Vertraulichkeitsvereinbarung zwischen zwei Unternehmen

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FreiVertraulichkeitsvereinbarung zwischen zwei Unternehmen

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vertraulichkeitsvereinbarung ist ein rechtlich bindendes Dokument zwischen zwei Unternehmen, das festlegt, wie vertrauliche und geschäftssensible Informationen geschützt werden. Diese Vorlage ist als kostenloser Word-Download verfügbar und kann einfach an Ihre Situation angepasst werden. Das Dokument regelt die Behandlung von Geschäftsgeheimnissen, technischen Informationen und firmeneigenen Materialien.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie mit einem anderen Unternehmen zusammenarbeiten und Zugang zu sensiblen Informationen austauschen. Typischerweise ist dies der Fall bei Geschäftsverhandlungen, Partnerschaften, Lieferantenbeziehungen oder wenn Sie jemanden mit der Prüfung eines Geschäftsplans beauftragen. Eine schriftliche Vereinbarung schützt beide Seiten und schafft Klarheit über die Vertraulichkeitspflichten.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält die Definition vertraulicher Informationen, Ausnahmen von der Geheimhaltungspflicht, Verpflichtungen beider Parteien, Laufzeitbestimmungen und Eigentumsfeststellungen. Sie regelt, wie mit sensiblen Daten umzugehen ist und welche Maßnahmen zur Sicherung der Vertraulichkeit ergriffen werden müssen. Das Dokument ist vollständig anpassbar und rechtlich strukturiert nach deutschem Recht.

Was ist eine Vorlage Vertraulichkeitsvereinbarung zwischen zwei Unternehmen?

Eine Vertraulichkeitsvereinbarung (auch NDA oder Non-Disclosure Agreement genannt) ist ein rechtlich bindendes Dokument zwischen zwei Unternehmen, das festlegt, wie sensible und geschäftssensible Informationen geschützt und behandelt werden. Die Vorlage ist als kostenloser Word-Download verfügbar und kann vollständig angepasst und online bearbeitet werden. Sie regelt die Geheimhaltung von Geschäftsgeheimnissen, technischen Informationen, Kundendaten und anderen firmeneigenen Materialien. Das Dokument ist in Deutschland rechtlich gültig und nach deutschem Recht strukturiert, kann aber auch in Österreich und der Schweiz verwendet werden.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Das Risiko, sensible Geschäftsinformationen ohne schriftliche Schutzmaßnahmen zu teilen, ist erheblich. Ohne eine Vertraulichkeitsvereinbarung kann ein Geschäftspartner, Lieferant oder Kooperationspartner Ihre Kundenlisten, Geschäftsideen, Produktionsprozesse oder technische Daten an Konkurrenten weitergeben — und Sie haben legal wenig Möglichkeiten zur Gegenreaktion. Eine klare schriftliche Vereinbarung schützt Ihr Unternehmen durch eine eindeutige Geheimhaltungspflicht und ermöglicht es Ihnen, im Fall eines Verstoßes Schadensersatz zu fordern oder eine einstweilige Verfügung zu beantragen. Dies gilt besonders bei Geschäftsverhandlungen, Partnerschaften, Lieferantenbeziehungen und wenn Sie externe Fachleute mit sensiblen Informationen beauftragen. Eine gut formulierte NDA schafft Klarheit, baut Vertrauen auf und schützt Ihr Unternehmen vor unbefugten Offenlegungen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn nur eine Partei sensible Informationen offenbartEinseitige Vertraulichkeitsvereinbarung
Wenn beide Parteien vertrauliche Informationen austauschenGegenseitige Vertraulichkeitsvereinbarung
Zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen bei der EinstellungVertraulichkeitsvereinbarung mit Mitarbeitern
Bei Due-Diligence-Prozessen und UnternehmensübergabenNDA für Geschäftsverkauf oder M&A
Zum Schutz von Designs und Spezifikationen in LieferkettenVertraulichkeitsvereinbarung mit Zulieferern
Bei der Beauftragung von externen Fachleuten und GutachternGeheimhaltungsvereinbarung mit Beratern

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige Parteienangaben oder fehlerhafte Adresse

Warum es wichtig ist: Das Dokument ist später nicht durchsetzbar, wenn nicht eindeutig klar ist, wer die Vertragsparteien sind.

