Kommissionsliste

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FreiKommissionsliste

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Kommissionsliste ist ein dokumentiertes Verzeichnis der Kunden und Geschäftsarten, für die Ihr Mitarbeiter Provisionen erhält. Sie wird als schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgeschlossen und liegt dem Arbeitsvertrag bei. Der kostenlose Word-Download ist sofort einsatzbereit und lässt sich individuell anpassen.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen diese Liste, wenn Sie Mitarbeiter mit provisionsabhängiger Vergütung beschäftigen — etwa Verkäufer, Makler oder Handelsvertreter. Sie regelt, welche Kundengruppen und Geschäftsvorgänge zur Provisionszahlung führen, und verhindert Missverständnisse über Ansprüche und Bedingungen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält eine klare Vereinbarung, die dokumentiert, dass nur die aufgelisteten Kunden und Geschäftsarten eine Kommissionsverpflichtung auslösen. Dies schafft Transparenz, sichert beide Parteien rechtlich ab und dient als verbindliche Grundlage für die Provisionsberechnung.

Was ist eine Kommissionsliste?

Eine Kommissionsliste ist ein schriftlich dokumentiertes Verzeichnis der Kunden und Geschäftsarten, für die Ihr Mitarbeiter Provisionen erhält. Sie wird als Anlage zur Provisionsvereinbarung oder zum Arbeitsvertrag abgeschlossen und regelt bindend, unter welchen Bedingungen Provisionen fällig werden. Die kostenlose Word-Vorlage ist sofort einsatzbereit, lässt sich individuell für Ihre Kundengruppen und Geschäftsarten anpassen und kann als PDF exportiert werden. Sie dient als verbindliche Grundlage für alle Parteien und schafft Transparenz bei der Provisionsberechnung.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Provisionsmodelle sind anfällig für Missverständnisse und Rechtsstreitigkeiten. Ohne schriftliche, präzise Kommissionsliste entstehen Konflikte darüber, welche Kunden oder Geschäfte provisionsgebunden sind, ob Provisionen nach Kündigung noch gezahlt werden, und wie Grenzfälle zu handhaben sind. Eine klare Liste schützt Ihren Betrieb rechtlich, vermeidet teure Gerichtsverfahren und sichert Ihre Zahlungsfähigkeit bei gleichzeitiger Motivationsgarantie für Ihre Verkäufer. Sie dokumentieren damit eine faire, transparente Vereinbarung und erfüllen arbeitsrechtliche Anforderungen an Schriftlichkeit. Besonders bei Fluktuation oder Kündigung ist die schriftliche Liste unverzichtbar.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Standardfall mit klar definierten Kundengruppen und GeschäftsartenKommissionsliste — einfache Variante
Provisionen unterscheiden sich je nach Volumen oder GeschäftsartKommissionsliste mit Staffelung
Bestimmte Geschäfte oder Kunden sind von der Provisionszahlung ausgenommenKommissionsliste mit Ausschlüssen
Provisionen sind Bestandteil des Arbeitsvertrags und müssen dort verankert seinProvisionsvereinbarung als Anlage zum Arbeitsvertrag
Externe Handelsvertreter oder Makler mit eigener KundenbeziehungKommissionsliste für Handelsvertreter
Arbeitgeber behält sich das Recht vor, die Liste unter Einhaltung von Fristen zu ändernKommissionsliste mit Widerrufsvorbehalt

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zu vage Kundengruppen-Definitionen

Warum es wichtig ist: Unklare Kategorien führen zu Streitigkeiten darüber, welche Kunden provisionsgebunden sind.

Fix: Führen Sie konkrete, messbare Kriterien auf (z. B. Kundennummern, Branchen, Regionen).

❌ Fehlende Ausnahmeregelungen

Warum es wichtig ist: Ohne Ausschlüsse können Provisionen auch für Geschäfte ohne Erfolg oder ohne Realbezug beansprucht werden.

Fix: Listen Sie explizit auf, welche Fälle ausgeschlossen sind (z. B. innerbetriebliche Transfers, Stornos).

❌ Unklare Abrechnungsbasis (Brutto vs. Netto, mit/ohne Retouren)

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Abrechnungsfehlern und Zahlungsverzögerungen.

Fix: Definieren Sie präzise, welcher Umsatzbegriff gilt und wie Retouren behandelt werden.

❌ Keine Regelung für Beendigung der Beschäftigung

Warum es wichtig ist: Fehlerhafte oder fehlende Kündigungsregelungen führen zu Rechtsstreitigkeiten über ausstehende Provisionen.

