Management-Vereinbarung

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FreiManagement-Vereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Management-Vereinbarung ist ein verbindlicher Vertrag zwischen einem Unternehmen und einem Manager, der die operative Leitung und Verwaltung des Geschäfts übernimmt. Diese kostenlose Word-Vorlage enthält alle erforderlichen Klauseln zu Einstellung, Dauer, Vergütung und Pflichten und kann als PDF exportiert oder online bearbeitet werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie einen qualifizierten Manager beauftragen möchten, Ihr Unternehmen zu führen und zu verwalten. Sie ist besonders relevant für Gastronomie-, Einzelhandels- oder Serviceunternehmen, bei denen externe Management-Kompetenz notwendig ist.
Was enthalten ist
Die Vereinbarung regelt die Anstellung des Managers, die Vertragsdauer mit Verlängerungsoptionen, die monatliche Vergütung basierend auf dem Brutto-Umsatz, die Erstattung von Auslagenkosten und detaillierte Definitionen des abrechenbaren Umsatzes.

Was ist eine Management-Vereinbarung?

Eine Management-Vereinbarung ist ein rechtlich verbindlicher Vertrag zwischen einem Unternehmen (Eigentümer oder Gesellschaft) und einem Manager, der die operative Leitung und Verwaltung des Geschäfts übernimmt. Die Vereinbarung regelt die Einstellung, Dauer, Vergütung und Pflichten des Managers und schafft damit Klarheit über gegenseitige Erwartungen. Diese kostenlose Word-Vorlage enthält alle erforderlichen Klauseln und kann direkt online bearbeitet oder als PDF exportiert werden.

Management-Vereinbarungen werden häufig in der Gastronomie, im Einzelhandel, in Fitness-Studios und bei Franchise-Systemen verwendet, wo externe operative Expertise notwendig ist. Sie unterscheiden sich von Arbeitsverträgen durch ihre Fokussierung auf Geschäftserfolg — die Vergütung ist oft an den Brutto-Umsatz oder andere operative Kennzahlen gebunden, was den Manager incentiviert, das Geschäft zu wachsen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine klare Management-Vereinbarung entstehen schnell Missverständnisse darüber, was der Manager tatsächlich leisten soll, wie viel er verdienen wird und unter welchen Bedingungen die Beziehung endet. Dies kann zu Zahlungsstreitigkeiten, Leistungsunsicherheiten und kostspeligen Rechtsstreitigkeiten führen. Eine professionelle schriftliche Vereinbarung schützt beide Seiten und schafft Vertrauen.

Die Vorlage gibt Ihnen eine sichere Grundlage: Sie legen verbindliche Vereinbarungen über Einstellung, Dauer und Vergütung fest, vermeiden Missverständnisse über Umsatzberechnung und Auslagenerstattung, und regeln klare Kündigungsfristen und Verlängerungsbedingungen. Ein professionell aufgesetzter Vertrag unterstreicht zudem die Ernst­haftigkeit der Geschäftsbeziehung und reduziert das Risiko von arbeitsrechtlichen oder steuerlichen Problemen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für die Anstellung eines Managers mit UmsatzbeteiligungStandard Management-Vereinbarung
Wenn eine Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist gewünscht istManagement-Vereinbarung mit Mindestvertrag
Spezialisiert auf Franchise-Systeme mit GebührenmodellenManagement-Vereinbarung für Franchise
Wenn Boni an KPI und Geschäftsziele gekoppelt werdenManagement-Vereinbarung mit Leistungskriterien
Für befristete Einsätze mit flexibler BeendigungManagement-Vereinbarung für Interim-Management
Bei festem Gehalt und stundenabhängiger VergütungManagement-Vereinbarung ohne Umsatzbeteiligung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage oder fehlende Definition von Brutto-Umsatz

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Streitigkeiten darüber, welche Einnahmen für die Vergütungsberechnung zählen, und kann zu Zahlungskürzungen oder Nachzahlungsforderungen führen.

Fix: Nutzen Sie die detaillierte Definition in der Vorlage; listen Sie alle ein- und ausgeschlossenen Positionen auf und lassen Sie diese von beiden Seiten bestätigen.

❌ Zu kurze oder asymmetrische Kündigungsfristen

Warum es wichtig ist: Ungleiche Kündigungsrechte führen zu Konflikten und können den Manager oder das Unternehmen überraschend und finanziell schädigen.

