Vorstandsbeschluss Genehmigung der Festsetzung einer Dividende und eines Darlehens

Kostenloser Word-Download • Online bearbeiten • Mit Drive speichern und teilen • Als PDF exportieren

2 seiten20–25 min zum AusfüllenSchwierigkeit: StandardUnterschrift erforderlichRechtsprüfung empfohlen
Mehr erfahren ↓
FreiVorstandsbeschluss Genehmigung der Festsetzung einer Dividende und eines Darlehens

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss ist eine schriftliche Entscheidung des Vorstands einer Kapitalgesellschaft, die ein wichtiges Geschäftsvorhaben genehmigt. Diese Vorlage dokumentiert die Genehmigung einer Dividendenzahlung und eines Darlehens an den Alleinaktionär. Das Dokument kann als kostenloser Word-Download bearbeitet und unterzeichnet werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Vorstandsbeschluss, wenn Ihr Vorstand beschließt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten oder dem Alleinaktionär ein Darlehen zu gewähren. Der Beschluss dokumentiert die formale Genehmigung und schützt die Gesellschaft rechtlich.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält einen formalen Beschluss mit Angaben zum Unternehmen, zum Geschäftsjahr, zur festgesetzten Dividendensumme und zum Darlehensvereinbarung. Alle erforderlichen Unterzeichnungszeilen und Gültigkeitsbestimmungen sind enthalten.

Was ist ein Vorstandsbeschluss zur Dividende und zum Darlehen?

Ein Vorstandsbeschluss ist eine schriftliche Entscheidung des Vorstands einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG), die ein wesentliches Geschäftsvorhaben genehmigt. Diese spezielle Vorlage dokumentiert die Genehmigung zweier finanzwirksamer Maßnahmen: die Festsetzung und Auszahlung einer Dividende an die Aktionäre sowie die Gewährung eines Darlehens an den Alleinaktionär. Das Dokument ist ein kostenloser Word-Download, der sich einfach an Ihre Unternehmensdaten anpasst und sofort einsatzbereit ist.

Der Beschluss wird schriftlich von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet und ist damit ebenso gültig wie ein Beschluss, der in einer formalen Vorstandssitzung gefasst wird. Dies erspart Zeit und Verwaltungsaufwand, wahrte aber vollständige rechtliche Gültigkeit.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Dividendenzahlungen und Darlehensgewährungen an Gesellschafter müssen formal genehmigt und dokumentiert sein. Ohne einen schriftlichen Vorstandsbeschluss riskieren Sie mehrere Probleme: Zum einen können die Transaktionen rechtlich anfechtbar werden, besonders wenn später Streitigkeiten zwischen Vorstandsmitgliedern oder Gesellschaftern entstehen. Zum anderen entstehen Bilanzierungs- und Steuerprobleme — Finanzämter und Wirtschaftsprüfer erwarten dokumentierte Beschlüsse, um Gewinnverteilungen zu akzeptieren. Drittens kann fehlende formale Genehmigung zu persönlicher Haftung von Vorstandsmitgliedern führen.

Ein korrekt ausgefüllter und unterzeichneter Vorstandsbeschluss schützt Ihr Unternehmen und alle Beteiligten, indem er die Rechtmäßigkeit der Ausschüttung und des Darlehens dokumentiert und für Behörden, Steuerberater und ggf. Banken nachweisbar macht. Gleichzeitig gibt er Klarheit über die genauen Bedingungen (Dividendenhöhe, Auszahlungsdatum, Darlehensumfang), sodass Missverständnisse vermieden werden.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn Vorstand Dividendenzahlung und Darlehen gleichzeitig genehmigen willVorstandsbeschluss — Dividende und Darlehen
Wenn nur die Dividendenzahlung genehmigt werden sollVorstandsbeschluss — nur Dividende
Wenn nur das Darlehen an Aktionär genehmigt werden sollVorstandsbeschluss — nur Darlehen
Für einfache Beschlüsse ohne mehrere ThemenpunkteSchriftlicher Vorstandsbeschluss (einfach)
Wenn Genehmigung durch Gesellschafterversammlung erforderlich istGesellschafterversammlung — Genehmigung Dividende
Wenn Jahresabschluss und Dividendenbeschluss verbunden sindGeschäftsjahr-Abschluss mit Gewinnverteilung
Detaillierte vertragliche Regelung des DarlehensDarlehensvereinbarung mit Aktionär

Häufige Fehler vermeiden

❌ Nicht alle Vorstandsmitglieder unterzeichnen den Beschluss

Warum es wichtig ist: Der Beschluss kann für unwirksam befunden werden, was zu Haftungsrisiken und Steuernachzahlungen führt.

