1
Parteien und Datum identifizieren
Tragen Sie den Namen, die Rechtsform und die Adresse des Vollmachtgebers (Sie) und des Bevollmächtigten (Vertreter) ein. Notieren Sie das Datum, ab dem die Vollmacht gültig sein soll.
💡 Verwenden Sie die genaue juristische Bezeichnung Ihres Unternehmens (z. B. GmbH, AG, Einzelunternehmer) und die registrierte Adresse.
2
Umfang der Vollmacht festlegen
Entscheiden Sie, ob die Vollmacht alle oben aufgelisteten Befugnisse umfasst oder nur bestimmte davon. Streichen Sie Befugnisse, die Sie dem Bevollmächtigten nicht erteilen möchten.
💡 Denken Sie sorgfältig darüber nach, welche Tätigkeiten Sie delegieren können, ohne Ihr Geschäft zu gefährden.
3
Befugnisse zu Geldmitteln regeln
Wenn der Bevollmächtigte Schulden eintreiben oder Geldmittel einziehen darf, führen Sie das deutlich auf. Legen Sie Grenzen fest, z. B. maximale Gesamtbeträge oder bestimmte Konten.
💡 Erwägen Sie, eine maximale Grenze für einzelne Transaktionen oder monatliche Summen festzulegen, um Missbrauch zu vermeiden.
4
Grundstücks- und Immobilienbefugnisse spezifizieren
Falls die Vollmacht Immobiliengeschäfte umfasst, nennen Sie konkrete Grundstücke oder Immobilien (mit Flurstücknummern oder Adressen). Geben Sie an, ob der Bevollmächtigte Immobilien verkaufen, vermieten oder hypothekarisch belasten darf.
💡 Für größere Immobilientransaktionen empfiehlt sich eine spezialisierte Immobilienvollmacht oder eine notarielle Beglaubigung.
5
Beginn und Dauer festlegen
Bestimmen Sie, wann die Vollmacht wirksam wird und wie lange sie gilt. Legen Sie fest, ob sie unbegrenzt, bis zu einem Stichtag oder unter bestimmten Bedingungen dauert.
💡 Beschränken Sie die Dauer auf das notwendigste Maß, um Haftungsrisiken zu minimieren.
6
Widerruf und Beendigung regeln
Schreiben Sie Bedingungen auf, unter denen die Vollmacht beendet ist (z. B. Kündigung, Tod, Geschäftsunfähigkeit). Erklären Sie, wie der Widerruf kommuniziert wird.
💡 Geben Sie an, dass der Widerruf schriftlich erfolgen muss und wann er wirksam wird (z. B. sofort nach Erhalt).
7
Unterschriften und Beglaubigung vorbereiten
Unterschreiben Sie die Vollmacht. Erwägen Sie eine notarielle Beglaubigung, besonders wenn Immobiliengeschäfte, Bankkonten oder größere Vermögenswerte betroffen sind.
💡 Beglaubigte Vollmachten sind für viele Dritte (Banken, Grundbuchamt, Behörden) erforderlich und erhöhen die Rechtskraft.
8
Kopien verteilen und archivieren
Geben Sie eine signierte Kopie an den Bevollmächtigten und an alle Institutionen, bei denen sie verwendet wird (Bank, Grundbuchamt, Versicherungen). Archivieren Sie ein Original in Ihren Unterlagen.
💡 Teilen Sie dem Bevollmächtigten auch alle Einschränkungen schriftlich mit, damit diese verstanden werden und keine Verstöße erfolgen.