Aktionärsvereinbarung

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FreiAktionärsvereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Aktionärsvereinbarung ist ein bindender Vertrag zwischen dem Unternehmen und seinen Aktionären. Sie regelt die Rechte, Pflichten und Verkaufsverfahren für Aktienanteile und schützt alle Beteiligten vor unerwünschten Eigentümerwechseln. Kostenloser Word-Download, online bearbeitbar.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie eine GmbH oder AG mit mehreren Aktionären gründen oder die Beteiligung strukturieren möchten. Es ist essentiell, wenn Aktionäre ihre Anteile verkaufen möchten oder wenn Sie Vorkaufsrechte und Verwässerungsschutz etablieren wollen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Definitionen von Aktionären und Aktienklassen, Regeln für die Aktienübertragung, Vorkaufsrechte des Unternehmens und der übrigen Aktionäre, Verkaufsverfahren mit Angebotsfrist und Zahlungskonditionen sowie Bestimmungen zur Erfüllung von Bedingungen bei Aktienverkauf.

Was ist eine Aktionärsvereinbarung?

Eine Aktionärsvereinbarung ist ein bindender Vertrag, der die Rechte und Pflichten aller Aktionäre einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer vergleichbaren Kapitalgesellschaft regelt. Sie legt fest, wie Aktienanteile verkauft, übertragen oder vererbt werden dürfen, wer ein Vorkaufsrecht hat und unter welchen Bedingungen Transaktionen stattfinden. Die Vorlage wird als kostenloser Word-Download bereitgestellt, ist online bearbeitbar und kann mit angepassten Platzhaltern einfach personalisiert werden. Ein exportfähiges PDF ermöglicht Unterzeichnung und Archivierung.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine klare Aktionärsvereinbarung riskieren Sie, dass ein Aktionär seine Anteile unangekündigt an externe oder unerwünschte Käufer verkauft. Das gefährdet die Kontrolle über Ihr Unternehmen, stört die Harmonie zwischen Gesellschaftern und kann zu rechtlichen Konflikten führen. Eine Aktionärsvereinbarung schafft Struktur und Fairness: Sie sichert dem Unternehmen und den Mitaktionären Vorkaufsrechte, regelt transparente Verkaufspreise und Verfahren und schützt vor überraschenden Eigentümerwechseln. Sie ist besonders wichtig, wenn Sie externe Investoren an Bord haben, Nachfolge planen oder in mehreren Runden finanziert werden. Eine gut durchdachte Vereinbarung verhindert teure Rechtsstreitigkeiten und stellt sicher, dass die Betriebskontinuität gewährleistet ist, egal wer aus der Aktionärsliste ausscheidet.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Kleine GmbH oder Startup mit zwei Gründern oder Hauptinvestoren.Aktionärsvereinbarung — 2 Aktionäre
Mittleres Unternehmen oder Finanzierungsrunde mit mehreren Investoren.Aktionärsvereinbarung — 3+ Aktionäre
Venture-backed Startup mit Investorenschutz und Anti-Verdünnung.Aktionärsvereinbarung mit Verwässerungsschutz
Mehrheitsaktionär möchte kontrollierten Exit oder Investoreneintritt regeln.Aktionärsvereinbarung mit Drag-along / Tag-along
Bevorzugte Aktienklassen oder strukturierte Insolvenzordnung gewünscht.Aktionärsvereinbarung mit Liquidationspräferenz
Einfache Struktur ohne komplexe Finanzierungsrunden oder Exit-Pläne.Vereinfachte Aktionärsvereinbarung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder ungenaue Identifikation der Aktionäre

Warum es wichtig ist: Der Vertrag kann für ungültig befunden werden, wenn Namen, Adressen oder Unternehmensregistrierungen fehlerhaft sind.

Fix: Verwenden Sie immer die genauen Daten aus dem Handelsregister und offiziellen Dokumenten, nicht Spitznamen oder Abkürzungen.

❌ Zu kurze oder unklare Fristen für Vorkaufsrechte

Warum es wichtig ist: Das Unternehmen oder andere Aktionäre haben nicht genug Zeit, die Gelegenheit zu nutzen oder fair bewertet zu werden.

