Auktion aufgrund von pfandrechtlichen Ansprüchen

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FreiAuktion aufgrund von pfandrechtlichen Ansprüchen

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Schreiben zur formalen Ankündigung der Ausübung eines Pfandrechts durch Auktion. Das Dokument informiert den Schuldner über das bestehende Pfandrecht, den fälligen Betrag und die Aufforderung zur Zahlung binnen gesetzter Frist. Sie erhalten die Vorlage als kostenloser Word-Download, vollständig anpassbar.
Wann Sie es brauchen
Dieses Dokument brauchen Sie, wenn Sie als Betreiber, Lagerhalter oder Dienstleister ein Pfandrecht an fremdem Eigentum haben und dieses einziehen möchten. Es wird eingesetzt, um dem Eigentümer eine letzte Zahlungsaufforderung zu erteilen, bevor Waren oder Eigentum versteigert werden.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält die Kopfzeile mit Datum und Kontaktdaten, das Betrefffeld „Absichtserklärung Pfandrecht durch Auktion auszuüben", eine höfliche Anrede, die Bekanntgabe des Pfandrechts mit gesetzlicher Begründung, Beschreibung der Waren und des Lagerscheins, die genaue Forderungssumme sowie eine klare Zahlungsaufforderung mit Fälligkeitsdatum und Zahlungsmodalitäten.

Was ist eine Vorlage „Auktion aufgrund von pfandrechtlichen Ansprüchen"?

Ein Pfandrecht ist das Recht, fremdes Eigentum als Sicherheit für eine Geldschuld zurückzubehalten — beispielsweise wenn ein Kunde Reparaturen in Auftrag gibt, die Rechnung aber nicht bezahlt. Diese Vorlage ist ein formales Schreiben, in dem Sie den Eigentümer benachrichtigen, dass Sie ein Pfandrecht haben und dieses nun durch Auktion ausüben werden, sofern er nicht innerhalb der gesetzten Frist zahlt. Das Dokument ist vollständig anpassbar, kommt als kostenloser Word-Download und kann sofort nach dem Ausfüllen versendet werden. Es enthält alle Standardelemente: Warenbestandteil, Forderungsbetrag, Zahlungsfrist und den Hinweis auf die drohende Versteigerung.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne ein rechtssicheres Schreiben riskieren Sie, dass ein säumiger Schuldner später behauptet, er sei nie benachrichtigt worden oder die Auktion war nicht ordnungsgemäß. Eine gut dokumentierte Ankündigung schützt Sie vor rechtlichen Anfechtungen und zeigt Seriösität. Gleichzeitig hat die Ankündigung oft eine psychologische Wirkung: Viele Schuldner zahlen, sobald sie sehen, dass Sie es ernst meinen. Die Vorlage spart Ihnen Zeit und teure Anwaltskosten bei Standard-Fällen und gibt Ihnen ein bewährtes Muster an die Hand, das die wichtigsten rechtlichen Anforderungen erfüllt — von der klaren Warenbestandteil über die Kostenaufstellung bis zur Zahlungsaufforderung mit Frist.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Schuldner ist kooperativ; Auktion ist letztes Mittel zur DruckausübungEinfache Zahlungsaufforderung mit Pfandrecht
Zahlungsfrist ist abgelaufen; Auktionstermin ist bereits festgelegtAufforderung mit Auktionstermin
Lagering-, Verwaltungs- oder Inkassokosten sollen auf Schuldner übertragen werdenAufforderung mit Kostenaufschlag
Forderung trägt Verzugszinsen aufgrund verspäteter ZahlungAufforderung mit Interessenberechnung
Lagerkosten oder Wertverlust des Gutes haben die ursprüngliche Summe erhöhtSchreiben mit Neubewertung der Ware

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage Warenangabe (z. B. ‚Möbel' statt ‚3 Kiefernstühle, Kissen, Größe 50×50')

Warum es wichtig ist: Bei einer Auktion ist der Käufer berechtigt zu wissen, was er erwirbt. Ungenaue Beschreibung führt zu niedrigeren Geboten und rechtlichen Einsprüchen.

