Vereinbarung über Exklusivität Vertraulichkeit und Abtretung

Kostenloser Word-Download • Online bearbeiten • Mit Drive speichern und teilen • Als PDF exportieren

4 seiten20–30 min zum AusfüllenSchwierigkeit: StandardUnterschrift erforderlichRechtsprüfung empfohlen
Mehr erfahren ↓
FreiVereinbarung über Exklusivität Vertraulichkeit und Abtretung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung über Exklusivität, Vertraulichkeit und Abtretung ist ein rechtlich bindendes Dokument zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Sie regelt die Verpflichtungen des Mitarbeiters bezüglich Loyalität, Geheimhaltung von Unternehmensgeheimnissen und die Abtretung von Rechten an Arbeitsergebnissen. Sie erhalten die Vorlage als editierbare Word-Datei mit Platzhaltern für Ihre Unternehmensdaten.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung beim Einstellungsprozess oder bei der Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern, insbesondere in Positionen mit Zugang zu sensiblen Geschäftsinformationen. Sie schützt Ihr Unternehmen vor Missbrauch von Betriebsgeheimnissen, Kundendaten und technologischen Erfindungen.
Was enthalten ist
Die Vorlage umfasst Abschnitte zu Loyalitätsverpflichtungen, Vertraulichkeitsbestimmungen mit konkreten Beispielen (Kundenlisten, Preislisten, Verfahren), Regelungen zur Offenlegung von vertraulichen Informationen bei Gesetzesverpflichtung und die vollständige Abtretung von geistigem Eigentum und Urheberrechten an das Unternehmen.

Was ist eine Vereinbarung über Exklusivität Vertraulichkeit und Abtretung?

Eine Vereinbarung über Exklusivität, Vertraulichkeit und Abtretung ist ein rechtlich bindendes Dokument zwischen Arbeitgeber und Angestelltem. Sie regelt, wie Mitarbeiter mit Geschäftsgeheimnissen umgehen, dass sie ihre volle Arbeitskraft nur dem Arbeitgeber widmen (Exklusivität) und dass alle während der Beschäftigung entwickelten Werke und Erfindungen dem Unternehmen gehören. Diese Vorlage ist als editierbare Word-Datei mit Platzhaltern verfügbar und kann schnell auf Ihre Unternehmenssituation angepasst werden. Sie erhalten ein sofort einsatzfähiges Dokument zum kostenlosen Download, das Sie ausdrucken, unterzeichnen und archivieren können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne klare vertragliche Bindungen riskieren Sie, dass Mitarbeiter Ihre Kundenlisten, Produktionsverfahren oder technologische Innovations weiterverbreiten — besonders wenn sie zu Konkurrenten wechseln. Die direkten Kosten sind enorm: verlorene Geschäfte, beschädigte Kundenbeziehungen und Wettbewerbsnachteile. Diese Vereinbarung schützt Ihr Unternehmen präventiv, indem sie explizit festlegt, welche Informationen vertraulich sind und wie Mitarbeiter damit umgehen müssen. Sie macht auch deutlich, dass die Unternehmen alle Rechte an Erfindungen besitzt, was Streitigkeiten über Patenteigentum vermeidet. Besonders in Technologie, Produktion und Beratung, wo Know-how Ihr größtes Vermögen ist, zahlt sich diese Vereinbarung schnell aus.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Vollzeitbeschäftigte mit regelmäßigem Zugang zu UnternehmensgeheimnissenVereinbarung für Angestellte
Freiberufler und Consultants mit temporärem Zugang zu BetriebsdatenVereinbarung für externe Berater
Entwickler, Programmierer und IT-Administratoren mit technologischem Know-howVereinbarung für IT-Fachleute
Außendienst und Marketingmitarbeiter mit Zugriff auf Kundenlisten und StrategienVereinbarung für Vertrieb und Marketing
Management- und Leitungspersonen mit strategischem UnternehmenszugangVereinbarung für Führungskräfte
Temporäre Mitarbeiter und Studenten mit eingeschränktem InformationszugangVereinbarung für Praktikanten

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zu allgemeine Formulierungen ohne konkrete Beispiele

Warum es wichtig ist: Der Mitarbeiter kann später behaupten, dass bestimmte Informationen nicht als vertraulich galten, weil sie nicht explizit genannt waren.

