Vereinbarung zum Kauf von Vermögenswerten

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FreiVereinbarung zum Kauf von Vermögenswerten

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung zum Kauf von Vermögenswerten ist ein rechtlich bindendes Dokument, das den Kauf von Geschäftsvermögen (Ausrüstung, Bestände, Forderungen, Marken, etc.) zwischen zwei Parteien regelt. Sie ist ein kostenloser Word-Download, der online bearbeitbar ist und als PDF exportiert werden kann. Das Dokument legt den Kaufpreis, die Bedingungen des Geschäfts, Garantien und die gegenseitigen Verpflichtungen fest.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie als Käufer bestimmte Vermögenswerte oder ein Geschäftsfeld von einem anderen Unternehmen erwerben möchten, ohne das gesamte Unternehmen zu kaufen. Auch Verkäufer nutzen sie zur Dokumentation des Assetverkaufs. Sie wird besonders wichtig, um Risiken zu minimieren und alle Stakeholder (Mitarbeiter, Gläubiger, Lieferanten) zu schützen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält umfangreiche Abschnitte zu Definitionen, gekauften und ausgeschlossenen Vermögenswerten, Kaufpreisregelung, Abschlussbedingungen, Erklärungen und Garantien beider Parteien, Mitarbeiterbestimmungen, gegenseitige Zusammenarbeit und Sonderbestimmungen. Sie regelt auch Mittelbindungen, Anpassungen des Kaufpreises, Versicherungen, Steuern, Umweltfragen und Konsequenzen bei Nichteinhaltung.

Was ist eine Vereinbarung zum Kauf von Vermögenswerten?

Eine Vereinbarung zum Kauf von Vermögenswerten ist ein rechtlich bindendes Dokument, das den Verkauf und Kauf spezifischer Geschäftsvermögenswerte zwischen zwei Parteien regelt — ohne dass der Käufer die Schulden oder sonstige Verbindlichkeiten des Verkäufers übernimmt. Sie ist ein kostenloser Word-Download, der online bearbeitbar ist und als PDF exportiert werden kann. Das Dokument legt den Kaufpreis, die genaue Liste der gekauften Vermögenswerte, die Bedingungen des Abschlusses, gegenseitige Garantien und die Haftung fest. Ein Assetkauf ist häufig die sicherere Alternative zum Unternehmenskauf, da der Käufer bewusst auswählt, welche Vermögenswerte er kauft und welche Schulden er nicht übernimmt.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein unschriftlicher oder unvollständiger Assetkauf führt zu erheblichen rechtlichen und finanziellen Risiken. Ohne eine klare Vereinbarung entstehen Streitigkeiten über Eigentumsübergabe, Schuldenübernahme und Gewährleistung. Der Käufer könnte versehentlich alte Schulden des Verkäufers erben; der Verkäufer könnte den Kaufpreis nicht erhalten oder in Prozesse verwickelt werden. Diese Vorlage schützt beide Parteien, indem sie die Vermögenswerte genau auflistet, den Kaufpreis transparent regelt, Treuhandmechanismen für Sicherung vorsieht und die gegenseitigen Haftungen klar definiert. Sie minimiert Missverständnisse und ermöglicht einen reibungslosen, rechtlich sauberen Übergang der Vermögenswerte.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Sie kaufen physische Vermögenswerte und einfache Betriebsmittel ohne komplizierten Gewerbe-ÜbergangStandard-Assetkauf (Maschinen, Inventar, Ausrüstung)
Der Kauf umfasst neben Sachvermögen auch Markenrechte, Kundendaten oder GeschäftsbeziehungenAssetkauf mit Kundenlisten und immateriellen Werten
Käufer übernimmt auch Mitarbeiter und muss Tarifverträge, Renten und Sozialleistungen regelnAssetkauf mit Mitarbeiterübergang
Nur ein Geschäftszweig oder eine Sparte wird verkauft; der Verkäufer führt den Rest weiterTeilverkauf von Geschäftsbereichen
Der endgültige Kaufpreis ist an künftige Leistung oder Inventurbestände gekoppeltAssetkauf mit Preisanpassung und Treuhand
Verkäufer muss sich verpflichten, die gekauften Vermögenswerte nicht zu konkurrenzierenAssetkauf mit Wettbewerbsverbot

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unspezifische Vermögensauflistung

Warum es wichtig ist: Später entstehen Streitigkeiten, ob einzelne Gegenstände tatsächlich Teil des Kaufs waren oder nicht.