Fix: Dokumentieren Sie genau, welche Provisionen bei Kündigung durch wen noch gezahlt oder verfallen.

❌ Änderungsvorbehalt fehlt oder ist zu schwach formuliert

Warum es wichtig ist: Der Arbeitgeber kann die Bedingungen nicht mehr anpassen, wenn sich Geschäftsmodelle ändern.

Fix: Fügen Sie einen Widerrufsvorbehalt ein, der klare Fristen und Benachrichtigungsmodalitäten regelt.

❌ Fehlende oder undatierte Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ohne Unterschrift ist die Vereinbarung nicht verbindlich und kann vor Gericht angefochten werden.

Fix: Beide Parteien müssen unterschreiben und datieren; bewahren Sie das Original in der Personalakte auf.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Vereinbarungsparteien

In einfacher Sprache: Benennung von Arbeitgeber und Mitarbeiter sowie ihre Identifikation.

Beispielformulierung
Das Unternehmen [UNTERNEHMENSNAME] und der Mitarbeiter [NAME DES MITARBEITERS], beschäftigt seit [DATUM], vereinbaren folgende Kommissionsregelung.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder ungenaue Angabe der Parteien führt zu Ungültigkeit der Vereinbarung.

Definition der kommissionsberechtigten Kunden

In einfacher Sprache: Auflistung der Kundengruppen, für deren Geschäfte Provisionen gezahlt werden.

Beispielformulierung
Provisionen werden gezahlt für Geschäfte mit folgenden Kundengruppen: [KUNDENGRUPPE 1], [KUNDENGRUPPE 2], [KUNDENGRUPPE 3].

Häufiger Fehler: Zu vage Formulierungen wie 'alle Neukunden' führen zu Streitigkeiten über Abgrenzung und Berechnung.

Definition der kommissionsberechtigten Geschäftsarten

In einfacher Sprache: Festlegung, welche Arten von Geschäftsvorgängen zur Provisionsberechnung führen.

Beispielformulierung
Provisionen entstehen nur für folgende Geschäftsarten: [GESCHÄFTSART 1] (z. B. Neukundenerwerb), [GESCHÄFTSART 2] (z. B. Bestandskundengeschäfte).

Häufiger Fehler: Unklare Abgrenzung zwischen provisionsberechtigten und nicht-provisionsberechtigten Vorgängen führt zu Unstimmigkeiten.

Ausnahmeregelungen und Ausschlüsse

In einfacher Sprache: Bestimmung von Fällen, in denen trotz erfüllter Bedingungen keine Provision gezahlt wird.

Beispielformulierung
Keine Provisionen werden gezahlt für: Geschäfte mit Behörden, innerbetriebliche Geschäfte, stornierte oder rückgängig gemachte Verträge.

Häufiger Fehler: Fehlende Ausnahmeregelungen führen dazu, dass Provisionen für Geschäfte ohne realen Nutzen beansprucht werden.

Provisionsberechnung und Staffelung

In einfacher Sprache: Festlegung, wie die Provisionsquote berechnet wird und ob es Staffelungen gibt.

Beispielformulierung
Die Provision beträgt [PROZENTSATZ]% des Nettoumsatzes. Bei Umsätzen über [BETRAG] steigt die Quote auf [HÖHERER PROZENTSATZ]%.

Häufiger Fehler: Unklare Bezugsgrößen (Brutto vs. Netto, mit/ohne Retouren) führen zu Abrechnungsfehlern.

Abrechnungs- und Zahlungsmodalitäten

In einfacher Sprache: Festlegung von Zeitraum, Berechnungsgrundlage und Zahlungstermin der Provisionen.

Beispielformulierung
Provisionen werden monatlich für den vorangegangenen Monat berechnet und bis zum [TAG] des Folgemonats ausbezahlt. Grundlage ist die Rechnungsstellung, nicht der Zahlungseingang.

Häufiger Fehler: Verschwommene Zeiträume (z. B. 'vierteljährlich irgendwann') führen zu Zahlungsverzögerungen und Missverständnissen.

Provisionsausklammerung bei Rücktritt oder Kündigung

In einfacher Sprache: Regelung, welche Provisionen bei Beendigung der Beschäftigung noch gezahlt werden.

Beispielformulierung
Bei Kündigung durch den Mitarbeiter verfallen Provisionen auf noch nicht abgerechnete Geschäfte. Bei Kündigung durch das Unternehmen werden Provisionen auf der Basis abgeschlossener Geschäfte ausbezahlt.