Fix: Verwenden Sie die exakten Unternehmensbezeichnungen aus dem Handelsregister, inklusive Rechtsform und Registernummer falls möglich.

❌ Zu breite Geheimhaltungspflicht ohne Ausnahmen

Warum es wichtig ist: Dies führt zu unrealistischen Anforderungen und macht die Verpflichtung unangemessen schwer.

Fix: Definieren Sie klar, welche Informationen ausdrücklich nicht unter die Geheimhaltungspflicht fallen (z. B. bereits öffentliche Daten).

❌ Keine konkrete Laufzeitbestimmung

Warum es wichtig ist: Ohne Laufzeit bleibt unklar, bis wann die Geheimhaltungspflicht besteht; dies führt zu Streitigkeiten.

Fix: Nennen Sie ein konkretes Enddatum oder eine Dauer von X Jahren ab Unterzeichnung.

❌ Fehlende Regelung über Rückgabe oder Vernichtung von Dokumenten

Warum es wichtig ist: Nach Beendigung der Zusammenarbeit können Informationen weiterhin zirkulieren und weitergegeben werden.

Fix: Ergänzen Sie explizit, dass alle Kopien zurückzugeben oder zu vernichten sind, und dass dies schriftlich bestätigt wird.

❌ Unklare Definition von 'vertraulichen Informationen'

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Streitigkeiten über den Umfang des Schutzes und macht Durchsetzung schwer.

Fix: Nennen Sie konkrete Kategorien oder Beispiele (technische Daten, Kundenlisten, Geschäftspläne).

❌ Keine oder zu schwache Sanktionen für Verstöße

Warum es wichtig ist: Es ist unklar, welche Konsequenzen ein Bruch der Vereinbarung hat; dies reduziert die Abschreckungswirkung.

Fix: Fügen Sie eine Klausel ein, die Schadensersatz, einstweilige Verfügung und angemessene Geldbußgelder regelt.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Parteienangaben

In einfacher Sprache: Bestimmung der Vertragsparteien, deren Geschäftstätigkeit und des Zeitpunkts der Vereinbarung.

Beispielformulierung
Diese Vertraulichkeitsvereinbarung ist wirksam zum [DATUM], ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (die "offenlegende Partei"), ein Unternehmen, gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND], mit Hauptniederlassung in [ADRESSE], UND: [NAME DES ANDEREN UNTERNEHMENS] (die "empfangende Partei").

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Parteienbezeichnung führt später zu Durchsetzungsproblemen im Streitfall.

Definition vertraulicher Informationen

In einfacher Sprache: Aufzählung, was unter vertrauliche und firmeneigene Informationen fällt.

Beispielformulierung
Für den Zweck dieser Vereinbarung bezeichnet "vertrauliche Information" vertrauliche und firmeneigene Informationen über das Geschäft oder die Aktivitäten der offenlegenden Partei, inkludierend geschäftliche, finanzielle, technische und andere Informationen, welche als "vertraulich" oder "firmeneignet" gekennzeichnet sind.

Häufiger Fehler: Zu breite oder zu enge Definition führt zu Streitigkeiten über den Umfang des Schutzes.

Ausnahmen von der Geheimhaltung

In einfacher Sprache: Festlegung, welche Informationen nicht unter den Schutz der Vereinbarung fallen.

Beispielformulierung
Vertrauliche Informationen beinhalten nicht: Informationen, welche derzeit öffentlich verfügbar sind; Informationen, die eine Partei rechtmäßig von einer dritten Partei ohne Einschränkungen erhält; Informationen, die bereits vor Vertragsschluss bekannt waren.

