Bürgschaft für eine Forderung

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FreiBürgschaft für eine Forderung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Bürgschaft für eine Forderung ist ein rechtswirksames Dokument, mit dem sich ein Bürge verpflichtet, für Schulden eines Kunden gegenüber einem Gläubiger einzustehen. Diese Vorlage enthält alle erforderlichen Klauseln für eine gültige Bürgschaft unter deutschem Recht. Sie können das Dokument sofort als Word-Download nutzen und alle Platzhalter an Ihre Situation anpassen.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie Kredite oder Waren an einen Kunden vergeben und eine dritte Partei (wie ein Gesellschafter oder ein anderes Unternehmen) die Rückzahlung oder Bezahlung garantieren soll. Auch Finanzdienstleister, Lieferanten und Kreditgeber nutzen Bürgschaften als Sicherungsmittel.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält die Parteienbezeichnung (Gläubiger, Bürge und Kunde), eine Vereinbarung über die Bürgschaftsumme, Bedingungen zur Fälligkeit und Zahlungspflicht, Verzicht auf Einreden und Einwendungen, sowie Regelungen zu Kosten und Anwaltsgebühren bei Nichterfüllung. Alle Elemente folgen dem deutschen Bürgschaftsrecht (BGB §§ 765–778).

Was ist eine Vorlage „Bürgschaft für eine Forderung"?

Eine Bürgschaft für eine Forderung ist ein rechtswirksames Dokument nach deutschem Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), in dem sich ein Bürge (Person oder Unternehmen) gegenüber einem Gläubiger verpflichtet, für Schulden eines Kunden einzustehen. Die Bürgschaft regelt die Haftung des Bürgen, den Umfang der Verpflichtung, den Verzicht auf Einreden und die Pflicht zur Kostenübernahme bei Eintreibung. Sie erhalten diese Vorlage als sofort editierbaren Word-Download, mit allen erforderlichen Klauseln und Platzhaltern für Ihre Daten — Sie müssen nur noch die Namen, Adressen, Termine und ggf. spezifische Bedingungen eintragen und von beiden Parteien unterzeichnen lassen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne schriftliche Bürgschaft risikieren Sie, dass ein Bürge später behauptet, nie eine Verpflichtung eingegangen zu sein, oder dass Ihrer Forderung gegen ihn in einem Rechtsstreit Gewicht fehlt. Eine gut strukturierte Bürgschaft schützt Sie rechtlich und gibt Ihnen klare Anspruchsgrundlagen. Sie brauchen diese Vorlage, wenn Sie Kredite, Waren oder Dienstleistungen an Kunden vergeben und eine dritte Partei (wie ein Gesellschafter, ein Geschäftspartner oder ein anderes Unternehmen) die Zahlung garantieren soll. Eine Bürgschaft senkt Ihr Kreditrisiko erheblich und beschleunigt die Beitreibung bei Zahlungsausfall, da Sie den Bürgen direkt und ohne vorherige Mahnung beim Schuldner in Anspruch nehmen können. Dies ist besonders wertvoll für kleinere und mittlere Unternehmen, die sich vor Zahlungsausfällen schützen müssen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für dauerhafte Kundenbeziehungen ohne zeitliche oder finanzielle ObergrenzeUnbeschränkte Bürgschaft
Wenn die Bürgschaftssumme begrenzt ist und regelmäßig überprüft werden sollBürgschaft mit Höchstbetrag
Für befristete Kreditvergaben, z. B. Projektfinanzierungen oder BetriebskrediteZeitlich begrenzte Bürgschaft
Wenn die Bürgschaft sich auf eine konkrete, benannte Rechnung oder ein Darlehen beziehtBürgschaft für Einzelforderung
Wenn eine Privatperson (z. B. Gesellschafter) als Bürge eintrittPersonenbürgschaft
Wenn das bürgende Unternehmen gewerblich tätig ist und Forderungen absichertUnternehmerbürgschaft
Für gehobene Standards mit Nachrangigkeit und LieferantenkreditschutzBürgschaft mit Garantiebestimmungen

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder fehlerhafte Parteienangaben

Warum es wichtig ist: Die Bürgschaft kann für ungültig befunden werden, wenn die Identität der Parteien unklar ist.

