Vorstandsbeschluss Genehmigung eines Kaufvertrages

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FreiVorstandsbeschluss Genehmigung eines Kaufvertrages

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss ist eine formale Bestätigung, mit der der Vorstand einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG oder ähnlich) eine wichtige geschäftliche Entscheidung trifft und dokumentiert. Diese Vorlage behandelt speziell die Genehmigung eines Kaufvertrages — beispielsweise den Verkauf eines Vermögenswertes oder die Regelung von Schulden. Sie erhalten ein kostenlos bearbeitbares Word-Dokument, das Sie anpassen und als PDF speichern können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Beschluss, wenn der Vorstand einen Kaufvertrag (etwa den Verkauf von Grundbesitz oder Vermögensgegenständen) genehmigen muss. Dies ist typischerweise erforderlich, wenn die Unternehmungssatzung oder das Gesellschaftsrecht vorsieht, dass bedeutsame Transaktionen eine formale Genehmigung durch den Vorstand benötigen. Der Beschluss dokumentiert, dass die Entscheidung ordnungsgemäß getroffen wurde.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Abschnitte zur Feststellung der Befugnis des Vorstandsmitglieds, die Bestätigung des Kaufvertrages, eine Darlegung der finanziellen und sachlichen Hintergründe (Schulden, Vorauszahlungen, Vermögensverkauf) und ein formales Beschlussfeststellungsprotokoll. Alle Platzhalter können mit den tatsächlichen Daten Ihrer Transaktion gefüllt werden.

Was ist ein Vorstandsbeschluss zur Genehmigung eines Kaufvertrages?

Ein Vorstandsbeschluss zur Genehmigung eines Kaufvertrages ist ein formales Dokument, mit dem der Vorstand einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG oder ähnlich) den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes genehmigt und dokumentiert. Dies ist eine wichtige Governance-Maßnahme, die zeigt, dass die Geschäftsleitung ihre Sorgfaltspflicht erfüllt hat und die Transaktion mit der erforderlichen Autorität entschieden wurde. Die Vorlage ist kostenlos als Word-Dokument verfügbar und kann einfach mit den Daten Ihrer spezifischen Transaktion ausgefüllt werden — danach exportieren Sie es als PDF und unterzeichnen es.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen formalen Vorstandsbeschluss riskieren Sie mehrere Problem: Erstens können Käufer oder Darlehensgeber später in Frage stellen, ob der Vorstand die Transaktion tatsächlich genehmigt hat. Zweitens schwächt die fehlende Dokumentation die Sorgfalt und kann zu persönlicher Haftung von Vorstandsmitgliedern führen. Drittens ist bei größeren Transaktionen (z. B. Immobilienverkauf) ein Vorstandsbeschluss oft Voraussetzung für die notarielle Beglaubigung oder die Finanzierung durch Banken. Mit dieser Vorlage dokumentieren Sie transparent und professionell, dass die Transaktion mit der erforderlichen Befugnis und Sorgfalt genehmigt wurde — und schützen damit sich selbst und Ihr Unternehmen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Standard-Transaktion ohne BesonderheitenGrundlegende Genehmigung eines Kaufvertrages
Wenn Vorauszahlungen oder Schulden Teil der Transaktion sindKaufvertrag mit Vorauszahlungsregelung
Spezifisch für den Verkauf von Grundbesitz oder LiegenschaftenImmobilienkaufvertrag-Genehmigung
Mehrere Vermögenswerte oder komplexe SchuldenregelungenVermögensverkauf mit Schuldenfeststellung
Wenn nur ein Vorstandsmitglied entscheidungsbefugt istAlleiniger Vorstandsbeschluss (schriftlich)
Mehrere Vorstandsmitglieder müssen zustimmenKollegiales Gremium (Mehrheit)

Häufige Fehler vermeiden

❌ Fehlende oder unvollständige Unterschriften von Vorstandsmitgliedern

Warum es wichtig ist: Ohne Original- oder beglaubigten Unterschriften ist der Beschluss rechtlich nicht bindend und kann von der Gegenseite angefochten werden.

