1
Daten und Parteiangaben einfügen
Tragen Sie das aktuelle Datum und die vollständigen Namen, Rechtsformen und Adressen Ihres Unternehmens und des Entwicklers (oder des Entwicklungsunternehmens) ein. Diese Daten müssen genau mit den Vertragsparteien übereinstimmen.
💡 Verwenden Sie den offiziellen Unternehmensnamen und die Registrierungsnummer, falls vorhanden.
2
Programm und Spezifikationen definieren
Beschreiben Sie das zu entwickelnde Softwareprogramm und seinen Namen. Erstellen Sie oder verlinken Sie ein detailliertes Spezifikationsdokument (Anhang), das Funktionalität, Design, Performance und Anforderungen exakt festlegt.
💡 Je präziser die Spezifikationen, desto weniger Streit über erfüllte oder nicht erfüllte Anforderungen.
3
Lizenzrechte und abgeleitete Produkte klären
Legen Sie fest, welche Lizenzrechte (exklusiv, nicht-exklusiv, geografisch begrenzt) das Unternehmen erhält und wie abgeleitete Produkte (Apps, Spiele, Medien) behandelt werden. Prüfen Sie, ob Unterlizenzvergabe an Dritte zulässig ist.
💡 Explizit festlegen, ob der Entwickler die Software später anderen Kunden anbieten darf oder nicht.
4
Zahlungsbedingungen und Royalties eintragen
Spezifizieren Sie die Gesamtvergütung, Zahlungsplan und gegebenenfalls Royalty-Sätze für Nettoeinnahmen. Definieren Sie genau, was in »Nettoeinnahmen« enthalten ist (Abzüge für Steuern, Provisionen, Rückerstattungen).
💡 Berücksichtigen Sie Meilensteine (z.B. 30 % bei Vertragsunterzeichnung, 40 % bei Abnahme, 30 % bei Launch).
5
Haftungs- und Garantieklauseln überprüfen
Lesen Sie die Garantien des Entwicklers durch und stellen Sie sicher, dass sie Originalität und fehlende Schutzrechtsverletzungen abdecken. Überprüfen Sie die Schadensersatz- und Haftungsbefreiungsbestimmungen auf Angemessenheit.
💡 Konsultieren Sie einen Anwalt, falls besonders sensible oder hochwertige Software betroffen ist.
6
Sicherungsbestimmungen anpassen
Legen Sie fest, wie lange das Unternehmen Zahlungen als Sicherheit einbehalten darf und unter welchen Bedingungen sie freigegeben werden. Definieren Sie die Höhe der Treuhandmittel.
💡 Eine übliche Sicherheitsquote liegt zwischen 10 und 20 % der vereinbarten Gesamtvergütung.
7
Beilagen und Anhänge zusammenstellen
Erstellen Sie alle erforderlichen Anhänge (Spezifikationen, Kostenaufstellung, Zahlungsplan) und nummerieren Sie sie. Verlinken oder blättern Sie diese dem Vertrag bei.
💡 Anhänge werden genauso verbindlich wie der Hauptvertrag und sollten ebenfalls vom Entwickler unterzeichnet werden.
8
Datum und Unterzeichnung
Tragen Sie das Unterzeichnungsdatum ein und lassen Sie den Vertrag von autorisierenden Vertretern beider Parteien unterzeichnen. Halten Sie unterschriebene Kopien sicher auf.
💡 Digital signierte PDFs oder originale Ausdrucke sind gleichermaßen gültig, sofern die Unterschrift beglaubigt ist.