Austritts Interviewformular

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FreiAustritts Interviewformular

Auf einen Blick

Was es ist
Das Austritts-Interviewformular ist ein strukturiertes Dokumentationsformular für Abschlussgespräche mit ausscheidenden Mitarbeitern. Es erfasst systematisch persönliche Daten, Rückgabegegenstände, Kündigungsgründe und wichtige Informationen zu Confidentiality-Verpflichtungen. Der kostenlose Word-Download ermöglicht Ihnen, das Formular direkt anzupassen und zu verwenden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Formular bei jedem Mitarbeiterausstritt — ob freiwillig oder unfreiwillig. Es wird während des finalen Austrittsgespräches mit dem Mitarbeiter genutzt und dient als Dokumentation, dass alle wichtigen Punkte angesprochen und vereinbart wurden.
Was enthalten ist
Das Formular enthält Felder für Mitarbeiterdaten (Name, Anstellungsdatum, Austrittsdatum, Abteilung), eine Checkliste über kommunizierte Beschränkungen (Kundenabwerbung, Mitarbeiterabwerbung, Vertraulichkeit, Patente, Kundenlisten), eine Rückgabecheckliste für Firmeneigentum (Schlüssel, Kreditkarten, ID-Karten, Gebäudepässe, Dokumente, Ausstattung) und die Dokumentation des Kündigungsgrundes.

Was ist ein Austritts-Interviewformular?

Das Austritts-Interviewformular ist ein administratives Kontroll- und Dokumentationsinstrument, das während des finalen Austrittsgespräches mit einem ausscheidenden Mitarbeiter (freiwillig oder unfreiwillig) ausgefüllt wird. Es erfasst systematisch Mitarbeiterdaten (Name, Abteilung, Anstellungs- und Austrittsdatum), bestätigt schriftlich, dass der Mitarbeiter über alle geltenden Beschränkungen (Kundenabwerbung, Geheimhaltung, Patente, Kundenlisten) unterrichtet wurde, dokumentiert die vollständige Rückgabe von Firmeneigentum (Schlüssel, Kreditkarten, Gebäudepässe, Dokumente, Ausstattung) und vermerkt den Grund der Kündigung. Das Formular wird von beiden Parteien unterzeichnet und dient als bindender Nachweis, dass alle Abwicklungspunkte ordnungsgemäß besprochen wurden. Der kostenlose Word-Download ermöglicht Ihnen, das Formular direkt in Ihre Abläufe zu integrieren und ggf. je nach Branche oder Unternehmenskultur anzupassen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein sorgfältig ausgeführtes Austritts-Interviewformular schützt Ihr Unternehmen vor teuren und zeitaufwendigen Rechtsstreitigkeiten und Sicherheitsrisiken. Ohne schriftliche Dokumentation können ausscheidende Mitarbeiter später behaupten, nicht verstanden zu haben, dass sie Kundenlisten nicht kontaktieren dürfen, Konkurrenten nicht abwerben dürfen oder Betriebsgeheimnisse nicht offenbaren dürfen — mit potenziell kostspieligen Folgen. Das Formular dokumentiert außerdem lückenlos, welches Firmeneigentum zurückgegeben wurde, was Dispute über fehlende Geräte oder Unterlagen später verhindert. Für Unternehmen mit sensiblen Daten (Finanz, IT, Pharma, Rechtswesen) ist die schriftliche Bestätigung durch den Mitarbeiter beim Austritt essentiell für Compliance und zur Erfüllung von Datenschutz- und Sicherheitsauflagen. Nicht zuletzt schafft eine konsistente, standardisierte Dokumentation aller Austritte rechtliche Gleichbehandlung und Transparenz — entscheidend, falls regulatorische Behörden oder Gerichte die Fairness Ihres Offboarding-Prozesses hinterfragen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Allgemeiner Einsatz für regelmäßige Mitarbeiteraustritt in allen AbteilungenBasis-Austrittsformular
Vertiefte Erfassung von Kündigungsgründen und VerbesserungspotentialenAustrittsformular mit erweiterter Feedbacksektion
Spezialisierte Version mit zusätzlichen Compliance- und ÜbergabekontrollpunktenAustrittsformular für Führungskräfte
Schnelle Rückgabekontrolle ohne ausführliche BefragungKurzversion Austrittschecklist
Rechtssicher dokumentierte Bestätigung aller Punkte durch Arbeitgeber und ArbeitnehmerAustrittsformular mit digitaler Unterschrift