Fix: Erstellen Sie eine detaillierte, nummerierte Anlage mit Beschreibung, Seriennummern und ggf. Fotos jedes Vermögensgegenstandes.

❌ Fehlende oder zu breite Garantien

Warum es wichtig ist: Käufer hat bei verborgenen Mängeln keine Rückgriffsmöglichkeit; Verkäufer haftet nicht.

Fix: Legen Sie konkrete Garantien fest (Eigentumstitel, Schuldenfreiheit, Rechtskonformität) mit Ausnahmen für bekannte Probleme.

❌ Keine Treuhandregelung für Kaufpreis

Warum es wichtig ist: Käufer zahlt ohne Sicherung; bei Garantieverletzungen kann er Geld nicht zurückfordern.

Fix: Einen Teil des Kaufpreises (z. B. 10–20 %) sollte ein unabhängiger Treuhänder für 12–18 Monate sperren.

❌ Unklar, wer Schulden und Verbindlichkeiten trägt

Warum es wichtig ist: Käufer könnte unerwartete Schulden des Verkäufers erben; rechtliche und finanzielle Risiken entstehen.

Fix: Explizit festhalten: Käufer übernimmt NUR die gekauften Vermögenswerte, nicht die Schulden oder Verpflichtungen des Verkäufers.

❌ Mitarbeiter-Übergabe nicht geregelt

Warum es wichtig ist: Arbeitsrechtliche Haftung ist unklar; Tarifverträge enden unbeabsichtigt oder werden doppelt gezahlt.

Fix: Liste alle Mitarbeiter, ihre Verträge und Tarifzugehörigkeit auf. Klären Sie, wer Abfindungen und Urlaubsausgleich zahlt.

❌ Keine Preisanpassungsmechanik

Warum es wichtig ist: Endgültiger Kaufpreis bleibt unbekannt; Käufer und Verkäufer streiten über Rechnungslegung nach Abschluss.

Fix: Vereinbaren Sie eine klare Formel zur Berechnung des Netto-Betriebskapitals oder der Lagerbestände; zeitliche Frist für Finalisierung setzen.

Die 11 wichtigsten Klauseln, erklärt

Gekaufte Vermögenswerte

In einfacher Sprache: Definiert die genaue Liste der Vermögenswerte, die vom Käufer erworben werden.

Beispielformulierung
Gekaufte Vermögenswerte beinhalten: alle Maschinen, Ausrüstungen, Betriebsmittel, Bestände an [STANDORT], Kundenlisten, Geschäftsunterlagen und [WEITERE SPEZIFISCHE WERTE], wie in Anlage A aufgeführt.

Häufiger Fehler: Zu vague Aufzählung; Käufer und Verkäufer haben unterschiedliche Erwartungen über einzelne Gegenstände.

Ausgeschlossene Vermögenswerte

In einfacher Sprache: Listet auf, welche Vermögenswerte NICHT Teil des Kaufs sind und beim Verkäufer verbleiben.

Beispielformulierung
Ausgeschlossene Vermögenswerte sind: die Liegenschaft [ADRESSE], Kfz mit Kennzeichen [ANGABE], ausstehende Steuerforderungen des Verkäufers und alle Schulden des Verkäufers.

Häufiger Fehler: Keine explizite Liste; später entstehen Streitigkeiten, welche Gegenstände tatsächlich Bestand der Transaktion sind.

Kaufpreis und Zahlungsweise

In einfacher Sprache: Legt die Gesamtsumme und den Zahlungsplan fest (sofort, nachträglich, in Tranchen).

Beispielformulierung
Der Kaufpreis beträgt [BETRAG IN WORTEN UND ZIFFERN]. Zahlung erfolgt wie folgt: [BETRAG] bei Abschluss per Banküberweisung, [BETRAG] nach [TAGE] Tagen, Rest gemäß Treuhandanweisung.

Häufiger Fehler: Unklar Zahlungsfristen; keine Angabe von Verzugszinsen bei verspäteter Zahlung.

Preisanpassung und Treuhand

In einfacher Sprache: Regelt, wie der Kaufpreis nach Abschluss basierend auf finalen Bilanzen angepasst wird; ein Teil des Preises wird treuhänderisch gehalten.