Fix: Setzen Sie realistische Fristen: mindestens 30 Tage für das Unternehmen, 15–20 für andere Aktionäre.

❌ Fehlende oder missverständliche Definition von Aktienklassen

Warum es wichtig ist: Später entstehen Streitigkeiten darüber, welche Rechte und Stimmgewichte mit welchen Aktien verbunden sind.

Fix: Falls Ihre Gesellschaft verschiedene Aktienklassen hat, erklären Sie jede deutlich mit ihren Rechten und Bedingungen.

❌ Keine Regelung für den Fall, dass Aktionäre sterben oder handlungsunfähig werden

Warum es wichtig ist: Erben oder Betreuer können Anteile unvermittelt an unbeteiligte Personen weitergeben oder Konflikte entstehen.

Fix: Ergänzen Sie Klauseln zu Erbfall, Insolvenz und Vollmachtsübertragung oder ziehen Sie einen Anwalt hinzu.

❌ Unklare Kostenzuteilung bei Aktienverkauf

Warum es wichtig ist: Nach dem Verkauf entstehen Streitigkeiten über unerwartete Steuern, Notargebühren oder Registergebühren.

Fix: Legen Sie ausdrücklich fest, wer Registersteuern, Übertragungsgebühren und notarielle Kosten trägt.

❌ Keine Anwaltsprüfung vor Unterzeichnung

Warum es wichtig ist: Fehler oder unanwendbare Bestimmungen werden nicht erkannt und führen später zu Klagerisiken.

Fix: Investieren Sie in eine anwaltliche Überprüfung durch einen auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Juristen.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Vertragsparteien

In einfacher Sprache: Identifikation des Unternehmens, aller Aktionäre und des Inkrafttretungsdatums.

Beispielformulierung
Diese Aktionärsvereinbarung ist wirksam zum [DATUM], ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] [...] und [NAME DES ERSTEN AKTIONÄRS] sowie [NAME DES ZWEITEN AKTIONÄRS].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder fehlerhafte Schreibweise von Namen und Adressdaten führt später zu Ungültigkeiten.

Definitionen

In einfacher Sprache: Erklärung von Fachbegriffen wie anbietender Aktionär, übrige Aktionäre, Aktien und Käufer.

Beispielformulierung
Anbietender Aktionär bedeutet jeder Aktionär oder dessen persönlicher Vertreter, [...], der gemäß dieser Vereinbarung alle oder eine beliebige Anzahl seiner Aktien anbietet.

Häufiger Fehler: Unklare oder fehlende Definitionen führen später zu Streitigkeiten über die Auslegung des Vertrags.

Kauf als Kapitalanlage

In einfacher Sprache: Bestätigung, dass Aktionäre ihre Anteile als Vermögensanlage und nicht zur Spekulation erwerben.

Beispielformulierung
Jeder Aktionär erklärt und garantiert, dass er seine Aktien auf eigene Rechnung als Kapitalanlage und nicht im Hinblick auf einen Wiederverkauf erworben hat.

Häufiger Fehler: Fehlende Erklärung kann bei Regulierungsprüfungen oder bei Investorenschutz Probleme schaffen.

Übertragungsverbote

In einfacher Sprache: Verbot, Aktien ohne Einhaltung der Vereinbarung zu verkaufen, abzutreten oder zu verpfänden.

Beispielformulierung
Ein Aktionär darf keine Aktien übertragen, abgeben, abtreten, verkaufen, verpfänden, [...] außer gemäß diesen Bestimmungen.

Häufiger Fehler: Zu lockere Formulierung führt dazu, dass Aktionäre ihre Anteile unkontrolliert an unerwünschte Käufer weitergeben.

Vorkaufsrecht des Unternehmens

In einfacher Sprache: Exklusives Recht des Unternehmens, angebotene Aktien vor anderen Käufern zum vorgeschlagenen Preis zu erwerben.

