Vorstandsbeschluss Bestellung eines Rechnungsprüfers

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FreiVorstandsbeschluss Bestellung eines Rechnungsprüfers

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss zur Bestellung eines Rechnungsprüfers ist ein formales Dokument, das dokumentiert, dass der Vorstand beschlossen hat, einen qualifizierten Rechnungsprüfer oder Wirtschaftsprüfer zur Überprüfung der Jahresrechnung einzustellen. Es ist ein kostenloser Word-Download, den Sie sofort anpassen und unterzeichnen können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Beschluss, wenn Ihre GmbH oder AG eine Rechnungsprüfung durchführen muss oder will — typischerweise am Ende eines Geschäftsjahres oder wenn gesetzliche Anforderungen (Größe des Unternehmens, Anzahl der Gesellschafter) eine Prüfung vorschreiben. Der Beschluss dokumentiert die offizielle Bestellung des Prüfers.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält die Angabe des Unternehmens, das Datum der Beschlussfassung und die Bestellung des Rechnungsprüfers mit seinen wesentlichen Details. Es dient als rechtsverbindliches Dokument und wird in den Unterlagen des Unternehmens archiviert.

Was ist ein Vorstandsbeschluss Bestellung eines Rechnungsprüfers?

Ein Vorstandsbeschluss zur Bestellung eines Rechnungsprüfers ist ein formales Dokument, das dokumentiert, dass der Vorstand oder die Geschäftsführung beschlossen hat, einen unabhängigen Rechnungsprüfer oder Wirtschaftsprüfer mit der Überprüfung der Jahresrechnung zu beauftragen. Das Dokument enthält die Identität des Unternehmens, das genaue Datum des Beschlusses, den Namen und die Adresse des beauftragten Prüfers, das zu prüfende Geschäftsjahr sowie den Umfang der Prüfung. Es ist ein kostenloses Word-Download, das Sie sofort anpassen, unterzeichnen und in Ihren Unternehmensunterlagen archivieren können. Der unterzeichnete Beschluss dient als rechtsverbindliches Dokument und wird an den Prüfer übermittelt, um sein Mandat zu bestätigen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein ordnungsgemäßer Vorstandsbeschluss schützt Ihr Unternehmen vor rechtlichen Anfechtungen und stellt sicher, dass die Bestellung des Prüfers dokumentiert und nachverfolgbar ist. Ohne einen schriftlichen Beschluss können Zweifel an der Legitimität der Prüfung entstehen oder der Prüfer kann seinen Auftrag anzweifeln. Für größere Unternehmen (AGs, große GmbHs) ist eine ordnungsgemäße Bestellung oft gesetzlich vorgeschrieben. Der Beschluss dokumentiert auch die Erfüllung Ihrer Governance-Pflichten gegenüber Gesellschaftern, Banken und Behörden. Mit dieser Vorlage sparen Sie Zeit und reduzieren das Risiko von formalen Fehlern, die zu Verzögerungen bei der Prüfung oder zu Streitigkeiten führen könnten.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn der Prüfer zusätzliche Aufträge erhältBestellung mit Prüfauftrag
Wenn Gebühren im Beschluss festgehalten werden sollenBestellung mit Gebührenfestlegung
Wenn derselbe Prüfer für mehrere Jahre bestellt wirdBestellung für mehrjährige Mandate
Wenn zusätzliche spezielle Prüfungen gefordert sindBestellung mit Sonderprüfaufträgen
Wenn Gesellschafter einen bestimmten Prüfer fordernBestellung auf Wunsch der Aktionäre

Häufige Fehler vermeiden

❌ Ungenaue oder unvollständige Unternehmensbezeichnung

Warum es wichtig ist: Dies kann dazu führen, dass der Beschluss angefochten wird oder rechtlich nicht durchsetzbar ist.

Fix: Verwenden Sie die exakte Unternehmensbezeichnung aus dem Handelsregister und geben Sie die Handelsregisternummer an.

❌ Fehlende oder falsche Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ein Beschluss ohne ordnungsgemäße Unterschriften ist nicht rechtsgültig.

Fix: Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Personen den Beschluss mit Vollmacht unterzeichnen.

❌ Vage Angabe des Prüfers oder fehlende Kontaktdaten

Warum es wichtig ist: Der Prüfer kann nicht identifiziert werden, und Abgrenzungen sind unklar.

Fix: Tragen Sie den vollständigen Namen, die Adresse und idealerweise die Registrierungsnummer des Prüfers ein.