Häufige Fehler vermeiden

❌ Formular erst nach dem Austritt ausfüllen

Warum es wichtig ist: Dann können Sie nicht mehr mit dem Mitarbeiter alle Punkte absprechen und bestätigen lassen. Das Formular verliert an Rechtsaussagekraft.

Fix: Führen Sie das Austrittsgespräch und füllen Sie das Formular direkt und parallel aus.

❌ Beschränkungen zu vage oder nicht explizit formulieren

Warum es wichtig ist: Ein ausscheidender Mitarbeiter könnte später behaupten, nicht verstanden zu haben, und Kunden oder Mitarbeiter abwerben. Mangelnde Klarheit schwächt Ihre rechtliche Position.

Fix: Benennen Sie jede Beschränkung konkret und lesen Sie diese laut vor. Fragen Sie, ob der Mitarbeiter Verständnis signalisiert.

❌ Rückgabe von Firmeneigentum nicht vollständig durchführen

Warum es wichtig ist: Fehlendes Eigentum (z. B. Laptop, Schlüssel) führt zu Kosten und Sicherheitsrisiken. Eine unvollständige Rückgabecheckliste eröffnet Dispute über Verantwortlichkeit.

Fix: Führen Sie eine detaillierte physische Kontrolle durch und dokumentieren Sie jedes Stück. Lassen Sie den Mitarbeiter die Rückgabe unterschreiben.

❌ Vertraulichkeitsverpflichtungen nur mündlich erwähnen

Warum es wichtig ist: Mündliche Zusicherungen sind schwer zu beweisen und werden in Rechtsstreitigkeiten oft angezweifelt. Schriftliche Bestätigung schützt Ihr Unternehmen besser.

Fix: Geben Sie dem Mitarbeiter eine schriftliche Zusammenfassung aller Vertraulichkeitsverpflichtungen mit, die dieser auf Verständnis signiert.

❌ Formularvarianten für verschiedene Mitarbeiter verwenden

Warum es wichtig ist: Inkonsistenz bei der Dokumentation führt zu rechtlicher Anfälligkeit und kann den Eindruck ungleicher Behandlung erwecken.

Fix: Verwenden Sie einheitlich dieses Austrittsformular für alle Mitarbeiter, unabhängig von Position oder Grund.

❌ Formular nicht in Personalakte archivieren

Warum es wichtig ist: Bei zukünftigen Fragen (z. B. von Behörden, Gericht, oder wenn der Mitarbeiter eine Beschwerde einreicht) fehlt Ihnen der Nachweis der ordnungsgemäßen Abwicklung.

Fix: Archivieren Sie das unterzeichnete Original mindestens 3–6 Jahre lang zusammen mit anderen Personalunterlagen.

Die 11 wichtigsten Felder, erklärt

Name des Mitarbeiters

Vollständiger Name des ausscheidenden Mitarbeiters.

Datum

Datum der Durchführung des Austrittsgespräches.

Job Titel

Berufsbezeichnung oder Positionsbezeichnung des Mitarbeiters.

Abteilung

Name der organisatorischen Einheit, in der der Mitarbeiter beschäftigt war.

Anstellungsdatum

Startdatum der Beschäftigung bei Ihrem Unternehmen.

Austrittsdatum

Letzter Arbeitstag des Mitarbeiters bei Ihrem Unternehmen.

