Autor Herausgeber Verschwiegenheitsvereinbarung

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FreiAutor Herausgeber Verschwiegenheitsvereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Verschwiegenheitsvereinbarung zwischen einem Autor und einem Herausgeber regelt den Schutz vertraulicher Informationen, insbesondere von urheberrechtlich geschützten Systemen und Algorithmen. Das Dokument wird als bearbeitbare Word-Vorlage bereitgestellt und kann kostenlos heruntergeladen werden. Es enthält alle notwendigen Klauseln zur rechtlichen Bindung beider Parteien.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen diese Vereinbarung, wenn Sie als Autor ein innovatives System oder Produkt einem potenziellen Herausgeber demonstrieren möchten, ohne dessen Geheimhaltung zu riskieren. Sie ist auch relevant, wenn Sie als Herausgeber Zugang zu proprietärer Technologie des Autors erhalten und deren Vertraulichkeit schriftlich zusichern müssen.
Was enthalten ist
Die Vereinbarung enthält Regelungen zur Demonstration des Systems, zur Erfassung der Urheberrechte und zum Schutz von Markengeheimnissen sowie Algorithmen. Sie definiert die gegenseitigen Versprechen und bekräftigt, dass das System ausschließlich zum Demonstrationszweck zur Verfügung gestellt wird und keine Eigentumsrechte auf den Herausgeber übergehen.

Was ist eine Autor Herausgeber Verschwiegenheitsvereinbarung?

Eine Autor-Herausgeber-Verschwiegenheitsvereinbarung ist ein rechtlich bindendes Dokument, das einen Autor oder Softwareentwickler schützt, wenn dieser ein urheberrechtlich geschütztes System oder Produkt einem potenziellen Herausgeber demonstriert. Sie regelt, dass das System ausschließlich zum Zweck der Evaluierung einer möglichen Zusammenarbeit bereitgestellt wird und danach gelöscht oder zurückgegeben werden muss. Das Dokument bestätigt schriftlich, dass alle Urheberrechte, Algorithmen und Geschäftsgeheimnisse allein beim Autor verbleiben und der Herausgeber keine Nutzungs-, Vervielfältigungs- oder Verkaufsrechte erwirbt. Sie können diese Vorlage kostenlos als bearbeitbare Word-Datei herunterladen und sofort an Ihre Situation anpassen — ein PDF-Export zum Austausch mit der anderen Partei ist ebenfalls möglich.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Verschwiegenheitsvereinbarung sind Sie als Autor einem hohen Risiko ausgesetzt: Der Herausgeber könnte später behaupten, dass die Demonstration implizit eine Lizenz zum Weiterverkauf oder zur Modifikation bedeutet, oder dass Ihr System nicht geschützt ist, weil Sie es nicht formell als proprietär erklärt haben. Ein unberechtigter Nachbau oder die Weiterverkauf Ihres Systems könnte kostspieliges Rechtsverfahren verursachen und Ihnen Jahre kosten, um Ihr Recht nachzuweisen. Diese Verschwiegenheitsvereinbarung dokumentiert schriftlich und für alle Beteiligten verbindlich: was demonstriert wird, wann und wo, dass das System urheberrechtlich geschützt ist, dass der Herausgeber nichts eigenständig nutzen darf, und wie das System anschließend gelöscht wird. Sie bietet Ihnen juristische Sicherheit und rechtliche Handhaben, um schnell gegen Verstöße vorzugehen — notfalls mit einstweiliger Verfügung. Für schnelle, sichere und risikominimierte Demonstrationen ist diese Vereinbarung unverzichtbar.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Allgemeine Demonstration eines Systems mit eintägiger Dauer und RückgabeStandard Verschwiegenheitsvereinbarung
Längerfristige Zusammenarbeit mit mehreren Demonstrationen über WochenErweiterte Fassung mit Laufzeit
Informelle Gespräche mit etabliertem VertrauenspartnerVereinfachte Fassung für schnelle Deals
Mehrere Autoren oder mehrere Herausgeber beteiligtMultilaterale Variante
Herausgeber darf System internen Teams zeigen, aber unter VerschwiegenheitMIT NDA-Klausel zur Weiterbearbeitung
Autor und Herausgeber in verschiedenen Ländern (DE, AT, CH, weitere EU-Länder)Internationale Fassung (DACH-relevant)

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unklare Definition dessen, was als ‚das System' gilt

Warum es wichtig ist: Der Herausgeber kann später argumentieren, dass nur bestimmte Komponenten geschützt sind, nicht aber die Gesamtheit oder die Algorithmen — dies führt zu teuren Rechtsstreitigkeiten.

