Kaufvertrag für eine Gewerbeimmobilie

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FreiKaufvertrag für eine Gewerbeimmobilie

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Kaufvertrag für eine Gewerbeimmobilie ist ein verbindliches Rechtsdokument, das die Bedingungen des Verkaufs und der Übertragung einer Gewerbeimmobilie zwischen Verkäufer und Käufer regelt. Diese Vorlage enthält alle wichtigen Klauseln und Schutzbestimmungen und ist als kostenloser Word-Download verfügbar — einfach bearbeitbar und sofort einsatzbereit.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie eine Gewerbeimmobilie (Bürogebäude, Ladenfläche, Lagerhalle, Produktionsstätte) kaufen oder verkaufen möchten. Sie regelt den gesamten Kaufprozess — vom Kaufpreis über die Titelübertragung bis zum Treuhandabschluss — und schützt beide Parteien rechtlich.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Präambel, Kaufpreisbestimmung, Titelgarantien, Mietverhältnisse, Treuhandbestimmungen, Versicherungsregelungen, Zonenbestimmungen, Maklerprovisionen sowie Klauseln zum Verlustrisiko und zur Besitzübertragung.

Was ist eine Kaufvertrag für eine Gewerbeimmobilie?

Ein Kaufvertrag für eine Gewerbeimmobilie ist ein verbindliches Rechtsdokument, das den Verkauf und die Eigentumsübertragung einer Gewerbefläche, eines Bürogebäudes, einer Lagerhalle oder eines Produktionsstandorts regelt. Diese Vorlage enthält alle wesentlichen Klauseln: Kaufpreisregelung, Titelgarantien, Treuhandbestimmungen, Regelung bestehender Mietverhältnisse, Versicherungsklauseln, Zonenbestimmung und Abschlussbedingungen. Das Dokument ist als kostenloser Word-Download verfügbar, vollständig bearbeitbar und kann direkt vor einem Notar unterzeichnet werden.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen klaren, professionell strukturierten Kaufvertrag laufen Sie Risiken: Unklarheiten über Kaufpreis, Schulden oder versteckte Lasten; fehlende Regelung des Versicherungsrisikos vor dem Abschluss; Streitigkeiten über Mietenübernahme; unvollständige Zonenbestimmung, die geplante Umbauten unmöglich macht. Ein unvollständiger Vertrag kann Verzögerungen, rechtliche Verwicklungen oder erhebliche finanzielle Verluste verursachen. Diese Vorlage schützt Sie, indem sie alle kritischen Punkte klärt und die Interessen beider Parteien dokumentiert. Sie sparen Zeit und Kosten bei der Vorbereitung und schaffen rechtliche Klarheit vom ersten Tag an. Mit dieser Vorlage stellen Sie sicher, dass die Transaktion sauber, verständlich und bindend ist.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Standardmäßiger Kauf und Verkauf einer Gewerbeimmobilie mit typischen KlauselnStandardkaufvertrag für Gewerbeimmobilien
Kauf einer vermieteten Gewerbeimmobilie mit Übernahme von MieternKaufvertrag mit bestehenden Mietverhältnissen
Kauf mit geplanten Umbauten, Erweiterungen oder ZonengenehmigungenKaufvertrag mit Entwicklungsrücksicht
Erwerb von betriebseigenen Immobilien als Teil einer UnternehmensstrategieKaufvertrag für Unternehmensimmobilien
Kauf mit Darlehensvergabe durch den Verkäufer oder DritteKaufvertrag mit Kaufpreisfinanzierung
Kauf reiner Grundstücke ohne Gebäude zur eigenen EntwicklungKaufvertrag für Grundstücke ohne Bebauung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder ungenaue Grundstücksbeschreibung

Warum es wichtig ist: Das Grundbuchamt lehnt die Eintragung ab oder es entsteht Unklarheit, welche Fläche oder welche Gebäudeteile verkauft werden.

Fix: Verwenden Sie immer die genaue Flurstück- und Gemarkungsangabe aus dem Grundbuch oder einen Grundbuchauszug.