Fix: Überprüfen Sie vor Unterzeichnung alle Namen, Adressen und Registrierungsnummern auf Genauigkeit und Vollständigkeit.

❌ Vergessen, die Bürgschaftsverpflichtung klar zu definieren

Warum es wichtig ist: Der Umfang der Bürgschaft bleibt unklar, was zu Streitigkeiten über die Höhe führt.

Fix: Formulieren Sie deutlich, für welche Schulden (Gesamtschulden, Einzelforderung, Höchstbetrag) der Bürge haftet.

❌ Keine Kündigungsklausel oder unbefristete Bürgschaft

Warum es wichtig ist: Der Bürge kann sich nicht von der Verpflichtung entlasten, auch wenn die Geschäftsbeziehung beendet ist.

Fix: Definieren Sie ein Kündigungsrecht oder eine Enddatum für die Bürgschaft, besonders bei kurzfristigen Krediten.

❌ Verzicht auf Einreden nicht vollständig formuliert

Warum es wichtig ist: Der Bürge behält rechtliche Einwendungen (z. B. Zahlungsverzug, Zinsänderung), die die Bürgschaft schwächen.

Fix: Prüfen Sie mit Anwalt, welche Einreden ausgeschlossen werden sollen, und formulieren Sie präzise.

❌ Unterschriften von Unbefugten oder fehlende Vollmacht

Warum es wichtig ist: Die Bürgschaft ist möglicherweise nicht rechtswirksam, wenn Unterzeichner nicht berechtigt sind.

Fix: Prüfen Sie vor Unterzeichnung, dass beide Parteien durch autorisierte Vertreter (Geschäftsführer, bevollmächtigte Personen) handeln.

❌ Keine regelmäßige Überprüfung oder Aktualisierung

Warum es wichtig ist: Änderungen in der Geschäftsbeziehung oder Zahlungsausfälle können nicht dokumentiert werden.

Fix: Führen Sie eine Bürgschaftskartei, überprüfen Sie die Gültigkeitsdauer regelmäßig und aktualisieren Sie bei Bedarf.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteienbezeichnung und Grundlagen

In einfacher Sprache: Identifiziert den Gläubiger, den Bürgen und den Kunden und erklärt, dass die Bürgschaft wirksam ist.

Beispielformulierung
Diese Bürgschaft ist wirksam und tritt in Kraft zum [DATUM] zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der Gläubiger) und [NAME DES BÜRGEN] (der Bürge).

Häufiger Fehler: Parteienangaben unvollständig oder fehlerhaft — dies führt zu Zweifel an der Gültigkeit.

Bürgschaftserklärung (Kernsatz)

In einfacher Sprache: Der Bürge erklärt sich bereit, für Zahlungen des Kunden gegenüber dem Gläubiger einzustehen.

Beispielformulierung
Der Bürge bürgt gegenüber dem Gläubiger für pünktliche und vollständige Bezahlung aller Gelder, die jetzt oder zukünftig vom Kunden gegenüber dem Gläubiger fällig sind.

Häufiger Fehler: Unklare oder zu enge Formulierung der Bürgschaftsverpflichtung — dies führt zu Auslegungsstreitigkeiten.

Unbegrenztheit der Bürgschaft

In einfacher Sprache: Die Bürgschaft ist nicht begrenzt durch Zeit oder Höhe, es sei denn, sie wird gekündigt.

Beispielformulierung
Diese Bürgschaft bleibt unbegrenzt in Bezug auf Höhe oder Dauer und bleibt in Kraft, bis sie gekündigt wird.

Häufiger Fehler: Fehlende Kündigungsregelung — Gläubiger können nicht aus der Verpflichtung entlassen werden.

Verzicht auf Mitteilungen und Einreden

In einfacher Sprache: Der Bürge verzichtet auf die Benachrichtigung über Verzögerungen, Vergleiche oder Änderungen der Originalschuld.

Beispielformulierung
Der Bürge verzichtet auf jegliche Mitteilungen über Verzögerungen, Vergleiche, Stundungen oder Freigaben von Sicherheiten.

Häufiger Fehler: Unvollständiger Verzicht — der Bürge behält Einreden, die die Bürgschaft wesentlich schwächen.

