Vereinbarung über den Kauf und Verkauf von Aktien

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FreiVereinbarung über den Kauf und Verkauf von Aktien

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung über den Kauf und Verkauf von Aktien ist ein verbindlicher Vertrag zwischen Verkäufer und Käufer zur Übertragung von Unternehmensanteilen. Das Dokument regelt den Kaufpreis, die Zahlungsbedingungen, Garantien und Bedingungen für den Abschluss des Geschäfts und ist als kostenloser Word-Download verfügbar.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie Unternehmensanteile verkaufen oder erwerben möchten. Sie schützt beide Parteien durch klare Regelungen zu Preis, Finanzierung, Unternehmensangaben und Haftung nach dem Verkauf.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Abschnitte zu Parteiidentifikation, Aktiengegenstand, Kaufpreis und Zahlungsbedingungen. Es umfasst umfangreiche Erklärungen und Zusicherungen des Verkäufers, Bedingungen für den Vertragsabschluss sowie Vertraulichkeitsbestimmungen und Korrekturen bei Abweichungen der Finanzkennzahlen.

Was ist eine Vereinbarung über den Kauf und Verkauf von Aktien?

Eine Vereinbarung über den Kauf und Verkauf von Aktien ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen Verkäufer und Käufer, der die Übertragung von Unternehmensanteilen regelt. Das Dokument definiert den Kaufpreis, die Zahlungsbedingungen, Garantien des Verkäufers über den Zustand des Unternehmens sowie Bedingungen für den Vertragsabschluss. Die Vorlage ist als kostenloser Word-Download verfügbar, kann online bearbeitet und als PDF exportiert werden. Sie enthält alle wesentlichen Klauseln für Aktienverkäufe in Deutschland und Österreich und bietet eine solide Struktur für mittlere bis größere Transaktionen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein Aktienverkauf ohne schriftliche Vereinbarung ist rechtlich unsicher und führt zu kostspieligen Streitigkeiten. Ohne klare Regelungen zu Kaufpreis, Zahlungsbedingungen und Zusicherungen kann der Käufer nach Abschluss mit versteckten Schulden, fehlenden Verträgen oder Compliance-Problemen konfrontiert werden. Der Verkäufer wiederum hat keine Sicherheit, dass der Käufer zahlt oder die Transaktion tatsächlich abschließt. Diese Vereinbarung schützt beide Seiten durch verbindliche Zusicherungen, Nachzahlungsklauseln bei Finanzmängeln und klare Abschlussbedingungen. Sie regelt auch, wer welche Informationen offenlegen muss und wie lange der Verkäufer nach Abschluss haftet — essentiell für jeden Unternehmensverkauf im Wert ab 100.000 EUR aufwärts.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Grundstruktur für Verkauf aller Aktien eines UnternehmensAllgemeiner Aktienverkauf
Wenn der Käufer externe Finanzierung benötigtMit Finanzierungsvorbehalt
Wenn Teile des Kaufpreises an zukünftige Performance gebunden sindMit Earnout-Klausel
Wenn der Verkäufer nach Abschluss noch für bestimmte Garantien haftetMit Gewährleistungsfristen
Wenn umfangreiche Prüfungen vor Vertragsabschluss erforderlich sindMit Due Diligence-Bedingungen
Wenn Kaufpreisbestandteile zur Sicherung hinterlegt werden sollenMit Treuhand-Regelung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Kaufpreis nicht an Finanzlage des Unternehmens binden

Warum es wichtig ist: Der Käufer zahlt möglicherweise zu viel, wenn der Nettobuchwert vor Abschluss sinkt und keine Anpassungsklausel besteht.

Fix: Bauen Sie immer eine Nachzahlungsklausel ein, die den Preis an die finale Bilanz koppelt.

❌ Zusicherungen des Verkäufers zu vage formulieren

Warum es wichtig ist: Unklar formulierte Garantien sind nicht einklagbar und der Käufer kann sich nicht auf Schadensersatz berufen.

Fix: Verwenden Sie konkrete, messbare und überprüfbare Aussagen zu Finanzen, Schulden, Verträgen und Compliance.