Fix: Stellen Sie sicher, dass jedes abstimmungsberechtigte Vorstandsmitglied das Dokument unterzeichnet.

❌ Dividende wird festgesetzt, ohne dass ausreichend Gewinne oder Rücklagen vorhanden sind

Warum es wichtig ist: Dies verstößt gegen das Kapitalschutzprinzip und kann zu Vorstandshaftung und Rückforderungen führen.

Fix: Prüfen Sie den Jahresabschluss und konsultieren Sie Ihren Steuerberater, um die Verfügbarkeit von Mitteln zu bestätigen.

❌ Verträge mit Gläubigern oder Behörden, die Dividendenzahlungen begrenzen, werden übersehen

Warum es wichtig ist: Verstöße gegen solche Klauseln können zu Vertragsstrafen, Kreditverletzungen oder behördlichen Sanktionen führen.

Fix: Überprüfen Sie systematisch alle relevanten Verträge (Kreditverträge, Gesellschaftervereinbarungen, behördliche Vorgaben) vor der Dividendenfestsetzung.

❌ Das Darlehen an den Alleinaktionär wird ohne schriftliche Vereinbarung gewährt

Warum es wichtig ist: Ohne klare Bedingungen (Zinssatz, Laufzeit, Rückzahlung) entstehen Streitigkeiten und Bilanzierungsfragen.

Fix: Erstellen Sie zusätzlich zu diesem Beschluss eine schriftliche Darlehensvereinbarung mit allen wesentlichen Bedingungen.

❌ Rückwirkende Geltung wird ohne explizite Zustimmung aller Beteiligten gewährt

Warum es wichtig ist: Rückwirkende Beschlüsse können als rechtswidrig angesehen werden, besonders wenn sie finanzielle Transaktionen betreffen.

Fix: Setzen Sie das Wirkungsdatum auf einen Termin nach der Beschlussfassung oder holen Sie ausdrückliche schriftliche Zustimmung für Rückwirkung ein.

❌ Geschäftsjahrendatum und Ausschüttungsdatum werden verwechselt

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Bilanzierungsfehlern und möglichen Steuernachzahlungen oder Strafen durch das Finanzamt.

Fix: Dokumentieren Sie beide Daten deutlich: Das Ende des Geschäftsjahres, auf das sich die Dividende bezieht, und das Datum der tatsächlichen Auszahlung.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Geltungsbereich und Rechtsgrundlage

In einfacher Sprache: Der Beschluss wird ordnungsgemäß verabschiedet und ist gültig, da er von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet wird.

Beispielformulierung
Die folgenden Beschlüsse, unterzeichnet von allen Vorstandsmitgliedern von [NAME DES UNTERNEHMENS], in Einklang mit Abschnitt [NUMMER] von [VERORDNUNG/GESETZ], werden hiermit mit Wirkung zum [DATUM] angenommen.

Häufiger Fehler: Nicht alle Vorstandsmitglieder unterzeichnen den Beschluss, was die Gültigkeit in Frage stellt.

Dividendenfestsetzung — Voraussetzungen

In einfacher Sprache: Es wird dokumentiert, dass eine Dividende an Aktionäre ausgezahlt werden soll und dass möglicherweise eine vertragliche Obergrenze für Gesamtdividenden pro Geschäftsjahr besteht.

Beispielformulierung
Es existiert eine Vereinbarung zwischen der Körperschaft und der Regierung von [LAND], jegliche Gesamtdividende der Körperschaft je Geschäftsjahr auf höchstens [PROZENT %] der Gewinne nach Steuern zu begrenzen.

Häufiger Fehler: Ignorieren von vertraglichen Begrenzungen der Dividendenzahlung, was zu rechtlichen Verletzungen führt.

Festsetzung der Abschlagsdividende

In einfacher Sprache: Der Vorstand bestimmt einen konkreten Betrag als Dividende pro Aktie basierend auf Gewinnen nach Steuern.

Beispielformulierung
ES WIRD BESCHLOSSEN: DASS eine Abschlagsdividende von [BETRAG] zum [DATUM] auf alle an jenem Tage im Umlauf befindlichen eingetragenen Aktien, bezogen auf Gewinne nach Steuern, für das zum [DATUM] endende Geschäftsjahr festgesetzt wird.