❌ Fehlende oder unklare Regelung bestehender Lasten und Pfandrechte

Warum es wichtig ist: Der Käufer erfährt nach Abschluss, dass er Hypotheken oder Grundschulden erbt, die nicht gelöscht wurden, oder dass Wegerechte Dritter bestehen.

Fix: Dokumentieren Sie genau alle Belastungen im Vertrag; erwägen Sie, dass Hypotheken vor Abschluss getilgt werden.

❌ Keine klare Regelung des Versicherungsrisikos vor Abschluss

Warum es wichtig ist: Ein Brand oder anderer Schaden zerstört die Immobilie, und es ist unklar, wer den Schaden trägt oder Versicherungsgeld erhält.

Fix: Legen Sie fest, dass der Verkäufer das Risiko trägt und alle Versicherungsrechte an den Käufer abtreten muss.

❌ Keine Offenlegung bestehender Mietverträge oder deren ungenaue Auflistung

Warum es wichtig ist: Der Käufer übernimmt Mieter zu Bedingungen, die er nicht kannte; Mieteinnahmen werden falsch aufgeteilt.

Fix: Erstellen Sie eine detaillierte Anlage mit allen Mietverträgen, Mietern, Mietbeträgen und Kündigungsfristen.

❌ Unklare oder fehlende Abschlussbedingungen in der Treuhand

Warum es wichtig ist: Die Treuhand wird nicht abgeschlossen, weil unklar ist, welche Dokumente oder Versicherungen noch fehlen.

Fix: Dokumentieren Sie alle erforderlichen Abschritte: Grundbucheintrag, Titelsicherungsversicherung, Hypothek-Löschung, Inspektionen.

❌ Keine Unterstützung des Käufers für geplante Nutzungs- oder Baurechtsgenehmigungen

Warum es wichtig ist: Der Käufer kann die geplante Nutzung nicht umsetzen, erhält aber keine Entschädigung, weil Genehmigungen verweigert werden.

Fix: Vereinbaren Sie klare Bedingungen und Rückzugsmöglichkeiten, falls wichtige Genehmigungen versagt werden; erwägen Sie eine Preisanpassung oder Rücktrittsrecht.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Präambel

In einfacher Sprache: Bestimmt die Namen, Rechtsstatus und Adressen von Verkäufer und Käufer sowie die Immobilienbeschreibung.

Beispielformulierung
Der Verkäufer [NAME], ein Unternehmen gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND], und der Käufer [NAME], ansässig in [ADRESSE], vereinbaren den Verkauf der Immobilie, gelegen in [ORT], [BUNDESLAND], genauer beschrieben als [GRUNDSTÜCKSBESCHREIBUNG].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder fehlerhafte Adressangaben oder ungenaue Grundstücksbeschreibungen können zu Verzögerungen oder Rechtsstreitigkeiten führen.

Kaufpreis und Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Legt den Gesamtkaufpreis und die Art der Zahlung (Barausgleich, Finanzierung, Ratenzahlung) fest.

Beispielformulierung
Der Kaufpreis beträgt [BETRAG] Euro, zahlbar wie folgt: [BESCHREIBEN SIE DIE ZAHLUNGSWEISE, z. B. 20 % bei Unterzeichnung, 80 % bei Treuhandumsatz oder Hypothekenfinanzierung].

Häufiger Fehler: Unklare Zahlungsbedingungen oder fehlende Angabe des Datums können zu Zahlungsverzögerungen und Vertragsstreitigkeiten führen.

Titelübertragung und Garantien

In einfacher Sprache: Der Verkäufer garantiert, dass er einen sauberen, verkehrsfähigen Titel überträgt und alle Eigentumsverhältnisse offenlegt.

Beispielformulierung
Der Verkäufer überträgt einen Rechtsgarantie-Titel mit vollständigen Zusagen, frei und ledig aller Belastungen, ausgenommen [AUFZÄHLEN SIE ANNEHMBARE PFANDVERSCHREIBUNGEN/BESCHRÄNKUNGEN].