Fix: Setzen Sie fair ausbalancierte Fristen (z. B. mindestens drei Monate für beide Seiten) und halten Sie sie schriftlich fest.

❌ Keine Klausel zur Auslagenerstattung oder mangelnde Belegvorlage

Warum es wichtig ist: Der Manager könnte Geschäftsausgaben aus eigener Tasche tragen und Schwierigkeiten bei der Rückerstattung haben; das Unternehmen könnte unberechtigte Ausgaben bezahlen.

Fix: Präzisieren Sie, welche Ausgaben erstattet werden, und verlangen Sie konkrete Belege und Abrechnungsformulare pro Monat.

❌ Fehlende Schriftform oder Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ohne schriftliche Unterzeichnung durch beide Parteien ist die Vereinbarung möglicherweise nicht rechtsverbindlich und vor Gericht nicht durchsetzbar.

Fix: Drucken Sie die ausgefüllte Vorlage aus, lassen Sie sie von beiden Parteien und idealerweise einem Zeugen oder Notar unterschreiben.

❌ Keine Regelung von Verlängerungsbedingungen oder Ausstiegsoptionen

Warum es wichtig ist: Unklar ist, wie die Vereinbarung nach Ablauf fortgesetzt oder beendet wird; dies führt zu ungewollten Übergängen oder Unklarheiten.

Fix: Legen Sie klare Bedingungen für Verlängerung fest (Mitteilung, Leistung, neue Bedingungen) und regeln Sie auch den Fall, dass keine Verlängerung gewünscht ist.

❌ Mangelnde Berücksichtigung lokaler Arbeitsgesetze

Warum es wichtig ist: In einigen Bundesländern oder Ländern können Bestimmungen zur Mindestentlohnung, Sozialversicherung oder Betriebsräte gelten und den Vertrag unwirksam machen.

Fix: Lassen Sie die Vereinbarung von einem lokalen Arbeitsrechtler überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den geltenden Gesetzen entspricht.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Einleitung und Parteien

In einfacher Sprache: Definiert die beteiligten Parteien (Unternehmen und Manager) mit ihren rechtlichen Namen, Gründungsorten und Hauptadressen.

Beispielformulierung
Das Unternehmen [NAME IHRES UNTERNEHMENS], gegründet nach den Gesetzen von [BUNDESLAND], mit Hauptniederlassung [ADRESSE], beauftragt [NAME DES MANAGERS] als Manager.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder fehlerhafte Adressangaben führen zu Ungültigkeitsanfragen und Schwierigkeiten bei der Zustellung von Kündigungen.

Einstellung und Leistungserbringung

In einfacher Sprache: Legt fest, dass das Unternehmen den Manager zur Erbringung von Management- und Verwaltungsdienstleistungen anstellt.

Beispielformulierung
Das Unternehmen stellt den Manager ein, seine Kompetenz im Geschäftsbetrieb bereitzustellen sowie für Verwaltungsaufgaben, die von Zeit zu Zeit vom Unternehmen angefordert werden.

Häufiger Fehler: Fehlende Klarheit über konkrete Aufgaben führt später zu Streitigkeiten darüber, welche Tätigkeiten abgedeckt sind.

Vertragsdauer

In einfacher Sprache: Bestimmt die anfängliche Laufzeit der Vereinbarung, beginnend mit Eröffnung des Geschäfts und ausgedrückt in Monaten.

Beispielformulierung
Die Vereinbarung dauert [ZAHL] Monate ab dem Zeitpunkt der Geschäftseröffnung, sofern nicht früher gekündigt oder später fortgesetzt.

Häufiger Fehler: Vage Anfangsdaten wie 'sobald das Geschäft öffnet' ohne konkretes Datum führen zu Unklarheiten über den Kündigungsstichtag.

Verlängerungsbedingungen

In einfacher Sprache: Regelt, unter welchen Bedingungen das Unternehmen die Vereinbarung verlängern kann, einschließlich Mitteilungsfristen und erforderlicher Leistungen.

Beispielformulierung
Das Unternehmen kann verlängern, sofern es dem Manager [ZAHL] bis [ZAHL] Monate vor Ablauf schriftlich Mitteilung erteilt und alle Zahlungsverpflichtungen erfüllt hat.