Fix: Listen Sie konkrete Kategorien auf: Kundenlisten, Preislisten, Herstellungsverfahren, Liefererbeziehungen, Marketing-Strategien.

❌ Fehlende oder zu kurze Geltungsdauer nach Beendigung

Warum es wichtig ist: Der Mitarbeiter kann direkt nach Kündigung für einen Konkurrenten tätig werden und Ihre Geheimnisse nutzen.

Fix: Definieren Sie explizit, dass Vertraulichkeitsverpflichtungen dauerhaft oder für einen bestimmten Zeitraum nach Ausscheiden gelten.

❌ Keine Unterschriften oder keine schriftliche Bestätigung

Warum es wichtig ist: Ohne Unterschrift ist schwer nachzuweisen, dass der Mitarbeiter die Vereinbarung akzeptiert hat, was die Durchsetzbarkeit gefährdet.

Fix: Sorgen Sie für eigenhändige Unterschriften beider Parteien und bewahren Sie eine beglaubigte Kopie auf.

❌ Unklare Definition des geistigen Eigentums

Warum es wichtig ist: Der Mitarbeiter behauptet, eine Erfindung stamme von privater Arbeit oder wurde vor Beschäftigungsbeginn entwickelt.

Fix: Präzisieren Sie, dass alle Werke, die während der Beschäftigung und mit Unternehmensressourcen entstehen, Unternehmenseigentum sind.

❌ Fehlende Rechtsprüfung vor Unterzeichnung

Warum es wichtig ist: Das Dokument enthält möglicherweise lokal ungültige oder nicht durchsetzbare Klauseln und bietet keinen Schutz.

Fix: Lassen Sie die Vorlage von einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt prüfen und anpassen.

❌ Verborgene oder versteckte Klauseln

Warum es wichtig ist: Der Mitarbeiter kann später in Arbeitsgericht argumentieren, dass er überraschende oder undeutliche Klauseln nicht akzeptiert hat.

Fix: Formulieren Sie alle Verpflichtungen deutlich und in Standardgröße; heben Sie kritische Punkte hervor und besprechen Sie diese mit dem Mitarbeiter.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Parteienangabe

In einfacher Sprache: Identifiziert die Vertragsparteien, das Unternehmen und den Mitarbeiter, sowie das Gültigkeitsdatum und die rechtliche Grundlage.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung wird abgeschlossen und ist wirksam zum [DATUM] zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND], und [NAME DES MITARBEITERS], eine natürliche Person mit Wohnsitz in [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE].

Häufiger Fehler: Ungenaue oder unvollständige Adressangaben oder fehlende Datumsangabe können die Rechtsgültigkeit beeinträchtigen.

Loyalitätsverpflichtung

In einfacher Sprache: Verpflichtet den Mitarbeiter, seine volle Arbeitskraft und Sorgfalt dem Unternehmen zu widmen und nicht ohne Genehmigung für Konkurrenten tätig zu werden.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter verpflichtet sich, seine besten Bemühungen und größtmögliche Sorgfalt einzusetzen und loyal die Interessen des Unternehmens zu fördern. Er widmet seine gesamte Zeit und Energie dem exklusiven Dienst für [NAME IHRES UNTERNEHMENS], es sei denn, er hat vorherige schriftliche Genehmigung erhalten.

Häufiger Fehler: Zu allgemeine Formulierungen ohne konkrete Handlungspflichten ermöglichen später Ausreden und sind schwer durchzusetzen.

Definition Vertraulicher Informationen

In einfacher Sprache: Legt fest, welche Informationen als vertraulich gelten und unter den Schutz der Vereinbarung fallen.

Beispielformulierung
Vertrauliche Informationen umfassen alle Daten über Betriebsabläufe, Kundenlisten, Liefererbeziehungen, Preislisten, Rabattregelungen, Herstellungsverfahren, Know-how, Bezugsquellen, Verkaufszahlen, Marketing-Methoden und die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens.

Häufiger Fehler: Zu enge oder unklare Definitionen ermöglichen es dem Mitarbeiter, wichtige Informationen als nicht vertraulich zu erachten.

Vertraulichkeitsverpflichtung

In einfacher Sprache: Der Mitarbeiter erklärt sich bereit, keine vertraulichen Informationen offenzulegen oder zu nutzen, außer im Rahmen seiner Arbeit für das Unternehmen.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter stimmt zu, vertrauliche Informationen zu keinem Zeitpunkt offenzulegen, zu verwenden, zu verbreiten oder zur Verfügung zu stellen, weder während noch nach Beendigung seiner Beschäftigung, es sei denn in der Ausübung seiner Arbeit zum exklusiven Nutzen für [NAME IHRES UNTERNEHMENS].

