Beidseitige Vereinbarung über Stillschweigen

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FreiBeidseitige Vereinbarung über Stillschweigen

Auf einen Blick

Was es ist
Eine beidseitige Vereinbarung über Stillschweigen (NDA) ist ein rechtliches Dokument, das beide Parteien verpflichtet, Geschäftsinformationen vertraulich zu behandeln. Diese Vorlage bietet ein professionelles Muster im Word-Format, das Sie sofort anpassen und unterzeichnen können — kostenlos und online bearbeitbar.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie mit potenziellen Geschäftspartnern, Investoren oder Lieferanten vertrauliche Informationen austauschen möchten — etwa vor einer Transaktion, Fusionsprüfung oder strategischen Partnerschaft. Eine NDA schützt beide Seiten gleichzeitig und schafft gegenseitiges Vertrauen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Definitionen des Auswertungsmaterials, Geheimhaltungspflichten, Ausnahmeregelungen (z. B. für bereits öffentliche Informationen), Offenlegungsregeln bei Gerichtsbeschlüssen, Rückgabeverpflichtungen und Klauseln zur Wahrung der Vertraulichkeit der Vertragsbedingungen selbst.

Was ist eine Vorlage „Beidseitige Vereinbarung über Stillschweigen"?

Eine beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung (auch Mutual Non-Disclosure Agreement oder Mutual NDA genannt) ist ein rechtlich bindendes Dokument, das zwei Parteien verpflichtet, vertrauliche Geschäftsinformationen gegenseitig zu schützen. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie sofort anpassen, ausfüllen und unterzeichnen können. Sie können das Dokument online bearbeiten oder ausdrucken und als PDF exportieren. Die Vereinbarung definiert genau, welche Informationen geschützt sind (Auswertungsmaterial), wie lange der Schutz gilt, wer die Informationen erhalten darf (z. B. Berater, Anwälte, Tochtergesellschaften) und welche Konsequenzen bei Verletzung drohen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine NDA liegt Ihr Geschäftsgeheimnis offen. Wenn Sie mit einem potenziellen Investor, Partner oder Lieferanten Finanzinformationen, Geschäftsmodelle oder Produktionsverfahren austauschen, besteht das Risiko, dass diese Person oder Unternehmen die Daten zu Ihrem Nachteil weitergeben oder nutzen — etwa, um Ihren Konkurrenten zu informieren oder selbst ein Geschäft zu machen. Eine beidseitige NDA schafft gegenseitiges Vertrauen: Sie schützen Ihr Geheimnis vor dem Partner und er schützt seines vor Ihnen. Das ist fair, transparent und macht professionelle Verhandlungen erst möglich. Ferner gibt Ihnen eine schriftliche, unterzeichnete Vereinbarung rechtlichen Schutz: Sollte der Partner sein Versprechen brechen, können Sie vor Gericht Unterlassungsanspruch oder Schadensersatz durchsetzen. Die Vorlage spart Ihnen Zeit und kostet nichts — ein spezialisierter Anwalt würde 1.500–3.500 EUR für einen Entwurf verlangen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Beide Parteien tauschen Geschäftsgeheimnisse gleichberechtigt ausBeidseitige NDA — Standardmuster
Nur eine Partei offenbart sensible InformationenEinseitige Geheimhaltungsvereinbarung
Ergänzung mit Beschränkungen für KundenabwerbungNDA mit Wettbewerbsverbot
Schnelle Absicherung ohne umfangreiche KlauselnKurz-NDA (Letter Agreement)
Besonderheiten beim Austausch mit Venture-Capital-PartnernNDA für Investorenrunden
Fokus auf Produktionsgeheimnisse und LieferkettenNDA mit Ausschlussklauseln für Lieferanten

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unklare Definition von Auswertungsmaterial — zu allgemein oder zu eng

Warum es wichtig ist: Der Gegner kann später argumentieren, dass Ihre Geschäftsgeheimnisse nicht geschützt sind, oder dass er fast alle Informationen weitergeben darf.

