Tilgungs- und Entlassungsvertrag

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FreiTilgungs- und Entlassungsvertrag

Auf einen Blick

Was es ist
Der Tilgungs- und Entlassungsvertrag ist ein Rechtsdokument, das die vollständige Freigabe von Hypotheken, Grundschulden und anderen Sicherheiten regelt. Sobald ein Darlehen oder eine andere gesicherte Schuld vollständig bezahlt wurde, sichert dieser Vertrag die rechtliche Entlassung aller damit verbundenen Ansprüche. Sie erhalten eine einsatzbereit Word-Vorlage zum kostenlosen Download.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Vertrag, wenn eine durch Hypothek oder Grundschuld gesicherte Schuld vollständig getilgt ist und Sie die Freigabe dieser Sicherheiten eintragen lassen möchten. Häufig erforderlich beim Abschluss von Immobilienkrediten, um nach vollständiger Rückzahlung die Grundbuchbelastung zu löschen.
Was enthalten ist
Der Vertrag definiert die beteiligten Parteien (Unternehmen und Treuhänder), beschreibt die ursprüngliche Treuhandsicherheit, bestätigt dass keine Forderungen ausstehend sind, und regelt die Rückübertragung sowie die Löschung sämtlicher Grundbucheinträge und Sicherheiten.

Was ist eine Vorlage Tilgungs- und Entlassungsvertrag?

Der Tilgungs- und Entlassungsvertrag ist ein Rechtsdokument das die vollständige Freigabe von Hypotheken Grundschulden und anderen Sicherheitsrechten regelt. Sobald ein Darlehen oder eine andere gesicherte Schuld vollständig bezahlt wurde erklärt dieser Vertrag dass der Treuhänder oder Gläubiger alle damit verbundenen Ansprüche entlässt und alle Sicherheitsrechte freigibt. Das Dokument ist essentiell um Grundbucheinträge löschen zu lassen und damit Immobilien oder Vermögenswerte wieder unbelastet zu machen. Sie erhalten diese Vorlage als einsatzbereites Word-Dokument zum kostenlosen Download das Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen Tilgungs- und Entlassungsvertrag bleibt eine Hypothek oder Grundschuld im Grundbuch eingetragen selbst wenn die zugrunde liegende Schuld längst bezahlt ist. Dies schadet zukünftigen Kreditanträgen behindert Immobilienverkäufe und suggeriert potentiellen Partnern dass noch Schulden bestehen. Mit diesem Vertrag sichern Sie sich rechtliche Klarheit und ermöglichen es dem Amtsgericht die Sicherheitseinträge zu löschen. Der Vertrag schützt Sie auch wenn es später Streit mit dem Treuhänder gibt da er schriftlich bestätigt dass keine Gelder mehr ausstehend sind und die Entlassung endgültig erfolgt.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Gesamte Schuld ist gezahlt, alle Sicherheiten werden freigegebenVollständige Entlassung nach Tilgung
Nur ein Teil der Sicherheiten wird freigegeben, Rest bleibt bestehenTeilweise Entlassung
Neben Grundbuchentlassung müssen auch Gegenstände zurückgegeben werdenEntlassung mit Rückübertragung beweglicher Vermögenswerte
Mehrere Sicherheiten bei verschiedenen Treuhändern, die alle entlastet werdenEntlassung durch mehrere Treuhänder
Ergänzend zum Entlassungsvertrag wird bestätigt dass Schuld vollständig beglichen istEntlassung mit Schuldbescheinigung
Mehrere Arten von Sicherheiten (Hypothek und Grundschuld) müssen gleichzeitig entlastet werdenEntlassung von Hypotheken und Grundschulden

Häufige Fehler vermeiden

❌ Falsche oder unvollständige Grundbuchdaten

Warum es wichtig ist: Das Amtsgericht kann den korrekten Eintrag nicht identifizieren und lehnt die Löschung ab.

Fix: Kopieren Sie Meldenummer Datum und Amtsgericht exakt aus dem aktuellen Grundbuchauszug.

❌ Unterschriften des Treuhänders vergessen

Warum es wichtig ist: Der Vertrag ist unvollständig und rechtlich nicht wirksam.

