Risikoübernahme für den vorgeschlagenen Namen

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FreiRisikoübernahme für den vorgeschlagenen Namen

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Risikoübernahme für den vorgeschlagenen Namen ist eine schriftliche Erklärung, mit der ein Unternehmensvertreter bestätigt, dass er einen Suchbericht zu potenziellen Namenskonflikten zur Kenntnis genommen hat. Das Dokument dokumentiert, dass die Person über gesetzliche und administrative Risiken informiert wurde, die sich aus der Wahl des Firmennamens ergeben könnten. Es steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann problemlos bearbeitet werden.
Wann Sie es brauchen
Dieses Dokument ist erforderlich, wenn Sie einen neuen Firmennamen registrieren möchten und zuvor eine Namensprüfung durchgeführt haben. Es dient als Nachweis, dass Sie die Ergebnisse dieser Prüfung zur Kenntnis genommen haben und die damit verbundenen Risiken akzeptieren. Insbesondere bei Gründungen oder Umbenennungen von Unternehmen schützt Sie dieses Dokument vor späteren Rechtsstreitigkeiten.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält eine formale Erklärung, die der Unternehmensvertreter unterzeichnet. Sie dokumentiert die Kenntnisnahme eines Suchberichts und bestätigt die Awareness für potenzielle Namensprobleme, die zu gesetzlichen oder administrativen Schwierigkeiten führen könnten. Das Dokument ist strukturiert für alle notwendigen Angaben wie Unternehmensname, Namensvarianten und Bundesland.

Was ist eine Vorlage „Risikoübernahme für den vorgeschlagenen Namen"?

Eine Risikoübernahme für den vorgeschlagenen Namen ist eine schriftliche Erklärung, mit der ein bevollmächtigter Vertreter des Unternehmens bestätigt, dass er einen Suchbericht zu potenziellem Namenskrisen zur Kenntnis genommen hat. Das Dokument dokumentiert, dass die unterzeichnende Person über gesetzliche und administrative Risiken informiert wurde, die sich aus der Wahl des Firmennamens ergeben könnten — etwa bestehende Markenrechte, ähnliche Firmennamen oder behördliche Einwände. Die Vorlage steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann problemlos mit Ihren Unternehmensdaten angepasst werden. Sie können das Dokument direkt nach Erhalt des Suchberichts ausfüllen und unterzeichnen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Risikoübernahme fehlt Ihnen später der Nachweis, dass Sie die Ergebnisse einer Namensprüfung tatsächlich gelesen und verstanden haben. Sollte ein Namenskonflikt entstehen — etwa weil ein konkurrierendes Unternehmen eine ähnliche Marke anmeldet oder behördliche Einwände erhoben werden — können Sie nicht behaupten, davon nicht gewusst zu haben. Die Risikoübernahme dokumentiert, dass Sie die möglichen Probleme kannten und trotzdem bewusst mit dem Namen fortfahren. Dies schützt Sie vor späteren Vorwürfen von Investoren, Partnern oder Gerichten, dass Sie fahrlässig vorgegangen sind. Besonders bei Gründungen von GmbHs, Einzelunternehmen oder Vereinen ist dieses Dokument behördlich oft erforderlich oder zumindest sehr empfohlen. Es bildet außerdem eine klare Haftungslinie: Die unterzeichnende Person erklärt sich für die Namenswahl verantwortlich und übernimmt die rechtlichen Konsequenzen. Insgesamt ist die Risikoübernahme ein einfaches, aber unverzichtbares Schutzdokument, das Ihnen später rechtliche Klarheit gibt.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für Standardfälle bei Firmengründung mit deutscher NamensprüfungStandardvorlage — einfache Namensprüfung
Wenn der Firmenname in mehreren Sprachen verwendet oder geschützt werden sollMehrsprachige Variante
Dokumentation für bereits registrierte Namen mit neuer PrüfungNachbearbeitung — bestehende Namen
Wenn Markenschutz und Firmennamenrecht parallel geprüft wurdenMarkenname + Firmenname
Bei Nutzung des Namens in mehreren Bundesländern oder LändernInternationale Expansion

Häufige Fehler vermeiden

❌ Kein Verständnis der Risiken — Unterschrift ohne Lektüre des Suchberichts

Warum es wichtig ist: Sie haften später für alle aufgezeigten Namenskonflikte, auch wenn Sie diese nicht kannten.

