Markenlizenzvertrag

Kostenloser Word-Download • Online bearbeiten • Mit Drive speichern und teilen • Als PDF exportieren

10 seiten25–35 min zum AusfüllenSchwierigkeit: KomplexUnterschrift erforderlichRechtsprüfung empfohlen
Mehr erfahren ↓
FreiMarkenlizenzvertrag

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Markenlizenzvertrag ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung, in der ein Markeninhaber (Lizenzgeber) einem anderen Unternehmen (Lizenznehmer) das Recht zur Nutzung einer Marke erteilt. Dieser kostenlose Word-Download regelt die Bedingungen, unter denen die Markenzeichen verwendet werden dürfen, einschließlich Geltungsbereich, Produkte und Dienstleistungen. Das Dokument ist online bearbeitbar und kann als PDF exportiert werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Vertrag, wenn Sie einen Geschäftsbetrieb erwerben und dessen Markenzeichen weiternutzen möchten, oder wenn Sie Ihre Marke einem anderen Unternehmen lizenzieren. Auch bei der Gewährung von Unterlizenzen oder beim Aufbau einer Lizenznehmerkette ist dieses Dokument erforderlich.
Was enthalten ist
Der Vertrag enthält die Lizenzbewilligung mit exklusiven oder nicht-exklusiven Rechten, die Definition der Markenzeichen und der zulässigen Waren und Dienstleistungen, Regeln für die Verwendung in Geschäftsnamen und Beschilderung, sowie Bestimmungen zur Abtretung und Unterlizenzierung. Darüber hinaus regelt er die Rolle des Lizenznehmers als Handelsbevollmächtigter für weitere Lizenznehmer.

Was ist eine Vorlage „Markenlizenzvertrag"?

Ein Markenlizenzvertrag ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen einem Markeninhaber (Lizenzgeber) und einem anderen Unternehmen (Lizenznehmer), die das Recht zur Nutzung einer Marke oder eines Markenzeichens regelt. Diese kostenlose Word-Vorlage enthält alle notwendigen Klauseln: Definition der Markenzeichen, Festlegung des Geltungsbereichs (geografisch und produktbezogen), Regeln für Sublizenzierung, Qualitätskontrolle und Bestimmungen zur Abtretung. Das Dokument ist online bearbeitbar und kann als PDF exportiert werden – ideal für schnelle und professionelle Lizenzverträge ohne lange Anwaltszeit.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Eine Markenlizenz ohne schriftlichen Vertrag ist rechtlich unsicher und führt zu Konflikten: Der Lizenznehmer könnte die Marke außerhalb des Geltungsbereichs nutzen, minderwertige Produkte unter Ihrer Marke verkaufen oder die Lizenz an unbekannte Dritte weitergeben – und Sie hätten keinen rechtlichen Schutz. Ein klarer Markenlizenzvertrag schützt Ihren Markenruf, kontrolliert die Produktqualität, definiert geografische und produktbezogene Grenzen und regelt, wer die Marke verwenden darf. Besonders wichtig ist dies bei Franchising, Unternehmensverkauf mit verbleibender Marke, oder wenn Sie ein Netzwerk von Lizenznehmern aufbauen. Diese Vorlage spart Anwaltskosten und bietet sofortige Rechtssicherheit.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Der Lizenznehmer erhält alleiniges Recht zur Nutzung im GeltungsbereichExklusive Markenlizenz
Mehrere Lizenznehmer dürfen die Marke gleichzeitig nutzenNicht-exklusive Markenlizenz
Lizenznehmer darf weitere Lizenznehmer einbindenMarkenlizenz mit Sublizenzierungsrecht
Lizenz mit festem Ablaufdatum und VerlängerungsoptionZeitlich befristete Markenlizenz
Lizenz begrenzt auf bestimmte Länder oder RegionenTerritoriale Markenlizenz
Marke bleibt beim Verkäufer, wird aber an Käufer lizenziertMarkenlizenz nach Unternehmensverkauf
Lizenzgeber möchte Standards für Produktqualität kontrollierenMarkenlizenz mit Qualitätssicherung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Markenzeichen nicht in Anlage dokumentiert

Warum es wichtig ist: Ohne offizielle Dokumentation der Markenzeichen ist unklar, was lizenziert wird; der Vertrag verliert Rechtsverbindlichkeit.

