Vereinbarung zur Übertragung von Aktien

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FreiVereinbarung zur Übertragung von Aktien

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung zur Übertragung von Aktien ist ein rechtliches Dokument, das die Bedingungen für die Übertragung von Unternehmensanteilen zwischen zwei Parteien festlegt. Sie regelt die Rechte und Pflichten des Übertragende und des Erwerbers, definiert die Anzahl und Art der Aktien und dokumentiert den Übergang des Eigentums. Diese Vorlage ist ein kostenlos herunterladbares Word-Dokument, das Sie individualisieren und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie Aktien eines Unternehmens verkaufen oder erwerben möchten. Sie ist obligatorisch bei Unternehmensverkäufen, Fusionen, Anteils­änderungen oder wenn Gesellschafter ihre Beteiligung veräußern. Dieses Dokument schützt beide Parteien rechtlich und dokumentiert den Eigentumsübergang verbindlich.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Klauseln zur Identifikation der beteiligten Parteien, zur Beschreibung der zu übertragenden Aktien, zur Festlegung des Kaufpreises und der Zahlungsbedingungen, sowie Regelungen zu Darlegung und Garantien. Darüber hinaus sind Abschnitte zu Bedingungen und Stichtag der Übertragung sowie zu Unterschriftenseiten für alle Beteiligten enthalten.

Was ist eine Vorlage „Vereinbarung zur Übertragung von Aktien"?

Eine Vereinbarung zur Übertragung von Aktien ist ein rechtsverbindliches Dokument, das die Bedingungen und Modalitäten für den Kauf und die Eigentumsübergabe von Unternehmensanteilen (Aktien) zwischen zwei Parteien festlegt. Sie regelt, wer die Aktien verkauft (Übertragende), wer sie kauft (Erwerber), wie viele Anteile übertragen werden, zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen. Das Dokument ist ein kostenlos herunterladbares Word-Template, das Sie vollständig personalisieren, lokal speichern und als PDF exportieren können — ohne Lizenzgebühren oder versteckte Kosten.

Diese Vorlage ist unverzichtbar bei Unternehmensverkäufen, Investor-Einstiegen, Gründerausstieg, Generationswechsel oder bei jeder anderen Situation, in der Unternehmensanteile dauerhaft den Besitzer wechseln. Sie schützt beide Parteien, weil sie explizit regelt, welche Garantien der Verkäufer gibt, wann die Zahlung erfolgt, und bis wann der Verkäufer für Mängel haftet.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Vereinbarung zur Aktienübertragung besteht ein hohes Risiko für beide Parteien. Der Käufer weiß nicht genau, welche Verpflichtungen das Unternehmen hat oder ob die Aktien belastet sind (etwa durch Verpfändung). Der Verkäufer haftet später möglicherweise für unvorhergesehene Mängel oder erhält sein Geld nicht vollständig. Streitigkeiten über Eigentumsübergänge sind teuer und zeitaufwändig.

Eine professionelle Vereinbarung dokumentiert den Kauf eindeutig, schafft Rechtssicherheit und ermöglicht es beiden Parteien, ihre Verpflichtungen und Rechte zu kennen. Sie regelt auch praktische Details wie Zahlungsfrist, Stichtag für Dividenden und Schadensersatzgrenzen — all das, das später Konflikte verhindert. Darüber hinaus ist eine dokumentierte Vereinbarung Grundlage für die notarielle Beurkundung und die Eintragung im Handelsregister oder bei der Bank.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für typische Aktienkäufe zwischen zwei Unternehmen mit klaren StrukturenVereinbarung zur Übertragung von Aktien — Standard
Wenn der Kaufpreis teilweise von zukünftigen Unternehmensleistungen abhängtVereinbarung zur Übertragung von Aktien — mit Earn-out-Klausel
Wenn Gewährleistungen oder Darlegungen zu Preisanpassungen führen könnenVereinbarung zur Übertragung von Aktien — mit Kaufpreisanpassung
Wenn der Verkäufer sich verpflichtet, neue Anteile nicht zu verkaufenVereinbarung zur Übertragung von Aktien — mit Sperrklausel
Wenn mehrere Gesellschafter gemeinsam ihre Anteile an einen oder mehrere Erwerber verkaufenVereinbarung zur Übertragung von Aktien — mehrere Verkäufer
Für den Verkauf von Anteilen unter 50 % mit speziellen SchutzmaßnahmenVereinbarung zur Übertragung von Aktien — Minderheitsanteile

Häufige Fehler vermeiden

❌ Parteien unvollständig oder falsch identifizieren

Warum es wichtig ist: Dies kann zur Nichtigkeitserklärung der Vereinbarung führen oder die Durchsetzbarkeit gefährden.