Primäre Verpflichtung (Durchsetzung ohne Rechtsmittelverzicht)

In einfacher Sprache: Der Gläubiger kann den Bürgen direkt in Anspruch nehmen, ohne erst gegen den Schuldner vorgehen zu müssen.

Beispielformulierung
Die Verbindlichkeiten des Bürgen sind primär und nicht unbedingt sekundär; der Gläubiger ist nicht verpflichtet, seine Rechtsmittel gegenüber dem Kunden auszuschöpfen.

Häufiger Fehler: Verwechslung mit Garantie (Nachhaftung) — dies ändert die Durchsetzungsreihenfolge und schwächt die Bürgschaft.

Verzicht auf Forderungsabtretung und Aufrechnung

In einfacher Sprache: Der Bürge verzichtet darauf, dass der Gläubiger Forderungen an den Schuldner an den Bürgen abtritt oder dass der Bürge gegen die Bürgschaft aufrechnet.

Beispielformulierung
Der Bürge verzichtet auf alle Rechte auf Forderungsabtretung und Aufrechnung, bis alle Beträge im Rahmen dieser Bürgschaft voll bezahlt sind.

Häufiger Fehler: Zu enge oder fehlende Formulierung — der Bürge behält unerwünschte Einreden.

Kostenerstattung und Anwaltsgebühren

In einfacher Sprache: Alle Kosten des Gläubigers für die Eintreibung der Bürgschaft (einschließlich Anwaltsgebühren) trägt der Bürge.

Beispielformulierung
Für den Fall, dass Zahlungen im Rahmen dieser Bürgschaft nicht pünktlich bezahlt werden, hat der Bürge alle angemessenen Kosten und Anwaltsgebühren zu bezahlen.

Häufiger Fehler: Unspezifische Kostenregelung — später können Streitigkeiten über die Höhe entstehen.

Unterzeichnung und Datierung

In einfacher Sprache: Die Bürgschaft muss von autorisierten Vertretern beider Parteien unterzeichnet und datiert werden.

Beispielformulierung
Unterzeichnet von [NAME], bevollmächtigter Vertreter des [UNTERNEHMENSNAME], und [NAME], Bürge, zum [DATUM].

Häufiger Fehler: Fehlende Unterschriften oder Datumsangaben — die Bürgschaft ist dann möglicherweise ungültig.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gläubiger und Gläubiger-Adresse eintragen

    Geben Sie den vollständigen Namen und die Adresse des Unternehmens oder der Person ein, der die Schulden fällig sind. Dies ist normalerweise Ihr Unternehmen oder der Kreditgeber.

    💡 Verwenden Sie den registrierten Firmennamen und die Geschäftsadresse, nicht Privatadresse.

  2. 2

    Bürge und Bürge-Adresse eintragen

    Geben Sie den Namen und die vollständige Adresse des Bürgen ein. Dies kann eine Privatperson oder ein Unternehmen sein.

    💡 Bei Privatpersonen: Vor- und Nachname sowie Privatadresse erforderlich. Bei Unternehmen: Vollständiger Firmenname und Sitz des Unternehmens.

  3. 3

    Datum der Wirksamkeit festlegen

    Geben Sie das Datum an, ab dem die Bürgschaft gültig ist. Dies ist normalerweise das Datum der Unterzeichnung oder ein vorhergehendes Datum.

    💡 Das Datum sollte mit dem Kreditvertrag oder Liefervertrag übereinstimmen.

  4. 4

    Bundesland oder Staat eintragen

    Geben Sie das Bundesland (z. B. Bayern, Nordrhein-Westfalen) oder bei internationalen Parteien den Staat an, in dem das Unternehmen gegründet wurde.

    💡 Dies bestimmt, welchem Recht die Bürgschaft unterliegt (in der Regel deutsches BGB).

  5. 5

    Kunde oder Schuldner (falls erforderlich)

    Falls vorhanden, fügen Sie den Namen des eigentlichen Schuldners ein. Dies ist die Partei, deren Schulden besichert werden.

    💡 In vielen Fällen ist der Kunde das Unternehmen, das den Kredit aufgenommen oder Waren gekauft hat.