Häufiger Fehler: Fehlende Formulierung der Dauerhaftigkeit der Verpflichtung nach Arbeitsverhältnisende kann zur vorzeitigen Freigabe von Geheimnissen führen.

Offenlegung bei Rechtsgebot

In einfacher Sprache: Regelt, dass der Mitarbeiter das Unternehmen informieren muss, falls Gesetze oder Gerichte die Offenlegung von Geheimnissen fordern.

Beispielformulierung
Wenn der Mitarbeiter durch Gesetz, Börsenvorschriften oder gerichtliche Anordnung zur Offenlegung verpflichtet wird, hat er [NAME IHRES UNTERNEHMENS] schriftlich rechtzeitig im Voraus zu informieren, damit das Unternehmen eine Schutzordnung erwirken kann.

Häufiger Fehler: Ohne diese Klausel kann der Mitarbeiter unter Druck vertrauliche Daten offenbaren, ohne das Unternehmen vorher zu warnen.

Abtretung von Arbeitsergebnissen

In einfacher Sprache: Der Mitarbeiter tritt alle Rechte an Erfindungen, Urheberrechten und Schöpfungen, die während der Beschäftigung entstehen, auf das Unternehmen ab.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter zediert hiermit alle Rechte gemäß geltender Gesetzgebung für Patente, Urheberrechte, Markenzeichen, industrielle Designs und Know-how, die er erstellt oder entwickelt, an [NAME IHRES UNTERNEHMENS]. Dies gilt ohne räumliche oder zeitliche Beschränkung.

Häufiger Fehler: Unklare Formulierung, welche Werke abgetreten werden, führt später zu Streitigkeiten über Eigentumsrechte.

Dauer der Vereinbarung

In einfacher Sprache: Bestimmt, wann die Vereinbarung beginnt und endet, meist zum Beginn oder Ende der Beschäftigung.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung tritt in Kraft am [DATUM] und bleibt für die Dauer der Beschäftigung und darüber hinaus, soweit gesetzlich zulässig, gültig.

Häufiger Fehler: Fehlende oder zu kurze Geltungsdauer nach Kündigung ermöglicht es dem Mitarbeiter, sofort Geheimnisse zu verwenden.

Bestätigung und Anerkennung

In einfacher Sprache: Der Mitarbeiter bestätigt, die Vereinbarung und ihre Verpflichtungen verstanden zu haben und akzeptiert diese.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter [NAME DES MITARBEITERS] bestätigt, dass er diese Vereinbarung vollständig gelesen und verstanden hat und dass alle darin beschriebenen Verpflichtungen für ihn bindend sind.

Häufiger Fehler: Fehlende Unterschrift oder Bestätigung erschwert die Geltendmachung vor Gericht.

Salvatorische Klausel

In einfacher Sprache: Bestimmt, dass bei Ungültigkeit einzelner Bestimmungen die übrige Vereinbarung gültig bleibt.

Beispielformulierung
Sollte eine Bestimmung dieser Vereinbarung für ungültig befunden werden, bleibt die übrige Vereinbarung gültig und wird nicht beeinträchtigt.

Häufiger Fehler: Fehlen dieser Klausel kann dazu führen, dass das gesamte Dokument ungültig wird.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensangaben eintragen

    Ersetzen Sie alle Platzhalter [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit Ihrem tatsächlichen Firmennamen. Geben Sie das Bundesland, die Gründungsjurisdiktion und die vollständige Geschäftsadresse an.

    💡 Verwenden Sie die exakten Angaben aus Ihrem Handelsregister, um rechtliche Anerkennung zu sichern.

  2. 2

    Mitarbeiterdaten hinzufügen

    Ersetzen Sie [NAME DES MITARBEITERS] und [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] mit den korrekten persönlichen Daten des Mitarbeiters. Überprüfen Sie die Schreibweise genau.

    💡 Kopieren Sie die Adresse direkt aus dem Personalausweis oder Arbeitsvertrag.

  3. 3

    Gültigkeitsdatum festlegen

    Tragen Sie das Datum ein, ab dem die Vereinbarung wirksam wird. Dies ist üblicherweise der erste Tag der Beschäftigung oder der Unterzeichnungstag.