Häufiger Fehler: Mangelnde oder fehlende Ausnahmeregelungen führen zu unbegrenzten Verpflichtungen, auch für nicht sensible Informationen.

Verpflichtungen der empfangenden Partei

In einfacher Sprache: Regelung, wie die empfangende Partei mit den vertraulichen Informationen umzugehen hat.

Beispielformulierung
Die empfangende Partei stimmt zu, dass sie die vertraulichen Informationen nicht verwenden oder an Dritte weitergeben wird, außer dies wird von der anderen Partei explizit schriftlich genehmigt. Sie unternimmt alle angemessenen Maßnahmen, um die Vertraulichkeit zu wahren.

Häufiger Fehler: Zu vage Formulierungen führen dazu, dass Verstöße schwer nachzuweisen sind.

Laufzeitbestimmung

In einfacher Sprache: Festlegung des Zeitraums, für den die Geheimhaltungspflicht besteht.

Beispielformulierung
Die Laufzeit dieser Vereinbarung beträgt [ANZAHL] [JAHRE/MONATE] ab dem Datum der Unterzeichnung durch beide Parteien.

Häufiger Fehler: Zu kurze Laufzeiten bieten keinen ausreichenden Schutz; zu lange erschweren die Geschäftstätigkeit unnötig.

Eigentumsfeststellung

In einfacher Sprache: Klarstellung, dass alle vertraulichen Informationen das alleinige Eigentum der offenlegenden Partei bleiben.

Beispielformulierung
Die empfangende Partei stimmt zu, dass vertrauliche Informationen, die von der offenlegenden Partei bereitgestellt werden, das alleinige und uneingeschränkte Eigentum der offenlegenden Partei sind.

Häufiger Fehler: Fehlende Eigentumsfeststellung führt später zu Anspruchsunsicherheiten.

Rückgabe oder Vernichtung

In einfacher Sprache: Regelung, was mit den Dokumenten nach Ende der Zusammenarbeit geschieht.

Beispielformulierung
Nach Beendigung dieser Vereinbarung gibt die empfangende Partei alle vertraulichen Materialien an die offenlegende Partei zurück oder vernichtet diese auf schriftliche Anweisung.

Häufiger Fehler: Fehlende Regelung führt dazu, dass Unterlagen in Umlauf bleiben und weitergegeben werden können.

Haftungsausschluss und Gewährleistung

In einfacher Sprache: Klarstellung, dass die Vereinbarung keine Garantien für die Richtigkeit oder Gültigkeit der Informationen gibt.

Beispielformulierung
Kein Bestandteil dieser Vereinbarung oder der vertraulichen Informationen stellt eine ausdrückliche oder konkludente Garantie jeder Art dar. Die offenlegende Partei leistet keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Brauchbarkeit der Informationen.

Häufiger Fehler: Fehlende Haftungsausschlüsse führen zu unerwarteten Schadensersatzforderungen.

Gerichtsstand und anwendbares Recht

In einfacher Sprache: Festlegung, welches Recht gilt und welches Gericht zuständig ist bei Streitigkeiten.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung unterliegt den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist [STADT/REGION].

Häufiger Fehler: Unklare Gerichtsstandsfestlegung führt zu Unklarheiten bei der Klageerhebung.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteienangaben eintragen

    Tragen Sie die vollständigen Namen, Rechtsformen und Adressen beider Unternehmen ein. Bei Einzelpersonen geben Sie den Namen und den Wohnort an.

    💡 Verwenden Sie die offiziellen Unternehmensregisterbezeichnungen, um später Zweifel auszuschließen.

  2. 2

    Wirksames Datum und Laufzeit festlegen

    Wählen Sie das Datum, an dem die Vereinbarung wirksam wird, und die Dauer des Schutzes (z. B. 2 Jahre, 5 Jahre).