Beispielformulierung
Der Kaufpreis wird angepasst, falls das Netto-Betriebskapital am Abschlussdatum [BETRAG] abweicht. [BETRAG] wird von [TREUHÄNDER] für [DAUER] treuhänderisch hinterlegt zur Sicherung von Gewährleistungsansprüchen.

Häufiger Fehler: Keine Formel für Anpassungsberechnung; Treuhandbedingungen unklar oder zu kurz.

Erklärungen und Garantien des Verkäufers

In einfacher Sprache: Der Verkäufer versichert, dass er Eigentümer der Vermögenswerte ist, keine Schulden dran haften, alle Genehmigungen vorliegen, Mitarbeiter rechtmäßig beschäftigt sind und keine verborgenen Mängel vorhanden sind.

Beispielformulierung
Der Verkäufer erklärt und garantiert: (a) er ist Inhaber und Eigentümer aller gekauften Vermögenswerte ohne Belastungen oder Sicherungsrechte; (b) alle Mitarbeiter sind unter gültigen Arbeitsverträgen beschäftigt; (c) keine Klagen gegen die Vermögenswerte sind anhängig; (d) alle Umweltgesetze wurden eingehalten.

Häufiger Fehler: Zu breite oder unrealistische Garantien; Käufer kann sich nicht auf sie verlassen wegen Ausschlussklauseln.

Abschlussbedingungen zugunsten des Käufers

In einfacher Sprache: Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit der Käufer verpflichtet ist, den Kauf abzuschließen.

Beispielformulierung
Der Kauf erfolgt vorbehaltlich: (a) Genehmigung durch das Unternehmen und behördlich; (b) Wahrheit aller Erklärungen des Verkäufers bis zum Abschluss; (c) Keine erheblichen, nachteiligen Geschäftsveränderungen; (d) Übergabe aller Eigentumsurkunden und Belege.

Häufiger Fehler: Bedingungen sind zu schwach oder zu leicht zu erfüllen; Käufer hat keine ausreichende Rückzugsmöglichkeit.

Abschlussbedingungen zugunsten des Verkäufers

In einfacher Sprache: Voraussetzungen für die Verpflichtung des Verkäufers zur Durchführung des Kaufs.

Beispielformulierung
Der Verkäufer ist verpflichtet zum Abschluss vorbehaltlich: (a) Wahrheit aller Erklärungen des Käufers; (b) Zahlung des Kaufpreises oder Bereitstellung einer gültigen Bankgarantie; (c) Einhaltung aller Bedingungen durch den Käufer.

Häufiger Fehler: Zu asymmetrisch ausgerichtet; Verkäufer hat zu wenige Abbruchoptionen bei Käuferverzug.

Mitarbeiterbestimmungen

In einfacher Sprache: Regelt, welche Mitarbeiter vom Käufer übernommen werden, welche Verträge fortgelten und was mit Tarifverträgen geschieht.

Beispielformulierung
Der Käufer nimmt alle nicht-gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter gemäß Anlage B auf. Tarifverträge werden vom Käufer ab [DATUM] fortgeführt. Der Verkäufer bleibt verantwortlich für Abfindungen und Urlaubs-Ausgleich bis [DATUM].

Häufiger Fehler: Unklar, ob Tarifverträge fortgelten; Rentenleistungen und Urlaubsausgleichverpflichtungen werden nicht geklärt.

Gewährleistung und Haftung

In einfacher Sprache: Zeitraum und Umfang, in dem der Verkäufer für Verletzungen seiner Garantien haftet; Ausschlüsse und Haftungsgrenzen.

Beispielformulierung
Der Verkäufer haftet für Verletzungen von Garantien für [DAUER] ab Abschluss. Haftung ist ausgeschlossen für: (a) allgemein bekannte Probleme; (b) Mängel, die der Käufer hätte erkennen können; (c) Fälle, in denen Gesamthaftung [BETRAG] nicht übersteigt.

Häufiger Fehler: Keine zeitliche Begrenzung; Haftungsgrenzen sind unangemessen oder nicht durchsetzbar.

Wettbewerbsverbot und Vertraulichkeit

In einfacher Sprache: Der Verkäufer verpflichtet sich, nicht in Konkurrenz zu den gekauften Vermögenswerten zu treten und Geschäftsinformationen vertraulich zu behandeln.

