Freigabe von Fotografien und Aufnahmen von Angestellten

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FreiFreigabe von Fotografien und Aufnahmen von Angestellten

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Fotografen-Freigabe ist eine unterzeichnete schriftliche Vereinbarung, in der ein Angestellter dem Unternehmen ausdrücklich das Recht einräumt, Fotografien oder Videoaufnahmen sowie Tonaufnahmen von ihm zu erstellen und zu nutzen. Die Vorlage ist als bearbeitbares Word-Dokument erhältlich und regelt die kommerziellen und werberischen Nutzungsrechte klar und verbindlich.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Freigabe, wenn Sie Fotos oder Videos von Angestellten für Werbematerialien, Social-Media-Kampagnen, Website-Inhalte, Schulungsmaterialien oder interne Kommunikation verwenden möchten. Sie schützt das Unternehmen vor späteren Einwänden oder rechtlichen Ansprüchen bezüglich der Bildnutzung.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält eine klare Definition der Parteien (Unternehmen und Angestellter), die ausdrückliche Zustimmung zur Erstellung von Fotografien, Video- und Tonaufnahmen, und eine umfassende Klausel zur kommerziellen Nutzung dieser Materialien für Werbung, Publicity und Geschäftszwecke. Es regelt zudem, dass die Aufnahmen einzeln oder in Kombination verwendet werden dürfen.

Was ist eine Vorlage Freigabe von Fotografien und Aufnahmen von Angestellten?

Eine Fotografien-Freigabe ist eine schriftliche Vereinbarung, in der ein Angestellter dem Unternehmen ausdrücklich das Recht einräumt, Fotografien, Videos und Tonaufnahmen von ihm zu erstellen und zu nutzen. Die Vorlage ist ein bearbeitbares Word-Dokument, das Sie sofort verwenden können. Sie regelt klar, dass das Unternehmen die Aufnahmen für Werbung, Publicity und kommerzielle Zwecke nutzen darf — einzeln oder in Kombination mit anderen Materialien. Das Dokument ist rechtlich bindend, wenn es von beiden Parteien unterzeichnet wird, und schützt Ihr Unternehmen vor späteren rechtlichen Ansprüchen bezüglich der Bildnutzung.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

In Deutschland ist das Recht am eigenen Bild besonders stark geschützt. Ohne schriftliche Zustimmung dürfen Sie ein Foto oder Video eines Angestellten nicht für kommerzielle Zwecke veröffentlichen — auch nicht auf der Website oder in sozialen Medien. Der Angestellte könnte später Einspruch erheben, Schadensersatz fordern oder ein einstweiliges Verfügungsverfahren einleiten, um die weitere Nutzung zu verhindern. Eine unterzeichnete Freigabe schützt Sie rechtlich ab und dokumentiert, dass die Zustimmung freiwillig und informiert erteilt wurde. Sie ist auch ein wichtiger Teil der Compliance mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), da Fotos als personenbezogene Daten gelten. Mit dieser Vorlage sparen Sie teure anwaltliche Beratung und minimieren das Risiko von Rechtsstreitigkeiten oder Bußgeldern.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Angestellter stimmt einmalig der Fotografie für allgemeine Zwecke zuBasis-Freigabe (einfache Zustimmung)
Angestellter erhält eine Kompensation für die Freigabe der BildnutzungsrechteErweiterte Freigabe (mit Honorarvereinbarung)
Angestellter kann die Freigabe unter bestimmten Bedingungen kündigenWiderrufliche Freigabe (mit Kündigungsoption)
Beschränkung auf digitale Kanäle (Website, Social Media, E-Mail)Medienspezifische Freigabe (nur digital)
Bilder dürfen an Journalisten, Medien oder Drittanbieter weitergegeben werdenFreigabe für externe Veröffentlichung
Angestellter arbeitet mit Agentur oder externem Fotograf zusammenFreigabe für externe Fotographen

Häufige Fehler vermeiden

❌ Ungenaue oder unvollständige Parteienangaben

Warum es wichtig ist: Wenn die Namen oder Adressen falsch sind, kann das Dokument vor Gericht angefochten werden und ist möglicherweise nicht durchsetzbar.

