Aktienvereinbarung

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FreiAktienvereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Aktienvereinbarung regelt die Bedingungen für den Kauf und Verkauf von Aktien einer Gesellschaft zwischen dem Unternehmen und seinen Aktionären. Das Dokument legt fest, wer Aktien kaufen darf, zu welchen Bedingungen und in welcher Reihenfolge. Sie erhalten eine sofort einsatzreife Word-Vorlage zum Download und zur online Bearbeitung.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie die Kontrolle über Ihr Unternehmen schützen möchten und sicherstellen wollen, dass Aktienverkäufe nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen. Sie ist besonders wichtig, wenn mehrere Aktionäre beteiligt sind oder wenn Sie verhindern möchten, dass Anteile an unerwünschte Käufer gelangen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält ein Vorkaufsrecht für das Unternehmen, das Recht von anderen Aktionären, verfügbare Anteile zu kaufen (Mitverkaufsrecht), eine Bewertungsmethode für den fairen Preis, klare Fristen für die Ausübung dieser Rechte und Regelungen für den Fall, dass keiner der Vorrangberechtigten kaufen möchte.

Was ist eine Aktienvereinbarung?

Eine Aktienvereinbarung ist ein verbindlicher Vertrag zwischen einem Unternehmen und seinen Aktionären, der regelt, wie und unter welchen Bedingungen Anteile am Unternehmen verkauft, übertragen oder weitergegeben werden dürfen. Das Dokument schafft einen rechtlichen Rahmen, der das Vorkaufsrecht des Unternehmens, das Mitverkaufsrecht anderer Aktionäre und die Preisbestimmung klärt. Sie erhalten die Vorlage als bearbeitbare Word-Datei, die Sie online ausfüllen und direkt als PDF speichern können. Das Dokument ist sofort einsatzreif und bereit zur Unterzeichnung.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Eine Aktienvereinbarung schützt Ihr Unternehmen vor unerwünschten Käufern und sichert die Kontrolle über Ihre Eigentumsstruktur. Ohne diese Vereinbarung könnte ein Aktionär seine Anteile heimlich oder überraschend an einen Konkurrenten, einen Spekulanten oder eine inkompatible Person verkaufen. Dies destabilisiert das Unternehmen, führt zu Machtkämpfen und kann erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Eine klare, schriftliche Vereinbarung verhindert Missverständnisse zwischen den Aktionären, regelt Preis und Prozess und schafft Klarheit für alle Beteiligten. Sie ist besonders wertvoll bei Mehrheitsanteilen mit mehreren Gesellschaftern, bei Investitionen durch externe Geldgeber und bei Nachfolgeregelungen im Familienunternehmen. Eine gut aufgesetzte Aktienvereinbarung ist eine der wichtigsten Versicherungen für langfristige Stabilität und Kontinuität Ihres Unternehmens.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Das Unternehmen hat das erste Recht zu kaufen; andere Aktionäre erhalten Mitverkaufsrecht.Einfache Aktienvereinbarung (Vorkaufsrecht)
Sie möchten regeln, was mit Aktien beim Tod eines Aktionärs passiert.Mit Abschnitt für Erbfallregelung
Sie brauchen stärkere Kontrollmechanismen über Mehrheits- und Minderheitsverkäufe.Mit Drag-along und Tag-along Klauseln
Der Preis wird nach mathematischer Formel (z.B. EBITDA-Multiplikator) statt Buchwert berechnet.Mit Preisbewertungsformel
Sie möchten einen Zeitraum festlegen, in dem Aktien nicht verkauft werden dürfen.Mit Lock-up Periode

Häufige Fehler vermeiden

❌ Uneinheitliche oder fehlende Fristen

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Verwirrung, ob ein Verkauf zulässig ist, und kann zu Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Unternehmen und den Aktionären führen.

Fix: Alle Fristen (Vorkaufsrecht, Mitverkaufsrecht, Wiederangebot) müssen konsistent und in jedem Abschnitt identisch sein.

❌ Keine unabhängige Bewertung durchführen lassen

Warum es wichtig ist: Ohne unabhängige Wirtschaftsprüfer-Bewertung können Parteien über den fairen Preis streiten, was den Verkauf verzögert oder blockiert.

Fix: Ernennen Sie einen anerkannten Wirtschaftsprüfer oder Unternehmensberater, der die Bewertung vor dem Verkaufsangebot durchführt.