❌ Keine ausreichende Due Diligence vor Unterzeichnung

Warum es wichtig ist: Verborgene Schulden, Prozesse oder Compliance-Probleme kommen nach Abschluss ans Licht und kosten den Käufer.

Fix: Bestehen Sie auf Zugang zu Geschäftsunterlagen und Recht auf externe Prüfung vor Vertragsabschluss.

❌ Zu kurze Haftungsfristen für Zusicherungen

Warum es wichtig ist: Der Käufer kann Ansprüche gegen Verkäufer nicht durchsetzen, wenn Probleme erst nach Fristablauf bekannt werden.

Fix: Setzen Sie Haftungsfristen von mindestens 12–24 Monaten, bei kritischen Aussagen 36 Monate.

❌ Keine Klausel für Vermögensabtritt bei Finanzmängeln

Warum es wichtig ist: Wenn das Unternehmen Schulden oder Verbindlichkeiten hat, die nicht offengelegt wurden, bleibt Käufer dafür haftbar.

Fix: Lassen Sie Verkäufer alle bekannten Schulden, Rückstellungen und Verbindlichkeiten offenlegen.

❌ Finanzierungsvorbehalt nicht als Abschlussbedingung verankert

Warum es wichtig ist: Wenn Käufer keine Finanzierung erhält, muss er trotzdem kaufen und verliert Anzahlung.

Fix: Bestimmen Sie klar, dass Finanzierungszusage eine Bedingung für Vertragsabschluss ist.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Gegenstand

In einfacher Sprache: Definiert Verkäufer, Käufer und dass alle ausgegebenen Aktien des Unternehmens verkauft werden.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der Verkäufer) verkauft an [NAME DES KÄUFERS] (der Käufer) alle Aktien des Unternehmens, die der Verkäufer besitzt.

Häufiger Fehler: Nicht klar festzulegen, ob nur einzelne Aktienanteile oder alle Aktien verkauft werden, was zu späteren Streitigkeiten führt.

Kaufpreis und Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Bestimmt den Gesamtkaufpreis, Anzahlung und Restbetrag sowie Zahlungsmodalitäten.

Beispielformulierung
Kaufpreis: [BETRAG] für [AKTIENGATTUNG] Aktien. Anzahlung: [BETRAG] als Scheck bei Unterzeichnung. Restbetrag: bankbestätigter Scheck bei Abschluss.

Häufiger Fehler: Keine Regelung für Währungsrisiken oder Wechselkurse, besonders bei internationalem Käufer.

Nettobuchwert und Nachzahlung

In einfacher Sprache: Falls der Nettobuchwert bei Abschluss unter einen vereinbarten Prozentsatz fällt, muss der Verkäufer nachzahlen.

Beispielformulierung
Wenn Nettobuchwert weniger als [%] des Buchwerts (Anhang A) beträgt, erstattet Verkäufer Differenz innerhalb angemessener Frist.

Häufiger Fehler: Zu hohen Schwellenwert setzen, der unrealistisch ist, oder keine Fristen für Nachzahlungsansprüche festlegen.

Vollständigkeit und Freihheit der Aktien

In einfacher Sprache: Der Verkäufer versichert, dass er alle Aktien besitzt, diese vollständig bezahlt und frei von Belastungen sind.

Beispielformulierung
Der Verkäufer besitzt alle ausgegebenen Aktien. Die Aktien sind vollständig bezahlt, steuerfrei und frei von Verbindlichkeiten, Belastungen und Ansprüchen.

Häufiger Fehler: Nicht überprüfen, ob Verpfändungen oder Sicherungsübereignungen an den Aktien bestehen.

Gewährleistungen und Zusicherungen

In einfacher Sprache: Der Verkäufer garantiert die Rechtmäßigkeit des Unternehmens, Gründung, Steuerstatus und Finanzberichte.

Beispielformulierung
Das Unternehmen ist ordnungsgemäß gegründet, rechtmäßig gegründet und in gutem Ansehen. Finanzbericht (Anhang A) entspricht allgemein anerkannten Buchführungsprinzipien.

Häufiger Fehler: Zu viele oder zu unspezifische Garantien, die nicht überprüfbar sind oder später zu unbegrenzter Haftung führen.