Häufiger Fehler: Fehlende Offenlegung von Grundschulden, Grundpfandrechten oder sonstigen Belastungen kann zu späteren Ansprüchen des Käufers führen.

Bestehendes Mietverhältnis und Mietenübernahme

In einfacher Sprache: Regelt, welche Mieter und Mietverträge bei der Übertragung bestehen bleiben und wie Mieteneinnahmen aufgeteilt werden.

Beispielformulierung
Die Immobilie ist derzeit an [ANZAHL] Mieter vermietet. Der Käufer tritt in alle bestehenden Mietverträge ein, wie in Anlage B aufgeführt. Alle Mieteinnahmen ab [DATUM] gehören dem Käufer.

Häufiger Fehler: Keine Klärung der Mietverträge kann zu Streitigkeiten über Mietumsätze und Kündigungsrechte führen.

Treuhandkonto und Treuhandabschluss

In einfacher Sprache: Bestimmt, dass ein Treuhandkonto eröffnet wird, und legt die Bedingungen für den Abschluss fest.

Beispielformulierung
Ein Treuhandkonto wird bei [NAME DER TREUHANDGESELLSCHAFT] eröffnet. Die Treuhand endet, wenn alle erforderlichen Dokumente eingetragen, alle Zahlungen ausgeführt und die Titelsicherungsversicherung ausgestellt ist.

Häufiger Fehler: Fehlende oder unklar benannte Treuhandgesellschaft kann zu Verzögerungen und Sicherheitsrisiken führen.

Versicherung und Verlustrisiko

In einfacher Sprache: Regelt, wer das Risiko von Beschädigungen oder Verlusten vor dem Abschluss trägt und wie Versicherungszahlungen aufgeteilt werden.

Beispielformulierung
Das Risiko von Feuer, Diebstahl oder anderen Unfällen trägt bis zum Treuhandumsatz der Verkäufer. Der Verkäufer tritt alle Versicherungsrechte an den Käufer ab.

Häufiger Fehler: Unklare Regelung des Risikotransfers kann zu Verlusten ohne Kompensation führen, wenn vor Abschluss Schäden entstehen.

Zonenbestimmung und geplante Nutzung

In einfacher Sprache: Der Verkäufer versichert die gewerbliche Zonung und unterstützt Genehmigungsanträge für die geplante Nutzung.

Beispielformulierung
Der Verkäufer garantiert, dass die Immobilie für gewerbliche Zwecke zoned ist und für [GEPLANTE NUTZUNG] zulässig ist. Der Verkäufer unterstützt aktiv alle Genehmigungsanträge für zusätzliche Nutzung oder Umbauten.

Häufiger Fehler: Fehlende Bestätigung der Zonung kann dazu führen, dass geplante Nutzungen nicht genehmigt werden und erhebliche Kosten entstehen.

Maklergebühr und Provision

In einfacher Sprache: Legt fest, wer die Maklergebühr zahlt und wie sie verrechnet wird.

Beispielformulierung
Eine Provision in Höhe von [BETRAG/PROZENTSATZ] ist dem Makler [NAME] durch den Verkäufer am Treuhandumsatz fällig und wird direkt vom Verkäufer bezahlt.

Häufiger Fehler: Unklare Bestimmung der Maklergebühren kann zu Streitigkeiten zwischen Parteien und Makler führen.

Anteilige Verrechnung

In einfacher Sprache: Bestimmt, welche Kosten (Mieten, Steuern, Versicherungen) zwischen Verkäufer und Käufer aufgeteilt werden.

Beispielformulierung
Mieteneinnahmen, Grundsteuern fällig, Versicherungsprämien [WEITERE POSTEN] werden anteilig zum Übergabedatum verrechnet.

Häufiger Fehler: Vergessene Posten oder falsche Stichtage können zu finanziellen Verlusten für Verkäufer oder Käufer führen.