Beispielformulierung
Das Unternehmen besitzt das Exklusivrecht, alle Aktien [...] zu kaufen. Das Unternehmen nimmt dieses Kaufrecht wahr, indem es eine schriftliche Mitteilung [...] innerhalb von [NUMMER] Tagen übergibt.

Häufiger Fehler: Unklare oder zu kurze Fristen ermöglichen dem Unternehmen nicht, die Entscheidung gründlich zu treffen.

Vorkaufsrecht der übrigen Aktionäre

In einfacher Sprache: Recht der anderen Aktionäre, die vom Unternehmen nicht gekauften Aktien zu erwerben, meist nach anteiligem Verhältnis.

Beispielformulierung
Falls das Unternehmen sein Kaufrecht nicht ausübt, haben die übrigen Aktionäre das Recht [...], die Aktien [...] zu kaufen, anteilsmäßig im Verhältnis zu ihren Besitzanteilen.

Häufiger Fehler: Unklare Verteilungsregeln führen zu Konflikten, wenn mehrere Aktionäre die Anteile erwerben möchten.

Angebot und Verkaufsverfahren

In einfacher Sprache: Formelle Mitteilung des verkaufenden Aktionärs mit Aktienanzahl, Preis je Aktie und Name des geplanten Käufers.

Beispielformulierung
Ein solcher Aktionär hat zunächst dem Unternehmen und den übrigen Aktionären eine schriftliche Mitteilung zu übergeben, wobei er die Anzahl der Aktien, den vorgeschlagenen Verkaufspreis je Aktie und den Namen des vorgeschlagenen Käufers benennt.

Häufiger Fehler: Fehlende oder unvollständige Angaben im Angebot erlauben dem Unternehmen, die Annahme zu verweigern.

Erfüllung und Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Verpflichtung des Käufers zur Erfüllung aller Bedingungen des ursprünglichen Angebots und zum Zahlungsabschluss.

Beispielformulierung
Der Käufer muss sich darauf festlegen, alle Aktien [...] zu den gleichen Zahlungsbedingungen wie im Angebot festgelegt zu kaufen.

Häufiger Fehler: Unklare Zahlungsfrist oder Bedingungen führen zu Verzögerungen oder Zahlungsstreitigkeiten.

Abtretung von Zertifikaten und Vollmacht

In einfacher Sprache: Der verkaufende Aktionär übergibt dem Käufer Aktienzertifikate und signierte Abtretungsvollmachten.

Beispielformulierung
Der anbietende Aktionär hat zum Ablaufdatum dem Käufer Zertifikate auszuhändigen, welche die zu verkaufenden Aktien repräsentiert, sowie die Vollmacht zum Verkauf [...] ordnungsgemäß blanko bestätigt.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder nicht ordnungsgemäß unterzeichnete Unterlagen führen zu rechtlichen Problemen beim Eigentumswechsel.

Steuern und Gebühren

In einfacher Sprache: Regelung, wer die Transfersteuern, Stempelgebühren und andere Verkaufskosten trägt.

Beispielformulierung
Alle Übertragungssteuern und Gebührenmarken sind vom anbietenden Aktionär zu bezahlen.

Häufiger Fehler: Fehlende Kostenzuweisung führt zu Streitigkeiten über unerwartete Gebühren nach Vertragsschluss.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Geben Sie das Inkrafttretungsdatum und alle Unternehmensdetails ein

    Tragen Sie in der Präambel das Gründungsdatum, den vollständigen Firmennamen, den Bundesland/Staat der Registrierung und die genaue Geschäftsadresse ein.

    💡 Verwenden Sie die Details aus dem Handelsregisterauszug Ihres Unternehmens.

  2. 2

    Nennen Sie alle Aktionäre mit vollständiger Identifikation

    Ergänzen Sie Name, Privatadresse oder Geschäftsadresse jedes Aktionärs. Bei Unternehmen als Aktionär: Registrierungsort und Gründungsstaat.

    💡 Prüfen Sie auf korrekte Schreibweise — Fehler führen zur Ungültigkeit des Vertrags.