Beschränkungen — Werbung von Kunden

Dokumentation, dass der Mitarbeiter über Beschränkung der Kundenabwerbung informiert wurde.

Beschränkungen — Anwerbung von Mitarbeitern

Dokumentation, dass der Mitarbeiter über Beschränkung der Mitarbeiterabwerbung informiert wurde.

Beschränkungen — Patente und Vertraulichkeit

Dokumentation von Informationen zu Schutz geistigen Eigentums und Geheimhaltungspflichten.

Rückgabe — Gebäude und Gegenstände

Checkliste aller physischen Gegenstände (Schlüssel, Karten, Pass, Ausstattung), die zurückzugeben sind.

Grund der Kündigung

Klassifikation, ob Austritt freiwillig (Eigenkündigung) oder unfreiwillig (Arbeitgeberkündigung) ist.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Termin für Austrittsgespräch planen

    Vereinbaren Sie einen ruhigen Termin mit dem ausscheidenden Mitarbeiter in den letzten Tagen seiner Betriebszugehörigkeit. Geben Sie dem Mitarbeiter Zeit, alle Fragen zu stellen und sich persönlich zu verabschieden.

    💡 Laden Sie vorab eine neutrale Person ein (z. B. eine zweite HR-Kraft), um das Gespräch zu zeugen.

  2. 2

    Persönliche Daten eintragen

    Füllen Sie alle Identifikatoren aus: Name, Datum des Gesprächs, Jobtitel, Abteilung, Anstellungs- und Austrittsdatum.

    💡 Überprüfen Sie diese Daten gegen Ihre Personalverwaltungssoftware, um Fehler zu vermeiden.

  3. 3

    Beschränkungen kommunizieren und abhaken

    Gehen Sie systematisch durch jede Beschränkung (Kundenabwerbung, Mitarbeiterabwerbung, Vertraulichkeit, Patente, Kundenlisten) und bestätigen Sie verbindlich, dass der Mitarbeiter diese verstanden hat.

    💡 Bieten Sie eine schriftliche Zusammenfassung dieser Beschränkungen an, damit der Mitarbeiter diese mitnehmen kann.

  4. 4

    Rückgabe von Firmeneigentum prüfen

    Führen Sie eine physische Kontrolle durch. Der Mitarbeiter übergibt: Schlüssel, Kreditkarte, ID-Karte, Gebäudepass, alle Firmendokumente und Ausstattung (Laptop, Handy, weitere Geräte).

    💡 Erstellen Sie eine separate Übergabebestätigung (separate Signatur des Mitarbeiters), um Unklarheiten später zu vermeiden.

  5. 5

    IT-Zugang und digitale Assets blockieren

    Koordinieren Sie mit der IT-Abteilung, um E-Mail-Zugang, VPN, Cloud-Zugriff und weitere digitale Kanäle zeitnah nach dem Austritt zu deaktivieren.

    💡 Dokumentieren Sie die Zeitstempel dieser Sperrungen für Compliance-Zwecke.

  6. 6

    Grund der Kündigung eintragen

    Markieren Sie klar, ob der Austritt freiwillig (Eigenkündigung) oder unfreiwillig (Arbeitgeberkündigung) erfolgt ist. Dies ist wichtig für spätere statistische Auswertungen und Arbeitsagentur-Meldungen.

    💡 Wenn verfügbar, notieren Sie kurz den Grund (z. B. ‚Neuer Job', ‚Familiäre Gründe', ‚Leistungsbedenken', ‚Umstrukturierung').

  7. 7

    Abschlussgespräch dokumentieren und unterzeichnen

    Beide Parteien unterschreiben das ausgefüllte Formular. Dies dient später als Nachweis, dass alle wichtigen Punkte besprochen und vereinbart wurden.

    💡 Bewahren Sie das Original in der Personalakte auf und geben Sie dem Mitarbeiter eine Kopie.

Häufig gestellte Fragen

Ist das Austritts-Interviewformular rechtlich verpflichtend?

