Vereinbarung über Website-Hosting

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FreiVereinbarung über Website-Hosting

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung über Website-Hosting ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen einem Web-Hosting-Anbieter und einem Kunden. Das Dokument regelt die Bedingungen, unter denen der Anbieter die Website des Kunden auf seinem Server hostet — inklusive Speicherplatz, Verantwortlichkeiten und Konditionen. Diese Word-Vorlage können Sie kostenlos herunterladen und an Ihre spezifische Situation anpassen.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen diese Vereinbarung, wenn Sie Website-Hosting-Services anbieten oder in Anspruch nehmen. Sie schützt beide Parteien, indem sie klare Erwartungen setzt: Der Anbieter verpflichtet sich, Speicherplatz bereitzustellen, der Kunde ist für Design und Inhalte verantwortlich. Ohne schriftliche Vereinbarung entstehen Konflikte über Verantwortlichkeiten, Kündigungsfristen und Schadensersatzansprüche.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält die Identifikation beider Parteien, die Domain-Eigentümerschaft, die Verantwortlichkeiten des Anbieters (Bereitstellung von Speicherplatz) und des Kunden (Design, Inhalt, Aktualisierung), sowie Bestimmungen zu Bedingungen und Konditionen. Sie können Zahlungsbedingungen, Kündigungsrechte und Haftungsbeschränkungen einfach anpassen.

Was ist eine Vereinbarung über Website-Hosting?

Eine Vereinbarung über Website-Hosting ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen einem Web-Hosting-Anbieter und einem Kunden, der die Bedingungen regelt, unter denen der Anbieter die Website des Kunden auf seinen Servern speichert und bereitstellt. Das Dokument legt fest, welche Leistungen der Anbieter erbringt (Speicherplatz, Server-Wartung, Backup), welche Verantwortlichkeiten der Kunde hat (Website-Design, Inhalte, Sicherheit der Anwendung), sowie Zahlungsbedingungen, Kündigungsfristen und Haftungsgrenzen. Sie können diese Word-Vorlage kostenlos herunterladen, online anpassen und als PDF exportieren — ideal für kleine Agenturen, Hosting-Anbieter oder Unternehmen, die ihre Website-Services regeln möchten.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne schriftliche Hosting-Vereinbarung entstehen Konflikte: Der Anbieter weiß nicht, für welche Ausfallzeiten er haftet; der Kunde weiß nicht, wie lange er nach Kündigung auf seine Dateien zugreifen kann; beide Seiten streiten über Verantwortlichkeiten bei Sicherheitsproblemen oder Datenverlust. Eine klare Vereinbarung schützt beide Parteien, indem sie Erwartungen transparent macht und rechtlich durchsetzbar ist. Sie vermeiden kostspieliges Schadensersatz-Rechtsstreit, ungeplante Service-Unterbrechungen und Datenverlust. Die Vorlage enthält bewährte Klauseln zu Domain-Eigentum, Verantwortlichkeiten, Zahlungen und Kündigungsrechten — Sie können sie in wenigen Stunden an Ihre Situation anpassen und beide Parteien haben Klarheit.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Sie betreiben einen Hosting-Dienst und brauchen eine allgemeine VorlageStandard-Vereinbarung für Anbieter
Sie müssen Verfügbarkeitsgarantien, Response-Zeit und Support-Level definierenVereinbarung mit erweiterten SLAs
Ihre Hosting-Services verarbeiten personenbezogene Daten von KundenVereinbarung mit Datenschutz (DSGVO)
Sie möchten monatliche/jährliche Gebühren, Strafgebühren und Zahlungsweise regelnVereinbarung mit Zahlungsbedingungen
Sie brauchen klare Fristen für Kündigung, Übergabeprozesse und DatenlöschungVereinbarung mit Kündigungsbestimmungen

Häufige Fehler vermeiden

❌ Domain-Eigentümerschaft nicht klar regeln

Warum es wichtig ist: Der Anbieter könnte die Domain bei Kündigung blockieren oder löschen, was den Kunden von seiner Website abschneidet.

Fix: Schreiben Sie explizit: "Die Domain gehört dem Kunden und wird dem Anbieter nur zur Verwaltung anvertraut."

