Legen Sie strenge Zahlungsfristen fest (z.B. ‚innerhalb von 30 Tagen nach Ankauf') und definieren Sie Verzugszinsen für verspätete Zahlung.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Definitionen — Eigentum

In einfacher Sprache: Festlegung, welche Waren, Materialien oder Güter genau von der Lagerhausgesellschaft gelagert werden.

Beispielformulierung
‚Eigentum' bezeichnet das [ANGEBEN: z.B. ‚elektronische Komponenten, Lagerkode 2024-001'], welches hierin enthalten ist und von oder im Namen des Unternehmens an die Lagerhausgesellschaft verschifft wird.

Häufiger Fehler: Unzureichend spezifische Beschreibung des Eigentums führt zu Unklarheiten bei Haftung und Versand.

Lagerung auf dem Anwesen — Räumlichkeiten und Vermietung

In einfacher Sprache: Angabe der genauen Adresse der Lagerräumlichkeiten und Offenlegung, dass diese vom Eigentümer gemietet sind.

Beispielformulierung
Die Lagerhausgesellschaft hat das Eigentum in ihren Räumlichkeiten zu lagern, die sich in [ADRESSE: z.B. ‚Industriestraße 42, 12345 Berlin'] befindet. Die Lagerhausgesellschaft erklärt, dass diese Räumlichkeiten von [NAME DES VERMIETERS] gemietet sind.

Häufiger Fehler: Fehlende oder ungenaue Adressangaben erschweren Verifikation und rechtliche Durchsetzung im Streitfall.

Getrennte Lagerung

In einfacher Sprache: Verpflichtung, die Waren des Unternehmens räumlich getrennt von anderen Gütern zu lagern.

Beispielformulierung
Die Lagerhausgesellschaft verpflichtet sich, das Eigentum während der gesamten Laufzeit dieser Vereinbarung jederzeit getrennt von anderem Eigentum der Lagerhausgesellschaft oder von Dritten zu lagern, mit Ausnahme solcher des Unternehmens.

Häufiger Fehler: Unzureichende Trennung führt zu Verwechslungen und Haftungsstreitigkeiten beim Abruf von Waren.

Benachrichtigungspflicht bei Umlagerung

In einfacher Sprache: Pflicht der Lagerhausgesellschaft, das Unternehmen vor dem Umlagern von Waren zu benachrichtigen.

Beispielformulierung
Die Lagerhausgesellschaft verpflichtet sich, das Unternehmen [NUMMER: z.B. ‚14'] Tage vor dem Bewegen oder Umstellen des Eigentums schriftlich zu benachrichtigen.

Häufiger Fehler: Fehlendes Zeitpuffer-Fenster oder keine schriftliche Benachrichtigung führt zu Überraschungen und Logistikproblemen.

Eigentumstitel und Verfügungsrecht

In einfacher Sprache: Klarstellung, dass das Unternehmen alleiniger Eigentümer bleibt und die Lagerhausgesellschaft keine Pfandrechte oder Belastungen eintragen darf.

Beispielformulierung
Der Titel an dem Eigentum verbleibt zu jeder Zeit während der gesamten Laufzeit dieser Vereinbarung beim Unternehmen, und die Lagerhausgesellschaft hat das Eigentum frei von Hypotheken, Vorrechten, Pfandrechten und Belastungen jeglicher Art zu halten.

Häufiger Fehler: Unklare Eigentumsverhältnisse ermöglichen es der Lagerhausgesellschaft, Pfandrechte gegen ausstehende Gebühren geltend zu machen.

Erhalt von Kennzeichnungen

In einfacher Sprache: Verbot, Seriennummern, Barcodes oder andere Identifikationsmerkmale des Unternehmens zu entfernen.

Beispielformulierung
Die Lagerhausgesellschaft darf die Kennzeichnung des Eigentums des Unternehmens nicht entfernen, verdecken oder unsichtbar machen, einschließlich der Bestellnummer, Seriennummer, Artikelnummer und Beschreibung.

Häufiger Fehler: Entfernte oder verdeckte Kennzeichnungen erschweren Nachverfolgung und öffnen Tür für Diebstahl oder Verwechslungen.