Bedingungen für Vertragsabschluss

In einfacher Sprache: Voraussetzungen, die beide Parteien erfüllen müssen, damit der Kauf abgeschlossen wird.

Beispielformulierung
Abschluss erfolgt nur wenn: Käufer Finanzierung erhält, Verkäufer Abschlussdokumente übergibt, alle Zustimmungen erteilt wurden.

Häufiger Fehler: Zu viele oder zu strenge Bedingungen setzen, die praktisch unmöglich zu erfüllen sind.

Vertraulichkeit vor Abschluss

In einfacher Sprache: Käufer verpflichtet sich, vertrauliche Informationen vor Vertragsabschluss nicht weiterzugeben.

Beispielformulierung
Käufer behandelt alle vom Verkäufer erhaltenen Geschäftsinformationen, Unterlagen und Angaben vertraulich und gibt sie nicht an Dritte weiter.

Häufiger Fehler: Keine zeitliche Begrenzung oder Ausnahmen für bereits bekannte Informationen festlegen.

Fortsetzung von Garantien nach Abschluss

In einfacher Sprache: Die Zusicherungen des Verkäufers bleiben auch nach Vertragsabschluss gültig und der Käufer kann für Verletzungen klagen.

Beispielformulierung
Die Erklärungen und Zusicherungen bleiben in jedem Fall nach Abschluss dieser Vereinbarung fort und bilden Grundlage für Schadensersatzklagen.

Häufiger Fehler: Zu kurze Haftungsfristen setzen oder ausschließen, dass Käufer Verletzungen geltend machen kann.

Zugang zu Geschäftsunterlagen

In einfacher Sprache: Verkäufer gewährt Käufer und dessen Vertretern Einsichtrecht in alle Geschäftsräume, Unterlagen und Akten zur Prüfung.

Beispielformulierung
Verkäufer gewährt Käufer und bevollmächtigten Vertretern vollständigen Zugang zu Räumen, Unterlagen, Buchhaltung und Steuerakten während Geschäftszeiten zur Prüfung.

Häufiger Fehler: Zu starke Beschränkungen vornehmen oder sensible Bereiche ausschließen, was Käufers Sorgfalt behindert.

Anhänge und Dokumentation

In einfacher Sprache: Gründungsurkunde, Statuten, Aktienkapitalübersicht und Finanzberichte sind als Anhänge beigefügt.

Beispielformulierung
Gründungsurkunde (Anhang B), Aktienkapitalübersicht (Anhang C) und Bilanzaufstellung (Anhang A) sowie Geschäftsberichte sind beigefügt.

Häufiger Fehler: Anhänge unvollständig machen oder nicht datieren, was zu Streitigkeiten über Gültigkeit führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Daten der Parteien eintragen

    Ergänzen Sie den Namen, die Rechtsform und die vollständige Adresse des Verkäufers und Käufers. Falls natürliche Person, geben Sie den Wohnort an.

    💡 Überprüfen Sie die genaue Handelsregistereintragung des verkaufenden Unternehmens.

  2. 2

    Stichtag und Bundesland angeben

    Tragen Sie das Datum der Vereinbarung (Stichtag) und das Bundesland der Gründung des Unternehmens ein.

    💡 Der Stichtag sollte vor Abschluss liegen; der Abschluss ist ein separates Datum.

  3. 3

    Aktienarten und Kaufpreis definieren

    Listen Sie alle Aktiengattungen (z. B. Stammaktien, Vorzugsaktien) mit Stückzahl und Einzelbetrag auf. Berechnen Sie den Gesamtkaufpreis.

    💡 Verwenden Sie die aktuelle Kapitalstruktur aus dem Handelsregister.

  4. 4

    Anzahlung und Zahlungsbedingungen festlegen

    Geben Sie die Anzahlungsquote (z. B. 10 %), den Anzahlungsbetrag und Termin an. Bestimmen Sie, wie und wann der Restbetrag gezahlt wird.

    💡 Anzahlungen von 5–20 % des Kaufpreises sind üblich und bieten beiden Seiten Sicherheit.