❌ Haftung des Anbieters nicht begrenzen

Warum es wichtig ist: Der Anbieter haftet für jeden Schaden — auch für Verluste, die nicht in seiner Kontrolle liegen, z. B. Cyberangriffe oder Kundenfehler.

Fix: Begrenzen Sie die Haftung auf die monatliche Gebühr oder auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

❌ Keine Kündigungsfrist festlegen

Warum es wichtig ist: Eine Partei könnte die Vereinbarung ohne Vorwarnung beenden, was zum Verlust der Website oder zu ungeplanten Ausfallzeiten führt.

Fix: Legen Sie eine Mindestfrist fest (z. B. 30 Tage schriftliche Mitteilung vor Kündigungsende).

❌ SLAs (Verfügbarkeitsgarantien) nicht definieren

Warum es wichtig ist: Es ist unklar, wie lange der Server ausfallen darf — der Anbieter könnte Ausfallzeiten als "normal" darstellen.

Fix: Nennen Sie konkrete Verfügbarkeitsziele (z. B. "99,9 % jährliche Verfügbarkeit") und Kompensationen für Ausfallzeiten.

❌ Zahlungsbedingungen zu vage formulieren

Warum es wichtig ist: Streitigkeiten über Gebühren und Fälligkeitsdaten entstehen, wenn Zahlungsdetails fehlen.

Fix: Schreiben Sie: Betrag, Währung, Fälligkeitsdatum, Zahlungsmethode und Konsequenzen bei Zahlungsverzug.

❌ Datenschutz und Sicherheit ignorieren

Warum es wichtig ist: Wenn Kundendaten auf dem Server liegen, verletzt ein fehlender Datenschutzvertrag die DSGVO und kann zu hohen Geldstrafen führen.

Fix: Ergänzen Sie eine Datenschutzerklärung und legen Sie fest, wie personenbezogene Daten geschützt werden.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Identifikation

In einfacher Sprache: Nennt die Namen, Adressen und Gründungsinformationen des Anbieters und des Kunden.

Beispielformulierung
ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der "Anbieter"), ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], dessen Hauptniederlassung sich in [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] befindet.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Unternehmensadresse eingeben — dies kann die Zustellung von rechtlichen Dokumenten behindern.

Annahme der Bedingungen

In einfacher Sprache: Bestätigt, dass der Kunde alle Bedingungen akzeptiert, indem er auf "Akzeptieren" klickt.

Beispielformulierung
Durch Klicken auf die Schaltfläche "Akzeptieren" stimmen Sie (der "Kunde") zu, alle Bedingungen und Konditionen [...] zu akzeptieren und sich daran zu halten.

Häufiger Fehler: Keine klare Annahmebestätigung haben — dies kann die Durchsetzbarkeit des Vertrags gefährden.

Konsequenzen bei Verletzung

In einfacher Sprache: Beschreibt, dass Nichterfüllung der Bedingungen zur Kündigung und Schadensersatzansprüchen führt.

Beispielformulierung
Ein Versäumnis, alle diese Bedingungen und Konditionen zu erfüllen, ist Grund zur sofortigen Kündigung der Dienstleistungen und zur Entfernung der Website vom Server des Anbieters.

Häufiger Fehler: Zu strenge oder unrealistische Konsequenzen setzen — dies kann bei Gericht anfechtbar sein.

Hosting-Leistung des Anbieters

In einfacher Sprache: Verpflichtet den Anbieter, die Website des Kunden auf seinen Servern zu hosten, vorbehaltlich der Vereinbarungsbedingungen.

Beispielformulierung
Der Anbieter verpflichtet sich, die Website des Kunden auf dem Server des Anbieters zu hosten, vorbehaltlich der und basierend auf den Bedingungen und Konditionen, die in dieser Vereinbarung festgelegt sind.

Häufiger Fehler: Zu vage Zusagen über Verfügbarkeit oder Qualität — verwenden Sie konkrete Prozentsätze (z. B. "99,9 % Verfügbarkeit").

Domain-Eigentum und URL

In einfacher Sprache: Erklärt, dass die Domain und URL des Kunden gehören und der Kunde sie nur während der Vereinbarungslaufzeit nutzen darf.

