Vereinbarung mit einem Vertriebsmitarbeiter

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FreiVereinbarung mit einem Vertriebsmitarbeiter

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung mit einem Vertriebsmitarbeiter ist ein verbindlicher Vertrag zwischen Ihrem Unternehmen und einer Person oder einem Unternehmen, das Ihre Produkte oder Dienstleistungen in einem festgelegten geografischen Gebiet verkauft. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können. Sie regelt die Rechte und Pflichten beider Parteien.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie externe Vertriebsmitarbeiter oder Vertriebspartner engagieren möchten. Sie schützt Ihr Unternehmen vor unbefugtem Verkauf durch Konkurrenten und klärt Erwartungen bezüglich Gebiete, Kundenkommunikation und Kündigungsfristen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Klauseln zu den Verkaufsgebieten, Pflichten des Vertriebsmitarbeiters, Bestellabwicklung, Kundenkommunikation, Wettbewerbsverboten und Kündigungsbestimmungen. Sie definiert klar, welche Produkte oder Dienstleistungen vertreten werden dürfen und unter welchen Bedingungen die Vereinbarung beendet werden kann.

Was ist eine Vereinbarung mit einem Vertriebsmitarbeiter?

Eine Vereinbarung mit einem Vertriebsmitarbeiter ist ein verbindlicher Vertrag zwischen Ihrem Unternehmen und einer Person oder einem Unternehmen, das Ihre Produkte oder Dienstleistungen in einem bestimmten geografischen Gebiet verkauft. Die Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können. Sie regelt klar die Rechte und Pflichten beider Parteien und schützt Ihr Unternehmen vor unbefugtem Verkauf durch Konkurrenten.

Diese Vereinbarung ist ideal für Hersteller, Großhändler und Dienstleister, die Vertrieb über unabhängige Vertreter oder freiberufliche Mitarbeiter aufbauen möchten. Sie definiert Verkaufsgebiete, Provisionsstrukturen, Kundenkommunikationsregeln und Kündigungsbestimmungen in einem einzigen Dokument.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne schriftliche Vereinbarung können Missverständnisse über Gebiete, Leistungsziele und Provisionen entstehen — und dies kostet letztlich Umsatz und Kundenbeziehungen. Eine klare Vereinbarung schützt Sie vor mehreren Risiken: Sie verhindert, dass Vertriebsmitarbeiter Konkurrenzprodukte verkaufen, und legt fest, wer die Kundendaten besitzt, wenn die Zusammenarbeit endet.

Besonders wichtig ist eine Geheimhaltungsklausel, da Vertriebsmitarbeiter oft Zugriff auf Kundenlisten und Preisstrukturen haben. Ohne Schutz können sie diese Informationen nach Vertragsende an Konkurrenten weitergeben. Zudem regelt die Vereinbarung Kündigungsfristen, was Konflikte und juristische Streitigkeiten vermeidet. Eine schriftliche Vereinbarung ist auch ein Beweis bei Zahlungsstreitigkeiten oder Fragen zur Leistungsbewertung — vor Gericht zählt immer, was schriftlich vereinbart wurde, nicht Ihre mündlichen Versprechen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn der Vertriebsmitarbeiter ein festes Angestelltenverhältnis mit Ihrem Unternehmen eingehtVereinbarung mit angestelltem Vertriebsmitarbeiter
Wenn der Vertriebsmitarbeiter unabhängig tätig ist und provisionsbasiert arbeitetVereinbarung mit freiberuflichem Vertriebsmitarbeiter
Wenn ein anderes Unternehmen Ihre Produkte vertreten und weiterverkaufen sollVereinbarung mit Vertriebspartner oder Distributor
Wenn der Vertriebsmitarbeiter exklusiv ein geografisches Gebiet bearbeitetVereinbarung mit Gebietsvertreter
Wenn der Vertreter nach HGB-Regelungen tätig ist und Provision erhältVereinbarung mit Handelsvertreter
Wenn Dritte Ihre Produkte unter eigenem Namen weiterverkaufenVereinbarung mit Reseller oder Wiederverkäufer

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zu vage oder zu breite Wettbewerbsverbote

Warum es wichtig ist: Ein Verbot, das zeitlich oder räumlich zu weit reicht, wird von Gerichten für unwirksam befunden und ist daher nicht durchsetzbar.

Fix: Begrenzen Sie das Wettbewerbsverbot auf 6–24 Monate nach Vertragsende und auf das ursprüngliche oder angrenzende Vertriebsgebiet.