Fix: Erstellen Sie eine detaillierte Anlage mit Abbildung, Registrierungsnummer und jeweiligem Geltungsbereich der Marke.

❌ Keine klare Abgrenzung zwischen exklusiver und nicht-exklusiver Lizenz

Warum es wichtig ist: Beide Parteien könnten unterschiedliche Erwartungen haben; Sie als Lizenzgeber könnten unbeabsichtigt weitere Lizenznehmer ausschließen.

Fix: Schreiben Sie explizit ‚exklusiv' oder ‚nicht-exklusiv' und beschreiben Sie die Konsequenzen deutlich.

❌ Sublizenzierung ohne Kontrolle zulässig

Warum es wichtig ist: Der Lizenznehmer könnte die Marke an unbekannte oder minderwertige Dritte weitergeben, ohne dass Sie es erfahren oder kontrollieren können.

Fix: Fordern Sie schriftliche Zustimmung zu jedem Unterlizenzvertrag und setzen Sie den Lizenznehmer als Handelsbevollmächtigten ein.

❌ Keine Qualitätskontrollklauseln

Warum es wichtig ist: Der Lizenznehmer könnte minderwertige Produkte unter Ihrer Marke verkaufen, was Ihrem Markenruf dauerhaft schadet.

Fix: Integrieren Sie Qualitätsvorgaben, regelmäßige Inspektionen und das Recht zu Beanstandungen in den Vertrag.

❌ Zu breite Produktdefinition (‚alle Waren und Dienstleistungen')

Warum es wichtig ist: Die Marke könnte zu Produkten verwendet werden, die Sie nicht kontrollieren; dies schwächt den Markenschutz und kann zu Generizität führen.

Fix: Begrenzen Sie die Markennutzung auf bestimmte Kategorien (z.B. ‚Einzelhandel mit Kleidung' statt ‚alle Waren').

❌ Geografische Grenzen fehlen oder sind unklar

Warum es wichtig ist: Der Lizenznehmer könnte in unbefugte Länder expandieren oder die Marke außerhalb des Geltungsbereichs nutzen.

Fix: Nennen Sie explizit die Länder oder Regionen (z.B. ‚ausschließlich Bundesrepublik Deutschland') und verbieten Sie außerterritorials Nutzung.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Lizenzbewilligung

In einfacher Sprache: Bestätigung, dass der Lizenzgeber dem Lizenznehmer das Recht zur Nutzung der Markenzeichen erteilt.

Beispielformulierung
Der Lizenzgeber gewährt dem Lizenznehmer das Exklusivrecht ohne nutzungsbedingte Lizenzgebühr, die Markenzeichen [...] ausschließlich in Verbindung mit dem Verkauf und Vertrieb der Waren und Dienstleistungen [...] zu nutzen.

Häufiger Fehler: Keine klare Angabe, ob die Lizenz exklusiv oder nicht-exklusiv ist, oder welche Produkte/Dienstleistungen erfasst sind.

Geltungsbereich und territoriale Grenzen

In einfacher Sprache: Festlegung der geografischen Grenzen, in denen die Marke verwendet werden darf.

Beispielformulierung
Die Markenzeichen dürfen ausschließlich in [LAND] genutzt werden. Der Lizenznehmer verpflichtet sich, keinerlei Markenzeichen außerhalb des festgelegten Geltungsbereichs zu verwenden.

Häufiger Fehler: Unklare oder fehlende geografische Abgrenzung führt zu Konflikten bei grenzüberschreitenden Aktivitäten.

Einschränkung bei Verwendung in Firmennamen

In einfacher Sprache: Regelung, ob die Marke im Firmennamen oder in der Beschilderung verwendet werden darf.

Beispielformulierung
Dem Lizenznehmer ist nicht gestattet, die Markenzeichen in seinem Firmennamen zu verwenden, es sei denn mit schriftlicher Zustimmung des Lizenzgebers. Die Verwendung in Beschilderung von Filialen ist erlaubt, sofern eine beträchtliche Auswahl der ausgewählten Produkte angeboten wird.

Häufiger Fehler: Unbeschränkte Verwendung in Firmennamen schwächt die Markenruf und führt zu Kontrollverlust.

Sublizenzierung und Abtretung

In einfacher Sprache: Bestimmungen, ob und wie der Lizenznehmer die Lizenz an Dritte weitergeben darf.