❌ Unklarheit über den Prüfzeitraum

Warum es wichtig ist: Es entstehen Verwirrung über die Prüfpflichten und mögliche Lücken in der Abdeckung.

Fix: Legen Sie genau fest, welches Geschäftsjahr geprüft wird (z. B. von 01.01.2024 bis 31.12.2024).

❌ Keine klare Definition des Prüfumfangs

Warum es wichtig ist: Der Prüfer und das Unternehmen können unterschiedliche Erwartungen haben, was zu Konflikten führt.

Fix: Beschreiben Sie deutlich, welche Standards gelten (z. B. Deutsches Rechnungslegungsgesetz, HGB) und welche Prüfungshandlungen durchgeführt werden.

❌ Beschluss wird nicht an den Prüfer mitgeteilt

Warum es wichtig ist: Der Prüfer hat keine schriftliche Bestätigung seiner Bestellung und kann Verzögerungen geben.

Fix: Senden Sie dem Prüfer unmittelbar nach Beschlussfassung eine unterzeichnete Kopie und bestätigen Sie per E-Mail.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Identität des Unternehmens

In einfacher Sprache: Eindeutige Bezeichnung des Unternehmens, das den Beschluss fasst.

Beispielformulierung
Die Gesellschaft [NAME IHRES UNTERNEHMENS], registriert unter [Handelsregisternummer], mit Sitz in [ORT, ADRESSE], fasst hiermit folgenden Beschluss:

Häufiger Fehler: Ungenaue oder falsche Unternehmensbezeichnung führt zu Ungültigkeit des Beschlusses.

Datum der Beschlussfassung

In einfacher Sprache: Das genaue Datum, an dem der Vorstand oder die Gesellschafterversammlung den Beschluss gefasst hat.

Beispielformulierung
Beschlossen am [DATUM] in ordnungsgemäßer Sitzung.

Häufiger Fehler: Wenn das Datum fehlt oder falsch ist, kann die Rechtsgültigkeit angefochten werden.

Name des Rechnungsprüfers

In einfacher Sprache: Der vollständige Name und die Adresse des beauftragten Prüfers oder der Prüfgesellschaft.

Beispielformulierung
Bestellung des Rechnungsprüfers [NAME DES PRÜFERS], [ADRESSE], zur Durchführung der Prüfung für das Geschäftsjahr [JAHR].

Häufiger Fehler: Vage Angaben ohne vollständige Kontaktdaten können zu Verwechslungen führen.

Zeitraum der Prüfung

In einfacher Sprache: Das Geschäftsjahr oder der Zeitraum, für den der Prüfer tätig wird.

Beispielformulierung
Der Prüfer ist beauftragt, die Bücher und Geschäftsvorgänge für das Geschäftsjahr [VON–BIS] zu prüfen.

Häufiger Fehler: Wenn der Zeitraum nicht klar definiert ist, kann Unklarheit über den Prüfumfang entstehen.

Prüfumfang

In einfacher Sprache: Die Art und der Umfang der Rechnungsprüfung (Standard, erweitert, begrenzt).

Beispielformulierung
Die Prüfung umfasst die Prüfung der Jahresrechnung gemäß [ANWENDBARE STANDARDS/RICHTLINIEN].

Häufiger Fehler: Ein zu vage definierter Prüfumfang führt zu Missverständnissen zwischen Prüfer und Unternehmen.

Unabhängigkeit und Befähigung

In einfacher Sprache: Bestätigung, dass der Prüfer unabhängig und sachkundig ist.

Beispielformulierung
Der Prüfer bestätigt seine Unabhängigkeit und seine Befähigung zur Durchführung der Rechnungsprüfung.

Häufiger Fehler: Wenn Interessenskonflikte nicht geprüft werden, kann die Gültigkeit der Prüfung in Frage gestellt werden.

Gebührenvereinbarung

In einfacher Sprache: Die Kosten oder das Gebührenmodell für die Prüfungsleistungen (falls im Beschluss festgehalten).

Beispielformulierung
Prüfgebühren in Höhe von [BETRAG ODER BESCHREIBUNG] oder nach Vereinbarung.

Häufiger Fehler: Fehlende oder vage Gebührenabsprachen führen zu Unstimmigkeiten bei der Rechnungsstellung.

Unterzeichnung durch bevollmächtigte Personen

In einfacher Sprache: Unterschriften der Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder oder Gesellschafter, die den Beschluss autorisieren.

Beispielformulierung
[TITEL, NAME] für die Geschäftsführung/den Vorstand, [ORT], [DATUM], Unterschrift.