Fix: Stellen Sie sicher dass beide Parteien den Vertrag unterzeichnet haben idealerweise vor dem Notar.

❌ Unklare oder zu vague Formulierungen bei Entlassung

Warum es wichtig ist: Treuhänder kann später argumentieren dass nur bestimmte Sicherheiten freigegeben wurden nicht alle.

Fix: Nutzen Sie ausdrücklich die Wörter "vollständig und endgültig" und listen Sie alle Sicherheitsarten explizit auf.

❌ Gebührenregelung vergessen

Warum es wichtig ist: Später Streit darüber wer die Grundbuch- und Notargebühren bezahlt.

Fix: Fügen Sie explizit ein dass der Schuldner/Unternehmen alle Kosten trägt.

❌ Notar nicht involviert

Warum es wichtig ist: Grundbuchamt akzeptiert den Vertrag möglicherweise nicht als authentisch.

Fix: Lassen Sie den Vertrag immer vor einem Notar unterzeichnen und beglaubigen.

❌ Keine Kopie für eigene Unterlagen behalten

Warum es wichtig ist: Falls später Fragen zur Entlassung auftauchen fehlt Ihnen der Nachweis.

Fix: Speichern Sie eine beglaubigte Kopie ab und fordern Sie eine Bestätigung vom Amtsgericht an.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Vertragsparteien

In einfacher Sprache: Definiert das Eintrittsdatum, die Namen und Adressen des Unternehmens und des Treuhänders sowie deren rechtliche Stellung.

Beispielformulierung
Folgender Tilgungs- und Entlassungsvertrag tritt am [DATUM] in Kraft und wird geschlossen ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (das "Unternehmen"), einem Unternehmen, das den Gesetzen [des Bundeslandes] unterliegt, mit seinem Firmensitz in [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] UND: [NAME DES TREUHÄNDERS] (der "Treuhänder") ...

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Adressangaben oder fehlende Rechtsgebietsangabe führen zu Ungültigkeit des Vertrags.

Verweis auf ursprünglichen Treuhandvertrag

In einfacher Sprache: Identifiziert den zugrunde liegenden Treuhandvertrag mit genauen Daten (Datum, Grundbuchnummer, Beteiligten).

Beispielformulierung
Das Unternehmen und der Treuhänder schlossen einen Treuhandvertrag über Hypotheken, Grundschulden und Pfandgegenstände im Beisein von [Anwalt/Notar] [NAME]. Genannter Treuhandvertrag wurde im Grundbuch des zuständigen Amtsgerichtes in [LAND] am [DATUM] unter Meldenummer [NUMMER] eingetragen (der "Treuhandvertrag").

Häufiger Fehler: Falsche oder fehlende Meldenummer verhindert, dass das Grundbuchamt den Eintrag findet und löscht.

Bestätigung der Schuld und Schuldverschreibung

In einfacher Sprache: Beschreibt die ursprüngliche Schuld (Nennwert, Schuldentyp, Zahlungsempfänger) und ihre Dokumentation durch Schuldverschreibung.

Beispielformulierung
Gemäß den Vertragsbedingungen des Treuhandvertrags wurde Ausstellung und Sicherstellung der Schuldverschreibung, datiert auf den [DATUM], vorgesehen, mit einem Nennwert von [BETRAG], zahlbar vom Unternehmen an [NAME DES UNTERNEHMENS] oder einen beliebigen Abtretungsempfänger als Obligationär.

Häufiger Fehler: Falscher Nennwert oder fehlende Angabe des Zahlungsempfängers kann Zweifel an der vollständigen Tilgung aufwerfen.

Bestätigung der Tilgung

In einfacher Sprache: Erklärt ausdrücklich, dass keine Gelder mehr ausstehend sind (weder Kapital noch Zinsen) und die Schuld vollständig bezahlt wurde.

Beispielformulierung
Keine Gelder sind ausstehend als Sicherheit für den Treuhandvertrag, weder in Kapitalform noch als Zinsen.

Häufiger Fehler: Wird diese Klausel zu ungenau formuliert, kann der Treuhänder später Restforderungen geltend machen.

Gewährung der Tilgung und Entlassung

In einfacher Sprache: Der Treuhänder erklärt verbindlich, dass er alle Hypotheken, Grundschulden und anderen Sicherheiten freigegeben und entlastet.

