Exklusive Import- und Verkaufsvereinbarung

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FreiExklusive Import- und Verkaufsvereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine exklusive Import- und Verkaufsvereinbarung ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen einem Hersteller und einem Importeur, der dem Importeur das ausschließliche Recht gewährt, bestimmte Produkte in einem definierten geografischen Gebiet zu importieren, zu verkaufen und zu vertreiben. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie Ihre Produkte über einen Importeur in einem bestimmten Land oder einer Region verkaufen möchten und diesem Importeur exklusive Vertriebsrechte gewähren. Dies ist insbesondere relevant für internationale Geschäfte, bei denen Sie den Vertriebspartner vor Konkurrenz schützen möchten und klare Bedingungen für Bestellungen, Zahlungen und Lieferverpflichtungen definieren müssen.
Was enthalten ist
Die Vereinbarung enthält die gegenseitigen Verpflichtungen beider Parteien, einschließlich der Gewährung von Exklusivrechten, der Vertragslaufzeit und automatischen Verlängerungen, Kündigungsbedingungen aus triftigem Grund, die Bereitstellung technischer Informationen und Unterlagen, Anforderungen an Genehmigungen und Übersetzungen sowie Bestimmungen zur Weiterleitung von Kundenanfragen.

Was ist eine Vorlage „Exklusive Import- und Verkaufsvereinbarung"?

Eine exklusive Import- und Verkaufsvereinbarung ist ein rechtsverbindlicher Vertrag, der festlegt, dass ein Importeur die alleinigen Rechte erhält, bestimmte Produkte in einem definierten geografischen Gebiet zu importieren, zu verkaufen und zu vertreiben. Die Vorlage regelt gegenseitige Verpflichtungen beider Parteien, Laufzeiten, Kündigungsrechte, die Bereitstellung technischer Informationen sowie Anforderungen für behördliche Genehmigungen. Diese professionelle Vorlage können Sie kostenlos als Word-Dokument herunterladen, online bearbeiten und als PDF exportieren.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche exklusive Verkaufsvereinbarung entstehen erhebliche Risiken: Unklarheit über Verkaufsgebiete führt zu Konflikten mit konkurrierenden Vertriebspartnern, fehlende Zahlungsbedingungen verursachen Liquiditätsprobleme, und keine definierten Kündigungsgründe ermöglichen Geschäftsbeziehungen ohne Kontrollmöglichkeit. Eine gut formulierte Vereinbarung schützt Sie vor Zahlungsausfällen, sichert Ihre exklusiven Vertriebsrechte, klärt behördliche Verantwortung und Kosten, und bietet beiden Seiten Klarheit über Leistungserwartungen. Besonders bei internationalem Handel, wo kulturelle Missverständnisse und unterschiedliche Rechtssysteme aufeinandertreffen, ist eine klare schriftliche Vereinbarung essentiell für langfristigen Geschäftserfolg und Konfliktvermeidung.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Allgemeine exklusive Vertriebsvereinbarung ohne SpezialregelungenStandardvariante
Der Importeur soll eine Mindeststückzahl pro Periode abnehmenMit Mindestabnahmeverpflichtung
Der Importeur arbeitet auf Provisionsbasis statt GroßhandelskaufMit Provisionsregelung
Detaillierte Festlegung von Kreditlaufzeiten und ZahlungsfälligkeitenMit Zahlungsmodalitäten
Zusätzliche Regelungen zu Produkthaftung und erforderlichen VersicherungenMit Haftungs- und Versicherungsklauseln
Schutz von Betriebsgeheimnissen und technischen InformationenMit Geheimhaltungsbestimmungen

Häufige Fehler vermeiden

❌ Geografisches Gebiet zu vage definieren (z. B. 'Europa' statt konkreter Länder)

Warum es wichtig ist: Unklar, ob Sublizenzen in benachbarten Ländern erlaubt sind; führt zu Streitigkeiten.

Fix: Nennen Sie explizit jeden Land oder verwenden Sie offizielle Regionsbezeichnungen (z. B. 'Europäischer Wirtschaftsraum').