  6. 6

    Bürgschaftssumme und Bedingungen überprüfen

    Lesen Sie alle Bedingungen durch und prüfen Sie, ob sie Ihrer Absicht entsprechen (z. B. zeitliche Begrenzung, Höchstbetrag, Kündigungsrecht).

    💡 Erwägen Sie, eine Anpassung an Ihre spezifischen Anforderungen (z. B. Laufzeitbegrenzung) vornehmen zu lassen.

  7. 7

    Von beiden Parteien unterzeichnen lassen

    Die Bürgschaft muss von bevollmächtigten Vertretern beider Parteien unterzeichnet werden. Bei Privatpersonen reicht eine Unterschrift, bei Unternehmen oft zwei (Geschäftsführer oder Vorstand).

    💡 Beglaubigung oder notarielle Beglaubigung sind nicht erforderlich, können aber je nach Situation ratsam sein.

  8. 8

    Kopien für alle Parteien erstellen

    Fertigen Sie beglaubigte Kopien an und verteilen Sie sie an Gläubiger, Bürgen und Schuldner. Bewahren Sie das Original sicher auf.

    💡 Digitale Speicherung und Versionskontrolle sind wichtig für Nachweise bei späteren Disputes.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Bürgschaft und Garantie?

Eine Bürgschaft nach deutschem BGB § 765 gibt dem Gläubiger das Recht, den Bürgen direkt in Anspruch zu nehmen, wenn der Schuldner nicht zahlt. Eine Garantie ist dagegen vertragliche Zusage, die dem Gläubiger oft ein Wahlrecht gibt, zuerst gegen den Schuldner oder gegen den Garant vorzugehen. Bürgschaften werden streng ausgelegt, Garantien großzügiger. Diese Vorlage ist eine **Bürgschaft** nach BGB-Standard.

Kann ich als Privatperson eine Bürgschaft eingehen?

Ja, als Privatperson können Sie Bürgschaften eingehen (z. B. als Gesellschafter für ein Unternehmenskreditr oder als Privatperson für einen Freund/Familienmitglied). Beachten Sie aber: Sie haften mit Ihrem **gesamten Privatvermögen**. Es ist dringend empfohlen, rechtliche Beratung einzuholen, da die Folgen erheblich sein können. Diese Vorlage kann adaptiert werden, enthält aber Geschäftsterminologie — passen Sie sie ggf. an.

Wie lange läuft eine Bürgschaft?

Diese Vorlage ist **unbegrenzt** in Dauer und Höhe, bis Sie oder der Gläubiger sie kündigt. Sie können die Vorlage anpassen, um eine Zeitbegrenzung (z. B. 5 Jahre) oder einen Höchstbetrag einzufügen. Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen und an alle Parteien gesendet werden.

Haftet der Bürge auch für Nebenkosten (Zinsen, Gebühren)?

Nach dieser Vorlage ja — der Bürge haftet für alle "jetzt oder zukünftig fällig werdenden Gelder" und übernimmt auch Anwalts- und Inkassokosten. Sie können die Bürgschaft begrenzen, indem Sie diese Klausel anpassen. Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Sie eine Begrenzung (z. B. nur Kapital, keine Zinsen) wünschen.

Muss die Bürgschaft notariell beglaubigt sein?

Für grundsätzlich gilt: Nein, eine Bürgschaft bedarf keiner notariellen Beglaubigung nach deutschem Recht. Allerdings kann eine Beglaubigung sinnvoll sein für Immobilienbesicherungen oder bei hohen Beträgen. Für diese Vorlage reichen unterschriebene Original-Ausfertigungen aus. Bei Zweifeln konsultieren Sie einen Anwalt.

Kann der Gläubiger die Bürgschaft ohne Zustimmung ändern?

Nach dieser Vorlage verzichtet der Bürge auf Mitteilungen über „Verlängerungen, Vergleiche, Anpassungen oder Freigaben". Das bedeutet, der Gläubiger kann den Originalvertrag mit dem Schuldner ändern, ohne den Bürgen zu informieren. Der Bürge bleibt für die geänderten Bedingungen haftbar. Dies ist ein starkes Kündigungsrecht des Gläubigers — weisen Sie Ihren Anwalt darauf hin, wenn Sie dies einschränken möchten.