Fix: Verwenden Sie die Warenbezeichnung aus dem Empfangsschein oder der Eingangsliste; fotografieren Sie bei teuren Gegenständen.

❌ Keine Rechtsbasis oder Verweis auf falsches Gesetz

Warum es wichtig ist: Ohne korrekte Rechtsgrundlage ist das Pfandrecht anfechtbar und die Auktion kann rückgängig gemacht werden.

Fix: Recherchieren Sie vorher, ob Sie als Lagerhalter, Spediteur oder Dienstleister Pfandrecht haben; lassen Sie die Rechtsbasis prüfen.

❌ Zu kurze Zahlungsfrist (weniger als 14 Tage)

Warum es wichtig ist: Der Schuldner hat nicht ausreichend Zeit zur Zahlungsorganisation; dies wird von Gerichten oft als Verstoß gegen Treu und Glauben gewertet.

Fix: Geben Sie mindestens 14–30 Tage Frist; ggf. ergänzen Sie einen Hinweis auf Ratenzahlungsmöglichkeit.

❌ Keine Kostenaufstellung oder Vermischung von Grund- und Nebengebühren

Warum es wichtig ist: Der Schuldner kann nicht nachvollziehen, wie die Forderung zustande kam; dies schwächt Ihre Positoin vor Gericht.

Fix: Erstellen Sie eine tabellarische Aufstellung: Grundgebühr + Datum, Lagerkosten + Zeitraum, Bearbeitungsgebühr + Grund, Verzugszinsen + Berechnung.

❌ Aggressiver oder rechtlich anfechtbarer Ton (z. B. ‚Wir verkaufen Ihre Ware ohne weitere Benachrichtigung')

Warum es wichtig ist: Zu harte Formulierungen können Schadensersatzansprüche gegen Sie auslösen, besonders wenn der Schuldner später argumentiert, die Frist war nicht ausreichend.

Fix: Bleiben Sie höflich und sachlich; verwenden Sie Formulierungen wie ‚Für den Fall der Nichtbezahlung sind wir gezwungen, das Pfandrecht auszuüben'.

❌ Kein Versand per beglaubigter Post oder ohne Empfangsbestätigung

Warum es wichtig ist: Der Schuldner kann später behaupten, das Schreiben nicht erhalten zu haben; die Frist könnte nicht zu laufen beginnen.

Fix: Versenden Sie per Einschreiben mit Rückschein oder per zertifizierter E-Mail; speichern Sie die Empfangsbestätigung ab.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Betreffzeile und Ansprache

In einfacher Sprache: Formale Anrede und klare Angabe des Anliegens (Geltendmachung des Pfandrechts).

Beispielformulierung
BETREFF: Absichtserklärung Pfandrecht durch Auktion auszuüben | Sehr geehrter [Herr/Frau] [Ansprechpartner],

Häufiger Fehler: Zu vage oder umständliche Formulierung, die den Ernst nicht vermittelt oder rechtlich unklar wirkt.

Rechtliche Grundlage des Pfandrechts

In einfacher Sprache: Verweis auf das Gesetz oder die Richtlinie, auf die sich das Pfandrecht stützt.

Beispielformulierung
In Übereinstimmung mit [Gesetz oder Richtlinie], informieren wir Sie hiermit, dass unser Betrieb ein Pfandrecht an Eigentum besitzt.

Häufiger Fehler: Keine konkrete Rechtsbasis angeben oder Verweis auf ungültiges Gesetz.

Beschreibung der gepfändeten Ware

In einfacher Sprache: Detaillierte Auflistung und Charakterisierung der Waren oder des Gutes, auf die sich das Pfandrecht bezieht.

Beispielformulierung
Die Waren auf die sich besagtes Pfandrecht bezieht, setzen sich zusammen aus [BITTE BESCHREIBEN], erhalten am [Datum], wie aus unserem Depotempfangsschein Nr. [NUMMER] hervorgeht.

