Benachrichtigung über Entlassung wegen Verletzung der Arbeitsregeln

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FreiBenachrichtigung über Entlassung wegen Verletzung der Arbeitsregeln

Auf einen Blick

Was es ist
Ein professionelles Benachrichtigungsschreiben zur Kommunikation einer Entlassung aufgrund von Verletzung der betrieblichen Arbeitsregeln. Das Dokument ist im Word-Format verfügbar und kann einfach mit den Daten Ihres Unternehmens und des betroffenen Mitarbeiters personalisiert werden. Es bietet eine rechtlich klare und faire Formulierung, die die Gründe der Beendigung deutlich kommuniziert.
Wann Sie es brauchen
Diese Vorlage benötigen Sie, wenn Sie einen Arbeitnehmer wegen wiederholter oder schwerwiegender Verstöße gegen geltende Arbeitsregeln des Unternehmens entlassen müssen. Sie dient als offizielle schriftliche Mitteilung, die den Beschäftigungsverhältnis beendet und dokumentiert, dass die Entlassung regelkonform erfolgt ist.
Was enthalten ist
Das Schreiben enthält alle wesentlichen Komponenten: Angabe des Enddatums der Beschäftigung, konkrete Beschreibung der regelwidrigen Verstöße, Hinweis auf die letzte Gehaltszahlung und Abwicklungsdetails. Die Struktur ist klar und professionell aufgebaut, um Missverständnisse auszuschließen.

Was ist eine Benachrichtigung über Entlassung wegen Verletzung der Arbeitsregeln?

Eine Benachrichtigung über Entlassung wegen Verletzung der Arbeitsregeln ist ein professionelles Schreiben, mit dem ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter mitteilt, dass sein Arbeitsverhältnis endet. Dieses Schreiben dokumentiert die Gründe der Kündigung (konkrete Regelverstoße), das Enddatum und Details zur Gehaltszahlung. Die Vorlage ist im Word-Format verfügbar und kann einfach mit Ihren Unternehmensangaben und den Mitarbeiterdaten personalisiert werden. Ein PDF-Export ermöglicht die Archivierung in der Personalakte und den Versand per Einschreiben oder per Hand.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein schriftliches Entlassungsschreiben ist nicht nur eine Höflichkeit — es ist eine rechtliche Notwendigkeit. Ein gut formuliertes Schreiben schützt Ihr Unternehmen vor späteren Streitigkeiten, indem es klare Dokumentation der Gründe und des Verfahrens bietet. Ohne schriftliche Benachrichtigung besteht das Risiko, dass eine Kündigung angefochten wird oder der Mitarbeiter behauptet, das Enddatum nicht gekannt zu haben. Die Vorlage stellt sicher, dass Sie alle erforderlichen Informationen enthalten und einen professionellen Ton wahren, der Konflikte minimiert und die Glaubwürdigkeit Ihres Unternehmens wahrt.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Ein einzelner, ernster Regelverstoß (z.B. Diebstahl, Gewalt), der sofortige Beendigung rechtfertigtEntlassung wegen einmaliger schwerwiegender Verletzung
Mehrere Verwarnungen und Verwarnungsschreiben vorausgegangen; letzte MahnungEntlassung wegen wiederholter Verstöße
Regelverstoß, aber Arbeitgeber bietet Abfindung zur einvernehmlichen BeendigungEntlassung mit Abfindungsangebot
Sehr schwerwiegender Verstoß; Mitarbeiter wird sofort freistellen, ohne KündigungsfristEntlassung mit sofortiger Freistellung
Regelverstoß in den ersten Monaten; keine langen Fristen erforderlichEntlassung während Probezeit
Mitarbeiter hat Firmeneigentum oder Unterlagen; Rückgabe vor Enddatum erforderlichEntlassung mit Rückgabeanforderung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unspezifische Gründe nennen

Warum es wichtig ist: Das Schreiben verliert rechtliche Klärheit und kann angefochten werden, wenn die Gründe unklar oder unzureichend dokumentiert sind.

Fix: Nennen Sie konkrete Daten, Vorkommnisse und Regelverstöße mit direktem Bezug zu Unternehmensrichtlinien oder Arbeitsvertrag.

❌ Emotionale oder beleidigende Sprache verwenden

Warum es wichtig ist: Ein vorwurfsvolles oder respektloses Ton kann zu Rechtsstreitigkeiten oder beschädigtem Betriebsklima führen.

Fix: Halten Sie den Ton sachlich und professionell; beschreiben Sie nur Tatsachen, nicht Charakterzüge.