Häufiger Fehler: Festsetzung einer Dividende ohne Überprüfung, ob genügend Gewinne oder Rücklagen vorhanden sind.

Darlehen an Alleinaktionär — Rechtsgrundlage

In einfacher Sprache: Der Vorstand bestätigt, dass die Gesellschaft nach Gesetz berechtigt ist, dem Alleinaktionär ein Darlehen zu gewähren.

Beispielformulierung
In Einklang mit Abschnitt [BENENNEN] von [LAND, GESELLSCHAFTSVERTRAG] ist es einer Körperschaft gestattet, einer juristischen Person finanzielle Unterstützung in Form eines Darlehens zu gewähren, sofern die Körperschaft eine hundertprozentige Tochter dieser juristischen Person ist.

Häufiger Fehler: Gewährung eines Darlehens ohne Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit im geltenden Gesellschaftsrecht.

Verhältnis zwischen Körperschaft und Aktionär

In einfacher Sprache: Es wird bestätigt, dass die Gesellschaft eine hundertprozentige Tochter des Darlehensnehmers ist, was die Rechtmäßigkeit der Darlehensgewährung unterstützt.

Beispielformulierung
Die Körperschaft ist eine hundertprozentige Tochter von [NAME DES UNTERNEHMENS], dessen juristische Person.

Häufiger Fehler: Fehlende Dokumentation des Konzernanteils oder Missverständnis der Konzernstruktur.

Beschlussfassung und Wirksamkeit

In einfacher Sprache: Der Vorstandsbeschluss tritt zu einem bestimmten Datum in Kraft und ist bindend für alle Beteiligten.

Beispielformulierung
Die Beschlüsse werden hiermit mit Wirkung zum [DATUM] angenommen und sind sofort gültig.

Häufiger Fehler: Festsetzung eines Wirkungsdatums in der Zukunft, ohne dass die Voraussetzungen zu diesem Zeitpunkt erfüllt sind.

Unterzeichnung durch Vorstandsmitglieder

In einfacher Sprache: Alle abstimmungsberechtigten Vorstandsmitglieder müssen das Dokument unterzeichnen, um es gültig zu machen.

Beispielformulierung
Unterzeichnet von allen Vorstandsmitgliedern von [NAME DES UNTERNEHMENS] gemäß Abschnitt [NUMMER].

Häufiger Fehler: Unterschriften fehlen oder nicht alle Mitglieder unterzeichnen das Dokument.

Datumsangaben — Geschäftsjahr und Ausschüttung

In einfacher Sprache: Das Dokument enthält das Ende des Geschäftsjahres, auf das sich die Dividende bezieht, sowie das Datum der tatsächlichen Ausschüttung.

Beispielformulierung
Dividende für das zum [DATUM] endende Geschäftsjahr, Ausschüttung zum [DATUM].

Häufiger Fehler: Verwirrung zwischen Geschäftsjahrendatum und Ausschüttungsdatum, was zu Bilanzierungsproblemen führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensdaten eintragen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit dem vollständigen Namen der Kapitalgesellschaft. Verwenden Sie die offizielle Firma aus dem Handelsregister.

    💡 Kopieren Sie den Namen direkt aus Ihrem Handelsregisterauszug, um Fehler zu vermeiden.

  2. 2

    Verabschiedungsdatum festlegen

    Geben Sie das Datum an, an dem der Vorstand diesen Beschluss verabschiedet. Dies ist normalerweise der heutige Tag oder ein vereinbartes Datum.

    💡 Das Datum sollte vor der Ausschüttung oder dem Darlehen liegen.

  3. 3

    Rechtsgrundlage eintragen

    Geben Sie die zutreffende Regelung an (z. B. Abschnitt aus GmbH-Gesetz, Gesellschaftsvertrag, Statuten). Konsultieren Sie ggf. einen Anwalt für die exakte Norm.

    💡 Diese Information finden Sie in Ihrem Gesellschaftsvertrag oder bei Ihrem Steuerberater.

  4. 4

    Dividendenbetrag und -datum festlegen

    Tragen Sie den konkreten Betrag ein, der als Dividende pro Aktie gezahlt wird, sowie das Datum der Ausschüttung. Überprüfen Sie, dass genügend Gewinne vorhanden sind.

