Vertraulichkeitsvereinbarung und Wettbewerbsklausel

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FreiVertraulichkeitsvereinbarung und Wettbewerbsklausel

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vertraulichkeitsvereinbarung und Wettbewerbsklausel ist ein rechtliches Dokument, das die Verpflichtungen eines Mitarbeiters zur Geheimhaltung von Unternehmensinformationen regelt. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie sofort anpassen und unterzeichnen können. Das Dokument kombiniert Datenschutzregeln mit Wettbewerbsbeschränkungen und bietet umfassenden Schutz für Ihre Geschäftsgeheimisse.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, bevor Sie einen Mitarbeiter einstellen oder befördern, der Zugang zu vertraulichen Unternehmens- oder Kundeninformationen erhält. Auch bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern oder Beratern ist sie sinnvoll. Sie schützt Ihr Unternehmen vor unbefugtem Datenaustausch und hindert Mitarbeiter daran, nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für Konkurrenten tätig zu werden.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Klauseln zur Beschäftigung, zur Definition vertraulicher Informationen, zur Nichtoffenlegung und zum Besitz von Arbeitsergebnissen. Es legt fest, dass der Mitarbeiter firmeneigene Systeme und Kundeninformationen als vertraulich behandeln muss und diese nicht weitergeben darf. Zusätzlich werden Wettbewerbsbestimmungen festgelegt, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gelten.

Was ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung und Wettbewerbsklausel?

Eine Vertraulichkeitsvereinbarung und Wettbewerbsklausel ist ein rechtliches Dokument, das die Verpflichtungen eines Mitarbeiters zur Geheimhaltung von Unternehmens- und Kundeninformationen regelt. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie sofort anpassen und unterzeichnen können. Das Dokument kombiniert drei zentrale Schutzfunktionen: die Definition vertraulicher Informationen, ein Verbot ihrer Weitergabe während und nach der Anstellung, sowie Regeln zu Wettbewerbstätigkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sie können die Vorlage direkt online bearbeiten oder als PDF exportieren und ausdrucken.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine klare Geheimhaltungsvereinbarung risikieren Unternehmen den Verlust von Geschäftsgeheimissen, Kundenlistern, technischen Entwicklungen oder Geschäftsstrategien. Ein Mitarbeiter könnte zu einem Konkurrenten wechseln und Ihr Wissen mitnehmen — ein Schaden, der schnell in die Millionen gehen kann. Diese Vereinbarung schafft eine rechtlich durchsetzbare Barriere und dokumentiert die gegenseitigen Erwartungen schriftlich. Sie schützt sowohl Ihre Geschäftsinteressen als auch macht klare, was der Mitarbeiter darf und nicht darf. Mit unterzeichneten Dokumenten haben Sie im Streitfall eine starke rechtliche Position.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Einsatz bei der Einstellung oder Beförderung von VollzeitangestelltenStandardversion für angestellte Mitarbeiter
Wenn nur Geheimhaltung, nicht aber Konkurrenzverbot erforderlich istVereinfachte Version ohne Wettbewerbsklausel
Zusammenarbeit mit unabhängigen Fachleuten oder DienstleisternVersion für externe Berater und Auftragnehmer
Besonders sensible Branchen wie IT oder F&E mit hohem SchadenspotenzialErweiterte Version mit Schadensersatz
Temporäre oder befristete Positionen mit begrenztem ZugriffKurzzeitversion für Praktikanten

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unspezifische oder zu breite Definition von vertraulichen Informationen

Warum es wichtig ist: Eine zu vage Definition ist vor Gericht schwer durchsetzbar und bietet keinen klaren Schutz.

Fix: Nennen Sie konkrete Beispiele — Kundenlistem, technische Spezifikationen, Geschäftspläne — um den Umfang eindeutig zu machen.

❌ Fehlende oder zu kurze Dauer für das Wettbewerbsverbot

Warum es wichtig ist: Ein unbegrenztes oder zu langes Verbot kann für ungültig befunden werden; zu kurz schützt nicht ausreichend.

Fix: Legen Sie eine angemessene Dauer fest (6–24 Monate, je nach Branche) und konsultieren Sie einen Anwalt zur Durchsetzbarkeit.