❌ Unklarheit über Leistungsverpflichtungen und Vertriebsziele

Warum es wichtig ist: Ohne messbare Ziele können Sie den Vertriebsmitarbeiter nicht abmahnen oder kündigen, wenn die Leistung mangelhaft ist.

Fix: Definieren Sie konkrete, messbare Ziele (z.B. 'mindestens 100 Kontakte pro Monat', 'Umsatzziel von EUR 50.000 pro Quartal').

❌ Fehlende oder unzureichende Geheimhaltungsklauseln

Warum es wichtig ist: Ohne Geheimhaltungsverpflichtung kann der Vertriebsmitarbeiter nach Beendigung Kundenlisten nutzen oder an Konkurrenten weitergeben.

Fix: Fügen Sie eine klare Geheimhaltungsklausel ein, die sich auf Kundenlisten, Preise und Geschäftsinformationen bezieht und für eine Dauer nach Vertragsende gilt (z.B. 2 Jahre).

❌ Mangelnde oder fehlende Kündigungsbestimmungen

Warum es wichtig ist: Ohne klare Kündigungsregeln können Unstimmigkeiten über die Beendigung der Vereinbarung entstehen.

Fix: Legen Sie klare Kündigungsfristen, Kündigungsgründe und das Verfahren für die Rückgabe von Unternehmenseigentum fest.

❌ Unzureichende Kommunikations- und Berichtspflichten

Warum es wichtig ist: Ohne regelmäßige Rückmeldungen verlieren Sie die Kontrolle über Vertriebsaktivitäten und Kundenprobleme in Ihrem Gebiet.

Fix: Schreiben Sie vor, dass der Vertriebsmitarbeiter mindestens wöchentlich oder monatlich berichtet und Probleme sofort mitteilt.

❌ Unklare Regelung der Kundenverhältnisse nach Vertragsende

Warum es wichtig ist: Wenn nicht klar ist, wer die Kundenbeziehungen weiterführt, können Kunden verlorengehen oder in Streit geraten.

Fix: Regeln Sie klar, dass alle Kundenkontakte und -daten nach Vertragsende an das Unternehmen zurückfallen und der Vertriebsmitarbeiter sich nicht mehr einmischt.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Vereinbarungsparteien und Definitionen

In einfacher Sprache: Festlegung, wer die Parteien sind (Ihr Unternehmen und der Vertriebsmitarbeiter) und wo sie ihren Sitz haben.

Beispielformulierung
ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen mit Sitz in [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] UND: [NAME DES VERTRIEBSMITARBEITERS], eine natürliche Person mit Wohnsitz in [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder ungenaue Adressangaben führen zu Rechtsunsicherheit bei Mahnungen oder Klagen.

Vertriebsgebiet und Produkte

In einfacher Sprache: Definition des geografischen Gebiets, in dem der Vertriebsmitarbeiter Ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen darf.

Beispielformulierung
Der Vertriebsmitarbeiter stimmt zu, die Produkte/Dienstleistungen des Unternehmens in dem geografischen Gebiet [NAME DES GEBIETS] zu repräsentieren und zu verkaufen.

Häufiger Fehler: Zu vage formulierte Gebiete (z.B. 'Süddeutschland') führen zu Streitigkeiten über tatsächliche Verkaufsgrenzen.

Pflichten des Vertriebsmitarbeiters

In einfacher Sprache: Aufzählung der Aufgaben und Verantwortungen, die der Vertriebsmitarbeiter gegenüber dem Unternehmen erfüllen muss.

Beispielformulierung
Der Vertriebsmitarbeiter verpflichtet sich, die Unternehmensrichtlinien gegenüber Kunden korrekt darzustellen und dem Unternehmen pünktlich alle Bestellungen zuzusenden.

Häufiger Fehler: Zu allgemeine Pflichten ('Best Effort') lassen sich nicht durchsetzen; seien Sie konkret (z.B. 'mindestens 10 Kundenbesuche pro Woche').

Wettbewerbsverbot

In einfacher Sprache: Klausel, die dem Vertriebsmitarbeiter verbietet, gleichzeitig Konkurrenzprodukte zu verkaufen.

Beispielformulierung
In keinem Fall darf der Vertriebsmitarbeiter ein konkurrierendes Unternehmen oder eine konkurrierende Produktpalette vertreten, weder innerhalb noch außerhalb des Vertriebsgebiets.

Häufiger Fehler: Zu breite Wettbewerbsverbote sind in vielen Rechtsprechungen unwirksam; prüfen Sie, ob das Verbot zeitlich und räumlich angemessen ist.