Häufiger Fehler: Asymmetrische Verlängerungsklauseln, bei denen nur eine Partei Optionen hat, können zu unerwarteter Beendigung führen.

Management-Vergütung

In einfacher Sprache: Definiert die monatliche Vergütung des Managers als Prozentsatz des Brutto-Umsatzes und legt fest, dass diese nachträglich zu zahlen ist.

Beispielformulierung
Das Unternehmen zahlt dem Manager [PROZENTSATZ] % des Brutto-Umsatzes monatlich nachträglich, gezahlt per Scheck nach Ende des Monatszeitraums.

Häufiger Fehler: Keine klare Definition von 'Brutto-Umsatz' führt zu Streitigkeiten über korrekte Berechnungen und Zahlungsbeträge.

Definition Brutto-Umsatz

In einfacher Sprache: Legt detailliert fest, welche Einnahmen in den Brutto-Umsatz einfließen und welche Posten ausgeschlossen sind.

Beispielformulierung
Brutto-Umsatz einschließlich: alle Verkäufe, Dienstleistungen, Einzahlungen, Lebensmittel, Getränke. Ausgeschlossen: Retouren, Steuern, Mitarbeitervergünstigungen, genehmigte Rabatte.

Häufiger Fehler: Unklare Abgrenzung führt dazu, dass Manager und Unternehmen unterschiedliche Umsatzzahlen als Basis für Zahlungen betrachten.

Auslagenerstattung

In einfacher Sprache: Verpflichtet das Unternehmen, tatsächlich entstandene geschäftsbezogene Reise- und Nebenkosten gegen Vorlage von Belegen zu erstatten.

Beispielformulierung
Das Unternehmen erstattet dem Manager alle ordnungsgemäß entstandenen Reisekosten und sonstigen Ausgaben, die dem Manager Belege und Aufstellungen vorlegen muss.

Häufiger Fehler: Fehlende Vorgaben zur Belagvorlage führt zu Streitigkeiten über nicht dokumentierte oder unangemessene Ausgaben.

Zahlungsweise und Zeitpunkt

In einfacher Sprache: Regelt, wie und wann der Manager die Vergütung erhalten soll, einschließlich Scheckausstellung und beigefügtem Abrechnungsbericht.

Beispielformulierung
Zahlung per Scheck ausgestellt auf [NAME MANAGER], gesendet an [ADRESSE], um [UHRZEIT] Uhr am [TAG] nach Monatsende mit schriftlichem Abrechnungsbericht.

Häufiger Fehler: Keine genauen Zahlungsanweisungen führen zu verspäteten oder fehlerhaften Zahlungen und Liquiditätsproblemen des Managers.

Kündigungsfristen und Bedingungen

In einfacher Sprache: Bestimmt die Bedingungen und Fristen, unter denen eine der Parteien die Vereinbarung beenden kann.

Beispielformulierung
Kündigungsrecht mit [ZAHL] Monaten schriftlicher Mitteilung auf beiden Seiten, mit Angabe von Gründen bei vertragswidriger Kündigung.

Häufiger Fehler: Asymmetrische oder zu kurze Kündigungsfristen benachteiligen den Manager oder gefährden die Geschäftskontinuität.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Genaue Daten der Parteien eintragen

    Füllen Sie die vollständigen rechtlichen Namen, Gründungsorte und Adressen des Unternehmens und des Managers aus. Dies ist entscheidend für die Gültigkeit und Durchsetzung des Vertrags.

    💡 Verwenden Sie offizielle Registrierungsdaten, nicht Handels- oder Spitznamen.

  2. 2

    Geschäftsbeschreibung und Manager-Qualifikation präzisieren

    Beschreiben Sie genau, in welchem Geschäftsbereich das Unternehmen tätig ist (z. B. Gastronomie, Einzelhandel) und welche Kompetenz der Manager mitbringt.

    💡 Je spezifischer die Beschreibung, desto klarer sind später die erwarteten Aufgaben.

  3. 3

    Vertragsdauer und Startdatum festlegen

    Legen Sie die Anzahl der Monate fest und geben Sie ein konkretes Startdatum an. Vermeiden Sie vage Formulierungen wie 'sobald geöffnet'.

    💡 Synchronisieren Sie das Startdatum mit dem tatsächlichen Geschäftsbeginn, um Abweichungen zu vermeiden.