Fix: Überprüfen Sie alle Daten mit dem Handelsregisterauszug und der Personalakte.

❌ Zu vage Definition des Nutzungsumfangs

Warum es wichtig ist: Der Angestellte könnte später behaupten, dass die Nutzung über das Abgesprochene hinausgeht (z. B. Foto nur für Website, aber in Werbeplakaten verwendet).

Fix: Definieren Sie klar, wo, wie und wie lange die Aufnahmen verwendet werden dürfen (Website, Social Media, Dauer etc.).

❌ Fehlende oder mangelnde Gegenleistung

Warum es wichtig ist: Ein Dokument ohne Gegenleistung kann als nicht bindend erachtet werden, besonders wenn der Angestellte später widerrufen möchte.

Fix: Nennen Sie eine klare Gegenleistung (Honorar, Beschäftigung, Zusage) oder vereinbaren Sie ausdrücklich, dass die Zustimmung Bestandteil der Anstellungsbedingungen ist.

❌ Keine Datenschutzerklärung oder DSGVO-Hinweis

Warum es wichtig ist: In der EU und in Deutschland ist ein Hinweis auf die Datenverarbeitung nach DSGVO erforderlich, sonst drohen Bußgelder.

Fix: Ergänzen Sie die Freigabe um eine kurze Datenschutzerklärung oder einen Hinweis, dass die Daten nach DSGVO verarbeitet werden.

❌ Unterschrift fehlt oder ist nicht autorisiert

Warum es wichtig ist: Ohne gültige Unterschrift beider Parteien ist das Dokument nicht bindend und nicht durchsetzbar.

Fix: Lassen Sie sowohl den Angestellten als auch eine autorisierte Vertretung (nicht ein unbefugter Mitarbeiter) unterzeichnen.

❌ Keine Regelung für Änderungen oder Widerruf

Warum es wichtig ist: Der Angestellte könnte später einwenden, dass er nicht wusste, ob und unter welchen Bedingungen die Freigabe widerrufen werden kann.

Fix: Legen Sie fest, ob und wie die Freigabe widerrufen, geändert oder beendet werden kann (z. B. mit schriftlicher Kündigung 30 Tage voraus).

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Daten

In einfacher Sprache: Festlegung der beiden Parteien (Unternehmen und Angestellter) mit vollständigen Namen und Adressen.

Beispielformulierung
Zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND], mit Sitz in [ADRESSE], und [NAME DES ANGESTELLTEN], ein Individuum mit Wohnsitz in [ADRESSE].

Häufiger Fehler: Ungenaue oder unvollständige Adressenangaben, die die Identifikation erschweren oder zur Ungültigkeit führen.

Gültigkeitsdatum

In einfacher Sprache: Der Zeitpunkt, ab dem die Freigabe verbindlich wird und ihre rechtliche Geltung beginnt.

Beispielformulierung
Diese Freigabe ist wirksam zum [DATUM] und bleibt in Kraft, sofern nicht durch schriftliche Vereinbarung beendet.

Häufiger Fehler: Kein Gültigkeitsdatum oder unklare Datumsangabe, die zu Streitigkeiten über die Bindungsfrist führt.

Zustimmung zur Erstellung

In einfacher Sprache: Der Angestellte erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass Fotografien, Filme und Tonaufnahmen von ihm angefertigt werden.

Beispielformulierung
Der Angestellte stimmt hiermit zu, dass das Unternehmen Fotografien, Filme, Videos und Tonaufnahmen von ihm anfertigen darf.

Häufiger Fehler: Zu vage Formulierung der Zustimmung, die später bestritten werden könnte (z. B. nur von Fotos sprechen, aber auch Videos nutzen).

Kommerzieller Nutzungsrecht

In einfacher Sprache: Das Unternehmen darf die Aufnahmen für Werbung, Publicity, kommerzielle Zwecke und andere Geschäftszwecke nutzen.