Fix: Verwenden Sie die Firmennamen und Adressen direkt aus dem Handelsregister und dem Unternehmensregister.

❌ Keine klare Beschreibung der Aktien

Warum es wichtig ist: Unklar definierte Aktien führen zu Streitigkeiten über die tatsächliche Eigentumsübergabe.

Fix: Geben Sie die exakte Anzahl, Klasse und den Prozentsatz an. Verwenden Sie Buchstaben oder Nummern zum Identifizieren.

❌ Kaufpreis oder Zahlungsbedingungen zu vage regeln

Warum es wichtig ist: Der Erwerber zahlt möglicherweise zu Unrecht weniger oder später, oder der Verkäufer erhält sein Geld nicht.

Fix: Definie Sie einen Betrag, eine Zahlungsweise, eine Bankverbindung und konkrete Zahlungsdaten.

❌ Darlegungen und Garantien zu breit oder zu eng fassen

Warum es wichtig ist: Zu breite Garantien setzen den Verkäufer unbegrenzten Haftungsrisiken aus; zu enge schützen den Käufer nicht.

Fix: Holen Sie sich rechtliche Beratung, um ausgeglichene Zusicherungen zu formulieren, die branchentypisch sind.

❌ Stichtag und Abschlussbedingungen verwechseln

Warum es wichtig ist: Der Erwerber erkennt nicht an, dass die Aktien erst nach erfüllten Bedingungen übergehen, was zu Rechtsunklarheit führt.

Fix: Unterscheiden Sie klar: Stichtag für wirtschaftliche Folgen (Dividenden) und Closing-Datum für die Eigentumsübergabe.

❌ Keine Haftungsobergrenzen oder -fristen festlegen

Warum es wichtig ist: Der Verkäufer läuft Gefahr, auf unbegrenzte Zeit für Gewährleistungsmängel zu haften.

Fix: Legen Sie typisch 12–18 Monate Haftungsdauer fest und deckeln Sie die Haftung auf einen Prozentsatz des Kaufpreises.

Die 11 wichtigsten Klauseln, erklärt

Identifikation der Parteien

In einfacher Sprache: Benennung und vollständige Adresse des Übertragende und des Erwerbers.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen, welches nach den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT] gegründet wurde und besteht und dessen Hauptniederlassung sich in [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] befindet.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Firmennamen oder Adressen angeben, was zu Rechtsungültigkeit führen kann.

Beschreibung der Aktien

In einfacher Sprache: Angabe der Anzahl, Art und Klasse der zu übertragenden Aktien sowie deren Anteil am Unternehmen.

Beispielformulierung
Der Übertragende erklärt sich bereit, [ANZAHL] Aktien der [UNTERNEHMENSNAME] AG, entsprechend [PROZENTSATZ]% des Unternehmens, zu übertragen.

Häufiger Fehler: Aktien ungenau beschreiben oder deren prozentualen Anteil nicht klar festlegen, was zu Streitigkeiten führt.

Kaufpreis und Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Festlegung des Gesamtpreises, der Zahlungsweise und des Zahlungszeitplans.

Beispielformulierung
Der Erwerber zahlt einen Kaufpreis von [BETRAG] EUR, zahlbar in [ANZAHL] Tranchen von je [BETRAG] EUR, fällig am [DATUM].

Häufiger Fehler: Keine klare Regelung der Zahlungsmodalitäten treffen, etwa keine Angabe zur Bankverbindung oder Frist.

Stichtag und Eigentumsübergang

In einfacher Sprache: Das Datum, an dem die Aktien formal in das Eigentum des Erwerbers übergehen.

Beispielformulierung
Der Eigentumsübergang findet am [STICHTAG] statt. Alle Rechte und Pflichten aus den Aktien gehen ab diesem Datum auf den Erwerber über.

Häufiger Fehler: Den Stichtag nicht deutlich definieren, sodass unklar ist, wann Dividenden oder Stimmrechte übergehen.