❌ Nicht alle Aktionäre schriftlich benachrichtigen

Warum es wichtig ist: Andere Aktionäre können später behaupten, sie hätten nicht gewusst, dass eine Verkaufsgelegenheit bestand, und Schadensersatz fordern.

Fix: Versenden Sie alle Mitteilungen schriftlich per Einschreiben oder digitalem Nachweis (z.B. E-Mail mit Lesebestätigung).

❌ Zu kurze oder zu lange Fristen setzen

Warum es wichtig ist: Zu kurze Fristen ermöglichen es dem Unternehmen nicht, den Kauf zu finanzieren; zu lange Fristen hängen den Verkäufer auf und blockieren seine Optionen.

Fix: Wählen Sie realistische Fristen: 60–90 Tage für das Unternehmen, 20–30 Tage für andere Aktionäre.

❌ Nicht klar definieren, was als 'Verkaufsangebot' gilt

Warum es wichtig ist: Unklar bleibt, ob bestimmte Geschäfte (z.B. Geschenke, Erbschaft, Fusionen) das Vorkaufsrecht auslösen, was zu Meinungsverschiedenheiten führt.

Fix: Klauseln hinzufügen, die ausdrücklich auflisten, welche Transaktionen das Vorkaufsrecht auslösen und welche nicht (z.B. Erbschaft, Schenkung an Ehegatten).

❌ Keine Regelung für den Fall, dass das Unternehmen insolvenzreif wird

Warum es wichtig ist: Wenn das Unternehmen nicht kaufen kann, weil es insolvent ist, bleibt unklar, ob Aktionäre frei verkaufen dürfen.

Fix: Klausel hinzufügen, dass Vorkaufsrecht entfällt, wenn das Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Vorkaufsrecht des Unternehmens

In einfacher Sprache: Das Unternehmen hat das erste Recht, verfügbare Aktien zu kaufen, bevor andere Käufer in Betracht kommen.

Beispielformulierung
Wenn ein Aktionär den Wunsch hat, alle oder einen Teil seiner Aktien zu verkaufen, hat der Aktionär zuerst dem Unternehmen die Aktien zum Verkauf anzubieten, zu einem Preis je Aktie, der dem Buchwert entspricht.

Häufiger Fehler: Vergessen, den Verkäufer schriftlich über das Vorkaufsrecht zu informieren oder keine klare Frist für die Ausübung zu setzen.

Preisfeststellung durch Buchwert

In einfacher Sprache: Der Kaufpreis wird anhand des Buchwerts des Unternehmens ermittelt, der durch unabhängige Wirtschaftsprüfer bestimmt wird.

Beispielformulierung
Der Buchwert wird durch unabhängige Wirtschaftsprüfer für das Unternehmen bestimmt und eine solche Bewertung hat in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Prinzipien der Buchhaltung zu erfolgen und ist für beide Parteien bindend.

Häufiger Fehler: Keine unabhängige Bewertung durchführen lassen oder Preisstreitigkeiten zulassen, die nicht bindend entschieden werden können.

Mitteilungspflicht an andere Aktionäre

In einfacher Sprache: Lehnt das Unternehmen den Kauf ab, müssen die anderen Aktionäre schriftlich informiert werden und erhalten ein Mitverkaufsrecht zu den gleichen Bedingungen.

Beispielformulierung
Falls das Unternehmen sich weigert oder versäumt, die Aktien zu kaufen, hat der verkaufende Aktionär die anderen Aktionäre schriftlich zu benachrichtigen, und die anderen Aktionäre haben [NUMMER] Tage Zeit, das Verkaufsangebot zu den gleichen Bedingungen zu akzeptieren.

Häufiger Fehler: Andere Aktionäre nicht rechtzeitig benachrichtigen oder ihnen andere Bedingungen anbieten als dem Unternehmen.

Proportionales Mitverkaufsrecht

In einfacher Sprache: Jeder Aktionär darf eine Anzahl von Aktien kaufen, die seinem Eigentumsanteil am Unternehmen entspricht.

Beispielformulierung
Jeder Aktionär hat das Recht, die Anzahl der Aktien zu kaufen, die dem anteilmäßigen Eigentum eines solchen Aktionärs am Unternehmen unmittelbar vor dem Eingang des Verkaufsangebots entspricht.

Häufiger Fehler: Zulassen, dass Aktionäre mehr Aktien kaufen als ihrem Anteil entspricht, oder proportionale Kürzung nicht durchführen.