Beispielformulierung
Hiermit gewährt der Treuhänder der Firma eine vollständige und endgültige Tilgung und Entlassung aller Hypotheken, Grundschulden, Gebühren, Abtretungen, Überschreibungen und anderen, zu seinen Gunsten bestehenden, Ansprüchen gemäß des Treuhandvertrags.

Häufiger Fehler: Unklare Formulierung über die Umfang der Entlassung führt zu Rechtsunsicherheit über welche Sicherheiten tatsächlich freigegeben sind.

Rückübertragung von Vermögenswerten

In einfacher Sprache: Regelt die Rückgabe aller beweglichen und unbeweglichen Vermögenswerte, die der Treuhänder gemäß Treuhandvertrag hält.

Beispielformulierung
Zu notwendigem Maß rücküberträgt und überschreibt der Treuhänder an das Unternehmen alle anderen Verpflichtungen, Grundbesitze und Anlagen, bewegliche und unbewegliche, materielle und immaterielle, jeglicher Natur, die zu seinen Gunsten, gemäß des Treuhandvertrags, bestehen.

Häufiger Fehler: Nicht spezifizierte Vermögenswerte können vergessen werden oder später Streit auslösen.

Antrag auf Grundbuchberichtigung

In einfacher Sprache: Der Treuhänder beauftragt das zuständige Amtsgericht, alle Treuhandeinträge aus dem Grundbuch zu löschen.

Beispielformulierung
Der Verwaltungsbeamte des zuständigen Amtsgerichts in [LAND] wird ersucht alle notwendigen Grundbucheinträge vorzunehmen um den Treuhandvertrag über Hypotheken, Grundschulden und Pfandgegenstände auszulöschen, der beim zuständigen Amtsgericht unter der Meldenummer [NUMMER] gemeldet ist.

Häufiger Fehler: Fehlende oder falsche Grundbuchdaten führen dazu dass das Amtsgericht den Eintrag nicht löschen kann.

Gebühren und Kosten

In einfacher Sprache: Klärt, wer die Kosten für notarielle Beglaubigung und Grundbuchberichtigung trägt.

Beispielformulierung
[UNTERNEHMEN] trägt alle Kosten für die notarielle Beglaubigung dieses Vertrags und für die Löschung der Grundbucheinträge beim Amtsgericht [LAND], einschließlich aller Gebühren und Auslagen.

Häufiger Fehler: Unklare Kostenregelung führt zu Streitigkeiten über wer zahlen muss.

Unterschriften und Beglaubigung

In einfacher Sprache: Vertragsparteien unterzeichnen den Vertrag, idealerweise mit notarieller Beglaubigung um Authentizität zu sichern.

Beispielformulierung
Die Unterzeichner bestätigen dass sie diesen Vertrag freiwillig und in voller Kenntnis seiner Bedeutung unterzeichnen. [UNTERSCHRIFTEN] Beglaubigt durch [NOTAR/ANWALT] am [DATUM].

Häufiger Fehler: Fehlende oder ungültige Unterschriften machen den Vertrag unwirksam.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Vertragsparteien identifizieren

    Geben Sie vollständige Namen, Rechtsform und Adressen des Unternehmens (Schuldner) und des Treuhänders (oder Gläubigers) ein. Diese Angaben müssen exakt mit den Einträgen im Grundbuch übereinstimmen.

    💡 Kopieren Sie die Adressangaben direkt aus dem Grundbuchauszug um Schreibfehler zu vermeiden.

  2. 2

    Treuhandvertragsdaten eintragen

    Notieren Sie das Datum des ursprünglichen Treuhandvertrags, das Bundesland des zuständigen Amtsgerichts, das genaue Eintrittsdatum im Grundbuch und die Meldenummer. Diese Informationen finden Sie im Grundbuchauszug.

    💡 Die Meldenummer ist entscheidend — ohne sie kann das Amtsgericht den Eintrag nicht identifizieren.

  3. 3

    Schuldverschreibung und Nennwert dokumentieren

    Tragen Sie das Ausstellungsdatum der Schuldverschreibung, ihren Nennwert (Betrag) und den Namen des Schuldverschreibungsinhabers ein. Dies bestätigt welche Schuld getilgt wurde.