  3. 3

    Tragen Sie die aktuelle Aktienverteilung ein

    Notieren Sie für jeden Aktionär die Anzahl seiner gehaltenen Aktien oder seinen prozentualen Anteil.

    💡 Die Summe muss 100 % ergeben. Nutzen Sie Ihre aktuellen Gesellschafterunterlagen.

  4. 4

    Setzen Sie Fristen für Vorkaufsrechte fest

    Ersetzen Sie alle [NUMMER]-Platzhalter durch konkrete Tage (z.B. 30 Tage für Vorkaufsrecht des Unternehmens, 15 Tage für das der übrigen Aktionäre).

    💡 Kürzere Fristen beschleunigen den Verkauf, aber geben dem Unternehmen weniger Zeit zur Prüfung.

  5. 5

    Regeln Sie die Erfüllungsfristen nach Vorkaufsrechtsablauf

    Bestimmen Sie, wie lange ein Käufer nach Ablauf der Vorkaufsfristen noch Bedingungen des ursprünglichen Angebots erfüllen darf.

    💡 Üblich sind 10–15 Tage, um eine faire Balance zwischen Sicherheit und Flexibilität zu erreichen.

  6. 6

    Prüfen Sie die Kostenverteilung

    Entscheiden Sie, ob Transfersteuern und Gebühren vom verkaufenden oder kaufenden Aktionär getragen werden. Passen Sie die entsprechenden Klauseln an.

    💡 In Deutschland trägt typischerweise der Verkäufer die Grunderwerbsteuer oder Übertragungsgebühren.

  7. 7

    Lassen Sie das Dokument von einem Anwalt prüfen

    Vor Unterzeichnung sollte ein auf Gesellschaftsrecht spezialisierter Anwalt das Dokument auf Gültigkeit und Vollständigkeit überprüfen.

    💡 Dies verhindert spätere Streitigkeiten und sichert die Durchsetzbarkeit der Bestimmungen ab.

  8. 8

    Alle Aktionäre unterzeichnen das Dokument

    Das Dokument muss von allen Aktionären und dem Geschäftsführer/Vorstand unterzeichnet werden, idealerweise vor notarischer Beglaubigung.

    💡 Beglaubigung kann erforderlich sein, je nachdem, ob die Aktionärsvereinbarung ins Handelsregister eingetragen werden soll.

Häufig gestellte Fragen

Wer braucht eine Aktionärsvereinbarung?

Jede GmbH oder AG mit mehr als einem Aktionär sollte eine Aktionärsvereinbarung haben. Sie schützt alle Beteiligten vor unkontrolliertem Eigentümerwechsel und regelt, wie Anteile verkauft, übertragen oder vererbt werden. Auch bei einer Finanzierungsrunde oder bei der Planung einer Nachfolge ist sie essentiell.

Kann ein einzelner Aktionär eine Aktionärsvereinbarung mit sich selbst eingehen?

Nein, eine Aktionärsvereinbarung ist ein Vertrag zwischen mindestens zwei Parteien. Bei einer Einzelaktionär-GmbH ist sie nicht erforderlich. Falls Sie später weitere Aktionäre hinzufügen möchten, sollten Sie dann die Vereinbarung aufsetzen oder unterzeichnen lassen.

Ist eine Aktionärsvereinbarung rechtlich bindend?

Ja, eine unterzeichnete und ordnungsgemäß beglaubigte Aktionärsvereinbarung ist rechtlich bindend und kann vor Gericht durchgesetzt werden. Sie sollte von allen Aktionären und dem Geschäftsführer/Vorstand unterzeichnet werden. Empfehlenswert ist auch eine notarielle Beglaubigung zur Sicherung der Authentizität.

Was ist der Unterschied zwischen Drag-along und Tag-along?

Drag-along ist das Recht der Mehrheitsaktionäre, Minderheitsaktionäre zu zwingen, ihre Anteile beim Verkauf der Mehrheit zum gleichen Preis abzutreten. Tag-along ist das umgekehrte Recht von Minderheitsaktionären, beim Mehreitsverkauf mitverkaufen zu können. Diese Klauseln schützen vor ungleichen Exits.