Häufiger Fehler: Wenn nicht die richtigen Personen unterschreiben oder Unterschriften fehlen, kann der Beschluss angefochten werden.

Gültigkeitsdauer

In einfacher Sprache: Zeitraum, für den der Prüfer beauftragt wird (oft ein Jahr, erneuerbar).

Beispielformulierung
Die Bestellung gilt für das Geschäftsjahr [JAHR] und kann jährlich erneuert werden.

Häufiger Fehler: Wenn nicht klar ist, ob die Bestellung einmalig oder wiederholbar ist, entstehen Verwaltungsprobleme.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensangaben eintragen

    Geben Sie den exakten Namen Ihres Unternehmens, die Handelsregisternummer und die Adresse ein. Diese müssen mit den offiziellen Unternehmensunterlagen übereinstimmen.

    💡 Kopieren Sie die Daten direkt aus Ihrem Handelsregisterauszug, um Fehler zu vermeiden.

  2. 2

    Beschlussdatum festlegen

    Tragen Sie das genaue Datum ein, an dem der Vorstand oder die Gesellschaft den Beschluss gefasst hat. Dies sollte dem Sitzungsdatum entsprechen.

    💡 Verwenden Sie das Format TT.MM.JJJJ (z. B. 15.05.2024).

  3. 3

    Rechnungsprüfer benennen

    Geben Sie den vollständigen Namen, die Berufsbezeichnung und die Adresse des Rechnungsprüfers oder der Prüfgesellschaft an.

    💡 Stellen Sie sicher, dass der Prüfer berechtigt ist und keine Interessenskonflikte hat.

  4. 4

    Geschäftsjahr und Prüfzeitraum definieren

    Schreiben Sie das Geschäftsjahr auf, für das die Prüfung durchgeführt wird (z. B. 01.01.2024 bis 31.12.2024).

    💡 Dies sollte mit Ihrem tatsächlichen Rechnungsjahr übereinstimmen.

  5. 5

    Prüfumfang beschreiben

    Legen Sie fest, welche Art von Prüfung durchgeführt wird (Standard-Rechnungsprüfung, erweiterte Prüfung, etc.) und geben Sie anwendbare Standards an.

    💡 Für kleinere GmbHs ist oft eine einfache Rechnungsprüfung ausreichend; größere Unternehmen benötigen möglicherweise eine Wirtschaftsprüfung.

  6. 6

    Gebühren vereinbaren

    Falls zutreffend, geben Sie die Prüfgebühren an oder vermerken Sie, dass diese nach Vereinbarung festgelegt werden.

    💡 Es ist üblich, die genauen Gebühren erst nach Absprache mit dem Prüfer festzuhalten.

  7. 7

    Unterschriften anbringen

    Die Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder oder bevollmächtigte Vertreter unterzeichnen den Beschluss handschriftlich oder digital.

    💡 Alle unterschreibenden Personen sollten die Befugnis haben, den Beschluss zu autorisieren.

  8. 8

    Archivieren und verteilen

    Speichern Sie das unterzeichnete Original in Ihren Unternehmensunterlagen und senden Sie eine Kopie an den Prüfer.

    💡 Geben Sie eine Kopie auch Ihrem Steuerberater oder Rechtsanwalt für die Unterlagen.

Häufig gestellte Fragen

Wer muss den Vorstandsbeschluss unterzeichnen?

In einer GmbH unterzeichnen die Geschäftsführer, in einer AG die Vorstandsmitglieder. Bei einer Personalgesellschaft (OHG, KG) können die persönlich haftenden Gesellschafter unterzeichnen. Es ist wichtig, dass nur Personen unterschreiben, die befugt sind, den Beschluss zu autorisieren. Prüfen Sie die Satzung oder das Gesellschaftsabkommen für die genauen Unterschriftsregeln.

Kann ich selbst entscheiden, wer der Rechnungsprüfer sein soll?

Ja, normalerweise können Sie einen Rechnungsprüfer frei wählen, solange dieser unabhängig und sachkundig ist und keine Interessenskonflikte hat. Allerdings darf ein Prüfer sich selbst nicht prüfen (z. B. wenn ein Vorstandsmitglied Prüfer ist). In manchen Fällen können Gesellschafter die Wahl des Prüfers beeinflussen oder vorgeben.

Ist ein Rechnungsprüfer gesetzlich erforderlich?