Beispielformulierung
Der Verkäufer erklärt sich einverstanden, nicht direkt oder indirekt ein ähnliches Geschäft im [RADIUS/GEBIET] für [DAUER] ab Abschluss zu betreiben. Der Verkäufer hält alle Geschäftsinformationen streng vertraulich.

Häufiger Fehler: Zeitraum oder räumliche Begrenzung des Verbots ist zu kurz oder unangemessen breit.

Sonstiges und Schlussbestimmungen

In einfacher Sprache: Regelungen zu Ausfertigung, Mitteilung, Rechtsfolge bei Ungültigkeit, Wahl des anwendbaren Rechts und Schlichtung von Streitigkeiten.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung wird nach [BUNDESLAND]-Recht ausgelegt. Streitigkeiten werden zunächst einvernehmlich beigelegt, ansonsten durch Schiedsverfahren vor [SCHIEDSSTELLE] oder Gericht in [ORT] entschieden. Sollte eine Klausel ungültig sein, bleibt der Rest der Vereinbarung gültig.

Häufiger Fehler: Keine Wahl des anwendbaren Rechts; unklar, welches Gericht zuständig ist oder ob Schiedsverfahren vorgesehen ist.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Identifikation von Käufer, Verkäufer und Vermögenswerten

    Füllen Sie die Namen, Rechtsformen und Adressen von Käufer und Verkäufer in der Präambel aus. Erstellen Sie eine detaillierte Anlage A mit allen gekauften Vermögenswerten (Inventar-Nummern, Beschreibungen, geschätzter Wert).

    💡 Je präziser die Vermögensauflistung, desto weniger später Streitigkeiten.

  2. 2

    Kaufpreis und Zahlungsplan festlegen

    Definieren Sie die Gesamtsumme in Worten und Ziffern. Geben Sie an, wie viel sofort, nachträglich oder in Tranchen gezahlt wird. Nennen Sie ein Treuhandkonto oder einen Treuhänder (z. B. Anwalt).

    💡 Bedenken Sie Steuern, Nebenkosten und Maklergebühren im endgültigen Preis.

  3. 3

    Preisanpassungsklauseln und Treuhand ausarbeiten

    Legen Sie fest, wie der endgültige Kaufpreis basierend auf der tatsächlichen Bilanz oder Inventur berechnet wird. Bestimmen Sie, wie lange ein Treuhandkonto gesperrt bleibt (üblicherweise 12–18 Monate) und für welche Ansprüche es haftet.

    💡 Preisanpassungen müssen mathematisch nachvollziehbar und innerhalb 30–60 Tagen nach Abschluss finalisierbar sein.

  4. 4

    Erklärungen und Garantien des Verkäufers anpassen

    Wählen Sie aus den Muster-Garantien jene, die für Ihr Geschäft relevant sind: Eigentumstitel, Schuldenfreiheit, Mitarbeiterstatus, Umwelt, Litigationen, Verträge. Markieren Sie ggf. bekannte Probleme als Ausnahmen ('Known Issues').

    💡 Halten Sie eine Ausnahmenliste bereit; keine Garantie kann völlig fehlerfrei sein.

  5. 5

    Abschlussbedingungen und Dokumentation definieren

    Setzen Sie konkrete Bedingungen für Käufer und Verkäufer. Listen Sie alle erforderlichen Dokumente auf: Eigentumsurkunden, Arbeitsverträge, Versicherungspolicen, Bankauszüge, Genehmigungen, anwaltliche Gutachten.

    💡 Eine Checkliste vor Abschluss hilft, dass nichts übersehen wird.

  6. 6

    Mitarbeiter und Tarifverträge klären

    Wenn Mitarbeiter übernommen werden, erstellen Sie eine Anlage B mit Namen, Positionen und Verträgen. Klären Sie, welche Tarifverträge fortgelten und wer für Abfindungen/Ausgleichzahlungen zahlt.

    💡 Konsultieren Sie einen Arbeitsrechtsanwalt, um Haftungsübernahmen falsch einzuordnen.

  7. 7

    Gewährleistungs- und Haftungsdauer festsetzen

    Vereinbaren Sie, für wie lange der Verkäufer nach Abschluss für Mängel haftet (z. B. 12 Monate). Definieren Sie Haftungsobergrenzen (z. B. Prozentsatz des Kaufpreises) und welche Schäden ausgeschlossen sind.