Fix: Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Unterzeichner (gemäß Satzung und Gesellschaftsrecht) original oder digital zertifiziert unterschreiben und dokumentieren Sie dies.

❌ Unklare oder fehlerhafte Beschreibung des Vermögenswertes oder der Schulden

Warum es wichtig ist: Dies führt zu späteren Disputes darüber, welches Objekt oder welcher Betrag gemeint war, und kann den Kaufvertrag anfechtbar machen.

Fix: Verwenden Sie exakte Adressen, Grundbuchnummern, Beträge und Namen — gleichen Sie diese mit Belegen ab.

❌ Fehlende Rechtsgrundlage oder ungenaue Angabe der Satzungsbestimmung

Warum es wichtig ist: Wenn nicht klar ist, dass der Vorstand die Kompetenz hat, ist der Beschluss möglicherweise unwirksam.

Fix: Konsultieren Sie die Satzung und das Gesellschaftsrecht; nennen Sie die genaue Paragraphennummer.

❌ Keine Begründung für die wirtschaftliche Notwendigkeit

Warum es wichtig ist: Externe Prüfer oder Gläubiger können später in Frage stellen, ob die Vorstandsmitglieder ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind.

Fix: Dokumentieren Sie kurz und sachlich, warum der Verkauf im Unternehmensinteresse liegt (z. B. Schuldenabbau, Optimierung des Portfolios).

❌ Zeitliche Inkonsistenzen — Beschlussdatum liegt nach dem Vertragsabschluss

Warum es wichtig ist: Ein Beschluss, der rückwirkend unterzeichnet wird, wirkt verdächtig und kann von Gerichten oder Notaren in Frage gestellt werden.

Fix: Der Beschluss sollte vor oder zeitgleich mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages verabschiedet werden — idealerweise wenige Tage vorher.

❌ Verwechslung mit anderen Beschlüssen (z. B. Gesellschafterversammlung statt Vorstand)

Warum es wichtig ist: Je nach Satzung müssen unterschiedliche Organe zustimmen — ein Vorstandsbeschluss ersetzt keine Gesellschafterversammlung.

Fix: Überprüfen Sie, welches Organ gemäß Satzung kompetent ist. Holen Sie ggf. beide Genehmigungen ein.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Einleitung und Gültigkeitsfeststellung

In einfacher Sprache: Bestätigung, dass der Beschluss ordnungsgemäß und mit der erforderlichen Autorität verabschiedet wurde.

Beispielformulierung
Der folgende Beschluss, unterzeichnet von dem alleinigen Vorstandsmitglied von [NAME IHRES UNTERNEHMENS], wird hiermit als angenommen erachtet und gilt mit Wirkung zum [DATUM].

Häufiger Fehler: Vergessen, das Datum oder die Namen aller Unterzeichnenden vollständig auszufüllen, was die Gültigkeit in Frage stellen kann.

Bezug auf Gesellschaftsrecht und Satzung

In einfacher Sprache: Verweis auf die rechtliche Grundlage (Abschnitte des Gesellschaftsrechts), die dem Vorstand die Kompetenz verleiht.

Beispielformulierung
gemäß Abschnitt [BENENNEN SIE DEN ABSCHNITT] des [GESELLSCHAFTSRECHT IHRES LANDES]

Häufiger Fehler: Keine oder vage Angabe der Rechtsgrundlage — dies schwächt die Rechtsverbindlichkeit.

Feststellung bestehender Schulden und Vermögensverhältnisse

In einfacher Sprache: Aufzählung von Schulden, Vorauszahlungen und Vermögensgegenständen, die Teil der Transaktion sind.