Für kleine GmbHs (unter bestimmten Schwellwerten) ist eine Rechnungsprüfung oft optional. Allerdings verlangen größere Unternehmen, Banken oder Geschäftspartner häufig eine Prüfung. AGs müssen in der Regel einen Abschlussprüfer (Wirtschaftsprüfer) bestellen. Prüfen Sie die Größenmerkmale Ihres Unternehmens (Umsatz, Bilanz, Mitarbeiterzahl) und konsultieren Sie Ihren Steuerberater.

Wie lange ist der Beschluss gültig?

Der Beschluss ist üblicherweise für das benannte Geschäftsjahr gültig. Wenn Sie denselben Prüfer für das nächste Jahr behalten möchten, müssen Sie einen neuen Beschluss fassen. Eine dauerhafte Beauftragung ist möglich, muss aber ausdrücklich festgelegt werden. Konsultieren Sie Ihren Anwalt, wenn Sie mehrjährige Mandate einführen möchten.

Was ist der Unterschied zwischen Rechnungsprüfer und Wirtschaftsprüfer?

Ein Rechnungsprüfer ist ein allgemeiner Begriff für jemanden, der eine Jahresrechnung prüft. Ein Wirtschaftsprüfer (WP) ist ein staatlich anerkannter und registrierter Fachmann mit erweiterten Befugnissen und Anforderungen. AGs müssen einen Wirtschaftsprüfer bestellen, GmbHs können oft mit einem weniger qualifizierten Rechnungsprüfer arbeiten. Der Unterschied wirkt sich auf die Tiefe und Glaubwürdigkeit der Prüfung aus.

Muss die Prüfung vor einem bestimmten Datum abgeschlossen sein?

Ja, in der Regel muss die Prüfung bis zur Genehmigung der Jahresrechnung in der Gesellschafterversammlung oder Hauptversammlung abgeschlossen sein. Der genaue Stichtag hängt von Ihrer Satzung und den gesetzlichen Vorgaben ab. Bei AGs ist dies oft vier Monate nach Geschäftsjahresende (für Banken früher). Koordinieren Sie mit Ihrem Prüfer, um Fristen einzuhalten.

Kann ich den Beschluss digital unterschreiben?

Ja, digitale Unterschriften (qualifizierte elektronische Signaturen nach eIDAS) sind rechtlich gültig. Sie können auch ein Beschlussdokument mit digitaler Unterschrift unterzeichnen und per E-Mail versenden. Allerdings ist es ratsam, das Original oder eine beglaubigte Kopie aufzubewahren. Manche Banken oder Behörden akzeptieren nur beglaubigte oder handschriftlich unterzeichnete Dokumente — fragen Sie im Zweifelsfall nach.

Was passiert, wenn der Prüfer Mängel in der Rechnung findet?

Der Prüfer erstellt einen Prüfbericht (Prüfungsurteil), der Einschränkungen oder Versagungen der Anerkennung enthält. Diese werden in der Jahresrechnung offengelegt. Je nach Schwere können Sie mit dem Prüfer Korrektionen abstimmen oder den Jahresabschluss entsprechend anpassen. Konsultieren Sie Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt, wenn erhebliche Probleme auftreten.

Kann ich den Prüfer wechseln, nachdem der Beschluss gefasst wurde?

Ja, Sie können den Prüfer wechseln, aber dies erfordert in der Regel einen neuen Beschluss und eine schriftliche Mitteilung an den bisherigen Prüfer. Achten Sie auf Kündigungsfristen oder Vertragsklauseln. Ein Wechsel sollte begründet sein und rechtzeitig erfolgen, um Verzögerungen bei der Prüfung zu vermeiden.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Internen Audit-Bericht

Ein interner Audit-Bericht wird von Ihren eigenen Mitarbeitern erstellt und dient der Kontrolle. Ein Rechnungsprüfer ist unabhängig, extern und liefert eine dritte Meinung für Stakeholder. Der Rechnungsprüfer ist oft gesetzlich vorgeschrieben, während ein interner Audit freiwillig ist. Für Glaubwürdigkeit gegenüber Banken und Investoren ist ein unabhängiger Prüfer wertvoll.

vs Steuererklärung oder Steuerbericht

Eine Steuererklärung konzentriert sich auf die Berechnung Ihrer Steuern gemäß Finanzamt-Vorschriften. Eine Rechnungsprüfung überprüft die Richtigkeit und Vollständigkeit Ihrer gesamten Jahresrechnung. Ein Rechnungsprüfer kann auch Steuerberatung geben, aber sein Hauptzweck ist die Validierung der Abschlussqualität. Beide sind wichtig, dienen aber unterschiedlichen Zwecken.