Darlegungen und Garantien des Übertragende

In einfacher Sprache: Zusicherungen des Verkäufers, dass die Aktien frei von Belastungen sind und ihm vollständig gehören.

Beispielformulierung
Der Übertragende versichert, dass die Aktien unbelastet sind, er vollständig berechtigt ist, diese zu übertragen, und keine anderen Verpflichtungen darauf lasten.

Häufiger Fehler: Zu vage Garantien abgeben oder wichtige Ausnahmen nicht festhalten, was zu Haftungsrisiken führt.

Abschlussbedingungen

In einfacher Sprache: Bedingungen, die vor dem endgültigen Abschluss erfüllt sein müssen, etwa behördliche Genehmigungen.

Beispielformulierung
Der Abschluss ist davon abhängig, dass alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorliegen und keine wesentlichen nachteiligen Änderungen im Unternehmen eingetreten sind.

Häufiger Fehler: Abschlussbedingungen nicht klar formulieren, sodass unklar bleibt, wann eine Bedingung als erfüllt gilt.

Haftungsfreistellung und Schadensersatz

In einfacher Sprache: Regelungen zur Haftung bei Bruch von Garantien und zum Schadensersatz.

Beispielformulierung
Der Übertragende haftet für Verstöße gegen die Darlegungen und Garantien bis zur Höhe von [BETRAG] EUR, jedoch höchstens [PROZENTSATZ]% des Kaufpreises.

Häufiger Fehler: Keine Haftungsobergrenze festlegen, was zu unbegrenztem Risiko für den Verkäufer führt.

Geheimhaltung und Vertraulichkeit

In einfacher Sprache: Verpflichtung beider Parteien, vertrauliche Informationen nicht an Dritte weiterzugeben.

Beispielformulierung
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Zusammenhang mit dieser Vereinbarung erhaltenen vertraulichen Informationen nicht an Dritte offenzulegen.

Häufiger Fehler: Keine Ausnahmen für gesetzlich verpflichtete Offenlegungen vorsehen, etwa gegenüber Behörden.

Gebühren und Kosten

In einfacher Sprache: Regelung, wer die Gebühren für Anwälte, Notare und andere Fachleute trägt.

Beispielformulierung
Jede Partei trägt ihre eigenen Gebühren. Die Notargebühren werden [zu gleichen Teilen / vom Erwerber] getragen.

Häufiger Fehler: Nicht klar regeln, wer welche Kosten trägt, was zu Streitigkeiten nach Abschluss führt.

Salvatorische Klausel

In einfacher Sprache: Bestimmung, dass das Dokument weiterhin gültig bleibt, auch wenn einzelne Klauseln ungültig werden.

Beispielformulierung
Sollte eine Klausel dieser Vereinbarung unwirksam sein, bleibt die Gültigkeit der übrigen Klauseln davon unberührt.

Häufiger Fehler: Diese wichtige Klausel zu vergessen, sodass die gesamte Vereinbarung ungültig wird, wenn eine Klausel ausfällt.

Anwendbares Recht und Gerichtsstand

In einfacher Sprache: Festlegung, welche Gesetze gelten und welches Gericht zuständig ist bei Streitigkeiten.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung unterliegt den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist [STADT/BUNDESLAND].

Häufiger Fehler: Kein anwendbares Recht angeben, was zu Unklarheiten über die geltenden Rechtsvorschriften führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Vollständige Daten der beteiligten Parteien eintragen

    Tragen Sie den Namen, die Rechtsform und die vollständige Adresse Ihres Unternehmens und des Erwerbers ein. Verwenden Sie die exakt im Handelsregister eingetragene Bezeichnung.

    💡 Prüfen Sie den Handelsregisterauszug, um Rechtschreibfehler zu vermeiden.

  2. 2

    Die zu übertragenden Aktien präzise beschreiben

    Geben Sie die genaue Anzahl der Aktien, deren Klasse (wenn mehrere vorhanden) und den Prozentsatz des Unternehmens an, den diese darstellen.

    💡 Konsultieren Sie die letzten Kapitalstrukturunterlagen oder die Gründungsurkunde für exakte Zahlen.

  3. 3

    Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten festlegen

    Definieren Sie den Gesamtkaufpreis, die Zahlungsweise (Banküberweisung, Scheck etc.) und den Zahlungszeitplan einschließlich konkreter Daten.

    💡 Erwägen Sie Tranchenzahlungen mit Bedingungen oder ein Escrow-Konto für Sicherheit.