  5. 5

    Finanzkennzahlen und Nachzahlungsklausel

    Hängen Sie die aktuellste Bilanz als Anhang A an. Bestimmen Sie den Schwellenwert für Nettobuchwert-Abweichungen (z. B. 95 % oder 90 %).

    💡 Fordern Sie vom Verkäufer revidierte Abschlüsse an, um Manipulationen auszuschließen.

  6. 6

    Zusicherungen und Gewährleistungen prüfen

    Lesen Sie alle Garantien des Verkäufers sorgfältig durch. Markieren Sie, welche für Ihren Fall relevant sind und welche angepasst oder entfernt werden sollen.

    💡 Besonders prüfen: Tarifverträge, Prozesse, Schulden, Compliance und Mitarbeiterverträge.

  7. 7

    Abschlussbedingungen und Anhänge finalisieren

    Definieren Sie klar, unter welchen Bedingungen der Abschluss stattfindet (z. B. Finanzierungszusage, Zustimmung Behörden). Sammeln Sie alle erforderlichen Anhänge.

    💡 Due Diligence-Bedingungen sollten vor Unterzeichnung klar sein.

  8. 8

    Rechtliche Prüfung durch Anwalt

    Lassen Sie die ausgefüllte Vereinbarung von einem Anwalt überprüfen. Achten Sie auf steuerliche und kartellrechtliche Implikationen.

    💡 Ein Anwalt kann auch Besonderheiten Ihres Bundeslandes oder Branchen-Compliance sicherstellen.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich einen Anwalt für diese Vereinbarung?

Ja, dringend empfohlen. Eine Aktienverkaufsvereinbarung ist eine hochkomplexe Transaktion mit erheblichen steuerlichen, haftungs- und kartellrechtlichen Implikationen. Ein Anwalt prüft die Zusicherungen, passt sie an Ihren Fall an, prüft auf Compliance-Risiken und wahrt Ihre Interessen. Die Kosten für eine Anwaltsprüfung (ca. 1.500–3.000 EUR) sind gering im Vergleich zum Risiko. Nutzen Sie diese Vorlage als Grundstruktur, aber lassen Sie sie vor Unterzeichnung überprüfen.

Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Vermögen?

Bei einem Aktienverkauf kauft der Käufer die Anteile des Unternehmens und wird damit Eigenkapitalgeber. Das Unternehmen mit allen Vermögenswerten, Schulden und Verpflichtungen geht auf den Käufer über. Bei einem Vermögensverkauf würde nur das operative Geschäft (Maschinen, Kundenlisten, Verträge) verkauft, die Schulden bleiben beim Verkäufer. Aktienverkauf ist üblich bei vollständigen Unternehmensverkäufen; Vermögensverkauf bei Auflösung oder Teilverkauf.

Was ist eine Nachzahlungsklausel?

Falls der Nettobuchwert des Unternehmens bei Vertragsabschluss deutlich unter dem bei Unterzeichnung liegt, kann der Käufer eine Rückzahlung (Nachzahlung vom Verkäufer) verlangen. Dies schützt den Käufer vor Überraschungen: Wenn z. B. kurz vor Abschluss Großkunden kündigen oder versteckte Schulden auftauchen, sinkt das Unternehmen an Wert. Diese Klausel muss konkrete Schwellenwerte (z. B. unter 95 % des Buchwerts) und kurze Meldungsfristen haben.

Wie lange sind die Zusicherungen des Verkäufers gültig?

In Deutschland üblich sind Gewährleistungsfristen von 12–24 Monaten ab Abschluss für allgemeine Zusicherungen (Gründung, Eigentumsrecht, Steuern). Für kritische Zusicherungen (Schulden, Prozesse, Verträge) sind oft 24–36 Monate marktüblich. Danach können Käufer keine Ansprüche mehr geltend machen. Die Fristen sollten in der Vereinbarung klar genannt sein, sonst gelten gesetzliche Fristen (oft 2 Jahre).

Was muss in den Anhängen enthalten sein?