Fix: Definieren Sie das System so genau wie möglich: Softwarequellcode, Algorithmen, Bedienungsanleitung, Geschäftslogik, Datenbankstruktur — alles oder nur bestimmte Teile?

❌ Keine schriftliche Bestätigung der Demonstration und des Löschens

Warum es wichtig ist: Ohne schriftliche Dokumentation ist es später unmöglich zu beweisen, dass der Herausgeber das System tatsächlich gelöscht hat oder dass die Demonstration stattgefunden hat.

Fix: Erstellen Sie ein Demonstrationsprotokoll, das beide Parteien unterschreiben, und fordern Sie eine schriftliche Bestätigung der Löschung mit Datum und Unterschrift.

❌ Zu breite Ausnahmeklauseln für ‚bereits bekannte' oder ‚unabhängig entwickelte' Informationen

Warum es wichtig ist: Der Herausgeber kann behaupten, dass er Ihre Technologie bereits kannte oder unabhängig entwickelt hat, um die Geheimhaltungspflicht zu umgehen.

Fix: Präzisieren Sie die Ausnahmeklauseln: ‚Information, die nachweislich vor der Vereinbarung vom Herausgeber schriftlich bekannt war' statt ‚bekannt war'.

❌ Fehlende geografische und zeitliche Begrenzung der Demonstration

Warum es wichtig ist: Ohne klare Grenzen kann der Herausgeber argumentieren, dass das System dauerhaft auf seinen Servern installiert werden darf oder dass mehrere Personen Zugang haben dürfen.

Fix: Schreiben Sie vor: eine bestimmte Adresse, ein bestimmtes Datum, eine bestimmte Dauer (z. B. ‚4 Stunden am 15.03.2026 in Berlin, Hauptbüro, nur für den Chief Technology Officer').

❌ Keine Regelung für den Fall, dass der Herausgeber die Vereinbarung verletzt

Warum es wichtig ist: Ohne Klausel zu Schadensersatz oder zur Einstweiligen Verfügung können Sie den Herausgeber nicht rechtlich zur Unterlassung verpflichten, wenn er das System unbefugt nutzt.

Fix: Fügen Sie Klauseln ein zu: Schadensersatzhöhe (z. B. 'Mindestens 10.000 EUR pro Verletzung'), Einstweilige Verfügung (Recht, vor Gericht schnell Unterlassung zu fordern) und Anwaltskosten.

❌ Keine Unterscheidung zwischen einzelnen und mehreren Demonstrationen

Warum es wichtig ist: Ist nicht klar, ob die Vereinbarung für eine oder mehrere Demonstrationen gilt, können später Fragen entstehen über die Kosten für jede weitere Vorführung.

Fix: Spezifizieren Sie: ‚Diese Vereinbarung gilt für eine einzelne Demonstration am [DATUM]. Für zusätzliche Demonstrationen ist eine separate schriftliche Vereinbarung erforderlich.'

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Geltungsbereich

In einfacher Sprache: Identifiziert den Autor und den Herausgeber und beschreibt, was unter Geheimhaltung fällt (das System und seine Algorithmen).

Beispielformulierung
Der Autor [NAME] und der Herausgeber [NAME] vereinbaren, dass alle während der Demonstration übermittelten technischen Daten, Algorithmen und das proprietäre System als vertraulich behandelt werden.

Häufiger Fehler: Ungenaue Definition dessen, was als vertraulich gilt — dies führt zu Streitigkeiten über den Umfang des Schutzes.

Demonstration und Zweck

In einfacher Sprache: Legt fest, dass das System nur zum Zweck der Betrachtung einer möglichen Zusammenarbeit demonstriert wird und dies lokal auf dem Computer des Herausgebers erfolgt.