    💡 Der Nennwert muss der tatsächlich gezahlten Summe entsprechen um Unstimmigkeiten zu vermeiden.

  4. 4

    Tilgung und Entlassung bestätigen

    Lassen Sie den Treuhänder oder Gläubiger ausdrücklich bestätigen dass keine Gelder mehr ausstehend sind und dass alle Sicherheiten freigegeben werden. Diese Aussage sollte spezifisch und widerrufslos sein.

    💡 Fordern Sie schriftliche Bestätigung vom Treuhänder an bevor Sie diesen Vertrag unterzeichnen.

  5. 5

    Rückübertragung spezifizieren

    Wenn bewegliche oder unbewegliche Vermögenswerte vom Treuhänder gehalten werden, listen Sie diese auf und regeln deren Rückgabe. Seien Sie so spezifisch wie möglich um Verwechslungen auszuschließen.

    💡 Erstellen Sie eine Anlage mit Inventarliste wenn umfangreiches Vermögen betroffen ist.

  6. 6

    Grundbuchberichtigung anweisen

    Formulieren Sie den Antrag an das zuständige Amtsgericht zur Löschung aller Treuhandeinträge. Verwenden Sie die korrekte Meldenummer und geben Sie an welche Einträge gelöscht werden sollen.

    💡 Das Amtsgericht wird normalerweise die Löschung vornehmen sobald dieser unterzeichnete Vertrag eingereicht wird.

  7. 7

    Kosten und Gebühren regeln

    Legen Sie fest wer die Kosten für notarielle Beglaubigung und Grundbuchgebühren trägt. In der Regel trägt der Schuldner diese Kosten.

    💡 Erfragen Sie bei Ihrem Grundbuchamt die aktuellen Gebühren für Löschungseinträge.

  8. 8

    Notarielle Beglaubigung einholen und einreichen

    Lassen Sie den Vertrag durch einen Notar beglaubigen. Dies ist oft erforderlich um die Authentizität für das Grundbuchamt nachzuweisen. Reichen Sie den beglaubigten Vertrag dann beim Amtsgericht ein.

    💡 Der Notar kann auch direkt Kontakt mit dem Grundbuchamt aufnehmen um die Löschung zu veranlassen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Hypothek und Grundschuld?

Hypotheken sind an eine zugrunde liegende Schuld gebunden — die Schuld muss tilgt sein damit die Hypothek erlischt. Grundschulden sind unabhängig von einer Schuldforderung und bleiben bestehen bis sie ausdrücklich gelöscht werden. Dieser Vertrag entlastet beide Arten von Sicherheiten. Bei Hypotheken ist Tilgung oft automatisch mit Entlassung verbunden bei Grundschulden muss die Entlassung aktiv veranlasst werden.

Wer unterzeichnet den Tilgungs- und Entlassungsvertrag?

Beide Vertragsparteien müssen unterschreiben: das Unternehmen (der Schuldner) und der Treuhänder oder Gläubiger (Hypothekeninhaber oder Grundschuldgläubiger). Ein Notar oder Anwalt sollte beide Parteien bei der Unterzeichnung beobachten. Ist eine Partei eine juristische Person werden die Unterschriften durch bevollmächtigte Vertreter geleistet.

Muss der Vertrag notariell beglaubigt werden?

Eine notarielle Beglaubigung ist nicht immer rechtlich zwingend aber dringend empfohlen. Das Grundbuchamt akzeptiert notariell beglaubigte Verträge leichter und schneller. Ohne Beglaubigung kann das Amtsgericht Fragen zur Authentizität aufwerfen. Ein Notar kann auch direkt die erforderlichen Unterlagen beim Grundbuchamt einreichen.

Wie lange dauert die Löschung aus dem Grundbuch?

Nach Einreichung des unterzeichneten und idealerweise beglaubigten Vertrags nimmt das Grundbuchamt die Löschung vor. Dies dauert in der Regel 2–6 Wochen je nach Arbeitsaufkommen des Amtsgerichts. Sie erhalten eine Benachrichtigung wenn die Löschung abgeschlossen ist. Ein aktueller Grundbuchauszug bestätigt dann dass die Sicherheitseinträge gelöscht wurden.