Typischerweise: Anhang A = aktuelle Bilanz und GuV; Anhang B = Gründungsurkunde und alle Satzungsänderungen; Anhang C = Aktienkapitalübersicht (wer besitzt wie viele Anteile); Anhang D = Geschäftsberichte der letzten 2–3 Jahre. Alle Anhänge sollten signiert sein und im Vertrag referenziert werden, damit keine Unklarheit über den Dokumentenstand besteht.

Was ist eine Treuhandbedingung?

Zur Sicherung können Teile des Kaufpreises (z. B. 10–20 %) bei einem unabhängigen Treuhänder (Bank oder Anwalt) hinterlegt werden. Erst wenn z. B. nach 12 Monaten keine Zusicherungsverletzungen geltend gemacht werden, gibt der Treuhänder das Geld an den Verkäufer frei. Dies schützt den Käufer, ohne dem Verkäufer die volle Zahlung zu verweigern.

Kann ich diese Vorlage für einen Teilverkauf von Aktien verwenden?

Ja, mit Anpassungen. Tragen Sie bei „Gegenstand" klar die Anzahl und Art der zu verkaufenden Aktien ein (nicht „alle Aktien"). Ändern Sie auch die Zusicherungen, um deutlich zu machen, dass der Verkäufer die restlichen Aktien behält. Ein Teilverkauf ist komplexer, da beide Parteien danach Mitgesellschafter bleiben – lassen Sie dies unbedingt vom Anwalt prüfen.

Welche Steuern entstehen beim Aktienverkauf?

Dies hängt stark ab von Betriebsstättenneugewinn, Spekulationsfrist (1 Jahr), Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und individuellem Steuersatz. Verkäufer von Kapitalgesellschaftsanteilen zahlen in der Regel Einkommenssteuer + Solidaritätszuschlag auf den Gewinn; Käufer haben in der Regel keine unmittelbaren Steuern. Eine Steuerberatung ist essentiell.

Was passiert, wenn der Käufer die Finanzierung nicht erhält?

Dies hängt davon ab, ob Finanzierungsvorbehalt als Abschlussbedingung verankert ist. Falls ja, kann der Kauf rückgängig gemacht werden und der Käufer erhält die Anzahlung zurück. Falls nein, kann der Verkäufer Erfüllung verlangen oder Schadensersatz fordern. Daher: Finanzierungsvorbehalt immer explizit als Bedingung aufnehmen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Vermögensverkaufsvertrag

Ein Aktienverkaufsvertrag überträgt die gesamte Gesellschaft mit allen Vermögenswerten und Schulden. Ein Vermögensverkaufsvertrag überträgt nur einzelne Vermögensgegenstände (Maschinen, Kundenlisten, Warenbestände). Aktienverkauf ist einfacher strukturell, aber der Käufer erbt auch alle Schulden und Verpflichtungen. Vermögensverkauf ist komplizierter, schützt den Käufer aber vor versteckten Schulden. Nutzen Sie Aktienverkauf für vollständige Unternehmensübernahmen, Vermögensverkauf für Teilverkäufe oder wenn Käufer nur das operative Geschäft übernehmen will.

vs Gesellschaftervertrag

Ein Gesellschaftervertrag regelt die Beziehung zwischen Gesellschaftern einer bestehenden Gesellschaft (Gewinn- und Verlustverteilung, Geschäftsführung, Ausscheiden). Ein Aktienverkaufsvertrag regelt den Übergang von Anteilen von einem Eigentümer zu einem neuen. Nach Aktienverkauf wird oft ein neuer Gesellschaftervertrag unterzeichnet, oder der Käufer tritt dem bestehenden bei. Der Aktienverkaufsvertrag ist eine einmalige Transaktion; der Gesellschaftervertrag eine laufende Governance-Regel.

vs Stille Beteiligung

Eine stille Beteiligung ist eine Finanzierung, bei der ein Investor Kapital einbringt und am Gewinn teilhat, aber kein Mitgesellschafter wird und keine Kontrollrechte hat. Ein Aktienverkauf überträgt echte Anteile mit Kontrollrechten, Stimmrechten und vollem Mitsprache. Eine stille Beteiligung ist kurzfristig und leichter zu strukturieren; ein Aktienverkauf ist langfristig und komplexer. Nutzen Sie stille Beteiligung für Kapitalzuführung ohne Kontrollverlust, Aktienverkauf für permanente Eigentümerwechsel.