Beispielformulierung
Die Website des Kunden wird sich innerhalb ihrer eigenen Domain befinden [...]. Besagte Domain und URL sind und bleiben Eigentum des Kunden oder einer anderen Behörde, die Domain-Namen bewilligt.

Häufiger Fehler: Nicht klarstellen, dass die Domain dem Kunden gehört — dies führt zu Konflikten bei Kündigung oder Wechsel.

Verantwortlichkeit des Anbieters

In einfacher Sprache: Begrenzt die Verantwortung des Anbieters auf die Bereitstellung von Speicherplatz und Server-Infrastruktur.

Beispielformulierung
Die Verantwortung des Anbieters in Bezug auf die Website des Kunden ist strikt auf die Bereitstellung von Speicherplatz für Webseiten auf dem Server des Anbieters beschränkt.

Häufiger Fehler: Die Haftung nicht begrenzen — der Anbieter könnte für alle Fehler des Kunden haftbar gemacht werden.

Verantwortlichkeiten des Kunden

In einfacher Sprache: Der Kunde ist allein für Design, Entwicklung, Inhalt, Aktualisierung und Modifikation der Website verantwortlich.

Beispielformulierung
Der Kunde ist einzig und allein für Design, Entwicklung, Inhalt [...], Aktualisierung, Auffrischung, Modifikation, usw., in Bezug auf die Website des Kunden verantwortlich.

Häufiger Fehler: Nicht klar zwischen technischer Wartung (Anbieter) und Inhaltsverwaltung (Kunde) unterscheiden.

Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Legt fest, wie viel der Kunde zahlt, wann und wie die Zahlung erfolgt (z. B. monatlich, jährlich).

Beispielformulierung
Der Kunde verpflichtet sich, [GEBÜHR] pro [ZEITRAUM] zu zahlen, fällig am [DATUM]. Zahlungen erfolgen per [ZAHLUNGSMETHODE].

Häufiger Fehler: Keine Rabatte für Voraus-Zahlungen oder Verlängerungen anbieten — dies schmälert den Geschäftswert.

Kündigung und Übergabe

In einfacher Sprache: Regelt, wie lange die Kündigungsfrist ist, wie Website-Daten übergeben werden und wann der Zugang endet.

Beispielformulierung
Jede Partei kann diese Vereinbarung mit [TAGE]-tägiger schriftlicher Mitteilung kündigen. Bei Kündigung stellt der Anbieter die Website-Dateien des Kunden zur Verfügung und deaktiviert den Zugang nach [TAGE] Tagen.

Häufiger Fehler: Keine Frist für Datenlöschung oder Übergabe festlegen — Kundendata könnte verloren gehen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Geben Sie die Unternehmensdetails ein

    Tragen Sie den Namen, Gründungsort und die vollständige Adresse des Anbieters und des Kunden ein. Verwenden Sie die offiziellen Namen und Adressen aus Handelsregister oder Geschäftsdokumenten.

    💡 Überprüfen Sie die Adresse zweimal — falsche Adresse kann Zustellung verhindern.

  2. 2

    Definieren Sie den Geltungsbereich der Hosting-Services

    Legen Sie fest, welche Leistungen der Anbieter erbringt (z. B. Speicherplatz in GB, E-Mail-Konten, Backup-Häufigkeit). Seien Sie so spezifisch wie möglich.

    💡 Nennen Sie konkrete Zahlen statt vager Begriffe wie "angemessen".

  3. 3

    Regeln Sie die Domain-Verwaltung

    Klären Sie, wer die Domain registriert, verwaltet und wie lange der Kunde sie nach Kündigung benutzen darf. Geben Sie an, dass die Domain dem Kunden gehört.

    💡 Bedenken Sie die DENIC-Regeln für deutsche .de-Domains.

  4. 4

    Setzen Sie Verantwortlichkeiten fest

    Trennen Sie eindeutig: Was macht der Anbieter (Server, Backups), was macht der Kunde (Inhalt, Updates, Sicherheit). Schreiben Sie es in klare Absätze.

    💡 Eine klare Aufteilung verhindert Disputes nach Monaten.