Beispielformulierung
Der Autor wird das System an einem vereinbarten Datum auf der Computer-Einrichtung des Herausgebers demonstrieren. Die Demonstration dauert etwa einen Tag. Das System wird anschließend von der Hardware des Herausgebers gelöscht.

Häufiger Fehler: Keine klare zeitliche oder räumliche Begrenzung — dies kann später zu Fragen über dauerhafte Nutzungsrechte führen.

Urheberrechte und geistiges Eigentum

In einfacher Sprache: Bekräftigt, dass alle Patentrechte, Urheberrechte, Marken und Geschäftsgeheimnisse ausschließlich beim Autor verbleiben und der Herausgeber keine Rechte erwirbt.

Beispielformulierung
Alle Urheberrechte, Patentrechte, Schutzmarken und Markengeheimnisse des Systems sind und bleiben ausschließliches Eigentum des Autors. Der Herausgeber erwirbt durch diese Vereinbarung keine Eigentumsrechte oder Nutzungslizenzen.

Häufiger Fehler: Annahme, dass die Demonstration implizit eine Lizenz zum Weiterverkauf oder zur Modifikation bedeutet — dies ist ausdrücklich ausgeschlossen.

Bestätigung des geschützten Status

In einfacher Sprache: Der Herausgeber bestätigt schriftlich, dass er verstanden hat, dass das System urheberrechtlich geschützt und proprietär ist.

Beispielformulierung
Der Herausgeber bestätigt hiermit, dass das System ein urheberrechtlich geschütztes Produkt des Autors darstellt und die Grundlagen des Schutzes (einschließlich der Algorithmen) für das Geschäftsmodell des Autors wesentlich sind.

Häufiger Fehler: Fehlendes schriftliches Bestätigungsverfahren — ohne diesen Nachweis ist es später schwer zu beweisen, dass der Herausgeber vom Status wusste.

Vertraulichkeitspflicht

In einfacher Sprache: Verpflichtet den Herausgeber, das System und alle zugrundeliegenden Algorithmen streng vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte offenzulegen.

Beispielformulierung
Der Herausgeber erklärt sich bereit, die Vertraulichkeit des Systems und seiner Algorithmen zu bewahren und keine Informationen darüber an Dritte oder an die Öffentlichkeit zu offenbaren.

Häufiger Fehler: Zu allgemeine Formulierung — es sollte konkret genannt werden, wen der Herausgeber informieren darf (z. B. nur Geschäftsführer unter NDA) und was als Verletzung gilt.

Rückgabe oder Löschung von Materialien

In einfacher Sprache: Das System wird nach der Demonstration vom Computer des Herausgebers gelöscht und sind alle bereitgestellten Materialien zurückzugeben oder zu zerstören.

Beispielformulierung
Nach Beendigung der Demonstration wird das System vollständig von den Computern des Herausgebers gelöscht. Alle Notizen, Abschriften oder Kopien werden dem Autor zurückgegeben oder unter dessen Anleitung vernichtet.

Häufiger Fehler: Keine klare Verantwortlichkeit für die Löschung — dies kann später zu Datenschutzproblemen oder Fragen zur Einhaltung führen.

Dauer und Kündigung

In einfacher Sprache: Definiert, wie lange die Vereinbarung in Kraft bleibt und unter welchen Bedingungen sie beendet werden kann.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung tritt am [DATUM] in Kraft und bleibt für einen Zeitraum von [X Jahren] gültig, sofern nicht vorher von einer der Parteien mit schriftlicher Mitteilung von [X Tagen] gekündigt wird.

Häufiger Fehler: Unbegrenzte Gültigkeitsdauer ohne Kündigungsmöglichkeit — dies kann zu Unklarheiten über die zukünftige Verbindlichkeit führen.

Schadensersatz und rechtliche Bestimmungen

In einfacher Sprache: Legt fest, dass bei Verletzung der Vereinbarung der verletzte Autor Schadensersatz fordern kann und dass die Vereinbarung unter deutschem Recht und Gerichtsbarkeit erfolgt.