❌ Keine klare Regelung für die Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Warum es wichtig ist: Der Mitarbeiter könnte argumentieren, dass die Geheimhaltungspflicht mit dem letzten Arbeitstag endet.

Fix: Geben Sie ausdrücklich an, dass die Geheimhaltungspflicht auch nach Kündigung gilt — am besten 'auf unbestimmte Zeit' oder mit einer konkreten Dauer wie '5 Jahre'.

❌ Unzureichende Bestimmungen zur Rückgabe von Unterlagen

Warum es wichtig ist: Der Mitarbeiter kann Unterlagen behalten oder verlieren, was zu Datenverlust oder -missbrauch führt.

Fix: Schreiben Sie ein detailliertes Rückgabeverfahren vor, das vor oder kurz nach dem letzten Arbeitstag stattfinden muss, mit Bestätigung und Inventar.

❌ Kein Eigentumsvorbehalt für Arbeitsergebnisse

Warum es wichtig ist: Der Mitarbeiter könnte Anspruch auf Erfindungen oder Werke erheben, die während der Arbeit entstanden sind.

Fix: Klären Sie ausdrücklich, dass alle Arbeitsergebnisse Eigentum des Unternehmens sind, und fordern Sie ggf. Abtretungen vom Mitarbeiter.

❌ Unterzeichnung nur durch einen Vertreter oder eine Partei

Warum es wichtig ist: Eine einseitig unterzeichnete Vereinbarung ist nicht rechtlich bindend für beide Parteien.

Fix: Stellen Sie sicher, dass sowohl der Mitarbeiter als auch ein autorisierter Unternehmensvertreter (z. B. Geschäftsführer oder HR-Leiter) unterschreiben.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Beschäftigung

In einfacher Sprache: Das Unternehmen stellt den Mitarbeiter ein und der Mitarbeiter akzeptiert die Bedingungen dieser Vereinbarung.

Beispielformulierung
Das Unternehmen beschäftigt hiermit den Mitarbeiter [NAME] ab dem [DATUM] zu einer Vergütung, wie sie von Zeit zu Zeit zwischen den Parteien vereinbart wird. Die Vereinbarung beginnt am [DATUM] und bleibt in Kraft, bis sie durch schriftliche Mitteilung [ANZAHL] Tage im Voraus gekündigt wird.

Häufiger Fehler: Keine klare Definition des Startdatums oder der Kündigungsfrist, was später zu Streitigkeiten führt.

Definition vertraulicher Informationen

In einfacher Sprache: Das Dokument definiert, welche Informationen des Unternehmens und seiner Kunden als vertraulich gelten.

Beispielformulierung
Vertrauliche Informationen sind Systeme, Pläne, Entwicklungen, Kundeninformationen zu Geschäften, Eigentum oder Arbeitsabläufen, sowie alle Dienstleistungen, die das Unternehmen vertrauensvoll behandelt und deren Geheimcharakter dem Unternehmen wirtschaftlichen Vorteil verschafft.

Häufiger Fehler: Definition zu vage oder zu eng gefasst, was Schutzlücken oder Streitigkeiten hinterlässt.

Nichtoffenlegung

In einfacher Sprache: Der Mitarbeiter erklärt sich bereit, vertrauliche Informationen nicht an Dritte weiterzugeben oder selbst zu nutzen.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter erklärt sich einverstanden, dass er zu keinem Zeitpunkt, weder während noch nach dem Beschäftigungsverhältnis, vertrauliche Informationen an Personen offenlegt oder nutzt, es sei denn, das Unternehmen weist ihn schriftlich dazu an. Der Mitarbeiter darf auch niemandem erlauben, Unterlagen zu überprüfen oder Kopien davon zu erstellen.

Häufiger Fehler: Zu kurze oder fehlende Regelung zur Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Rückgabe von Unterlagen

In einfacher Sprache: Der Mitarbeiter muss bei Beendigung der Anstellung alle vertraulichen Materialien an das Unternehmen zurückgeben.

Beispielformulierung
Mit Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses ist der Mitarbeiter verpflichtet, dem Unternehmen alle Dokumente, Papiere, Notizen und Materialien, die vertrauliche Informationen enthalten, zurückzugeben, unabhängig davon, wer sie erstellt hat.