Häufiger Fehler: Fehlende Regelung führt zu Rechtsstreit über ausstehende Provisionen nach Kündigungsmitteilung.

Geltungsdauer und Änderungsvorbehalt

In einfacher Sprache: Festlegung, wie lange die Liste gilt und wer sie ändern darf.

Beispielformulierung
Diese Kommissionsliste gilt ab [DATUM]. Das Unternehmen behält sich das Recht vor, die Liste unter Beachtung einer Frist von [FRIST] zu ändern und beide Parteien entsprechend zu benachrichtigen.

Häufiger Fehler: Fehlender Änderungsvorbehalt führt dazu, dass der Arbeitgeber die Bedingungen nicht mehr anpassen kann.

Unterschrift und Bestätigung

In einfacher Sprache: Beglaubigung durch Unterschrift beider Parteien zur Rechtsverbindlichkeit.

Beispielformulierung
Ort: [ORT], Datum: [DATUM]. Unterschrift Arbeitgeber: ________________. Unterschrift Arbeitnehmer: ________________.

Häufiger Fehler: Fehlende oder undatierte Unterschriften machen die Vereinbarung rechtlich anfechtbar.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Identifizieren Sie alle relevanten Kundengruppen

    Notieren Sie alle Kategorien von Kunden, für die dieser Mitarbeiter Provisionen erhalten soll — z. B. nach Branche, Region, Kundentyp (Neu- vs. Bestandskunde) oder Umsatzklasse.

    💡 Seien Sie so konkret wie möglich — unklare Kategorien führen später zu Streitigkeiten.

  2. 2

    Definieren Sie die provisionsberechtigten Geschäftsarten

    Legen Sie fest, welche Geschäftsvorgänge zu Provisionen führen (z. B. Abschluss eines Neukundenkontrakts, Upsell bei Bestandskunden, Vermittlungsgebühren).

    💡 Unterscheiden Sie deutlich zwischen Geschäftsarten, um Abrechnungsfehlern vorzubeugen.

  3. 3

    Führen Sie Ausnahmeregelungen auf

    Dokumentieren Sie klar, welche Fälle ausgeschlossen sind (z. B. interne Transfers, Regierungsgeschäfte, stornierte Aufträge).

    💡 Ohne Ausnahmeregelungen können Provisionen für Geschäfte ohne echten Ertrag beansprucht werden.

  4. 4

    Tragen Sie die Provisionsquoten ein

    Geben Sie an, wie viel Prozent des Umsatzes als Provision gezahlt wird, und ob es Staffelungen je nach Volumen gibt.

    💡 Nutzen Sie klare Bezugsgrößen: Netto- oder Bruttoumsatz, mit oder ohne Retouren.

  5. 5

    Definieren Sie Abrechnungs- und Zahlungsmodalitäten

    Legen Sie den Berechnungszeitraum (monatlich, vierteljährlich) und den Zahlungstermin fest. Klären Sie, ob Basis die Rechnungsstellung oder der Zahlungseingang ist.

    💡 Klarheit über Zahlungstermine vermeidet Zahlungsverzögerungen und Konflikte.

  6. 6

    Regeln Sie die Kündigung und Nachzahlungen

    Dokumentieren Sie, welche Provisionen bei Beendigung der Beschäftigung noch gezahlt oder verfallen.

    💡 Eine klare Regelung schützt beide Parteien vor Rechtsstreitigkeiten nach Kündigungsmitteilung.

  7. 7

    Unterschreiben und datieren Sie das Dokument

    Beide Parteien müssen die Liste unterzeichnen und datieren, um sie rechtsverbindlich zu machen.

    💡 Bewahren Sie ein Exemplar für Ihre Personalakte auf.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Kommissionsliste und einer Provisionsvereinbarung?

Eine Kommissionsliste ist ein Verzeichnis der Kunden und Geschäftsarten, für die Provisionen gezahlt werden. Eine Provisionsvereinbarung ist die übergeordnete vertragliche Regelung, die auch Quoten, Zahlungsmodalitäten und Bedingungen festlegt. Die Kommissionsliste ist oft ein Annex zur Provisionsvereinbarung oder zum Arbeitsvertrag.

Muss eine Kommissionsliste schriftlich vorliegen?

Ja, es ist dringend empfohlen. Eine schriftliche Vereinbarung schafft Rechtssicherheit und verhindert Missverständnisse. Im Streitfall ist ein schriftliches Dokument, das von beiden Parteien unterzeichnet ist, die stärkste Beweisform.