  4. 4

    Vergütung als Prozentsatz festlegen

    Bestimmen Sie den Prozentsatz des Brutto-Umsatzes, den der Manager erhält (z. B. 5 %, 10 %). Dies sollte beide Parteien angemessen incentivieren.

    💡 Konsultieren Sie Marktstandards für die Branche und Größe des Unternehmens.

  5. 5

    Brutto-Umsatz-Definition anpassen

    Überprüfen Sie die Liste der ein- und ausgeschlossenen Posten. Passen Sie diese an die spezifische Geschäftstätigkeit an (z. B. Automaten-Einnahmen, Nebengeschäfte).

    💡 Dokumentieren Sie alle Ausnahmen schriftlich, um spätere Konflikte zu vermeiden.

  6. 6

    Verlängerungsoptionen und Kündigungsfristen eintragen

    Füllen Sie die Anzahl der Monate für Kündigungsmitteilungen, Verlängerungszeiträume und eventuelle Leistungskriterien aus.

    💡 Beidseitig faire Fristen fördern vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen.

  7. 7

    Zahlungsweise und Kontodaten spezifizieren

    Tragen Sie die genaue Zahlungsadresse des Managers, gewünschte Zahlungsart (Scheck, Überweisung) und den genauen Tag und die Uhrzeit der Zahlung ein.

    💡 Elektronische Zahlungen sind zuverlässiger als Schecks; erwägen Sie die Umstellung.

  8. 8

    Mit rechtlichem Rat überprüfen

    Lassen Sie die ausgefüllte Vereinbarung durch einen Anwalt prüfen, insbesondere die Vergütungsklauseln und lokalen arbeitsrechtlichen Bestimmungen.

    💡 Dies ist eine wichtige Investition, um spätere Konflikte und Regressforderungen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Wer sind die Parteien in einer Management-Vereinbarung?

Die Parteien sind das Unternehmen (Eigentümer oder Gesellschaft) und der Manager (Einzelperson oder externe Gesellschaft). Das Unternehmen beauftragt den Manager, die operative Geschäftsführung und Verwaltung zu übernehmen. Beide Seiten müssen voll geschäftsfähig und berechtigt sein, einen Vertrag zu schließen. Es ist wichtig, dass die exakten juristischen Namen und Adressen in der Vereinbarung stehen, damit der Vertrag rechtskräftig ist.

Wie wird die Vergütung des Managers berechnet?

In dieser Vorlage ist die Vergütung als Prozentsatz des monatlichen Brutto-Umsatzes festgelegt (z. B. 5 %). Der Brutto-Umsatz wird nach einer detaillierten Definition berechnet, die alle Einnahmen einschließt, aber bestimmte Posten ausschließt (wie Steuern, Retouren, genehmigte Rabatte). Die Berechnung erfolgt monatlich nachträglich, und der Manager erhält per Scheck einen Abrechnungsbericht. Dies incentiviert den Manager, den Umsatz zu steigern, bindet die Vergütung aber auch an die Geschäftsleistung.

Welche Auslagenkosten werden erstattet?

Die Vereinbarung sieht vor, dass das Unternehmen tatsächlich entstandene geschäftsbezogene Reisekosten und sonstige Ausgaben gegen Vorlage von Belegen erstattet. Dies können Hotelkosten, Fahrtkosten, Verpflegung während geschäftlicher Reisen und geschäftliche Materialien sein. Der Manager muss detaillierte Aufstellungen und Originalbelege einreichen, um diese Erstattung zu erhalten. Ohne Belege wird die Erstattung in der Regel verweigert.

Wie lange läuft die Vereinbarung?

Die Vereinbarung läuft für einen vom Unternehmen festgelegten Zeitraum (z. B. 24 Monate), beginnend mit der Geschäftseröffnung. Nach Ablauf kann das Unternehmen die Vereinbarung unter bestimmten Bedingungen verlängern: Es muss dem Manager schriftlich Mitteilung erteilen (mit mindestens ein bis zwei Monaten Vorlauf), alle finanziellen Verpflichtungen erfüllt haben, und eine neue Management-Vereinbarung ausstellen (möglicherweise mit angepassten Bedingungen). Ohne Mitteilung endet die Vereinbarung automatisch.

Kann die Vereinbarung vor Ablauf beendet werden?