❌ Kündigungsfristen oder -gründe nicht konkret festlegen

Warum es wichtig ist: Jede Partei interpretiert Kündigungsgründe unterschiedlich; rechtliche Unsicherheit entsteh.

Fix: Spezifizieren Sie Anzahl, Zeitraum und Verzögerungstage in den Kündigungsklauseln.

❌ Zahlungsbedingungen und Fälligkeitsdaten nicht vereinbaren

Warum es wichtig ist: Der Importeur weiß nicht, wann er zahlen soll; der Hersteller kann nicht planen; Zahlungsausfälle entstehen.

Fix: Fügen Sie eine Klausel zur Zahlungsfrist und Zahlungsweise (net 30, 60, 90 Tage) hinzu.

❌ Keine Regelung zur Mindestabnahmemenge oder Verkaufsvolumen

Warum es wichtig ist: Der Importeur könnte minimale Mengen abbauen; Hersteller verliert Marktpräsenz.

Fix: Definieren Sie verbindliche Mindestmengen pro Periode oder Verkaufsziele.

❌ Urheberrechts- und Eigentumsrechte an Übersetzungen/Unterlagen nicht klären

Warum es wichtig ist: Nach Vertragsende entsteht Streit über Verwendung und Eigentum von Dokumenten.

Fix: Klare Regelung: Wer die Urheberrechte an Übersetzungen und Unterlagen hält und wie diese verwendet werden dürfen.

❌ Haftungs- und Versicherungsbestimmungen vollständig ignorieren

Warum es wichtig ist: Im Schadensfall ist unklar, wer haftet oder versichert ist; enorme finanzielle Risiken.

Fix: Ergänzen Sie mit Klauseln zu Produkthaftung, Versicherungen und Gewährleistungsausschlüssen.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Vertragsparteien

In einfacher Sprache: Nennt die offiziellen Namen, Gründungsorte und Adressen beider Unternehmen sowie ihre Geschäftstätigkeit.

Beispielformulierung
Zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen, gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND], und [NAME DES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen, gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Firmenbezeichnungen führen zu Uneindeutigkeit beim Vertragsabschluss.

Vertragslaufzeit und automatische Verlängerung

In einfacher Sprache: Definiert die ursprüngliche Laufzeit und wie die Vereinbarung sich automatisch verlängert, sofern nicht gekündigt wird.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung läuft vom [DATUM] bis [DATUM] und verlängert sich automatisch für [NUMMER]-Monats-Perioden, es sei denn, eine Partei sendet schriftliche Nichtverlängerungsmitteilung mindestens [NUMMER] Tage vor Jahresende.

Häufiger Fehler: Unkare oder fehlende Kündigungsfristen führen zu ungewollten Vertragsverlängerungen.

Kündigungsrecht des Importeurs

In einfacher Sprache: Erlaubt dem Importeur, die Vereinbarung aus triftigem Grund zu beenden, wenn der Hersteller Bestellungen verspätet erfüllt.

Beispielformulierung
Der Importeur kann schriftlich kündigen, wenn das Unternehmen [NUMMER] oder mehr Bestellungen während eines [NUMMER]-Monats-Zeitraums nicht innerhalb der vereinbarten Verzögerungen erfüllt.

Häufiger Fehler: Unklare Definition von 'Verzögerung' führt zu Meinungsverschiedenheiten über Kündigungsrechte.

Kündigungsrecht des Herstellers

In einfacher Sprache: Erlaubt dem Hersteller, die Vereinbarung zu beenden, wenn der Importeur Zahlungen verzögert oder aufschiebt.

Beispielformulierung
Das Unternehmen kann schriftlich kündigen, wenn der Importeur für [NUMMER] oder mehr Bestellungen während eines [NUMMER]-Monats-Zeitraums nicht innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist bezahlt.

Häufiger Fehler: Fehlende Spezifikation der Zahlungsfrist macht das Kündigungsrecht nebulös.

Gewährung von Exklusivrechten

In einfacher Sprache: Der Hersteller überträgt dem Importeur die alleinigen Rechte, die Produkte in einem definierten Land zu importieren, zu verkaufen und zu vertreiben.