Beispielformulierung
Die Körperschaft hat an [NAME] Schuldscheine über einen Betrag von [BETRAG] ausgestellt; Die Körperschaft schuldet [NAME] den Betrag von [BETRAG] als Vorauszahlung.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder ungenaue Angabe von Beträgen oder Schulden führt zu späteren Auslegungsstreitigkeiten.

Beschreibung des Vermögenswertes

In einfacher Sprache: Genaue Angabe des Grundbesitzes oder Vermögensgegenstandes, der veräußert wird.

Beispielformulierung
Die Körperschaft ist Eigentümer des Grundbesitzes, welches sich in [ADRESSE] befindet.

Häufiger Fehler: Zu vage oder fehlerhafte Adressen/Beschreibungen — später schwer nachzuweisen, welches Objekt gemeint ist.

Begründung des wirtschaftlichen Interesses

In einfacher Sprache: Erklärung, warum der Verkauf im Interesse der Körperschaft liegt (z. B. Schuldenabbau, Liquidität).

Beispielformulierung
Es ist im besten Interesse der Körperschaft, den oben genannten Vermögenswert zu veräußern und [NAME] den vorgenannten Betrag zu erstatten.

Häufiger Fehler: Zu oberflächliche oder ganz fehlende Begründung — dies schwächt die Nachvollziehbarkeit für externe Prüfer oder Gerichte.

Beschlussfeststellung

In einfacher Sprache: Formale Annahme und Genehmigung des Kaufvertrages durch den Vorstand.

Beispielformulierung
ES WIRD BESCHLOSSEN: Der vorliegende Kaufvertrag wird hiermit genehmigt und das Vorstandsmitglied ist bevollmächtigt, diesen unterzeichnen zu lassen.

Häufiger Fehler: Zu allgemeine Formulierung ohne Bezug zu den spezifischen Vertragsdetails oder fehlende Vollmacht.

Datum und Unterschriften

In einfacher Sprache: Ort und Datum des Beschlusses sowie Unterschriften aller berechtigten Vorstandsmitglieder.

Beispielformulierung
[ORT], den [DATUM] — Vorstandsmitglied: [NAME] — Unterschrift: _______________

Häufiger Fehler: Fehlende oder unleserliche Unterschriften — ohne diese ist der Beschluss nicht rechtlich bindend.

Sicherheitsklausel (falls mehrere Vorstandsmitglieder)

In einfacher Sprache: Festlegung, wie viele Unterschriften erforderlich sind und unter welchen Bedingungen ein schriftlicher Beschluss gültig ist.

Beispielformulierung
Ein schriftlicher Beschluss, unterzeichnet bei dem alleinigen Vorstandsmitglied oder der Mehrheit der Vorstandsmitglieder, ist ebenso gültig, als wenn er während einer Sitzung verabschiedet worden wäre.

Häufiger Fehler: Unklar definierte Mehrheitsanforderungen — später kann eine Partei die Gültigkeit anfechten.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensname und Gültigkeitsdatum eintragen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit dem vollständigen, rechtlich korrekten Namen der GmbH, AG oder Körperschaft. Geben Sie das Datum ein, ab dem der Beschluss gültig sein soll (in der Regel das Unterzeichnungsdatum oder das Transaktionsdatum).

    💡 Verwenden Sie den Namen exakt, wie er im Handelsregister eingetragen ist.

  2. 2

    Rechtliche Grundlage (Abschnitt des Gesellschaftsrechts) angeben

    Ersetzen Sie [BENENNEN SIE DEN ABSCHNITT] mit der genauen Paragraphennummer aus Ihrer Satzung oder dem GmbH-Gesetz (z. B. § 43 Abs. 1 GmbHG oder der entsprechende Abschnitt bei einer AG). Geben Sie auch das anwendbare Gesellschaftsrecht an (z. B. deutsches GmbH-Gesetz).

    💡 Konsultieren Sie Ihre Satzung oder einen Anwalt, um die richtige Bestimmung zu finden.