Beispielformulierung
Jede Verletzung dieser Vereinbarung durch den Herausgeber berechtigt den Autor zu Schadensersatz, einschließlich Treuhand- und Anwaltshonoraren. Die Vereinbarung unterliegt den Gesetzen des Staates [STAAT].

Häufiger Fehler: Fehlende Angabe der zuständigen Gerichtsbarkeit — dies führt zu rechtlicher Unsicherheit und möglicherweise zu Verfahren an mehreren Orten.

Ausnahmen von Geheimhaltung

In einfacher Sprache: Legt fest, dass bestimmte Informationen (z. B. öffentlich bekannte Daten oder vor der Vereinbarung bekannte Daten) nicht unter Geheimhaltung fallen.

Beispielformulierung
Information, die vor der Vereinbarung bereits öffentlich bekannt war oder vom Herausgeber unabhängig von dieser Vereinbarung entwickelt wurde, unterliegt nicht der Geheimhaltungspflicht.

Häufiger Fehler: Zu breite Ausnahmeklauseln — diese können vom Herausgeber missbraucht werden, um Geheimhaltung zu umgehen, indem behauptet wird, Information sei bereits bekannt.

Keine Lizenz oder Verpflichtung zur Zusammenarbeit

In einfacher Sprache: Klarstellung, dass die Demonstation keine implizite Lizenz oder Verpflichtung beider Parteien zur zukünftigen Zusammenarbeit begründet.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung gewährt dem Herausgeber keine Lizenz zum Verwenden, Verkaufen oder Weiterverbreiten des Systems. Ebensowenig bedeutet diese Vereinbarung, dass der Autor oder der Herausgeber zu einer zukünftigen Zusammenarbeit verpflichtet sind.

Häufiger Fehler: Annahme der impliziten Lizenzgewährung durch die Demonstration — dies kann zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten führen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Daten beider Parteien eingeben

    Ersetzen Sie [NAME DES AUTORS] und [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit vollständigen Firmennamen. Geben Sie die vollständigen Geschäftsadressen und den Sitz der jeweiligen Gesellschaft ein (Staat und Bundesland nach deutschem Standard).

    💡 Nutzen Sie die genaue Firmennamen aus dem Handelsregister, um rechtliche Anerkennungsprobleme zu vermeiden.

  2. 2

    Datum und Gültigkeitsdauer festlegen

    Geben Sie das Datum ein, an dem die Vereinbarung in Kraft treten soll ([Datum]), und legen Sie die Dauer der Vertraulichkeitspflicht fest (z. B. 2 Jahre, 5 Jahre oder unbegrenzt).

    💡 Eine Dauer von 2–3 Jahren ist typisch für Systemdemonstrationen; längere Dauern sind angemessen bei hochsensibler Technologie.

  3. 3

    System und Umfang genau beschreiben

    Ersetzen Sie generische Verweise durch eine präzise Beschreibung des Systems (z. B. 'Customer Relationship Management Software mit eigenem Matching-Algorithmus' statt 'das System').

    💡 Je spezifischer Sie sind, desto schwächer die Argumente des Herausgebers, später zu behaupten, etwas sei nicht geschützt.

  4. 4

    Demonstrationsmodus und -ort konkretisieren

    Füllen Sie Details zur Demonstration ein: genaues Datum, Uhrzeit, Dauer (z. B. '1 Tag, 9:00–17:00 Uhr') und genaue Adresse des Büros des Herausgebers, in dem die Demonstration stattfindet.

    💡 Schriftliche Bestätigung dieser Details ist entscheidend — setzen Sie dies als Anlage der Vereinbarung auf.

  5. 5

    Verantwortlichkeiten und Zugang klären

    Legen Sie fest, wer von der Seite des Herausgebers anwesend sein darf (z. B. nur Geschäftsführer und Produktentwickler), und ob Notizen oder Aufnahmen erlaubt sind (in der Regel nein).

    💡 Beschränken Sie den Zuschauerkreis auf die minimal notwendige Anzahl, um das Geheimnis zu bewahren.