Fix: Lesen Sie den gesamten Suchbericht gründlich durch und stellen Sie bei Unklarheiten Fragen, bevor Sie unterzeichnen.

❌ Unvollständige Namensvarianten — Sprachversionen oder Schreibweisen fehlen

Warum es wichtig ist: Die Risikoübernahme gilt dann möglicherweise nur für einen Namen, nicht für alle geplanten Verwendungsweisen.

Fix: Listen Sie alle Sprachvarianten, Abkürzungen und Schreibweisen auf, die Sie verwenden möchten.

❌ Unterzeichner ohne Bevollmächtigung — eine nicht bevollmächtigte Person unterzeichnet

Warum es wichtig ist: Das Unternehmen kann die Gültigkeit der Erklärung später anfechten und Sie persönlich haftbar machen.

Fix: Stellen Sie sicher, dass nur ein Geschäftsführer, Gründer oder rechtlich bevollmächtigter Vertreter unterzeichnet.

❌ Keine Originalunterschrift — Dokument ist nur digital unterzeichnet oder gar nicht unterzeichnet

Warum es wichtig ist: Behörden oder Gerichte erkennen das Dokument als nicht authentisch an und lehnen es ab.

Fix: Nutzen Sie eine handschriftliche Originalunterschrift oder eine qualifizierte digitale Signatur. Digitale Kopien sollten zusätzlich beglaubigt werden.

❌ Falsches Datum oder zu alte Unterschrift — das Dokument ist älter als die Namensprüfung

Warum es wichtig ist: Die zeitliche Abfolge wird unklar; es ist fraglich, auf welche Ergebnisse sich die Übernahme bezieht.

Fix: Unterzeichnen Sie das Dokument unmittelbar nach Erhalt des aktuellen Suchberichts und datieren Sie es korrekt.

❌ Zu vage Risikoformulierung — allgemeine Warnung statt konkreter Konflikte

Warum es wichtig ist: Der Unterzeichner kann später behaupten, die speziellen Risiken nicht verstanden zu haben.

Fix: Referenzieren Sie konkrete potenzielle Konflikte aus dem Suchbericht und erklären Sie, warum Sie diese akzeptieren.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Bestätigung der Kenntnisnahme des Suchberichts

In einfacher Sprache: Der Unterzeichner bestätigt, dass er den Suchbericht zum vorgeschlagenen Namen gelesen und verstanden hat.

Beispielformulierung
Ich erkläre hiermit, dass ich den angehängten Suchbericht betreffend den vorgeschlagenen Namen [FIRMENNAME] zur Kenntnis genommen habe.

Häufiger Fehler: Der Bericht wird nicht tatsächlich gelesen oder unterschrieben, sondern nur formal weitergeleitet — die Haftung bleibt unklar.

Benennung des Unternehmens und der Namensvarianten

In einfacher Sprache: Das Dokument nennt explizit den Namen des Unternehmens und alle Sprach- oder Schreibvarianten des geplanten Namens.

Beispielformulierung
Das Unternehmen [NAME DES UNTERNEHMENS] beabsichtigt, die Firmenbezeichnung [VORGESCHLAGENER NAME] und deren [SPRACHVARIANTE] zu verwenden.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder unpräzise Angabe der Namensvarianten führt später zu Verwechslungen oder Anspruchsunsicherheit.

Warnung vor gesetzlichen und administrativen Problemen

In einfacher Sprache: Das Dokument informiert explizit über mögliche rechtliche oder behördliche Schwierigkeiten, die aus der Namenswahl entstehen können.

Beispielformulierung
Der Unterzeichner wurde insbesondere über jene Namen informiert, welche später zu gesetzlichen oder administrativen Problemen führen könnten.

Häufiger Fehler: Zu vage Warnung ohne konkrete Beispiele — der Unterzeichner kann später behaupten, die Risiken nicht verstanden zu haben.