  3. 3

    Schulden und Vorauszahlungen auflisten

    Füllen Sie alle bestehenden Schulden aus — Namen der Gläubiger, Beträge und Zweck (z. B. Schuldscheine, Vorauszahlungen). Seien Sie vollständig und präzise.

    💡 Verwenden Sie die exakten Beträge aus Ihren Konten oder Verträgen — runden Sie nicht.

  4. 4

    Vermögenswert beschreiben

    Geben Sie an, welches Grundbesitz oder Vermögen veräußert wird. Bei Immobilien: vollständige Adresse, Grundbuchauszug-Referenz oder Flurstück. Bei beweglichen Gütern: genaue Bezeichnung und ggf. Seriennummern.

    💡 Je präziser die Beschreibung, desto weniger Raum für Missverständnisse später.

  5. 5

    Wirtschaftliche Begründung formulieren

    Erklären Sie kurz, warum der Verkauf wirtschaftlich sinnvoll ist (Schuldenabbau, Liquiditätsbedarf, Umstrukturierung). Dies dokumentiert die Sorgfalt der Geschäftsführung.

    💡 Halten Sie die Begründung sachlich und nachvollziehbar für externe Prüfer.

  6. 6

    Beschlussfeststellung und Vollmacht erteilen

    Formulieren Sie den Beschluss so, dass klar wird, dass der Kaufvertrag genehmigt ist und wer (z. B. welches Vorstandsmitglied oder Bevollmächtigter) berechtigt ist, ihn zu unterzeichnen.

    💡 Erwähnen Sie explizit, dass eine Vollmacht zur Unterzeichnung erteilt wird, um Missverständnisse zu vermeiden.

  7. 7

    Ort und Datum ausfüllen, unterzeichnen

    Tragen Sie den Ort (z. B. Bürostadt) und das genaue Datum ein. Der Beschluss muss von allen erforderlichen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet werden — im Idealfall original, mindestens aber mit digitaler oder beglaubigter Signatur.

    💡 Bewahren Sie das Originalexemplar in Ihren Geschäftsunterlagen auf; geben Sie eine beglaubigte Kopie an den Käufer/Vertragspartner.

  8. 8

    Rechtsprüfung einholen (empfohlen)

    Lassen Sie den ausgefüllten Beschluss vor dem Versand von einem Unternehmensanwalt oder Notär prüfen, insbesondere wenn größere Vermögenswerte oder mehrstufige Transaktionen betroffen sind.

    💡 Eine rechtliche Vorabprüfung kostet deutlich weniger als spätere Auseinandersetzungen über die Gültigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Wann genau benötige ich einen Vorstandsbeschluss zur Genehmigung eines Kaufvertrages?

Sie benötigen einen Vorstandsbeschluss immer dann, wenn der Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes (Immobilie, Betrieb, wesentliche Ausrüstung) so bedeutsam ist, dass die Satzung oder das Gesellschaftsrecht eine Genehmigung durch den Vorstand oder die Gesellschafterversammlung vorsieht. In vielen GmbHs und AGs erfordert bereits der Verkauf von Grundbesitz oder substanziellen Vermögenswerten einen solchen Beschluss, um die Sorgfalt der Geschäftsführung zu dokumentieren und die Körperschaft zu schützen. Wenn Sie unsicher sind, konsultieren Sie Ihre Satzung oder einen Anwalt.

Kann eine einzelne Person (alleiniges Vorstandsmitglied) einen solchen Beschluss verabschieden?

Ja — in einer Gesellschaft mit nur einem Vorstandsmitglied kann dieses den Beschluss schriftlich unterzeichnen. Die Vorlage sieht dies vor („schriftlicher Beschluss, unterzeichnet von dem alleinigen Vorstandsmitglied"). Es ist genauso gültig, als wenn er in einer Vorstandssitzung verabschiedet worden wäre. Allerdings muss auch dieses Mitglied gemäß Satzung die Befugnis haben — prüfen Sie dies.