Fix: Schreiben Sie präzise auf, welche Dokumente, Daten und mündliche Informationen geschützt sind — nennen Sie Beispiele.

❌ Zu breite Ausnahmen ('bereits öffentlich bekannt') ohne Definition, wie Öffentlichkeit bewertet wird

Warum es wichtig ist: Der Gegner kann behaupten, dass eine Information 'öffentlich' ist, auch wenn sie nur wenigen Personen bekannt ist, und diese weitergeben.

Fix: Definieren Sie 'öffentlich' präzise — z. B. 'veröffentlicht in anerkannten Branchenpublikationen mit Auflage > 10.000'.

❌ Vertreter nicht namentlich genannt, sondern nur vague Kategorien ('Berater', 'Mitarbeiter')

Warum es wichtig ist: Unklar, wer Informationen tatsächlich darf oder nicht darf, was zu Verletzungen und Streitigkeiten führt.

Fix: Erstellen Sie im Anhang oder separat eine Liste konkretere Vertreter (z. B. 'CFO und zwei speziell benannte Steuerberater') oder definieren Sie Rollen präzise.

❌ Fehlende Fristen für Rückgabe oder Vernichtung oder viel zu lange Fristen (> 30 Tage)

Warum es wichtig ist: Die Gegenseite kann das Material unbegrenzt lang behalten und zu Ihrem Nachteil nutzen.

Fix: Legen Sie kurze, konkrete Fristen fest (5–10 Geschäftstage) und fordern Sie schriftliche Vernichtungszertifikate.

❌ Keine Gerichtsbeschluss-Klausel oder Klausel, die die Gegenseite zu viel Flexibilität bei erzwungener Offenlegung gibt

Warum es wichtig ist: Wenn das Auswertungsmaterial ohne Benachrichtigung unter Gerichtsbeschluss offengelegt wird, können Sie nicht reagieren oder Schutzmaßnahmen ergreifen.

Fix: Schreiben Sie klar auf, dass die Gegenseite die offenlegende Partei UNVERZÜGLICH benachrichtigen muss und angemessene Anstrengungen zur Erlangung von Vertraulichkeitsschutz unternehmen wird.

❌ Keine Unterschrift oder nur informelle Zustimmung (E-Mail, Slack), keine Ausfertigungen

Warum es wichtig ist: Im Streitfall kann der Gegner behaupten, er sei nicht verpflichtet, oder Sie können die Vereinbarung nicht beweisen.

Fix: Lassen Sie beide Parteien die Vorlage unterzeichnen und tauschen Sie mindestens je zwei beglaubigte Ausfertigungen aus.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Parteien

In einfacher Sprache: Identifizierung der Parteien und des Wirksamen Datums der Vereinbarung.

Beispielformulierung
Diese beidseitige Vereinbarung über Stillschweigen wird abgeschlossen zum [DATUM] zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND], und [NAME DER EMPFANGENDEN PARTEI], ein Unternehmen gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Unternehmensbezeichnung oder fehlende Rechtsprechungsinformationen, die die Identifizierung der Parteien erschweren.

Definition des Auswertungsmaterials

In einfacher Sprache: Klare Beschreibung, welche Informationen von der Vereinbarung geschützt sind.

Beispielformulierung
Das Auswertungsmaterial umfasst alle Informationen, die von einer Partei an die andere weitergegeben werden, sowie alle Analysen, Zusammenstellungen, Studien oder Dokumente, die diese Informationen enthalten oder widerspiegeln.

Häufiger Fehler: Definition zu eng oder zu vage, sodass unklar ist, welche Daten tatsächlich geschützt sind oder ausgeschlossen sind.

Geheimhaltungspflicht

In einfacher Sprache: Verbindliche Zusage der empfangenden Partei, das Auswertungsmaterial vertraulich zu behandeln.