Bestätigung der Risikoakzeptanz

In einfacher Sprache: Der Unterzeichner bestätigt ausdrücklich, dass er die identifizierten Risiken kennt und trotzdem mit dem Namen fortfahren möchte.

Beispielformulierung
Ich bestätige hiermit, dass ich alle aufgezeigten Risiken und möglichen Probleme akzeptiere und auf eigene Haftung handele.

Häufiger Fehler: Fehlende explizite Haftungsübernahme — der Unterzeichner behält sich später Einwände vor.

Angabe von Bundesland / Registrierungsregion

In einfacher Sprache: Das Dokument enthält die Information, in welchem Bundesland oder Land das Unternehmen registriert wird oder tätig sein wird.

Beispielformulierung
Die Registrierung erfolgt in [BUNDESLAND/STAAT], wo der vorgeschlagene Name wie folgt verwendet wird: [BESCHREIBUNG].

Häufiger Fehler: Keine Angabe der Region — später ist unklar, welche Gesetze und Behörden zuständig waren.

Funktion und Bevollmächtigung des Unterzeichners

In einfacher Sprache: Das Dokument klarstellt, dass der Unterzeichner bevollmächtigt ist, im Namen des Unternehmens die Risikoübernahme zu erklären.

Beispielformulierung
Ich, der Unterzeichnende, in meiner Funktion als [TITEL / POSITION] des Unternehmens [FIRMENNAME], erkläre Folgendes:

Häufiger Fehler: Keine Angabe der Bevollmächtigung oder Funktion — später kann das Unternehmen die Verbindlichkeit anzweifeln.

Unterzeichnung und Datierung

In einfacher Sprache: Das Dokument wird von der bevollmächtigten Person persönlich unterzeichnet und datiert, um rechtliche Gültigkeit zu erlangen.

Beispielformulierung
[UNTERSCHRIFT] [DRUCK-NAME] [TITEL] [DATUM]

Häufiger Fehler: Fehlende Originalsignatur oder fehlendes Datum — das Dokument hat keine Beweiskraft vor Gericht.

Bezugnahme auf den durchgeführten Suchbericht

In einfacher Sprache: Das Dokument verweist auf einen vorangegangenen Suchbericht oder eine Namensprüfung, die als Anlage beigefügt ist.

Beispielformulierung
Das diesem Dokument beigefügte Verzeichnis der Suchresultate bestätigt, dass eine umfassende Recherche durchgeführt wurde.

Häufiger Fehler: Kein konkreter Bezug zum Bericht — später ist unklar, auf welche Informationen sich die Übernahme bezieht.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensname eintragen

    Geben Sie den vollständigen offiziellen Namen Ihres Unternehmens ein. Verwenden Sie den Namen, wie er im Handelsregister oder bei der Behörde eingetragen ist.

    💡 Nutzen Sie den exakten Namen aus Ihrem Gründungsprotokoll oder Gesellschaftsvertrag.

  2. 2

    Vorgeschlagener Name und Sprachvarianten ausfüllen

    Tragen Sie den geplanten Firmennamen ein und geben Sie an, in welchen Sprachen dieser Name verwendet oder geschützt werden soll.

    💡 Falls der Name beispielsweise auch englisch oder französisch verwendet wird, listen Sie alle Varianten auf.

  3. 3

    Bundesland oder Registrierungsregion angeben

    Nennen Sie das Bundesland (z. B. Bayern, Nordrhein-Westfalen) oder das Land, in dem das Unternehmen registriert wird oder tätig ist.

    💡 Dies ist wichtig für die rechtliche Zuständigkeit und spätere Behördenkommunikation.

  4. 4

    Suchbericht anhängen und prüfen

    Fügen Sie den durchgeführten Suchbericht als Anlage bei. Prüfen Sie, ob dieser alle relevanten Namensvarianten und potenzielle Konflikte abdeckt.

    💡 Lesen Sie den Bericht sorgfältig durch und notieren Sie sich alle aufgezeigten Risiken.