Muss der Beschluss vor dem Kaufvertrag unterzeichnet werden?

Idealerweise sollte der Vorstandsbeschluss vor oder zeitgleich mit dem Kaufvertrag unterzeichnet werden — nicht danach. Dies dokumentiert, dass die Genehmigung vorlag, bevor sich das Unternehmen verpflichtet hat. Ein rückdatierter oder nachträglicher Beschluss wirkt verdächtig und kann von Gerichten oder Notaren in Frage gestellt werden. Planen Sie den Ablauf so, dass Sie den Beschluss wenige Tage vor oder am gleichen Tag wie den Vertrag unterzeichnen können.

Unterscheidet sich der Prozess für GmbHs, AGs und andere Rechtsformen?

Ja, die Befugnisses und Verfahren unterscheiden sich je nach Rechtform. GmbHs haben oft andere Bestimmungen als AGs. Stiftungen, Genossenschaften und Vereinigungen haben wieder andere Regeln. Die Vorlage ist flexibel und lässt sich anpassen, aber Sie sollten Ihre eigene Satzung überprüfen, um sicherzustellen, dass Sie die richtigen Abschnitte des Gesellschaftsrechts nennen. Bei Unsicherheit: Anwalt konsultieren.

Was ist der Unterschied zwischen einem Vorstandsbeschluss und einer Gesellschafterversammlung?

Der Vorstand leitet das Tagesgeschäft und verabschiedet operative Entscheidungen. Die Gesellschafterversammlung (oder bei AGs: die Hauptversammlung) ist das höchste Organ und entscheidet über strategische Fragen, die Änderung der Satzung und größere Transaktionen. Je nach Satzung kann ein Kaufvertrag entweder nur eine Vorstandsgenehmigung, nur eine Gesellschafterversammlung oder beides erfordern. Lesen Sie Ihre Satzung genau oder fragen Sie einen Anwalt.

Brauche ich einen Notar für einen Vorstandsbeschluss?

Ein Notariatat ist normalerweise nicht erforderlich, um einen Vorstandsbeschluss zu beglaubigen — es ist ein internes Dokument der Körperschaft. Allerdings kann es sinnvoll sein, den Beschluss später von einem Notar beglaubigen zu lassen, wenn Sie ihn Dritten (z. B. einem Käufer, einem Darlehensgeber, einer Behörde) vorlegen möchten. Die Beglaubigung erhöht die Glaubwürdigkeit. Für den Kaufvertrag selbst gelten andere Regeln — bei Immobilien ist oft eine notarielle Beglaubigung des Vertrages selbst erforderlich.

Was passiert, wenn ein Vorstandsmitglied nicht unterzeichnet, obwohl es kompetent ist?

Wenn mehrere Vorstandsmitglieder erforderlich sind und eines nicht unterzeichnet, ist der Beschluss in der Regel ungültig oder anfechtbar. Dies könnte später zu Streitigkeiten mit dem Käufer oder mit den Gesellschaftern führen. Versuchen Sie, vor Unterzeichnung eine Einigung mit allen Vorstandsmitgliedern zu erzielen. Wenn ein Mitglied sich weigert, kann dies auch ein Zeichen für tiefergehende Meinungsverschiedenheiten sein — konsultieren Sie einen Anwalt zur Konfliktlösung.

Kann ich die Vorlage für mehrere Transaktionen verwenden, oder muss ich jedes Mal eine neue erstellen?

Sie sollten für jede Transaktion einen neuen Beschluss erstellen. Zwar können Sie die Vorlage mehrfach verwenden, aber jeder Beschluss muss die spezifischen Verträge, Beträge, Daten und Beteiligten korrekt abbilden. Dies dokumentiert Transparenz und schützt das Unternehmen vor Verwechslungen. Ein generischer Sammel-Beschluss ist juristisch schwächer und weniger nachvollziehbar.