Freier Verkauf nach Ablauf der Fristen

In einfacher Sprache: Hat weder das Unternehmen noch ein anderer Aktionär innerhalb der vorgegebenen Fristen gekauft, darf der Verkäufer die Aktien frei an Dritte verkaufen.

Beispielformulierung
Wenn weder das Unternehmen noch die anderen Aktionäre die Aktien kaufen, steht es dem Aktionär frei, diese an andere natürliche Personen oder andere Unternehmen zu verkaufen und ist frei von jeglichen Beschränkungen.

Häufiger Fehler: Keine klare Deadline setzen oder zulassen, dass Aktionäre Verkaufsangebote blockieren, ohne selbst zu kaufen.

Wiederangebot bei Verzögerung

In einfacher Sprache: Ist ein Verkauf nicht innerhalb einer bestimmten Frist abgeschlossen, muss der Verkäufer die Aktien erneut dem Unternehmen und anderen Aktionären anbieten.

Beispielformulierung
Wenn der Verkauf oder die Übertragung nicht innerhalb von [NUMMER] Tagen nach Ablauf der vorgesehenen Fristen abgeschlossen ist, hat der verkaufende Aktionär die Aktien dem Unternehmen und den anderen Aktionären gemäß dieser Vereinbarung erneut anzubieten.

Häufiger Fehler: Zulassen, dass ein Verkauf zu ungünstigen Bedingungen stattfindet ohne Wiederangebot an die ursprünglichen Vorkaufsberechtigten.

Keine Übertragung an ungünstigere Bedingungen ohne Wiederangebot

In einfacher Sprache: Wird ein Verkauf zu besseren Bedingungen angeboten, müssen diese Bedingungen dem Unternehmen und den anderen Aktionären zuerst angeboten werden.

Beispielformulierung
Ein solcher Verkauf oder eine solche Übertragung darf nicht zu ungünstigeren Bedingungen für den verkaufenden Aktionär erfolgen, es sei denn, die weniger günstigen Bedingungen werden wieder dem Unternehmen und den anderen Aktionären angeboten.

Häufiger Fehler: Aktien zu heimlich besseren Bedingungen an einen Dritten verkaufen ohne vorheriges Angebot an Vorkaufsberechtigte.

Parteien und Geltungsdatum

In einfacher Sprache: Das Dokument legt fest, welche Parteien beteiligt sind (das Unternehmen und alle Aktionäre) und ab welchem Datum die Vereinbarung gültig ist.

Beispielformulierung
Diese Aktienvereinbarung ist wirksam zum [DATUM], zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS] und [NAME DES AKTIONÄRS] (der erste Aktionär) und [NAME DES AKTIONÄRS] (der zweite Aktionär).

Häufiger Fehler: Das Geltungsdatum nicht korrekt setzen oder nicht alle Aktionäre namentlich aufführen.

Präambel und Zweck der Vereinbarung

In einfacher Sprache: Die Präambel erklärt die gegenseitigen Gründe für die Vereinbarung und das gemeinsame Ziel, die Kontinuität der Eigentumsverhältnisse zu sichern.

Beispielformulierung
Die Aktionäre wünschen die Kontinuität der Eigentumsverhältnisse des Unternehmens zu sichern, sowohl zu Lebzeiten als auch nach dem Tode der Aktionäre.

Häufiger Fehler: Die Präambel unvollständig oder missverständlich formulieren, was später zu Auslegungsstreitigkeiten führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Alle Parteien korrekt identifizieren

    Tragen Sie den Namen des Unternehmens, alle Gründungsdaten und die vollständigen Adressen ein. Identifizieren Sie jeden Aktionär mit Namen und Anschrift oder Firmensitz. Für natürliche Personen: Hauptwohnsitz; für juristische Personen: Registrierungsort und Hauptniederlassung.

    💡 Überprüfen Sie die Registerdaten im Handelsregister oder im Unternehmensregister, um Fehler zu vermeiden.

  2. 2

    Geltungsdatum festlegen

    Geben Sie das Datum an, ab dem die Vereinbarung wirksam wird. Dies ist typischerweise das Unterzeichnungsdatum oder ein vereinbartes früheres Datum.

    💡 Das Datum sollte vor der erste Unterzeichnung liegen, um sicherzustellen, dass die Vereinbarung vollständig zwischen den Parteien wirksam wird.