❌ Keine Dokumentation von vorherigen Verwarnungen

Warum es wichtig ist: Ohne Nachweis von früheren Verwarnungen ist eine ordentliche Kündigung in vielen Fällen nicht haltbar.

Fix: Referenzieren Sie vorherige schriftliche Verwarnungen oder Gespräche mit Daten und dokumentieren Sie diese in der Personalakte.

❌ Kündigungsfrist übersehen

Warum es wichtig ist: Die Einhaltung gesetzlicher oder vertraglich vereinbarter Fristen ist zwingend; eine Kündigung ohne Frist kann ungültig sein.

Fix: Überprüfen Sie das deutsche Arbeitsgesetzbuch (BGB), Tarifverträge und den individuellen Arbeitsvertrag auf geltende Fristen.

❌ Gehaltszahlung unklar regeln

Warum es wichtig ist: Streit über die letzte Gehaltszahlung kann zu Rechtsverfahren und schlechten Bewertungen des Unternehmens führen.

Fix: Geben Sie genaue Daten, Beträge und Zahlungsmethode an; erwähnen Sie Urlaubsabrechnung und Sozialversicherung.

❌ Schreiben nicht rechtzeitig per Einschreiben versenden

Warum es wichtig ist: Ohne Versanddokumentation kann nicht nachgewiesen werden, dass der Mitarbeiter die Kündigung erhalten hat.

Fix: Versenden Sie das Schreiben per Einschreiben mit Rückschein oder gegen Unterschrift per Hand; bewahren Sie Belege auf.

Die 3 wichtigsten Abschnitte, erklärt

Angabe des Enddatums

Das Schreiben teilt das genaue Datum mit, an dem das Arbeitsverhältnis endet. Dies wird normalerweise im ersten Absatz eindeutig formuliert und gibt dem Mitarbeiter Klarheit über seine letzte Beschäftigung.

Beschreibung der Regelverstoße

Der Kern des Schreibens listet auf, welche Arbeitsregeln verletzt wurden. Eine konkrete, sachliche Beschreibung ohne emotionale Sprache ist wichtig, um die Gründe der Entlassung transparent und nachvollziehbar zu dokumentieren.

Hinweis auf Gehaltszahlung

Das Schreiben enthält Informationen darüber, wie und wann die ausstehende Gehaltszahlung erfolgt. Dies ist sowohl ein rechtliches Erfordernis als auch eine praktische Information für den betroffenen Mitarbeiter.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Datum und Kontaktdaten einfügen

    Geben Sie das Ausstellungsdatum des Schreibens ein und ergänzen Sie die Adresse des betroffenen Mitarbeiters korrekt.

    💡 Verwenden Sie das Firmenbrief-Format mit Ihrem Firmenkopf und Kontaktinformationen.

  2. 2

    Anrede personalisieren

    Ersetzen Sie [ANSPRECHPARTNER] durch den vollständigen Namen und die korrekte Anrede (Herr/Frau) des Mitarbeiters.

    💡 Überprüfen Sie die Schreibweise des Namens in Ihrer Personalakte.

  3. 3

    Enddatum der Beschäftigung definieren

    Geben Sie das genaue Datum ein, an dem die Beschäftigung endet. Dies kann sofort sein oder nach einer Kündigungsfrist liegen.

    💡 Beachten Sie geltende Kündigungsfristen aus dem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.

  4. 4

    Regelverstoße konkret beschreiben

    Ersetzen Sie [BESCHREIBUNG DER VERLETZUNGEN] mit einer sachlichen, detaillierten Aufzählung der Gründe. Nennen Sie Daten, Zeiten und betroffene Arbeitsbereiche.

    💡 Bleiben Sie objektiv; persönliche Kritik oder Spekulationen gehören nicht in ein Entlassungsschreiben.

  5. 5

    Gehaltsinformation aktualisieren

    Geben Sie das Enddatum der Gehaltsperiode ein und teilen Sie mit, wie die letzte Zahlung erfolgt (z. B. zum gewohnten Termin oder als Sammelabrechnung).

    💡 Erwähnen Sie auch Urlaubstage, die noch ausstehen, oder wie diese abgerechnet werden.

  6. 6

    Rückgabe von Firmeneigentum regeln

    Optional: Fügen Sie einen Absatz ein, der auffordert, Firmenschlüssel, Ausweise, Laptop oder andere Gegenstände vor dem Enddatum zurückzugeben.