Nein, ein Austritts-Interviewformular ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Es ist jedoch Best Practice und schützt Ihr Unternehmen, indem es dokumentiert, dass wichtige Punkte (Rückgabe, Confidentiality, Beschränkungen) ausdrücklich besprochen wurden. Gerade bei Mitarbeitern mit Zugang zu sensiblen Informationen ist die schriftliche Dokumentation empfohlen. Im Streitfall oder bei behördlichen Anfragen haben Sie einen Nachweis, dass Sie alle relevanten Punkte angesprochen haben.

Was sollte ich tun, wenn ein Mitarbeiter sich weigert, das Formular zu unterzeichnen?

Bleiben Sie ruhig und professionell. Erklären Sie, dass das Formular nur dazu dient, das Gespräch zu dokumentieren und Missverständnisse zu vermeiden. Wenn der Mitarbeiter sich weiterhin weigert, unterzeichnen Sie das Formular selbst mit dem Vermerk „Mitarbeiter lehnt Unterschrift ab" und dem Datum. Bewahren Sie das Formular trotzdem in der Personalakte auf. Im Zweifelsfall können Sie später nachweisen, dass Sie die Punkte angesprochen haben, auch wenn der Mitarbeiter nicht unterschrieben hat.

Kann ich dieses Formular auch für Praktikanten oder Auszubildende verwenden?

Ja, dieses Formular eignet sich grundsätzlich für alle Arten von Beschäftigungsverhältnissen — Vollzeitangestellte, Teilzeitangestellte, Praktikanten, Auszubildende, Leiharbeitskräfte. Bei Auszubildenden sollten Sie zusätzlich prüfen, ob es ausbildungsspezifische Punkte gibt (z. B. Übergabe von Ausbildungsheften, Abmeldung von der Berufsschule). Für Leiharbeitskräfte koordinieren Sie die Rückgabe mit der Zeitarbeitsfirma.

Was ist der Unterschied zwischen freiwilligem und unfreiwilligem Austritt?

Freiwilliger Austritt bedeutet, dass der Mitarbeiter selbst gekündigt hat (Eigenkündigung). Unfreiwilliger Austritt bedeutet, dass das Unternehmen die Kündigung eingereicht hat (Arbeitgeberkündigung) oder das Beschäftigungsverhältnis aus anderen Gründen endet (z. B. Betriebsstilllegung, Ende eines befristeten Vertrages). Diese Unterscheidung ist wichtig für statistische Zwecke, Arbeitsagenturen-Meldungen und zum Verständnis von Fluktuation im Unternehmen.

Muss ich jede Rückgabe von Firmeneigentum fotografisch dokumentieren?

Fotografische Dokumentation ist nicht zwingend erforderlich, ist aber eine zusätzliche Schutzmaßnahme. Eine detaillierte schriftliche Checkliste mit Unterschrift ist in den meisten Fällen ausreichend. Fotografische Dokumentation empfiehlt sich besonders bei hochpreisigen Geräten (Laptops, Tablets), Schlüsseln oder sensiblen Dokumenten. Sie schafft vollständige Klarheit und reduziert das Risiko, dass der Mitarbeiter später behauptet, diese Gegenstände nicht erhalten zu haben.

Was muss ich über Datenschutz beim Austrittsformular beachten?

Das Austrittsformular enthält personenbezogene Daten (Name, Abteilung, Anstellungsdatum usw.). Nach der DSGVO darf Ihr Unternehmen diese Daten verarbeiten, solange sie für die Verwaltung des Austrittsprozesses und die Dokumentation notwendig sind. Sie müssen das Formular sicher aufbewahren (z. B. im Schrank mit Zugriffsschutz oder in einer sicheren Datei), und Sie dürfen es nicht an unbeteiligte Dritte weitergeben. Nach dem Ende der Aufbewahrungsfrist (in der Regel 3–6 Jahre) sollten Sie die Daten löschen.