Beispielformulierung
Der Lizenznehmer hat das Recht die Markenlizenz bei Verkauf des gesamten erworbenen Unternehmens zu übertragen. Unterlizenzen an weitere Lizenznehmer sind mit Zustimmung des Lizenzgebers zulässig, sofern diese einen eigenen Lizenzvertrag abschließen.

Häufiger Fehler: Zu lockere Regelungen ermöglichen unkontrollierte Sublizenzierung; zu strikte verhindern legitime Geschäftsmodelle.

Handelsbevollmächtigter

In einfacher Sprache: Ernennung des Lizenznehmers zur Überwachung weiterer Lizenznehmer und deren Markeneinhaltung.

Beispielformulierung
Der Lizenzgeber ernennt den Lizenznehmer zum Handelsbevollmächtigten, welcher die Erfüllung aller vertraglichen Pflichten seitens der zusätzlichen Lizenznehmer sicherstellt.

Häufiger Fehler: Fehlende Benennung eines Bevollmächtigten führt zu Kontrollvakuum bei Multilevel-Lizenzketten.

Qualitätskontrolle und Markenstandards

In einfacher Sprache: Verpflichtung des Lizenznehmers, Qualitätsstandards einzuhalten, um die Marke zu schützen.

Beispielformulierung
Der Lizenznehmer verpflichtet sich, alle Produkte und Dienstleistungen in Übereinstimmung mit den vom Lizenzgeber festgelegten Qualitätsstandards anzubieten, um die Unterscheidungskraft und Firmenwerte der Markenzeichen zu wahren.

Häufiger Fehler: Unspezifische oder fehlende Qualitätsvorgaben erlauben minderwertigen Produkten unter der Marke.

Begrenzte Verwendung auf ausgewählte Produkte

In einfacher Sprache: Festlegung, dass die Marke nur mit bestimmten Waren und Dienstleistungen genutzt werden darf.

Beispielformulierung
Der Lizenznehmer verpflichtet keine Markenzeichen in Verbindung mit Waren oder Dienstleistungen zu nutzen, welche nicht zu den ausgewählten Produkten und Dienstleistungen zählen.

Häufiger Fehler: Zu breite Produktdefinition gefährdet Markenschutz; zu enge begrenzt legitimes Geschäftswachstum.

Vorbehalt aller anderen Rechte

In einfacher Sprache: Klarstellung, dass der Lizenzgeber alle nicht explizit vergebenen Rechte behält.

Beispielformulierung
Alle anderen Rechte der Markenzeichen in Verbindung mit den momentanen und zukünftigen Geschäftsbetrieben des Lizenzgebers und seinen weltweiten Partnerbetrieben, dem Lizenzgeber und besagten Partnerbetrieben, bleiben vorbehalten.

Häufiger Fehler: Fehlender Vorbehalt führt zu unerwarteter Übertragung von Rechten auf den Lizenznehmer.

Anpassung bei Markenregistrierungsänderungen

In einfacher Sprache: Regelung, wie mit Änderungen der registrierten Marke und der zulässigen Waren/Dienstleistungen umzugehen ist.

Beispielformulierung
Sollte der Lizenzgeber Änderungen an den registrierten Markenzeichen erwirken [...], werden zusätzliche Waren und Dienstleistungen nach gegenseitigem Übereinkommen in den Lizenzvertrag aufgenommen.

Häufiger Fehler: Keine Regelung für Markenvergrößerung oder Reduktion führt zu Unsicherheit bei Geschäftsausweitung.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Datum und Parteien eintragen

    Geben Sie das Datum des Vertragstarts, den Namen Ihres Unternehmens (Lizenzgeber), den Namen des Lizenznehmers und die jeweiligen Firmenadressen ein. Vergewissern Sie sich, dass die Adresse vollständig und rechtlich korrekt ist.

    💡 Verwenden Sie den offiziellen Firmennamen aus dem Handelsregister, nicht Markennamen oder Spitznamen.

  2. 2

    Kaufvertrag und erworbenes Unternehmen definieren

    Wenn dieser Vertrag an einen Unternehmensverkauf geknüpft ist, geben Sie das Datum des Kaufvertrags und den Namen des erworbenen Unternehmens an. Falls kein Unternehmensverkauf vorliegt, vereinfachen Sie diesen Abschnitt entsprechend.