    💡 Eine klar dokumentierte Rückgabe schützt beide Parteien.

  7. 7

    Referenzen und Enddatum überprüfen

    Lesen Sie das komplette Schreiben durch, überprüfen Sie Rechtschreibung und Datumsangaben, und signieren Sie es.

    💡 Drucken Sie eine Kopie für Ihre Personalakte; senden Sie das Original per Einschreiben oder per Hand mit Unterschrift.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich einen Mitarbeiter ohne schriftliche Warnung entlassen?

In vielen Fällen ist eine vorherige schriftliche Verwarnung erforderlich, um eine ordentliche Kündigung zu rechtfertigen. Ausnahmen sind schwerwiegende Verstöße (z. B. Diebstahl, Gewalt), die eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Allerdings muss auch bei fristloser Kündigung ein triftiger Grund vorliegen. Konsultieren Sie einen Arbeitsrecht-Anwalt, um sicherzustellen, dass Ihre Entlassung rechtlich haltbar ist.

Muss das Entlassungsschreiben per Einschreiben versendet werden?

Ja, es wird dringend empfohlen, das Schreiben per Einschreiben mit Rückschein zu versenden oder dem Mitarbeiter persönlich gegen Unterschrift auszuhändigen. Dies dokumentiert, dass der Mitarbeiter das Schreiben erhalten hat und dient als Beweis im Fall eines späteren Rechtsstreits.

Was ist der Unterschied zwischen ordentlicher und fristloser Kündigung?

Eine ordentliche Kündigung befolgt die im Arbeitsvertrag oder Gesetz festgelegten Kündigungsfristen (z. B. vier Wochen). Eine fristlose Kündigung endet sofort, ohne Frist, und ist nur bei sehr schwerwiegenden Gründen zulässig. Fristlose Kündigungen unterliegen strengeren rechtlichen Anforderungen und sollten anwaltlich geprüft werden.

Kann ein Mitarbeiter eine Entlassung anfechten?

Ja, ein Mitarbeiter kann eine Kündigungsschutzklage einreichen, wenn er der Meinung ist, dass die Entlassung ungerechtfertigt oder formal fehlerhaft ist. Dies ist einer der Gründe, warum eine genaue Dokumentation der Regelverstoße und vorherigen Verwarnungen entscheidend ist. Eine anwaltliche Prüfung vor Versand des Schreibens ist ratsam.

Muss ich die Gründe im Kündigungsschreiben nennen?

Im Grundsatz nicht gesetzlich verpflichtend, aber es ist hochgradig empfohlen. Wenn Sie die Gründe nicht nennen, hat der Mitarbeiter das Recht, Sie zu fragen. Die Nennung konkreter Gründe zeigt Transparenz und verstärkt die Rechtfertigung der Entlassung, falls sie angefochten wird.

Wie lange muss ich Personalakten aufbewahren?

In Deutschland müssen Personalakten und Kündigungsdokumente mindestens sechs Monate nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufbewahrt werden. Viele Arbeitgeber bewahren sie aus Vorsichtsgründen länger auf (z. B. drei Jahre). Prüfen Sie Ihre lokale Regelung in Österreich oder der Schweiz.

Kann ich mündlich kündigen oder muss es schriftlich sein?

Nach deutschem Arbeitsgesetzbuch (BGB § 623) muss eine Kündigung schriftlich erfolgen und von einer autorisierten Person unterzeichnet sein. Eine mündliche Kündigung ist ungültig. Das Schreiben muss per Originalunterschrift oder anerkanntem E-Mail-Verfahren erfolgen.

Was muss ich bei Entlassung während der Probezeit beachten?

Während der Probezeit (normalerweise erste drei bis sechs Monate) können Kündigungsfristen kürzer sein oder entfallen. Das Schreiben muss trotzdem schriftlich erfolgen und konkrete Gründe nennen. Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag auf spezifische Probezeit-Regelungen.

Bin ich verpflichtet, eine Abfindung anzubieten?