Häufiger Fehler: Keine konkrete Frist oder kein Verfahren für die Rückgabe, was zu Verzögerungen oder Streitigkeiten führt.

Eigentum an Arbeitsergebnissen

In einfacher Sprache: Alle vom Mitarbeiter erstellten Arbeitsergebnisse gehören dem Unternehmen, nicht dem Mitarbeiter.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter stimmt zu, dass er keine Besitzanrechte auf Arbeitsergebnisse, die aus seiner Beschäftigung entstehen, hat. Das Unternehmen behält das vollständige Eigentum. Der Mitarbeiter erklärt sich bereit, alles Notwendige zu tun, um das Eigentum des Unternehmens sicherzustellen, einschließlich Urheberrechtsanmeldungen und Abtretungen.

Häufiger Fehler: Unklare Formulierung des Eigentumsverhältnisses führt zu späteren Rechtsstreitigkeiten über Erfindungen oder Werke.

Wettbewerbsverbot

In einfacher Sprache: Der Mitarbeiter verpflichtet sich, nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht für Konkurrenten oder in Konkurrenz tätig zu werden.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter erklärt sich einverstanden, dass er nach Beendigung dieses Arbeitsverhältnisses für einen Zeitraum von [ANZAHL] Monaten/Jahren nicht für ein Unternehmen tätig sein darf, das in direktem oder indirektem Wettbewerb mit den Geschäftstätigkeiten des Unternehmens steht, es sei denn, das Unternehmen gibt schriftliche Zustimmung.

Häufiger Fehler: Zu lange oder unbegrenzte Wettbewerbsverbote, die möglicherweise nicht durchsetzbar sind, oder fehlende Angabe der zeitlichen Dauer.

Pflicht zur sorgfältigen Arbeit

In einfacher Sprache: Der Mitarbeiter muss seine ganze Arbeitszeit dem Unternehmen widmen und im Interesse des Unternehmens tätig sein.

Beispielformulierung
Während seiner Beschäftigung beim Unternehmen widmet der Mitarbeiter seine gesamte Arbeitszeit den Angelegenheiten des Unternehmens und dient ehrlich und sorgfältig den Interessen des Unternehmens.

Häufiger Fehler: Zu pauschale Formulierung ohne klare Leistungserwartungen oder Pflichten.

Anerkennung der Vertraulichkeit

In einfacher Sprache: Der Mitarbeiter bestätigt, dass er die Bedeutung der Geheimhaltung versteht und den vertraulichen Charakter der Informationen anerkennt.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter erkennt an und bestätigt, dass die Systeme des Unternehmens und die Kundeninformationen vertraulich und Eigentum des Unternehmens sind, und dass das Vertrauen der Kunden davon abhängt, dass solche Informationen vertraulich behandelt werden.

Häufiger Fehler: Fehlendes ausdrückliches Bekenntnis des Mitarbeiters, das später als Beweis herangezogen werden kann.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Datum der Vereinbarung eintragen

    Tragen Sie das Datum ein, an dem die Vereinbarung unterzeichnet wird. Dies ist in der Regel das Einstellungsdatum oder ein Datum vor Beginn der Tätigkeit des Mitarbeiters.

    💡 Verwenden Sie ein Datum in der Zukunft, wenn die Unterzeichnung vor dem ersten Arbeitstag stattfindet.

  2. 2

    Name und Adresse des Mitarbeiters ergänzen

    Tragen Sie den vollständigen Namen und die Wohnadresse des Mitarbeiters ein. Diese Informationen müssen genau mit den Personalunterlagen übereinstimmen.

    💡 Kopieren Sie die Daten aus dem Arbeitsvertrag, um Fehler zu vermeiden.

  3. 3

    Unternehmensname und Adresse eintragen

    Geben Sie Ihren vollständigen Unternehmesnamen, die Rechtsform und die Hauptniederlassung an. Dies ist wichtig für die rechtliche Bindungskraft.

    💡 Verwenden Sie die offizielle Firmenbezeichnung aus dem Handelsregister.

  4. 4

    Tätigkeitsbereich und Produktbeschreibung definieren

    Beschreiben Sie, welche Systeme, Produkte oder Dienstleistungen der Mitarbeiter kennenlernt. Dies macht die Vertraulichkeitspflicht konkret und umsetzbar.