    💡 Bei reinem Markenlizenzvertrag (ohne Unternehmenskauf) können diese Klauseln angepasst oder entfernt werden.

  3. 3

    Markenzeichen und Anlage definieren

    Erstellen Sie eine detaillierte Anlage mit allen zu lizenzierenden Markenzeichen (Text, Logos, Designs). Geben Sie die Anlagenummer ein und beschreiben Sie jedes Zeichen, seine Registrierungsnummern und den Geltungsbereich.

    💡 Verwenden Sie offizielle Markenregistereinträge als Vorlage und aktualisieren Sie die Anlage bei neuen Registrierungen.

  4. 4

    Geltungsbereich und territoriale Grenzen festlegen

    Geben Sie das Land oder die Länder an, in denen die Lizenz gültig ist (z.B. Deutschland, Deutschland und Österreich). Dies ist entscheidend für die geografische Begrenzung.

    💡 Für internationale Lizenzen: Listen Sie jedes Land separat auf, um Verwechslungen zu vermeiden.

  5. 5

    Ausgewählte Produkte und Dienstleistungen spezifizieren

    Definieren Sie präzise, mit welchen Waren und Dienstleistungen die Marke verwendet werden darf. Nutzen Sie eine separate Anlage und verwenden Sie ggf. die NIZZA-Klassifikation.

    💡 Je präziser die Definition, desto weniger Streit später. ‚Alle Waren' ist rechtlich riskant.

  6. 6

    Exklusivität, Sublizenzierung und Abtretung klären

    Entscheiden Sie, ob die Lizenz exklusiv oder nicht-exklusiv ist, und ob der Lizenznehmer weitere Lizenzen vergeben oder den Vertrag an andere abtreten darf. Passen Sie die entsprechenden Klauseln an.

    💡 Exklusive Lizenzen erfordern höhere Kontrolle; nicht-exklusive bieten mehr Flexibilität für Sie als Lizenzgeber.

  7. 7

    Qualitätskontrollstandards einführen

    Definieren Sie, welche Qualitätsstandards der Lizenznehmer einhalten muss (z.B. Produktzertifizierungen, Verpackungsstandards, Kundenservice). Dies schützt Ihren Markenruf.

    💡 Beziehen Sie sich auf ISO-Normen, Branchenstandards oder Ihre eigenen Dokumentationen.

  8. 8

    Signatur und Laufzeit ergänzen

    Ergänzen Sie den Abschnitt ‚Laufzeit' mit Start-, Ablauf- und Verlängerungsbedingungen. Unterzeichnen Sie beide Parteien das Dokument mit Datum und vollständiger Unterschrift oder elektronischer Signatur.

    💡 Nutzen Sie elektronische Signaturen (z.B. DocuSign, Adobe Sign) für schnellere Unterschriftensammlung.

Häufig gestellte Fragen

Muss ein Markenlizenzvertrag schriftlich vorliegen?

Ja, ein Markenlizenzvertrag sollte schriftlich vorliegen, um Beweise zu sichern und Missverständnisse zu vermeiden. Mündliche Vereinbarungen sind rechtlich schwächer und führen oft zu Streit. Das deutsche Markengesetz (MarkenG) verlangt zwar nicht ausdrücklich Schriftlichkeit, aber in der Praxis ist ein schriftlicher Vertrag unerlässlich für Rechtssicherheit. Unterzeichnen Sie den Vertrag von beiden Parteien und archivieren Sie eine Kopie.

Kann ich eine Markenlizenz widerrufen?

Ja, Sie können eine Lizenz widerrufen, aber nur unter Einhaltung vertraglich vereinbarter Kündigungsfristen. Der Vertrag sollte klare Bedingungen für Kündigung und Kündigungsfristen enthalten (z.B. 30 oder 90 Tage Ankündigung). Im Falle eines Verstoßes des Lizenznehmers (z.B. Qualitätsmängel, unerlaubte Sublizenzierung) können Sie sofortige Kündigung vereinbaren. Konsultieren Sie bei Unklarheiten einen Anwalt.

Brauche ich eine separate Lizenzgebühr?