Häufiger Fehler: Vage oder unvollständige Warenangabe; fehlender Bezug zu Empfangsschein oder Eingangsdatum.

Forderungsbetrag und Zeitpunkt

In einfacher Sprache: Klare Angabe des fälligen Betrags und Erläuterung, wann und wie die Schuld entstanden ist.

Beispielformulierung
Besagtes Zurückbehaltungsrecht beläuft sich auf eine Summe von [Betrag], ist nun zahlbar und wird folgendermaßen beschrieben: [BITTE BESCHREIBEN].

Häufiger Fehler: Unklare Summe oder fehlende Trennung zwischen Grundschuld und Nebenkosten.

Forderungsaufstellung mit Kostenzusammensetzung

In einfacher Sprache: Aufbau der Gesamtforderung mit einzelnen Positionen (Gebühren, Lagerkosten, Zinsen).

Beispielformulierung
[Lagergebühr: XXX EUR] + [Bearbeitungsgebühr: XXX EUR] + [Verzugszinsen: XXX EUR] = Gesamtforderung: [Betrag]

Häufiger Fehler: Kostenpositionen ohne Begründung aufaddieren oder das Rechnungsdatum nicht angeben.

Zahlungsaufforderung mit Frist und Modalitäten

In einfacher Sprache: Klare Aufforderung zur Zahlung des Betrags bis zu einem bestimmten Datum mit Angabe der Zahlungsarten.

Beispielformulierung
Hiermit fordern wir Sie auf den Betrag von [BETRAG] in bar, per Zahlungsanweisung oder mit einem beglaubigten Scheck bis zum [DATUM] zu bezahlen.

Häufiger Fehler: Zu kurze Frist setzen (unrealistisch); keine Kontoverbindung für Überweisung angeben.

Ankündigung der Auktion im Falle der Nichtbezahlung

In einfacher Sprache: Warnung vor den Konsequenzen der ausbleibenden Zahlung (Versteigerung, Kostenübernahme).

Beispielformulierung
Bei Nichtbezahlung bis zum [DATUM] werden wir das Pfandrecht durch öffentliche Auktion ausüben und die entstehenden Kosten der Versteigerung auf Sie übertragen.

Häufiger Fehler: Zu aggressiver Ton oder Drohungen, die rechtlich nicht haltbar sind.

Kontaktinformation und Rückfragen

In einfacher Sprache: Angabe von Kontakt für Rückfragen, Zahlungsbestätigungen oder Vereinbarungen.

Beispielformulierung
Bei Fragen oder zur Vereinbarung einer Zahlungsvereinbarung kontaktieren Sie uns unter [Telefon] oder [E-Mail].

Häufiger Fehler: Keine Kontaktmöglichkeit angeben; unklare Ansprechperson oder ungültige Nummern.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Kopfzeile und Datum eintragen

    Fügen Sie oben links Ihr Unternehmen, die Adresse und das aktuelle Datum ein. Rechts oben tragen Sie Empfänger und dessen Adresse ein.

    💡 Verwenden Sie professionelle Geschäftspapieroptik; Blockformat ist Standard.

  2. 2

    Betreffzeile und Adressat präzisieren

    Ersetzen Sie [Herr/Frau] und [Ansprechpartner] durch den tatsächlichen Namen und die korrekte Anrede des Schuldners.

    💡 Bei Unternehmen: Name des Geschäftsführers oder der zuständigen Person recherchieren.

  3. 3

    Rechtliche Grundlage des Pfandrechts konkretisieren

    Ersetzen Sie [Gesetz oder Richtlinie] durch den genauen Paragraphen (z. B. § 369 HGB für Spediteur, § 175 StGB für Lagerhalter).

    💡 Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Sie unsicher sind, welche Rechtsgrundlage auf Ihren Fall zutrifft.