Wie lange sollte ich den Vorstandsbeschluss aufbewahren?

Sie sollten den Vorstandsbeschluss mindestens so lange aufbewahren, wie das zugrunde liegende Kaufvertrag relevant ist — in der Regel mindestens 10 Jahre, oft länger. Im Falle von Immobilienkäufen oder anderen großen Transaktionen empfiehlt sich eine unbegrenzte Aufbewahrung, da diese Dokumente später als Nachweis der Geschäftstätigkeit dienen können (z. B. bei Prüfungen, Verkauf der Gesellschaft, Haftungsfragen). Lagern Sie die Originalunterlagen sicher, idealerweise im Safe oder digitalisiert mit Zeitstempel.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschafterversammlungsbeschluss

Ein Vorstandsbeschluss wird vom Vorstand (Geschäftsführung) verabschiedet und regelt operative und strategische Entscheidungen des Vorstands. Ein Gesellschafterversammlungsbeschluss wird von den Eigentümern/Gesellschaftern verabschiedet und genehmigt grundlegende Strategien, Satzungsänderungen oder Transaktionen, die die Satzung dem höchsten Organ vorbehalten hat. Bei größeren Käufen kann beides erforderlich sein — erst die Gesellschafterversammlung, dann die Umsetzung durch den Vorstand. Prüfen Sie Ihre Satzung, um zu klären, wer kompetent ist.

vs Kaufvertrag

Der Kaufvertrag ist das rechtliche Dokument zwischen Käufer und Verkäufer, das die Details des Geschäfts (Preis, Bedingungen, Termin) festlegt. Der Vorstandsbeschluss ist ein internes Genehmigungsdokument, das dem Unternehmen selbst gehört und zeigt, dass der Vorstand die Transaktionen genehmigt hat. Der Vorstandsbeschluss ist oft ein Bestandteil des Due-Diligence-Prozesses, wird aber nicht zwischen den Parteien ausgetauscht, sondern bleibt im Besitz des Unternehmens.

vs Vollmacht oder Prokura

Eine Vollmacht oder Prokura bevollmächtigt eine Person, im Namen des Unternehmens zu handeln (z. B. Verträge zu unterzeichnen). Ein Vorstandsbeschluss ist eine Genehmigung durch ein Organ (den Vorstand), dass eine bestimmte Transaktion stattfinden darf. Sie können zusammen verwendet werden: Der Vorstandsbeschluss genehmigt die Transaktion, und eine Vollmacht bestätigt, dass die Person, die sie unterzeichnet, bevollmächtigt ist, dies zu tun.

vs Notarielle Beglaubigung eines Kaufvertrages

Ein notarisch beglaubigter Kaufvertrag ist für Immobilien- oder andere größere Transaktionen oft rechtlich erforderlich und wird von einem unabhängigen Notar bescheinigt. Der Vorstandsbeschluss ist ein internes Genehmigungsdokument und braucht nicht notariell beglaubigt zu werden — es sei denn, Sie reichen es bei Behörden oder Finanzinstitutionen ein. Notarielle Beglaubigung und Vorstandsbeschluss sind komplementär, aber nicht dasselbe.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienwirtschaft und Immobilienentwicklung

Verkauf oder Ankauf von Grundbesitz erfordert meist einen Vorstandsbeschluss und notarielle Beglaubigung.

Handel und Einzelhandel

Kauf oder Verkauf von Betriebsstätten, Lagerbeständen oder Filialen benötigt Vorstandsgenehmigung und oft Gesellschafterversammlung.

Fertigungsindustrie und Produktion

Verkauf oder Ankauf von Maschinen, Anlagen oder ganzen Produktionsstandorten ist substanziell und erfordert formale Genehmigung.

Finanzdienstleistungen und Versicherungen

Käufe oder Verkäufe von Vermögensgegenständen unterliegen strikten Governance-Anforderungen und Aufsichtsregelungen.