Beispielformulierung
Das Unternehmen gewährt dem Importeur die ausschließlichen Rechte, alle Produkte in [LAND] zu importieren, zu verkaufen und zu vertreiben; der Importeur verpflichtet sich, diese Produkte in [LAND] zu exportieren und zu vertreiben.

Häufiger Fehler: Versäumnis, die geografische oder produktliche Abgrenzung klar zu definieren, führt zu Streitigkeiten über Exklusivität.

Weiterleitung von Kundenanfragen

In einfacher Sprache: Der Hersteller muss alle Bestellungen und Anfragen von Kunden im Exklusivgebiet an den Importeur weiteleiten.

Beispielformulierung
Das Unternehmen leitet alle Bestellungen und Kundenanfragen, die von in [LAND] ansässigen oder tätigen Personen eingehen, an den Importeur weiter.

Häufiger Fehler: Fehlende Regelung führt dazu, dass der Hersteller Kunden direkt bedient und die Exklusivität untergräbt.

Bereitstellung technischer Informationen

In einfacher Sprache: Der Hersteller muss dem Importeur alle technischen Unterlagen, Qualitätsparameter und Zusammensetzungsinformationen zur Verfügung stellen, damit der Importeur behördliche Genehmigungen erhalten kann.

Beispielformulierung
Das Unternehmen stellt dem Importeur alle technischen Informationen, einschließlich Bestandteile, Zusammensetzung und Qualitätskontrollparameter, zur Verfügung und aktualisiert diese auf Anfrage.

Häufiger Fehler: Unzureichende oder veraltete technische Unterlagen führen zu Verzögerungen bei behördlichen Genehmigungen.

Besorgung behördlicher Genehmigungen

In einfacher Sprache: Der Importeur verpflichtet sich nach besten Kräften, erforderliche Einfuhrgenehmigungen zu erhalten; dies ist eine Leistungspflicht, keine Ergebnispflicht.

Beispielformulierung
Der Importeur bemüht sich nach besten Kräften, alle von [LAND]-Behörden verlangten Einfuhrgenehmigungen zu erhalten; dies ist eine Leistungspflicht, keine Ergebnispflicht.

Häufiger Fehler: Unklar, ob der Importeur absolut garantieren muss oder nur nach besten Kräften agieren muss, kann zu Streitigkeiten führen.

Eigentumsrecht an Genehmigungen

In einfacher Sprache: Alle erhaltenen Genehmigungen bleiben alleiniges Eigentum des Importeurs und dürfen ohne schriftliche Zustimmung nicht übertragen werden.

Beispielformulierung
Alle Genehmigungen sind alleiniges und ausschließliches Eigentum des Importeurs und dürfen nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Importeurs abgetreten oder übertragen werden.

Häufiger Fehler: Fehlende Klarheit über Genehmigungseigentum führt zu Streitigkeiten bei Vertragsende.

Übersetzung von Unterlagen

In einfacher Sprache: Der Importeur übernimmt die Kosten für die Übersetzung aller behördlich verlangten Unterlagen und Verpackungsinformationen; behält aber die Urheberrechte an den Übersetzungen.

Beispielformulierung
Der Importeur übersetzt alle von [LAND]-Behörden verlangten Informationen und Verpackungsangaben von [SPRACHE] in [SPRACHE] auf eigene Kosten und behält die Urheberrechte an allen Übersetzungen.

Häufiger Fehler: Unklar, wer Übersetzungskosten trägt oder wem die Urheberrechte gehören, kann zu Kostenkonflikten führen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Firmenangaben eintragen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS], [BUNDESLAND/STAAT] und [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] mit den genauen Daten Ihres Unternehmens. Tun Sie dasselbe für den Importeur.

    💡 Verwenden Sie die offiziellen Firmenbezeichnungen aus dem Handelsregister.

  2. 2

    Produkte definieren

    Beschreiben Sie deutlich, welche Produkte die Vereinbarung umfasst. Ersetzen Sie [ANGEBEN] und [HANDELSNAMEN ANGEBEN] mit konkreten Produktbezeichnungen.