  3. 3

    Vorkaufsrecht-Fristen festlegen

    Geben Sie die Anzahl der Tage an, die das Unternehmen hat, um sein Vorkaufsrecht auszuüben (typisch: 30, 60 oder 90 Tage). Diese Fristen müssen im Text konsistent sein.

    💡 Längere Fristen (60–90 Tage) geben dem Unternehmen Zeit für Bewertung und Finanzierung; kürzere Fristen (30 Tage) beschleunigen den Prozess.

  4. 4

    Mitverkaufsrecht-Fristen für andere Aktionäre festlegen

    Geben Sie die Anzahl der Tage an, die andere Aktionäre haben, um das Mitverkaufsrecht auszuüben, falls das Unternehmen nicht kauft (typisch: 20–30 Tage, kürzer als das Unternehmen).

    💡 Diese Frist sollte kürzer als die Unternehmensfrist sein, um eine Kaskadenlogik zu gewährleisten.

  5. 5

    Wiederangebot-Frist bei Verzögerung

    Legen Sie fest, wie lange nach Ablauf der Vorkaufs- und Mitverkaufsrecht-Fristen ein Verkauf abgeschlossen sein muss, bevor das Unternehmen erneut ein Angebot erhalten muss (typisch: 30–90 Tage).

    💡 Eine längere Frist schützt den Verkäufer vor zu häufigen Wiederangeboten.

  6. 6

    Bewertungsmethode überprüfen

    Die Vorlage nutzt den Buchwert als Preismethode. Überprüfen Sie, ob diese Methode zu Ihrem Unternehmen passt. Für schnellwachsende oder hochprofitable Unternehmen könnte eine andere Methode (z.B. EBITDA-Multiplikator) besser sein.

    💡 Konsultieren Sie einen Steuerberater, um sicherzustellen, dass die Bewertungsmethode steuerlich optimal ist.

  7. 7

    Alle Aktionäre informieren und unterzeichnen

    Verteilen Sie die Vereinbarung an alle Aktionäre und fordern Sie schriftliche Unterschriften ein. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht erforderlich, aber empfohlen.

    💡 Bewahren Sie signierte Exemplare im Unternehmen auf und geben Sie jedem Aktionär eine Kopie.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Aktienvereinbarung und warum ist sie wichtig?

Eine Aktienvereinbarung ist ein vertraglicher Rahmen, der regelt, wie und unter welchen Bedingungen Aktionäre ihre Anteile am Unternehmen verkaufen oder übertragen dürfen. Sie ist wichtig, weil sie die Kontrolle über das Unternehmen schützt, unerwünschte Käufer ausschließt und klare Regeln für den Wertstrom schafft. Ohne diese Vereinbarung könnte ein Aktionär seinen Anteil einfach an einen Dritten (z.B. einen Konkurrenten) verkaufen und das Unternehmen destabilisieren.

Wer braucht eine Aktienvereinbarung?

Jedes Unternehmen mit mehreren Aktionären sollte eine Aktienvereinbarung haben. Dies gilt besonders für Gründer mit Co-Gründern, Familienunternehmen mit mehreren Erben, Partnerschaften und Unternehmen mit institutionellen Investoren. Selbst ein einzelner Gründer sollte eine einfache Vereinbarung in Betracht ziehen, um zu regeln, was mit seinen Aktien bei seinem Tod oder bei einer potenziellen Zwangsversteigerung geschieht.

Was ist das Vorkaufsrecht und wie funktioniert es?

Das Vorkaufsrecht gibt dem Unternehmen das erste Recht, Aktien eines Aktionärs zu kaufen, bevor der Aktionär sie an Dritte verkaufen darf. Wenn ein Aktionär verkaufen möchte, muss er das Unternehmen zuerst schriftlich informieren und dem Unternehmen eine bestimmte Frist geben (z.B. 60 Tage), um zu entscheiden, ob es kaufen möchte. Dies ermöglicht dem Unternehmen, seine Eigentumsstruktur zu schützen und zu verhindern, dass feindliche oder inkompatible Käufer Anteilseigner werden.

Was passiert, wenn das Unternehmen sein Vorkaufsrecht nicht ausübt?

Wenn das Unternehmen das Vorkaufsrecht nicht nutzt, haben die anderen Aktionäre ein Mitverkaufsrecht. Sie werden schriftlich benachrichtigt und haben eine kürzere Frist (z.B. 30 Tage), um die Aktien zu den gleichen Bedingungen zu kaufen. Jeder Aktionär kann einen Anteil proportional zu seinem Eigentumsanteil kaufen. Wenn auch die anderen Aktionäre nicht kaufen, darf der Verkäufer die Aktien frei an jeden Dritten verkaufen.