  5. 5

    Bestimmen Sie Zahlungsbedingungen

    Legen Sie Gebühren, Zahlungsfrequenz (monatlich/jährlich), Zahlungsmethode und Rechnungszyklus fest. Führen Sie ggf. Rabatte auf.

    💡 Erwägen Sie automatische Zahlungen oder Lastschrift zur Sicherheit.

  6. 6

    Fügen Sie Kündigungs- und Kündigungs-Bestimmungen hinzu

    Definieren Sie Kündigungsfristen (z. B. 30 Tage), wie Daten übergeben werden und wie lange nach Kündigung der Zugang erhalten bleibt.

    💡 Kürzere Fristen für Anbieter bei Zahlungsausfall, längere für ordentliche Kündigung ist fair.

  7. 7

    Haftung und Gewährleistung klären

    Begrenzen Sie die Haftung des Anbieters (z. B. auf die monatliche Gebühr), verweisen Sie auf SLA für Verfügbarkeit und definieren Sie, wer für Datenverluste haftet.

    💡 Haftungsobergrenzen schützen den Anbieter vor unverhältnismäßigen Ansprüchen.

  8. 8

    Datenschutz und Sicherheit einfügen

    Falls der Anbieter oder Kunde personenbezogene Daten verarbeitet, ergänzen Sie eine Datenschutzerklärung und nennen Sie die DSGVO-Anforderungen.

    💡 Eine Datenschutzvereinbarung (AV) ist rechtlich erforderlich, wenn Kundendaten vorliegen.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist verantwortlich für die Sicherheit der Website?

Das hängt von der Art der Sicherheit ab. Der Hosting-Anbieter ist für Server-Sicherheit, Firewall und regelmäßige Patches verantwortlich. Der Kunde ist für die Sicherheit seiner Website-Anwendung, CMS-Updates, Passwörter und Inhalte verantwortlich. Legen Sie in der Vereinbarung fest, wer für welche Sicherheitsaspekte haftet, um Verwechslungen zu vermeiden.

Was passiert, wenn der Server ausfällt und die Website nicht erreichbar ist?

Ohne SLA (Service Level Agreement) in der Vereinbarung hat der Kunde keinen Anspruch auf Schadensersatz. Mit SLA können Sie Ausfallzeiten tolerieren (z. B. 0,1 % pro Jahr = ca. 44 Minuten Downtime) und Kompensationen (z. B. Gutschrift) für längere Ausfälle festlegen. Legen Sie klare Zahlen fest, um Meinungsverschiedenheiten zu vermeiden.

Wie lange darf der Anbieter die Website nach Kündigung online lassen?

Das ist Verhandlungssache. Viele Vereinbarungen geben dem Kunden 7–30 Tage Zeit, die Dateien zu sichern und zu einem anderen Host zu wechseln. Danach kann der Anbieter die Dateien löschen. Halten Sie diese Frist schriftlich fest — idealerweise 30 Tage für saubere Übergabe.

Muss der Anbieter täglich Backups machen?

Das ist nicht automatisch erforderlich, sondern eine Verhandlungsfrage. Der Anbieter könnte täglich, wöchentlich oder gar nicht sichern — je nach Service-Paket. Schreiben Sie konkret auf: \"Der Anbieter erstellt jeden [TAG] automatische Backups und speichert die letzten [ANZAHL] Kopien.\"

Ist eine Datenschutzerklärung in der Hosting-Vereinbarung erforderlich?

Ja, falls der Anbieter oder der Kunde Zugang zu personenbezogenen Daten hat (z. B. über Kontaktformulare oder Analytics). Dann ist eine Vereinbarung zur Datenverarbeitung (AV) nach DSGVO erforderlich. Dies ist ein separates Dokument oder ein Nachtrag zur Hosting-Vereinbarung.

Kann der Anbieter die Gebühren einfach erhöhen?

Ohne Klausel zur Gebührenänderung kann der Anbieter die Preise nicht ohne Zustimmung erhöhen. Mit einer Änderungsklausel können Sie einen Anpassungsmechanismus definieren (z. B. \"jährliche Erhöhung maximal 10 % oder zum 31. Dezember mit 3 Monaten Kündigungsfrist\"). Schreiben Sie die Bedingungen auf.