Beispielformulierung
Das Auswertungsmaterial wird von der empfangenden Partei streng vertraulich gehalten und ausschließlich für die Zwecke der Bewertung der Transaktion verwendet.

Häufiger Fehler: Zu schwache Formulierung ohne expliziten Bezug auf den Zweck der Verwendung oder fehlende Bestätigung der Vertraulichkeit.

Erlaubte Offenlegung an Vertreter

In einfacher Sprache: Festlegung, an wen die empfangende Partei das Auswertungsmaterial weitergeben darf (z. B. Rechtsanwälte, Berater, Tochterunternehmen).

Beispielformulierung
Das Auswertungsmaterial kann an Direktoren, leitende Angestellte, Mitarbeiter, Rechtsanwälte, Berater und andere Vertreter offengelegt werden, die diese Informationen benötigen und sich verpflichten, das Auswertungsmaterial unter den Bedingungen dieser Vereinbarung zu behandeln.

Häufiger Fehler: Zu permissiv formulierte Liste von Vertretern oder fehlende Weitergabepflicht zur Einhaltung der Geheimhaltungsbedingungen.

Ausnahmen vom Schutz

In einfacher Sprache: Festlegung von Informationen, die NICHT vom Geheimhaltungsschutz erfasst sind (z. B. bereits öffentlich verfügbare Daten).

Beispielformulierung
Das Auswertungsmaterial umfasst keine Informationen, die der Öffentlichkeit allgemein bekannt sind, unabhängig von der empfangenden Partei entwickelt wurden oder von der empfangenden Partei vor Erhalt bereits vorhanden waren.

Häufiger Fehler: Zu breite Ausnahmen, die es der empfangenden Partei ermöglichen, praktisch alle Informationen zu preisgeben, oder unklare Definitionen (z. B. 'öffentlich bekannt').

Offenlegung auf Gerichtsbeschluss oder Vorladung

In einfacher Sprache: Regelung, wie zu verfahren ist, wenn eine behördliche oder gerichtliche Anordnung die Offenlegung von Auswertungsmaterial verlangt.

Beispielformulierung
Falls die empfangende Partei eine Vorladung oder Anordnung erhält, wird sie die offenlegende Partei unverzüglich benachrichtigen und angemessene Anstrengungen unternehmen, um zu gewährleisten, dass das offengelegte Material vertraulich behandelt wird.

Häufiger Fehler: Fehlende Benachrichtigungspflicht oder mangelnde Klarheit über die Voraussetzungen für erzwungene Offenlegung.

Rückgabe oder Vernichtung des Materials

In einfacher Sprache: Anforderung an die empfangende Partei, das Auswertungsmaterial nach Aufforderung zurückzugeben oder zu zerstören.

Beispielformulierung
Innerhalb von [ANZAHL] Tagen nach Aufforderung hat die empfangende Partei das gesamte Auswertungsmaterial zu vernichten oder zurückzugeben, ebenso wie alle Kopien, Notizen oder Aufzeichnungen, die auf dieser Information basieren.

Häufiger Fehler: Zu lange oder fehlende Fristen, unklar formulierte Vernichtungsverpflichtung oder keine Anforderung einer Vernichtungsbescheinigung.

Vernichtungszertifikat

In einfacher Sprache: Erfordernis, dass die empfangende Partei der offenlegenden Partei schriftlich bestätigt, dass die Vernichtung abgeschlossen ist.

Beispielformulierung
Jede Vernichtung von Materialien wird gegenüber der offenlegenden Partei schriftlich von einem bevollmächtigten Vertreter der empfangenden Partei bescheinigt.

Häufiger Fehler: Keine Bescheinigung oder zu formlose Bescheinigung, die später Streitigkeiten auslöst.

Vertraulichkeit der Vertragsbedingungen

In einfacher Sprache: Beide Parteien verpflichten sich, die Existenz und die Bedingungen der NDA selbst vertraulich zu behandeln.