    💡 Die Laufzeit sollte der geplanten Dauer der Zusammenarbeit entsprechen, zuzüglich angemessener Zeit nach Ende der Geschäftsbeziehung.

  3. 3

    Art der Zusammenarbeit beschreiben

    Erläutern Sie kurz, worum es bei der Zusammenarbeit geht (z. B. 'Prüfung einer Geschäftsidee für eine mögliche Investition').

    💡 Seien Sie spezifisch; generische Formulierungen führen zu späteren Auslegungskonflikten.

  4. 4

    Definition vertraulicher Informationen anpassen

    Überprüfen Sie, ob die Standarddefinition auf Ihre Situation passt, oder präzisieren Sie, welche Arten von Informationen genau geschützt werden sollen.

    💡 Nennen Sie konkrete Beispiele wie 'technische Zeichnungen', 'Kundenlisten', 'Preiskalkulationen' oder 'Geschäftspläne'.

  5. 5

    Ausnahmen überprüfen und anpassen

    Prüfen Sie die Ausnahmeregelungen; ergänzen Sie oder streichen Sie Punkte, die nicht auf Ihre Situation zutreffen.

    💡 Besondere Aufmerksamkeit auf bereits bekannte Informationen und separate Offenbarungskanäle.

  6. 6

    Verpflichtungen und Sicherheitsmaßnahmen festlegen

    Ergänzen Sie, welche konkreten Maßnahmen die empfangende Partei ergreifen muss (z. B. Zugriffsbegrenzung, Passwortschutz).

    💡 Konkrete Sicherheitsmaßnahmen machen die Pflicht später leichter durchsetzbar.

  7. 7

    Unterschriften und Datum

    Beide Parteien unterzeichnen das Dokument. Nutzen Sie am besten Originalunterschriften oder qualifizierte elektronische Signaturen.

    💡 Bewahren Sie eine signierte Kopie für Ihre Unterlagen auf.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine mündliche Vereinbarung zur Geheimhaltung gültig?

Nein, eine mündliche Vereinbarung ist schwer nachzuweisen und daher nicht ausreichend. Sie sollten immer eine schriftliche Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnen. Dies schafft Klarheit und Rechtssicherheit für beide Seiten. Ein unterzeichnetes Dokument ist im Streitfall viel leichter durchzusetzen als eine mündliche Zusage.

Kann ich eine Vertraulichkeitsvereinbarung einseitig beenden?

Dies hängt von den Bedingungen Ihrer Vereinbarung ab. In der Regel kann keine Seite einseitig kündigen; die Vereinbarung läuft bis zum Ende der festgelegten Laufzeit. Sie können aber einvernehmlich mit der anderen Partei vereinbaren, die Vereinbarung vorzeitig zu beenden. Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Sie eine vorzeitige Beendigung wünschen.

Was sollte ich tun, wenn die andere Partei vertrauliche Informationen offenbart?

Dokumentieren Sie den Verstoß schriftlich und setzen Sie die andere Partei unter Bezugnahme auf die Vereinbarung zur Unterlassung in Schrift. Heben Sie die Verletzung und die Folgen hervor. Bei weiteren Verstößen können Sie eine einstweilige Verfügung beantragen und Schadensersatz fordern. Ein Anwalt kann Sie bei der Durchsetzung unterstützen.

Wie lange sollte die Laufzeit einer Vertraulichkeitsvereinbarung sein?

Die Laufzeit hängt von der Art der Informationen ab. Bei Geschäftsgeheimnissen sind oft 2–5 Jahre angemessen. Bei technischen Innovationen oder Rezepturen kann eine längere Laufzeit (5–10 Jahre) sinnvoll sein. Besprechen Sie die Dauer mit der anderen Partei; sie sollte realistisch und für beide Seiten fair sein.

Müssen Informationen speziell als 'vertraulich' gekennzeichnet werden?