Versand nach Anweisung

In einfacher Sprache: Bedingungen, unter denen die Lagerhausgesellschaft Waren an Kunden des Unternehmens versenden darf.

Beispielformulierung
Nach Erhalt ausdrücklicher schriftlicher Anweisungen des Unternehmens hat die Lagerhausgesellschaft das Eigentum, wie darin identifiziert, an den genannten Kunden auf Kosten des Unternehmens zu verschiffen.

Häufiger Fehler: Fehlende schriftliche Anweisungspflicht führt zu unerwünschten Lieferungen und Kostenstreitigkeiten.

Rückverkauf von Beständen

In einfacher Sprache: Regelung, wenn die Lagerhausgesellschaft Waren aus dem Bestand an eigene Kunden verkaufen möchte.

Beispielformulierung
Falls die Lagerhausgesellschaft eine Bestellung von ihren eigenen Kunden erhält, hat sie, diese Anzahl und Art durch schriftliches Angebot an das Unternehmen anzubieten, das dieses nach eigenem Ermessen annehmen oder ablehnen kann.

Häufiger Fehler: Fehlende Ankaufsoptionen oder unklar Annahmefristen führen zu Verzögerungen beim Weiterverkauf durch Lagergesellschaft.

Zahlungsbedingungen für Ankauf

In einfacher Sprache: Festlegung des Zahlungszeitraums, wenn das Unternehmen der Lagerhausgesellschaft Waren zum Weiterverkauf angeboten hat.

Beispielformulierung
Der Kaufpreis ist durch die Lagerhausgesellschaft an das Unternehmen innerhalb von [NUMMER: z.B. ‚30'] Tagen ab Eingang der schriftlichen Annahme zu bezahlen.

Häufiger Fehler: Zu lange oder unspezifische Zahlungsfristen belasten den Cashflow und schaffen Anreize zur Zahlungsverzögerung.

Risiko, Versicherung und Sorgfaltspflicht

In einfacher Sprache: Festlegung, dass das Unternehmen das Verlustrisiko trägt, aber die Lagerhausgesellschaft sorgfältig mit den Waren umgehen muss.

Beispielformulierung
Alle Risiken bezüglich Verlust oder Beschädigung verbleiben beim Unternehmen, das Versicherungen abschließen kann. Die Lagerhausgesellschaft hat das Eigentum sicher zu halten, angemessene Sorgfalt walten zu lassen und es bei Beendigung in dem Zustand zurückzugeben, indem sie es erhalten hat.

Häufiger Fehler: Unklare Risikoverteilung führt zu Streitigkeiten über Haftung bei Beschädigungen oder Diebstahl.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gültigkeitsdatum und Partei-Informationen eintragen

    Füllen Sie das [DATUM] aus, an dem die Vereinbarung wirksam wird. Geben Sie den vollständigen Namen, die Adresse und die Gründungsjurisdiktion Ihres Unternehmens ein, sowie die entsprechenden Daten der Lagerhausgesellschaft.

    💡 Verwenden Sie die im Handelsregister eingetragenen rechtlichen Unternehmensbezeichnungen, nicht Abkürzungen oder Markennamen.

  2. 2

    Bundesland/Staat und Gesetze eintragen

    Ersetzen Sie alle Instanzen von [BUNDESLAND/STAAT] mit dem Ort der Gründung oder dem anwendbaren Gerichtsstand. Dies bestimmt, welche Gesetze den Vertrag regeln.

    💡 In der Regel ist der Ort des Lagerhauses oder der Hauptniederlassung Ihres Unternehmens der richtige Ort.

  3. 3

    Lagerräumlichkeiten und Vermieterinformationen eintragen

    Geben Sie die genaue Adresse der Lagerräumlichkeiten an ([ADRESSE]) und die vollständigen Details des Vermieters, einschließlich Name und Adresse für Mitteilungen.

    💡 Holen Sie diese Informationen vom Lagerhausprovider ein; stellen Sie sicher, dass die Adresse mit dem Mietvertrag übereinstimmt.