  5. 5

    Bevollmächtigung und Position festlegen

    Tragen Sie die Funktion oder Position des Unterzeichners ein (z. B. Geschäftsführer, Gründer, Gesellschafter). Stellen Sie sicher, dass diese Person tatsächlich bevollmächtigt ist.

    💡 Verwenden Sie offizielle Titel aus dem Gründungsprotokoll oder der Satzung.

  6. 6

    Dokument sorgfältig lesen und unterzeichnen

    Lesen Sie die gesamte Erklärung durch. Verstellen Sie sicher, dass Sie die aufgezeigten Risiken vollständig verstehen und akzeptieren.

    💡 Konsultieren Sie bei Unsicherheiten einen Rechtsanwalt — Sie übernehmen mit der Unterschrift volle Haftung für diese Entscheidung.

  7. 7

    Unterzeichnen und datieren

    Unterzeichnen Sie das Dokument mit Ihrer vollständigen Unterschrift und tragen Sie das heutige Datum ein. Eine elektronische Unterschrift ist zulässig, eine handschriftliche Originalunterschrift ist jedoch empfohlen.

    💡 Bewahren Sie eine unterzeichnete Kopie sicher auf — Sie werden diese später für behördliche Verfahren benötigen.

  8. 8

    An zuständige Stellen übermitteln

    Reichen Sie das unterzeichnete Dokument zusammen mit dem Suchbericht bei der zuständigen Behörde (Handelsregister, Gewerbeanmeldung) ein oder legen Sie es den Unterlagen bei.

    💡 Fragen Sie die Behörde vorab, in welcher Form und bis wann dieses Dokument eingereicht werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Wer muss die Risikoübernahme unterzeichnen?

Die Risikoübernahme muss von einer Person unterzeichnet werden, die bevollmächtigt ist, im Namen des Unternehmens zu handeln — typischerweise der Geschäftsführer, ein Gründer oder ein Gesellschafter. Die Person muss zur Zeichnungsberechtigung des Unternehmens berechtigt sein, andernfalls ist das Dokument nicht bindend. Bei Zweifeln konsultieren Sie den Gesellschaftsvertrag oder die Geschäftsordnung, um die Zeichnungsberechtigung zu klären.

Kann ich die Risikoübernahme digital unterzeichnen?

Ja, die Risikoübernahme kann digital unterzeichnet werden, besonders mit einer qualifizierten elektronischen Signatur. Allerdings bevorzugen Behörden und Gerichte oft Originalunterschriften auf Papier. Wenn Sie digital unterzeichnen, empfiehlt es sich, eine beglaubigte Kopie anzufertigen. Fragen Sie die zuständige Behörde im Voraus, welche Form akzeptiert wird, um später Verzögerungen zu vermeiden.

Was passiert, wenn sich später herausstellt, dass der Name bereits geschützt ist?

Wenn der Name später als bereits geschützt erkannt wird, haften Sie für alle rechtlichen Folgen, da Sie die Risikoübernahme unterzeichnet haben. Das Unternehmen könnte zur Umbenennung gezwungen werden, oder es entstehen Schadensersatzforderungen. Der Suchbericht sollte solche Risiken bereits aufgezeigt haben — falls nicht, können Sie den Anbieter der Suchrecherche zur Verantwortung ziehen. Eine Rechtsberatung wird in diesem Fall dringend empfohlen.

Muss der Suchbericht beigefügt sein, oder reicht die Unterschrift?

Es ist dringend empfohlen, den Suchbericht als Anlage beizufügen. Die Unterschrift allein reicht nicht aus, um nachzuweisen, welche Informationen dem Unterzeichner tatsächlich vorlagen. Der Suchbericht dient als Beweis, dass eine gründliche Recherche stattgefunden hat und die aufgezeigten Risiken bekannt waren. Ohne Bericht können Behörden oder Gerichte die Risikoübernahme anzweifeln.

Wie lange bleibt die Risikoübernahme gültig?

Die Risikoübernahme gilt grundsätzlich dauerhaft für den Firmennamem und die darin dokumentierten Risiken. Sie müssen nicht wiederholt werden, solange sich die Namenssituation nicht wesentlich ändert. Falls Sie den Namen jedoch erweitern, überarbeiten oder neue Sprachvarianten hinzufügen, kann eine aktualisierte Risikoübernahme notwendig sein.