Ja, beide Parteien können die Vereinbarung vor dem geplanten Enddatum mit schriftlicher Kündigungsmitteilung beenden. Die Kündigungsfrist muss in der Vereinbarung festgelegt sein (z. B. 30, 60 oder 90 Tage). Eine Partei kann auch aus wichtigem Grund (z. B. Verstoß gegen Vertragsbedingungen, unrechtmäßiges Verhalten) sofort kündigen. Es wird empfohlen, Kündigungsgründe schriftlich zu dokumentieren und archivieren.

Ist eine rechtliche Überprüfung notwendig?

Ja, eine rechtliche Überprüfung wird dringend empfohlen, besonders wenn es um höhere Umsätze oder komplexe Geschäftsstrukturen geht. Ein Anwalt kann die Vereinbarung auf lokale Gesetze, Arbeitsrecht und Steuerimplizationen überprüfen und Lücken oder problematische Formulierungen identifizieren. Die Kosten einer Überprüfung sind gering im Vergleich zu möglichen Streitigkeiten und Nachforderungen, die aus einer fehlerhaften Vereinbarung entstehen könnten.

Was ist mit Sozialversicherung und Steuern?

Die Vorlage behandelt Sozialversicherung und Steuerfragen nicht explizit. Dies hängt davon ab, ob der Manager als Angestellter, Auftragnehmer oder unabhängiger Unternehmer klassifiziert wird. Bei Angestellten sind Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen. Als Auftragnehmer trägt der Manager oft selbst bei. Eine genaue Einordnung und Steuerberatung sind notwendig, um Bußgelder zu vermeiden. Konsultieren Sie einen Steuerberater oder Anwalt, bevor Sie unterzeichnen.

Kann die Vergütungsrate später geändert werden?

Nein, die aktuelle Vereinbarung legt den Prozentsatz fest, der während ihrer Laufzeit gilt. Ein Wechsel würde einen Nachtrag (Amendment) erfordern, dem beide Parteien zustimmen müssen. Bei Verlängerung kann das Unternehmen eine neue Vereinbarung mit angepassten Konditionen anbieten, die der Manager annehmen oder ablehnen kann. Änderungen sollten immer schriftlich dokumentiert und unterzeichnet sein.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Arbeitsvertrag

Ein Arbeitsvertrag regelt ein Angestelltenverhältnis mit Lohn/Gehalt, Arbeitszeiten und Kündigungsschutz. Eine Management-Vereinbarung ist spezialisierter und bindet Vergütung an Geschäftserfolg (Umsatz, Gewinn), was Anreize für operative Exzellenz setzt. Arbeitsverträge unterliegen stärkeren Arbeitsschutzgesetzen; Management-Vereinbarungen sind oft flexibler. Für Senior-Positionen mit Erfolgsbeteiligung ist die Management-Vereinbarung besser geeignet.

vs Beratungsvertrag

Ein Beratungsvertrag regelt externe Expertise auf Stundenbasis oder Projektbasis. Eine Management-Vereinbarung ist für operative Gesamtverantwortung mit kontinuierlicher Leitung über Monate oder Jahre. Berater liefern Rat und Empfehlungen; Manager führen um und tragen operative Verantwortung. Nutzen Sie Beratungsverträge für strategische Themen, Management-Vereinbarungen für operative Leitung.

vs Dienstleistungsvertrag

Ein Dienstleistungsvertrag behandelt erbrachte Services (z. B. Reinigung, IT-Support) mit vereinbarten Gebühren. Eine Management-Vereinbarung ist für umfassende Geschäftsführung mit operativer Kontrolle und Umsatzbeteiligung. Dienstleistungsverträge sind meist eng begrenzt; Management-Vereinbarungen sind breiter in Scope und Verantwortung.

vs Partnerschaftsvereinbarung

Eine Partnerschaftsvereinbarung regelt die Beziehung zwischen gleichberechtigten Partnern mit gemeinsamer Eigentumsanteile. Eine Management-Vereinbarung ist zwischen Eigentümer und beauftragtem Manager ohne Eigentumsübertragung. Partnerschaften bedeuten Mitsprache und Gewinnbeteiligung; Management-Vereinbarungen bieten Flexibilität und operative Kontrolle beim Eigentümer. Nutzen Sie Partnerschaften für enge, lang­fristige Beziehungen; Management-Vereinbarungen für flexible operative Leitung.

