1
Parteien vollständig eintragen
Geben Sie den vollständigen Namen und die Adresse des Rechtsanwalts (oder der Kanzlei) sowie des Mandanten ein. Nutzen Sie die korrekte Geschäftsform und Registrierungsnummer (z. B. HRB, UID-Nummer).
💡 Kopieren Sie die Daten aus dem Handelsregisterauszug oder aus dem Gesellschaftsvertrag, um Fehler auszuschließen.
2
Wirksames Datum eintragen
Legen Sie fest, ab wann die Vereinbarung gültig ist. In der Regel ist das der Unterzeichnungstag oder ein vorab vereinbartes Datum.
💡 Ein früheres Datum ist möglich (Rückwirkung), sollte aber ausdrücklich abgesprochen sein.
3
Leistungsbeschreibung konkretisieren
Listen Sie alle Rechtsdienstleistungen auf, die der Anwalt erbringen wird. Seien Sie so konkret wie möglich (z. B. ‚Vertragsgestaltung für Mietvertrag', nicht einfach ‚Rechtsberatung').
💡 Wenn die Leistungen später ausgeweitet werden, empfiehlt sich eine schriftliche Nachtrag- oder Ergänzungsvereinbarung.
4
Gebührenmodell festlegen
Entscheiden Sie zwischen Stundenhonorar, Pauschalhonorar, Erfolgshonor oder einer Mischform und tragen Sie konkrete Euro-Beträge ein. Definieren Sie auch Ober- und Untergrenzen, falls sinnvoll.
💡 Stundenhonorar ist flexibel, Pauschalhonorar gibt dem Mandanten Kostensicherheit. Für komplexe Fälle ist eine Kombination oft praktisch.
5
Auslagen und Nebenkosten regeln
Einigen Sie sich, welche Kosten neben dem Honorar erstattet werden (Gerichtsgebühren, Porto, Recherche, Beglaubigungen). Definieren Sie klare Grenzen (z. B. ‚Auslagen über EUR 100 bedürfen vorheriger Zustimmung').
💡 Eine Obergrenze für Auslagen ohne Vorankündigung schützt den Mandanten vor bösen Überraschungen.
6
Zahlungsbedingungen und Bankinformationen eingeben
Schreiben Sie auf, wie oft abgerechnet wird (monatlich, quartalsweise, nach Aufgabe), welche Zahlungsfrist gilt (z. B. 14 Tage nach Rechnung) und welche Zahlungsweise (Überweisung, SEPA-Lastschrift). Geben Sie IBAN/BIC des Anwalts ein.
💡 Kurze Zahlungsfristen (7–14 Tage) vereinfachen die Liquidität; längere Fristen (30 Tage) entlasten den Mandanten.
7
Dauer, Kündigung und Schlussklauseln prüfen
Tragen Sie die geplante Dauer des Mandatsverhältnisses ein und legen Sie Kündigungsfristen fest. Überprüfen Sie Datenschutz- und Geheimhaltungsklauseln auf Ihre Anforderungen.
💡 Eine gegenseitige Kündigungsmöglichkeit mit 30 Tagen Frist ist fair und bietet Sicherheit für beide Seiten.
8
Unterzeichnung und Archivierung
Lassen Sie beide Parteien die Vereinbarung unterzeichnen (oder per E-Mail bestätigen). Speichern Sie ein signiertes Original dauerhaft ab und geben Sie je eine Kopie an den Anwalt und an den Mandanten.
💡 Eine digitale Speicherung mit Versionskontrolle reduziert Missverständnisse über Nachträge und Änderungen.