  4. 4

    Eigentum spezifizieren

    Ersetzen Sie [ANGEBEN] mit einer detaillierten Beschreibung des zu lagernden Eigentums (z.B. ‚elektronische Komponenten, Modell XYZ', ‚Rohstoffe für Textilproduktion'). Seien Sie so spezifisch wie möglich.

    💡 Verwenden Sie Lagerkürzel, Artikelnummern oder Kategorien, um Verwechslungen zu vermeiden.

  5. 5

    Benachrichtigungs- und Zahlungsfristen festlegen

    Ersetzen Sie [NUMMER] bei der Benachrichtigungsfrist (z.B. ‚14 Tage' vor Umlagerung) und bei der Zahlungsfrist (z.B. ‚30 Tage' nach Ankauf). Passen Sie diese an Ihre Betriebsprozesse an.

    💡 Längere Fristen bieten mehr Planungssicherheit, aber können den Lagerfluss verlangsamen.

  6. 6

    Bestimmungen zur Identifikation überprüfen

    Listen Sie im Abschnitt zu Kennzeichnungen alle relevanten Identifikationsnummern auf (Bestellnummer, Seriennummer, Artikelnummer, Barcodes), die die Lagerhausgesellschaft nicht entfernen darf.

    💡 Konsultieren Sie Ihre Bestandsverwaltungsdokumente, um vollständig zu sein.

  7. 7

    Rechtsprüfung und Unterzeichnung

    Lassen Sie den ausgefüllten Vertrag von einem Rechtsanwalt überprüfen, besonders wenn es sich um hohe Warenmengen oder seltene Güter handelt. Beide Parteien müssen den Vertrag unterzeichnen und datieren.

    💡 Eine rechtliche Überprüfung kann zukünftige Streitigkeiten und teure Fehler vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Wer trägt das Risiko von Verlust oder Beschädigung während der Lagerung?

Nach dieser Vereinbarung trägt das Unternehmen das Risiko von Verlust oder Beschädigung. Das heißt, Sie (als Eigentümer) sind verantwortlich für die Versicherung der Waren. Die Lagerhausgesellschaft muss jedoch angemessene Sorgfalt walten lassen, um Verlust oder Beschädigung zu verhindern — sie haftet nicht absolut, sondern nur bei Fahrlässigkeit oder Verstoß gegen ihre Pflichten. Wenn möglich, sollten Sie eine Versicherung abschließen, die auch Lagerrisiken abdeckt.

Kann die Lagerhausgesellschaft meine Waren an ihre eigenen Kunden verkaufen?

Nach Abschnitt 3.3 kann die Lagerhausgesellschaft ein Angebot zum Ankauf von Waren machen, um diese an ihre eigenen Kunden weiterzuverkaufen. Sie haben jedoch das Recht, dieses Angebot abzulehnen. Falls Sie es annehmen, können die Waren nur für den unmittelbaren Weiterverkauf entfernt werden. Die Lagerhausgesellschaft muss den vereinbarten Kaufpreis innerhalb der festgelegten Frist zahlen.

Muss die Lagerhausgesellschaft mich benachrichtigen, bevor sie Waren lagert?

Ja, die Vereinbarung verlangt, dass die Lagerhausgesellschaft das Unternehmen [NUMMER] Tage vor dem Bewegen oder Umstellen des Eigentums schriftlich benachrichtigt. Sie können diese Frist beim Ausfüllen der Vorlage selbst festlegen. Dies gibt Ihnen Zeit, auf Umweltveränderungen oder potenzielle Probleme zu reagieren.

Kann die Lagerhausgesellschaft meine Waren als Sicherheit für ihre Forderungen nutzen?

Nein. Die Vereinbarung schreibt ausdrücklich vor, dass der Eigentumstitel beim Unternehmen bleibt und die Lagerhausgesellschaft das Eigentum frei von Hypotheken, Pfandrechten und sonstigen Belastungen halten muss. Die Lagerhausgesellschaft kann keine Eigentumsrechte geltend machen.

Muss ich eine Versicherung abschließen, wenn ich diese Vereinbarung unterzeichne?