Was ist der Unterschied zwischen einer Hosting-Vereinbarung und einer Service-Level-Agreement (SLA)?

Eine Hosting-Vereinbarung regelt das gesamte Verhältnis: Parteien, Leistungen, Zahlungen, Kündigung. Ein SLA ist ein Nachtrag, der spezifische technische Verpflichtungen des Anbieters festlegt (z. B. Verfügbarkeit, Response-Zeit bei Problemen, Wartungsfenster). Sie können beide kombinieren: eine Vereinbarung mit angehängtem SLA.

Brauche ich einen Anwalt, um eine Hosting-Vereinbarung zu unterzeichnen?

Das hängt von der Komplexität und dem Geschäftswert ab. Diese Vorlage deckt die Grundlagen ab — für kleine Websites oder Standard-Services reicht sie oft. Für komplexe E-Commerce-Systeme, internationale Kunden oder hohe Transaktionswerte lohnt sich eine Anwaltsprüfung, um Haftungsrisiken zu mindern.

Kann ich die Vorlage in meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einbauen?

Ja, Sie können diese Vereinbarung als AGB-Anhang verwenden oder die Klauseln in Ihre AGB integrieren. Stellen Sie sicher, dass der Kunde die AGB vor Vertragsabschluss akzeptiert — ideal durch Klick-Häkchen oder Unterschrift auf Papier. Das erhöht die Durchsetzbarkeit.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeine Dienstleistungsvereinbarung (Service Agreement)

Eine allgemeine Dienstleistungsvereinbarung ist breiter gefasst und deckt verschiedene Services ab (z. B. Beratung, Support, Entwicklung). Eine Hosting-Vereinbarung ist spezifisch für Website-Speicherung und -Bereitstellung. Verwenden Sie eine Hosting-Vereinbarung, wenn der Fokus auf Server-Infrastructure und Verfügbarkeit liegt; ein allgemeines Service Agreement, wenn Sie mehrere unterschiedliche Dienstleistungen anbieten.

vs Datenschutzerklärung und Datenschutzvereinbarung (AV)

Eine Hosting-Vereinbarung regelt die Geschäftsbeziehung (Leistung, Zahlung, Kündigung). Eine Datenschutzerklärung informiert Nutzer, wie ihre Daten verwendet werden; eine Datenschutzvereinbarung (AV) regelt die Datenvorbereitung zwischen Anbieter und Kunde nach DSGVO. Sie brauchen alle drei, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden: Hosting-Vereinbarung für das Geschäft, AV für Datenschutz, Datenschutzerklärung für Nutzer.

vs Service-Level-Agreement (SLA)

Ein SLA ist eine Ergänzung zur Hosting-Vereinbarung und definiert konkrete technische Ziele (z. B. 99,9 % Verfügbarkeit, 4-Stunden Response-Zeit bei Problemen). Die Hosting-Vereinbarung regelt Grundlagen (Parteien, Leistungen, Zahlungen); das SLA beschreibt, wie gut diese Leistungen sein müssen und was passiert bei Nichterfüllung. Nutzen Sie ein SLA für unternehmenskritische Websites; für kleine Projekte reicht oft eine Vereinbarung ohne SLA.

vs Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Eine Hosting-Vereinbarung ist ein bilateraler Vertrag zwischen zwei Parteien. AGB sind Standardbedingungen, die ein Unternehmen allen Kunden auferlegt. Sie können diese Hosting-Vereinbarung als AGB-Vorlage verwenden oder Auszüge in Ihre AGB integrieren. AGB sind praktikabler, wenn Sie viele Kunden haben; eine personalisierte Vereinbarung ist besser für Großkunden mit speziellen Anforderungen.

Branchenspezifische Hinweise

Web-Hosting und Cloud-Services

Hosting-Anbieter nutzen diese Vereinbarung als Standardvertrag für alle Kunden und regeln Speicherplatz, Support-Level und Kündigungsbedingungen.

Digitale Agenturen und Webdesign

Agenturen verwenden die Vereinbarung, um klarzustellen, dass sie die Website entwerfen, der Anbieter (oder sie selbst) sie hostet und der Kunde für Inhalte verantwortlich ist.