    💡 Je spezifischer die Produktbeschreibung, desto weniger Raum für Missverständnisse.

  3. 3

    Geografisches Gebiet festlegen

    Ersetzen Sie [LAND] und [GEOGRAFISCHER STANDORT] mit dem exakten Land oder der Region, in der der Importeur exklusive Rechte erhält.

    💡 Bei mehreren Ländern alle einzeln aufzählen oder klar als 'Europäische Union' oder 'Südostasien' etc. definieren.

  4. 4

    Laufzeiten und Verlängerungsbedingungen eintragen

    Ersetzen Sie [DATUM] mit den konkreten Start- und Enddaten sowie [NUMMER] mit den Längen von Verlängerungsperioden und Kündigungsfristen in Tagen.

    💡 Eine Kündigungsfrist von 60–90 Tagen ist in der Praxis üblich; Verlängerungen von 6 oder 12 Monaten sind Standard.

  5. 5

    Kündigungsgründe spezifizieren

    Definieren Sie in den Kündigungsklauseln (2.2 und 2.3) konkrete Zahlen: Wie viele nicht erfüllte Bestellungen oder Zahlungsverzüge rechtfertigen eine Kündigung? Ersetzen Sie [NUMMER].

    💡 Realistische Schwellenwerte (z. B. 3 Bestellungen) vermeiden unnötige Kündigungsstreitigkeiten.

  6. 6

    Sprachen und Behördlichen Anforderungen anpassen

    Ersetzen Sie [SPRACHE] mit den tatsächlich erforderlichen Sprachen für die Behörden und Verpackung im Zielland.

    💡 Recherchieren Sie die offiziellen Sprachanforderungen des Ziellands, um spätere Verzögerungen zu vermeiden.

  7. 7

    Mit einem Rechtsanwalt überprüfen

    Lassen Sie den ausgefüllten Vertrag von einem Anwalt überprüfen, der auf Handels- und Importrecht spezialisiert ist, besonders für internationale Geschäfte.

    💡 Eine rechtliche Überprüfung vor Unterzeichnung spart erhebliche Kosten und Konflikte später.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer exklusiven und einer nicht-exklusiven Verkaufsvereinbarung?

In einer exklusiven Vereinbarung hat der Importeur alleinige Rechte, die Produkte in einem Gebiet zu verkaufen; der Hersteller darf dort nicht mit anderen Partnern arbeiten. In einer nicht-exklusiven Vereinbarung kann der Hersteller mehrere Vertriebspartner im selben Gebiet haben. Eine exklusive Vereinbarung ist attraktiver für den Importeur, da er sich monopolistisch durchsetzen kann, erfordert aber vom Hersteller mehr Vertrauen.

Kann der Importeur die exklusiven Rechte an einen anderen Distributor abtreten?

In dieser Vorlage ist eine Abtretung ohne schriftliche Zustimmung des Herstellers nicht gestattet. Der Hersteller behält die Kontrolle über den Vertriebspartner. Bei kritischen Partnerwechseln kann eine Klausel hinzugefügt werden, die unter bestimmten Bedingungen (z. B. bei Firmenzusammenschluss) eine Abtretung ermöglicht. Dies sollte mit einem Rechtsanwalt besprochen werden.

Was passiert, wenn der Importeur die Produkte nicht erfolgreich verkauft?

Diese Vorlage schützt den Hersteller durch Kündigungsrechte bei Nichterreichung bestimmter Verkaufsvolumina oder wiederholten Bestellungsausfällen. Die Vereinbarung definiert diese Schwellenwerte durch die [NUMMER]-Felder. Hat der Importeur einfach Pech mit Marktbedingungen, kann der Hersteller nicht ohne weiteres kündigen, wenn die Zahlung pünktlich erfolgt.

Wer trägt die Kosten für behördliche Genehmigungen und Zertifizierungen?