Wie wird der Preis der Aktien bestimmt?

In dieser Vorlage wird der Preis nach dem Buchwert bestimmt, der durch unabhängige Wirtschaftsprüfer ermittelt wird und auf allgemein anerkannten Rechnungslegungsprinzipien basiert. Der Buchwert wird monatlich berechnet und ist für beide Parteien bindend. Dies ist eine objektive, transparente Methode. Andere Methoden (z.B. Gewinnmultiplikator oder Marktpreis) können in der Vereinbarung genannt werden, wenn beide Parteien dies vorziehen.

Was ist der Unterschied zwischen Vorkaufsrecht und Mitverkaufsrecht?

Vorkaufsrecht ist das Recht des Unternehmens, verfügbare Aktien zuerst zu kaufen. Mitverkaufsrecht ist das Recht anderer Aktionäre, zu den gleichen Bedingungen zu kaufen, falls das Unternehmen nicht kauft. Das Unternehmen hat also Vorrang, dann die anderen Aktionäre, dann erst kann ein Außenseiter kaufen. Dies ist ein dreistufiger Schutzmechanismus.

Kann ein Aktionär seine Aktien verschenken oder vererben?

Diese Vorlage regelt Verkäufe und Übertragungen. Viele Vereinbarungen enthalten Ausnahmen für Erbfälle (Aktien gehen automatisch an den Erben), Schenkungen an Ehegatten oder enge Familienmitglieder. Sie sollten einen Anwalt konsultieren, um sicherzustellen, dass die Vereinbarung Ihre Ziele für Vererbung und Schenkungen widerspiegelt, falls diese Themen wichtig sind.

Ist eine notarielle Beglaubigung erforderlich?

Eine notarielle Beglaubigung ist für eine Aktienvereinbarung in Deutschland nicht gesetzlich zwingend erforderlich, um die Vereinbarung gültig zu machen. Allerdings kann eine notarielle Beglaubigung zusätzliche Sicherheit bieten und Beweiskraft erhöhen, wenn später Streitigkeiten entstehen. Es ist empfehlenswert, einen Anwalt zu konsultieren, um die Vereinbarung zu überprüfen und zu unterzeichnen.

Kann die Vereinbarung später geändert werden?

Ja, Vereinbarungen können durch schriftliche Zustimmung aller Parteien geändert werden. Allerdings sollten alle Aktionäre zustimmen, da die Vereinbarung alle ihre Rechte betrifft. Eine Änderung erfordert typischerweise eine neue schriftliche Vereinbarung oder einen unterzeichneten Nachtrag, den alle Parteien unterzeichnen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschaftervertrag (GmbH)

Ein Gesellschaftervertrag ist das Gründungsdokument einer GmbH und regelt die Grundstrukturen (Geschäftsführung, Gewinnanteile, Kündigungsbedingungen). Eine Aktienvereinbarung ist ein separater Vertrag, der speziell Verkaufs- und Vorkaufsrechte regelt und zwischen bereits bestehenden Aktionären geschlossen wird. Viele Unternehmen haben beide Dokumente: einen Gesellschaftervertrag für die Gründung und eine Aktienvereinbarung für zukünftige Transaktionen.

vs Aktionoärsvereinbarung (Shareholders' Agreement)

Aktionärsvereinbarung ist ein Synonym für Aktienvereinbarung. Beide Begriffe beschreiben denselben Vertrag zwischen Aktionären und dem Unternehmen. Der englische Begriff „Shareholders' Agreement" wird oft in internationalen Kontexten verwendet. In Deutschland sind beide Begriffe gängig, aber „Aktienvereinbarung" ist vertrauter.

vs Kaufvertrag für Unternehmensanteile

Ein Kaufvertrag regelt eine spezifische Transaktion — den tatsächlichen Kauf und Verkauf von Anteilen zu einem bestimmten Zeitpunkt zwischen konkreten Parteien. Eine Aktienvereinbarung ist ein übergeordneter Rahmen, der zukünftige Verkaufsszenarien vorab regelt. Der Kaufvertrag bezieht sich auf eine Transaktion; die Aktienvereinbarung schafft die Spielregeln für alle zukünftigen Transaktionen.

vs Mitarbeiterbeteiligungsvertrag

Ein Mitarbeiterbeteiligungsvertrag regelt, wie Mitarbeiter Anteile am Unternehmen erwerben und unter welchen Bedingungen sie diese bei Ausscheiden wieder abgeben. Eine Aktienvereinbarung regelt, wie bestehende Aktionäre (ob Gründer, Investoren oder Mitarbeiter) ihre Anteile verkaufen dürfen. Viele Unternehmen verwenden beide Dokumente: eines für Mitarbeiterbeteiligungen und eines für allgemeine Aktienkontrolle.