  4. 4

    Warentyp, Datum und Empfangsschein ausfüllen

    Ersetzen Sie [BITTE BESCHREIBEN] mit genaue Artikel (z. B. ‚5 Stahlträger, 10 Koffer, 1 Maschine'), [Datum] mit Eingangsdatum und [NUMMER] mit Ihrer internen Empfangsschein-ID.

    💡 Je genauer die Beschreibung, desto weniger Angriffsfläche für Einsprüche durch den Schuldner.

  5. 5

    Forderungssumme berechnen und auflisten

    Ersetz [Betrag] mit der genauen Summe aus Lagergeld, Bearbeitungsgebühren und eventuellen Verzugszinsen. Erstellen Sie eine Kostenaufstellung.

    💡 Belegen Sie jeden Posten mit einem Dokument (Rechnung, Gebührentarif, Vertrag); sonst verlieren Sie vor Gericht.

  6. 6

    Zahlungsfrist und Zahlungsmodalitäten eintragen

    Ersetzen Sie [DATUM] mit einem realistischen, zukünftigen Datum (mindestens 14 Tage ab Versand). Geben Sie Kontoverbindung oder alternative Zahlungsarten an.

    💡 Eine zu kurze Frist kann rechtlich anfechtbar sein; 30 Tage ist Standard.

  7. 7

    Konsequenzen und Kontaktdaten hinzufügen

    Ergänzen Sie einen Zusatztext: ‚Bei Nichtbezahlung führen wir die Auktion durch und berechnen Kosten auf Sie.' Tragen Sie oben rechts oder unten Ihre Telefon und E-Mail ein.

    💡 Nennen Sie auch eine konkrete Ansprechperson, damit der Schuldner nicht ins Leere arbeitet.

  8. 8

    Dokument prüfen und signieren

    Lesen Sie das Schreiben nochmals durch, kontrollieren Sie alle Daten auf Korrektheit, und unterschreiben Sie mit Tinte (oder digital signiert).

    💡 Behalten Sie eine Kopie; versenden Sie das Original per beglaubigter Post oder mit Zugangsbestätigung.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann darf ich das Pfandrecht ausüben?

Sie dürfen das Pfandrecht ausüben, sobald die vereinbarte Zahlungsfrist abgelaufen ist und der Schuldner nicht bezahlt hat. In der Regel sollten Sie mindestens 14 Tage nach Zugang des Schreibens verstreichen lassen. Prüfen Sie vorher, ob das Pfandrecht durch einen Vertrag oder Geschäftsbedingungen rechtlich begründet ist. Bei größeren Forderungen ist eine anwaltliche Beratung sinnvoll.

Muss ich die Auktion ankündigen?

Ja, Sie sollten die Auktion schriftlich ankündigen — mindestens 7–14 Tage vorher. Die Ankündigung muss Zeit, Ort, Warenbestand und Verkaufsbedingungen enthalten. Dies zeigt Transparenz und schützt Sie vor rechtlichen Anfechtungen. In einigen Bundesländern ist eine Veröffentlichung im Internet oder in lokalen Medien erforderlich.

Was mache ich mit dem Auktionserlös?

Der Erlös wird zunächst auf Ihre Forderung angerechnet. Die verbleibende Summe (falls der Erlös höher ist) muss an den ursprünglichen Eigentümer erstattet werden. Dokumentieren Sie den Ablauf genau und heben Sie die Differenz nicht einfach ab — dies könnte zu Vorwürfen der Unterschlagung führen. Im Zweifelsfall halten Sie das Geld auf einem Treuhandkonto.

Kann der Schuldner die Auktion verhindern?

Theoretisch kann der Schuldner vor Gericht Einwand einreichen, wenn er argumentiert, dass das Pfandrecht nicht rechtmäßig war oder die Frist nicht ausreichend war. Dies ist aber selten erfolgreich, wenn Sie das Pfandrecht schriftlich ankündigt haben und die Vorwarnung rechtzeitig war. Eine einstweilige Verfügung können sie nur bekommen, wenn sie gute Chancen haben Recht zu bekommen.