    💡 Koordinieren Sie mit Ihrer Buchhaltung, um sicherzustellen, dass die Dividende aus verfügbaren Mitteln bezahlt werden kann.

  5. 5

    Gewinnbegrenzungsklauseln berücksichtigen

    Falls eine vertragliche Obergrenze für Dividenden existiert (z. B. mit der Regierung), tragen Sie die maximale Prozentquote ein. Überprüfen Sie, dass Ihre Dividende diese nicht überschreitet.

    💡 Prüfen Sie Kreditverträge, Gesellschaftervereinbarungen und behördliche Vorgaben auf Begrenzungen.

  6. 6

    Darlehen an Aktionär dokumentieren

    Tragen Sie die Namen der beteiligten Parteien (Körperschaft und Alleinaktionär) ein und bestätigen Sie das Konzernverhältnis (100-%-Tochter). Erwähnen Sie die Rechtsgrundlage.

    💡 Ein reines Darlehen sollte separat vertraglich geregelt werden; dieser Beschluss ist die Genehmigung durch den Vorstand.

  7. 7

    Alle Vorstandsmitglieder unterzeichnen

    Drucken Sie das Dokument aus und lassen Sie es von jedem Vorstandsmitglied unterzeichnen, das abstimmungsberechtigt ist. Alle müssen unterzeichnen, nicht nur der Vorsitzende.

    💡 Bewahren Sie das Original im Archiv auf und versenden Sie beglaubigte Kopien an Steuerberater und ggf. Banken.

  8. 8

    Datum und Effektivität prüfen

    Stellen Sie sicher, dass der Beschluss ordnungsgemäß datiert ist und zum richtigen Zeitpunkt wirksam wird (z. B. nicht rückwirkend ohne Zustimmung aller Beteiligten).

    💡 Die Wirksamkeit sollte normalerweise auf das Unterzeichnungsdatum oder ein kurz danach liegendes Datum festgelegt werden.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein schriftlicher Vorstandsbeschluss ohne Sitzung gültig?

Ja, nach deutschem und österreichischem Recht ist ein schriftlicher Vorstandsbeschluss, der von allen abstimmungsberechtigten Vorstandsmitgliedern unterzeichnet wird, ebenso gültig wie ein Beschluss, der in einer Sitzung gefasst wird. Dies ist im GmbH-Gesetz und in den Gesellschaftsverträgen vorgesehen. Allerdings müssen wirklich alle Mitglieder unterschreiben, nicht nur ein Teil.

Wie hoch darf die Dividende sein?

Die Dividende darf nicht höher sein als der verfügbare Gewinn oder Rücklagen. Zusätzlich können gesetzliche Mindestquoten (z. B. Rücklage) oder vertragliche Begrenzungen gelten. Sie müssen die aktuellen Bilanzzahlen prüfen und Ihren Steuerberater konsultieren, um sicherzustellen, dass die Dividende aus dem verfügbaren Eigenkapital bezahlt werden kann.

Was ist der Unterschied zwischen einer Abschlagsdividende und einer Gesamtdividende?

Eine Abschlagsdividende ist eine Vorauszahlung, die der Vorstand direkt beschließen kann, ohne Gesellschafterversammlung abwarten zu müssen. Eine Gesamtdividende wird nach dem endgültigen Jahresabschluss festgesetzt, oft durch Gesellschafterversammlung. Häufig wird zuerst eine Abschlag gezahlt, dann später eine Nachzahlung, um insgesamt die Gesamtdividende zu erreichen.

Muss ein Darlehen an den Alleinaktionär separat vertraglich geregelt werden?

Der Vorstandsbeschluss genehmigt das Darlehen und dokumentiert die Berechtigung. Allerdings sollte zusätzlich eine schriftliche Darlehensvereinbarung mit allen wesentlichen Bedingungen (Zinssatz, Laufzeit, Rückzahlungsplan, Sicherheiten) abgeschlossen werden. Dies schützt beide Parteien und ist für Bilanzierung und Steuern notwendig.

Welche Frist gibt es zwischen Vorstandsbeschluss und Auszahlung?

Es gibt keine gesetzliche Mindestfrist, aber praktisch sollten zwischen Beschlussfassung und Auszahlung einige Tage liegen, um die Mitteilungspflichten zu erfüllen (z. B. an Gläubiger, Betriebsrat). Der Beschluss kann mit sofortiger Wirkung oder zu einem späteren Datum in Kraft treten, solange dies klar dokumentiert ist.