Kommunikation und Berichterstattung

In einfacher Sprache: Anforderung, dass der Vertriebsmitarbeiter regelmäßig mit dem Unternehmen kommuniziert und Probleme berichtet.

Beispielformulierung
Der Vertriebsmitarbeiter verpflichtet sich, den Vertriebsmanager regelmäßig anzurufen, um die Verkaufstätigkeit und Kundenprobleme zu diskutieren.

Häufiger Fehler: Fehlende Definition von 'regelmäßig' führt zu Interpretationsspielraum; legen Sie konkrete Häufigkeiten fest (z.B. 'wöchentlich').

Mitteilung von Konflikten

In einfacher Sprache: Der Vertriebsmitarbeiter muss dem Unternehmen mitteilen, wenn er weitere Geschäfte vertreten möchte oder Kundenprobleme auftreten.

Beispielformulierung
Der Vertriebsmitarbeiter informiert den Vertriebsmanager unverzüglich, falls er ein anderes Geschäft repräsentieren beabsichtigt oder Kundenprobleme auftreten.

Häufiger Fehler: Unklare Fristen für Mitteilungspflichten führen zu Verzögerungen; definieren Sie Fristen klar (z.B. 'spätestens innerhalb von 3 Tagen').

Kündigungsfrist

In einfacher Sprache: Festlegung der Frist, innerhalb der der Vertriebsmitarbeiter die Vereinbarung kündigen muss.

Beispielformulierung
Der Vertriebsmitarbeiter reicht dem Unternehmen mindestens [NUMMER] Tage im Voraus die Kündigung ein, falls er diese Vereinbarung beenden möchte.

Häufiger Fehler: Sehr kurze oder einseitige Kündigungsfristen (z.B. nur auf Unternehmensseite) können bei Überprüfung für unwirksam befunden werden.

Geheimhaltung und Datenschutz

In einfacher Sprache: Verpflichtung des Vertriebsmitarbeiters, Geschäftsinformationen und Kundendaten vertraulich zu behandeln.

Beispielformulierung
Der Vertriebsmitarbeiter verpflichtet sich, alle Geschäftsinformationen, Kundendetails und Preise des Unternehmens vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.

Häufiger Fehler: Fehlende Geheimhaltungsklausel ermöglicht dem Vertriebsmitarbeiter, Kundenlistten nach Beendigung zu nutzen oder an Konkurrenten zu verkaufen.

Beendigung und Rückgabe von Materialien

In einfacher Sprache: Regelung darüber, was beim Ende der Vereinbarung geschieht, einschließlich Rückgabe von Unternehmenseigentum und Übergabe von Kundendaten.

Beispielformulierung
Bei Beendigung dieser Vereinbarung gibt der Vertriebsmitarbeiter alle Unternehmensunterlagen, Mustermaterialien und Kundenlisten an das Unternehmen zurück.

Häufiger Fehler: Unklarheit darüber, wer nach Ende die Kundenbeziehungen betreut, führt zu Kundenverlusten und Rechtsstreitigkeiten.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Geben Sie Ihre Unternehmensdetails ein

    Tragen Sie den vollständigen Namen Ihres Unternehmens, das Bundesland/die Rechtsperson, unter der es gegründet wurde, und Ihre vollständige Geschäftsadresse ein. Dies muss mit Ihren offiziellen Registrierungsdokumenten übereinstimmen.

    💡 Überprüfen Sie Ihre Eintragung im Handelsregister auf korrekte Formatierung.

  2. 2

    Detaillieren Sie die Daten des Vertriebsmitarbeiters

    Geben Sie den Namen und Wohnsitz der Person oder, falls es sich um ein Unternehmen handelt, den Unternehmensnamen und den Registrierungsort ein. Vergewissern Sie sich, dass alle Angaben korrekt sind.

    💡 Wenn der Vertriebsmitarbeiter ein Einzelunternehmer ist, benötigen Sie seinen vollständigen Namen und seine Privatadresse.

  3. 3

    Definieren Sie das Vertriebsgebiet präzise

    Legen Sie das geografische Gebiet fest, in dem der Vertriebsmitarbeiter verkaufen darf. Dies kann ein Land, eine Region, ein Bundesland oder sogar eine Stadt sein. Seien Sie so spezifisch wie möglich, um Missverständnisse zu vermeiden.

    💡 Nutzen Sie Postleitzahlenbereiche oder Verwaltungsgrenzen für Klarheit.