  6. 6

    Löschungs- und Rückgabeverfahren dokumentieren

    Ergänzen Sie die Klausel zur Rückgabe/Löschung um konkrete Anweisungen: wie wird das System gelöscht (Festplatte löschen, Neuinstallation), wer führt es durch, in welchem Zeitrahmen (z. B. innerhalb von 5 Arbeitstagen) und wie wird die Löschung bestätigt (schriftliche Bestätigung des Herausgebers mit Zeitstempel).

    💡 Fordern Sie eine unterzeichnete schriftliche Bestätigung der Löschung — diese ist im Falle eines späteren Rechtsstreits entscheidend.

  7. 7

    Geltende Rechtsprechung und Schiedsklauseln hinzufügen

    Geben Sie an, unter welchen Gesetzen die Vereinbarung gültig ist (z. B. Deutsches Recht, Gerichtsbarkeit Berlin) und ob Sie Schiedsverfahren oder direkte Gerichtsverhandlung bevorzugen.

    💡 Deutsches Recht ist Standard in DE; erwägen Sie österreichische oder Schweizer Recht nur, wenn die andere Partei dort ansässig ist.

  8. 8

    Ausfertigungen unterzeichnen und austauschen

    Drucken Sie zwei identische Ausfertigungen, lassen Sie beide Parteien unterzeichnen und austauschen. Jede Partei erhält ein Original.

    💡 Digitale Signaturen (eIDAS-zertifiziert) sind in Deutschland und der EU vollständig gültig — dies spart Zeit und Postaufwand.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich das System nach einer Demonstration behalten, wenn wir später zusammenarbeiten?

Nein. Diese Vereinbarung demonstriert das System nur zum Zweck der Evaluierung. Wenn Sie später zusammenarbeiten möchten, benötigen Sie eine separate Lizenzvereinbarung, die explizit Nutzungs-, Änderungs- und Vertriebsrechte regelt. Die bloße Demonstration gewährt keine Eigentumsrechte.

Was passiert, wenn der Herausgeber die Vereinbarung verletzt und das System weiternutzt?

Der Autor kann Schadensersatz fordern (in der Regel das Doppelte oder Dreifache der Lizenzgebühren) sowie eine einstweilige Verfügung beantragen, um die unerlaubte Nutzung sofort zu stoppen. Zusätzlich können Anwaltsgebühren und Gerichtskosten verlangt werden. Eine klare Verletzung ist leichter zu beweisen, wenn das System schriftlich als urheberrechtlich geschützt bestätigt wurde.

Muss die Vereinbarung notariell beglaubigt oder registriert werden?

Nein. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung zwischen zwei Unternehmen ist gültig, wenn sie von beiden Geschäftsführern unterzeichnet ist. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht erforderlich, macht aber im Falle eines Rechtsstreits die Authentifizierung einfacher. Registrierung ist nicht notwendig.

Was ist der Unterschied zwischen dieser Vorlage und einer allgemeinen NDA?

Diese Vorlage ist speziell auf die Situation eines Autors oder Softwareentwicklers zugeschnitten, der ein System demonstriert. Sie betont Urheberrechte, Algorithmen und die eintägige Demonstration. Eine allgemeine NDA ist breiter und kann für viele Arten von Geschäftsgeheimnis gelten. Verwenden Sie diese Vorlage, wenn Geistiges Eigentum das Kernthema ist.

Kann ich die Vereinbarung per E-Mail mit elektronischer Signatur unterzeichnen?

Ja. Seit 2016 sind elektronische Signaturen nach eIDAS-Standard in Deutschland und der EU rechtlich bindend, vorausgesetzt, die Signatur ist qualifiziert (z. B. über easyID, Adobe Sign oder Docusign). Das ist schneller und kostengünstiger als Postversand und Papierunterzeichnung. Stellen Sie sicher, dass beide Parteien die elektronische Unterzeichnung akzeptieren.

Wie lange bleibt die Verschwiegenheitspflicht nach Ende dieser Vereinbarung gültig?

