OEM Vereinbarung

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FreiOEM Vereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Die OEM Vereinbarung ist ein umfassender Vertrag zwischen einem Hersteller (Lieferant) und einem Wiederverkäufer oder Distributor (Käufer). Sie regelt die Bedingungen für den Verkauf, die Vermarktung und den Vertrieb von Produkten sowie die gegenseitigen Rechte und Pflichten beider Parteien. Kostenlos als Word-Dokument herunterladbar und vollständig anpassbar.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie ein Hersteller sind, der seine Produkte über externe Partner vertreiben möchte, oder wenn Sie als Wiederverkäufer oder Distributor mit einem Hersteller eine formelle Geschäftsbeziehung aufbauen wollen. Sie ist auch relevant, wenn Sie Original Equipment Manufacturer-Rechte vergeben oder in Anspruch nehmen.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Abschnitte zur Laufzeit, Bestellungen und Berichte, Lieferung und Annahme, Preisgestaltung und Bezahlung, Werbung und Verkauf, Garantien, Kündigungsrechte und allgemeine Bestimmungen wie Haftungsbeschränkung und Vertraulichkeit. Es definiert Kernbegriffe wie Produkte, Kunden, Endnutzer und Service sowie die Rechte beider Parteien bezüglich Markenzeichen und Produktbeschriftung.

Was ist eine OEM Vereinbarung?

Die OEM Vereinbarung ist ein Vertrag zwischen einem Hersteller (Lieferant) und einem Wiederverkäufer, Distributor oder Systemintegrator (Käufer). Sie regelt die Bedingungen, unter denen der Käufer Produkte des Herstellers kaufen, vermarkten und vertreiben darf — oft unter seiner eigenen Marke oder in Kombination mit seinen eigenen Dienstleistungen. Das Dokument definiert wesentliche Bestandteile wie Produktumfang, Preise, Lieferfristen, Garantien, Zahlungsbedingungen, Markenzeichen-Nutzung und gegenseitige Rechte und Pflichten. Diese Vorlage ist als kostenlos herunterladbares Word-Dokument verfügbar, vollständig anpassbar und dient als rechtssicheres Fundament für professionelle Vertriebspartnerschaften.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine klare OEM Vereinbarung entstehen schnell Unstimmigkeiten über Preise, Liefermengen, Markenzeichen-Nutzung und Kundenunterstützung. Dies führt zu Zahlungsverzögerungen, rechtlichen Auseinandersetzungen oder zum abrupten Ende der Geschäftsbeziehung. Eine gut strukturierte Vereinbarung schützt beide Parteien: Sie garantiert dem Hersteller, dass seine Produkte korrekt vermarktet und unterstützt werden, und sichert dem Vertriebspartner die notwendigen Rechte, um gewinnbringend zu verkaufen. Sie regelt auch kritische Fragen wie Eigentumsrecht, Haftung und Beendigung, wodurch Konflikte minimiert und Geschäftskontinuität gewährleistet werden. Eine professionelle OEM Vereinbarung ist besonders wichtig, wenn größere Mengen, komplexe Produkte oder längerfristige Partnerschaften involviert sind.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn nur ein Distributor die Vertriebsrechte für ein Gebiet erhältOEM Vereinbarung — Exklusiv
Wenn mehrere Partner dieselben Produkte vertreiben dürfenOEM Vereinbarung — Non-Exklusiv
Wenn Produkte nach individuellen Anforderungen angepasst werdenOEM Vereinbarung — mit Kundenspezifikationen
Für einfache Vertriebsverhältnisse mit Standard-BedingungenOEM Vereinbarung — Kurz
Wenn technische oder Verkaufsschulung Teil der Vereinbarung istOEM Vereinbarung — mit Schulungsanforderungen
Wenn kontinuierliche Effizienzsteigerungen vereinbart sindOEM Vereinbarung — mit Kostensenkungsprogramm

Häufige Fehler vermeiden

❌ Produkte und Preise sind nicht ausreichend definiert

Warum es wichtig ist: Ohne klare Produkt- und Preislisten entstehen Unstimmigkeiten bei Bestellungen und Rechnungen, was zu Zahlungsverzögerungen führt.

Fix: Verwenden Sie detaillierte Anhänge mit Produktnummern, Beschreibungen und stabilen Preisen für den Zeitraum der Vereinbarung.