  4. 4

    Den Stichtag der Eigentumsübergabe bestimmen

    Legen Sie das konkrete Datum fest, an dem das Eigentum an den Aktien übergeht. Dies beeinflusst Dividenden und Stimmrechte.

    💡 Synchronisieren Sie den Stichtag mit der Zahlungsfälligkeit oder mit der notariellen Beurkundung.

  5. 5

    Darlegungen und Garantien des Verkäufers ausformulieren

    Bestimmen Sie, welche Zusicherungen der Übertragende gibt, z. B. über die Freiheit von Belastungen, fehlende Konkurrenzklauseln oder ausstehende Verbindlichkeiten.

    💡 Seien Sie spezifisch und realistisch; zu breite Zusicherungen könnte der Verkäufer ablehnen.

  6. 6

    Abschlussbedingungen und Bedingungen zur Aufhebung festlegen

    Definieren Sie, welche Bedingungen vor dem finalen Closing erfüllt sein müssen, etwa behördliche Genehmigungen oder ein positives Audit.

    💡 Unterscheiden Sie zwischen 'Schließungsbedingungen' und 'Bedingungen zur Aufhebung der Vereinbarung'.

  7. 7

    Haftung und Schadensersatzmechanismen regeln

    Bestimmen Sie Haftungsgrenzen, Erstattungsgrenzen (Baskets) und Ausschlussfristen für Ansprüche.

    💡 Ein typisches Modell ist 12–18 Monate Haftung mit Erstattungsgrenzen von 0,5–1 % des Kaufpreises.

  8. 8

    Notarielle Beurkundung und unterzeichnen

    Lassen Sie die Vereinbarung von einem Notar beurkunden oder zumindest von allen Beteiligten beglaubigt unterzeichnen. Dies gewährleistet ihre Rechtswirksamkeit.

    💡 Die notarielle Beurkundung ist in vielen Fällen nicht obligatorisch, bietet aber zusätzliche Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Muss eine Vereinbarung zur Aktienübertragung notariell beglaubigt werden?

Nein, eine reine Vereinbarung muss nicht notariell beurkundet werden. Allerdings ist eine notarielle Beurkundung sinnvoll, da sie Authentizität und Rechtssicherheit erhöht und Beweise für den Eigentumsübergang sichert. In manchen Fällen fordern Banken oder der Handelsregister notarielle Beglaubigung, bevor Eigentumsänderungen registriert werden. Konsultieren Sie einen Anwalt oder Notar, um zu klären, ob Sie Beurkundung benötigen.

Welche Informationen muss ich über die Aktien bereitstellen?

Sie müssen die genaue Anzahl der Aktien, ihre Klasse (falls mehrere vorhanden), ihren Nennwert und den Prozentsatz des Unternehmens angeben, den sie darstellen. Ferner sollten Sie angeben, ob die Aktien vollständig bezahlt sind oder noch Einzahlungspflichten bestehen. Diese Informationen finden Sie in der Gründungsurkunde, dem Gesellschaftsvertrag und dem aktuellen Kapitalstrukturverzeichnis.

Wer trägt die Gebühren für Anwälte und Notare?

Dies ist Verhandlungssache zwischen den Parteien. Üblicherweise trägt jede Partei ihre eigenen Anwaltsgebühren. Notargebühren werden häufig geteilt oder vom Erwerber getragen. Legen Sie dies in der Vereinbarung explizit fest, um spätere Missverständnisse zu vermeiden.

Was ist der Unterschied zwischen Stichtag und Closing-Datum?

Der Stichtag ist das Datum, ab dem alle wirtschaftlichen Folgen (Dividenden, Stimmrechte) auf den Erwerber übergehen. Das Closing-Datum ist der Tag, an dem die Vereinbarung unterzeichnet wird und der Eigentumsübergang formal stattfindet. Diese können identisch sein oder auseinanderfallen. Wenn der Stichtag vor dem Closing liegt, „geht der Käufer rückwirkend in die Schuhe des Verkäufers".

Welche Darlegungen und Garantien sollte ich verlangen?