Nein, Lizenzgebühren sind optional. Der Vertrag kann royaltyfrei sein (wie im Muster dargestellt), besonders wenn die Lizenz Teil eines Unternehmensverkaufs ist. Sie können aber Gebühren vereinbaren: prozentuale Lizenzgebühren (z.B. 2–5 % des Umsatzes) oder pauschale jährliche Gebühren. Klären Sie die Zahlungsmodalitäten und Reporting-Anforderungen im Vertrag.

Was passiert mit der Lizenz, wenn das lizenzierte Unternehmen verkauft wird?

Das hängt vom Vertrag ab. In unserem Muster kann der Lizenznehmer die Lizenz bei Verkauf des gesamten erworbenen Unternehmens übertragen, sofern der Käufer einen neuen Lizenzvertrag mit dem Lizenzgeber abschließt. Ohne diese Klausel endet die Lizenz bei Wechsel des Eigentümers. Regeln Sie dies explizit im ‚Abtretung'-Abschnitt.

Darf ein Lizenznehmer die Marke in seinem Firmennamen verwenden?

Nach diesem Vertrag: Normalerweise nein. Der Lizenznehmer darf die Marke nicht in seinen Firmennamen aufnehmen, es sei denn mit schriftlicher Zustimmung des Lizenzgebers. Dies schützt Ihren Markenruf und verhindert, dass die Marke zu synonymisch mit dem Lizenznehmer wird. Ausnahmen sind möglich (z.B. „[Lizenznehmer] – lizenziert von [Ihre Marke]"), aber diese sollten schriftlich genehmigt sein.

Was ist ein Handelsbevollmächtigter und warum brauche ich einen?

Ein Handelsbevollmächtigter (hier der Lizenznehmer) überwacht weitere Lizenznehmer und stellt sicher, dass diese sich an die Vertragsbedingungen halten. Dies ist wichtig, wenn Sie eine Lizenzkette aufbauen (Sie → Lizenznehmer → Unterlizenznehmern). Der Bevollmächtigte fungiert als Ihr Vertreter vor Ort und trägt Verantwortung für die Einhaltung von Qualitätsstandards.

Welche Jurisdiktion sollte ich für Streitfälle wählen?

Markenlizenzverträge sollten eine Jurisdiktionsklausel enthalten, die festlegt, welche Gerichte zuständig sind und welches Recht anwendbar ist. Für Deutschland: Empfehlung ist deutsches Recht (BGB, MarkenG) und ein deutsches Gericht (meist Berlin, München oder Düsseldorf, je nach Geschäftsort). Konsultieren Sie einen Anwalt, um die beste Wahl für Ihren Fall zu treffen.

Wie oft sollte ich Qualitätskontrollen durchführen?

Dies hängt vom Risiko und der Branche ab. Für Lebensmittel oder Pharmazie: quartalsweise oder halbjährlich. Für andere Branchen: jährlich ist oft ausreichend. Vereinbaren Sie Häufigkeit und Methode im Vertrag (z.B. Inspektionen vor Ort, Produktmuster, Kundenbeschwerdedaten). Dokumentieren Sie alle Kontrollen schriftlich.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Eigentumsübertragung

Bei einer Eigentumsübertragung geben Sie die Marke vollständig ab; der Käufer wird neuer Inhaber. Bei einer Lizenz bleibt die Marke in Ihrem Besitz, der Lizenznehmer hat nur Nutzungsrechte. Lizenzierung ist sinnvoll, wenn Sie die Marke behalten, kontrollieren und bei anderen Geschäften nutzen möchten.

vs Franchisevertrag

Ein Franchisevertrag regelt das gesamte Geschäftsmodell (Marke, Rezepte, Prozesse, Gebühren, Support). Ein Markenlizenzvertrag regelt nur die Markennutzung. Franchise ist komplexer und umfassender; Markenlizenz ist spezifischer und flexibler.

vs Handelsvertreterabkommen

Ein Handelsvertreterabkommen regelt die Vermittlung oder den Verkauf von Produkten (Vertrieb). Ein Markenlizenzvertrag regelt die Nutzung eines Zeichens (Marke, Logo, Name). Sie können beide kombinieren: Der Handelsvertreter verkauft Ihre Produkte unter Ihrer Lizenz.

vs Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA)

Eine NDA schützt Geschäftsgeheimnisse und Vertrauliches (z.B. Rezepte, Prozesse). Ein Markenlizenzvertrag schützt die Marke und regelt ihre Nutzung. Sie können NDA und Markenlizenzvertrag kombinieren, um beide Interessen zu schützen.