❌ Lieferfristen und Lieferbedingungen sind nicht spezifiziert

Warum es wichtig ist: Ohne klare Liefertermini kann der Käufer nicht planen, und der Lieferant kann unerwartet mit Verzögerungen konfrontiert werden.

Fix: Legen Sie realistische Lieferfristen fest (z. B. innerhalb von 30 Tagen nach Bestellausgabe) und definieren Sie, wie Verzögerungen gehandhabt werden.

❌ Markenzeichen- und Labeling-Rechte sind nicht geklärt

Warum es wichtig ist: Beide Parteien können um die Verwendung von Markenzeichen und Beschriftung in Konflikt geraten, was zu rechtlichen Streitigkeiten führt.

Fix: Definieren Sie deutlich, welche Markenzeichen jede Partei verwenden darf und unter welchen Bedingungen; halten Sie Beschriftungsstandards fest.

❌ Garantien und Reklamationsverfahren fehlen oder sind zu allgemein

Warum es wichtig ist: Der Käufer hat keinen klaren Schutz vor fehlerhaften Produkten und weiß nicht, wie er Probleme melden oder Ersatz fordern soll.

Fix: Spezifizieren Sie Garantiezeiträume, Reklamationsfristen, Verfahren zur Meldung von Fehlern und verfügbare Abhilfemaßnahmen (Ersatz, Reparatur, Gutschrift).

❌ Kündigung und Kündigungsbedingungen sind nicht geklärt

Warum es wichtig ist: Eine Partei kann überraschend die Zusammenarbeit beenden, ohne dass die andere Partei Zeit hat, sich anzupassen oder Alternativen zu finden.

Fix: Legen Sie angemessene Kündigungsfristen fest (30–90 Tage) und klare Bedingungen für sofortige Kündigung (z. B. bei Insolvenz oder wesentlichem Verstoß).

❌ Haftung und Schadensersatz sind nicht begrenzt

Warum es wichtig ist: Eine Partei könnte unbegrenzte Schadensersatzansprüche geltend machen, auch für indirekte oder Folgeschäden, was zu erheblichen finanziellen Risiken führt.

Fix: Begrenzen Sie die Haftung auf den Wert der Produkte oder einen vereinbarten Betrag und schließen Sie indirekte, Folge- oder Strafschäden aus.

Die 12 wichtigsten Klauseln, erklärt

Allgemeine Beziehung

In einfacher Sprache: Der Lieferant verpflichtet sich, dem Käufer Produkte gemäß dieser Vereinbarung zur Verfügung zu stellen und zu verkaufen.

Beispielformulierung
Während der Laufzeit dieses Vertrags erklärt sich der [LIEFERANT] bereit, dem [KÄUFER] die Produkte, die in Anhang 1 dargelegt sind, in Übereinstimmung mit den Bestimmungen und Bedingungen, die hier angegeben sind, zur Verfügung zu stellen und zu verkaufen.

Häufiger Fehler: Die Beziehung wird als Agentur oder Partnerschaft definiert, obwohl sie rein kommerziell sein soll — dies kann zu unerwünschten Haftungen führen.

Laufzeit der Vereinbarung

In einfacher Sprache: Die Vereinbarung beginnt am Inkrafttretensdatum und läuft bis zur Kündigung durch eine der Parteien.

Beispielformulierung
Die Laufzeit dieser Vereinbarung beginnt mit dem Datum des Inkrafttretens und bleibt in voller Kraft und wirksam, bis sie von beiden Parteien wie hierin festgelegt gekündigt wird.

Häufiger Fehler: Die Kündigungsfristen oder -bedingungen werden nicht klar definiert, was zu Unklarheiten bei der Beendigung führt.

Bestellung und Annahme

In einfacher Sprache: Der Käufer kann Bestellungen aufgeben, die eine Bestellnummer, Produktbeschreibung, Menge, Preis und Lieferdatum enthalten müssen.

Beispielformulierung
Jede Bestellung für Produkte muss von einem bevollmächtigten Vertreter des Käufers unterzeichnet werden und hat eindeutig Folgendes auszuweisen: Bestellnummer, Bestelldatum, Produktbeschreibung, Stückzahl, vereinbarter Preis pro Stück, Lieferdatum (nicht später als [ANGEBEN] nach Bestellausgabe), Versandadresse und Rechnungsadresse.

Häufiger Fehler: Bestellungen werden mündlich aufgegeben, ohne dass ein schriftliches Dokument vorliegt — dies führt zu Unstimmigkeiten bei Mengen und Preisen.