  4. 4

    Listen Sie Produkte und Dienstleistungen auf

    Beschreiben Sie deutlich, welche Produkte oder Dienstleistungen der Vertriebsmitarbeiter verkaufen darf. Bei langen Produktpaletten können Sie 'alle aktuellen und zukünftigen Produkte des Unternehmens' festlegen.

    💡 Wenn bestimmte Produkte ausgeschlossen sind, nennen Sie diese explizit.

  5. 5

    Setzen Sie konkrete Kündigungsfristen

    Geben Sie an, wie viele Tage vorher eine Kündigung eingereicht werden muss (z.B. 30, 60 oder 90 Tage). Dies gilt für beide Parteien, es sei denn, Sie vereinbaren etwas anderes.

    💡 Längere Fristen (60–90 Tage) sind typisch für etablierte Vertriebenenbezieungen; kürzere Fristen (30 Tage) für neue oder provisionsbasierte Vereinbarungen.

  6. 6

    Passen Sie Pflichten und Berichterstattung an

    Definieren Sie, wie oft der Vertriebsmitarbeiter berichten muss (z.B. wöchentlich, monatlich), welche Verkaufsziele erwartet werden und wie Kundenprobleme zu berichten sind. Machen Sie diese Anforderungen messbar.

    💡 Verbinden Sie Berichterstattung mit KPIs (Schlüsselleistungsindikatoren) wie Umsatz, Kundenakquise oder Besuchsfrequenz.

  7. 7

    Überprüfen Sie das Wettbewerbsverbot und die Geheimhaltungsklauseln

    Stellen Sie sicher, dass die Wettbewerbs- und Geheimhaltungsklauseln zu Ihrem Geschäftsmodell passen. Zeitlich und räumlich zu breite Verbote können unwirksam sein; konsultieren Sie einen Anwalt für Ihre Rechtsprechung.

    💡 In Deutschland ist ein Wettbewerbsverbot nach Vertragsende oft nur für 6–24 Monate durchsetzbar.

  8. 8

    Lesen Sie den Entwurf sorgfältig durch und lassen Sie ihn von einem Anwalt überprüfen

    Vor Unterzeichnung sollte ein Anwalt in Ihrer Rechtsprechung den Vertrag überprüfen, um sicherzustellen, dass alle Klauseln lokal durchsetzbar sind und Ihr Unternehmen geschützt ist.

    💡 Eine rechtliche Überprüfung kostet 200–500 EUR und spart oft Tausende EUR in späteren Streitigkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Benötige ich einen Anwalt, um diese Vereinbarung zu nutzen?

Eine Vorlage ersetzt keinen Anwalt. Allerdings können Sie die Vorlage selbst ausfüllen und sie dann vor Unterzeichnung von einem Anwalt überprüfen lassen. Dies ist kostengünstiger, als den Vertrag von Grund auf neu zu verfassen. Ein Anwalt wird überprüfen, ob Ihre Klauseln in Ihrer Rechtsprechung durchsetzbar sind und ob Ihr Unternehmen angemessen geschützt ist.

Kann ich diese Vereinbarung auch für mehrere Vertriebsmitarbeiter nutzen?

Ja, diese Vorlage ist eine Standardvorlage und kann für mehrere Vertriebsmitarbeiter angepasst werden. Sie müssen für jeden Vertriebsmitarbeiter ein separates Exemplar erstellen und die Daten (Namen, Gebiet, Bedingungen) entsprechend anpassen. Dies spart Zeit und gewährleistet Konsistenz.

Was ist der Unterschied zwischen einem Vertriebsmitarbeiter und einem Handelsvertreter?

Ein Vertriebsmitarbeiter kann ein Angestellter oder ein unabhängiger Auftragnehmer sein und Produkte im Namen Ihres Unternehmens verkaufen. Ein Handelsvertreter nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB) ist rechtlich eine spezifische Kategorie mit zusätzlichen Schutzrechten und Pflichten (z.B. Provisionsgarantie, Wettbewerbsverbot nach Beendigung). Überprüfen Sie, welche Kategorie auf Ihre Situation zutrifft.

Kann der Vertriebsmitarbeiter mich verklagen, wenn ich die Vereinbarung beende?

Ja, das ist möglich. Wenn Sie den Vertrag ohne Einhaltung der Kündigungsfrist oder ohne wichtigen Grund beenden, kann der Vertriebsmitarbeiter Schadensersatz fordern. Eine klare Vereinbarung mit definierten Kündigungsgründen und -fristen schützt Sie. Konsultieren Sie einen Anwalt, bevor Sie einen Vertrag kündigen.