Können Vorkaufsrechte zeitlich begrenzt werden oder gelten sie unbegrenzt?

Vorkaufsrechte sind in der Regel zeitlich unbegrenzt, solange die Aktionärsvereinbarung gültig ist. Sie können aber mit Ablaufdatum versehen werden (z.B. „fällt 5 Jahre nach Gründung weg"). Zeitbegrenzte Rechte geben Aktionären mehr Flexibilität zum späteren Verkauf, können aber das Unternehmen gefährden.

Muss die Aktionärsvereinbarung ins Handelsregister eingetragen werden?

In Deutschland ist die Eintragung ins Handelsregister nicht verpflichtend, aber empfohlen. Sie erhöht die Transparenz und schützt vor Einwendungen durch externe Käufer. Klären Sie mit Ihrem Notar oder Anwalt, ob eine Eintragung in Ihrer Situation sinnvoll ist.

Was passiert, wenn ein Aktionär die Vereinbarung verletzt und seine Anteile ohne Genehmigung verkauft?

Je nach Formulierung kann das Unternehmen oder andere Aktionäre die Aktivierung des Vorkaufsrechts verlangen, die Abtretung für ungültig erklären oder Schadensersatz fordern. Im schlimmsten Fall kann die Geschäftsbeziehung beendet oder gekündigt werden. Ein Anwalt kann je nach Sachlage rechtliche Schritte einleiten.

Kann eine Aktionärsvereinbarung später geändert werden?

Ja, aber nur mit Zustimmung aller oder einer vereinbarten Mehrheit der Aktionäre. Viele Vereinbarungen enthalten Änderungsklauseln (z.B. „Änderungen erfordern Zustimmung von 75 % der Aktionäre"). Ohne solche Klauseln ist einstimmige Zustimmung erforderlich. Änderungen sollten schriftlich dokumentiert und von allen unterzeichnet werden.

Unterscheidet sich die Aktionärsvereinbarung je nach Bundesland?

Grundprinzipien sind bundesweit gleich, aber einige Regelungen (Grunderwerbsteuer, Notargebühren) unterscheiden sich zwischen Bundesländern. Auch bei Gesellschaften mit Sitz im Ausland (z.B. Österreich, Schweiz) können andere Regeln gelten. Lassen Sie eine anwaltliche Prüfung durch einen Juristen mit Ortskenntnissen durchführen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschaftervereinbarung (GmbH)

Eine Gesellschaftervereinbarung ist für GmbH-Anteile das Äquivalent zur Aktionärsvereinbarung für Aktien. Beide regeln Vorkaufsrechte und Übertragungsrechte. Aktionärsvereinbarungen sind formal strenger und häufig notariell beglaubigt. Welche Vorlage Sie benötigen, hängt von der Rechtsform ab (AG = Aktionärsvereinbarung, GmbH = Gesellschaftervereinbarung).

vs Kaufvertrag Unternehmensanteile

Ein Kaufvertrag regelt einen einzelnen Verkauf von Unternehmensanteilen und enthält Preis, Bedingungen und Zahlungsweise. Eine Aktionärsvereinbarung ist ein übergeordneter Rahmenvertrag, der alle künftigen Verkäufe regelt und Vorkaufsrechte etabliert. Sie werden oft zusammen verwendet — die Aktionärsvereinbarung bestimmt die Spielregeln, der Kaufvertrag die Details eines konkreten Verkaufs.

vs Aktienoptionsprogramm (ESOP)

Ein Aktienoptionsprogramm gewährt Mitarbeitern das Recht, zukünftig Anteile zu kaufen. Eine Aktionärsvereinbarung regelt, wie bestehende Aktien verkauft oder übertragen werden. Ein ESOP wird oft begleitet von Aktionärsvereinbarungen, um zu sichern, dass Mitarbeiter-Aktionäre an die gleichen Vorkaufsrechtregeln gebunden sind.

vs Gründungsprotokoll / Gründungsurkunde

Das Gründungsprotokoll dokumentiert die Gründung einer AG/GmbH und die initiale Aktienverteilung. Eine Aktionärsvereinbarung ist eine separate Zusatzregelung, die nach der Gründung unterzeichnet wird und die späteren Verkaufs- und Übertragungsrechte regelt. Das Gründungsprotokoll ist einmalig, die Aktionärsvereinbarung fortlaufend bindend.