Beispielformulierung
Keine der beiden Parteien wird ohne schriftliche Zustimmung der anderen Partei Bedingungen oder Konditionen der Transaktion gegenüber Dritten offenlegen.

Häufiger Fehler: Zu restriktiv (unmöglich, interne Stakeholder zu informieren) oder zu vage, sodass unklar ist, was genau vertraulich bleiben soll.

Eigentumsrecht und kein Licensegewährung

In einfacher Sprache: Klarstellung, dass die offenlegende Partei Eigentümerin aller Informationen bleibt und dass keine Lizenz oder Eigentumsrechte übertragen werden.

Beispielformulierung
Nichts in dieser Vereinbarung entzieht der offenlegenden Partei irgendwelcher Rechte, Titel oder Anrechte an und auf das Auswertungsmaterial.

Häufiger Fehler: Zu vage oder fehlende Klausel, die zu Streitigkeiten über Nutzungsrechte führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Datum und Parteien eintragen

    Geben Sie das wirksame Datum der Vereinbarung ein und vervollständigen Sie den Namen, die Rechtsform und die Adresse beider Parteien. Prüfen Sie, dass die Unternehmensbezeichnungen mit dem Handelsregister übereinstimmen.

    💡 Verwenden Sie die exakte Rechtsform (z. B. GmbH, AG, Einzelunternehmen) aus dem Handelsregisterauszug, um spätere Anfechtungen zu vermeiden.

  2. 2

    Transaktion oder Zweck definieren

    Ersetzen Sie [TRANSAKTION] mit einer präzisen Beschreibung des geplanten Geschäftszwecks — z. B. 'mögliche Fusionsprüfung', 'Bewertung eines Beteiligungserwerbs', 'Verhandlung über eine Liefervereinbarung'.

    💡 Je spezifischer die Beschreibung, desto weniger Raum für Streitigkeiten über den zulässigen Zweck der Informationsnutzung.

  3. 3

    Ausnahmen und Ausschlüsse überprüfen

    Prüfen Sie die vordefinierte Liste von Ausnahmen (bereits öffentliche Daten, unabhängig entwickelt, bereits in Besitz). Ergänzen Sie oder streichen Sie Ausnahmen je nach Geschäftsrisiko.

    💡 Wenn Sie besonders sensible Technologie oder Geschäftsgeheimnisse austauschen, reduzieren Sie Ausnahmen auf ein Minimum.

  4. 4

    Kreis der Vertreter konkretisieren

    Aktualisieren Sie die Liste der Vertreter (z. B. 'Finanzberater', 'Steuerberater', 'Investoren-Komitee') entsprechend Ihrem geplanten Prozess. Begrenzen Sie die Liste auf notwendige Personen.

    💡 Je enger der Kreis, desto leichter kontrollieren Sie die Weitergabe sensibler Daten und desto stärker ist der Schutz.

  5. 5

    Rückgabe- und Vernichtungsfristen festlegen

    Ersetzen Sie [ANZAHL] durch die Anzahl der Tage, nach denen das Material zurückgegeben oder zerstört werden soll (typisch: 5–10 Geschäftstage). Berücksichtigen Sie interne Abläufe.

    💡 Kürzere Fristen (5 Tage) sind transparenter; längere Fristen (10+ Tage) geben mehr Spielraum für Dokument-Management.

  6. 6

    Rechtsprechung und Besonderheiten anpassen

    Überprüfen Sie, ob beide Parteien sich auf deutsche, österreichische oder schweizer Rechtsprechung einigen. Ergänzen Sie länderspezifische Klauseln (z. B. zum Datenschutz nach DSGVO).

    💡 Für grenzüberschreitende Vereinbarungen konsultieren Sie einen Anwalt, um Konflikte in der Rechtswahl zu vermeiden.

  7. 7

    Unterschrift und Gegenzeichnung

    Drucken Sie das Dokument, lassen Sie es von einem bevollmächtigten Vertreter beider Parteien unterzeichnen, oder nutzen Sie digitale Signaturverfahren (z. B. DocuSign). Sichern Sie mindestens zwei originale beglaubigte Ausfertigungen.