    💡 Längere Gewährleistungsfristen für große, kritische Vermögenswerte erwägen.

  8. 8

    Abschluss, Unterschrift und Notarisierung

    Beide Parteien unterzeichnen alle Ausfertigungen (mind. zwei). Je nach Vermögensart und Bundesland ist eine notarielle Beglaubigung erforderlich. Besorgen Sie den Eintrag ins Handelsregister oder Grundbuch, wenn relevant.

    💡 Eine juristische Prüfung vor Unterschrift erspart spätere Rechtsstreitigkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Assetkauf und einem Unternehmenskauf?

Beim Assetkauf erwirbt der Käufer nur bestimmte Vermögenswerte (Maschinen, Inventar, Marken) und NICHT die juristischen Schulden oder Verbindlichkeiten des Verkäufers. Beim Unternehmenskauf (Anteils- oder Aktienkauf) übernimmt der Käufer das gesamte Unternehmen inklusive aller Schulden, Verträge und Haftungen. Ein Assetkauf ist oft risikoärmer für den Käufer, da er sich gezielt die wertvollsten Teile aussuchen kann. Für den Verkäufer ist ein Unternehmenskauf oft einfacher, da er als Ganzes verkauft.

Wer zahlt die Anwälte und Notare?

Dies ist Verhandlungssache. Üblicherweise trägt jede Partei ihre eigenen Kosten (Anwalt, Buchhalter). Manchmal werden die Notarkosten geteilt oder vom Käufer bezahlt. Konsultieren Sie zu Beginn einen Anwalt, um Gebührenerwartungen zu klären und die Finanzierung in die Kaufpreisverhandlung einzubeziehen.

Wie lange dauert die Prüfung vor Abschluss?

Eine gründliche Due-Diligence dauert typischerweise 4–12 Wochen, je nach Größe und Komplexität des Geschäfts. Der Käufer muss Bücher, Konten, Arbeitsverträge, Versicherungen, Litigationen und Umweltfragen prüfen. Ein Anwalt und Buchhalter werden dies koordinieren. Eine schnellere Abwicklung ist möglich, birgt aber höhere Risiken.

Was ist eine Treuhandvereinbarung?

Ein unabhängiger Dritter (z. B. ein Anwalt oder eine Bank) hält einen Teil des Kaufpreises (typisch 10–20 %) für 12–18 Monate auf einem separaten Konto. Falls der Käufer nach Abschluss Garantieverletzungen des Verkäufers entdeckt, kann er Ansprüche gegen die Treuhandsumme stellen. Dies schützt den Käufer und gibt dem Verkäufer Zeit zu zeigen, dass die Garantien eingehalten werden.

Was bedeutet Preisanpassung?

Nicht immer ist der tatsächliche Wert der Vermögenswerte vor Abschluss bekannt. Eine Preisanpassungsklausel berechnet den endgültigen Kaufpreis basierend auf der realen Bilanz oder Inventur am Abschlussdatum. Beispiel: Wenn vereinbart ist, dass der Kaufpreis auf [NETTO-BETRIEBSKAPITAL] basiert, und die Prüfung zeigt, dass [MENGE] weniger Lagerbestand existiert als geschätzt, wird der Kaufpreis reduziert.

Kann ein Assetkauf rückgängig gemacht werden?

Nach unterzeichnetem Vertrag ist ein Assetkauf rechtlich bindend. Eine Kündigung ist nur unter eng definierten Bedingungen möglich: Erfüllung von Abschlussbedingungen nicht erreicht, wesentliche Garantieverletzung, oder vertraglich vereinbartes Kündigungsrecht. Beide Parteien sollten vor Unterzeichnung absolut sicher sein, dass sie die Vereinbarung erfüllen können.

Was passiert mit ausstehenden Forderungen und Schulden?

Normalerweise bleiben ausstehende Forderungen (Kundenschulden) beim Verkäufer, es sei denn, die Vereinbarung besagt anders. Genauso verbleiben Schulden (Kredite, Lieferantenzahlungen) beim Verkäufer. Der Käufer erwirbt nur die Vermögenswerte, für die im Vertrag eine Übernahme vereinbart ist. Eine klare Auflistung in „Ausgeschlossene Vermögenswerte" ist zentral.