Ja, nach dieser Vereinbarung sind Sie als Eigentümer verpflichtet, die Waren selbst zu versichern. Die Lagerhausgesellschaft muss zwar angemessene Sorgfalt walten lassen, aber Sie sind wirtschaftlich gesehen der Geschädigte bei Verlust oder Beschädigung. Eine Betriebshaftversicherung oder All-Risk-Police ist empfehlenswert.

Was passiert, wenn die Lagerhausgesellschaft ihre Räumlichkeiten umziehen möchte?

Die Vereinbarung verlangt, dass die Lagerhausgesellschaft Sie [NUMMER] Tage vorher schriftlich benachrichtigt. Sie können dann entscheiden, ob Sie unter den neuen Bedingungen verbleiben möchten oder die Waren abholen möchten. Sie haben das Recht, das Unternehmen über den Umzug zu informieren und von den neuen Räumlichkeiten Kenntnis zu nehmen.

Kann ich meine Waren jederzeit abholen?

Die Vereinbarung enthält keine explizite Einschränkung zur Abholung. Sie können die Lagerhausgesellschaft schriftlich anweisen, Ihre Waren zurückzugeben. Die Lagerhausgesellschaft muss diese Anweisung befolgen und die Waren in dem Zustand zurückgeben, indem sie sie erhalten hat. Es ist ratsam, Abhol- und Transportbedingungen im Vertrag zu klären.

Welche Gesetze regeln diese Vereinbarung?

Diese Vereinbarung wird durch die Gesetze des [BUNDESLAND/STAAT] geregelt, den Sie beim Ausfüllen angeben. Dies ist typischerweise der Ort, an dem sich das Lagerhaus befindet oder an dem sich die Hauptniederlassung Ihres Unternehmens befindet. Bei Streitigkeiten sind die Gerichte dieses Staates/Bundeslandes zuständig.

Ist eine rechtliche Überprüfung durch einen Anwalt empfehlenswert?

Ja, insbesondere wenn Sie große Warenmengen, wertvolle oder seltene Güter lagern. Ein Rechtsanwalt kann überprüfen, ob die spezifischen Bedingungen mit Ihren Betriebsbedürfnissen übereinstimmen und ob die Klauseln zu Versicherung und Haftung für Sie ausreichend schützend sind.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Lagerbewirtschaftungsvertrag

Ein Lagerbewirtschaftungsvertrag konzentriert sich auf operative Details und Gebührenstrukturen, während eine Vereinbarung zur Lagerhaltung rechtliche Fragen wie Eigentum, Haftung und Versicherung regelt. Sie können beide nutzen — der Lagerbewirtschaftungsvertrag definiert tägliche Prozesse, die Lagerhaltungsvereinbarung schützt Ihre rechtlichen Interessen.

vs Konsignationslager-Vereinbarung

In einer Konsignationslager-Vereinbarung behält der Anbieter das Eigentum der Waren, bis sie verkauft werden. Bei einer Lagerhaltungsvereinbarung bleibt Sie der Eigentümer die ganze Zeit. Wählen Sie Lagerhaltung, wenn Sie das Risiko und die Kontrolle behalten möchten.

vs Spediteur- oder Frachtvertrag

Ein Spediteur- oder Frachtvertrag regelt den Transport von Waren. Eine Lagerhaltungsvereinbarung regelt die Aufbewahrung und Verwaltung von Waren an einem Ort. Sie können beide für die vollständige Lieferkette benötigen.

vs Mietvertrag für Lagerraum

Ein Mietvertrag für Lagerraum ist ein einfaches Immobilienmietabkommen zwischen Ihnen und dem Immobilieneigentümer. Eine Lagerhaltungsvereinbarung ist komplexer und definiert die operative Verwaltung der Bestände durch einen spezialisierten Lagerdienstleister.

Branchenspezifische Hinweise

Einzelhandel und E-Commerce

Online- und stationäre Einzelhändler nutzen externe Lager zur Pufferung von Saisonware und Erfüllung von Kundenbestellungen.