    💡 Nutzen Sie das Format TT.MM.JJJJ zur Vermeidung von Verwechslungen.

  4. 4

    Vertrauliche Informationen präzisieren

    Passen Sie die Liste vertraulicher Informationen an Ihre Branche an. Fügen Sie spezifische Kategorien hinzu, die in Ihrem Unternehmen relevant sind (z. B. Algorithmen, Kundenpreise, Liefererverträge).

    💡 Je konkreter Sie werden, desto schwächer können Mitarbeiter später argumentieren, etwas sei nicht vertraulich gewesen.

  5. 5

    Landangabe bei Geistigem Eigentum anpassen

    Ersetzen Sie [LAND] mit 'Deutschland' oder dem relevanten Staat. Dies ist wichtig für die korrekte rechtliche Zuordnung von Patenten und Urheberrechten.

    💡 Für Unternehmen in der EU ist 'Deutschland' die Standardangabe; bei internationalen Tätigkeiten konsultieren Sie einen Anwalt.

  6. 6

    Unterschriften einverstanden

    Drucken Sie das Dokument aus und sorgen Sie dafür, dass beide Parteien (Geschäftsführer und Mitarbeiter) das Dokument unterzeichnen und mit Datum versehen.

    💡 Bewahren Sie eine unterzeichnete Kopie für Ihre Akten auf und geben Sie dem Mitarbeiter ein Exemplar.

  7. 7

    Rechtsprüfung durchlassen

    Es wird empfohlen, das ausgefüllte Dokument vor der Unterzeichnung durch einen Arbeitsrechtler prüfen zu lassen, insbesondere bei hohen Verantwortungspositionen.

    💡 Kleine rechtliche Anpassungen an Ihre Situation können spätere Streitigkeiten ersparen.

Häufig gestellte Fragen

Ist diese Vereinbarung in Deutschland rechtsgültig?

Ja, diese Vereinbarung ist in Deutschland rechtsgültig, sofern sie den Grundsätzen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) entspricht und nicht gegen Arbeitsschutzgesetze verstößt. Allerdings sollten Sie die ausgefüllte Vorlage vor Einsatz durch einen Arbeitsrechtler überprüfen lassen, um sicherzustellen, dass alle lokalen Anforderungen erfüllt sind. Besonders bei restriktiven Klauseln wie Nicht-Konkurrenzbestimmungen empfehlen wir rechtliche Konsultation.

Kann ich diese Vereinbarung auch bei Praktikanten nutzen?

Ja, diese Vereinbarung kann für Praktikanten angepasst werden. Allerdings sollten Vertraulichkeitsverpflichtungen verhältnismäßig zur Tätigkeit und Dauer des Praktikums sein. Exklusivitätsverpflichtungen sind bei Studenten, die gleichzeitig im Studium eingebunden sind, oft nicht durchsetzbar. Verwenden Sie eine gekürzte oder angepasste Fassung und konsultieren Sie einen Anwalt.

Welche Konsequenzen drohen dem Mitarbeiter bei Verletzung?

Das Unternehmen kann den Mitarbeiter auf Unterlassung, Schadensersatz und Rückgabe von Materialien verklagen. Im schlimmsten Fall kann es zu Kündigung, Geldstrafzahlungen und einstweiliger Verfügung durch das Gericht kommen. Die exakte Höhe des Schadensersatzes hängt vom Schaden ab, den das Unternehmen durch die Preisgabe erlitten hat.

Muss ich diese Vereinbarung schriftlich unterzeichnen lassen?

Ja, schriftliche Unterzeichnung mit originalgetreuer Unterschrift ist dringend empfohlen. Digitale Signaturen oder elektronische Bestätigungen können in manchen Fällen ausreichen, bieten aber weniger Rechtsicherheit. Bewahren Sie unterzeichnete Exemplare auf, um später beweisen zu können, dass der Mitarbeiter die Vereinbarung akzeptiert hat.

Wie lange gilt die Vertraulichkeitsverpflichtung nach Ausscheiden?

Das ist gesetzlich nicht einheitlich geregelt. In der Praxis wird eine unbefristete Verpflichtung für echte Geschäftsgeheimnisse akzeptiert, während weniger sensible Informationen (z. B. allgemeine Geschäftsprozesse) nach 2–3 Jahren entlastet werden können. Legen Sie in der Vereinbarung explizit fest, ob die Verpflichtung zeitlich begrenzt oder dauerhaft ist.