Beispielformulierung
Das Unternehmen ist autorisiert, die Fotografien und Aufnahmen für Werbung, Publicity, kommerzielle Zwecke oder andere Geschäftszwecke zu nutzen oder nutzen zu lassen.

Häufiger Fehler: Zu breite oder zu enge Definition des Nutzungsumfangs, die später zu Konflikten über zulässige Verwendungsformen führt.

Kombination mit anderen Materialien

In einfacher Sprache: Die Aufnahmen können einzeln oder zusammen mit anderen Fotos, Videos oder Materialien verwendet werden.

Beispielformulierung
[NAME] genehmigt, dass die Aufnahmen einzeln oder in Verbindung mit anderen Fotografien und Aufnahmen verwendet werden dürfen.

Häufiger Fehler: Keine Regelung, ob Bilder beschnitten, verändert oder mit Texten versehen werden dürfen.

Gegenleistung/Berücksichtigung

In einfacher Sprache: Die Nennung einer Gegenleistung (z. B. als Teil der Arbeitsbedingungen oder ein Honorar), die die Vereinbarung rechtskräftig macht.

Beispielformulierung
Unter Berücksichtigung meiner Beschäftigung beim Unternehmen und/oder unter Berücksichtigung von [BETRAG]...

Häufiger Fehler: Fehlende oder unklare Gegenleistung, die die Gültigkeit der Vereinbarung in Frage stellt.

Haftungsausschluss (optional)

In einfacher Sprache: Das Unternehmen haftet nicht für Missbrauch, Verlust oder Beschädigung der Aufnahmen.

Beispielformulierung
Das Unternehmen haftet nicht für den Missbrauch, Verlust oder die Beschädigung von Fotografien, Filmen oder Tonaufnahmen durch Dritte.

Häufiger Fehler: Zu breite Haftungsausschlüsse, die möglicherweise gesetzlich nicht durchsetzbar sind.

Unterschrift und Datum

In einfacher Sprache: Beide Parteien unterzeichnen das Dokument und bestätigen damit ihre Zustimmung.

Beispielformulierung
Unterzeichnet am [DATUM] von [NAME DES ANGESTELLTEN] und [NAME DER AUTORISIERUNGSPERSON FÜR DAS UNTERNEHMEN].

Häufiger Fehler: Fehlende Unterschriften oder Unterschriften von nicht autorisierter Person, die die Bindungswirkung aufhebt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensdaten eintragen

    Geben Sie den offiziellen Namen Ihres Unternehmens, das Gründungsbundesland und die vollständige Geschäftsadresse ein. Diese Informationen müssen exakt wie im Unternehmensregister eingetragen sein.

    💡 Überprüfen Sie diese Daten im Handelsregisterauszug oder auf Ihrem Geschäftspapier.

  2. 2

    Angestelltendaten erfassen

    Tragen Sie den vollständigen Namen des Angestellten und seine aktuelle Wohnadresse ein. Stellen Sie sicher, dass der Name und die Adresse korrekt sind.

    💡 Diese Daten sollten mit dem Arbeitsvertrag oder der Personalakte übereinstimmen.

  3. 3

    Wirksamkeitsdatum setzen

    Geben Sie das Datum ein, ab dem die Freigabe gültig werden soll (normalerweise das Unterzeichnungsdatum oder der Tag der Vereinbarung).

    💡 Ein Datum in der Zukunft ist zulässig, wenn Sie die Freigabe später aktivieren möchten.

  4. 4

    Umfang der Aufnahmen präzisieren

    Legen Sie fest, ob Fotografien, Videos, Tonaufnahmen oder alle drei erlaubt sind. Sie können auch spezifische Szenen, Orte oder Kontexte einschränken (z. B. nur Porträts, nur für Website).

    💡 Je präziser Sie hier sind, desto weniger Streitigkeiten entstehen später über zulässige Nutzungen.

  5. 5

    Gegenleistung/Kompensation festlegen

    Geben Sie an, ob der Angestellte die Freigabe als Teil seiner Beschäftigung gibt oder ob ein Honorar/eine andere Gegenleistung gezahlt wird. Nennen Sie den genauen Betrag oder die Art der Gegenleistung.