    💡 Originalunterzeichnete Versionen sind vor Gericht stärker geschützt als eingescannte oder digital signierte Dokumente. Bewahren Sie diese sicher auf.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer einseitigen und einer beidseitigen NDA?

Eine einseitige NDA (auch Unilateral NDA genannt) verpflichtet nur eine Partei, die andere zur Geheimhaltung zu bewegen. Eine beidseitige NDA verpflichtet beide Parteien, gegenseitig vertrauliche Informationen zu schützen. Beidseitige NDAs sind in Verhandlungen und Kooperationen sinnvoll, wenn beide Seiten sensible Daten austauschen. Nutzen Sie die beidseitige Variante, wenn Sie oder der Partner potenziell Geheimnisse offenbaren.

Kann ich die Frist zur Rückgabe des Auswertungsmaterials verlängern?

Ja, beide Parteien können sich einigen, die Frist zu verlängern — z. B. wenn rechtliche Haftungsrisiken oder verwaltungsrechtliche Aufbewahrungspflichten bestehen. Dies sollte schriftlich festgehalten werden, z. B. durch eine Änderungsvereinbarung oder E-Mail-Bestätigung. In Deutschland und Österreich können Steuergesetze (z. B. Aufbewahrung von Geschäftsaufzeichnungen für 6–10 Jahre) die Rückgabepflicht einschränken; informieren Sie den Partner von Anfang an darüber.

Was passiert, wenn ich das Auswertungsmaterial nicht zurückgebe oder vernichte?

Sie verletzen die Vereinbarung und sind auf Schadensersatz haftbar. Die offenlegende Partei kann Unterlassungsanspruch (einstweilige Verfügung) vor Gericht erwirken oder Schadensersatz (z. B. für wirtschaftliche Verluste aus Geheimnisverrat) fordern. In schweren Fällen können auch Strafbestimmungen (z. B. Geheimnisverrat nach § 17 UWG in Deutschland) greifen. Um Haftung zu vermeiden, vollziehen Sie die Rückgabe oder Vernichtung dokumentiert.

Bin ich verpflichtet, ein Geheimnis zu offenbaren, wenn ich eine Vorladung erhalte?

Ja, in der Regel müssen Sie auf eine Gerichtsvadierung oder behördliche Anordnung hin Informationen offenlegen, auch wenn Sie eine NDA unterzeichnet haben. Die Klausel in dieser Vorlage regelt aber, dass Sie die andere Partei unverzüglich benachrichtigen und angemessene Anstrengungen zur Erlangung von Vertraulichkeitsschutz unternehmen, z. B. beim Gericht eine geheimzuhaltende Behandlung der Daten beantragen.

Muss die NDA vom Anwalt überprüft werden?

Für einfache Fälle (z. B. kurzzeitiger Austausch mit einem Lieferanten vor Vertragsabschluss) reicht die Vorlage oft aus. Für komplexe Situationen (Mergers & Acquisitions, Technologie-Startup mit kritischen Geschäftsgeheimnissen, internationale Verhandlungen) empfehle ich eine anwaltliche Überprüfung, besonders wenn es um straf- oder arbeitsrechtliche Risiken geht. Ein Rechtsanwalt kann länderspezifische Besonderheiten und Ihre speziellen Geschäftsrisiken besser einschätzen.

Kann ich die NDA widerrufen, wenn sich die Situation ändert?

Nein, eine unterzeichnete NDA kann nicht einseitig widerrufen werden — sie ist ein bindender Vertrag. Beide Parteien können sich aber schriftlich auf eine Änderung oder Beendigung einigen. Beachten Sie: Informationen, die bereits unter die Vereinbarung offengelegt wurden, bleiben geschützt, auch wenn die NDA später beendet wird. Die Geheimhaltungspflicht endet erst nach Ablauf einer bestimmten Frist oder nach Rückgabe/Vernichtung des Materials.