Der Verkäufer sollte mindestens zusichern, dass (1) die Aktien seinem Eigentum gehören, (2) keine Belastungen (Verpfändung, Arrest) auf ihnen lasten, (3) alle ausstehenden Steuern und Beiträge des Unternehmens bezahlt sind, und (4) keine gegen das Unternehmen schwebenden Rechtsverfahren existieren, die seinen Wert gefährden. Darüber hinaus können branchenspezifische Zusicherungen sinnvoll sein, etwa zu ausstehenden Verträgen oder Lizenzen. Konsultieren Sie einen Anwalt für eine sorgfältige Risikobewertung.

Kann ich eine Earn-out-Klausel in die Vereinbarung aufnehmen?

Ja. Eine Earn-out-Klausel bindet einen Teil des Kaufpreises an zukünftige Unternehmensleistung (etwa Umsatz oder EBITDA). Dies ist häufig, wenn Käufer und Verkäufer unterschiedliche Erwartungen haben. Earn-out-Klauseln müssen genau definieren, welche Metriken gelten, wie sie gemessen werden, und wer die Messung durchführt. Ohne klare Definitionen führen sie zu Streitigkeiten nach Abschluss.

Wie lange sollte ich für Haftungsansprüche verfügbar sein?

Typisch sind 12–18 Monate nach Closing. Längere Fristen (2–3 Jahre) sind möglich für größere Transaktionen oder wenn Material-Risiken bestehen (etwa Litigationen oder Steuerpflichten). Absicherung durch Escrow-Konten oder Gewährleistungsversicherungen kann zusätzliche Sicherheit bieten. Die Frist sollte in der Vereinbarung deutlich festgehalten sein.

Was ist ein Escrow-Konto und brauche ich eines?

Ein Escrow-Konto ist ein Treuhandkonto bei einer Bank oder einem Anwalt, auf dem ein Teil des Kaufpreises (üblicherweise 10–20 %) hinterlegt wird. Das Geld wird erst freigegeben, wenn alle Bedingungen erfüllt oder Streitigkeiten gelöst sind. Ein Escrow-Konto bietet Schutz für beide Parteien und ist üblich bei mittleren bis großen Transaktionen. Für kleinere Transaktionen ist es weniger häufig.

Kann ich die Vereinbarung rückgängig machen, nachdem ich unterschrieben habe?

Nein, eine unterzeichnete Vereinbarung ist verbindlich. Sie können sie nur mit Zustimmung des anderen Teilnehmers ändern. Einzige Ausnahmen sind Abschlussbedingungen, die nicht erfüllt werden, oder Mängel bei der Unterzeichnung (etwa Geschäftsunfähigkeit). Unterschreiben Sie nur, wenn Sie sich absolut sicher sind. Konsultieren Sie vor Unterzeichnung unbedingt einen Anwalt.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Aktienleihvertrag

Ein Aktienleihvertrag regelt die vorübergehende Überlassung von Aktien (ähnlich wie ein Darlehen); die Aktien bleiben im Eigentum des Leihgebers und werden zurückgefordert. Eine Vereinbarung zur Übertragung dokumentiert dagegen einen permanenten Eigentumsübergang. Verwenden Sie einen Aktienleihvertrag, wenn Aktien nur temporär weitergegeben werden; verwenden Sie die Übertragungsvereinbarung für dauerhaften Eigentümerwechsel.

vs Aktienoptionsvereinbarung

Eine Aktienoptionsvereinbarung gibt dem Inhaber das Recht (nicht die Verpflichtung), Aktien zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen. Eine Übertragungsvereinbarung überträgt Aktien unmittelbar. Optionen sind häufig für Mitarbeiteranreize; Übertragungsvereinbarungen sind für sofortige Eigentumsübergaben zwischen Gesellschaftern oder externen Käufern.

vs Gesellschaftervereinbarung / Shareholders Agreement

Eine Gesellschaftervereinbarung regelt die Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und enthält oft Vorkaufsrechte, Drag-Along- und Tag-Along-Klauseln. Eine Übertragungsvereinbarung dokumentiert den konkreten Kauf und die Eigentumsübergabe einer bestimmten Aktientranche. Oft wird eine Übertragungsvereinbarung zusammen mit einer Gesellschaftervereinbarung unterzeichnet.

vs Kaufvertrag für Betriebsvermögen

Ein Betriebsvermögens-Kaufvertrag regelt den Kauf von einzelnen Vermögenswerten (Maschinen, Inventar, Kundenlisten). Eine Aktienübertragungsvereinbarung überträgt das gesamte Unternehmen als Eigentumspaket. Bei direktem Vermögenserwerb nutzen Sie den Betriebsvermögens-Kaufvertrag; bei Übernahme des ganzen Unternehmens die Übertragungsvereinbarung.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen und Banking

Aktienübertragungen sind in der Kreditvergabe, Investmentberatung und Vermögensverwaltung zentral; diese Vorlage dokumentiert Eigentumsänderungen nach Finanzierungsrunden.