    💡 Je spezifischer die Beschreibung, desto stärker der rechtliche Schutz.

  5. 5

    Kündigungsfrist festlegen

    Tragen Sie die Anzahl der Tage ein, die für die Kündigung dieser Vereinbarung notwendig sind. Dies ist üblicherweise zwischen 30 und 90 Tagen.

    💡 Verwenden Sie die gleiche Frist wie im Arbeitsvertrag, um Verwirrung zu vermeiden.

  6. 6

    Dauer des Wettbewerbsverbots eintragen

    Legen Sie fest, wie lange das Wettbewerbsverbot nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gilt. Typischerweise sind dies 6 bis 24 Monate, je nach Branche und Funktion.

    💡 Konzertieren Sie die Dauer mit einem Rechtsanwalt — zu lange Zeiträume sind unter Umständen nicht durchsetzbar.

  7. 7

    Unterschriftenzeilen vorbereiten

    Stellen Sie sicher, dass beide Parteien (Mitarbeiter und Unternehmensvertreter) unterschreiben. Nutzen Sie digitale oder handschriftliche Unterschriften.

    💡 Behalten Sie ein signiertes Original und geben Sie dem Mitarbeiter eine Kopie.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung in Deutschland rechtlich bindend?

Ja, eine ordnungsgemäß unterzeichnete Vertraulichkeitsvereinbarung ist in Deutschland rechtlich bindend, solange sie klare Bestimmungen enthält und nicht gegen Gesetze verstößt. Die Vereinbarung sollte konkrete Definitionen enthalten und von beiden Parteien unterzeichnet sein. Ob ein Wettbewerbsverbot durchsetzbar ist, hängt von seiner Dauer und Branche ab — zu lange oder zu pauschale Verbote können für nichtig befunden werden. Es ist ratsam, die Vereinbarung von einem Anwalt überprüfen zu lassen.

Kann ich ein unbegrenztes Wettbewerbsverbot vereinbaren?

Nein, ein zeitlich unbegrenztes Wettbewerbsverbot ist in Deutschland in der Regel nicht durchsetzbar. Die Rechtsprechung akzeptiert typischerweise Wettbewerbsverbote von 6 bis 24 Monaten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, je nach Funktion und Branche. Ein zu langes oder zu vages Verbot wird von Gerichten für ungültig befunden. Konsultieren Sie einen Anwalt, um eine angemessene und durchsetzbare Dauer für Ihre Branche festzulegen.

Muss ich die Vereinbarung bereits vor dem ersten Arbeitstag unterzeichnen?

Idealerweise sollte die Vereinbarung vor Beginn der Tätigkeit oder an dem ersten Arbeitstag unterzeichnet werden. Das verstärkt die Bindung und vermeidet Streitigkeiten über den Zeitpunkt. Wenn Sie sie nachträglich unterzeichnen (z. B. nach Monaten), sollte das Unternehmen als Gegenleistung eine Zusage erbringen (z. B. Gehaltserhöhung), um die Vereinbarung rechtlich zu stärken. Idealerweise ist die früheste Unterzeichnung vor Offenlegung vertraulicher Informationen.

Was geschieht, wenn ein Mitarbeiter die Vereinbarung verletzt?

Wenn ein Mitarbeiter vertrauliche Informationen preisgibt oder gegen das Wettbewerbsverbot verstößt, kann das Unternehmen mehrere Maßnahmen ergreifen: sofortige Abmahnung, Kündigung, einstweilige Verfügung (um weitere Verstöße zu unterbinden) oder Schadensersatzklage. Um erfolgreich zu sein, muss das Unternehmen nachweisen, dass der Mitarbeiter gegen klare Klauseln verstoßen hat. Eine gute Dokumentation und rechtliche Beratung sind entscheidend.

Gelten diese Klauseln auch für externe Berater und Auftragnehmer?

Ja, diese Vereinbarung kann auch auf externe Berater, Auftragnehmer und Freiberufler angewendet werden. Sie müssen sie jedoch anpassen, um die unterschiedliche Natur der Beziehung widerzuspiegeln. Externe Partner haben oft nicht die gleichen Pflichten wie angestellte Mitarbeiter, und Wettbewerbsverbote für Freiberufler sind schwerer durchzusetzen. Verwenden Sie eine separate Fassung für externe Parteien oder konsultieren Sie einen Anwalt.