Welche Kosten darf ich dem Schuldner berechnen?

Sie dürfen Lagergebühren (gem. Ihre Gebührentarif), Bearbeitungs- oder Verwaltungskosten und ggf. Verzugszinsen (Standard: 5 % p. a. über dem Basiszinssatz) berechnen. Die Kosten für die Auktion selbst (Versteigerungsgebühren, Anzeigen) dürfen Sie auch umlegen. Alle Positionen müssen dokumentiert und begründet sein.

Was passiert, wenn der Schuldner nach der Auktion zahlen möchte?

Wenn der Schuldner vor der Auktion zahlt, erhalten Sie die volle Forderung und die Auktion entfällt — das ist optimal. Zahlt er danach, ist die Ware bereits verkauft. Sie müssen die Auktion nicht rückgängig machen, können aber Schadensersatz verlangen, wenn der Schuldner beweist, dass die Auktion unter Wert stattgefunden hat.

Brauche ich einen Anwalt für diese Mitteilung?

Für die Mitteilung selbst nicht unbedingt — diese Vorlage ist für Standard-Fälle ausreichend. Bei komplexen Situationen (umstrittenes Pfandrecht, hohe Forderung, unternehmensübergreifende Transaktion) ist eine anwaltliche Prüfung sinnvoll. Ein Anwalt kann auch bei Einwänden des Schuldners vertreten.

Ist eine Auktion online oder öffentlich möglich?

Ja, je nach Wert und Art der Ware. Private Auktionen (nur dem Schuldner mitgeteilt) sind möglich, öffentliche Auktionen (in der Lokalpresse, online) erhöhen den Erlös und senken das Risiko von Anfechtungen. Prüfen Sie vorher, ob Ihre Gebührenordnung oder der Vertrag Vorgaben zum Auktionsmodus machen.

Muss ich eine beglaubigt Kopie versenden?

Nicht zwingend, aber empfohlen. Versenden Sie das Original per Einschreiben mit Rückschein oder per zertifizierter E-Mail. Dies ist billiger als beglaubigte Kopien und bietet ausreichend Beweis für den Zugang. Beglaubigte Kopien sind eher für Gerichtsverfahren relevant.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Zahlungserinnerung

Eine Zahlungserinnerung ist die erste Mahnung ohne Pfandrecht — Sie fordern nur auf, noch zu zahlen. Eine Auktion aufgrund von Pfandrechten ist der nächste Schritt: Sie haben bereits ein Recht auf das Gut und kündigen dessen Verkauf an. Zahlungserinnerungen sind höflicher und niederschwelliger; Auktionsmitteilungen sind rechtlich bindender und zeigen Handlungsbereitschaft.

vs Mahnbrief (Zweite Mahnung)

Ein Mahnbrief ist eine formale, oft mit Strafzinsen versehene Zahlungsaufforderung ohne Pfandrecht. Die Auktionsmitteilung hingegen basiert auf einem konkreten, bereits bestehendem Zurückbehaltungsrecht. Mahnbriefe sollen aufschrecken und Zahlung erzwingen; Auktionsmitteilungen sind der Schritt kurz vor dem Verkauf der Ware. Auktionsmitteilungen haben mehr Druck, aber auch mehr Risiko für Sie rechtlich.

vs Anzeige zur Pfändung

Eine Pfändungsanzeige ist ein gerichtliches Instrument nach Mahnverfahren und Urteil — der Schuldner wurde vorher verurteilt. Eine Auktion wegen Pfandrecht ist außergerichtlich und basiert auf vorabredetem Zurückbehaltungsrecht (kein Gericht nötig). Pfändungen sind formaler, langsamer, aber offizieller. Auktionsmitteilungen sind schneller, aber Sie haben weniger Schutz, wenn der Schuldner argumentiert, das Pfandrecht war nicht rechtmäßig.

vs Aufforderung zur Rücknahme von Waren

Eine Rücknahmeaufforderung ist die friedlichste Option — Sie fordern den Eigentümer auf, seine Ware selbst zu holen und dabei Gebühren zu zahlen. Eine Auktionsmitteilung ist aggressiver: Sie drohen mit Verkauf, wenn nicht gezahlt wird. Wählen Sie die Rücknahmeaufforderung, wenn der Schuldner zuverlässig wirkt; die Auktionsmitteilung, wenn er ignorant oder böswillig ist.