Muss die Gesellschafterversammlung dem Vorstandsbeschluss zustimmen?

Bei einer Abschlagsdividende durch Vorstandsbeschluss ist normalerweise keine Zustimmung der Gesellschafterversammlung erforderlich, da der Vorstand dazu ermächtigt ist. Bei einer Gesamtdividende ist in der Regel die Zustimmung der Gesellschafterversammlung notwendig. Überprüfen Sie Ihren Gesellschaftsvertrag, um die genauen Kompetenzen zu klären.

Was passiert, wenn nicht alle Vorstandsmitglieder unterschreiben?

Der Beschluss kann für unwirksam befunden werden. Rechtlich sind alle abstimmungsberechtigten Vorstandsmitglieder erforderlich. Falls ein Mitglied nicht erreichbar oder nicht zustimmungsfähig ist, muss dies geklärt werden (z. B. durch Abtritt von Stimmrechten oder Anfechtung der Vertretung). Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Schwierigkeiten bei Unterschriften entstehen.

Kann ein Vorstandsbeschluss rückwirkend verabschiedet werden?

Rückwirkende Beschlüsse sind rechtlich problematisch, besonders bei Geldflüssen. Sie erfordern explizite Zustimmung aller Beteiligten und können anfechtbar sein. Best Practice ist, den Beschluss zeitnah, spätestens wenige Tage nach der beabsichtigten Wirksamkeit zu fassen und zu unterzeichnen.

Wie wird das Darlehen bilanziert und besteuert?

Das Darlehen wird in der Bilanz als Verbindlichkeit der Gesellschaft (bzw. Forderung des Aktionärs) ausgewiesen. Zinseinnahmen oder -ausgaben werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die genaue Behandlung hängt von den Darlehensbedingungen ab. Konsultieren Sie Ihren Steuerberater für die korrekte Bilanzierung und Steuerbehandlung.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschafterversammlung — Genehmigung Dividende

Ein Vorstandsbeschluss wird vom Vorstand allein beschlossen, während eine Gesellschafterversammlung die Genehmigung durch die Gesellschafter erfordert. Der Vorstandsbeschluss für eine Abschlagsdividende ist schneller und benötigt keine aufwendige Versammlung. Eine Gesamtdividende oder wesentliche Entscheidungen erfordern jedoch oft die Zustimmung der Gesellschafterversammlung. Nutzen Sie den Vorstandsbeschluss für operative Entscheidungen im Rahmen der Vorstandskompetenz, und die Gesellschafterversammlung für grundlegende Beschlüsse.

vs Darlehensvertrag mit Aktionär

Dieser Vorstandsbeschluss ist die Genehmigung und Dokumentation des Darlehens durch den Vorstand. Ein separater Darlehensvertrag regelt die konkreten Bedingungen (Zinssatz, Laufzeit, Rückzahlung). Der Beschluss allein ist nicht ausreichend — Sie benötigen beides: erst die Genehmigung durch den Vorstand (dieser Beschluss), dann den detaillierten Vertrag mit allen Konditionen.

vs Geschäftsjahr-Abschluss mit Gewinnverteilung

Der Geschäftsjahrabschluss dokumentiert die Gewinne des Unternehmens und ist die Grundlage für die Gewinnverteilung. Ein Vorstandsbeschluss zur Dividende ist die formale Genehmigung der Auszahlung aus diesen Gewinnen. Sie benötigen zuerst einen geprüften Jahresabschluss, dann können Sie auf dieser Basis den Vorstandsbeschluss zur Dividende fassen.

vs Schriftlicher Vorstandsbeschluss (einfach)

Diese Vorlage ist spezialisiert auf die Genehmigung von Dividende und Darlehen mit allen erforderlichen rechtlichen Bedingungen. Ein einfacher schriftlicher Vorstandsbeschluss ist für weniger komplexe Entscheidungen (z. B. Anstellung eines Mitarbeiters) geeignet. Verwenden Sie diese detaillierte Vorlage für Finanzentscheidungen mit rechtlichen Auswirkungen.

Branchenspezifische Hinweise

Kleine und mittlere Unternehmungen (KMU)

GmbHs und AGs mit wenigen Gesellschaftern nutzen Vorstandsbeschlüsse routinemäßig zur Genehmigung von Gewinnauszahlungen und internen Finanzierungen.