Gesundheitswesen und Pharmazie

Erwerb oder Veräußerung von medizinischem Equipment, Lizenzen oder Betriebsstätten benötigt Compliance und formale Genehmigung.

Gemeinnützige Organisationen und Stiftungen

Vorstandsbeschlüsse sind rechtlich erforderlich, um Vermögensveräußerungen zu dokumentieren und die Treuhänderverantwortung zu nachzuweisen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland regelt das Gesellschaftsrecht (GmbHG für GmbHs, AktG für AGs) die Befugnisse des Vorstands. Der Vorstandsbeschluss muss die genaue Paragraphennummer nennen, auf die er sich beruft — z. B. § 43 Abs. 1 GmbHG für die Geschäftsführung. Ein schriftlicher Beschluss ist gemäß § 47 Abs. 3 GmbHG gültig.

In Österreich gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland, aber mit österreichischem GmbH-Gesetz (GmbHG) und Aktiengesetz (AktG). Der Verweis sollte auf die österreichischen Paragraphen angepasst werden. Notare spielen in Österreich oft eine wichtigere Rolle bei der Beglaubigung von Verträgen.

In der Schweiz regelt das Handelsgesetzbuch (HGB/Code des obligations) die Genehmigungsverfahren. Schweizer GmbHs (Gesellschaften mit beschränkter Haftung) und AGs (Aktiengesellschaften) haben ähnliche Anforderungen, aber die Schweiz nutzt teilweise abweichende Begriffe. Passen Sie die Rechtsbezüge an die Schweizer Rechtsgrundlagen an und konsultieren Sie ggf. einen Schweizer Anwalt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandard-Transaktionen mit klarer Sachlage, ein Vorstandsmitglied, keine externen Stakeholder.€ 0–50 (nur Vorlagenerwerb)30–60 Minuten
Vorlage + RechtsprüfungTransaktionen mittlerer Größe, mehrere Vorstandsmitglieder oder Gesellschafter, wo eine Anwaltsprüfung Sicherheit gibt.€ 100–400 (Anwaltsprüfung)1–2 Wochen (inkl. Korrektur und Rücksprache)
MaßgeschneidertGroße oder komplexe Transaktionen, mehrschichtige Schuldenregelungen, internationale Beteiligung oder regulierte Industrien.€ 500–2000+ (vollständige rechtliche Beratung und Entwurf)2–4 Wochen (inkl. Verhandlung und Finalisierung)

Glossar

Vorstand
Leitendes Organ einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG), das für die Geschäftsführung und Repräsentation zuständig ist.
Vorstandsbeschluss
Formale Entscheidung des Vorstands, die dokumentiert und in Beschlussfeststellungsprotokollen niedergelegt wird.
Kaufvertrag
Rechtsgeschäft, in dem eine Partei einen Gegenstand oder Vermögenswert gegen Zahlung an eine andere Partei überträgt.
Vermögenswert
Grundbesitz, bewegliche Gegenstände, Forderungen oder andere wirtschaftliche Güter im Eigentum des Unternehmens.
Körperschaft
Rechtsgebilde wie eine GmbH oder AG, das als juristische Person handeln kann.
Vorauszahlung
Zahlung, die vor Erfüllung der Leistungspflicht oder vor Abschluss einer Transaktion erfolgt.
Satzung
Regelwerk einer Kapitalgesellschaft, das Aufbau, Kompetenzen und Verfahren festlegt.
Schriftlicher Beschluss
Beschluss, der nicht in einer Sitzung verabschiedet, sondern schriftlich unterzeichnet und damit gültig wird.
Befugnis
Berechtigung oder Vollmacht eines Vorstandsmitglieds, im Namen der Körperschaft zu handeln.
Vermögensveräußerung
Verkauf oder Abgabe von Vermögensgegenständen des Unternehmens.

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