Erhaltungszustand und Besitzübergabe

In einfacher Sprache: Definiert den erwarteten Zustand der Immobilie bei Übergabe und Bedingungen für Reparaturen.

Beispielformulierung
Der Verkäufer erhält die Immobilie in ihrem aktuellen Zustand, mit Ausnahme normalen Verschleißes. Der Besitz wird mit Abschluss der Treuhand übertragen.

Häufiger Fehler: Fehlende Zustandsregelungen können zu Versuchen führen, größere Mängel dem Käufer aufzulasten oder umgekehrt berechtigte Forderungen zu ignorieren.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteien und Immobilie identifizieren

    Tragen Sie vollständig die Namen, Adressen und Rechtsstatus (Privatperson oder Unternehmen) von Verkäufer und Käufer ein. Fügen Sie eine genaue rechtliche Beschreibung des Grundstücks (Flurstück, Gemarkung, Lage) oder eine Adresse mit Grundbuchauszug ein.

    💡 Kopieren Sie die Angaben direkt aus dem Grundbuchauszug oder dem aktuellen Grundschein.

  2. 2

    Kaufpreis und Zahlungsbedingungen festlegen

    Geben Sie den Gesamtkaufpreis ein und beschreiben Sie, wie er bezahlt wird (z. B. Anzahlung bei Unterzeichnung, Rest bei Treuhandumsatz, Hypothekenfinanzierung). Nennen Sie konkrete Beträge und Daten.

    💡 Konsultieren Sie einen Finanzberater oder Anwalt, um realistische Zahlungspläne zu vereinbaren.

  3. 3

    Bestehendes Mietverhältnis auflisten

    Erstellen Sie Anlage B mit allen aktuellen Mietern, Mietverträgen, Mietbeträgen und Vertragslaufzeiten. Klären Sie, ob Mietverträge fortgeführt oder gekündigt werden.

    💡 Fordern Sie Kopien aller Mietverträge und eine Mietenliste vom Verkäufer an.

  4. 4

    Belastungen und Ausnahmen dokumentieren

    Beschreiben Sie genau alle Pfandverschreibungen, Grundschulden, Hypotheken, Wegerechte oder sonstigen Belastungen, die nicht getilgt werden. Dies schützt den Käufer vor bösen Überraschungen.

    💡 Lassen Sie einen Grundbuchauszug prüfen und alle Eintragungen vom Notar durchgehen.

  5. 5

    Zonung und geplante Nutzung bestätigen

    Bestätigen Sie die gewerbliche Zonung (Baustoffenlager, Büro, Einzelhandel, Produktion) und beschreiben Sie die geplante Nutzung durch den Käufer. Weisen Sie auf nötige Genehmigungen hin.

    💡 Prüfen Sie den Flächennutzungsplan und die Bauordnung der Stadt; konsultieren Sie das Bauamt für spezielle Nutzungen.

  6. 6

    Treuhandgesellschaft und Abschlussbedingungen

    Nennen Sie eine anerkannte Treuhandgesellschaft (oder Notar) und legen Sie fest, welche Dokumente vor dem Abschluss vorliegen müssen (Titelsicherungsversicherung, eingetragene Grundbuchänderung).

    💡 Wählen Sie eine Treuhandgesellschaft oder einen Notar, der an beiden Orten zugelassen ist und Erfahrung mit Gewerbeimmobilien hat.

  7. 7

    Makler und Provisionen regeln

    Falls ein Makler involviert ist, tragen Sie dessen Namen und die Provisionsgebühr (Betrag oder Prozentsatz) ein sowie, wer diese zahlt.

    💡 Verhandeln Sie die Provisionsquote und die Aufteilung; typisch sind 3–5 % des Kaufpreises insgesamt.

  8. 8

    Unterzeichnung und notarielle Beglaubigung

    Unterschreiben Sie das Dokument vor einem Notar. Der Notar beglaubigt die Unterschriften und reicht das Dokument beim Grundbuchamt ein.

