Vereinbarung zu einem Partnerprogramm

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FreiVereinbarung zu einem Partnerprogramm

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Partnerprogramm-Vereinbarung ist ein rechtsverbindliches Dokument, das die Bedingungen zwischen einem Programmeigentümer und seinen Partnern (Affiliates, Reseller oder Linkpartner) klärt. Die Vorlage ist als Word-Dokument verfügbar und kann online bearbeitet oder als PDF exportiert werden. Sie regelt gegenseitige Rechte, Pflichten und Provisionsmodelle.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie ein Partnerprogramm aufbauen möchten und externe Partner, Affiliate-Marketer oder Reseller für die Bewerbung Ihrer Produkte oder Dienstleistungen einbinden. Es schützt beide Seiten vor rechtlichen Missverständnissen und klären finanzielle sowie technische Verpflichtungen.
Was enthalten ist
Die Vereinbarung enthält eine Präambel mit Definitionen (Eigentümer, Empfänger, Website des Eigentümers, Waren), Regelungen zur Anmeldung und Annahme von Partnern, Kündigungsbedingungen, finanzielle Verantwortlichkeiten, Haftungsausschlüsse zu Einkommensversprechungen und detaillierte Anforderungen für die Platzierung von Werbematerialien und Links.

Was ist eine Vorlage Vereinbarung zu einem Partnerprogramm?

Eine Partnerprogramm-Vereinbarung ist ein rechtlich bindendes Dokument, das die Bedingungen zwischen einem Unternehmen (dem Eigentümer) und seinen Partnern, Affiliates oder Resellern festlegt. Die Vorlage regelt, wie Partner Ihre Produkte oder Dienstleistungen bewerben dürfen, wie sie Links und Werbematerialien auf ihren Websites platzieren, wie Provisionen berechnet und ausbezahlt werden, und unter welchen Bedingungen die Partnerschaft endet. Als kostenloser Word-Download ist diese Vorlage vollständig online bearbeitbar und kann als PDF exportiert oder ausgedruckt werden — ideal für schnelle Anpassungen an Ihre spezifische Geschäftssituation.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine klare Partnerprogramm-Vereinbarung riskieren Sie erhebliche Konflikte: Partner verstehen nicht, wie viel sie verdienen, wo sie Links platzieren dürfen oder wann die Beziehung endet. Missverstände über Provisionen führen zu Streitigkeiten und nicht eingezahlten Forderungen. Unbegrenzter Zugriff auf Ihre Logos und Werbematerialien kann Ihre Marke beschädigen, wenn Partner sie falsch nutzen oder in fragwürdigen Kontexten einsetzen. Fehlende Überwachungsrechte bedeutet, dass illegale oder anstößige Inhalte auf Partner-Websites mit Ihrem Namen verknüpft bleiben. Eine präzise, unterzeichnete Vereinbarung schützt Sie rechtlich, setzt klare Erwartungen und macht deutlich, dass beide Seiten professionell handeln. Sie sparen damit später Anwaltskosten für Dispute-Beilegung und schaffen die Grundlage für lang anhaltende, vertrauensvolle Partnerschaften.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Affiliate- oder Reseller-Modell mit Provisionsstruktur und Link-PlatzierungStandard-Partnerprogramm
Limitierte Partner mit Gebietsschutz oder MindestverkaufsquotenExklusives Partnerprogramm
Einfaches Modell für Kundenwerbung mit festen oder gestaffelten BonuszahlungenReferral-Partnerprogramm
Gegenseitige Bewerbung und gemeinsame Inhalte zwischen zwei UnternehmenCo-Marketing-Vereinbarung
Partner verkaufen Produkte unter eigenem Namen mit vollem SupportWhite-Label-Partnerschaft
Lokale oder regionale Vertretung mit rechtlicher und wirtschaftlicher UnabhängigkeitVertrags- oder Vertriebspartner-Vereinbarung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage oder fehlende Provisionsberechnung

Warum es wichtig ist: Partner und Eigentümer streiten sich später über verdiente Provisionen, da keine klaren Bedingungen definiert waren.

Fix: Fügen Sie Provisionsraten, Mindestverdienste, Berechnung (z. B. pro Klick, Sale, Lead) und Auszahlungsfristen exakt hinzu.