Was muss ich tun, wenn der Schuldner nicht zahlt?

Als Gläubiger können Sie den Bürgen direkt auffordern zu zahlen (schriftlich empfohlen). Nach dieser Vorlage müssen Sie nicht erst gegen den Schuldner vorgehen. Senden Sie eine schriftliche Zahlungsaufforderung und geben Sie eine angemessene Frist (z. B. 14 Tage). Erfolgt keine Zahlung, können Sie ein Mahnverfahren einleiten oder anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Kann die Bürgschaft vorzeitig enden?

Die Bürgschaft endet, wenn alle zugrunde liegenden Schulden bezahlt sind oder wenn beide Parteien zustimmen, sie zu kündigen. Diese Vorlage ermöglicht die Kündigung — üblicherweise mit schriftlicher Benachrichtigung und einer Frist (z. B. 30 oder 60 Tage). Eine vorherige Absicherung gegen neue Schulden ist wichtig, um Haftungsüberraschungen zu vermeiden.

Welche rechtliche Basis hat diese Vorlage?

Diese Vorlage folgt dem **deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)**, insbesondere §§ 765–778, die Bürgschaften regeln. Sie ist für die Anwendung in **Deutschland, Österreich und die Schweiz** überarbeitbar, da diese Länder ähnliche Rechtsgrundsätze haben. Für Österreich beachten Sie das ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch), für die Schweiz das ZGB (Zivilgesetzbuch). Konsultieren Sie einen lokalen Anwalt, wenn Sie international tätig sind.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Garantieerklärung

Eine **Garantie** ist eine einseitige Zusage, während eine **Bürgschaft** ein zweiseitiger Vertrag ist. Bei Garantien kann der Gläubiger oft wählen, ob er zuerst gegen den Schuldner oder den Garanten vorgeht (Nachrangigkeit); bei Bürgschaften nach dieser Vorlage haftet der Bürge primär und unmittelbar. Bürgschaften sind rechtlich strenger und geben dem Gläubiger schnellere Durchsetzungsmöglichkeiten. Verwenden Sie die Bürgschaft, wenn Sie sofortigen Zugriff auf das Haftungskapital benötigen.

vs Pfandrecht oder Sicherungsübereignung

Während eine **Bürgschaft** von einer Person/Unternehmen abhängig ist, sichert ein **Pfandrecht** konkrete Gegenstände (Waren, Maschinen, Fahrzeuge) oder Rechte ab. Ein Pfandrecht ist sachdingliche Sicherheit und oft weniger anfällig für Insolvenzrisiken. Eine Bürgschaft ist einfacher zu handhaben und schneller einzurichten, aber hängt von der Zahlungsfähigkeit des Bürgen ab. Kombinieren Sie beide Sicherheiten für Großkredite.

vs Akkreditiv oder dokumentarisches Verfahren

Ein **Akkreditiv** (besonders im internationalen Handel) ist ein Bankversprechen, dass Zahlungen unter bestimmten Dokumentenbedingungen erfolgen. Eine **Bürgschaft** ist eine Geldhaftung durch eine Privatperson oder Unternehmen. Akkreditive sind bankgestützt und verlässlicher, aber kostspieliger. Bürgschaften sind einfacher, schneller und kostengünstiger für inländische oder SMB-Transaktionen. Nutzen Sie Bürgschaften für B2B-Kredite zwischen kleineren Unternehmen.

vs Bonitätsprüfung oder Kreditscoring

Eine **Bonitätsprüfung** bewertet die Kreditwürdigkeit eines Schuldners durch Scores und Analysen, bietet aber keine Haftung. Eine **Bürgschaft** schafft eine juridische Haftungsverpflichtung durch einen Dritten. Beide sind Risikoreduzierungsmechanismen, aber die Bürgschaft ist stärker, da sie unmittelbare finanzielle Konsequenzen für den Bürgen hat. Nutzen Sie Bonitätsprüfung als Screening; Bürgschaft als Backup bei unsicheren Kunden.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen und Kreditvergabe

Banken und Kreditgeber nutzen Bürgschaften, um Kreditrisiken zu mindern und die Ausfallquote zu senken.