Branchenspezifische Hinweise

Lagerung und Logistik

Lagerhalter und Spediteure nutzen Pfandrechte zur Sicherung von Lager- und Transportgebühren gegen Nichtbezahlung.

Handwerk und Reparaturbetriebe

Reparaturwerkstätten halten Kundengeräte bis zur Zahlung zurück; die Auktionsmitteilung beschleunigt die Bezahlung.

Einzelhandel und E-Commerce

Einzelhändler können Pfandrechte auf versendete Ware anmelden, falls Kunden nicht zahlen.

Autohandel und Werkstätten

Autowerkstätten nutzen Pfandrechte auf Fahrzeuge zur Sicherung von Reparaturkosten und Ersatzteiln.

Kunsthandel und Antiquariat

Antiqu Äre und Kunsthändler können Pfandrechte auf Kunstobjekte anwenden, um Provisionen oder Lagerkosten zu decken.

Versicherung und Finanzservices

Finanzdienstleister können Pfandrechte auf versicherte oder verwahrte Vermögenswerte geltend machen.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenSie haben ein klares Pfandrecht (Spediteur, Lagerhalter), der Betrag ist überschaubar (< 10.000 EUR), und der Schuldner war bereits informiert.0–50 EUR (nur Druck, Porto, Einschreiben)1–2 Tage (Vorlage ausfüllen, Kopie behalten, versenden)
Vorlage + Profi-PrüfungSie möchten sichergehen, dass das Pfandrecht rechtlich haltbar ist, vor allem bei hohen Summen oder internationalen Parteien.200–500 EUR (Anwaltliche Stundenhonorare, deutschlandweit 150–250 EUR/h)3–5 Tage (Anwalt prüft Entwurf, gibt Feedback, Sie versenden)
MaßgeschneidertDas Pfandrecht ist fragwürdig, der Fall ist komplex (mehrere Parteien, Insolvenzrisiko), oder die Ware ist extrem wertvoll.500–2.000 EUR (vollständig entworfenes Schreiben mit Beratung)1–2 Wochen (Anwalt recherchiert, berät, entwirft, Verhandlungen möglich)

Glossar

Pfandrecht
Das Recht, fremdes Eigentum als Sicherheit für eine Forderung zurückzubehalten und gegebenenfalls zu verkaufen.
Zurückbehaltungsrecht
Das Recht des Gläubigers, Waren oder Gegenstände einzubehalten, bis eine Schuld bezahlt ist.
Depotempfangsschein
Ein Dokument, das den Erhalt und die Verwahrung von Waren durch einen Dritten bestätigt.
Auktion
Ein öffentlicher Verkauf von Waren an den Höchstbietenden zur Realisierung einer Forderung.
Fälligkeitsdatum
Das Datum, bis zu dem eine Zahlungsverpflichtung erfüllt sein muss.
Forderung
Der Anspruch auf eine Geldleistung durch den Gläubiger gegenüber dem Schuldner.
Verzugszinsen
Zinsen, die anfallen, wenn eine Zahlung nach dem vereinbarten Termin erfolgt.
Gesamtforderung
Die vollständige Summe aller offenen Zahlungen einschließlich Gebühren und Kosten.
Auskunftspflicht
Die Verpflichtung, dem Eigentümer Informationen über Lagerung und Zustand der Ware zu geben.
Versteigerung
Die öffentliche oder private Auktion von beschlagnahmten oder gepfändeten Waren.

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