    💡 Eine Gegenleistung macht die Vereinbarung rechtlich bindender. Ohne sie könnte der Angestellte später Einwände erheben.

  6. 6

    Nutzungsbeschränkungen hinzufügen (optional)

    Falls Sie die Nutzung einschränken möchten (z. B. nur intern, nur für [Anzahl] Jahre, nicht für Dritte), fügen Sie diese Einschränkungen hinzu oder nutzen Sie eine spezialisierte Variante.

    💡 Einschränkungen schützen die Privatsphäre des Angestellten und können dessen Zustimmung erhöhen.

  7. 7

    Unterschriften einholen

    Der Angestellte unterschreibt das Dokument. Eine autorisierte Vertretung des Unternehmens (HR-Manager, Geschäftsführer) unterschreibt ebenfalls. Beide Parteien erhalten eine Kopie.

    💡 Digital signierte Dokumente (z. B. über DocuSign) sind rechtlich genauso gültig wie handschriftlich unterzeichnete.

  8. 8

    In der Personalakte speichern

    Speichern Sie eine unterzeichnete Kopie dauerhaft in der Personalakte des Angestellten zur Nachverfolgung und als Nachweis der Zustimmung.

    💡 Bewahren Sie das Original mindestens so lange auf, wie Sie die Aufnahmen nutzen möchten, und darüber hinaus nach den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Freigabe von Fotografien und Aufnahmen, und warum brauche ich sie?

Eine Freigabe ist ein schriftliches Dokument, in dem ein Angestellter dem Unternehmen ausdrücklich das Recht einräumt, Fotos, Videos und Tonaufnahmen von ihm zu erstellen und zu nutzen. Sie brauchen diese, um rechtlich abgesichert zu sein, wenn Sie Bilder für Werbung, Website-Inhalte, Schulungsmaterialien oder interne Kommunikation verwenden. Ohne schriftliche Zustimmung könnte der Angestellte später Einspruch erheben oder schadensersatz verlangen, insbesondere in Deutschland, wo das Recht am eigenen Bild und die Persönlichkeitsrechte stark geschützt sind.

Ist eine unterschriebene Freigabe auch ohne Honorar rechtsgültig?

Ja, in der Regel ja — wenn die Freigabe als Teil der Anstellungsbedingungen oder Beschäftigung gilt. Die Tatsache, dass der Angestellte für das Unternehmen arbeitet, kann als Gegenleistung angesehen werden. Allerdings ist es stärker und unanfechtbarer, wenn Sie eine ausdrückliche Gegenleistung (wie ein Honorar oder eine Bonusregelung) nennen. Das macht das Dokument rechtlich robuster.

Kann ich die Fotos beliebig lange und überall nutzen?

Das kommt darauf an, wie Sie die Freigabe formulieren. Die Vorlage erlaubt grundsätzlich eine breite kommerzielle Nutzung, aber Sie können und sollten Einschränkungen hinzufügen (z. B. nur für 5 Jahre, nur auf der Website, nicht an Dritte). Je breiter die Formulierung, desto mehr Freiheit haben Sie — aber auch desto mehr muss der Angestellte der Nutzung zustimmen. Einschränkungen können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Angestellte bereit ist, zu unterzeichnen.

Was ist, wenn ein Angestellter die Freigabe nicht unterzeichnet?

Sie dürfen die Fotos dann nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Sie können sie intern verwenden (z. B. für Personalakte), aber nicht in Werbung, auf der Website oder in öffentlichen Materialien, solange keine schriftliche Zustimmung vorliegt. Das Ablehnen der Freigabe ist das Recht des Angestellten, und Sie sollten diesen Wunsch respektieren.

Kann ein Angestellter die Freigabe später widerrufen?