❌ Zu breites Kündigungsrecht ohne Frist

Warum es wichtig ist: Partner investieren Zeit und Marketing-Budget, verlieren aber ohne Vorwarnung ihren Status und kommen nicht zu ihren letzten Provisionen.

Fix: Gewähren Sie eine angemessene Kündigungsfrist (z. B. 30–60 Tage) und regeln Sie die Zahlung ausstehender Provisionen.

❌ Unklare oder zu permissive Richtlinien für Link-Platzierung

Warum es wichtig ist: Partner platzieren Links unkontrolliert, nutzen Spam-Taktiken oder schaden dem Ruf der Eigentümer-Marke.

Fix: Definieren Sie explizit, wo und wie Links angebracht werden, und behalten Sie sich das Recht zur Überwachung vor.

❌ Fehlendes Reporting und Tracking-System

Warum es wichtig ist: Weder Partner noch Eigentümer können überprüfen, wie viele Klicks oder Sales durch Links generiert wurden — Vertrauensverlust und Streit.

Fix: Integrieren Sie ein Tracking-System (z. B. Affiliate-Software) und fordern Sie regelmäßige Berichte und Transparenz.

❌ Keine Markenrichtlinien

Warum es wichtig ist: Partner verwenden Ihre Logos falsch, verändern Ihre Bannertexte oder bewerben Sie in Kontexten, die Sie nicht akzeptieren.

Fix: Erstellen Sie detaillierte Markenrichtlinien, listet zulässige Werbetexte und verbotene Kanäle auf.

❌ Missachtung der DACH-Datenschutzbestimmungen (DSGVO)

Warum es wichtig ist: Wenn Partner Kundendaten sammeln oder verarbeiten, riskiert sowohl der Partner als auch der Eigentümer hohe Bußgelder.

Fix: Regeln Sie explizit, welche Daten der Partner sammeln darf, und verlangen Sie Einhaltung der DSGVO.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Definitionen

In einfacher Sprache: Legt fest, wer die Parteien sind, welche Begriffe wie 'Eigentümer', 'Empfänger', 'Website', 'Waren' bedeuten.

Beispielformulierung
Der Eigentümer [NAME IHRES UNTERNEHMENS] und der Empfänger [NAME DES EMPFÄNGERS] vereinbaren, dass der Empfänger die Datenschutzbestimmungen gelesen und mit allen Bedingungen einverstanden ist. Der Ausdruck 'Inhaber der Website' bezieht sich auf die Website unter [ADRESSE], die der Eigentümer unterhält.

Häufiger Fehler: Vage oder lückenhafte Definitionen führen zu Streitigkeiten über die Interpretation von Schlüsselbegriffen — formulieren Sie alle Begriffe in der Präambel präzise.

Anmeldung zum Partnerprogramm

In einfacher Sprache: Beschreibt das Bewerbungsverfahren und die erforderlichen Formulare, die der künftige Partner einreichen muss.

Beispielformulierung
Der Empfänger füllt das Antragsformular zur Teilnahme am Partnerprogramm auf der Website des Eigentümers unter [ADRESSE] aus und reicht es elektronisch ein. Der Eigentümer prüft alle erforderlichen Informationen und bestätigt den Eingang.

Häufiger Fehler: Fehlende technische Details zum Antragsverfahren führt zu verwirten Kandidaten und mehr Supportanfragen.

Annahme oder Ablehnung des Antrags

In einfacher Sprache: Sichert dem Eigentümer das alleinige Recht, Anträge anzunehmen oder zu verweigern, ohne Begründungspflicht.

Beispielformulierung
Der Eigentümer behält sich das Recht vor, in seinem ausschließlichen Ermessen irgendeinen Antrag anzunehmen oder abzulehnen. Der Empfänger hat keine rechtliche Handhabe gegen den Eigentümer wegen Ablehnung seines Antrags.

Häufiger Fehler: Zu vage Formulierung der Absage-Gründe kann zu Streitigkeiten führen — listet alle relevanten Kriterien auf.

Gründe für eine Ablehnung

In einfacher Sprache: Listet konkrete Gründe für die Ablehnung eines Antrags auf: unvollständiger Antrag, illegale Inhalte, Rechtsverletzungen, unangepasstes Image.