Schützt die NDA mich auch vor Arbeitnehmer-Spionage?

Eine NDA ist nicht das geeignete Werkzeug für den Schutz vor Mitarbeiter-Diebstahl. Dafür brauchen Sie eine Geheimhaltungsklausel im Arbeitsvertrag und ggf. ein Wettbewerbsverbot. Die NDA ist für externe Parteien (Partner, Investoren, Lieferanten) gedacht. Wenn Mitarbeiter Geheimnisse mit der NDA schützen sollen, integrieren Sie dies in den Arbeitsvertrag oder lassen Sie den Mitarbeiter die NDA zusätzlich unterzeichnen.

Gibt es zeitliche Grenzen für die Geheimhaltung — muss ich das Material immer geschützt behandeln?

Das hängt davon ab, wie lange die Information ein Geschäftsgeheimnis bleibt. Diese Vorlage regelt nicht explizit ein Ablaufdatum; Sie können aber eine Dauer hinzufügen (z. B. '5 Jahre ab Erhalt'). Geschäftsgeheimnisse, die schutzwürdig sind (z. B. Produktionsverfahren), können Jahrzehnte geschützt bleiben. Informationen, die öffentlich werden oder bereits bekannt sind, fallen automatisch aus dem Schutz.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einseitige Geheimhaltungsvereinbarung (Unilateral NDA)

Eine einseitige NDA verpflichtet nur die empfangende Partei zur Geheimhaltung, nicht die offenlegende. Nutzen Sie die einseitige Variante, wenn Sie als Unternehmen Geheimnisse weitergeben möchten (z. B. an einen Berater oder Investor) und dieser sie schützen soll. Eine beidseitige NDA ist fairerer und gegenseitig; wählen Sie diese, wenn auch der Partner sensible Daten mit Ihnen teilt.

vs Vertrag mit Geheimhaltungsklausel

Ein Liefervertrag oder Partnerschaftsvertrag kann eine Geheimhaltungsklausel enthalten; diese ist aber oft nicht ausreichend dokumentiert. Eine eigenständige NDA ist spezifischer und kann zeitlich vor oder nach dem Hauptvertrag gelten. Nutzen Sie eine separate NDA für den initialen Informationsaustausch, noch bevor ein endgültiger Vertrag unterzeichnet wird.

vs Geheimhaltungsvereinbarung im Arbeitsvertrag

Arbeitsverträge enthalten meist Verschwiegenheitsklauseln für Mitarbeiter. Diese sind auf Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehungen zugeschnitten und gelten unbegrenzt oder bis zur Beendigung. Eine NDA regelt Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen oder Einzelpersonen und ist flexibler in Frist und Umfang.

vs Konfidenzieller Informationsmemorandum (CIM)

Ein CIM ist ein detailliertes Dokument über ein Unternehmen (z. B. in M&A-Prozessen), oft mit eingebauten Vertrauensschutz- und Nutzungsbeschränkungen. Das CIM selbst ist nicht die NDA, aber unter einer NDA geschützt. Die Vorlage regelt die Geheimhaltung; das CIM enthält die Informationen selbst.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen und Banking

NDAs schützen sensible Kundenfinanzinformationen, Kreditstrukturen und Due-Diligence-Berichte in Mergers & Acquisitions.

Technologie und Software

Wesentlich für den Schutz von Quellcode, Geschäftsmodellen, Roadmaps und API-Spezifikationen bei Partnerschaften und Investorengesprächen.

Pharmazie und Biotechnologie

NDAs schützen Forschungsergebnisse, Formulierungen, klinische Daten und Entwicklungsprozesse, die oft unter Patentanmeldungen verborgen bleiben.

Immobilien und Projektentwicklung

Schutz von Marktinformationen, Entwurfskonzepten, Finanzierungstructuren und Akquisitionsplänen in Verhandlungen mit Investoren.