    💡 Vereinbaren Sie einen Notartermin mindestens eine Woche im Voraus; bringen Sie Ausweisdokumente mit.

Häufig gestellte Fragen

Wann benötige ich einen Anwalt für einen Gewerbeimmobilienkaufvertrag?

Ein Anwalt ist dringend empfohlen, besonders wenn die Immobilie mit Mietverhältnissen, Hypotheken oder geplanten Umbauten belastet ist. Der Notar kann keine Rechtsberatung geben, sondern beurkundet nur. Ein Anwalt prüft die Vertragsbedingungen, Risiken und lokale Rechtsvorschriften und schützt Ihre Interessen. Bei einem Kaufpreis über 500.000 Euro ist rechtliche Prüfung fast obligatorisch.

Kann ich diesen Vertrag selbst ausfüllen, oder muss ein Notar ihn schreiben?

Sie können den Vertrag selbst ausfüllen, müssen ihn aber von einem Notar beurkunden lassen. Der Notar bestätigt die Authentizität der Unterschriften und reicht das Dokument beim Grundbuchamt ein. Die notarielle Beglaubigung ist für die Eigentumsübertragung erforderlich. Ein Notar kann auch helfen, den Vertrag zu formulieren oder Unklarheiten zu klären.

Was ist Treuhand, und warum ist sie wichtig?

Treuhand ist eine neutrale Haltung von Dokumenten und Geldern durch eine dritte Partei (Treuhandgesellschaft oder Notar) bis alle Bedingungen erfüllt sind. Sie schützt beide Parteien: Der Käufer zahlt nicht, bevor das Grundbuch eingetragen ist; der Verkäufer erhält das Geld erst, wenn alles rechtlich korrekt ist. Die Treuhand reduziert das Betrugs- und Zahlungsausfallrisiko erheblich.

Wer trägt das Risiko einer Beschädigung vor dem Abschluss?

Normalerweise trägt der Verkäufer das Risiko bis zum Abschluss (Eintragung ins Grundbuch). Das bedeutet: Ein Brand, Diebstahl oder andere Schäden sind versichert und der Käufer erhält Schadensersatz oder kann vom Kauf zurücktreten. Dies sollte klar im Vertrag festgehalten sein. Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Sie eine andere Regelung vereinbaren möchten.

Kann der Verkäufer Hypotheken oder Grundschulden nach Abschluss hinterlassen?

Nein. Der Vertrag sollte festlegen, dass der Verkäufer alle Hypotheken und Grundschulden vor oder beim Abschluss tilgt, sodass die Immobilie schuldenfrei in das Grundbuch des Käufers eingetragen wird. Dies wird durch die Treuhandbedingung sichergestellt. Falls der Verkäufer dies nicht tun kann, ist eine Maklerfinanzierung erforderlich und muss im Vertrag dokumentiert sein.

Wie wird die anteilige Verrechnung bei laufenden Kosten berechnet?

Die Kosten (Mieten, Steuern, Versicherungen) werden auf Basis des Übergabedatums aufgeteilt. Beispiel: Wenn die Jahresmietsteuer 12.000 Euro ist und der Übergabetermin am 1. Juli ist, zahlt der Verkäufer 6.000 Euro (für die ersten 6 Monate) und der Käufer 6.000 Euro (für die restlichen 6 Monate). Dies wird meist in der Treuhand berechnet und ausgeglichen.

Welche Dokumente brauche ich für den Abschluss?

Sie benötigen: einen aktuellen Grundbuchauszug, einen Grundschein (vom Finanzamt), Kopien aller Mietverträge, eine aktuelle Immobilienbewertung, den unterzeichneten Kaufvertrag, Titelsicherungsversicherungs-Angebot, Nachweis der Finanzierung (falls erforderlich) und alle Ausweisdokumente. Der Notar oder die Treuhandgesellschaft wird Sie auf eine detaillierte Checklist aufmerksam machen.

Kann ich den Kaufvertrag vor Abschluss noch ändern?