Rechnungen und Bezahlung

In einfacher Sprache: Der Lieferant erteilt Rechnungen auf Basis der akzeptierten Bestellungen; der Käufer zahlt gemäß vereinbarten Bedingungen.

Beispielformulierung
Der Lieferant stellt Rechnungen in Übereinstimmung mit den Bedingungen dieser Vereinbarung und den Anforderungen des Käufers aus. Die Bezahlung erfolgt [ZAHLUNGSBEDINGUNGEN] nach Rechnungsdatum an [BANKVERBINDUNG].

Häufiger Fehler: Zahlungsbedingungen sind unklar oder werden nicht dokumentiert — dies führt zu Zahlungsverzögerungen und Unstimmigkeiten.

Eigentumsrecht und Verlustrisiko

In einfacher Sprache: Das Eigentumsrecht und das Risiko eines Verlusts gehen auf den Käufer über, wenn die Produkte vom Lieferanten versendet werden.

Beispielformulierung
Das Eigentumsrecht und das Verlustrisiko für die Produkte gehen auf den Käufer über, sobald die Produkte den Lieferanten verlassen oder wie anderweitig von den Parteien schriftlich vereinbart wird.

Häufiger Fehler: Der Übergangspunkt für Eigentumsrecht und Risiko wird nicht definiert — bei Schäden ist unklar, wer haftet.

Fehlerhafte Produkte

In einfacher Sprache: Der Käufer kann fehlerhafte Produkte gemäß den vereinbarten Verfahren beanstanden und rückgeben oder ersetzen verlangen.

Beispielformulierung
Der Käufer muss fehlerhafte Produkte dem Lieferanten innerhalb von [ANZAHL] Tagen nach Erhalt schriftlich anzeigen. Der Lieferant wird die Produkte ersetzen oder reparieren oder eine Gutschrift erteilen, je nachdem, was die Parteien vereinbaren.

Häufiger Fehler: Keine klaren Verfahren für die Meldung und Handhabung fehlerhafter Produkte — Reklamationen werden verzögert oder nicht akzeptiert.

Preise und Rabatte

In einfacher Sprache: Die Preise für Produkte sind in Anhang 2 aufgeführt und gelten für die vereinbarte Laufzeit oder bis zur schriftlichen Änderung.

Beispielformulierung
Die Preise für Produkte sind in Anhang 2 aufgeführt und sind [GÜLTIG BIS DATUM]. Der Lieferant kann Preise mit [ANZAHL] Tagen schriftlicher Ankündigung ändern. Rabatte können bei Erreichen bestimmter Bestellmengen oder Zeiträume gewährt werden, wie in Anhang 2 angegeben.

Häufiger Fehler: Preise werden als unverhandelbar dargestellt, obwohl Volumenrabatte oder Mengenstaffeln branchenüblich sind.

Markenzeichen und Produktbeschriftung

In einfacher Sprache: Der Käufer darf die Markenzeichen des Lieferanten nur wie autorisiert verwenden; der Lieferant kann die Verwendung von Markenzeichen des Käufers auf die Produkte genehmigen.

Beispielformulierung
Der Käufer verpflichtet sich, die Markenzeichen und Urheberrechte des Lieferanten zu schützen und diese nur wie in dieser Vereinbarung autorisiert zu verwenden. Der Lieferant kann dem Käufer gestatten, seine Markenzeichen auf die Produkte anzubringen, sofern dies den Bestimmungen dieser Vereinbarung entspricht.

Häufiger Fehler: Markenzeichen-Rechte werden nicht klar aufgeteilt — später entstehen Streitigkeiten über ihre Verwendung und Registrierung.

Garantien

In einfacher Sprache: Der Lieferant garantiert, dass Produkte den geltenden Spezifikationen entsprechen und frei von Eigentumsrechtverletzungen sind.

Beispielformulierung
Der Lieferant garantiert, dass alle Produkte den geltenden Spezifikationen entsprechen, neu und unverdorben sind und bei ordnungsgemäßem Gebrauch mindestens [ZEITRAUM] funktionieren. Der Lieferant garantiert auch, dass die Produkte keine Patente, Markenzeichen oder Urheberrechte Dritter verletzen.

Häufiger Fehler: Garantien sind zu allgemein formuliert oder schließen zu viele Fälle aus — der Käufer hat keinen echten Schutz.