Das hängt von der Formulierung des Dokumentes ab. Die Basis-Vorlage enthält normalerweise keine automatische Widerrufsklausel. Wenn Sie diese Option ermöglichen möchten, sollten Sie eine „widerrufliche Freigabe" verwenden oder ein Enddatum hinzufügen. In jedem Fall sollten Sie einen Anwalt konsultieren, um sicherzustellen, dass der Widerruf und seine Bedingungen klar geregelt sind. Nach deutschem Recht können Verbraucher (und möglicherweise Angestellte) unter bestimmten Bedingungen Einwilligungen jederzeit widerrufen.

Benötige ich separate Freigaben für Video, Foto und Ton?

Nein, mit dieser Vorlage können Sie alle drei in einem Dokument regeln. Sie können aber auch spezifische Freigaben für einzelne Medien erstellen (z. B. nur Video für ein Schulungsvideo). Je präziser, desto besser — dadurch vermeiden Sie Missverständnisse und rechtliche Anfechtungen.

Muss ich den Angestellten zahlen oder ihm ein Geschenk geben?

Nicht zwingend, aber es ist eine gute Praxis und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Angestellte zustimmt. Ein kleines Honorar (z. B. 50–150 EUR), ein Geschenk oder ein Gutschein kann das Dokument attraktiver machen und die rechtliche Bindung stärken. Es ist auch ein Zeichen von Wertschätzung.

Ist diese Vorlage auch für externe Fotografen oder Modelle gültig?

Die Vorlage ist primär für Angestellte konzipiert (deshalb der Begriff „Angestellter"). Für externe Fotografen oder Modelle sollten Sie eine spezialisierte Variante verwenden, die andere rechtliche Aspekte (z. B. Modeling-Vereinbarungen, Agenturanforderungen) abdeckt. Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Sie mit Agenturen oder professionellen Modellen arbeiten.

Kann ich die Fotos an Medien, Journalisten oder Dritte weitergeben?

Das ist in der Basis-Vorlage nicht automatisch geregelt. Wenn Sie die Fotos an Dritte weitergeben möchten (z. B. an eine Agentur, einen Presseverteiler oder eine PR-Firma), müssen Sie eine „Freigabe für externe Veröffentlichung" nutzen oder die Klausel entsprechend anpassen. Dies sollte der Angestellte explizit zustimmen, da dies ein erhöhtes Datenschutz- und Kontrollrisiko darstellt.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einverständniserklärung (einfache Fassung)

Eine einfache Einverständniserklärung bestätigt nur, dass der Angestellte fotografiert werden darf, ohne die Nutzungsrechte genau zu regeln. Eine Fotografien-Freigabe ist umfassender und regelt explizit, wie und wo die Bilder verwendet werden dürfen. Für interne Fotos (z. B. Personalakte) reicht oft eine einfache Erklärung; für Werbung und kommerziellen Einsatz ist die Freigabe notwendig.

vs Datenschutzerklärung

Eine Datenschutzerklärung informiert darüber, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden (DSGVO-Anforderung). Eine Fotografien-Freigabe regelt die Nutzungsrechte des Bildes selbst. Beide können sich überlappen, aber sie haben unterschiedliche Zwecke: Die Datenschutzerklärung schützt Daten; die Freigabe schützt Urheberrechts- und Persönlichkeitsrechte.

vs Model Release Form (international)

Eine Model Release ist eine internationale Standardvorlage, die üblicherweise von Fotografen mit Modellen oder externen Personen verwendet wird. Eine Freigabe von Fotografien und Aufnahmen von Angestellten ist auf Arbeitsverträge und interne Nutzung zugeschnitten und bezieht sich auf die Anstellungsverhältnis. Die Model Release ist flexibler und für Dritte gedacht; die Freigabe ist spezifisch für Angestellte.

vs Einwilligungserklärung nach DSGVO (Art. 7)

Eine DSGVO-Einwilligungserklärung bezieht sich auf die Verarbeitung personenbezogener Daten (inkl. Bilder). Eine Fotografien-Freigabe bezieht sich auf die Nutzungsrechte des Bildes selbst. Sie sollten beide verwenden: die Einwilligungserklärung für die Datenverarbeitung (DSGVO) und die Freigabe für die kommerzielle Nutzung (Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht).