Das hängt davon ab, wie Sie die Vorlage formuliert haben. Manche Vereinbarungen erlauben es, Informationen im Moment der Offenlegung mündlich oder schriftlich als vertraulich zu erklären. Besser ist es, alle sensiblen Informationen von Anfang an mit 'Vertraulich' zu kennzeichnen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Was passiert mit den Informationen, wenn die Zusammenarbeit endet?

Nach Ende der Zusammenarbeit muss die empfangende Partei alle vertraulichen Materialien an den Urheber zurückgeben oder auf dessen Wunsch vernichten. Dies sollte schriftlich bestätigt werden. Die Vorlage regelt dies in der Klausel 'Rückgabe oder Vernichtung'. Stellen Sie sicher, dass dieser Punkt klar abgestimmt ist.

Kann eine Vertraulichkeitsvereinbarung vor Gericht durchgesetzt werden?

Ja, bei einem Verstoß können Sie Schadensersatz fordern oder eine einstweilige Verfügung beantragen, um die weitere Offenlegung zu stoppen. Sie müssen jedoch nachweisen, dass ein Verstoß stattgefunden hat und Ihnen Schaden entstanden ist. Ein Anwalt kann Sie bei der Geltendmachung von Ansprüchen unterstützen.

Gilt die Vereinbarung auch für Mitarbeiter oder Auftragnehmer?

Eine Vertraulichkeitsvereinbarung zwischen Unternehmen gilt nur für die benannten Parteien. Wenn Sie möchten, dass auch Mitarbeiter oder Auftragnehmer gebunden sind, müssen Sie dies ausdrücklich in die Vereinbarung aufnehmen oder separate NDAs mit ihnen abschließen.

Kann ich die Vorlage an meine Branche anpassen?

Ja, die Vorlage ist flexibel. Sie können Definitionen, Ausnahmen und Sicherheitsmaßnahmen an Ihre Branche anpassen. Bei komplexen oder hochsensiblen Informationen (z. B. Patente, biotech-relevante Daten) sollten Sie einen Anwalt konsultieren.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeine Kooperationsvereinbarung

Eine Kooperationsvereinbarung regelt die gesamte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen (Leistungen, Zahlungen, Verantwortlichkeiten), während eine Vertraulichkeitsvereinbarung nur den Umgang mit sensiblen Informationen regelt. Die NDA ist oft ein Teil einer größeren Kooperationsvereinbarung, kann aber auch isoliert abgeschlossen werden, wenn nur der Informationsschutz relevant ist.

vs Mitarbeiter-Geheimhaltungsvereinbarung

Eine Mitarbeiter-NDA wird mit Angestellten geschlossen und regelt die Geheimhaltung von Betriebsgeheimnissen während der Beschäftigung und danach. Eine B2B-NDA zwischen Unternehmen ist breiter angelegt und deckt oft auch externe Projektarbeiten und Partnerschaften ab. Die Anforderungen und Durchsetzungsmechanismen unterscheiden sich ebenfalls.

vs Lizenzvertrag

Ein Lizenzvertrag regelt die Nutzungsrechte an immateriellen Gütern (Software, Designs, Inhalte), während eine NDA nur den Schutz von Informationen vor Offenlegung regelt. Ein Lizenzvertrag gewährt explizite Nutzungsrechte; eine NDA verbietet jede Offenlegung ohne Genehmigung. Beide können kombiniert werden, wenn Lizenzen zusammen mit vertraulichen Technologie-Informationen vergeben werden.

vs Kaufvereinbarung oder M&A-Dokument

Kaufvereinbarungen regeln den Kauf oder die Fusion von Unternehmen und beinhalten Due-Diligence-Klauseln. NDAs sind oft Teil des M&A-Prozesses, um Informationen während der Prüfung zu schützen. Eine eigenständige NDA wird typischerweise VOR einer Kaufvereinbarung unterzeichnet, um die Informationssicherheit zu regeln, bevor geschäftliche Details besprochen werden.