Beispielformulierung
Der Antrag wird abgelehnt, wenn: (a) der Antrag nicht vollständig ist; (b) die Website des Empfängers illegale, pornografische oder rassistische Materialien enthält; (c) die Website Diskriminierung aufgrund von Rasse, Geschlecht oder sexueller Orientierung fördert; (d) die Website Verletzungen von Patent-, Marken-, Urheberrechts- oder Geschäftsgeheimnissen darstellt.

Häufiger Fehler: Zu breite oder zu enge Ablehnungsgründe führen zu Konflikten — seien Sie konkret und sachorientiert.

Kündigung nach Annahme

In einfacher Sprache: Räumt dem Eigentümer das Recht ein, die Partnerschaft jederzeit aus beliebigem Grund zu beenden.

Beispielformulierung
Der Eigentümer behält sich das uneingeschränkte Recht vor, den Partnerstatus des Empfängers, nach seinem alleinigen Ermessen, aus irgendeinem Grund, einschließlich aber nicht begrenzt auf Verstoß gegen Bedingungen dieser Vereinbarung, aufzuheben oder zu kündigen.

Häufiger Fehler: Keine Kündigungsfrist führt zu abruptem Programm-Ende und Vertrauensbruch — erwägen Sie Fristen.

Finanzielle Verantwortlichkeiten

In einfacher Sprache: Regelt, dass der Empfänger alle Kosten für die Wartung, das Hosting, das Marketing und die Bewerbung des Partnerprogramms trägt.

Beispielformulierung
Der Empfänger ist vollständig verantwortlich für alle Kosten zur Erhaltung und Vermarktung des Partnerprogramms, einschließlich Hosting, Website-Änderungen, Suchmaschinen-Platzierung, Online- und Offline-Marketing-Kosten, und hält hiermit den Eigentümer schadlos davon.

Häufiger Fehler: Mehrdeutige Kostenverteilung führt zu unerwarteten Rechnungen — klären Sie explizit, wer welche Kosten trägt.

Keine Garantien zum Einkommenspotenzial

In einfacher Sprache: Haftungsausschluss: Der Eigentümer garantiert keine Einnahmen oder Gewinne aus der Partnerschaft.

Beispielformulierung
Der Eigentümer macht keine Zusicherungen und Gewährleistungen bezüglich potentieller Erträge aus der Teilnahme an diesem Partnerprogramm und lehnt ausdrücklich jegliche Gewährleistungen bezüglich Ertragspotenziale ab.

Häufiger Fehler: Fehlendem Haftungsausschluss kann zu Schadensersatzforderungen führen, wenn erwartete Umsätze nicht eintreten.

Verantwortung zur Website des Eigentümers zu verlinken

In einfacher Sprache: Beschreibt, wie der Partner Links, Banner und Werbematerialien auf seiner Website anbringen muss und welche Bedingungen für Platzierung und Genehmigung gelten.

Beispielformulierung
Der Empfänger bringt Links auf seiner Website an, die Nutzer zur Website des Eigentümers unter [ADRESSE] führen. Der Eigentümer stellt Banner, Text-Links und Logo-Images zur Verfügung. Der Empfänger erhält eine befristete Lizenz diese Materialien nur während aktiver Teilnahme zu verwenden und muss sie sofort nach Ende der Partnerschaft löschen.

Häufiger Fehler: Fehlende Regeln für Linkqualität und Platzierung können zu Spam-Links und Suchmaschinen-Strafen führen.

Genehmigung und Änderung von Links

In einfacher Sprache: Der Partner muss alle neuen Links und Websites mit dem Eigentümer absprechen; Änderungen an bereitgestellten Materialien sind untersagt.

Beispielformulierung
Der Empfänger holt die Genehmigung des Eigentümers für alle Links ein, bevor diese angebracht werden. Der Empfänger ändert keine vom Eigentümer bereitgestellten Links oder Materialien und darf die Links nur auf der im Antrag festgelegten Website verwenden. Jede weitere Website erfordert einen neuen Antrag.

Häufiger Fehler: Unreglementierte Link-Änderungen oder unbegrenzte Platzierung können die Marke des Eigentümers gefährden.

Überwachung und Reporting

In einfacher Sprache: Der Eigentümer darf die Website des Partners überwachen und der Partner muss Verkehrsdaten und Reports bereitstellen.