Kündigung

In einfacher Sprache: Eine der Parteien kann die Vereinbarung mit [ANZAHL] Tagen schriftlicher Ankündigung kündigen oder sofort im Falle eines Verstoßes.

Beispielformulierung
Jede Partei kann diese Vereinbarung mit [ANZAHL] Tagen schriftlicher Ankündigung kündigen. Im Falle eines erheblichen Verstoßes, der nicht innerhalb von [ANZAHL] Tagen nach Mitteilung geheilt wird, kann die nicht verletzende Partei sofort kündigen. Bei Insolvenz oder Konkurs einer Partei kann die andere Partei sofort kündigen.

Häufiger Fehler: Kündigungsbedingungen werden nicht spezifiziert — eine Partei kann unerwartet aussteigen, ohne Vorlaufzeit oder Grund.

Haftungsbeschränkung

In einfacher Sprache: Die Haftung jeder Partei ist auf den Wert der Produkte oder auf einen vereinbarten Betrag beschränkt; indirekte oder Folgeschäden sind ausgeschlossen.

Beispielformulierung
Keine Partei haftet für indirekte, Folge-, zufällige, Straf- oder Ersatzschäden, einschließlich Gewinnverlust oder Datenverlusten, auch wenn sie von der Möglichkeit solcher Schäden in Kenntnis gesetzt wurde. Die Gesamthaftung jeder Partei ist auf den höheren Betrag von [BETRAG] oder den Wert der Produkte beschränkt, die Gegenstand des Anspruchs sind.

Häufiger Fehler: Haftung wird nicht begrenzt — eine Partei könnte enorme Schadensersatzansprüche geltend machen, auch für indirekte Schäden.

Vertraulichkeit

In einfacher Sprache: Beide Parteien verpflichten sich, Geschäftsinformationen der anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht ohne Zustimmung offenzulegen.

Beispielformulierung
Jede Partei verpflichtet sich, vertrauliche Informationen der anderen Partei, einschließlich Geschäftsgeheimnisse, Kundennamenlisten, Technologien und Geschäftspläne, geheim zu halten und diese nur mit Zustimmung offenzulegen oder an Mitarbeiter, die die Information benötigen.

Häufiger Fehler: Vertraulichkeit wird nicht geregelt — sensible Informationen können ohne Konsequenzen weitergegeben werden.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Namen und Adressen eintragen

    Geben Sie den Namen und die vollständige Adresse des Lieferanten (Ihr Unternehmen oder der Hersteller) sowie des Käufers (Distributor, Reseller oder Partner) ein. Nutzen Sie die Platzhalter [NAME IHRES UNTERNEHMENS], [BUNDESLAND/STAAT] und [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE].

    💡 Verwenden Sie die im Handelsregister eingetragene Unternehmensbezeichnung.

  2. 2

    Produkte in Anhang 1 beschreiben

    Erstellen Sie einen Anhang, der alle Produkte auflistet, die der Käufer verkaufen darf. Geben Sie Produktnummern, Kategorien, Beschreibungen und besondere Eigenschaften an.

    💡 Seien Sie spezifisch — eine vage Liste führt später zu Unstimmigkeiten über den Umfang.

  3. 3

    Preise in Anhang 2 festlegen

    Erstellen Sie eine Preisliste mit Produktnummern, Einzelhandelspreisen, Großhandelspreisen und ggf. Mengenrabatten. Legen Sie fest, ob Preise in Euro, Schweizer Franken oder einer anderen Währung gelten.

    💡 Definieren Sie auch Preisanpassungsmechanismen oder -fristen.

  4. 4

    Lieferbedingungen und Fristen festlegen

    Geben Sie an, wie lange der Lieferant nach Bestellausgabe liefern muss (z. B. 30 oder 60 Tage). Definieren Sie auch Lieferadressen und Versandmethoden.

    💡 Realistische Lieferfristen vermeiden später Konflikte.

  5. 5

    Zahlungsbedingungen und Bedingungen eingeben

    Legen Sie fest, wie und wann Zahlung erfolgt (z. B. Netto 30, Banküberweisung). Geben Sie Bankverbindungen und Steuernummern an.

    💡 Bestätigen Sie Früh-Zahlung-Rabatte oder Verzugszinsen, falls zutreffend.