vs Management-Audit oder Unternehmensberatung

Ein Management-Audit prüft die Effizienz und Wirksamkeit von Prozessen und Entscheidungen. Ein Rechnungsprüfer konzentriert sich auf die finanzielle Richtigkeit. Management-Audits sind beratend und optional; Rechnungsprüfungen sind oft gesetzlich erforderlich. Sie können beide durchführen, um ein vollständiges Bild Ihres Unternehmens zu erhalten.

vs Compliance-Audit oder Regulatorischer Audit

Ein Compliance-Audit prüft, ob Sie Gesetze und Vorschriften einhalten. Ein Rechnungsprüfer prüft hauptsächlich die Korrektheit der Jahresrechnung. Bei bestimmten Industrien (z. B. Banken, Versicherungen) können Rechnungsprüfungen Compliance-Elemente enthalten. Compliance-Audits sind oft behördlich vorgeschrieben und spezifischer als allgemeine Rechnungsprüfungen.

Branchenspezifische Hinweise

Handel und Einzelhandel

Prüfungen sind wichtig, um Lagerbestände, Kassenvorgänge und Kundenguthaben zu validieren.

Finanzdienstleistungen und Versicherungen

Banken und Versicherungen unterliegen strengeren Prüfungsanforderungen und müssen Wirtschaftsprüfer bestellen.

Gesundheitswesen und Apotheken

Apotheken und medizinische Einrichtungen müssen regelmäßig geprüft werden, um Compliance mit Behörden zu gewährleisten.

Manufaktur und Handwerk

Handwerksbetriebe nutzen Rechnungsprüfungen, um die Wirtschaftlichkeit zu überwachen.

Gemeinnützige und Nonprofit-Organisationen

Stiftungen und Vereine müssen oft eine Rechnungsprüfung durchführen, um Transparenz gegenüber Förderer und Behörden zu demonstrieren.

Immobilienunternehmen und Makler

Immobilienfirmen mit mehreren Transaktionen und Immobilienportfolios profitieren von regelmäßigen Prüfungen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland regelt das HGB (Handelsgesetzbuch) und die GmbH-Verordnung die Pflicht zu Rechnungsprüfungen. Der Beschluss muss den Satzungs- und Gesellschaftsabkommen-Anforderungen entsprechen. Konsultieren Sie einen Anwalt für größere Unternehmen oder komplexe Strukturen.

Österreich folgt ähnlichen Regeln wie Deutschland (UGB — Unternehmensgesetzbuch). GmbHs und AGs müssen ähnliche Voraussetzungen erfüllen. Die Schwellwerte für Prüfungspflichten können leicht unterschiedlich sein — prüfen Sie mit einem österreichischen Berater.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenRoutine-Beschlüsse in etablierten Unternehmen mit klarer Governance; Prüfer steht bereits fest.0–50 EUR (Vorlage)30–60 Minuten
Vorlage + RechtsprüfungErste Bestellung eines Rechnungsprüfers; Klärung von Interessenskonflikten oder ungewöhnliche Umstände.200–500 EUR (Anwaltsprüfung)2–5 Tage
MaßgeschneidertGroße AG mit komplexer Struktur; Multi-Prüfer-Mandatsausschreibung; Zweifel an Gültigkeit oder Verfahren.500–2.000 EUR (Anwaltshonorare)1–2 Wochen

Glossar

Rechnungsprüfer
Ein unabhängiger Fachmann oder eine Prüfgesellschaft, die die Jahresrechnung und die Geschäftsführung überprüft.
Wirtschaftsprüfer
Ein staatlich anerkannter Prüfer mit erweiterten Befugnissen und spezialisierten Qualifikationen.
Vorstandsbeschluss
Eine formale Entscheidung des Vorstands oder der Geschäftsführung, dokumentiert und unterzeichnet.
Geschäftsjahr
Der Zeitraum (meist ein Kalenderjahr), für den die Jahresrechnung erstellt wird.
Jahresrechnung
Die Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die die finanzielle Situation des Unternehmens zeigt.
Prüfmandatsbestätigung
Ein Schreiben oder Dokument, das dem Prüfer seine Bestellung und seinen Auftrag bestätigt.
Unabhängigkeit des Prüfers
Die Anforderung, dass der Prüfer frei von Interessenskonflikten und externem Druck ist.
Prüfgebühren
Die Kosten für die Durchführung der Rechnungsprüfung durch den beauftragten Prüfer.
Ratifizierung
Die formale Genehmigung oder Bestätigung eines Beschlusses durch das Entscheidungsgremium.

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