Kann ein Käufer die Vermögenswerte vor Abschluss nutzen?

Nein, solange der Vertrag nicht abgeschlossen ist, hat der Käufer kein Recht zur Nutzung. Der Verkäufer behält alle Vermögenswerte und deren Ertrag bis zum Abschlussdatum. Nach Abschluss gehen Besitz, Nutzen und Risiko auf den Käufer über. Dies wird üblicherweise explizit im Vertrag geregelt.

Was ist eine Due-Diligence-Prüfung?

Eine Due-Diligence ist eine umfassende Überprüfung der Vermögenswerte, Verträge, Bücher, Mitarbeiter und Risiken vor Abschluss. Ein Anwalt und/oder Buchhalter untersuchen: Eigentumsrechte, Schulden, Haftungen, Arbeitsverträge, Litigationen, Steuerstatus, Umweltaspekte. Das Ziel ist, verborgene Probleme zu entdecken und den Kaufpreis ggf. anzupassen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Unternehmenskaufvertrag (Anteil- oder Aktienkauf)

Ein Assetkauf erwirbt nur bestimmte Vermögenswerte; der Käufer übernimmt keine Schulden des Verkäufers und haftet nicht für dessen alte Verträge. Ein Unternehmenskauf erwirbt das ganze Unternehmen (Anteile), d. h. Käufer erbt alle Schulden, Verpflichtungen und Haftungen. Ein Assetkauf ist risikoärmer für Käufer, aber aufwändiger in der Dokumentation. Ein Unternehmenskauf ist einfacher zu strukturieren, aber riskanter, wenn versteckte Schulden existieren.

vs Miete oder Leasing von Vermögenswerten

Bei einem Assetkauf wird der Eigentümer der Vermögenswerte; bei Miete/Leasing bleibt der Vermieter Eigentümer und der Mieter bezahlt regelmäßig Gebühren. Ein Kauf erfordert eine Einmalzahlung und gibt volle Kontrolle; Miete spart Kapital, ist aber teurer auf lange Sicht und führt zu keinem Eigentumsrecht. Ein Assetkauf ist besser, wenn die Vermögenswerte langfristig wertvoll bleiben; Miete ist besser, wenn schnelle technische Veränderung droht.

vs Schenkung oder unentgeltliche Übernahme

Eine kostenlose Übernahme oder Schenkung von Vermögenswerten hat keine Kaufpreisvereinbarung, aber immer noch Haftungsrisiken und Eigentumsübergangsformalitäten. Ein Assetkauf mit explizitem Preis ist rechtlich sauberer und dokumentiert den Wert für Steuern und Bilanzierung. Eine Schenkung kann Geschenkssteuer oder Bilanzierungsfragen aufwerfen; ein bezahlter Kauf ist verständlicher und vermeidet Argumente über Wert.

vs Konzessionsvertrag oder Franchise-Vereinbarung

Ein Assetkauf erwirbt die Vermögenswerte selbst; ein Franchise oder eine Lizenz erteilt das Recht, ein Geschäftsmodell unter einer Marke zu betreiben, ohne den Vermögensbestand zu kaufen. Ein Assetkauf gibt größere Unabhängigkeit und Eigentum; Franchise bietet Marke und Support des Franchisegebers, kostet aber laufend. Ein Assetkauf passt, wenn man sein eigenes Geschäft aufbauen will; Franchise passt, wenn man ein bewährtes System schnell starten möchte.

Branchenspezifische Hinweise

Einzelhandel und Warenwirtschaft

Retailer kaufen regelmäßig Lagerbestände, Kassensysteme, Regale und Präsentationsmittel von insolventem Konkurrenten oder zentralen Lagerbetreibern.

Fertigung und Produktion

Produzenten erwerben Maschinen, Werkzeuge, Ausrüstungen und Rohstoffbestände von anderen Werkstätten, um Produktionskapazität zu erweitern.

Dienstleistungen (Transport, Logistik, Gastgewerbe)

Transporteure kaufen Fahrzeugflotten oder Lagerflächen; Restaurants erwerben Küchenausrüstungen und Möbel von anderen Betrieben.

Freie Berufe und Büroarbeit

Anwaltskanzleien, Arztpraxen, Designstudios erwerben EDV-Ausrüstungen, Möbel, Software-Lizenzen von älteren Betrieben.