Beispielformulierung
Der Eigentümer darf die Website des Empfängers überwachen, um die Einhaltung dieser Vereinbarung festzustellen. Der Empfänger stimmt zu, Informationen zum Verkehr auf seiner Website in regelmäßigen Berichten an den Eigentümer einzuschließen, die dieser auch Dritten zur Verfügung stellen kann.

Häufiger Fehler: Unklare Reporting-Anforderungen führen zu Zahlungsverzögerungen oder Streitigkeiten über Provisionsberechnungen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteien und Gültigkeitsdatum eintragen

    Füllen Sie [DATUM], [NAME IHRES UNTERNEHMENS], [NAME DES EMPFÄNGERS], [BUNDESLAND/STAAT] und die Adressen beider Parteien aus. Tragen Sie die vollständigen Firmendaten, Registrierungsnummern und Kontaktpersonen ein.

    💡 Stellen Sie sicher, dass alle rechtlichen Firmennamen und Adressen korrekt sind — Fehler können zu Ungültigkeit führen.

  2. 2

    Partnerprogramm-Name definieren

    Geben Sie dem Partnerprogramm einen eindeutigen Namen und tragen Sie ihn bei [NAME EINFÜGEN] ein. Dies wird die offizielle Bezeichnung der Partnerschaft.

    💡 Wählen Sie einen klaren, merkbaren Namen, der dem Marketing nutzt.

  3. 3

    Website-Adressen festlegen

    Tragen Sie die URL der Eigentümer-Website unter [ADRESSE INHABER] und die geplante Website des Partners unter [ADRESSE] ein. Falls der Partner mehrere Websites hat, erwähnen Sie dies als künftige Genehmigungspflicht.

    💡 Aktualisieren Sie diese Felder, falls sich die URLs ändern — notieren Sie ein Änderungsverfahren.

  4. 4

    Provisionsstruktur und finanzielle Bedingungen hinzufügen

    Die Vorlage behandelt Kostenverantwortung; ergänzen Sie Provisionsraten, Zahlungsfrequenz, Mindestverdienste und Auszahlungsmethoden. Legen Sie fest, nach wie vielen Tagen Provisionen ausbezahlt werden.

    💡 Seien Sie konkret mit Prozentsätzen und Bedingungen — vage Provisionsmodelle sind der häufigste Konflikt-Grund.

  5. 5

    Markenrichtlinien und zulässige Inhalte definieren

    Erweitern Sie den Abschnitt 'Gründe für eine Ablehnung' mit Ihren spezifischen Markenrichtlinien. Nennen Sie verbotene Keywords, Claim-Stile und Inhaltsarten.

    💡 Seien Sie präzise — Partner mögen wissen, welche Grenzen es gibt.

  6. 6

    Kündigungsbedingungen anpassen

    Definieren Sie, ob eine Kündigungsfrist (z. B. 30 Tage) verlangt wird und unter welchen Bedingungen Partner noch ausstehende Provisionen erhalten.

    💡 Eine kurze Kündigungsfrist schützt Ihre Kontrolle, aber längere Fristen bauen Vertrauen auf.

  7. 7

    Datenschutz und Datenschutzbestimmungen verlinken

    Die Vereinbarung verweist auf Datenschutzbestimmungen — stellen Sie sicher, dass diese auf Ihrer Website verfügbar und aktuell sind. Erweitern Sie den Abschnitt mit Ihren spezifischen Datenschutzrichtlinien.

    💡 Aktuelle Datenschutzbestimmungen sind rechtlich obligatorisch — halten Sie diese bereit.

  8. 8

    Juristisch prüfen und unterzeichnen

    Lassen Sie die fertiggestellte Vereinbarung von einem Rechtsanwalt prüfen, insbesondere bezüglich lokaler Partnerprogramm-Regulierungen und Haftungsausschlüsse. Drucken Sie zwei Exemplare aus und unterzeichnen Sie beide mit Tinte.

    💡 Eine Rechtsüberprüfung kostet deutlich weniger als später eine fehlerhafte Vereinbarung zu korrigieren.

Häufig gestellte Fragen

Wer trägt die Kosten für Website-Hosting und Marketing des Partners?