Wie lange sollte die Geheimhaltungspflicht nach Kündigung andauern?

Die Geheimhaltungspflicht sollte idealerweise über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinausgehen. Manche Vereinbarungen legen fest, dass sie „auf unbestimmte Zeit" gilt, andere begrenzen sie auf 3 bis 5 Jahre. Dies ist branchenabhängig — in der IT oder bei technischen Innovationen sind längere Zeiträume üblich. Legen Sie eine klare Dauer fest, die den Wert und die Lebensdauer Ihrer Geschäftsgeheimisse widerspiegelt.

Kann ich die Vorlage für verschiedene Positionen verwenden?

Ja, diese Vorlage ist flexibel und kann für verschiedene Positionen angepasst werden. Je nach Rolle und Zugriff auf sensible Daten sollten Sie die Definition von vertraulichen Informationen und die Dauer des Wettbewerbsverbots anpassen. Ein Geschäftsführer benötigt möglicherweise strengere Bestimmungen als ein junior Mitarbeiter. Passen Sie die Vorlage an die spezifischen Anforderungen jeder Position an.

Muss die Vereinbarung notariell beglaubigt werden?

Nein, eine Notargebäude ist nicht erforderlich. Die Vereinbarung ist rechtsverbindlich, solange sie von beiden Parteien unterzeichnet ist und klare Bestimmungen enthält. Eine notarielle Beglaubigung kann jedoch zusätzliche Glaubwürdigkeit verleihen und ist sinnvoll, wenn Sie besonders hohe Risiken oder große Geldstrafen erwarten. Für die meisten Fälle ist eine beglaubigte Kopie der unterzeichneten Vereinbarung ausreichend.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfacher Arbeitsvertrag ohne Geheimhaltungsklausel

Ein Standardarbeitsvertrag regelt Arbeitszeiten, Vergütung und Kündigungsfrist, bietet aber keinen Schutz für Geschäftsgeheimisse oder Wettbewerb. Diese spezialisierte Vertraulichkeitsvereinbarung schafft eine zusätzliche, rechtlich starke Barriere. Verwenden Sie einen einfachen Arbeitsvertrag für Positionen ohne Zugang zu sensiblen Daten und eine Vertraulichkeitsvereinbarung für Rollen mit direktem Zugriff auf Geheimnis.

vs Allgemeine NDA (einseitiges Dokument)

Eine allgemeine NDA schützt ein Unternehmen, wenn es Informationen offenlegt, ist aber einseitig. Diese Vereinbarung kombiniert Geheimhaltung mit Wettbewerbsverbot und regelt auch das Eigentum an Arbeitsergebnissen — ein viel umfassenderes Dokument. Für Mitarbeiter ist eine Vereinbarung wie diese besser als eine allgemeine NDA.

vs Nachvertragliche Wettbewerbsklausel (separates Dokument)

Eine separate Wettbewerbsklausel regelt nur das Verbot nach Kündigung. Diese Vereinbarung kombiniert Wettbewerb, Geheimhaltung und Eigentumsrechte in einem Dokument, was einfacher zu verwalten ist. Verwenden Sie diese Vorlage für umfassenden Schutz und ein separates Dokument nur, wenn Sie eine leichtere Version benötigen.

vs Unternehmerische Geheimhaltungsvereinbarung (B2B)

Eine B2B-Geheimhaltungsvereinbarung regelt den gegenseitigen Austausch von Informationen zwischen zwei Unternehmen. Diese ist speziell für Arbeitnehmerverhältnisse konzipiert und enthält Regeln zu Beschäftigung, Rückgabe von Unterlagen und Eigentumsrechten. Verwenden Sie diese Vorlage für Mitarbeiter und eine separate B2B-Vereinbarung für Geschäftspartner.

Branchenspezifische Hinweise

Informationstechnologie und Software

Schutz von Quellcode, Algorithmen, Systemen und Kundenentwicklungen vor Abwanderung zu Konkurrenten.