Großhandel und Lieferketten

Lieferanten und Großhändler sichern Warenkredite durch Bürgschaften von Geschäftspartnern oder Gesellschaftern ab.

Handwerk und Bauwirtschaft

Betriebe verwenden Bürgschaften zur Besicherung von Material- und Gerätekrediten sowie Subunternehmerleistungen.

Einzelhandel und E-Commerce

Retailers nutzen Bürgschaften für Franchisegebühren, Mietkaution oder Lieferantenkredite.

Immobilienmanagement und Vermietung

Vermieter und Makler nehmen Bürgschaften für Mietkaution oder als Absicherung gegen Mietausfälle an.

Fertigung und Industrie

Hersteller sichern Rohstoffkredite und Maschinenfinanzierungen durch Bürgschaften von Gesellschaftern oder Lieferanten ab.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage folgt dem deutschen BGB (§§ 765–778). Sie ist die Standardform für Bürgschaften in Deutschland und unmittelbar einsetzbar. Empfohlen für Gläubiger und Bürgen mit Sitz in Deutschland.

In Österreich regelt das ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch, §§ 1350–1371) Bürgschaften ähnlich. Diese Vorlage ist mit Anpassungen (z. B. Rechtswahlklausel) auch in Österreich verwendbar. Konsultieren Sie einen österreichischen Anwalt, um Unterschiede in der Haftung zu klären.

In der Schweiz regelt das ZGB (Zivilgesetzbuch, Artikel 492–507) die Bürgschaft. Diese Vorlage muss angepasst werden (insb. Franken statt Euro, Schweizer Rechtswahl). Lassen Sie sie von einem Schweizer Anwalt überarbeiten.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardkredite zwischen bekannten Geschäftspartnern, Summen unter 50.000 EUR, einfache Strukturen.0 EUR (Vorlage) + 20–100 EUR Bearbeitungszeit1–2 Stunden: Ausfüllen, beide Seiten unterzeichnen, kopieren.
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Kredite (50.000–500.000 EUR), Bürgschaften mit besonderen Bedingungen, Unternehmensbürgschaften mit Verzicht auf Einreden.500–1.500 EUR (Rechtsanwalt prüft und passt an)3–7 Tage: Anwalt prüft Bedingungen, erstellt ggf. Anpassungen, koordiniert Unterzeichnung.
MaßgeschneidertGroßkredite (über 500.000 EUR), internationale Parteien, Bürgschaften mit Rückgriffsmöglichkeiten, komplexe Insolvenzrisiken.2.000–5.000 EUR (vollständig von Anwalt entworfen und geprüft)2–4 Wochen: Strategische Beratung, Entwurf, Verhandlung zwischen Parteien, finale Prüfung.

Glossar

Bürge
Person oder Unternehmen, die sich gegenüber dem Gläubiger für die Schulden des Schuldners verbindlich erklärt.
Gläubiger
Die Partei, der Geld oder Ware geschuldet ist und die die Bürgschaft aufnimmt.
Schuldner (Kunde)
Die Partei, die die ursprüngliche Verbindlichkeit gegenüber dem Gläubiger hat.
Bürgschaftssumme
Der Höchstbetrag oder die Gesamtsumme, für die sich der Bürge verbindlich macht.
Primärverpflichtung
Die direkte Verpflichtung des Bürgen ohne vorherigen Verzicht auf Einreden gegenüber dem Schuldner.
Sekundärverpflichtung
Eine nachgeordnete Verpflichtung des Bürgen, die erst greift, wenn der Schuldner zahlt.
Forderungsabtretung
Die Übertragung von Forderungsrechten; der Bürge verzichtet darauf, bis die Bürgschaft erfüllt ist.
Einreden
Rechtliche Einwendungen (z. B. Zahlungsverzug, ungültige Verträge), auf die der Bürge verzichtet.
BGB
Bürgerliches Gesetzbuch — das deutsche Zivilgesetzbuch, das Bürgschaften in den §§ 765–778 regelt.
Inkasso
Der Prozess der Geltendmachung und Eintreibung von Forderungen durch den Gläubiger oder Dritte.
Schuldnerverzug
Situation, in der der ursprüngliche Schuldner nicht fällige Zahlungen leistet.

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