Der Partner (Empfänger) trägt nach dieser Vereinbarung alle Kosten für die Einrichtung, das Hosting, die Wartung und das Marketing seiner eigenen Website. Der Eigentümer stellt nur die Werbematerialien (Banner, Links) bereit. Dies ist eine Standard-Regelung im Affiliate-Marketing, da der Partner seine Website nach seinen Bedürfnissen gestalten möchte und vom eigenen Erfolg profitiert.

Kann der Eigentümer die Partnerschaft jederzeit kündigen?

Ja, nach dieser Vorlage kann der Eigentümer die Partnerschaft jederzeit und aus beliebigem Grund kündigen. Allerdings sollten Sie in Ihrer angepassten Fassung eine Kündigungsfrist (z. B. 30 Tage) erwägen und klären, wie mit ausstehenden Provisionen umgegangen wird. Eine abrupte Kündigung kann zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen, daher empfiehlt sich eine Anpassung.

Was passiert mit den Provisionen, wenn die Partnerschaft endet?

Die Vorlage regelt dies nicht explizit. Sie sollten klarstellen, ob bereits verdiente Provisionen ausbezahlt werden und ob Partner auch nach Kündigungsdatum noch Provisionen für aktive Links oder ausstehende Sales erhalten. Dies ist entscheidend für Vertrauen und rechtliche Klarheit.

Kann der Partner die Logo und Banner des Eigentümers speichern und weitergeben?

Nein. Die Vereinbarung gewährt dem Partner nur eine befristete Lizenz zur Nutzung während der aktiven Teilnahme. Nach Ende der Partnerschaft muss er alle Materialien von seiner Website und seinem Computer löschen. Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet, da diese unter Copyright und Markenrecht des Eigentümers stehen.

Was, wenn der Partner auf seiner Website illegal oder anstößig wirbt?

Der Eigentümer hat das Recht, die Website des Partners zu überwachen und bei Verstoß die Partnerschaft zu kündigen. Die Vereinbarung listet explizit Gründe für eine Ablehnung oder Kündigung auf, einschließlich illegaler und pornografischer Inhalte. Es ist ratsam, dem Partner einen Verbesserungszeitraum zu geben, bevor Sie sofort kündigen.

Benötige ich eine Rechtsprüfung dieser Vorlage?

Ja, dringend empfohlen. Diese Vorlage ist ein Standard-Template und berücksichtigt keine spezifischen Branchenregelungen, Steuergesetze oder lokalen Besonderheiten. Ein Anwalt sollte die Vereinbarung prüfen, besonders wenn Partner aus verschiedenen DACH-Ländern kommen oder wenn hohe Provisionen/Umsätze erwartet werden.

Wie stelle ich sicher, dass der Partner die Vereinbarung einhält?

Überwachen Sie die Website des Partners regelmäßig, fordern Sie Verkehrsdaten und Berichte an und überprüfen Sie die Platzierung der Links. Nutzen Sie Affiliate-Software oder Google Analytics, um Klicks und Conversions zu tracken. Dokumentieren Sie Verstöße und setzen Sie dem Partner eine Frist zur Korrektur, bevor Sie kündigen.

Sind die Provisionen des Partners steuerbar oder ein Einkommen?

Ja, Partnerprovision sind für den Partner Einkommen und unterliegen der Einkommensteuer. Sie sind auch für den Eigentümer als Betriebsausgabe absetzbar. Regeln Sie in der Vereinbarung, dass der Partner für seine Steueroptimierung selbst verantwortlich ist und dem Eigentümer am Jahresende eine Steuerbescheinigung vorlegt (je nach Volumen und Art).

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfache Affiliate-Link-Anfrage (E-Mail)

Eine informelle E-Mail, die einen Partner um Link-Platzierung bittet, ist schnell geschrieben, aber juristisch nicht bindend und fehlerhafte. Eine formelle Vereinbarung schafft Rechtsklarheit, schützt beide Seiten vor Streitigkeiten und regelt auch Provisionen und Kündigung. Nutzen Sie die E-Mail nur für erste Kontakte; unterschreiben Sie aber immer eine Vereinbarung, bevor Sie Live-Link-Platzierung erlauben.