E-Commerce und Online-Retail

Online-Shops brauchen eine Vereinbarung, die Sicherheit, Zahlungsverarbeitung, SSL-Zertifikate und Datenschutz (DSGVO) abdeckt.

Nonprofit und Gemeinden

Vereine und Behörden regeln mit dieser Vereinbarung den Betrieb ihrer Website durch externe Anbieter und klären Verantwortlichkeiten.

Software- und SaaS-Unternehmen

Tech-Unternehmen nutzen die Vereinbarung als Basis für Hosting ihrer Anwendungen und definieren SLAs für Verfügbarkeit und Support.

Medien und Publishing

Nachrichtenseiten, Blogs und Magazine verwenden die Vereinbarung, um Hosting zu regeln und redaktionelle Inhalte vom technischen Betrieb zu trennen.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutsche Hosting-Vereinbarungen unterliegen deutschem BGB und AGB-Recht (§§ 305–310 BGB). Achten Sie auf DSGVO-Konformität und beachten Sie, dass Haftungsbegrenzungen nur für grobe Fahrlässigkeit gelten dürfen. Verwenden Sie deutsche Rechtsprechung für Klauseln zu Kündigung und Haftung.

Österreichische Vereinbarungen folgen dem österreichischen ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch). Die Struktur ist ähnlich wie in Deutschland, aber Kündigungsfristen und Haftungsobergrenzen können unterschiedlich bewertet werden. Konsultieren Sie einen österreichischen Anwalt für Besonderheiten.

Schweizer Hosting-Vereinbarungen unterliegen dem Schweizer Code of Obligations (OR/CO). Die Rechtscultur ist unterschiedlich, besonders bei Datenschutz (Schweizer DPA statt DSGVO) und Kündigungsfristen. Verwenden Sie für CH-Kunden eine angepasste Version oder eine Schweizer Anwalt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandard-Hosting für kleine bis mittlere Websites, lokale Kunden, einfache Services wie Speicherplatz und Email.€0 (Vorlage)1–2 Stunden zum Anpassen
Vorlage + RechtsprüfungHosting für kritische Systeme, mehrsprachige Kunden, regulierte Branchen (Finanzen, Gesundheit) oder hohe Zahlungen (>€1000/Monat).€150–400 (Anwalt-Prüfung)1 Woche Anwalt + 2 Tage Überarbeitung
MaßgeschneidertEnterprise-Hosting, internationale Multi-Partei-Vereinbarungen, komplexe SLAs, oder wenn Sie Dutzende Kunden haben.€800–2500+ (maßgeschneidert)2–4 Wochen Anwalt + Verhandlung

Glossar

Domain
Der eindeutige Name einer Website im Internet (z. B. www.beispiel.com). Die Domain bleibt Eigentum des Kunden oder der Domain-Registrierungsstelle.
Web-Server
Der Computer des Hosting-Anbieters, auf dem die Dateien und Daten der Website gespeichert sind.
Speicherplatz
Die Menge an Speicher auf dem Server, die der Anbieter dem Kunden zur Verfügung stellt, um Website-Dateien zu hosten.
URL
Die Web-Adresse, unter der eine Website erreichbar ist (z. B. www.beispiel.com/seite).
Hosting-Services
Dienstleistung, bei der ein Anbieter Speicherplatz und Infrastruktur bereitstellt, um eine Website online verfügbar zu machen.
Kündigungsrecht
Das Recht einer Partei, die Vereinbarung unter Einhaltung bestimmter Fristen zu beenden.
Gegenleistung
Der gegenseitige Austausch von Leistungen oder Geldern zwischen den Parteien, der den Vertrag rechtlich wirksam macht.
Haftung
Die rechtliche Verantwortung für Schäden, die durch die Nichterfüllung von Vertragspflichten entstehen.
Schadensersatz
Geldsumme, die eine Partei der anderen zahlen muss, um Verluste auszugleichen, die durch Vertragsverletzung entstanden sind.
Geistiges Eigentum
Urheberrechte, Marken und andere Rechte an kreativen oder technischen Werken, die der Website zugeordnet sind.

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