Kann ich diese Vereinbarung auch für externe Berater verwenden?

Teilweise ja, aber externe Berater sollten eher eine 'Vertraulichkeitsvereinbarung' oder 'Non-Disclosure Agreement' (NDA) unterzeichnen als eine Exklusivitätsvereinbarung. Externe Berater sind oft parallel für mehrere Kunden tätig, weshalb unbegrenzte Exklusivität unrealistisch und möglicherweise nicht durchsetzbar ist. Passen Sie die Vorlage entsprechend an oder nutzen Sie ein separates Beratervertrag-Template.

Was passiert, wenn der Mitarbeiter Informationen offen legen muss (z. B. vor Gericht)?

Die Vereinbarung enthält eine Klausel, wonach der Mitarbeiter das Unternehmen vorher informieren muss, damit das Unternehmen eine einstweilige Verfügung erwirken kann. Sollte das Unternehmen dies nicht verhindern können, ist der Mitarbeiter entlastet. Es ist wichtig, dass Sie diese Klausel regelmäßig überprüfen und ggf. anpassen.

Ist eine Abtretung aller Arbeitsergebnisse an das Unternehmen rechtens?

Ja, für Arbeitsergebnisse, die im Rahmen der Beschäftigung und mit Unternehmensressourcen entstehen. Allerdings gibt es Grenzen: Werke, die der Arbeitnehmer völlig privat in seiner Freizeit entwickelt und ohne Unternehmensmaterial erstellt, können schwächer abgetreten werden. Eine explizite Formulierung mit Beispielen schafft Klarheit und erhöht die Durchsetzbarkeit.

Kann ich diese Vereinbarung nachträglich mit bereits eingestellten Mitarbeitern abschließen?

Ja, aber die Durchsetzbarkeit ist schwächer. Nachträgliche Vereinbarungen erfordern oft eine Gegenleistung (z. B. Gehaltserhöhung oder Bonus) und sind rechtlich anfälliger. Es ist besser, die Vereinbarung bereits bei Einstellung zu unterzeichnen. Konsultieren Sie einen Anwalt, bevor Sie diese Vereinbarung mit bestehenden Mitarbeitern abschließen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfache Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA)

Eine NDA fokussiert primär auf Geheimhaltung von Informationen, während diese Vereinbarung auch Exklusivität und Abtretung abdeckt. Nutzen Sie die NDA für externe Partner oder kurzfristige Zusammenarbeit. Diese umfassendere Vereinbarung ist besser für langfristige Angestelltenverhältnisse mit hohem Geheimhaltungsbedarf.

vs Arbeitsvertrag mit Geheimhaltungsklausel

Ein Standard-Arbeitsvertrag enthält oft eine einfache Klausel zum Umgang mit Geschäftsgeheimnissen, aber keine detaillierten Verpflichtungen. Diese spezialisierte Vereinbarung bietet umfassenderen rechtlichen Schutz und konkretere Beispiele vertraulicher Informationen. Sie können beide Dokumente kombinieren.

vs Nicht-Konkurrenzvereinbarung (Non-Compete)

Eine Non-Compete-Klausel untersagt dem Mitarbeiter, nach Beendigung für Konkurrenten tätig zu werden. Diese Vereinbarung fokussiert auf Geheimhaltung und Abtretung während der Beschäftigung und darüber hinaus. Eine Non-Compete-Vereinbarung kann ergänzend abgeschlossen werden, ist aber oft schwächer durchsetzbar als eine Vertraulichkeitsvereinbarung.

vs Erfindervergütungsvereinbarung

Diese Vereinbarung tritt alle Rechte an Erfindungen aufs Unternehmen ab, ohne Entschädigung. Eine Erfindervergütungsvereinbarung regelt zusätzlich, dass der Mitarbeiter für bedeutende Erfindungen eine Vergütung erhält. Für Positionen mit hohem Innovationspotenzial ist eine Erfindervergütungsvereinbarung zusätzlich sinnvoll.

Branchenspezifische Hinweise

Technologie und Software

Schützt Quellcode, Algorithmen, Plattform-Architektur und Produktionsmethoden vor Weitergabe an Konkurrenten oder fremde Nutzung.

Verarbeitendes Gewerbe und Produktion

Sichert Herstellungsverfahren, Maschinenkonfigurationen, Liefererbeziehungen und Produktformeln vor Industriespionage.