Fertigung und Produktion

Produzenten lagern Rohstoffe, Halbfertigwaren und Fertigprodukte bei spezialisierten Lageranbietern zur Optimierung der Produktionskapazität.

Großhandel und Logistik

Großhändler und Logistikdienstleister nutzen diese Vereinbarungen zur Verwaltung von Kundenbeständen und zur Sicherung von Fulfilment-Prozessen.

Lebensmittel und Getränke

Lebensmittelhersteller und -distributor nutzen klimatisierte Lager und benötigen präzise Bestandsverwaltung unter regulatorischen Vorgaben.

Pharmazie und Gesundheitswesen

Apotheken und Pharma-Distributoren lagern Medikamente und medizinische Geräte unter strengen Temperatur- und Sicherheitsanforderungen.

Textil- und Modeindustrie

Modeunternehmen und Textilhersteller nutzen Lager zur Verwaltung saisonaler Kollektionen und zur Effizienzsteigerung der Lieferkette.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutsche Vereinbarungen zur Lagerhaltung unterliegen dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), insbesondere den Bestimmungen zu Verwahr- und Haftungspflichten (§§ 688–707 BGB). Stellen Sie sicher, dass die Vereinbarung die Anforderungen an Verwahrverträge erfüllt.

In Österreich regelt das ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) Lagerungsvereinbarungen. Die Haftungsregeln sind ähnlich wie in Deutschland, aber es gibt Unterschiede bei Verzugszinsen und Verjährungsfristen, die zu klären sind.

In der Schweiz gilt das ZGB (Zivilgesetzbuch) für Lagerungsverträge. Die Schweizer Rechtsprechung hat strengere Anforderungen an Sorgfaltspflichten und Haftung, weshalb eine anwaltliche Überprüfung empfohlen wird.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine bis mittlere Lagerbestände mit unkomplizierten Waren und etabliertem Lagerpartner.Kostenlos bis 50 EUR für Vorlage30–60 Minuten zum Ausfüllen
Vorlage + RechtsprüfungHöherwertige oder spezialisierte Waren (z.B. Elektronik, Pharmazeutika) oder neue Lagerbeziehungen mit unklaren Bedingungen.200–400 EUR für Anwaltliche Überprüfung1–2 Wochen für Überprüfung und Überarbeitungen
MaßgeschneidertKomplexe Lagervereinbarungen mit speziellen Anforderungen (Versicherung, Fulfillment, internationale Standards) oder hohe Warenmengen (>1 Mio. EUR).800–2000 EUR für maßgeschneiderten Entwurf2–4 Wochen für umfassende Beratung und Verhandlung

Glossar

Lagerhausgesellschaft
Das Unternehmen, das die physischen Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und die Waren lagert und verwaltet.
Eigentum
Die Waren, Materialien oder Güter, die vom Unternehmen bei der Lagerhausgesellschaft gelagert werden.
Eigentumstitel
Das Recht des Unternehmens, das Eigentum zu besitzen; die Lagerhausgesellschaft erhält nur die Verwahr-, nicht die Eigentumsrechte.
Lagerräumlichkeiten
Die physischen Gebäude oder Räume, in denen die Waren aufbewahrt werden.
Sorgfaltspflicht
Die Verpflichtung der Lagerhausgesellschaft, angemessene Vorkehrungen zu treffen, um Verlust oder Beschädigung zu verhindern.
Versand auf Anweisung
Die schriftliche Anweisung des Unternehmens an die Lagerhausgesellschaft, Waren an bestimmte Kunden zu versenden.
Fulfillment
Zusatzdienst, bei dem die Lagerhausgesellschaft Bestellungen auftragsgemäß kommissioniert und versendet.
Risiko und Haftung
Die Festlegung, wer für Verlust oder Beschädigung der Waren während der Lagerung verantwortlich ist und haftet.
Hypothek, Pfandrecht
Belastungen oder rechtliche Ansprüche Dritter auf die gelagerten Waren, die die Lagerhausgesellschaft ausschließen muss.
Gesamte Vereinbarung
Rechtliche Klausel, die bestätigt, dass dieser Vertrag alle vorherigen mündlichen und schriftlichen Absprachen ersetzt.

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