Produktion und Industrie

Sicherung von Fertigungsverfahren, Lieferketten, Kostenkalkulationen und technischen Spezifikationen vor Wettbewerbern.

Beratung und professionelle Dienstleistungen

Schutz von Geschäftsmethoden, Benchmarking-Daten, Kundenverzeichnissen und strategischen Einschätzungen in Mandate und Partnerschaften.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland unterliegen NDAs dem BGB und dem Handelsgesetzbuch. Geschäftsgeheimnisse sind durch § 17 UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb) strafrechtlich geschützt. Diese Vorlage folgt deutschem Recht; achten Sie bei grenzüberschreitenden Vereinbarungen auf die Rechtswahl.

In Österreich gelten ähnliche Bestimmungen wie in Deutschland (ABGB, Handelsgesetzbuch, § 42 UWG für Geheimnisschutz). Die Vorlage ist in Österreich nutzbar; konsultieren Sie einen österreichischen Anwalt bei hohem Risiko oder grenzüberschreitenden Transaktionen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardisierte Situation mit einem lokalen Partner in derselben Rechtsprechung, kurzzeitige Informationsaustausch, keine hochsensiblen Technologien.Kostenfrei (Business in a Box), zzgl. evtl. Anpassungszeit 30–60 Minuten.2–3 Stunden (Ausfüllen, Druck, Unterschrift, Scan).
Vorlage + RechtsprüfungVorlage ist Basis, wird dann von Anwalt überprüft und länderspezifisch angepasst; guter Mittelweg für KMU.400–800 EUR bei einem lokalen Rechtsanwalt für eine schnelle Überprüfung.2–5 Werktage (Vorlage ausfüllen, Anwalt prüft, kleinere Änderungen).
MaßgeschneidertKomplexe M&A, internationale Parteien, kritische Geschäftsgeheimnisse (z. B. Tech-Startups), hohe Schadensersatzrisiken.1.500–3.500 EUR oder mehr für einen maßgeschneiderten Entwurf mit Branchen-Know-how.1–2 Wochen (Anwalt erfragt Details, draftet, rückkehr mit Klient, finale Anpassung).

Glossar

Auswertungsmaterial
Alle Informationen und Dokumente, die von einer Partei an die andere übergeben werden, einschließlich Analysen und Zusammenfassungen, die diese Informationen enthalten.
Offenlegende Partei
Die Partei, die vertrauliche Informationen offenlegt und diese schützen möchte.
Empfangende Partei
Die Partei, die vertrauliche Informationen erhält und sich zur Geheimhaltung verpflichtet.
Vertreter
Direktoren, Mitarbeiter, Berater, Anwälte und andere Personen, denen die empfangende Partei Informationen unter gleichen Geheimhaltungsbedingungen weitergeben darf.
Transaktion
Das geplante Geschäftsergebnis oder die Kooperation zwischen den Parteien, zu deren Bewertung der Informationsaustausch dient.
Vorladung
Eine behördliche oder gerichtliche Aufforderung, Informationen offenzulegen oder vor Gericht auszusagen.
Due Diligence
Gründliche Überprüfung der Geschäftsinformationen und Finanzen eines Unternehmens vor einer Transaktion.
Gerichtsbeschluss
Eine bindende Anordnung eines Gerichts, bestimmte Informationen oder Unterlagen vorzulegen.
Tochtergesellschaft
Ein Unternehmen, das von einer Muttergesellschaft kontrolliert wird.
Geheimhaltungspflicht
Rechtliche Verpflichtung, vertrauliche Informationen nicht an Dritte weiterzugeben oder öffentlich zu machen.
Eigentumsrecht
Das Recht der offenlegenden Partei, weiterhin Inhaber und Kontrolle über die offenbarten Informationen zu sein.
Vernichtungszertifikat
Schriftliche Bestätigung, dass alle Kopien und Unterlagen über das Auswertungsmaterial ordnungsgemäß zerstört wurden.

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