Was kostet die Tilgung und Entlassung?

Kosten entstehen für die notarielle Beglaubigung (ca. 100–300 EUR je nach Notargebührenordnung) und für die Grundbuchberichtigung durch das Amtsgericht (Gebühr nach Grundbuchgebührenordnung typischerweise 20–100 EUR). Diese Kosten trägt normalerweise das Unternehmen (Schuldner) da es von der Entlassung profitiert.

Kann Entlassung ohne Tilgung erfolgen?

Nein ein Treuhänder oder Gläubiger wird ohne Tilgung der vollständigen Schuld nicht zustimmen die Sicherheiten freizugeben. Die Entlassung ist eine Gegenleistung für vollständige Schuldenrückzahlung. Nur wenn keine Gelder mehr ausstehend sind kann dieser Vertrag unterzeichnet werden.

Was passiert wenn Gelder noch ausstehend sind?

Der Treuhänder kann nicht in gutem Glauben Entlassung gewähren falls noch Schulden ausstehen. In diesem Fall müssen Sie zuerst alle ausstehenden Beträge (Kapital und Zinsen) zahlen. Erst danach ist Entlassung möglich. Der Treuhänder kann sonst später auf Schadensersatz verklagt werden.

Kann Entlassung teilweise erfolgen?

Ja teilweise Entlassung ist möglich wenn beispielsweise nur ein Teil des Grundstücks freigegeben werden soll oder wenn mehrere Sicherheiten bestehen und nur einige entlastet werden. Der Vertrag muss dann präzise formulieren welche spezifischen Einträge oder Vermögenswerte entlastet werden und welche bestehen bleiben.

Was ist die Meldenummer im Grundbuch?

Die Meldenummer ist die Registrierungsnummer für einen spezifischen Eintrag im Grundbuch. Jede Hypothek jede Grundschuld und jeder Treuhandeintrag hat eine eigene Meldenummer. Diese finden Sie auf dem Grundbuchauszug und ist notwendig um das Amtsgericht mitteilen zu können genau welcher Eintrag gelöscht werden soll.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Schuldverschreibung

Eine Schuldverschreibung ist das Ursprungsdokument das die Schuld und ihren Betrag dokumentiert. Der Tilgungs- und Entlassungsvertrag ist das Abschlussdokument das erklärt dass diese Schuld vollständig bezahlt ist und die Sicherheiten freigegeben werden. Beide Dokumente sind notwendig eine Schuldverschreibung ohne Entlassung hinterlässt Sicherheitsrechte im Grundbuch.

vs Darlehensvertrag

Ein Darlehensvertrag regelt die Ausgabe des Kredits Tilgungspläne und Sicherheitsanforderungen. Der Tilgungs- und Entlassungsvertrag ist sein Abschlussdokument das erklärt dass das Darlehen vollständig zurückgezahlt ist und alle damit verbundenen Sicherheiten freigeworden. Jeder Darlehensvertrag mündet idealerweise in einen Entlassungsvertrag.

vs Grundschuldbestellung

Eine Grundschuldbestellung ist das Originalformular das eine Grundschuld ins Grundbuch einträgt und begründet. Der Tilgungs- und Entlassungsvertrag ist die Gegenleistung der Sicherheitsgläubiger der erklärt dass die Grundschuld jetzt zu löschen ist. Ohne Entlassungsvertrag bleibt die Grundschuld im Grundbuch selbst wenn die zugrunde liegende Schuld längst bezahlt ist.

vs Löschungsbewilligung

Eine Löschungsbewilligung ist ein formelles Dokument das direkt zum Grundbuchamt eingereicht wird um einen Eintrag zu löschen. Der Tilgungs- und Entlassungsvertrag ist die rechtliche Grundlage dafür dass eine Löschungsbewilligung überhaupt möglich ist. Sie unterzeichnen diesen Vertrag erst dann wenn der Treuhänder erklärt dass er eine Löschung bewilligen wird.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienwirtschaft

Projektentwickler und Makler nutzen diesen Vertrag um nach Kreditablösung Hypotheken und Grundschulden aus dem Grundbuch zu löschen und Immobilien wieder unbelastet zu verkaufen.