Branchenspezifische Hinweise

Technologie und Startups

Regelt Investor-Beteiligungen, Verwässerungsschutz und Ausstiegsrechte in Finanzierungsrunden.

Immobilienentwicklung

Schützt die Anteile bei Projektentwicklungen und regelt Verkaufs- und Refinanzierungsrechte.

Mittelstand und Familienunternehmen

Sichert die Vermögensübergabe an Erben und verhindert unerwünschte externe Käufer.

Handel und Einzelhandel

Regelt Vorkaufsrechte bei Filialen oder Franchisekonzepten mit mehreren Gesellschaftern.

Handwerk und Handwerksbetriebe

Schützt kleine und mittlere Betriebe vor unkontrolliertem Eigentümerwechsel und regelt Nachfolge.

Consulting und Dienstleistungen

Bindet Key-Person-Aktionäre an das Unternehmen und regelt Austritt bei Kündigung oder Versetzung.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland regelt das Aktiengesetz (AktG) die Grundlagen für Aktionärsvereinbarungen. Beachten Sie Eintragungspflichten, die Grunderwerbsteuer und Notargebühren, die vom Verkäufer getragen werden. Rechtsprechung ist deutschlandweit einheitlich.

Österreichisches Gesellschaftsrecht ist ähnlich, aber österreichische Gesellschaften unterliegen dem Unternehmensgründungsgesetz (UGG) und anderen Besonderheiten. Notargebühren und Steuern können abweichen. Lassen Sie die Vorlage durch einen österreichischen Juristen anpassen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine, einfache Gründung mit 2–3 vertrauten Aktionären und klarer Eigentümerstruktur.59–89 EUR (Vorlagen-Download)1–2 Stunden Bearbeitung + Unterzeichnung
Vorlage + RechtsprüfungMittleres Unternehmen oder mehrere externe Aktionäre; Sie möchten Sicherheit mit moderatem Budget.500–1.500 EUR (Vorlage + anwaltliche Prüfung)1–2 Wochen für Anwaltsprüfung
MaßgeschneidertKomplexe Finanzierungsrunde, ausländische Aktionäre, mehrere Aktienklassen oder spezielle Branchenerfordernisse.2.000–5.000 EUR (vollständige anwaltliche Erstellung)2–4 Wochen für Beratung und Anpassungen

Glossar

Anbietender Aktionär
Aktionär, der seine Anteile verkaufen oder abtreten möchte und ein Angebot an das Unternehmen und andere Aktionäre unterbreitet.
Vorkaufsrecht
Recht des Unternehmens oder anderer Aktionäre, die angebotenen Aktien vor Dritten zu kaufen.
Management-Aktionär
Aktionär, der gleichzeitig als Geschäftsführer oder leitender Angestellter tätig ist.
Aktienklasse
Unterschiedliche Kategorien von Aktien mit verschiedenen Rechten, Dividenden oder Stimmgewalt.
Kapitalanlage
Erwerb von Aktien zur Geldanlage und nicht zur kurzfristigen Spekulation oder zum Wiederverkauf.
Übertragung
Rechtliche Abtretung oder Verkauf von Aktienanteilen von einem Eigentümer auf einen anderen.
Angebot (eng. Offer)
Schriftliche Mitteilung des Aktionärs über die Absicht, Aktien zu verkaufen, mit Preis, Menge und Käufer.
Erfüllungsannahme
Übernahme aller Bedingungen eines Angebots durch den Käufer, einschließlich nachträglicher Handlungen.
Drag-along
Recht der Mehrheitsaktionäre, Minderheitsaktionäre zum Verkauf bei gleichen Bedingungen zu zwingen.
Tag-along
Recht von Minderheitsaktionären, beim Verkauf der Mehrheit zu gleichen Bedingungen mitverkaufen zu können.

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