Sollte ich das Wettbewerbsverbot nach der Beendigung gelten lassen?

Ein Wettbewerbsverbot nach Vertragsende ist sinnvoll, um zu verhindern, dass der Vertriebsmitarbeiter sofort für einen Konkurrenten arbeitet und Ihre Kunden abwirbt. Allerdings muss es zeitlich und räumlich begrenzt sein. In Deutschland sind Wettbewerbsverbote nach Beendigung in der Regel nur für 6–24 Monate durchsetzbar. Ein zu langes Verbot wird von Gerichten für unwirksam befunden.

Muss ich ein schriftliches Kündigungsschreiben einreichen?

Ja, für die Einhaltung von Kündigungsfristen ist ein schriftliches Kündigungsschreiben erforderlich. Senden Sie es per Einschreiben oder E-Mail mit Lesebestätigung an die Adresse, die in der Vereinbarung angegeben ist. Bewahren Sie eine Kopie auf, um die ordnungsgemäße Kündigung nachzuweisen.

Was sollte ich bei der Rückgabe von Materialien und Daten beachten?

Bei Beendigung der Vereinbarung sollten Sie alle Unternehmensunterlagen, Muster, Kataloge und vor allem Kundenlisten zurückfordern. Dokumentieren Sie die Rückgabe schriftlich, um später Streitigkeiten zu vermeiden. Vereinbaren Sie auch, wie der Vertriebsmitarbeiter mit Kundendaten umgeht (z.B. Löschung nach Vertragsende).

Kann ich die Vereinbarung während ihrer Laufzeit ändern?

Sie können die Vereinbarung ändern, aber nur mit schriftlichem Einverständnis des Vertriebsmitarbeiters. Vereinbarungen können nicht einseitig geändert werden, es sei denn, es ist ein Kündigungsgrund oder eine Klausel, die dies ausdrücklich erlaubt. Änderungen sollten schriftlich dokumentiert werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

Welche Informationen sollte ich über Kundenprobleme erhalten?

Sie sollten sofort über Probleme informiert werden, die sich auf Ihre Geschäftsbeziehungen auswirken, wie z.B. unbezahlte Rechnungen, Produktmängel, Kundenunzufriedenheit oder Datenschutzprobleme. Dies ermöglicht es Ihnen, schnell einzugreifen und die Kundenbeziehung zu retten. Definieren Sie klar, welche Probleme wann und wie berichtet werden müssen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Angestelltenvertrag

Ein Angestelltenvertrag regelt die Arbeitsbedingungen einer Person, die von Ihrem Unternehmen angestellt ist (inkl. Gehalt, Arbeitszeiten, Sozialleistungen). Eine Vertriebsmitarbeiter-Vereinbarung ist flexible und kann für unabhängige Auftragnehmer, freiberufliche Vertreter oder Partner gelten, die nicht Ihre Angestellten sind. Die Vereinbarung konzentriert sich auf Vertriebsziele, Gebiete und Provisionen, nicht auf Arbeitsrecht.

vs Distributor- oder Handelsvertretervertrag

Ein Distributor-Vertrag regelt, wie ein anderes Unternehmen Ihre Produkte in Großmengen kauft und weiterverkauft. Ein Handelsvertretervertrag nach HGB unterliegt strikteren rechtlichen Schutzbestimmungen (z.B. Provisionsgarantie, Abfindung bei Kündigung). Eine Vertriebsmitarbeiter-Vereinbarung ist flexibler und regelt eher Einzelpersonen oder kleinere Verkaufsorganisationen mit Provisionsstrukturen.

vs Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)

Eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) konzentriert sich ausschließlich auf den Schutz sensibler Informationen. Eine Vertriebsmitarbeiter-Vereinbarung ist umfassender und enthält Geheimhaltungsklauseln zusammen mit Verkaufspflichten, Wettbewerbsverboten und Kündigungsbestimmungen. Sie können eine separate NDA unterzeichnen, aber die Vertriebsmitarbeiter-Vereinbarung ist typischerweise ausreichend.

vs Provisionsvereinbarung

Eine Provisionsvereinbarung regelt allein die Vergütung und Provisionsstrukturen. Eine Vertriebsmitarbeiter-Vereinbarung umfasst Provisionen, aber auch Gebiete, Pflichten, Wettbewerbsverbote und Kündigungsregeln. Die Vertriebsmitarbeiter-Vereinbarung ist das umfassendere Dokument und ersetzt eine separate Provisionsvereinbarung in den meisten Fällen.