Nach dieser Vorlage trägt der Importeur die Kosten für Übersetzungen und das Antragsverfahren. Der Hersteller stellt die technischen Unterlagen bereit. Behördliche Gebühren des Ziellands trägt der Importeur. Dies sollte jedoch explizit in einer ergänzten Kostenklausel festgehalten werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

Kann diese Vereinbarung vorzeitig beendet werden?

Ja, beide Parteien können bei triftigem Grund kündigen. Der Hersteller kann kündigen, wenn der Importeur Zahlungen nicht leistet; der Importeur kann kündigen, wenn der Hersteller Bestellungen nicht erfüllt. Ohne triftigen Grund ist Kündigung nur zum Ende eines Vertragsjahres mit der vereinbarten Kündigungsfrist möglich (z. B. 90 Tage vorher).

Sind diese Vereinbarungen international durchsetzbar?

Ja, aber es hängt von der Wahl des Gerichtsorts und des anwendbaren Rechts ab. Diese Vorlage sollte eine Klausel enthalten, die angeben, unter welchem Landes recht der Vertrag auszulegen ist (z. B. deutsches Recht) und welche Gerichte zuständig sind. International sind Schiedsverfahren oft praktischer als nationale Gerichte.

Muss der Importeur Mindestmengen abnehmen?

In dieser Vorlage sind keine Mindestmengen vorgegeben. Sie können diese ergänzen, indem Sie eine Klausel hinzufügen, die besagt, dass der Importeur jährlich mindestens [MENGE] Einheiten bestellen muss. Dies schützt den Hersteller vor mangelndem Commitment des Importeurs.

Was macht diese Vereinbarung mit sensiblen Geschäftsinformationen?

Diese Vorlage behandelt die Weitergabe technischer Informationen, um Genehmigungen zu erhalten. Sie enthält jedoch keine umfassende Geheimhaltungsklausel. Falls Sie Geschäftsgeheimnisse oder spezielle Herstellungsverfahren schützen möchten, sollten Sie eine NDA (Non-Disclosure Agreement) oder eine Geheimhaltungsklausel hinzufügen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeine Vertriebsvereinbarung (nicht-exklusiv)

Eine allgemeine Vertriebsvereinbarung ohne Exklusivität erlaubt dem Hersteller, mehrere Partner im selben Gebiet zu beliefern. Diese ist einfacher zu verwalten, bietet dem Importeur aber weniger Anreiz, aggressiv zu vermarkten. Eine exklusive Vereinbarung motiviert den Importeur durch Monopolschutz, erfordert aber mehr Vertrauen. Wählen Sie Exklusivität für strategische Märkte oder neue Produkte, die starke Marktpräsenz brauchen.

vs Agenturvertrag

Ein Agenturvertrag bedeutet, dass der Agente (Importeur) im Namen des Unternehmens handelt und nicht selbst kauft. Eine Import- und Verkaufsvereinbarung bedeutet, dass der Importeur die Produkte kauft, sein eigenes Inventar verwaltet und mit eigenem Gewinn verkauft. Agenturen sind für Unternehmen mit niedrigen Margen besser; Importvereinbarungen für Unternehmen, die Inventar managen wollen.

vs Franchise-Vereinbarung

Eine Franchise ist ein ganzheitliches Business-System, das Markenname, Betriebsvorgaben, Schulung und laufende Unterstützung umfasst. Eine exklusive Verkaufsvereinbarung ist ein reiner Vertriebsvertrag ohne Betriebskontrolle. Franchise ist teurer und komplexer; Verkaufsvereinbarungen sind schlanker und für einfache Produkte passend.

vs Distributorvertrag mit mehreren Ebenen

Ein Multi-Level-Distributorvertrag erlaubt dem Distributeur, Unterdistributoren zu ernennen. Eine Standard-Importvereinbarung erlaubt keine Sublizenzen ohne Zustimmung. Multi-Level ist für große Märkte sinnvoll; Single-Level für enge geografische oder Kontrollbedarf-Märkte.

Branchenspezifische Hinweise

Pharmazie und Medizinprodukte

Importeure benötigen behördliche Genehmigungen; die technischen Unterlagen und Compliance-Anforderungen sind sehr streng.