Ja, solange beide Parteien einverstanden sind. Änderungen können mündlich vereinbart und später dokumentiert oder direkt schriftlich festgehalten werden. Größere Änderungen (z. B. Kaufpreis, Grundstück) sollten dem Notar mitgeteilt werden, damit er die notariellen Urkunde anpasst. Änderungen nach notarieller Beglaubigung erfordern eine neue Urkunde oder einen notariellen Nachtrag.

Was passiert, wenn der Käufer die Zahlung verzögert oder ausfällt?

Der Verkäufer hat mehrere Optionen: er kann Verzugszinsen fordern, die Treuhand auflösen und den Vertrag beenden oder durch eine Zwangsvollstreckung das Grundstück verpfänden. Dies sollte im Vertrag geregelt sein (Verzugszinsen, Kündigungsfristen). Konsultieren Sie einen Anwalt, um Ihre Rechte zu sichern und Mahnung sowie Kündigung korrekt durchzuführen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Wohnimmobilienkaufvertrag

Ein Wohnimmobilienkaufvertrag ist einfacher und kürzlicher, da meist keine Mietverhältnisse und Zonenanforderungen beteiligt sind. Ein Gewerbeimmobilienkaufvertrag enthält mehr Klauseln zu Mietern, gewerblicher Nutzung, Genehmigungen und Betriebsausstattung. Wählen Sie diesen Vertrag, wenn die Immobilie gewerblich genutzt wird oder mehrere Gewerberäume/Wohnungen vermietet sind.

vs Mietvertrag für Gewerberäume

Ein Mietvertrag regelt die Vermietung von Räumen an einen oder mehrere Mieter. Ein Kaufvertrag regelt die Übertragung des Eigentums. Der Kaufvertrag wird zwischen Verkäufer und Käufer abgeschlossen; Mietverträge zwischen Eigentümer und Mietern bleiben bestehen oder werden neu geschlossen. Falls Sie Gewerberäume vermieten möchten, benötigen Sie BEIDE: zuerst den Kaufvertrag, dann die Mietverträge.

vs Gestattungsvertrag oder Nutzungsvertrag

Ein Nutzungsvertrag gewährt eine Nutzungserlaubnis ohne Eigentumsübertragung (z. B. Kurzzeitmiete oder Lizenznutzung). Ein Kaufvertrag überträgt das volle Eigentumsrecht und ist endgültig. Ein Gestattungsvertrag ist flexibler und temporär, ein Kaufvertrag ist langfristig und rechtlich unwiderruflich. Nutzen Sie den Kaufvertrag, wenn Sie Eigentümer werden möchten.

vs Maklervereinbarung

Eine Maklervereinbarung regelt, dass ein Makler eine Immobilie verkauft und eine Provision erhält. Ein Kaufvertrag ist das eigentliche Verkaufsdokument zwischen Käufer und Verkäufer. Ein Makler kann mehrere Interessenten zu einem Kaufvertrag führen; der Kaufvertrag selbst ist unabhängig vom Makler. Verwenden Sie diesen Kaufvertrag zusammen mit einer Maklervereinbarung, falls Sie einen Makler einschalten.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienentwicklung und Projektentwicklung

Entwickler nutzen diesen Vertrag zum Ankauf von Grundstücken und Bestandsobjekten für Neubau- oder Sanierungsprojekte; Zoneneinteilung und Genehmigungen sind kritisch.

Immobilienhandel und Maklergewerbe

Makler und Agenten nutzen standardisierte Verträge für die Vermittlung von Gewerbeimmobilien; Provisionsregelung ist zentral.

Büro- und Handelsrealimmobilien

Käufer und Vermieter von Bürogebäuden oder Einzelhandelsflächen nutzen diesen Vertrag zur Strukturierung von Mieter- und Finanzierungsübernahmen.

Logistik und Lagerhaltung

Logistikunternehmen und Lagerbetreiber nutzen Verträge mit spezifischen Zonenbestimmungen für Lagerhallen und Distributionszentren.