Konsultation und Dienstleistungen

Schützt Geschäftsmethoden, Kundenstrategien, Preismodelle und Verfahren, auf denen die Beratungsqualität beruht.

E-Commerce und Handel

Bewahrt Kundenlisten, Lieferantenbeziehungen, Preiskalkulationen und Marketingdaten vor Missbrauch durch Mitarbeiter.

Finanz- und Kreditwesen

Garantiert Vertraulichkeit sensibler Finanz- und Kundendaten sowie Geschäftsgeheimnisse der Investitionsstrategien.

Pharma und Biotech

Schützt Forschungsergebnisse, klinische Daten, Patentanmeldungen und Produktentwicklungsprozesse vor frühzeitiger Preisgabe.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage richtet sich nach deutschem Arbeitsrecht (BGB). Vertraulichkeitsvereinbarungen sind in Deutschland grundsätzlich gültig, unterliegen aber den Grenzen des Arbeitnehmerschutzes. Keine-Konkurrenz-Klauseln sind nur unter strengen Bedingungen durchsetzbar.

In Österreich gelten ähnliche Grundprinzipien wie in Deutschland (ABGB). Arbeitnehmer genießen ähnlichen Schutz. Die Vorlage ist mit geringen Anpassungen auch in Österreich einsetzbar, sollte aber von einem österreichischen Arbeitsrechtler geprüft werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine bis mittlere Unternehmen mit Standard-Angestelltenverhältnissen und moderatem Geheimhaltungsbedarf.€ 0–50 (Vorlage + Eigenarbeit)1–2 Stunden zum Ausfüllen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungUnternehmen mit erheblichen Geschäftsgeheimnissen oder hochqualifizierten Positionen, die eine Anwaltsprüfung rechtfertigen.€ 200–500 (Vorlage + anwaltliche Anpassung und Prüfung)3–5 Tage einschließlich Anwaltsabstimmung
MaßgeschneidertGroße Unternehmen mit komplexen Geschäftsmodellen, Multi-Jurisdiktionen oder speziellen regulatorischen Anforderungen.€ 1.000–3.000+ (vollständig anwaltlich verfasst)1–2 Wochen mit umfassender Beratung und Verhandlung

Glossar

Vertrauliche Informationen
Alle Daten, Verfahren, Kundenlisten, Preise und Geschäftsmethoden, auf die ein Mitarbeiter während seiner Beschäftigung Zugriff hat und die dem Unternehmen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Exklusivität
Die Verpflichtung des Mitarbeiters, seine gesamte Arbeitskraft und Aufmerksamkeit ausschließlich dem Unternehmen zur Verfügung zu stellen, ohne Konkurrenzarbeit.
Abtretung
Die Übertragung aller Rechte an Werken, Erfindungen und Schöpfungen, die während der Beschäftigung entstehen, vom Mitarbeiter auf das Unternehmen.
Geistiges Eigentum
Alle immateriellen Vermögenswerte wie Patente, Urheberrechte, Markenzeichen, industrielle Designs und Geschäftsgeheimnisse.
Betriebsgeheimnisse
Informationen, die dem Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen und nicht öffentlich bekannt sind, wie Formeln, Lieferantenlisten oder Herstellungsverfahren.
Nicht-Konkurrenzklausel
Vertragliche Verpflichtung, dass der Mitarbeiter nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht in direkter Konkurrenz zum Unternehmen tätig wird.
Know-how
Praktisches Wissen, Erfahrung und technisches Know-how, das der Mitarbeiter im Unternehmen erwirbt.
Lizenzierung
Die Erlaubnis, das geistige Eigentum des Unternehmens unter bestimmten Bedingungen zu nutzen.
Schutzordnung
Eine einstweilige Verfügung des Gerichts zur Verhinderung unbefugter Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen.
Nachweis
Der Beweis, dass der Mitarbeiter über das Bestehen von vertraulichen Informationen und die Verpflichtung zu deren Schutz informiert wurde.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ Geschäfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • Lückenfüller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf über 3,000+ geschäftliche und rechtliche Vorlagen für jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und füllen Sie die Lücken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte Geschäftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum für nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle für Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

Führen Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von über 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr Geschäft zu strukturieren, zu führen und auszubauen.

Für immer kostenloser Plan · Keine Kreditkarte erforderlich