  6. 6

    Garantie- und Reklamationsverfahren definieren

    Spezifizieren Sie Garantiezeiträume, wie Fehler angezeigt werden müssen, und welche Abhilfemaßnahmen zur Verfügung stehen (Ersatz, Reparatur, Gutschrift).

    💡 Halten Sie Reklamationsfristen kurz und klar — z. B. 14 Tage nach Erhalt.

  7. 7

    Kündigungsklauseln anpassen

    Bestimmen Sie die Kündigungsfrist (typischerweise 30–90 Tage) und unter welchen Umständen eine sofortige Kündigung möglich ist (z. B. bei Insolvenz oder wesentlichem Verstoß).

    💡 Eine angemessene Vorlaufzeit schützt beide Seiten.

  8. 8

    Anhänge fertigstellen und unterzeichnen

    Stellen Sie sicher, dass alle Anhänge (Produkte, Preise, Spezifikationen, Schulungsanforderungen) vollständig sind. Beide Parteien unterzeichnen und datieren das Dokument.

    💡 Bewahren Sie signierte Exemplare für beide Parteien auf.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer OEM Vereinbarung und einer Distributor-Vereinbarung?

Eine OEM Vereinbarung ermöglicht es dem Käufer, die Produkte des Lieferanten unter seine eigene Marke oder in Kombination mit seinen eigenen Produkten zu verkaufen. Eine Distributor-Vereinbarung ist breiter und ermöglicht es dem Distributor, Produkte unter der Marke des Herstellers zu verkaufen. OEM Vereinbarungen sind typischerweise für Wiederverkäufer, die Produkte anpassen oder rebranding, während Distributor-Vereinbarungen eher für Großhändler sind, die Produkte ohne Änderung weitergeben.

Kann ich die Preise während der Vereinbarungslaufzeit ändern?

Ja, Sie können Preise ändern, aber dies muss in der Vereinbarung geregelt werden. Typischerweise werden Preisänderungen mit einer Ankündigungsfrist angekündigt (z. B. 30 oder 60 Tage). Festgelegte Preise ohne Änderungsmöglichkeit bieten Stabilität, ermöglichen es Ihnen aber möglicherweise nicht, auf Kostensteigerungen zu reagieren. Ein ausgewogener Ansatz ist, Preisanpassungsklauseln zu vereinbaren, die an Inflationsindizes oder Rohstoffpreise gebunden sind.

Was geschieht, wenn ein Produkt zum Zeitpunkt des Vertrags fehlerhaft ist?

Dies sollte in der Garantie- und Reklamationsklausel klar geregelt sein. Typischerweise muss der Käufer Mängel innerhalb einer bestimmten Frist (z. B. 14 Tage nach Erhalt) anzeigen. Der Lieferant muss dann das Produkt ersetzen, reparieren oder eine Gutschrift erteilen. Wenn der Käufer die Mängel nicht innerhalb der Frist anzeigt, verliert er möglicherweise sein Recht auf Beanstandung.

Kann ich einen Distributor nicht-exklusiv mit einem exklusiven Distributor kombinieren?

Dies ist möglich, aber es muss klar in den Vereinbarungen geregelt werden. Ein exklusiver Distributor erhält das Monopolrecht für ein Gebiet oder Marktsegment, während ein nicht-exklusiver Distributor mit anderen konkurrieren kann. Sie müssen beide Distributoren klar über ihre Rechte und Gebiete informieren, um Konflikte zu vermeiden. Gebiete und Kundensegmente sollten in den jeweiligen Anhängen definiert sein.

Wie lange sollte eine OEM Vereinbarung in Kraft sein?

Dies hängt von Ihrer Geschäftsstrategie ab. Typische Laufzeiten sind 1–3 Jahre, mit der Option zur Verlängerung. Eine kürzere Laufzeit (1 Jahr) bietet mehr Flexibilität, falls die Partnerschaft nicht funktioniert, während eine längere Laufzeit (3 Jahre) Stabilität und Planungssicherheit bietet. Viele Vereinbarungen enthalten auch automatische Verlängerungsklauseln, die Laufzeiten auf Jahresbasis verlängern, es sei denn, eine Partei kündigt mit einer bestimmten Frist.

Kann ich an den Lieferanten Anforderungen für Schulung und Support stellen?