Das hängt von der Vertragsdauer ab. Wenn die Vereinbarung z. B. 3 Jahre gültig ist, endet die Pflicht nach Ablauf der 3 Jahre — es sei denn, Sie vereinbaren ausdrücklich eine ‚nachvertragliche' Verschwiegenheitspflicht (z. B. weitere 5 Jahre). Für Geschäftsgeheimnisse im Sinne des Geschäftsgeheimnis-Schutzgesetzes (GeschGehG) gelten sogar unbegrenzte Schutzfristen, solange die Information nicht öffentlich bekannt ist.

Was muss ich tun, wenn der Herausgeber das System weitergeben oder kopieren möchte?

Das ist ausdrücklich untersagt. Der Herausgeber darf das System nicht an Dritte weitergeben, nicht kopieren und nicht modifizieren. Wenn der Herausgeber seinen Kollegen oder externen Beratern zeigen möchte, benötigt er entweder eine schriftliche Erweiterung der Vereinbarung (unter ihrer eigenen Verschwiegenheitspflicht) oder Sie müssen ablehnen. Dokumentieren Sie jede Anfrage schriftlich und lehnen Sie sie ab, wenn sie nicht in die Vereinbarung passt.

Ist diese Vereinbarung in Österreich und der Schweiz gültig?

Diese Vorlage basiert auf deutschem Recht. In Österreich und der Schweiz gelten teilweise andere Regelungen zu Geschäftsgeheimnissen und Urheberrechten. Wenn eine Partei in AT oder CH sitzt, empfehlen wir, einen lokalen Rechtsanwalt konsultieren zu lassen, um die Vorlage anzupassen.

Kann ich die Dauer der Verschwiegenheitspflicht später verlängern?

Ja. Wenn die ursprüngliche Vereinbarung in Kürze abläuft, aber Sie möchten, dass die Verschwiegenheit weiterhin gültig bleibt, können Sie eine schriftliche Änderungsvereinbarung unterzeichnen, die die Dauer verlängert. Diese Änderung muss von beiden Parteien unterzeichnet werden, um gültig zu sein.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeine Verschwiegenheitsvereinbarung (NDA)

Die allgemeine NDA ist breit angelegt und kann für jede Art von Geschäftsgeheimnis gelten (z. B. Kundenlisten, Geschäftspläne, technische Daten). Diese Vorlage ist speziell für Autoren und Entwickler zugeschnitten, die ein urheberrechtlich geschütztes System demonstrieren. Verwenden Sie diese Vorlage, wenn Geistiges Eigentum, Algorithmen und Urheberrechte zentral sind; nutzen Sie eine allgemeine NDA für Szenarien wie Geschäftspläne oder Kundendaten.

vs Lizenzvereinbarung

Eine Lizenzvereinbarung räumt dem Herausgeber das Recht ein, das System zu nutzen, zu verkaufen oder zu modifizieren — gegen Gebühren oder Lizenzzahlungen. Diese Verschwiegenheitsvereinbarung räumt KEINE solchen Rechte ein — sie beschränkt Zugang nur auf die Demonstration und verpflichtet zur Rückgabe. Nutzen Sie diese Vorlage, wenn Sie erst evaluieren möchten, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist; nutzen Sie eine Lizenzvereinbarung, wenn die Zusammenarbeit bereits feststeht.

vs Arbeitsvertrag mit Geheimhaltungsklausel

Ein Arbeitsvertrag ist für angestellte Entwickler oder Autoren; die Geheimhaltungsklausel verpflichtet Angestellte, Betriebsgeheimnisse nicht weiterzugeben. Diese Vorlage ist für externe Parteien (z. B. externe Herausgeber), die kein Angestelltenverhältnis haben, aber zeitlich begrenzt Zugang brauchen. Nutzen Sie einen Arbeitsvertrag für Angestellte; nutzen Sie diese Vorlage für externe Geschäftspartner bei Kurzzeit-Demonstrationen.

vs Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV)

Ein AV-Vertrag regelt die datenschutzkonforme Verarbeitung personenbezogener Daten (DSGVO). Diese Vorlage schützt Geschäftsgeheimnisse und Geistiges Eigentum, nicht personenbezogene Daten. Wenn Sie sowohl Geschäftsgeheimnisse als auch personenbezogene Daten demonstrieren, brauchen Sie BEIDE Dokumente — diese Vorlage plus einen AV-Anhang.