Branchenspezifische Hinweise

Technologie und IT

Team-Fotos für Website, LinkedIn-Profile und Unternehmensbroschüren sind Standard; eine Freigabe schützt vor Datenschutzproblemen.

Einzelhandel und E-Commerce

Produkt-Demos und Kundenbewertungs-Videos erfordern Freigaben von beteiligten Personen zur Vermeidung von Persönlichkeitsrechtsklagen.

Beratung und Finanzdienstleistungen

Portraits und Fallstudien mit Mitarbeitern bedürfen schriftlicher Zustimmung; Vertrauenswürdigkeit ist entscheidend.

Marketing und Werbung

Kampagnen mit Mitarbeitern oder Kunden erfordern umfassende Freigaben zur Nutzung in alle Kanälen und Medien.

Gesundheitswesen und Wellness

Vorher-Nachher-Fotos und Testimonials erfordern strikte Freigaben mit Datenschutz- und Vertraulichkeitserklärungen.

Bildung und Training

Schulungs-, Webinar- und Prüfungsvideos mit Teilnehmern bedürfen Freigaben; besonders wichtig für Aufzeichnungen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist das Recht am eigenen Bild (Kunsturhebergesetz, KUG) besonders stark geschützt. Eine schriftliche Freigabe ist notwendig, um Aufnahmen kommerziell zu nutzen. Die Vorlage berücksichtigt deutsche Anforderungen und ist sofort einsatzbereit.

Österreich hat ähnliche Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte wie Deutschland (DSGVO + österreichisches Datenschutzgesetz). Die Vorlage ist auch in Österreich gültig, sollte aber vor Verwendung mit einem österreichischen Anwalt abgeklärt werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine Unternehmen mit wenigen Angestellten; einfache interne Nutzung (Website, LinkedIn); geringes Risiko.0–50 EUR (nur die Vorlage)ca. 15–20 Min. zum Ausfüllen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Unternehmen; regelmäßige kommerzielle Nutzung; Freigaben an externe Partner; Datenschutz-Compliance wichtig.150–400 EUR (Vorlage + anwaltliche Prüfung)ca. 1–2 Tage (mit anwaltlicher Überprüfung und Anpassungen)
MaßgeschneidertGroße Unternehmen; international tätige Firmen; komplexe Nutzungsszenarien; Bilder als strategisches Asset.500–2.000 EUR (vollständig maßgeschneiderter Vertrag)ca. 1–2 Wochen (mit anwaltlichen Beratungen und Verhandlungen)

Glossar

Freigabe (Release)
Eine schriftliche Vereinbarung, in der eine Person dem Unternehmen das Recht einräumt, ihr Abbild und ihre Stimme zu nutzen.
Bildnutzungsrechte
Die juristischen Rechte eines Unternehmens, ein Foto oder Video für bestimmte Zwecke zu verwenden, weiterzugeben oder zu veröffentlichen.
kommerzielle Nutzung
Einsatz von Bildern, Filmen oder Aufnahmen für Werbung, Verkauf oder andere gewinnorientierte Geschäftstätigkeit.
Publicity
Die öffentliche Darstellung oder Verbreitung von Informationen über eine Person oder ein Unternehmen in Medien, Werbung oder Kommunikation.
Tonaufnahme
Audio-Aufzeichnung der Stimme oder Aussagen einer Person.
Datenschutz
Rechtlich geschützte Rechte einer Person hinsichtlich ihrer persönlichen Informationen und ihres Abbildes.
Widerruf
Die Möglichkeit, eine einmal gegebene Zustimmung später zurückzunehmen oder zu widerrufen.
Personenabbildungsrecht
Das persönliche Recht einer Person, über die Verwendung ihres Fotos oder Videos selbst zu entscheiden (deutsches Recht).
Kompensation/Honorar
Eine finanzielle oder nicht-finanzielle Gegenleistung, die der Angestellte für die Freigabe erhält.
Nutzungsumfang
Die genaue Beschreibung, wie, wo und wie lange ein Bild oder Video verwendet werden darf.

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