Branchenspezifische Hinweise

Gastronomie & Hotellerie

Restaurants und Bars nutzen diese Vereinbarung, um Geschäftsführer zu engagieren; die Umsatzbeteiligung incentiviert operative Exzellenz und Kundenservice.

Einzelhandel & Retail

Einzel- und Kettengeschäfte regeln damit Manager-Einsätze; die Struktur eignet sich für Multi-Store-Operationen mit zentral definierten Leistungsstandards.

Fitness & Wellness

Studios und Wellness-Center beauftragen externe Manager; die Vergütung an Mitgliederzahl oder Umsatz fördert Wachstum und Kundenbindung.

Dienstleistungen & Consulting

Service-Unternehmen setzen diese ein, um erfahrene Manager für neue Standorte oder Expansion zu engagieren und deren Erfolg direkt zu vergüten.

Franchise-Systeme

Franchisor und Franchise-Nehmer verwenden dies zur klaren Regelung von Management-Leistung und Umsatzbeteiligung auf Standort-Ebene.

Immobilien & Facility Management

Property Manager nutzen dies für operative Leitung von Gebäuden oder Komplexen; die Vergütung kann an Auslastung oder Service-Standards gekoppelt werden.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland unterliegen Management-Vereinbarungen dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), insbesondere §611 (Dienstvertrag) und §662 (Geschäftsbesorgung). Beachten Sie auch das Arbeitsrecht, falls der Manager als Angestellter klassifiziert wird. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht zwingend, wird aber bei Immobilienbeteiligung empfohlen.

In Österreich gilt das ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch). Management-Vereinbarungen werden wie Dienst- oder Werkverträge behandelt. Beachten Sie österreichische Arbeitsschutzbestimmungen und Kollektivverträge in der Branche. Eine schriftliche Form ist empfohlen, aber nicht zwingend vorgeschrieben.

In der Schweiz regelt das OR (Obligationenrecht) Management- und Dienstverträge. Schweizer Recht differenziert zwischen Angestellten und unabhängigen Auftragnehmern streng. Vergewissern Sie sich, dass die Klassifizierung korrekt ist, um Steuern und Sozialversicherung richtig zu handhaben. Kantonale Unterschiede sind zu beachten.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardfälle mit klaren Rollen; einfache Umsatzbeteiligung; geringe Komplexität in Geschäftsstruktur oder lokalen Gesetzen.€0–50 für Vorlage1–2 Stunden Ausfüllung
Vorlage + RechtsprüfungModerate Komplexität; mehrere Standorte oder Franchise-Modelle; Bedarf für branchenspezifische Anpassungen und Compliance-Check.€200–500 für anwaltliche Überprüfung2–3 Tage Bearbeitung
MaßgeschneidertHohe Komplexität; mehrsprachige Parteien; internationale Strukturen; Bedarf für spezialisierte Klauseln (IP, Wettbewerbsverbot, Steuern).€1000–3000 für vollständig maßgeschneidertem Vertrag1–2 Wochen

Glossar

Brutto-Umsatz
Die Summe aller Einnahmen aus Verkäufen, Dienstleistungen, Einzahlungen und sonstigen Geschäftsaktivitäten, abzüglich bestimmter genehmigter Ausnahmen wie Retouren und Steuern.
Management-Vergütung
Die an den Manager zu zahlende Vergütung, häufig als Prozentsatz des monatlichen Brutto-Umsatzes festgelegt.
Verlängerungsoption
Das Recht des Unternehmens, die Vereinbarung um einen zusätzlichen Zeitraum zu verlängern, vorbehaltlich der Erfüllung bestimmter Bedingungen.
Auslagenerstattung
Rückerstattung tatsächlich entstandener geschäftsbezogener Kosten durch das Unternehmen an den Manager gegen Vorlage von Belegen.
Kündigungsfrist
Die Anzahl der Tage oder Monate, die eine Partei dem anderen Teil vor Beendigung der Vereinbarung mitteilen muss.
Geschäftstätigkeit
Der operative Betrieb des Unternehmens, einschließlich Verkauf, Verwaltung und tägliche Geschäftsabläufe.
Geschäftsführer
Die Person oder das Unternehmen, das vom Eigentümer beauftragt wird, das Geschäft zu leiten und zu verwalten.
Vertragsdauer
Der Zeitraum, für den die Management-Vereinbarung gültig ist, angegeben in Monaten oder Jahren.

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