Banken und Finanzdienstleistungen

Kreditgeber setzen diesen Vertrag ein um nach Kreditrückzahlung Sicherheitsrechte freizugeben und neue Geschäftsbeziehungen zu ermöglichen.

Unternehmensrecht und Treuhand

Treuhänder und Treuhandgesellschaften nutzen diesen Vertrag als Standardformular um Treuhandsicherheiten nach erfolgter Tilgung zu entlassen.

Insolvenzberatung und Sanierung

Bei Unternehmensrestrukturierung oder Insolvenzabwicklung wird dieser Vertrag eingesetzt um Sicherheitsrechte zu löschen und Vermögen freizugeben.

Notariatswesen

Notare nutzen diese Vorlage als Grundlage für beglaubigte Entlassungsverträge die direkt ans Grundbuchamt weitergeleitet werden.

Vermögensmanagement

Vermögensverwalter und Administratoren regeln mit diesem Vertrag die Freigabe von Sicherheiten am Ende von Treuhandverhältnissen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland wird dieser Vertrag nach BGB und der Grundbuchordnung (GBO) gültig. Das zuständige Amtsgericht führt die Grundbuchberichtigung durch. Notarielle Beglaubigung ist empfohlen für schnellere Verarbeitung.

Österreich regelt Sicherheitsrechte ähnlich unter Grundbuchgesetz und Allgemeinem Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB). Der Entlassungsvertrag muss beim zuständigen Grundbuchamt des Bezirksgerichts eingereicht werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Situation mit vollständiger Tilgung wenigen klaren Sicherheiten und verständnisvollem Treuhänder.0–50 EUR (Vorlage + Notargebühren ca. 100–200 EUR)2–3 Tage zum Ausfüllen + 1–2 Wochen Grundbuchverarbeitung
Vorlage + RechtsprüfungMittelkomplexe Situation mit mehreren Sicherheiten oder unbeweglichen Vermögenswerten die rückübertragen werden sollen.200–500 EUR (Vorlage + Anwaltsprüfung + Notargebühren)3–5 Tage Anwaltsprüfung + 1–2 Wochen Grundbuchverarbeitung
MaßgeschneidertKomplexe Situation mit Streitigkeiten fehlenden Dokumenten mehreren Treuhändern oder unklarer Schuldenstand.800–2.500 EUR (Anwaltsgebühren + notarielle Beglaubigung)1–2 Wochen Vorbereitung + rechtliche Klärungen + 1–2 Wochen Grundbuchverarbeitung

Glossar

Hypothek
Sicherungsrecht an einer Immobilie, das dem Gläubiger Anspruch auf deren Verwertung gibt, falls Schuld nicht bezahlt wird.
Grundschuld
Reales Sicherungsrecht ähnlich der Hypothek, aber unabhängig von einer zugrunde liegenden Schuldforderung.
Treuhandvertrag
Vertrag, in dem ein Treuhänder die Verwaltung und Sicherung von Vermögen oder Rechten für eine dritte Partei übernimmt.
Tilgung
Vollständige oder teilweise Rückzahlung einer Schuld oder eines Darlehens.
Entlassung
Rechtliche Freigabe von Sicherheiten, so dass diese aus dem Grundbuch gelöscht werden können.
Grundbucheintrag
Verzeichnis bei der Grundbuchstelle (Amtsgericht), das Eigentumsrechte und Sicherheiten an Immobilien dokumentiert.
Schuldverschreibung
Urkunde, die eine Forderung auf Zahlung einer bestimmten Summe verbriefen kann.
Rückübertragung
Übertragung von Vermögenswerten oder Rechten zurück an den ursprünglichen Eigentümer oder Berechtigten.
Obligationär
Inhaber einer Schuldverschreibung oder Anleihe, dem Forderungen zustehen.
Meldenummer
Registrierungsnummer für einen Grundbucheintrag beim zuständigen Amtsgericht.
Amtsgericht
Deutsches Gericht, das das Grundbuch verwaltet und Einträge vornimmt oder löscht.
Pfandgegenstand
Vermögenswert oder Eigentum, das als Sicherheit für eine Schuld verpfändet wird.

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