Immobilien und Nebengewerbe

Property-Manager und Hausverwaltungen kaufen Hausmeister-Ausrüstungen, Verwaltungssoftware, Bestandskundenverträge von Vorgängerverwaltungen.

Energie und Umwelt

Energieversorgungsunternehmen erwerben Netzbetriebsanlagen, Transformatoren und Verteilinfrastruktur von Vorgängeranbietern oder Stilllegungsgesellschaften.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage folgt deutschem BGB und HGB. In Deutschland ist ein notarielle Beglaubigung von Grundstücksübergaben erforderlich; bewegliche Sachen können privatschriftlich verkauft werden. Konsultieren Sie einen Notar, wenn Immobilien, Lizenzen oder registrierte Vermögenswerte beteiligt sind.

In Österreich gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland (österreichisches ABGB und UGB). Notarielle Beglaubigung ist ebenfalls für Grundstücke nötig. Tarifverträge und Arbeitsrecht weichen teilweise ab; ein österreichischer Anwalt sollte die Mitarbeiterklauseln prüfen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfacher Kauf von Maschinen oder Lagerbestand unter 50.000 EUR, wenn keine Mitarbeiter übernommen werden und keine komplexen Schulden bestehen.Kostenlose Vorlage; nur interne Zeit zum Ausfüllen (2–4 Stunden).1–2 Wochen Bearbeitung.
Vorlage + RechtsprüfungMittlerer Assetkauf (50.000–250.000 EUR) mit wenigen Mitarbeitern, Lagerbeständen und standardisierten Verträgen; Sie möchten die Grundstruktur selbst aufbauen, wünschen aber anwaltliche Prüfung.Vorlage kostenlos; Anwaltsprüfung 500–1.500 EUR (2–4 Stunden).3–6 Wochen; 1 Woche Anwaltsprüfung, Nachbesserungen, Abstimmung.
MaßgeschneidertGroßer, komplexer Assetkauf (über 250.000 EUR), mit Mitarbeiterübernahme, mehreren Geschäftsbereichen, Tarifverträgen, Umweltfragen, Litigationen oder Treuhandstrukturen. Ein Anwalt sollte den gesamten Vertrag konzipieren und verhandeln.3.000–10.000 EUR (je nach Komplexität und Bundesland); Anwalt bereitet Vertrag, Verhandlungsstrategie und Abschlusscoordination vor.8–16 Wochen; Due-Diligence (4–8 Wochen), Vertragserstellung (2–3 Wochen), Verhandlung (2–5 Wochen), Abschluss (1–2 Wochen).

Glossar

Gekaufte Vermögenswerte
Die physischen und immateriellen Vermögensgegenstände (Maschinen, Inventar, Marken, Kundenlisten), die der Käufer vom Verkäufer erwerben wird.
Ausgeschlossene Vermögenswerte
Vermögenswerte, die nicht Teil der Transaktion sind und beim Verkäufer verbleiben (z. B. Immobilien, spezifische Schulden).
Kaufpreis
Die Gesamtvergütung, die der Käufer an den Verkäufer zahlt; oft in Tranche (sofort, nachträglich, bedingt) aufgeteilt.
Abschlussbedingungen
Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor der Kauf abgeschlossen wird (Genehmigungen, Prüfungen, Garantien).
Erklärungen und Garantien
Zusicherungen des Verkäufers über Eigentum, Haftungsfreiheit, Rechtskonformität und Zustand der Vermögenswerte.
Treuhand
Ein neutraler Dritter oder ein separates Konto, auf dem ein Teil des Kaufpreises gesperrt wird, um Ansprüche des Käufers zu sichern.
Nachsicht
Verzicht des Verkäufers auf die Geltendmachung von Ansprüchen oder Klauseln unter bestimmten Bedingungen.
Wettbewerbsverbot
Vereinbarung, dass der Verkäufer die verkauften Vermögenswerte für einen bestimmten Zeitraum nicht mehr betreiben darf.
Preisanpassung
Mechanismus, mit dem der Kaufpreis nach Abschluss basierend auf Inventur, Forderungen oder anderen Metriken neu berechnet wird.
Massenverkauf
Ein Verkauf von wesentlichen Betriebsmitteln, bei dem das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit grundlegend verändert.

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