Kann ich die Kommissionsliste nach Unterzeichnung noch ändern?

Ja, wenn Sie einen Änderungsvorbehalt in der Liste verankert haben und die erforderlichen Fristen einhalten. Ohne Vorbehalt können Sie die Bedingungen nicht einseitig ändern. Konsultieren Sie einen Anwalt zur genauen Ausgestaltung des Vorbehalts nach Ihrem Landesrecht.

Was passiert mit Provisionen, wenn ein Mitarbeiter kündigt?

Dies hängt von Ihrer Vereinbarung ab. In der Regel werden Provisionen auf bereits abgeschlossenen Geschäften bis zur Kündigungsfrist gezahlt. Provisionen auf noch nicht abgerechneten oder nicht vollständig abgewickelten Geschäften können verfallen oder anteilig gezahlt werden. Regeln Sie dies explizit in Ihrer Kommissionsliste.

Kann ich einzelne Kunden von der Provisionsberechnung ausschließen?

Ja, wenn Sie diese Ausschlüsse in der Kommissionsliste dokumentieren. Sie können z. B. bestimmte Kundengruppen, interne Kunden oder Behörden ausschließen. Die Ausnahmeregelung muss aber klar und messbar sein, sonst führt sie zu Streitigkeiten.

Müssen Provisionen auf den Zahlungseingang oder auf die Rechnungsstellung bezogen sein?

Das müssen Sie selbst festlegen. Üblicherweise werden Provisionen auf die Rechnungsstellung bezogen, nicht auf den tatsächlichen Zahlungseingang. Dies ist fairer für den Mitarbeiter, da er nicht tragen muss, wenn Kunden langsam zahlen. Dokumentieren Sie Ihre Wahl deutlich in der Liste.

Gilt die Kommissionsliste auch für Handelsvertreter?

Ja, aber mit Besonderheiten. Handelsvertreter sind keine Arbeitnehmer, sondern Unternehmer. Für sie gelten andere Regelungen (z. B. Handelsvertretergesetz), insbesondere bezüglich Kündigungsschutz und nachvertraglicher Betätigungsbeschränkung. Nutzen Sie eine spezialisierte Vorlage und konsultieren Sie einen Anwalt.

Wie sicher ist eine Kommissionsliste rechtlich?

Eine schriftlich festgehaltene und von beiden Parteien unterzeichnete Kommissionsliste ist eine starke rechtliche Grundlage. Sie schützt Sie vor Missverständnissen und ist vor Gericht beweiskräftig. Dennoch sollte eine Anwältin oder ein Anwalt die Liste nach Ihrem Landesrecht prüfen, um sicherzustellen, dass alle zwingende Regelungen beachtet sind.

Kann ich eine Kommissionsliste für mehrere Mitarbeiter verwenden?

Nur wenn alle Mitarbeiter unter den gleichen Bedingungen arbeiten. Sobald sich die Kundengruppen, Geschäftsarten oder Quoten unterscheiden, benötigen Sie individuelle Listen pro Mitarbeiter. Dies stellt klar, dass jeder gemäß seinen tatsächlichen Aufgaben vergütet wird.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Arbeitsvertrag mit Provisionsvergütung

Der Arbeitsvertrag regelt das grundlegende Anstellungsverhältnis, einschließlich Grundgehalt und die Möglichkeit von Provisionen. Die Kommissionsliste ist die detaillierte Anlage, die festlegt, welche Kunden und Geschäftsarten provisionsgebunden sind. Zusammen bilden sie die vollständige Vergütungsregelung ab.

vs Provisionsvereinbarung

Eine Provisionsvereinbarung ist die umfassende vertragliche Regelung von Provisionen (Quoten, Bedingungen, Zahlungsmodalitäten). Die Kommissionsliste ist eine spezialisierte Anlage, die nur auflistet, welche Kunden und Geschäftsarten provisionsgebunden sind. In der Praxis werden beide Dokumente zusammen verwendet.

vs Handelsvertretervertrag

Ein Handelsvertretervertrag regelt die Beziehung zu externen Vermittlern (Makler, Vertreter). Eine Kommissionsliste kann auch für Handelsvertreter verwendet werden, unterliegt aber zusätzlich dem Handelsvertretergesetz und anderen strengeren Regelungen. Konsultieren Sie einen Anwalt für Handelsverträge.

vs Zielvereinbarung und Bonus-Plan

Provisionen sind erfolgsabhängig auf konkrete Geschäfte gebunden (z. B. Kundenumsatz). Bonuspläne sind häufiger an allgemeine Leistungsziele oder Unternehmensziele gebunden. Eine Kommissionsliste definiert die Grundlage für Provisionen; Bonusstrukturen sind eine ergänzende Vergütungsform.