Kann ich Feedback des Mitarbeiters zum Unternehmen auf diesem Formular erfassen?

Dieses Basis-Formular konzentriert sich auf organisatorische Punkte (Rückgabe, Beschränkungen, Grund). Sie können jedoch zusätzliche Felder hinzufügen oder ein separates Exitinterview-Formular für Feedback nutzen. Mitarbeiterfeedback beim Austritt ist wertvoll für die Verbesserung von Arbeitsklima, Führung und Prozessen. Falls Sie Feedback erfassen, sollten Sie dem Mitarbeiter Vertraulichkeit zusichern und klarstellen, dass dieses Feedback nicht in die Bewertung für Referenzen einfließt.

Wer sollte das Austrittsgespräch führen?

Das Austrittsgespräch sollte idealerweise von einer HR-Person oder dem direkten Vorgesetzten geführt werden. Es ist sinnvoll, eine zweite Person (z. B. eine andere HR-Kraft oder ein Vertreter der Geschäftsführung) hinzuzuziehen, um das Gespräch zu zeugen und Missverständnisse zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig, wenn die Kündigung unfreiwillig erfolgte oder potenziell konfrontativ sein könnte. Bei schwierigen Austrittssituationen können Sie auch eine externe Mediatorin oder einen Arbeitsberater hinzuziehen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag regelt die Anfangsbedingungen des Beschäftigungsverhältnisses und Vertraulichkeitsverpflichtungen. Das Austritts-Interviewformular dokumentiert die Beendigung und stellt sicher, dass alle vereinbarten Bedingungen erfüllt werden. Sie nutzen beide Dokumente zusammen: der Arbeitsvertrag als Grundlage und das Austrittsformular als Nachweis der Abwicklung.

vs Kündigungsbrief

Ein Kündigungsbrief ist das formale Schreiben der Beendigung (rechtliche Initiierung). Das Austritts-Interviewformular ist ein administratives Dokument, das die Beendigung dokumentiert (z. B. Rückgabe, Gespräche). Ein Kündigungsbrief ist erforderlich, das Austrittsformular ist freiwillig, aber empfohlen.

vs Freigabebestätigung (Confidentiality/Non-Compete)

Eine spezialisierte Freigabebestätigung konzentriert sich allein auf Geheimhaltung und Konkurrenzklauseln. Das Austritts-Interviewformular ist umfassender und erfasst auch Rückgabeobjekte und persönliche Informationen. Manche Unternehmen verwenden beide parallel für maximalen Schutz.

vs Exitinterview / Austrittsbefragung

Ein Exitinterview konzentriert sich auf Mitarbeiterfeedback (Warum geht der Mitarbeiter? Wie war sein Erlebnis?). Das Austritts-Interviewformular konzentriert sich auf administrative und rechtliche Punkte (Rückgabe, Beschränkungen). Manche Unternehmen führen beide durch — die Befragung für HR-Insights und das Formular für Dokumentation.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen und Banking

Strikte Compliance mit Geheimhaltung und Kundenvertraulichkeit ist essentiell; dokumentierte Austritte reduzieren Risiken bei Finanzaufsicht.

Softwareentwicklung und IT

Rückgabe von Zugangsschlüsseln, Quellcode-Repositories und geistigem Eigentum ist kritisch; das Formular schützt Ihre Codebase.

Pharmazie und Gesundheitswesen

Strenge Dokumentation ist erforderlich; Patientendaten und Betriebsgeheimnisse müssen geschützt sein — das Formular dokumentiert diese Sorgfalt.

Produktion und Logistik

Rückgabe von Sicherheitsschlüsseln und Zugang zu Lagerbeständen ist wichtig; das Formular schafft Klarheit über physische Gegenstände.

Marketing und Werbung

Kundenlisten und kreative Arbeiten sind geschützte Assets; das Formular dokumentiert Vertraulichkeitsverpflichtungen gegenüber Kunden.