Finanzdienstleistungen

Wahrung von Geschäftsstrategien, Kundenlistern und Handelsgeheimnissen zur Vermeidung von Wettbewerbsvorteilsverlust.

Forschung und Entwicklung

Schutz von Patenten, Formeln, technischen Daten und Innovations-Pipelines vor Industriespionage und Mitnahmeversuchen.

Beratung und Management

Geheimhaltung von Geschäftsmodellen, Kundenstrategien und proprietären Beratungsmethoden.

Verlagswesen und Medien

Sicherung von Manuskripten, Redaktionellen Inhalten und Unternehmensstrategien vor unautorisierten Veröffentlichungen.

Einzelhandel und E-Commerce

Bindung von Mitarbeitern an Verschwiegenheit über Preismodelle, Lieferantenkontakte und Geschäftspläne.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist diese Vereinbarung nach dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) rechtsverbindlich, solange sie klar formuliert ist. Wettbewerbsverbote müssen angemessen in Dauer und Umfang sein, um durchsetzbar zu sein. Die Gerichte berücksichtigen die Branche und die Funktion des Mitarbeiters bei der Bewertung von Zumutbarkeit.

In Österreich gelten ähnliche Regelungen wie in Deutschland, basierend auf dem ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch). Wettbewerbsverbote müssen zeitlich und räumlich begrenzt sein. Achten Sie auf österreichische Besonderheiten bei der Kündigung und Rückgabeverfahren.

In der Schweiz regelt das OR (Obligationenrecht) Arbeitsverträge und Geheimhaltungspflichten. Wettbewerbsverbote sind in der Schweiz grundsätzlich untersagt, es sei denn, sie sind zeitlich begrenzt und notwendig zum Schutz legitimer Interessen. Verwenden Sie diese Vorlage mit Vorsicht und lassen Sie sie von einem Schweizer Anwalt überprüfen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine Unternehmen, einfache Positionen mit begrenztem Zugang zu Geheimnis oder vorhersehbarem Wettbewerb.0 – 50 EUR (Vorlagengebühr)30 – 60 Minuten
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Unternehmen mit sensiblen Daten, die eine vorlage individualisieren und von einem Anwalt überprüfen lassen möchten.200 – 500 EUR (Anwaltsgebühr für Überprüfung und Anpassung)1 – 2 Tage
MaßgeschneidertGroße oder spezialisierte Unternehmen, Startup mit hohem Geheimnis-Wert oder branchen-spezifischen Anforderungen.800 – 2000+ EUR (vollständig maßgefertigtes Dokument)1 – 2 Wochen

Glossar

Vertrauliche Informationen
Alle Daten, Systeme, Kundeninformationen und Geschäftsgeheimisse, auf die der Mitarbeiter durch seine Tätigkeit Zugriff hat.
Geheimhaltungsverpflichtung
Rechtliche Bindung des Mitarbeiters, keine vertraulichen Informationen an Dritte weiterzugeben oder zu nutzen.
Wettbewerbsklausel
Bestimmung, die dem Mitarbeiter nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses untersagt, für Konkurrenten oder in Konkurrenz tätig zu werden.
NDA (Non-Disclosure Agreement)
Englischer Begriff für Geheimhaltungsvereinbarung; wird oft synonym mit Vertraulichkeitsvereinbarung verwendet.
Arbeitsergebnisse
Alle vom Mitarbeiter erstellten oder mit firmeneigenen Mitteln entwickelten Produkte, Dokumente oder Erkenntnisse.
Nichtoffenlegung
Klausel, die dem Mitarbeiter verbietet, vertrauliche Informationen ohne schriftliche Genehmigung des Unternehmens zu offenbaren.
Besitzanrechte
Eigentums- oder Verfügungsrechte; in dieser Vereinbarung erklärt sich der Mitarbeiter damit einverstanden, darauf zu verzichten.
Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses
Zeitpunkt, an dem die Anstellung endet und der Mitarbeiter alle vertraulichen Unterlagen zurückgeben muss.
Kundeninformationen
Vertrauliche Daten von Kunden, die das Unternehmen dem Mitarbeiter zur Arbeit überlässt.
Geschäftsgeheimnis
Informationen, deren Geheimcharakter dem Unternehmen Wettbewerbsvorteil verschafft und geschützt werden muss.

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