1
Parteiendaten eintragen
Tragen Sie in den Kopfbereich den vollständigen Namen, das Gründungsland/-bundesland und die Geschäftsadresse beider Unternehmen ein. Achten Sie auf korrekte juristische Schreibweise (GmbH, AG, etc.).
💡 Überprüfen Sie die Daten mit dem Handelsregister oder Firmeneintrag – Fehler hier sind schwer zu korrigieren.
2
Produktdefinition in Anhang A festlegen
Erstellen Sie Anhang A und listen Sie alle Software-Produkte auf, die unter diese Vereinbarung fallen (Name, Version, Modul, etc.). Seien Sie präzise.
💡 Vergessen Sie nicht, auch die Dokumentation und Benutzerhandbücher zu erwähnen, wenn diese zum Produkt gehören.
3
Genehmigten Standort(e) definieren
Geben Sie genau an, von welchen geografischen Standorten oder in welcher Region der Partner die Software vertreiben darf (z. B. 'Deutschland', 'Bundesland XY', 'einzelne Filiale in [Stadt]').
💡 Wenn mehrere Standorte gewünscht sind, sollte der Partner separate Vereinbarungen für jeden abschließen – das ist in dieser Vorlage so vorgesehen.
4
Kompetenzanforderungen in Anhang C zusammenstellen
Erstellen Sie Anhang C und führen Sie auf, welche Schulungen, Zertifikate oder Leistungskennzahlen der Partner erfüllen muss (z. B. 'Mindestens zwei Mitarbeiter mit [SCHULUNG] zertifiziert', 'jährliche Umsatzziele von EUR [BETRAG]').
💡 Machen Sie die Anforderungen realistisch und überprüfbar – zu hohe Anforderungen führen dazu, dass der Partner zur Konkurrenz wechselt.
5
Rabattstaffeln in Anhang B eintragen
Nennen Sie in Anhang B die Mengenrabatte – z. B. '0–10 Lizenzen: 10 % Rabatt', '11–50 Lizenzen: 15 % Rabatt', '>50 Lizenzen: 20 % Rabatt'.
💡 Überprüfen Sie, dass die Rabattgrenzen für Ihren Geschäftsbetrieb sinnvoll sind und dass Sie als Softwarefirma noch rentabel arbeiten können.
6
Finanzielle und Zahlungsbedingungen anpassen
Geben Sie Zahlungsbedingungen an (z. B. '30 Tage Nettozahlung'), Säumniszuschläge (z. B. '1 % pro Monat'), die Vorankündigungsfrist für Preisänderungen und die Gebührenstruktur.
💡 Prüfen Sie, dass Säumniszuschläge unter dem in Ihrem Bundesland zulässigen Höchstsatz liegen (in Deutschland z. B. ca. 5–6 % p.a. für Geschäftspartner im B2B-Bereich).
7
Schulungsanforderungen konkretisieren
Definieren Sie, welche konkreten Schulungen der Partner absolvieren muss (z. B. 'Grundlagenschulung Software', 'Verkaufstraining', 'technischer Support-Kurs') und wer diese durchführt.
💡 Halten Sie Schulungsinhalte und Bestätigungen dokumentiert – dies hilft später bei Streitigkeiten zu beweisen, ob der Partner sich qualifiziert hat.
8
Rechtliche Überprüfung
Lassen Sie die fertig ausgefüllte Vereinbarung von einem auf Technologie- und Vertragsrecht spezialisierten Anwalt überprüfen, bevor Sie sie unterzeichnen.
💡 Besondere Aufmerksamkeit auf Haftungsausschlüsse, Datenschutz (DSGVO) und lokale Regelungen zu Säumniszuschlägen und Kreditvergabe legen.