Branchenspezifische Hinweise

Softwareentwicklung und IT

Entwickler und Startups schützen Algorithmen, Quellcode und Geschäftslogik vor unberechtigter Nutzung durch potenzielle Publisher oder Investoren.

Verlagswesen und Publishing

Autoren zeigen Manuskripte oder Publishing-Plattformen unter Verschleierung, um geistiges Eigentum vor Kopie durch konkurrierende Verlage zu schützen.

Consulting und Betriebsberatung

Berater demonstrieren proprietäre Frameworks oder Methoden unter NDA, um Know-how-Verlust an Konkurrenten zu vermeiden.

Biotech und Pharma

Forschungsunternehmen zeigen Entwicklungsstand neuer Medikamente oder Verfahren unter strenger Geheimhaltung, um Patente zu schützen.

Finanzdienstleistungen

Fintech-Startups präsentieren Trading-Algorithmen oder Anlagestrategien unter NDA an potenzielle Investoren oder Lizenznehmer.

Medienproduktion und Content

Filmstudios, Produktionsfirmen und Sender demonstrieren Stoffe oder Technologien unter Geheimhaltung, um Kreditvergabe und Investition zu sichern.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage basiert auf deutschem Recht und der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu Geschäftsgeheimnissen und Urheberrecht. Sie ist vollständig konform mit dem Geschäftsgeheimnis-Schutzgesetz (GeschGehG) und dem Urheberrechtsgesetz (UrhG). Deutscher Standard für DE/DE-Sitz.

In Österreich gelten ähnliche Prinzipien (Urheberrechtsgesetz, Geschäftsgeheimnis-Schutzgesetz nach EU-Richtlinie). Diese Vorlage ist anwendbar, erfordert aber ggfs. kleine Anpassungen an österreichische Terminologie und Rechtspraxis. Empfehlung: lokale Überprüfung durch Wiener Anwalt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenSchnelle Demonstration mit kleinerem Partner ohne Millionen-Technologie; Sie akzeptieren das Risiko einiger Lücken.0–50 EUR (Vorlagengebühr)2–4 Stunden zum Anpassen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungGrößeres Projekt oder höherwertige Technologie; Sie möchten eine juristisch überprüfte Vorlage ohne Full-Service-Gebühren.500–1.500 EUR (Anwalt zur Überprüfung)1 Woche: Vorlage anpassen, dann Anwalt zur Kontrolle
MaßgeschneidertMehrwertige Technologie, internationaler Deal oder komplexe Lizenzoptionen; Sie brauchen maßgefertigte Klauseln ohne Kompromisse.2.000–5.000+ EUR (Anwalt Neufassung)2–4 Wochen für Verhandlung und Neufassung

Glossar

Verschwiegenheitsvereinbarung (NDA)
Rechtlich bindende Vereinbarung, die eine oder beide Parteien zur Geheimhaltung vertraulicher Informationen verpflichtet.
Urheberrecht
Exklusives Recht eines Urhebers, sein Werk zu vervielfältigen, zu veröffentlichen und zu verkaufen.
Proprietary System
Ein System oder eine Software, die Eigentum des Autors ist und Geschäftsgeheimnisse enthält.
Algorithmus
Schrittweise Anleitung oder Verfahren zur Lösung eines Problems oder zur Durchführung einer Berechnung.
Markengeheimnis
Nicht öffentliche Informationen, die dem Unternehmen Wettbewerbsvorteil verschaffen und geschützt sind.
Demonstration
Praktische Vorführung des Systems oder Produkts gegenüber der anderen Partei.
Konfidentialität
Verpflichtung, Informationen vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
Lizenzierung
Gewährung des Rechts, ein Produkt oder System unter bestimmten Bedingungen zu nutzen.
Geistiges Eigentum
Sammelbegriff für Patente, Marken, Urheberrechte und Geschäftsgeheimnisse.
Schadensersatz
Entschädigung für Verluste oder Schäden, die durch Verletzung der Vereinbarung entstehen.

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