Branchenspezifische Hinweise

Versicherungswesen

Makler und Vermittler benötigen klare Listen, welche Versicherungsprodukte und Kundentypen zu Provisionen führen.

Immobilienhandel

Makler und Außendienstler arbeit gegen Provision; die Liste regelt, welche Transaktionen provisionsgebunden sind.

Einzelhandel und Großhandel

Vertriebsteams arbeiten häufig mit Provisionen auf Kundenneuakquisition oder Upsell-Geschäfte.

Finanzdienstleistungen

Anlageberater und Vertrieb sind provisionsabhängig; eine klare Liste verhindert Interessenskonflikte.

Vertrieb und Direktverkauf

Außendienstmitarbeiter und Handelsvertreter benötigen präzise Regelungen zu provisionsberechtigten Kunden und Geschäftsarten.

Telekommunikation und Energiewirtschaft

Neukundengewinnung und Bestandskundenentwicklung folgen oft unterschiedlichen Provisionsregeln pro Kundengruppe.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutschland: Die Kommissionsliste unterliegt dem BGB und dem Arbeitsrecht. Provisionsvereinbarungen müssen klar und nicht mehrdeutig sein. Das Schriftwort ist Beweis. Besonderer Schutz für Arbeitnehmer bei Kündigung und Verstoß gegen Verbot der Sittenwidrigkeit.

Österreich: Ähnliche Grundlagen wie Deutschland unter ABGB und österreichischem Arbeitsrecht. Kommissionslisten müssen präzise sein. Arbeitnehmer haben besonderen Kündigsungsschutz bei Provisionsverlust. Konsultieren Sie einen österreichischen Anwalt zu Details.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Fälle mit wenigen Kundengruppen und Standard-Provisionssätzen ohne komplexe Staffelungen.Einmalig ca. 10–30 EUR für die Vorlage; keine zusätzlichen Kosten.30–60 Minuten zum Ausfüllen und Anpassen; sofort einsatzbereit.
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Komplexität (mehrere Kundengruppen, Staffelungen, Ausnahmefälle) und Wunsch nach Rechtssicherheit.Vorlage (10–30 EUR) + Anwaltsprüfung (ca. 200–400 EUR).Vorlagenerstellung ca. 1 Stunde; Rechtsprüfung 1–2 Wochen; deutlich höhere Rechtssicherheit.
MaßgeschneidertKomplexe Provisionsstrukturen, mehrere Mitarbeiter, Cross-Selling, internationale Aspekte oder hohe finanzielle Auswirkungen.Individuelle Ausarbeitung durch Anwalt: ca. 500–1500 EUR, je nach Umfang.2–4 Wochen je nach Komplexität; maximale Rechtssicherheit und Maßschneiderei.

Glossar

Kommission
Provisionsgebühr, die ein Arbeitnehmer für den Abschluss oder die Vermittlung von Geschäften erhält.
Provisionsvereinbarung
Schriftliche Abmachung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Bedingungen und Höhe von Provisionen.
Geschäftsart
Art oder Kategorie des Geschäftsvorfalls, der zu einer Provisionsberechnung führt (z. B. Neukundenerwerb, Bestandskunde).
Kundengruppe
Kategorisierung von Kunden nach Branche, Region, Umsatz oder anderen Kriterien, die provisionsabhängig sein kann.
Provisionsanspruch
Das rechtliche Anrecht des Arbeiters auf Zahlung einer vereinbarten Provision für erbrachte Leistung.
Handelsvertreter
Unabhängige Person, die Waren oder Dienstleistungen gegen Provision im Namen eines Unternehmens vermittelt.
Staffelung
Abstufung der Provisionsquote je nach Geschäftsvolumen, Umsatz oder anderen Leistungskriterien.
Widerrufsvorbehalt
Vorbehalt des Arbeitgebers, die Bedingungen (z. B. Kommissionsliste) unter Beachtung rechtlicher Vorgaben zu ändern.
Provisionsabrechnungsperiode
Zeitraum (z. B. Monat, Quartal), für den Provisionen berechnet und ausbezahlt werden.

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