Kann das Unternehmen die Unterschrift später anfechten?

Theoretisch könnte das Unternehmen die Gültigkeit anfechten, wenn es nachweisen kann, dass die unterzeichnende Person nicht bevollmächtigt war oder unter Druck stand. In der Praxis ist dies schwierig, da eine schriftliche, datierte Unterschrift eine starke Vermutung für Gültigkeit darstellt. Um Anfechtungen zu vermeiden, dokumentieren Sie die Bevollmächtigung schriftlich (z. B. durch Auszug aus Geschäftsordnung oder Gesellschaftsvertrag).

Welche Kosten oder Haftungsrisiken gehe ich ein?

Mit der Unterzeichnung übernehmen Sie die Verantwortung dafür, dass Sie die aufgezeigten Risiken verstanden und akzeptiert haben. Sollte später ein Namenskonflikt entstehen, können Sie haftbar gemacht werden für Rechtsanwaltskosten, Bußgelder, Schadensersatz oder Kosten einer Umbenennung. Deshalb ist es wichtig, den Suchbericht sehr sorgfältig zu lesen und ggf. rechtliche Beratung zu suchen.

Was sollte ich tun, wenn der Suchbericht Probleme aufzeigt, die ich nicht verstehe?

Wenn der Bericht unklar ist oder kritische Punkte enthält, konsultieren Sie einen Rechtsanwalt, bevor Sie unterzeichnen. Ein Anwalt kann die Risiken in verständlicher Sprache erklären und Sie beraten, ob eine Namenswahl trotzdem vertretbar ist oder ob Alternativen besser sind. Diese Investition ist deutlich günstiger als später entstehende Rechtsstreitigkeiten oder Umbenennung.

Kann ich die Risikoübernahme nach Unterzeichnung widerrufen?

Ein Widerruf ist praktisch nicht möglich, da Sie eine Vereinbarung oder Erklärung unterzeichnet haben. Nur in sehr seltenen Fällen (Täuschung, Gewalt, rechtliche Unmöglichkeit) können Sie möglicherweise Einspruch erheben. Deshalb ist es entscheidend, vor der Unterzeichnung alle Fragen zu klären und sicherzustellen, dass Sie die Entscheidung tragen können.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Namensprüfungsbericht (ohne Risikoübernahme)

Ein Namensprüfungsbericht ist eine passive Dokumentation der Rechercheergebnisse. Die Risikoübernahme ist die aktive Bestätigung, dass Sie diese Ergebnisse zur Kenntnis genommen haben und die Verantwortung übernehmen. Der Bericht allein beweist nicht, dass Sie die Informationen tatsächlich gelesen oder verstanden haben — die Risikoübernahme bietet diese Sicherheit.

vs Rechtliche Stellungnahme eines Anwalts

Ein Anwalt gibt eine professionelle juristische Bewertung ab und empfiehlt, ob ein Name zulässig ist oder nicht. Die Risikoübernahme ist demgegenüber eine einfache schriftliche Bestätigung, dass Sie die Risiken kennen. Die Anwaltsstelle bietet mehr Sicherheit und Haftung, die Risikoübernahme ist aber kostengünstiger und ausreichend, wenn bereits eine Namensprüfung vorliegt.

vs Markeneintrag beim Markenamt

Ein Markenamt schützt Ihren Namen national oder international als Marke im Markenregister. Die Risikoübernahme dokumentiert nur, dass Sie Risiken akzeptieren — sie schützt den Namen nicht. Für vollständigen Namensschutz ist eine Markenanmeldung zusätzlich zur Risikoübernahme sinnvoll.

vs Gesellschaftsvertrag oder Gründungsprotokoll

Der Gesellschaftsvertrag regelt die interne Struktur und Regeln des Unternehmens; der Firmenname ist oft darin erwähnt, aber ohne explizite Risikoübernahme. Die Risikoübernahme ist ein separates Dokument, das speziell die Kenntnisnahme von Namensrisiken bestätigt und Behörden beim Gründungsverfahren vorgelegt wird.