vs Umfassender Handelsvertreter-Vertrag

Ein Handelsvertreter-Vertrag ist aufwändiger, da der Vertreter nicht nur bewirbt, sondern tatsächlich für den Eigentümer Verträge abschließt und vollständig gebunden ist. Das Partnerprogramm in dieser Vorlage ist flexibler — Partner sind unabhängig, tragen ihre Kosten selbst und sind weniger reguliert. Nutzen Sie den Handelsvertreter-Vertrag nur, wenn Partner rechtlich integral in Ihren Vertrieb eingebunden sind.

vs Datenschutzvereinbarung (DPA)

Diese Vereinbarung regelt die Geschäftsbeziehung und Provisionen. Eine DPA (Datenschutzvereinbarung) kommt zusätzlich ins Spiel, wenn der Partner Kundendaten sammelt oder verarbeitet — dann brauchst du beide Dokumente. Viele Partnerprogramme erfordern nur eine DPA für Newsletter-Integration oder Tracking-Pixel, was separat geregelt werden sollte.

vs Lizenzvereinbarung für Markennutzung

Diese Vorlage beinhaltet bereits eine begrenzte Lizenz zur Nutzung von Logos und Bannern. Wenn der Partner aber Ihre Marke erweitern soll (z. B. eigene Co-Branded-Kampagnen erstellen), braucht ihr eine erweiterte Lizenzvereinbarung. Diese Vorlage genügt für Standard-Link-Partner mit vorgegebenen Materialien.

Branchenspezifische Hinweise

E-Commerce und Online-Einzelhandel

Partnerprogramme sind ein Standard-Vertriebskanal, um Produktverkäufe durch Affiliate-Links zu steigern und neue Kundengruppen zu erreichen.

Software und SaaS

Reseller- und Referral-Partnerprogramme generieren wiederkehrende Umsätze und helfen, in neue Märkte einzudringen, ohne ein großes internes Verkaufsteam zu bauen.

Digitales Marketing und Agenturen

Partnerprogramme ermöglichen Unteragenturen und Subunternehmer, gemeinsam Kampagnen umzusetzen, während klare vertragliche Grenzen Konflikte vermeiden.

Verlag und Content-Publishing

Publisher nutzen Partnerprogramme, um Advertiser-Inhalte auf ihren Seiten zu monetarisieren und gleichzeitig Leser-Vertrauen durch klare Werbegrenzen zu bewahren.

Finanzdienstleistungen und Versicherungen

Vermittler und Makler arbeiten über Partnerprogramme mit Finanzanbietern zusammen, benötigen aber besondere rechtliche Klarheit wegen regulatorischer Anforderungen.

Reise und Tourismus

Reisebüros, Blogger und Influencer bewegen Buchungen über Partnerprogramme, bei denen transparente Provisionen und Link-Standards entscheidend sind.

Glossar

Eigentümer
Der Sponsor des Partnerprogramms — das Unternehmen, das Produkte oder Dienstleistungen bewirbt.
Empfänger
Der Partner, Affiliate oder Reseller, der am Programm teilnimmt und den Eigentümer bewirbt.
Partnerprogramm
Ein vereinbarter Rahmen, in dem Partner gegen Provision oder Bonuszahlung den Eigentümer bewerben.
Affiliate
Partner, der Kunden für den Eigentümer gewinnt und dafür Provisionen erhält.
Link-Platzierung
Anbringung von Hyperlinks oder Werbebannern auf der Website des Partners zur Steigerung des Verkehrs.
Markenrichtlinien
Vorgaben für die korrekte Nutzung von Logos, Bannern und Werbematerialien des Eigentümers.
Kündigung
Das Recht des Eigentümers, die Partnerschaft jederzeit und ohne Grund zu beenden.
Provisionsmodell
Die Vereinbarung über Höhe und Bedingungen der Zahlungen an den Partner für erfolgreiche Vermittlungen.
Haftungsausschluss
Rechtliche Klarstellung, dass der Eigentümer keine Gewinngarantien macht.
Schadloshaltung
Die Verpflichtung des Partners, den Eigentümer vor Kosten und Verlusten zu schützen.
Website des Eigentümers
Die offizielle Plattform des Programmsponors, auf die der Partner verweist.
Waren
Alle Produkte, Waren und Bestände, die der Eigentümer zum Verkauf anbietet.

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