Industrieimmobilien und Produktion

Fertigungsbetriebe und Produzenten nutzen Verträge mit Regelungen zu Betriebsausstattung, Zufahrten und Nutzungseinschränkungen.

Immobilienfonds und institutionelle Investoren

Große Investoren und Fonds nutzen standardisierte Verträge für Portfolio-Akquisitionen mit Massen- und Prüfungsbestimmungen.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage folgt deutschem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), insbesondere den §§ 433–480 (Kaufvertrag) und §§ 873–876 (Eigentumsübertragung). Notarielle Beglaubigung ist erforderlich. Maklergebühren sind in Deutschland typisch 3–5 % (zu gleichen Teilen aufgeteilt). Grunderwerbsteuer fällt an — ca. 3,5–6,5 % des Kaufpreises je nach Bundesland.

In Österreich ist die notarielle Beurkundung ebenfalls obligatorisch (Notariatskammer Österreich). Das ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) regelt Kaufverträge. Die Gebühr für Notar und Makler ist ähnlich wie in Deutschland. Grunderwerbsteuer (Immobilienerwerbsteuer) beträgt 3,5 % in Österreich.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenUnkomplizierte Gewerbeimmobilientransaktionen ohne Mietverhältnisse, Hypotheken oder geplante Umbauten; erfahrene Käufer und Verkäufer.Kostenlos (Vorlage) + Notargebühren (0,5–1,5 % des Kaufpreises) = ca. 2.000–10.000 EUR.3–4 Wochen Vorbereitungs- und Abschlusszeit; kein Konsultationstermin mit Anwalt.
Vorlage + RechtsprüfungGewerbeimmobilien mit Mietern, Hypotheken, oder geplanten Umbauten; Sie möchten die Vorlage von einem Anwalt prüfen lassen, aber nicht vollständig neu drafting.Vorlage kostenlos + Anwaltsgebühren für Prüfung und Anpassung (500–2.000 EUR) + Notargebühren (1.000–10.000 EUR) = ca. 2.000–15.000 EUR total.4–6 Wochen; ein Anwaltskon sultationstermin für Anpassungen.
MaßgeschneidertKomplexe Transaktionen mit mehreren Mietern, Eigentümerwechseln, Finanzierungstrukturen oder lokalen Besonderheiten; hoher Kaufpreis oder rechtliches Risiko.Anwaltshonorar für vollständiges Drafting (1.500–5.000 EUR) + Notargebühren (1.000–20.000 EUR) = ca. 5.000–30.000 EUR total.6–12 Wochen; mehrere Anwaltstermine, umfassende Rechtsrecherche und Risikoanalyse.

Glossar

Titelgarantie
Garantie des Verkäufers, dass er das Eigentum an der Immobilie uneingeschränkt besitzt und übertragen kann.
Treuhand
Neutrale Verwaltungsstelle, die Gelder und Dokumente bis zur Erfüllung aller Bedingungen hält.
Marktfähiger Titel
Eigentumsrecht, das frei von wesentlichen Mängeln ist und verkauft werden kann.
Pfandverschreibung
Belastung auf einer Immobilie zugunsten eines Gläubigers (z. B. Hypothek, Grundschuld).
Zonenbestimmung
Behördliche Festlegung der zulässigen Nutzung eines Grundstücks (gewerblich, industriell, Mischnutzung).
Anteilige Verrechnung
Aufteilung von Kosten und Zahlungen zwischen Verkäufer und Käufer entsprechend der Besitzdauer.
Maklergebühr
Provision an einen Immobilienmakler für die Vermittlung oder Begleitung des Kaufs.
Besitzübergabe
Rechtlicher und tatsächlicher Übergang des Besitzes vom Verkäufer auf den Käufer.
Titelsicherungsversicherung
Versicherung, die den Käufer gegen fehlerhafte oder ungültige Eigentumsrechte absichert.
Mietverhältnis
Bestehendes Mietrecht zwischen dem Eigentümer und Mietern der Immobilie.

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