Ja, Sie können Anforderungen für technische Schulung, Verkaufsschulung, Kundensupport und Marketing-Unterstützung in der Vereinbarung aufnehmen. Dies wird typischerweise in Anhängen spezifiziert, die Schulungsinhalte, Häufigkeit, Kosten und Verantwortlichkeiten definieren. Dies ist besonders wichtig, wenn der Distributor komplexe Produkte verkauft, deren Kunden spezialisiertes Wissen benötigen.

Was sollte ich tun, wenn der Distributor meine Markenzeichen falsch nutzt?

Die Vereinbarung sollte Bestimmungen haben, die die ordnungsgemäße Verwendung von Markenzeichen regeln. Falls der Distributor die Bedingungen verletzt, sollten Sie zuerst schriftlich eine Mängelbeseitigung anfordern (mit einer Frist von z. B. 14 Tagen). Falls der Distributor nicht handelt, können Sie die Vereinbarung kündigen oder rechtliche Maßnahmen einleiten. Dokumentieren Sie alle Verstöße, um Ihre Position zu stärken.

Benötige ich eine separate Datenschutz- oder Vertraulichkeitsvereinbarung?

Eine OEM Vereinbarung enthält typischerweise eine Vertraulichkeitsklausel, aber dies kann ausreichen. Wenn sensible Daten wie Kundennamenlisten, Technologien oder Geschäftspläne ausgetauscht werden, kann eine separate Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) sinnvoll sein. Dies ist besonders wichtig, wenn die Vereinbarung länger dauert oder wenn der Distributor Zugang zu Geschäftsgeheimnissen erhält.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Agentur-Vereinbarung

Eine Agentur-Vereinbarung macht den Partner zum Vertreter des Herstellers und nicht zum unabhängigen Käufer. In einer OEM Vereinbarung kauft der Käufer die Produkte und trägt das Eigentum und Risiko, während ein Agent im Namen des Herstellers handelt. Verwenden Sie eine OEM Vereinbarung, wenn der Partner die Produkte kauft und weiterverkauft; verwenden Sie eine Agentur-Vereinbarung, wenn der Partner als Vertreter des Herstellers verhandelt.

vs Franchisor-Franchisee-Vereinbarung

Eine Franchisor-Franchisee-Vereinbarung beinhaltet die Vergabe eines kompletten Geschäftssystems, Trainings, Marketing und laufender Unterstützung gegen Gebühren. Eine OEM Vereinbarung befasst sich hauptsächlich mit dem Verkauf und der Vermarktung von Produkten. Verwenden Sie eine OEM Vereinbarung für Produkt-Vertrieb; verwenden Sie eine Franchise-Vereinbarung, wenn Sie ein umfassendes Geschäftssystem und Markenunterstützung anbieten.

vs Vertrag mit exklusivem Distributor

Ein exklusiver Distributor-Vertrag gibt einem Distributor das alleinige Recht, Ihre Produkte in einem bestimmten Gebiet zu verkaufen. Eine OEM Vereinbarung kann exklusiv oder nicht-exklusiv sein und konzentriert sich auf die Kombination oder das Rebranding von Produkten. Verwenden Sie eine OEM Vereinbarung, wenn der Partner Produkte unter seiner Marke vertreiben wird; verwenden Sie eine exklusive Distributor-Vereinbarung, wenn der Partner Ihre Marke behält, aber das Monopol im Gebiet erhält.

vs Kaufvereinbarung

Eine Kaufvereinbarung (Purchase Agreement) regelt den einmaligen oder gelegentlichen Kauf von Produkten. Eine OEM Vereinbarung ist ein langfristiges Verhältnis mit wiederkehrenden Bestellungen, Preisgarantien und Vermarktungsunterstützung. Verwenden Sie eine Kaufvereinbarung für isolierte Transaktionen; verwenden Sie eine OEM Vereinbarung für laufende Partnerschaften.

Branchenspezifische Hinweise

Fertigungswirtschaft

OEM Vereinbarungen sind in der Fertigungsindustrie Standard; sie regeln die Vergabe von Vertriebsrechten für Maschinen, Komponenten und Materialien an mehrere Distributoren oder Wiederverkäufer.

Softwareentwicklung und SaaS

Software-Hersteller nutzen OEM Vereinbarungen, um Lizenzvergabe, Nutzungsrechte, Support und Updates für ihre Produkte an Reseller oder Integratoren zu regeln.

Elektronik und IT-Hardware

Elektronik-Hersteller verwenden OEM Vereinbarungen, um Markenzeichen-Nutzung, Produktkennzeichnung und Supportanforderungen für Distributoren und Value-Added Reseller festzulegen.