Beratung und Rechtsdienstleistungen

Mandantenvertraulichkeit und Arbeitsprodukte erfordern strikte Dokumentation; das Formular schützt beide Parteien rechtlich ab.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist das Austritts-Interviewformular nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber empfohlen, besonders wenn es um Geheimhaltung, Kundenlisten oder Patente geht. Das Formular dient als Nachweis, dass der Arbeitnehmer über seine Pflichten unterrichtet wurde und Firmeneigentum ordnungsgemäß zurückgegeben hat. Überprüfen Sie, dass Ihre Rückgabeanforderungen nicht unverhältnismäßig sind — achten Sie auf betriebsräte-Mitspracherechte, falls vorhanden.

In Österreich ist die Dokumentation von Austrittsgesprächen ebenfalls best practice. Besonders im Zusammenhang mit Geheimhaltungs- und Konkurrenzklauseln ist die schriftliche Bestätigung wertvoll. Das Formular sollte mit österreichischem Arbeitsrecht überprüft werden, da es kleine Unterschiede bei der Durchsetzbarkeit von Non-Compete-Klauseln gibt.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandard-Austrittsprozesse in stabilen Unternehmen ohne komplexe Compliance-Anforderungen oder umstrittene Kündigungen.0 EUR (Vorlage); nur Ihre interne Zeit für Ausfüllung und Archivierung.15–30 Minuten pro Austrittsgespräch.
Vorlage + Profi-PrüfungUnternehmen mit höherem Risiko (z. B. IT, Finanz, Pharma), die möchten, dass ein Anwalt oder Compliance-Experte das Formular überprüft und ggf. spezifische Klauseln hinzufügt.50–200 EUR für anwaltliche Überprüfung oder Anpassung; dann 0 EUR pro Nutzung.1–2 Stunden für anwaltliche Anpassung, dann 15–30 Minuten pro Gespräch.
MaßgeschneidertSpezialfälle (z. B. internationale Mitarbeiter, Führungskräfte mit erheblichen Vermögenswerten oder Geheimhaltungsvereinbarungen) oder wenn Ihr Unternehmen ein einzigartiges Offboarding-System hat, das individuell dokumentiert werden soll.400–1.000+ EUR für anwaltliche Individualisierung.2–4 Wochen Durchlaufzeit; dann 15–30 Minuten pro Nutzung.

Glossar

Offboarding
Strukturierter Prozess der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses und Übergabe aller Aufgaben und Firmeneigentum.
Vertraulichkeitsverpflichtung
Rechtliche Verpflichtung eines Mitarbeiters, Betriebsgeheimnisse und Geschäftsinformationen geheim zu halten, auch nach Austritt.
Kündigung freiwillig
Austritt auf Initiative des Mitarbeiters, z. B. durch Eigenkündigung.
Kündigung unfreiwillig
Austritt aufgrund von Kündigung durch den Arbeitgeber oder Betriebsstilllegung.
Firmeneigentum
Gegenstände und Unterlagen, die dem Unternehmen gehören und vom ausscheidenden Mitarbeiter zurückgegeben werden müssen.
Abschlussgespräch
Finales Gespräch mit dem ausscheidenden Mitarbeiter zur Klärung aller offenen Punkte und Rückgaben.
Kundenliste
Geschützte Information über Geschäftskontakte und Kundenbeziehungen, die unter Geheimhaltung fällt.
Non-Compete-Klausel
Vereinbarung, nach der Mitarbeiter während oder nach ihrem Ausscheiden nicht für Konkurrenten tätig werden dürfen.
Geistiges Eigentum
Durch Patentzahlen, Marken oder Urheberrecht geschützte Erfindungen, Designs oder Werke des Unternehmens.
Access Control
Verwaltung und Sperrung von Zutrittsberechtigungen (Gebäudepässe, IT-Zugang, Schlüssel) beim Austritt.

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