Lebensmittel und Getränke

Zollanmeldungen, Lebensmittelsicherheit und Etikettierungsanforderungen erfordern enge Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Importeur.

Chemikalien und Gefahrstoffe

Spezielle Genehmigungen und Sicherheitsdatenblätter sind erforderlich; Hersteller muss umfangreiche technische Informationen zur Verfügung stellen.

Maschinenbau und Industrieausrüstung

CE-Konformität und technische Dokumentation sind notwendig; Importeur muss Montage und Service anbieten.

Konsumgüter und Einzelhandel

Marktzugang, Verpackung und Kennzeichnung variieren stark nach Land; Importeur übernimmt Marketing und Vertrieb.

Elektronik und IT-Hardware

Zolltarife, RoHS-Konformität und Garantiebedingungen sind zentral; technischer Support ist wesentlich.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutsche Vereinbarungen unterliegen dem deutschen BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und dem HGB (Handelsgesetzbuch). Besonders relevant sind Handelsagenten- und Vertreterrecht (HGB § 84 ff.), die Kündigungsfristen und -gründe begrenzen können. Exportkontrollbestimmungen (AWV, Außenwirtschaftsverordnung) müssen beachtet werden.

Österreichische Vereinbarungen unterliegen dem ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) und HGB, die ähnlich dem deutschen Recht sind. Zusätzlich müssen österreichische Einfuhr- und Zollbestimmungen beachtet werden. Die Gültigkeitsprüfung von Genehmigungen im österreichischen Markt ist erforderlich.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache exklusive Vereinbarungen mit vertrauentem Partner, niedrigem Handelsvolumen, wenig speziellen Genehmigungsanforderungen.0 € Honorar; Eigenleistung 2–4 Stunden ausfüllen und überarbeiten.3–5 Tage vom Template bis unterzeichnet.
Vorlage + RechtsprüfungGeschäfte mit mittlerem Risiko, mehrere Währungen/Zollbestimmungen, oder Unsicherheit über Genehmigungsanforderungen im Zielland.400–800 € für externe Rechtsanwalt-Überprüfung (2–3 Stunden).1–2 Wochen; 1–2 Überarbeitungsrunden mit Anwalt.
MaßgeschneidertKomplexe Vereinbarungen mit Mindestvolumina, Provisionsstrukturen, mehreren Produktlinien, oder strategisch kritischen Märkten mit hohem Haftungsrisiko.1.500–5.000 € je nach Komplexität und Marktanalyse.3–6 Wochen mit mehreren Entwürfen und Verhandlungen.

Glossar

Exklusivität
Das ausschließliche Recht des Importeurs, die Produkte in einem definierten Gebiet zu verkaufen; keine anderen Vertriebspartner sind in diesem Gebiet zulässig.
Importeur
Das Unternehmen, das die Produkte in ein bestimmtes Land importiert und dort vertreibt.
Hersteller (Unternehmen)
Das Unternehmen, das die Produkte produziert und sie dem Importeur zur Verfügung stellt.
Geografisches Territorium
Das Land oder die Region, in der der Importeur das ausschließliche Vertriebsrecht hat.
Triftiger Grund zur Kündigung
Ein Ereignis, das der Vertrag als berechtigung zur sofortigen Beendigung definiert, z. B. Zahlungsverzug oder Nichterfüllung von Bestellungen.
Automatische Verlängerung
Die Vereinbarung verlängert sich um weitere Laufzeiten, es sei denn, eine Partei meldet Nichtverlängerung schriftlich rechtzeitig an.
Kundenweiterleitung
Das Recht des Herstellers, Kundenanfragen aus dem Exklusivgebiet an den Importeur weiterzuleiten.
Technische Unterlagen
Informationen wie Bestandteile, Zusammensetzung, Qualitätsparameter, notwendig für behördliche Genehmigungen und Einfuhranmeldungen.
Einfuhrgenehmigung
Amtliche Genehmigung des Ziellandes, die zum Importieren und Verkaufen der Produkte erforderlich ist.
Zahlungsverzug
Verspätete oder ausbleibende Zahlung des Importeurs für bestellte Produkte, kann zur Kündigung führen.

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