Branchenspezifische Hinweise

Fertigung und Industrie

Hersteller von Maschinen oder Industriekomponenten nutzen diese Vereinbarung zur Bindung von regionalen Vertretern und zum Schutz von Kundenbeziehungen.

Software und Technologie

SaaS-Anbieter und Softwarehersteller nutzen diese Vorlage zur Regulierung von Vertriebspartnerschaften und zur Verhinderung von unbefugtem Weiterverkauf.

Groß- und Einzelhandel

Handelsunternehmen nutzen diese Vereinbarung zur Vereinbarung von Vertriebsgebieten und Provisionsstrukturen mit Verkäufern und Wiederverkäufern.

Finanzdienstleistungen und Versicherung

Versicherer und Finanzberater nutzen diese Vorlage zur Regelung von Vertriebspartnerschaften und zur Einhaltung von regulatorischen Anforderungen.

Pharma und Gesundheitswesen

Pharmahersteller und medizinische Gerätelieferanten nutzen diese Vereinbarung zur Kontrolle von Vertriebskanälen und zur Einhaltung von Lizenzvorschriften.

Konsumgüter und Kosmetik

Hersteller von Konsumgütern nutzen diese Vorlage zur Regulation von Vertriebsmitarbeitern und Wiederverkäufern in Einzelhandelsketten.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist eine schriftliche Vereinbarung mit Vertriebsmitarbeitern zwar nicht zwingend erforderlich, aber dringend empfohlen, um Missverständnisse zu vermeiden. Wettbewerbsverbote nach Vertragsende sind in der Regel nur für 6–24 Monate durchsetzbar. Konsultieren Sie einen Anwalt zur Einhaltung des HGB und des BGB.

In Österreich sind ähnliche Regeln wie in Deutschland anwendbar. Handelsvertreter unterliegen dem österreichischen ABGB und haben Schutzrechte. Wettbewerbsverbote müssen angemessen sein und werden oft auf 1 Jahr nach Vertragsende beschränkt.

In der Schweiz regelt das Obligationenrecht (OR) Vertriebsmitarbeiter-Verträge. Schweizer Gerichte prüfen eng, ob Wettbewerbsverbote angemessen sind. Keine Provisionsgarantie, es sei denn, es ist ausdrücklich vereinbart.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenSie haben einen Standardvertrieb mit wenigen Mitarbeitern, einfache Gebietsstrukturen und möchten die Kosten minimieren.0–50 EUR (Vorlage)1–2 Stunden zum Ausfüllen und Durchlesen
Vorlage + RechtsprüfungSie nutzen die Vorlage selbst, lassen sie aber vor Unterzeichnung von einem Anwalt überprüfen, um lokale Durchsetzbarkeit zu gewährleisten.200–500 EUR (Anwaltsprüfung)3–5 Tage für rechtliche Überprüfung
MaßgeschneidertSie haben komplexe Vertriebsstrukturen (z.B. Handelsvertreter nach HGB, internationale Gebiete, Provisionsgarantien) und benötigen einen maßgeschneiderten Vertrag.800–2.000 EUR oder mehr1–2 Wochen für Entwurf und Verhandlung

Glossar

Vertriebsmitarbeiter
Eine natürliche Person oder ein Unternehmen, die beauftragt ist, Produkte oder Dienstleistungen im Namen eines anderen Unternehmens zu verkaufen.
Vertriebsgebiet
Der geografisch definierte Bereich, in dem der Vertriebsmitarbeiter ausschließlich oder primär verkaufen darf.
Wettbewerbsverbot
Eine Klausel, die dem Vertriebsmitarbeiter verbietet, konkurrierende Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen.
Provisionsbasiert
Ein Vergütungsmodell, bei dem der Vertriebsmitarbeiter eine prozentuale Gebühr oder Pränie pro abgeschlossener Transaktion erhält.
Geheimhaltung
Die vertragliche Verpflichtung, sensible Unternehmensinformationen und Kundendetails vertraulich zu behandeln.
Kündigungsfrist
Die Anzahl der Tage oder Monate, die eine Partei im Voraus ankündigen muss, um die Vereinbarung zu beenden.
Handelsvertreter
Ein rechtlicher Status nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB) für ständige Vermittler von Geschäften.
Distributor
Ein Unternehmen, das Produkte vom Hersteller kauft und diese an Einzelhandelskunden oder Wiederverkäufer weiterverkauft.

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