Branchenspezifische Hinweise

Einzelhandel und Franchising

Markenlizenzverträge sind zentral für Franchise-Systeme, wo der Franchisenehmer die Marke des Franchisegebers nutzen muss.

Produktion und Herstellung

Hersteller lizenzieren oft ihre Marken an Vertriebspartner oder Unterlizenznehmern in verschiedenen Regionen.

Mode und Design

Modeunternehmen verwenden Markenlizenzverträge, um Designer-Marken zu schützen und kontrollierte Vertriebskanäle zu sichern.

Immobilien und Hospitality

Hotelketten und Immobilienverwaltungen lizenzieren Markennamen an einzelne Betreiber, um Qualitätsstandards zu wahren.

Logistik und Transport

Logistikfirmen lizenzieren Markennamen an regionale Partner oder Franchise-Betreiber unter Qualitätskontrolle.

Lebensmittel und Getränke

Lebensmittelhersteller lizenzieren Marken an Distributoren oder Restaurants mit strikten Qualitätsvorgaben.

Hinweise zur Rechtsprechung

Das deutsche Markengesetz (MarkenG) und das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regeln Lizenzverträge. Wählen Sie deutsche Gerichte für Streitfälle und deutsches Recht als Anwendungsrecht.

Österreich hat ein ähnliches Markengesetz (Markengesetz – MarkenG). Markenlizenzverträge unterliegen österreichischem ABGB, wenn österreichische Parteien beteiligt sind. Behörde: Österreichisches Markenamt (ÖPTO).

Die Schweiz nutzt das Markengesetz (MSchG) und das Zivilgesetzbuch (ZGB). Schweizer Lizenzen folgen schweizer Recht. Behörde: Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum (IGE).

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardlizenz für ein Unternehmen, einfache Struktur, kein Unternehmensverkauf.€ 0 (Vorlage) + Ihre Zeit zum Ausfüllen1–2 Stunden Ausfüllen; kein Anwalt nötig
Vorlage + RechtsprüfungSie möchten die Vorlage nutzen, aber ein Anwalt überprüft Ihre spezifischen Bedingungen und Markenrisiken.€ 0 (Vorlage) + € 500–1.500 Anwaltshonorar2–3 Wochen (Anwaltsprüfung inklusive)
MaßgeschneidertKomplexe Lizenzkette (mehrere Unterlizenznehmern), Unternehmensverkauf, internationale Struktur, hohe Risikoexposition.€ 1.500–5.000+ für maßgeschneiderter Vertrag4–8 Wochen (Beratung, Verhandlung, Finalisierung)

Glossar

Lizenzgeber
Der Inhaber der Markenzeichen, der die Nutzungsrechte an Dritte vergibt.
Lizenznehmer
Das Unternehmen, das die Genehmigung zur Nutzung der Markenzeichen erhält.
Markenzeichen
Ein schützbare Zeichen (Wort, Bild, Logos), das Waren oder Dienstleistungen kennzeichnet und unterscheidbar macht.
Geltungsbereich
Das geografische Gebiet (z.B. ein Land oder eine Region), in dem die Lizenz gültig ist.
Exklusive Lizenz
Der Lizenznehmer ist der einzige, der die Marke im Geltungsbereich nutzen darf.
Sublizenzierung
Das Recht des Lizenznehmers, weitere Lizenznehmer in seinem Betrieb oder bei Partnern einzubinden.
Handelsbevollmächtigter
Der Lizenznehmer, dem die Aufsicht über weitere Lizenznehmer und deren Vertragseinhaltung obliegt.
Ausgewählte Produkte und Dienstleistungen
Die im Vertrag definierten Waren und Services, mit denen die Marke verwendet werden darf.
Abtretung
Die Übertragung der Lizenzrechte an einen neuen Lizenznehmer (z.B. bei Unternehmenskauf).
Qualitätskontrolle
Regeln, die der Lizenzgeber festlegt, um Qualitätsstandards und Markenruf zu schützen.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ Geschäfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • Lückenfüller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf über 3,000+ geschäftliche und rechtliche Vorlagen für jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und füllen Sie die Lücken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte Geschäftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum für nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle für Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

Führen Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von über 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr Geschäft zu strukturieren, zu führen und auszubauen.

Für immer kostenloser Plan · Keine Kreditkarte erforderlich