Industrielle Produktion und Fertigung

Familienbetriebe und KMU verwenden diese Vorlage häufig bei Generationswechsel oder Partnerschaftsauflösung mit klarer Regelung von Eigentumsrechten und Fortführung.

Immobilienwirtschaft und Entwicklung

Bei Unternehmensorientiert-Transaktionen werden Aktien übertragen, um Grundstücke und Gewerbe indirekt zu verkaufen und Steuern zu optimieren.

Technologie und Softwareentwicklung

Startups und Tech-Unternehmen regeln Gründer-Ausscheidungen und Kapitalbeteiligungen mit dieser Vorlage zur Vermeidung später Erbstreitigkeiten oder Gründerkonflikte.

Einzelhandel und E-Commerce

Familiengeführte Handelsunternehmen nutzen die Vorlage zur Regelung von Verkäufen an externe Investoren oder zum Generationswechsel unter Beibehaltung von Führungskontinuität.

Beratung und professionelle Dienstleistungen

Kanzleien und Consulting-Firmen verwenden die Vorlage für Partnerschaftsveränderungen, Firmenzukäufe oder Ausscheiden von Gründern aus dem Unternehmen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist die Aktienübertragung im GmbH-Recht oder Aktiengesetz geregelt. Eine notarielle Beurkundung ist nicht zwingend erforderlich, wird aber empfohlen, um Beweise zu sichern. Das BGB und die jeweilige Gesellschaftervereinbarung gelten.

In Österreich gelten ähnliche Regelungen wie in Deutschland, mit Besonderheiten im GmbH-Gesetz und Aktiengesetz. Notarielle Beglaubigung ist ebenfalls nicht obligatorisch, aber sinnvoll. Konsultieren Sie einen österreichischen Anwalt für lokale Besonderheiten.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Aktienübertragungen zwischen bekannten Parteien mit klarem Kaufpreis und ohne komplexe Bedingungen.0 EUR (kostenlose Vorlage) + 30–50 EUR Notargebühr bei optionaler Beglaubigung.1–2 Stunden Ausfüllen, 1–2 Wochen bis Unterzeichnung.
Vorlage + RechtsprüfungMittlere bis größere Transaktionen oder wenn Darlegungen, Haftungsgrenzen oder Abschlussbedingungen komplex sind.300–800 EUR anwaltliche Prüfung + ggf. 100–300 EUR notarielle Beurkundung.3–5 Tage für anwaltliche Überprüfung, dann 1–2 Wochen bis Unterzeichnung.
MaßgeschneidertGroßtransaktionen (>1 Mio. EUR), Multi-Seller-Szenarien, Earn-out-Klauseln, komplexe Gewährleistungen oder internationale Beteiligung.2.000–10.000+ EUR je nach Komplexität und Anwaltshonoraren.2–4 Wochen für vollständige Verhandlung und Ausarbeitung.

Glossar

Übertragende
Die Partei, die die Aktien verkauft oder abgibt.
Erwerber
Die Partei, die die Aktien kauft oder erwirbt.
Stichtag
Das Datum, an dem das Eigentum an den Aktien offiziell übergeht.
Kaufpreis
Der vereinbarte finanzielle Betrag, den der Erwerber für die Aktien zahlt.
Darlegungen und Garantien
Zusicherungen des Verkäufers über die Rechtmäßigkeit und den Zustand der Aktien.
Aktienübertragung
Die rechtliche und wirtschaftliche Übergabe von Unternehmensanteilen von einer Person zur anderen.
Abschlussbedingungen
Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit die Vereinbarung in Kraft tritt.
Haftungsfreistellung
Verpflichtung des Verkäufers, den Käufer von Ansprüchen Dritter freizustellen.
Escrow-Konto
Ein Treuhandkonto, auf dem ein Teil des Kaufpreises bis zur Erfüllung aller Bedingungen hinterlegt wird.
Due Diligence
Sorgfältige Prüfung des Unternehmens und seiner Vermögenswerte vor dem Kauf.

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