Nein, eine Abfindung ist nicht gesetzlich zwingend erforderlich, kann aber angeboten werden, um eine einvernehmliche Beendigung zu erreichen oder das Risiko von Rechtsstreitigkeiten zu verringern. Wenn Sie eine Abfindung anbieten, sollten Sie dies im Schreiben klar dokumentieren und ein separates Aufhebungsabkommen erstellen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Verwarnungsschreiben

Ein Verwarnungsschreiben ist eine erste Verwarnung vor der Entlassung; es gibt dem Mitarbeiter eine Chance, sein Verhalten zu ändern. Das Entlassungsschreiben hingegen beendet das Arbeitsverhältnis endgültig. In der Regel sollten ein oder mehrere Verwarnungsschreiben einem Entlassungsschreiben vorangehen, um eine rechtlich haltbare ordentliche Kündigung zu sichern.

vs Aufhebungsabkommen

Ein Aufhebungsabkommen ist eine gegenseitige Vereinbarung, das Arbeitsverhältnis zu beenden, oft mit Abfindung und einvernehmlicher Einigung. Ein Entlassungsschreiben ist einseitige Kündigung durch den Arbeitgeber. Das Aufhebungsabkommen vermeidet Rechtsstreitigkeiten, erfordert aber Zustimmung des Mitarbeiters.

vs Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag ist die ursprüngliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Rechte und Pflichten festlegt. Das Entlassungsschreiben beendet diesen Vertrag. Der Vertrag enthält oft auch Kündigungsklauseln, die das Entlassungsschreiben referenzieren muss.

vs Freistellungsmitteilung

Eine Freistellungsmitteilung teilt dem Mitarbeiter mit, dass er sofort nicht mehr zur Arbeit kommen muss, bleibt aber im Arbeitsverhältnis (meist während Kündigungsfrist). Das Entlassungsschreiben beendet das Verhältnis komplett. Manchmal folgt eine Freistellung dem Entlassungsschreiben, um Interessenskonflikte zu vermeiden.

Branchenspezifische Hinweise

Einzelhandel und Gastgewerbe

Häufiger Grund sind Kassendefizite, Kundendienstverstoße oder Regelabweichungen; schnelle Entlassungsprozesse sind wichtig.

Produktion und Handwerk

Sicherheitsverletzungen und Nichtbeachtung von Arbeitsschutzregeln sind kritische Entlassungsgründe.

Büro und Verwaltung

Gründe sind oft Datenschutzverletzungen, Geheimhaltungsbruch oder wiederholte Leistungsmängel.

Logistik und Transport

Verkehrsverletzungen, Fahrzeugbeschädigungen und Sicherheitsabweichungen sind häufige Entlassungsgründe.

Personalwesen und Beratung

Reputationsschaden, Interessenskonflikte oder Vertragsbruch können zu schneller Entlassung führen.

Bildung und Sozialwesen

Verhaltenskodex-Verletzungen und Verstöße gegen Schutzrichtlinien sind Gründe für Entlassung.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEin einfacher Regelverstoß nach vorherigen Verwarnungen; standardisierte Entlassungsgründe; kleines Unternehmen mit klarem Fall.Nur Vorlage: 15–40 EUR (einmalig)30–45 Minuten zum Ausfüllen und Versand
Vorlage + Profi-PrüfungMittlere Komplexität; Sie möchten rechtliche Sicherheit, aber ohne vollständige anwaltliche Beratung; Ihnen fehlt Klarheit über Kündigungsfristen.Vorlage + anwaltliche Prüfung: 300–800 EUR2–5 Arbeitstage für Prüfung und Rückmeldung
MaßgeschneidertSchwerwiegende Verstöße; fristlose Kündigung; Mitarbeiter mit Betriebsratsvertretung oder Gewerkschaftsvertrag; hohes Konfliktrisiko.Anwältliche Beratung und Entwurf: 1.000–3.000 EUR1–2 Wochen für vollständige Konsultation und Vorbereitung

Glossar

Arbeitsregeln
Verbindliche Verhaltensrichtlinien eines Unternehmens, an die sich Arbeitnehmer halten müssen (z. B. Pünktlichkeit, Sicherheit, Geheimhaltung).
Entlassung
Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber, häufig wegen Fehlverhalten oder wirtschaftlicher Gründe.
Kündigungsfrist
Die Zeitspanne zwischen Mitteilung der Kündigung und dem tatsächlichen Enddatum des Arbeitsverhältnisses.
Regelverstoß
Verletzung einer geltenden Arbeitsregel oder einer Vertragsbedingung.
Fristlose Kündigung
Sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, häufig bei schweren Verstößen.
Abfindung
Einmalige Zahlung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer als Ausgleich für Kündigung.
Personalakte
Dokumentensammlung, die alle Informationen zu einem Arbeitnehmer enthält; muss Kündigungsmitteilungen enthalten.
Verwarnungsschreiben
Schriftliche Verwarnung, die vorher erfolgt, bevor eine Entlassung in Betracht gezogen wird.

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