vs Darlehensvertrag

Ein Darlehensvertrag ist eine Fremdfinanzierung, bei der der Kreditnehmer Geld leiht und mit Zinsen zurückzahlt. Ein Aktienverkaufsvertrag ist eine Eigenfinanzierung, bei der der Käufer Anteile kauft und Eigentümer wird. Das Darlehen ist ein Schuldinstrument; der Aktienverkauf ist ein Eigenkapitalinstrument. Bei Aktienverkauf trägt der Käufer das Geschäftsrisiko und profitiert von Gewinnen. Nutzen Sie Darlehen für kurzfristige Finanzierungsbedarfe, Aktienverkauf für dauerhafte Eigentümerwechsel.

Branchenspezifische Hinweise

Mittelständische Unternehmensgruppen

Aktienverkauf bei Nachfolgeregelung, Investoreneinstieg oder Unternehmenskonsolidierung

Handel und Handwerk

Übernahme von Handwerksbetrieben durch Nachfolger oder externe Käufer mit Finanzierungsbedarf

Finanz- und Versicherungssektor

Regulierung und Due Diligence besonders kritisch; zusätzliche behördliche Genehmigungen erforderlich

Technologie und Innovation

Häufig mit Earnout-Klauseln und intellektuellen Eigentumsrechts-Zusicherungen verbunden

Produktion und Fertigung

Umfangreiche Prüfung von Maschinen, Umweltschutz, Lieferantenketten und Arbeitsverhältnissen

Gastgewerbe und Tourismus

Besonderheiten: Konzessionen, Lieferverträge, Mitarbeiterbindung und saisonale Schwankungen

Hinweise zur Rechtsprechung

Die Vorlage folgt deutschem GmbH- und Aktiengesellschaftsrecht (GmbHG, AktG), insbesondere zu Kapitalausstattung, Gewinnverteilung und Gesellschafterhaftung. In Deutschland sind zusätzlich Gewerbesteuer und Erbschaftsteuerregelungen zu beachten.

In Österreich gelten ähnliche Grundsätze (GmbHG, AktG), mit Besonderheiten bei Steuern und Arbeitnehmerschutz. Die Vorlage ist adaptierbar; konsultieren Sie einen österreichischen Steuerberater.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleinerer Aktienverkauf zwischen bekannten Parteien mit geringen Komplexität (< 500.000 EUR)0–100 EUR (Vorlage)2–4 Stunden zum Ausfüllen; hohes Fehlerrisiko
Vorlage + RechtsprüfungMittlerer Aktienverkauf mit wirtschaftlichen Risiken (500.000–5 Mio. EUR); Vorlage wird von Anwalt überprüft1.500–3.000 EUR Anwaltsprüfung + Vorlage4–8 Stunden zum Ausfüllen, dann 1–2 Wochen Anwaltsreview
MaßgeschneidertGroßer oder komplexer Aktienverkauf (> 5 Mio. EUR) mit mehreren Gesellschaftern, Schulden oder kartellrechtlichen Fragen3.000–8.000 EUR vollständige Neufertigung2–4 Wochen; höchste Rechtssicherheit

Glossar

Aktie
Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital eines Unternehmens verbrieft
Kaufpreis
Gesamtbetrag, den der Käufer für alle Aktien zahlt
Zusicherungen
Garantierte Aussagen des Verkäufers über den Zustand des Unternehmens
Due Diligence
Sorgfältige Prüfung der Geschäftstätigkeit, Finanzen und Rechtsverhältnisse
Abschluss
Zeitpunkt, an dem die Transaktion endgültig vollzogen wird
Nettobuchwert
Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten des Unternehmens
Treuhand
Hinterlegung von Geldern bei Dritten als Sicherung
Share Purchase Agreement
Englische Bezeichnung für Aktienverkaufsvereinbarung
Gewährleistung
Haftung des Verkäufers für die Richtigkeit seiner Angaben nach Abschluss
Vertraulichkeit
Schutz sensibler Geschäftsinformationen vor Offenlegung

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

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