Branchenspezifische Hinweise

Technologie und Software

Entwickler und Tech-Unternehmen nutzen NDAs zum Schutz von Quellcode, Algorithmen und Produktroadmaps.

Konsultation und Beratung

Beratungsunternehmen sichern Strategien, Analysen und Kundeninformationen mit Vertraulichkeitsvereinbarungen.

Fertigung und Produktion

Produzenten schützen Fertigungsverfahren, Rezepte und Qualitätsspezifikationen durch NDAs.

Pharmazie und Life Sciences

Forschungsunternehmen sichern Formelierungen, klinische Daten und Forschungsergebnisse.

Handel und E-Commerce

Einzelhandelsunternehmen nutzen NDAs zum Schutz von Lieferantenlisten, Lieferketten und Geschäftsmodellen.

Finanz- und Versicherungswesen

Finanzunternehmen regeln mit Vertraulichkeitsvereinbarungen den Schutz von Kundendaten und Geschäftsstrategien.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland unterliegen Vertraulichkeitsvereinbarungen dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sowie dem UrhG (Urhebergesetz). Verstöße können zu Schadensersatzforderungen und einstweiligen Verfügungen führen. Beachten Sie auch das GeschGehG (Geschäftsgeheimnisgesetz), das besonderen Schutz für Geschäftsgeheimnisse bietet.

In Österreich gelten ähnliche Prinzipien wie in Deutschland. Vertraulichkeitsvereinbarungen basieren auf dem ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) und sind nach Maßstab des Privatrechts durchsetzbar. Unternehmen sollten die Vereinbarung nach österreichischem Recht ausrichten.

In der Schweiz unterliegen NDAs dem Zivilgesetzbuch (ZGB) sowie dem Obligationenrecht (OR). Schweizer Gerichte erwarten klare Formulierungen von Geheimhaltungspflichten und akzeptieren sie als bindend. Beachten Sie auch branchenspezifische Regelungen wie im Finanzsektor.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache, einseitige Geheimhaltungsvereinbarungen oder gegenseitige NDAs zwischen Unternehmen ähnlicher Größe ohne spezielle Anforderungen.0–50 €30–60 Minuten
Vorlage + RechtsprüfungGegenseitige Vereinbarungen mit erweiterten Anforderungen (mehrjährige Laufzeit, spezielle Branchen, komplexe Informationen), die von einem Rechtsanwalt überprüft werden.200–500 €2–5 Tage
MaßgeschneidertHochsensible Informationen (Patente, kritische Technologie), mehrere Parteien, internationale Partnerschaften oder besondere juristische Anforderungen.800–2.500 €1–3 Wochen

Glossar

Vertrauliche Informationen
Geschäftliche, finanzielle, technische oder andere nicht-öffentliche Informationen, die von einer Partei als geheim oder firmeneigen gekennzeichnet sind.
Offenlegende Partei
Das Unternehmen, das die vertraulichen Informationen an die andere Partei weitergeben möchte.
Empfangende Partei
Das Unternehmen oder die Person, die vertrauliche Informationen von der offenlegenden Partei erhält.
Geheimhaltungspflicht
Die rechtliche Verpflichtung, Informationen vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
Geschäftsgeheimnis
Informationen mit tatsächlichem oder potentiellem wirtschaftlichen Wert, die der Öffentlichkeit nicht bekannt und geschützt sind.
NDA (Non-Disclosure Agreement)
Englischer Begriff für Vertraulichkeitsvereinbarung oder Geheimhaltungsabkommen.
Laufzeit
Der Zeitraum, für den die Vertraulichkeitspflicht besteht und wirksam ist.
Eigentum
Das Recht und die Verantwortung, die über die weitergegeben Informationen ausgeübt wird.
Ausnahmen vom Schutz
Informationen, die nicht unter die Geheimhaltungspflicht fallen, etwa bereits öffentlich verfügbare Daten.
Haftungsausschluss
Klarstellung, dass das Dokument keine Garantien für die Richtigkeit der Informationen gibt.

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