Branchenspezifische Hinweise

Mittelständische Manufacturingunternehmen

Schutz von Eigentumsanteilen bei Generationswechsel oder Expansion durch Investoren.

Handwerk und Mittelstand

Klarheit für mehrere Gesellschafter (z.B. Ehepartner, erwachsene Kinder) über Verkaufs- und Übergangsrechte.

Technologie und Startups

Regelung von Vorkaufsrechten gegenüber Investoren und Mitgründern, um Kontrollverwässerung zu verhindern.

Handel und Vertrieb

Schutz vor Konkurrenzverkaufen und Sicherung der Geschäftskontinuität bei Inhaberwechsel.

Immobilienverwaltung und Vermietung

Regelung von Eigentumsrechten bei vermieteten Objekten und Schutz vor Spekulanten.

Familiengeführte Unternehmen

Geordnete Nachfolgeregelung und Vermeidung von Familienstreitigkeiten bei Generationswechsel.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutsche Aktienvereinbarungen unterliegen dem Aktiengesetz (AktG) und dem Handelsgesetzbuch (HGB). Diese Vorlage entspricht deutschem Recht und ist für Aktiengesellschaften (AG) geeignet; für GmbH sollte sie angepasst werden. Konsultieren Sie einen Anwalt zur Sicherung von Vorkaufsrechten im Handelsregister.

Österreichische Regelungen ähneln dem deutschen Recht, aber es gibt Unterschiede im Unternehmensrecht (Unternehmensgesetzbuch — UGB). Diese Vorlage ist als Orientierungshilfe brauchbar; eine Anpassung durch einen österreichischen Anwalt wird empfohlen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine Unternehmen mit 2–3 Aktionären, einfache Struktur, ähnliche Beteiligungen.€49–99 (einmalig für Vorlage)2–4 Stunden Ausfüllen und Unterzeichnung
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Unternehmen mit mehreren Aktionären oder Investoren; Sie wollen die Vorlage, möchten aber dass ein Anwalt sie überprüft und anpasst.€99–299 Vorlage + €500–1500 Anwaltsgebühr für Überprüfung1–2 Wochen (Ausarbeitung + Anwaltsprüfung)
MaßgeschneidertKomplexe Unternehmensstrukturen, internationale Investoren, M&A-Szenarien, signifikante Kapitaleinlagen oder konfliktreiche Gründerkonstellation.€2000–5000+ (full custom drafting)4–8 Wochen (Beratung, Drafting, Verhandlung, Finalisierung)

Glossar

Vorkaufsrecht
Das Recht des Unternehmens oder eines Aktionärs, verfügbare Aktien vor anderen Personen zu kaufen.
Mitverkaufsrecht (Tag-along)
Das Recht weiterer Aktionäre, ihre Anteile zu denselben Bedingungen zu verkaufen wie der Verkäufer.
Buchwert
Der Wert einer Aktie, basierend auf dem Eigenkapital des Unternehmens gemäß Bilanz und allgemein anerkannten Rechnungslegungsprinzipien.
Aktionär
Eine natürliche oder juristische Person, die Anteile (Aktien) am Unternehmen besitzt.
Andienung
Die förmliche schriftliche Aufforderung, Aktien zum Kauf anzubieten.
Wirtschaftsprüfer
Unabhängiger Fachexperte, der die Buchführung überprüft und den fairen Wert des Unternehmens bestätigt.
Frist
Die Zeitspanne, innerhalb der ein Recht (z.B. Vorkaufsrecht) ausgeübt werden muss.
Transferbeschränkung
Vertragliche Regel, die festlegt, an wen und unter welchen Bedingungen Aktien weitergegeben werden dürfen.
Drag-along Recht
Das Recht der Mehrheit, Minderheitsaktionäre zum Verkauf ihrer Anteile zu zwingen (nicht in dieser Vorlage, aber verwandtes Konzept).

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