1
Parteien identifizieren und vollständig eingeben
Tragen Sie den vollständigen Namen, die Rechtsform und die exakte Adresse aller drei Parteien ein: Verkäufer, Käufer und die GmbH, deren Anteile verkauft werden. Prüfen Sie Handelsregisterauszüge auf Korrektheit.
💡 Verwenden Sie Auszüge aus dem Handelsregister als Quelle — dies ist rechtssicherer als Schätzungen.
2
Anteilsvolumen und Klasse bestimmen
Geben Sie präzise an, wie viele Prozent oder absolute Anzahl von Anteilen übertragen werden, und nennen Sie deren Klasse (z. B. Klasse A, B, mit oder ohne Stimmrecht). Konsultieren Sie die aktuelle Satzung der GmbH.
💡 Klare prozentuale oder absolute Mengen vermeiden Missverständnisse — 'rund 50%' ist unzureichend.
3
Kaufpreis und Zahlungsbedingungen festlegen
Legen Sie den Gesamtkaufpreis fest und teilen Sie ihn auf — z. B. sofortiger Kaufpreis und anteiliger Betrag für Warrants oder Garantien. Geben Sie auch die Zahlungsweise an (Banküberweisung, ggf. Kreditfinanzierung).
💡 Trennen Sie den Basis-Kaufpreis von Anpassungen (earn-outs, holdbacks) — dies reduziert Streit bei Abschluss.
4
Abschluss und Lieferverpflichtungen ausarbeiten
Definieren Sie Datum und Ort des Abschlusses. Erstellen Sie detaillierte Checklisten für beide Seiten: Welche Dokumente muss der Verkäufer liefern (Zertifikat, neue Satzung, Quittung), welche der Käufer (Kaufpreis, Unterschriften)?
💡 Verwenden Sie eine Abschlusscheckliste als Anhang — dies vermeidet, dass wichtige Dokumentationen vergessen werden.
5
Erklärungen und Garantien des Verkäufers anpassen
Passen Sie die Garantieklauseln an die tatsächliche Situation an: Ist die GmbH schuldenrei, welche Optionen sind tatsächlich ausgezeichnet, welche Tochtergesellschaften existieren? Verwenden Sie Handelsregister und aktuelle Gesellschafterlisten als Quellen.
💡 Lückenlose Garantien schützen den Käufer und reduzieren spätere Rechtsstreitigkeiten erheblich.
6
Kapitalisierung und Optionen offenlegen
Listen Sie alle ausstehenden Optionen, Warrants und geplanten Ausgaben auf. Geben Sie deren verwässernde Wirkung auf den Käuferanteil an. Dies ist zentral für die Due Diligence.
💡 Ein vollständiger Überblick über alle Anteile (reale und latente) ist essenziell — versteckte Optionen führen zu Konflikten.
7
Rechtliche Überprüfung durch Anwalt einholen
Lassen Sie die vollständig ausgefüllte Vereinbarung durch einen auf M&A-Recht spezialisierten Anwalt prüfen. Dieser wird sicherstellen, dass Garantien, Haftungsbegrenzungen und Bedingungen dem geltenden BGB und GmbH-Gesetz entsprechen.
💡 Eine anwaltliche Überprüfung kostet typischerweise 500–2.000 EUR, kann aber Tausende an späterem Streit sparen.
8
Von allen Beteiligten signieren lassen
Alle Geschäftsführer, existierenden Mitglieder und die jeweiligen Parteien müssen die Vereinbarung original unterzeichnen. Digitale Signaturen sind rechtlich zulässig, fördern aber Anfechtungen — Original ist sicherer.
💡 Behalten Sie eine vollständig signierte Kopie für Ihre Unterlagen auf und hinterlegen Sie eine weitere beim Notar, falls nötig.