Telekommunikation

Telekommunikationsunternehmen nutzen OEM Vereinbarungen, um die Bereitstellung und den Vertrieb von Ausrüstung, Software und Dienstleistungen durch Partner zu regeln.

Automobilzulieferung

Automobilzulieferer verwenden OEM Vereinbarungen, um die Lieferung von Komponenten und Systemen an Autohersteller oder nachgelagerte Integratoren zu regulieren.

Einzelhandel und E-Commerce

Einzelhandelsunternehmen und E-Commerce-Plattformen nutzen OEM Vereinbarungen, um die Vermarktung und den Vertrieb von Herstellerprodukten zu regeln, insbesondere wenn Branding oder Anpassungen erfolgen.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutsche OEM Vereinbarungen unterliegen dem deutschen BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und dem Handelsgesetzbuch (HGB). Besonderheiten sind die strengeren Vertragskündigungsregeln, die Salvatorische Klausel und die Verbraucherschutzgesetze. Achten Sie auf die Formerfordernisse für Vertragsänderungen.

In Österreich gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland, mit dem ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) als Grundlage. Es gelten auch strenge Arbeitnehmer- und Verbraucherschutzregeln. Die Haftungsbegrenzungsklauseln müssen klar und auffällig sein.

In der Schweiz regelt das OR (Obligationenrecht) Vertragsverhältnisse. Schweizer Recht erlaubt mehr Vertragsfreiheit, aber einige Verbraucherschutzbestimmungen sind zwingend. Die Jurisdiktionsklausel sollte Zürich, Genf oder das Aargau festlegen, um Rechtsunsicherheit zu vermeiden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Vertriebsverhältnisse mit Standard-Produkten, klaren Preisen und minimalen rechtlichen Anforderungen.0–50 EUR (Vorlagenkosten)2–4 Stunden zum Ausfüllen und Personalisieren
Vorlage + RechtsprüfungMittelkomplexe Vereinbarungen mit Markenzeichen-Nutzung, kundenspezifischen Produkten oder mehreren Distributoren, die eine schnelle Überprüfung benötigen.500–1.500 EUR für eine anwaltliche Überprüfung1–2 Wochen für Überprüfung und Anpassung
MaßgeschneidertHochkomplexe oder strategische Vereinbarungen mit exklusiven Rechten, Kostensenkungsprogrammen, komplexem IP oder Investitionen durch den Distributor.2.000–5.000+ EUR für Anwalt zum Entwurf3–6 Wochen für Entwurf und Verhandlung

Glossar

OEM (Original Equipment Manufacturer)
Ein Hersteller, der Produkte entwickelt und fertigt, die von anderen Unternehmen unter deren Markenzeichen vertrieben werden.
Lieferant
Das Unternehmen, das die Produkte herstellt und zur Verfügung stellt.
Käufer/Distributor
Das Unternehmen, das die Produkte des Lieferanten kauft und weiterverkauft oder vertreibt.
Endnutzer
Der finale Käufer im Einzelhandel oder Lizenznehmer, der das Produkt für den Eigenbedarf nutzt.
Reseller/Wiederverkäufer
Ein Partner, der Produkte kauft und diese unter seinen eigenen Bedingungen an Kunden weitergegeben.
Markenzeichen des Käufers
Geschützte Marken, die der Käufer auf die Produkte anwenden darf.
Bestellung (Purchase Order)
Offizielles Dokument, mit dem der Käufer beim Lieferanten Produkte in bestimmter Menge und zu vereinbarten Konditionen anfordert.
Geltende Spezifikationen
Die funktionale Leistung, Betriebseigenschaften und Kompatibilitätsmerkmale eines Produkts, auf die sich die Parteien schriftlich geeinigt haben.
Dokumentation
Bedienungsanleitungen, Schulungsunterlagen, Produktbeschreibungen, technische Handbücher und weitere Informationen zu den Produkten.
Höhere Gewalt (Force Majeure)
Unvorhersehbare Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Kriege, die eine Partei von der Erfüllung ihrer Verpflichtungen befreien.
Salvatorische Klausel
Eine Bestimmung, die ungültige oder rechtswidrige Klauseln heilt, während der Rest des Vertrags gültig bleibt.
Rollierende Prognose
Eine regelmäßig aktualisierte Vorhersage zukünftiger Bestellmengen und Lieferpläne.

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