Branchenspezifische Hinweise

Handwerksbetriebe

Handwerksmeister und Inhaber müssen neue Firmennamen bei der Handwerkskammer registrieren und die Risikoübernahme bei der Anmeldung beifügen.

Freiberufler und Einzelunternehmer

Freiberufler (Ärzte, Anwälte, Berater) müssen ihre Berufsbezeichnung geschützt dokumentieren und Risiken bei unzulässigen Namensabwandlungen berücksichtigen.

GmbHs und Kapitalgesellschaften

Kapitalgesellschaften müssen Risikoübernahme im Gründungsverfahren einreichen; der Geschäftsführer unterzeichnet stellvertretend für die Gesellschaft.

Einzelhandelsbetriebe und Filialen

Einzelhandelsgeschäfte mit mehreren Filialen oder Umbenennungen benötigen Risikoübernahmen für jeden neuen Namen je Region.

Startups und digitale Unternehmen

Startups müssen besonders vorsichtig mit Domainnamen und internationalen Namensabwandlungen sein; die Risikoübernahme dokumentiert die digitale Recherche.

Gemeinnützige und Vereine

Vereine und gemeinnützige Organisationen benötigen Risikoübernahmen, wenn sie neue Namen registrieren lassen oder fusionieren.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland wird die Risikoübernahme von Notaren häufig beglaubigt und zusammen mit dem Suchbericht dem Handelsregister vorgelegt. Das Dokument muss den Namen genau wie im Antrag wiedergeben und liegt in Deutsch vor. Rechtsgrundlage sind das HGB und die Handelsregistrierungsordnung.

In Österreich ist die Risikoübernahme bei der Firmenbuchanmeldung erforderlich. Notare in Österreich beglaubigen das Dokument häufig. Das Dokument muss dem österreichischen Gesellschaftsrecht (Gesellschaftsvertrag, Gründungsprotokoll) entsprechen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Fälle mit klarem Suchbericht und ohne erkannte Konflikte, schnelle Gründung, Budget begrenzt.€ 0–50 (Vorlage + ggf. notarielle Beglaubigung)1–2 Tage, sofort unterzeichnen.
Vorlage + RechtsprüfungDer Suchbericht zeigt potenzielle Konflikte auf, die interpretiert werden müssen; Sie möchten Sicherheit ohne volles Anwaltshonorar.€ 200–500 (Vorlage + Rechtsprüfung durch spezialisierte Kanzlei)3–5 Tage, Rücksprache mit Anwalt erforderlich.
MaßgeschneidertKomplexe Namen (international, mehrsprachig, ähnlich Konkurrenzmarken), Neugründung mit hohem Kapital, Haftungsminderung wichtig.€ 800–2.000+ (vollständiger Gründungsservice mit Anwalt)2–3 Wochen, umfassende Beratung und individuelle Dokumentation.

Glossar

Suchbericht
Dokumentation der Ergebnisse einer Namensrecherche, die potenzielle Konflikte mit bestehenden Marken oder Firmennamen aufzeigt.
Namenszulässigkeit
Prüfung, ob ein geplanter Unternehmensname rechtlich zulässig und nicht bereits geschützt ist.
Risikoübernahme
Schriftliche Bestätigung, dass eine Person über rechtliche oder administrative Risiken informiert wurde und diese bewusst akzeptiert.
Firmennamen
Offizielle Bezeichnung eines Unternehmens, unter der es rechtlich registriert und geschäftlich tätig ist.
Verwechslungsgefahr
Risiko, dass ein Firmenname dem eines bestehenden Unternehmens zu ähnlich ist und zu rechtlichen Konflikten führt.
Bundesland / Staat
Geografische Registrierungsregion, in der das Unternehmen angemeldet wird (Deutschland, Österreich, Schweiz).
Haftungsausschluss
Rechtliche Erklärung, dass die unterzeichnende Person die Verantwortung für die Namenswahl übernimmt.
Marke
Geschützter Name, Logo oder Slogan, der rechtlich im Markenregister eingetragen ist.

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