Familienunternehmen

Strukturen mit Alleinaktionär oder wenigen Gesellschaftern, die Gewinne ausschütten und gleichzeitig Betriebsmittel durch Darlehen bereitstellen.

Mittelständische Industrie und Fertigung

Kapitalgesellschaften mit Reinvestitionsanforderungen und Gewinnausschüttungen an Eigentümer müssen regelmäßig formale Beschlüsse fassen.

Handel und Dienstleistungen

Betriebe mit stabilen Gewinnen und Alleinaktionären benötigen strukturierte Genehmigungsprozesse für Dividenden und Gesellschafter-Darlehen.

Konzerngesellschaften und Töchter

Hundertprozentige Töchter von übergeordneten Unternehmen regeln Darlehensgewährung und Gewinnabführung durch schriftliche Vorstandsbeschlüsse.

Freiberufliche Kapitalgesellschaften

Arztpraxen, Anwaltskanzleien und Unternehmensberatungen als GmbH formalisieren Gewinnauszahlungen durch Vorstandsbeschlüsse.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland regeln das GmbH-Gesetz (GmbHG) und das Aktiengesetz (AktG) die Geltung schriftlicher Vorstandsbeschlüsse. Ein Beschluss ist gültig, wenn er von allen abstimmungsberechtigten Vorstandsmitgliedern unterzeichnet wird. Dividendenzahlungen müssen aus verfügbarem Eigenkapital (Gewinne, Rücklagen) erfolgen und das Kapitalschutzprinzip wahren.

Österreichisches Recht (GmbH-Gesetz, Aktiengesetz) erlaubt ebenfalls schriftliche Vorstandsbeschlüsse ohne Sitzung, wenn alle Mitglieder zustimmen. Dividendenbeschränkungen ergeben sich aus dem Gesetz und aus Gesellschaftsverträgen. Konsultieren Sie österreichische Steuerberater zur korrekten Besteuerung.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenGmbH oder AG mit klarer Struktur (Alleinaktionär oder wenige Gesellschafter), unbeteiliger Vorstand, keine Fremdkapitalquoten oder Kreditverträge mit Restriktionen.€0–50 (nur Vorlagenkosten)1–2 Stunden zum Ausfüllen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungUnternehmen mit mehreren Vorstandsmitgliedern oder Gesellschaftern, bei denen Uneinigkeit möglich ist; Darlehen mit unklaren Bedingungen; vertragliche Beschränkungen der Dividendenzahlung müssen überprüft werden.€200–500 (Vorlage + Steuerberater oder Rechtsanwalt für Prüfung)3–5 Tage (einschließlich Prüfungszeit)
MaßgeschneidertKomplexe Konzernstrukturen, mehrschichtige Gesellschafterverträge, behördliche Genehmigungen erforderlich, sehr hohe Dividenden oder Darlehen, internationale Verflechtungen.€800–2000+ (Anwaltskanzlei für maßgeschneiderten Entwurf)1–3 Wochen (Beratung, Entwurf, Besprechung, Finalisierung)

Glossar

Vorstandsbeschluss
Formale Entscheidung des Vorstands einer Kapitalgesellschaft, die schriftlich dokumentiert und von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet wird.
Dividende
Ausschüttung des Gewinns einer Kapitalgesellschaft an ihre Aktionäre oder Gesellschafter.
Alleinaktionär
Einzelne juristische oder natürliche Person, die alle Anteile einer Kapitalgesellschaft hält.
Darlehen
Fremdkapital, das die Gesellschaft einem Aktionär zur Verfügung stellt; muss rechtlich dokumentiert sein.
Geschäftsjahr
Zeitraum, für den die Gesellschaft ihre Gewinne und Verluste bilanziert, üblicherweise 12 Monate.
Körperschaft
Juristische Person, insbesondere Kapitalgesellschaft wie GmbH oder AG.
Gewinn nach Steuern
Unternehmensgewinn nach Abzug aller Steuern und Abgaben.
Schriftlicher Beschluss
Vorstandsentscheidung, die ohne Vorstandssitzung schriftlich getroffen und unterzeichnet wird.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ Geschäfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • Lückenfüller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf über 3,000+ geschäftliche und rechtliche Vorlagen für jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und füllen Sie die Lücken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte Geschäftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum für nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle für Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

Führen Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von über 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr Geschäft zu strukturieren, zu führen und auszubauen.

Für immer kostenloser Plan · Keine Kreditkarte erforderlich